Happy Few im Champagnerrausch: Die Gruppe 47 und der Ungeist von 68

Happy Few im Champagnerrausch: Die Gruppe 47 und der Ungeist von 68

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Letztes Treffen der „Gruppe 47“ 1967 in der Waischenfelder Pulvermühle, bevor die 1968er die pseudointellektuelle Speerspitze übernahmen (Foto:WikiCommons)

Emigranten dominierten die gesamte deutsche Geistesgeschichte nach 1945. Nation und Volk, so höhnten sie, seien bloße Phantasmagorien. Erklärtes Ziel war es, die geistigen Grundlagen der Deutschen, ihre Religion, ihre Traditionen und ihre Philosophie zu zerstören, um sie so ihrer in Jahrhunderten gewachsenen Identität zu berauben. 1968 sahen diese Konventikel-Denker ihre Stunde gekommen. Intellektuelle Statthalter des Kommunismus in demokratisiertem Gewande und auf kulturellem Sektor waren in Westdeutschland die Stichwortgeber der neomarxistischen “Frankfurter Schule” – Marcuse, Horkheimer, Adorno und Habermas samt ihres ortlosen Marxismus. Ernst Bloch, der Lobsänger des Sowjetkommunismus, der in stets hochgestochenen Ton Lenin, Stalin und die Moskauer Schauprozesse bejubelte, brachte den Totalitarismus zurück in die Philosophie. Alles aber bleibt bei ihm nur im Vagen, rein Spekulativen. Unbehelligt konnte er nach der Zensur rufen und den Gulag rechtfertigen. Der krude Unsinn von „kritischer Theorie“, „Dialektik der Aufklärung“, dem „Prinzip Hoffnung“, „Geist der Utopie“, der „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ oder auch Lukács‘ „Geschichte und Klassenbewusstsein“ erreichte einen großen Teil der politisierten linken Studentenschaft. Das hochtrabende Exegetengetue mit all den hohlen Phrasen von „großer Verweigerung“, „repressiver Toleranz“ und „affirmativer Kultur“ beherrschte die westdeutschen Universitäten, förderte vor allem aber die naturwidrige Neigung, die Gesetze der Biologie vollkommen zu negieren und stattdessen die Herleitung jeglichen Phänomens aus der Psychoanalyse Siegmund Freuds heraus zu denken. Dabei wusste bereits Karl Kraus, daß diese in Wahrheit die Krankheit sei, die zu heilen sie vorgebe.

Auch der vermeintliche Nachholbedarf und Hunger nach internationaler Literatur, der nach 1945 in Deutschland bestanden habe, wie man immer wieder hört, war bei der Masse der deutschen Leser niemals vorhanden. Denn was kam denn nach 1945? Das Hochjubeln eines seichten und schwülstigen Südstaatenkitsches der Williams, Capote, Bellow, Singer, Baldwin und wie sie alle hießen; Blut- und Boden-Ideologie in texanischer Variante, bei denen noch Alkoholismus, Drogenmissbrauch und ähnliche Zerrüttungen der Genannten hinzu kamen. Im Nachkriegsdeutschland hatte sich unter der Ägide der ”Gruppe 47” eine ganz spezielle literarische Spielart entwickelt, die von dem ewigen SPD-Genossen und Proleten Günter Grass, dem Clown Enzensberger, Ingeborg Bachmann, Peter Rühmkorf oder Wolfgang Hildesheimer repräsentiert wurde. Zu ihnen gesellte sich Heinrich Böll, schon rein physiognomisch der Prototyp des echten Drückebergers, so dass man sich kaum vorstellen kann, dass er sieben Jahre lang den grauen Waffenrock trug; er habe stets versucht, so rühmte sich dieser geistige Deserteur, immer dort zu sein, „wo möglichst wenig geschossen“ worden sei.

Ungestillte Eitelkeit

Bei allem zur Schau gestelltem Intellektualismus waren sie letztlich alle doch mediokre Geister und typisch deutsche Philister. Nicht sehr viel anders verhielt es sich mit den linientreuen SED-Literaten Stephan Hermlin oder Stefan Heym. Das war bei den jüdischen intellektuellen Hans Mayer und Marcel Reich-Ranicki schon wieder anders, die in ihrer starken Wortgewalt mitunter aber auch die Befriedigung ihrer ungestillten Eitelkeit im Sinne hatten. Ausnahmen stellten Alexander Kluge und vor allem Joachim Kaiser als Musik- und Literaturkritiker dar. Der ausgewiesene Bramarbas Walter Jens, sich selbst häufig als „Radikaldemokraten“ bezeichnend, brachte es immer wieder fertig, derart viele Dümmlichkeiten und Allgemeinplätze und so viel Pseudo-Psychoanalyse über Nietzsche auszuschütten, dass dies schon fast wieder als Leistung anzusehen ist. Zwar war es zuweilen durchaus interessant, ihnen allen zuzuhören – aber ihre Literatur verharrte doch in der Eingezwängtheit ihres selbst gezimmerten antideutschen Prokrustesbetts.

Enorme Tiefenströmungen und wahre Heldenepen waren über Deutschland hinweggegangen, doch die deutschen Literaten und hier abermals die “Gruppe 47” (jenes „Bündnisses zum Saufen und Vögeln und Klatschen“, wie es von dem spitzzüngigen Gruppenmitglied Fritz J. Raddatz später beschrieben worden ist) beschäftigten sich lieber mit dem Leben gestrandeter Kleinbürger aus der Provinz. Wenn jene literarischen Dutzendgestalten gerade einmal nicht über ihresgleichen herzogen, wie aus ihren Briefen und Tagebüchern erkennbar wird, so hatten diese nicht schlecht verdienenden und hoch dotierte Preise einheimsenden Maulhelden meist nichts Besseres zu tun, als über ihre Vorgänger aus der „Inneren Emigration“ während des Nationalsozialismus zu spotten und sie verächtlich zu machen. Die um sie wie die Abortfliegen schwärmende Kulturmafia, bestehend aus Kritikern und verbeamteten Taugenichtse – jene sich häufig in Kampen auf Sylt versammelnde, Kir Royal-, Pouilly-Fumé- und Veuve Clicquot saufende, Austern schlürfende und oft moralisch reichlich verkommene „Happy Few“ –, tat das Ihre, diese Viertelgenies hochzujubeln und auf die Podeste zu setzen. Von hier aus führten sie bis zu ihrem biologischen Aussterben oft das große Wort, zutiefst verletzt, wenn sie in ihren Leib- und Magenblättern „Zeit“, „Süddeutsche“ oder dem „Spiegel“ tatsächlich einmal verrissen wurden; die Tagebücher des nicht minder eitlen Raddatz legen von diesem Paradigma beredtes Zeugnis ab. Ihre geistigen Erben tummeln sich noch heute in dem bezeichnenderweise „Literaturbetrieb“ genannten Haifischbecken, in dem einer den anderen am Suhrkamp-Stand mit Floskeln wie „als ich vorige Woche in New York mit XY aß“ übertrumpfen will. Die heute gar nicht mehr so junge „junge deutsche Literatur“ kommt kaum noch drei Seiten weit, ohne das gesamte Repertoir an Fäkalausdrücken zu bemühen – post coitum triste. Unterbleibt dies ausnahmsweise, werden aufgesetzt wirkende Actualia in ihr trauriges Mosaik eingefügt; ein bisschen „Rechtsradikalismus“, etwas „Klima- oder Transgenderaktivismus“ und ein wenig Szene-Jargon.

Fehlschlag auf ganzer Linie

Heute hört man zuweilen, dass sich die gesamte damals junge Generation über die vermeintliche „Nazi-Vergangenheit“ ihrer Väter und Großväter empört habe, so war das bei der Arbeiterschaft und deren Kindern jedenfalls nie ein Thema. Mag sein, dass dies in den sogenannten „gebildeten Schichten“ tatsächlich verstärkt der Fall war, vor allem wohl im sprichwörtlichen deutsch-evangelischen Pfarrhaus, aus dem im Laufe der Jahrhunderte schon öfter ein besonders auffälliger, verstockter Typus hervorgegangen ist, von Nietzsche über Horst Wessel, Gudrun Ensslin bis zu Merkel und Gauck. Die 68er kompensierten die tatsächlichen oder auch auch nur vermeintlichen und phantasierten Untaten der Elterngeneration mit einem gegenteiligen Lebensstil, dessen Hauptziel es war, sich von ihr radikal zu unterscheiden. Der historische Nationalsozialismus aber wurde von von den maßgeblichen 68er SDS-Kadern und der APO völlig falsch eingeschätzt und insbesondere verkannten sie dessen enorme sozial-revolutionäre Sprengkraft, wie auch seine volkssozialistische Komponente. Vor allem aber gehört auf ihr Schuldkonto, dass sie sich von außen eine „Bewältigung“ unserer eigenen Geschichte aufzwingen ließen und somit versäumten, eine echte Aufarbeitung der Jahre 1933 bis 1945 vorzunehmen, zum Beispiel mittels einer hochkarätig besetzten internationalen Historikerkonferenz, selbstverständlich auch unter deutscher Beteiligung. Deren Ergebnisse hätten dann auch als Grundlage des Unterrichts in den Schulen dienen können. Man hätte damit die Chance gehabt, einem immer wiederkehrenden Hauptvorwurf der 68er, der in der pauschalen Generalanklage gegen die Vätergeneration bestand, den Wind aus den Segeln zu nehmen. Daran aber hatte man kein Interesse.

Stattdessen erlebten wir die von Armin Mohler akribisch analysierte bundesdeutsche „Vergangenheitsbewältigung“, die als ein Fehlschlag auf ganzer Linie zu bewerten ist. Auch die erst spät initiierten Auschwitz-Prozesse in Frankfurt verfehlten ihr Ziel, weil man so gut wie ausschließlich jene vor den Gerichtstisch zerrte, die am unteren Ende der Befehlskette platziert waren. Rudi Dutschke, mit dem eine maßgebliche Identifikationsfigur der sich politisch links verortenden studentischen Jugend erwuchs, war ein politischer Visionär mit aufrechtem Gang und Motor, dazu ein Ideologe, Propagandist und Charismatiker des Aufstands von 1968. Dieser Berufsrevolutionär hob sich mit seiner vorurteilslosen Unverstelltheit wohltuend ab vom Dogmatismus und der Schamlosigkeit der meisten anderen führenden 68er-Kommunarden und pseudo-revolutionären, früh vergreisten APO-Figuren – doch sein nationalrevolutionärer Impetus war allerdings nicht Konsens im SDS. Unter seinen Zeitgenossen könnte man allenfalls noch Hans-Jürgen Krahl nennen, ebenso auch Bernd Rabehl und Reinhold Oberlercher, die ein gewisses Niveau aufwiesen und beide politisch schließlich ganz rechts landeten. Der letztgenannte verfasste 1998 gemeinsam mit Horst Mahler und Günter Maschke die „Kanonische Erklärung zur Bewegung von 1968“, der sie eine nationalrevolutionäre Deutung gaben.

Vollständige linke Machtübernahme

Der von Dutschke propagierte “Marsch durch die Institutionen“ samt seiner geistigen Mobilmachung brachte die 68er in den folgenden beiden Jahrzehnten an so gut wie alle Schaltstellen wahrnehmbarer Macht, vor allem in Journalismus, Rundfunk und Fernsehen, im Kulturbetrieb, den Kirchen, Schulen und Universitäten sowie aller relevanten gesellschaftlichen Institute. Es war dies eine vollständige Machtübernahme. Das Fach Politikwissenschaft ist heute ein rein marxistisches. So sitzen heute in den Redaktionen so gut wie aller deutschen Zeitungen, Nachrichtenmagazinen sowie den großen News-Formaten im Fernsehen ausnahmslos solche, die mit rot-grün sympathisieren. 1968 sollte die totale Niederlage von 1945 nach dem Willen der maßgeblichen Akteure nochmals zementieren – und dieses Mal mit deutscher Gründlichkeit. Das schien mit der Ursurpation der Medien durch den 68er Kulturmarxismus, der kulturellen Einrichtungen und des Bildungssystems gelungen zu sein. Seither „machen“ sie die Meinung des Volkes und prägen seine Gedanken. Die beschämende Rolle der öffentlich-rechtlichen linken Polit-Magazine „Monitor“, „Report“ und „Panorama“, die seit den 1960er Jahren reine Desinformation im TV transportieren, harrt noch ihrer Aufarbeitung. Somit gibt es zwischen „1945“ und „1968“ eine verbindende Konstante – denn dem linken Marsch durch die Institutionen war die Okkupation derselben durch von den Alliierten installierte genehme Führungspersonen vorangegangen, was die 68er in ihrer Einfalt und Blindheit aber nie begriffen haben. Auch Brandts „Wandel durch Annäherung“ war beileibe nicht seiner eigenen Geistesanstrengung entsprungen, sondern stammte aus den maßgeblichen Think Tanks der USA.

Das eigentliche Wesen der Repräsentanten von 1968 hat wohl nie jemand besser durchschaut als Marcel Jouhandeau: Als 1968 eine Gruppe linksradikaler Studenten vor dessen Haus in Paris randalierte und gegen ihn agitierte, rief er ihnen aus dem Fenster zu „macht, dass ihr fortkommt, in zehn Jahren seid ihr alle Notare!“.

6 Kommentare

  1. Einspruch. Ich kann den Widerspruch verstehen – allein in seiner Semantik schießt er weit übers Ziel hinaus. Die Polemik gegen die Gruppe 47 als „Champagner-Club“ und Vorläufer eines angeblichen 68er-Ungeistes verfehlt den historischen Kern dieses Phänomens. Man kann die Gruppe 47 gewiss kritisch sehen – sie war elitär, männerdominiert, politisch überwiegend links-liberal. Aber sie war vor allem eines: ein Produkt der unmittelbaren Nachkriegszeit, getragen von der Erfahrung von Krieg, Diktatur und Schuld und vom Versuch, daraus Konsequenzen zu ziehen.
    Schon die Gründungsfiguren Alfred Andersch, Walter Kolbenhoff und Hans Werner Richter formulierten als Ziel explizit Aufklärung und demokratische Erziehung nach 1945. Die Gruppe wuchs aus dem Umfeld der Zeitschrift Der Ruf und verstand sich als Gegenentwurf zu nationalsozialistischer Kulturpolitik. Die frühen Tagungen waren alles andere als glamouröse Salons: man traf sich in Klöstern, Gewerkschaftsschulen und Gasthöfen, las unveröffentliche Texte, diskutierte oft brutal offen und verschaffte gerade Unbekannten eine Chance.
    Der Vorwurf einer hermetischen Gesinnungsgemeinschaft ignoriert die innere Pluralität. Unter den Teilnehmern finden sich Katholiken wie Böll, Linksliberale wie Enzensberger, eher konservative Skeptiker wie Walter Jens; die Spannweite reicht von Paul Celan bis Martin Walser. Politisch meldete sich die Gruppe zwar immer wieder mit Resolutionen zu Wort – etwa gegen Atombewaffnung oder den Vietnamkrieg –, aber sie war kein homogener Kampfbund, sondern ein loser Kreis streitender Individualisten.
    Dass sich in den 1960er Jahren ein gewisser Literaturbetrieb um die Gruppe bildete, Verlage wie Suhrkamp gezielt Talente einsammelten und Medienberichte für Glanz sorgten, ist unbestreitbar. Doch daraus eine dekadente „Champagnerclique“ zu konstruieren, unterschlägt die Wirkungsgeschichte: Viele ausgezeichnete Autoren – Böll, Bachmann, Grass, Bobrowski – prägten mit realistischer, oft moralisch strenger Prosa den öffentlichen Diskurs der jungen Bundesrepublik und trugen dazu bei, dass Themen wie Kriegsschuld, Verdrängung und autoritäre Strukturen überhaupt ins Scheinwerferlicht rückten. Das zu leugnen ist kontraproduktiv.
    Auch die Gleichsetzung mit „1968“ ist historisch schief. Die Gruppe 47 löste sich 1967 faktisch auf, gerade weil die jüngere, radikalisierte Studentengeneration mit ihr in Konflikt geriet. Viele 68er empfanden die Gruppe eher als zu moderat, zu literarisch, zu wenig revolutionär. Von einem direkten Übergang in einen „Ungeist“ zu sprechen, ignoriert diesen Generationenbruch.
    Schließlich lohnt der Blick auf die strukturelle Leistung: Die Gruppe 47 etablierte eine neue Form der literarischen Öffentlichkeit – ein Forum, in dem Texte im Plenum kritisiert, Preise demokratisch vergeben und Verlage nicht von oben, sondern im Austausch mit Autoren agierten. Diese Debattenkultur wirkt bis heute nach, etwa beim Bachmann-Preis.
    Man kann also fragen, ob die Gruppe 47 zu viel Einfluss auf den Kanon gewann, ob sie blinde Flecken hatte (etwa gegenüber jüdischen Exilautoren) und ob aus ihrem Umfeld später dogmatische Milieus entstanden. Aber wer sie auf ein dekadentes Kartell reduziert, unterschätzt ihre Rolle als Übergangsformation: als Versuch einer kriegsgeschädigten Generation, Literatur und Öffentlichkeit unter demokratischen Vorzeichen neu zu erfinden – mit allen Widersprüchen, aber weit entfernt vom Karikaturbild einer selbstzufriedenen Champagnersekte.

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  2. Großartige Analyse zum Treiben marxistischer Literaten und ihr Gefolge um 1968. Unglaublich ist dabei aber, dass sich selbst in der Rechten deren Fürsprecher finden. So reden sie von Bruch der linken kulturellen Hegemonie und können dennoch nicht von Adorno und Horkheimer lassen.Die gibt es tatsächlich. Wenn sie so reden muss man sich fremdschämen.

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  3. Eine hervorragende Analyse. 1957 geboren.und in Heidelberg studiert, gehöre ich zur Nachhut der 68er. 2015 kam ich zur Vernunft, was aber bedeutet hat, dass ich meine Biographie und meinen Freundeskreis verloren habe. Ein Zurück gibt es nicht, aber einfach ist es nicht.

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  4. Wenn ich mir so gedanklich in die Szene der Altbundis so rein denke, auch damals durch Westfernsehen und mit den Erfahrungen aus dem Osten vergleiche bin ich zu der Erkenntnis gekommen das sich ehrliche praktische Arbeit auf die Dauer besser auszahlt als das theoretische Gequatsche von arbeitsfaulen Typen. Ich habe grade meinen Enkelsohn, der seine Berufsausbildung, die auf dem neusten Stand ist, abgeschlossen hat, klar gemacht, das er erst einmal Berufserfahrung sammeln sollte und die Politik den nichts nutzen Demagogen überlassen sollte. Politiker und deren Theoretiker alles nur Quatschköppe Die auf Kosten anderer leben und nicht was anderes im Sinn haben als Andere zu benutzen.

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  5. Die ganze 68er Bewegung war ein Haufen feiger verkommener Nichtnutze, die vergessen hatten, wer eigentlich gegen Deutschland, sowohl das Kaiserreich als auch Hitler, zu Felde gezogen war.
    Die Zerstoerung Deutschlands und des Deutschtums war und ist Ziel dieser Kraefte, die 68er haben dabei in ihrer Dusselkeit eifrig mitgeholfen.
    Die Ergebnisse sind mittlerweile ueberall in Deutschland zu sehen.

    Na dann, macht mal

  6. So ein zusammengerührter Quark wird heute als „Großartige Anylyse“ bezeichnet, das ist nun wirklich nicht nur zum Fremdschämen, dafür aber zum Totlachen. Weder Herr Bräuninger noch Herr Backfisch haben auch nur eine einzige Zeile von Adornos und Horkheimers genialer „Dialektik der Aufklärung“, geschweige denn der „Negativen Dialektik“ oder Herbert Marcuses gerade heute sehr aktueller „Repressiven Toleranz“ gelesen. Wozu auch, sie würden all dies ohnehin nicht verstehen, ebensowenig wie die Genialität des Marxschen Werkes, das im Zeitalter des Globalismus als „letztem Stadium des Kapitalismus“ (Lenin) kritischen Geistern von links und rechts durchaus viel zu sagen hat.
    Vorbei die Zeiten der grandiosen Debatten Adornos mit Gehlen und des linken Oskar Negt mit dem rechten Gerd Klaus Kaltenbrunner, heute marschieren wir im Gleichschritt und Denken ist verboten. Um den qualitativen Unterschied zwischen dem frühen Bölll und seinen faszinierenden Schilderungen des vonr Katholizismus dampfenden Köln und dem späten Böll zu verstehen, muß man ihn schon lesen, aber auch das ist heute zuviel verlangt.
    Die lächerliche „Kanonische Erklärung“, die auf eine Initiative Oberlerchers zurückging, habe ich als ehemaliges SDS-Mitglied bewußt nicht unterschrieben. Als ich später meinen Freund Maschke darauf ansprach, warum er sich zu diesem Unfug herabgelassen hatte, sagte er mir, er habe diesen „Quatsch“ nur aus Solidarität mit Bernd Rabehl unterschrieben. Das konnte ich akzeptieren.
    Mein Fazit: Wenn man von bestimmten Dingen nicht den leisesten Hauch einer Ahnung hat, warum kann man dann nicht einfach seine Klappe halten oder wenigstens versuchen zu differenzieren, anstatt sich offen seiner Unkenntnis und seiner Unwilligkeit zu rühmen, auch etwas kompliziertere Schriften zu studieren, die einem nicht ohne Weiteres sofort eingängig sind. Man muß dazu nicht unbedingt viele Stunden in Adorno-Seminaren gehockt zu haben, obwohl ich das absolut nicht bedaure, weil ich da so manches gelernt habe, was mich den heutigen Ungeist links und rechts besser verstehen läßt, aber man muß seine im KBW und in der NPD angepappten und offenbar nicht ablösbaren Scheuklappen ablegen, die eigene Unwissenheit und Selbstsüchtigkeit erkennen, und lernen, lernen, lernen. Ohne Theorie keine Praxis, denn Ihr wollt doch mal an die Macht? Oder treibt Ihr da auch nur ein leicht durchschaubares Spielchen?