
Eigentlich muss man über den Ausgang der Bundestagswahl nicht lange reden. Ob nun Olaf Scholz oder Friedrich Merz im Kanzleramt sitzt, ist schließlich völlig egal. Wer sich einer leisen Hoffnung hingab, unter Merz würde alles besser, wurde schnell in die Realität zurückgeholt. Der künftige Kanzler erklärte seine vorherigen Aussagen über Grenzschließungen sehr bald zu einem Missverständnis. Und klar: Spannend war die Frage, ob es BSW oder FDP in den Bundestag schaffen würden (Spoiler: nein!), aber so oder so – geändert hätte auch das nichts am allgemeinen Niedergang Deutschlands.
Die AfD ist stark wie nie. Deutschlandweit zweitstärkste Kraft, in ganz Ostdeutschland sogar auf Platz eins. Aber ändert das etwas am Umgang mit ihr? Wie es künftig im parlamentarischen Betrieb weitergeht, ob die Partei wieder Ausschüsse leiten darf und den begehrten Posten des Bundestagsvizepräsidenten erhält, steht noch in den Sternen. Medial gilt aber vorerst: business as usual.
Altbekanntes Muster
Dass die AfD in den Talkshows kleingehalten wird, ist nichts Neues, wie sich Jahr um Jahr durch die Erhebungen des Branchenportals Meedia bestätigt: 2022 kam die Partei in den öffentlich-rechtlichen Gesprächsrunden auf einen Anteil von gerade einmal 0,4 Prozent, 2023 auf 1,7 Prozent und 2024 auf 2,6 Prozent. Hier sieht man eine leichte Verbesserung und eigentlich sollte eine Verdoppelung des Wahlergebnisses den Trend eher noch verstärken. Genaueres weiß man aber erst zum Ende des Jahres.
In der gestrigen Ausgabe der Talkshow „Hart aber fair“ bestätigte sich jedenfalls das altbekannte Muster. Geladen waren Vertreter von CDU, SPD, FDP und Grünen, dazu eine antirassistische Journalistin aus dem Iran. Sahra Wagenknecht war früher einer der häufigsten Gesprächspartnerinnen in den Talkshows – dieses mal war ihre Partei nicht vertreten. Vermutlich wird sie nach dem Verfehlen der Fünf-Prozent-Hürde auch keine große Rolle mehr spielen. Die Linkspartei war ebenfalls nicht vertreten, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel. In der vergangenen Legislaturperiode war sie ungefähr entsprechend ihrem Wahlergebnis vertreten.
Politische Leiche FDP war natürlich eingeladen
Die AfD hingegen ging völlig leer aus. Dafür war für die SPD war Wolfgang Schmidt geladen, der bislang praktisch nur als Anhängsel von Olaf Scholz existierte, dem derzeit aber Ambitionen auf ein Regierungsamt nachgesagt werden. Den Einzug in den Bundestag verpasste er jedenfalls. Schließlich hatte seine Partei gerade das schlechteste Nachkriegsergebnis erzielt. Für die CDU stieg Philipp Amthor in den Ring. Sicher, medial schlägt er sich gut – ein echtes Schwergewicht der Union ist er aber auch nicht. Andreas Audretsch vertrat die Grünen, deren Wahlkampf er gerade gemanaget hatte. Dieser war Nutznießer eines parteiinternen Skandals, in dessen Verlauf sein schärfster Konkurrent Stefan Gelbhaar nach erfundenen Vorwürfen der sexuellen Belästigung aus dem Weg geräumt wurde.
Dass die FDP überhaupt noch eingeladen wird, grenzt an ein Wunder. Zum zweiten Mal gelang ihr der Einzug in den Bundestag nicht. Aktuell ist sie noch in elf Landtagen vertreten und diese Zahl dürfte schnell auf zehn sinken, wenn am Sonntag in Hamburg gewählt wird. Schlüsselt man aber das aktuelle bundesweite Ergebnis auf Länderebene auf, sieht es vollends katastrophal aus: Die FDP würde mit 5,6 Prozent in den baden-württembergischen Landtag einziehen – immerhin im Stammland –, in Hessen wäre es mit genau 5,0 Prozent äußerst knapp. In den übrigen 14 Landtagen hätte es gar nicht erst gereicht. Ob die Liberalen noch eine Zukunft haben, steht in den Sternen.
Nicht wirklich spannend
Wolfgang Schmidt wollte sich nicht so richtig festlegen, ob er auf ein Ministeramt schielt, egal wie sehr Moderatour Louis Klamroth auch nachhakte. Ganz ähnlich ließ sich auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann nicht entlocken, ob sie sich um den Parteivorsitz der FDP bewirbt. Dass sie sich gern um eine klare Antwort drückt, ist nichts Neues. Gegenüber Tilo Jung stritt sie ab, Rüstungslobbyistin zu sein – obwohl sie gleich zwei Lobbyorganisationen für Wehrtechnik angehört. Wirklich spannend wurde es dann auch nicht wirklich. Nach den Fragen zum Personaltableau musste gar nicht erst lange über verschiedene Koalitionsoptionen geredet werden, weil das Bündnis zwischen SPD und CDU bereits festzustehen scheint.
Natürlich ging es auch um den Krieg in der Ukraine und das Dauerthema Migration. Hier schlug sich Philipp Amthor gegen die Journalistin Gilda Sahebi prinzipiell auch gar nicht schlecht. Fast allem, was er sagte, will man auch gleich zustimmen; doch jeder weiß, dass die Union es nach dem Unterzeichnen des Koalitionsvertrages höchstens noch in homöopathischer Dosis anpacken wird. Kurz zu Wort melden durfte sich dann noch Liane Bach, die als parteilose Bürgermeisterin im thüringischen Dillstädt amtiert, wo die AfD auf die Mehrheit der Stimmen kam. Sie durfte als einzige der Mehrheitsmeinung widersprechen. Die AfD sei nun einmal demokratisch gewählt, würde auf die Sorgen der Bürger hören und werde auf unfaire Weise ausgegrenzt.
Wo die Liebe hinfällt…
Moderator Klamoth lebt bekanntermaßen in einer Beziehung mit der Klima-Aktivistin Luisa Neubauer. „Langstrecken-Luischen“ war erst zu Beginn des Monats auf einer der vielen Anti-Rechts-Demos aufgetreten, weil Friedrich Merz es gewagt hatte, die Brandmauer zur AfD infrage zu stellen. Aber Steven Sowa beruhigte uns auf T-Online: „Es spielt keine Rolle, wohin die Liebe fällt.“ Und weiter: „Ein solches Urteil über Journalistinnen und Journalisten ist nicht gerechtfertigt. Es verkennt die Professionalität, mit der diese Menschen tagtäglich ihrer Berufung nachgehen. Teil des journalistischen Ethos ist es, unabhängig und neutral zu berichten. Statt emotionaler Nähe ist objektive Distanz zum jeweiligen Thema geboten. All das mag nun angesichts privater Liebesbeziehungen mit Politikern oder politischen Aktivistinnen naiv klingen. Aber es ist die Pflicht eines professionellen Journalisten, diese Prinzipien zur obersten Maxime seines Handelns zu machen. Wer das nicht kann, ist für den Job ungeeignet.“
Das Urteil der Bürger sei „zu pauschal“, ein „Generalverdacht“ und werde „viel zu schnell und reflexartig“ gefällt. Die Transparenz der jeweiligen Journalisten sei hingegen „löblich“. Außerdem würden diese über den Tätigkeitsbereich ihres Partners in der Politik nicht mehr berichten. „Ist diese Trennung klar erkennbar und wird sie eingehalten, spricht nichts dagegen, die Liebe das sein zu lassen, was sie ist: ein Herzensthema.“ Im Gegenteil seien solche Beziehungen sogar vorteilhaft: „Sie tauschen sich mit Menschen aus, die den politischen Betrieb oder den wissenschaftlichen Stand sehr gut kennen.“ Das lassen wir einfach mal so stehen.
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11 Antworten
Wer sich solch einen Müll im TV anschaut, ist selbst schuld.
„Die Genossen Kulturschaffenden halten ihren Kampfauftrage im Fernsehen immer noch hoch, Chapeau!“
Das wird von immer mehr Bürgern erkannt.
Fake News? Die Sendungen sind dermassen simpel gestrickt, dass es keine besondere Intelligenz benötigt, ab oder umzuschalten. Auf diese Propaganda Medien kann ersatzlos verzichtet werden….Alle ARD- und ZDF-Talkshows haben 2023 an Zuschauern verloren ? Nicht nur die Talkshows, beide „zwangsfinanzierten“ Sender verlieren insgesamt immer mehr Zuschauer. Hauptgründe sind nicht nur Fake-Nachrichten oder die Talkshows sondern das gesamte, grottenschlechte Programm. Die Deutschen werden „gezwungen“ für „Bullshit-TV“ sehr viel Geld zu bezahlen !
Dass es überhaupt Zuschauer bei diesen Propaganda Sendungen der Globalisten gibt, das ist das Unverständliche.
Alle Talkmaster in Deutschland und sogar Kabarettisten und Komödianten sind abhängig von dem Geld der Gebührenzahler (GEZ). Diese Riesensumme an Geld wird von Rundfunkanstalten verwaltet bzw. ausgegeben und wer sitzt in den Aufsichtsräten diese Anstalten? Die Politiker der regierenden Parteien. Wenn Sie nicht deren Meinung vertreten, bekommen Sie keine Auftritte und damit kein Geld.
Musikvideo…
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Afterwahl (Demokratie) – ChaosAndy 2025
…So läuft das halt, wenn Medien Hand in Hand arbeiten um bestimmte Narrative in der Bevölkerung zu verfestigen. Trotz dieser massiven Beeinflussung dieser Wahl hat sich die AfD verdoppelt und der eigentliche Wählerwille zeigt eher einen Wunsch nach einer Blau-Schwarzen Koalition. … (textauszug youtube)
ca 4 min.
… 🙂 🙂
Bernd Baumann (AfD) zum Ausgang der Bundestagswahl am 25.02.25
ca 8 min.
…lass ich einfach mal so stehen! 🙂
Ein falsches linksgrünes Loch in der Medienlandschaft.
Einfach widerlich dieser Typ.
Hau ab, wirst nicht gebraucht !
Zitat Hajo Friedrichs “ Mache dich mit keiner Sache gemein auch nicht mit einer guten “ das ist wahrer Journalismus und einer Demokratie würdig !
Ich hätte es der AfD gegönnt stärkste Kraft zu werden oder zumindest an der Regierung beteiligt zu werden.
Vielleicht wären dann auch endlich die Medienstaatsverträge gekündigt worden , was uns in diesem hemmungslosen Selbstbedienungsladen auch solchen Rotz ersparen würde !
Jede politische Talk-Show ist eine verlogene Runde zur Politikmanipulation/Verblödung u. dazu passt auch Louis Klammroht als Pumukel!
Wer sich sowas anschaut ist selber schuld.
Luis darf doch eh nur sagen, was Lieschen
vorher genehmigt hat.
Deutschland brennt. Der Osten hat die
Feuerwehr gewählt.
Der Westen die Brandstifter!!!
Steht die nächste geplante Corona-Pandemie schon unmittelbar bevor?
Kaum ist der erste Coronawahn abgeklungen, wird schon der nächste vorbereitet – und das passenderweise auch wieder im berüchtigten Institute of Virology im chinesischen Wuhan. Dort wurde nun in Fledermäusen der neue Corona-Stamm HKU5-CoV-2 entdeckt, der dem ersten verblüffend ähnlich, dafür aber noch enger mit dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS)-Virus verwandt ist, einer tödlicheren Form des Coronavirus, die bis zu einem Drittel der Infizierten tötet. MERS ist eine ansteckende Atemwegserkrankung, die von Tieren auf Menschen und von Mensch zu Mensch übertragen wird, Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Durchfall und Erbrechen verursacht und in schweren Fällen tödlich sein kann. 2014 wurden zwei Patienten aus den USA positiv auf MERS getestet und beide Fälle standen im Zusammenhang mit Reisen aus dem Nahen Osten. Einen Impfstoff gegen das Virus gibt es nicht.
https://journalistenwatch.com/2025/02/23/steht-die-naechste-geplante-corona-pandemie-schon-unmittelbar-bevor/
Faucis Albtraum: Florida bereitet juristische Abrechnung vor
Während der Rest Amerikas noch den Nachgeschmack von Bidens eiliger “Präventiv-Begnadigung” für Dr. Anthony Fauci auf der Zunge hat, schärft Floridas Gouverneur Ron DeSantis bereits die Messer. Der Mann, der während der Plandemie verständlicherweise zum Lieblingsfeind aller Corona-Maßnahmen-Kritiker avancierte, könnte bald vor Floridas Gerichten stehen – trotz präsidentialer Protektion.
https://report24.news/faucis-albtraum-florida-bereitet-juristische-abrechnung-vor/?feed_id=45707