Hat Joschka Fischer morden wollen?

Meinhof-Tochter Röhl, Ex-Außenminister Fischer (Fotos:Imago)

Diese Frage wurde vorletzte Woche im Dialog zwischen Markus Vahlefeld und der Journalistin Bettina Röhl auf Kontrafunk behandelt – allerdings nur neben viel entscheidenderen Fragen. Es handelt sich bei dem Gespräch – es ist mehr ein gelenkter Monolog – um eine Art „Games of Thrones” im Hörfunk: Hier ist, fernab jeglicher Fiktion, alles geboten. Massenmord. Macht und Medien. Ein Aufeinandertreffen, über das es nachzudenken lohnt. Massenmord macht Medien. Oder ist es umgekehrt?

Ein paarmal hatte ich schon – bei sichtlich nachlassendem Interesse meiner Leserschaft – auf Facebook über das von mir so bezeichnete „Weltgetriebe” nachgedacht. Die Frage nach dem großen Plan und seinen Strippenziehern (bei vielen längst Überzeugung) zieht sich durch sehr viele Diskussionen. Wer macht was mit uns? Wer macht DAS mit uns? Oder bestimmen wir am Ende als Summe unserer Befindlichkeiten doch alles selbst? Unbedeutend sind wir „Kleinen” jedenfalls nicht – denn der Aufwand, uns, unsere, also die öffentliche Meinung und die daraus entspringenden Aktivitäten zu manipulieren, ist gigantisch.

Plötzlicher Abfall vom Glauben

Bettina Röhl, deren Biografie sich wie ein Drehbuch zu einem Blockbuster liest und zweifellos als Filmrechte Millionen einbringen würde, erzählt aus der Perspektive einer Journalistin über ihren plötzlichen Abfall vom Glauben in einem gefühlten, gerechten und erfolgreichen „Gemütlichkeitsdeutschland“. Ein Land, dem es „täglich besser ging!“, dem es aber nicht gelang, das Gespenst des Kommunismus in seinen unzähligen Erscheinungsformen aus den Köpfen zu tilgen.

Sie schlägt große, spannende Bögen zwischen den maoistischen kulturrevolutionären Zirkeln, die noch bis weit in die Siebziger als place-to-be galten, zum Kuba- und später dann Nicaragua-Hype, der Spontibewegung bis hin zum Moment, als sie als junge Journalistin Material fand, das zumindest den Verdacht nahelegte, Joschka Fischer könnte einen Molotow-Cocktail in einen Polizeiwagen geworfen haben (wobei ein junger 23-jähriger Polizist fast verbrannte, der bis heute schwer gezeichnet ist). Stoff, der ohne weiteres geeignet war, die damalige Regierungskoalition zu Fall zu bringen. Ein Stich ins Wespennest, der ihr Leben verändern sollte und die unverändert geltenden Mechanismen im öffentlich rechtlichen Rundfunk erklärt.

Großer grüner Sprung nach vorn

Röhl, die Tochter von Ulrike Meinhof, offenbart in unmissverständlicher Klarheit einen Einblick in einen eben gerade nicht staatsfernen, sondern myzelartig mit der Regierung verknüpften Medienapparat, der wie eine Söldnertruppe gegen bewusste und sogar gegen unbewusste Unruhestifter in Stellung gebracht werden kann. Der mit Fischer damals gerade gelingende „große Sprung der Grünen nach vorn” durfte keinesfalls scheitern.

Unweigerlich stellt sich die Frage, warum der verlässlich in Mangelwirtschaft und Massenmord endende, moralisierende dogmatische Kollektivismus in immer wieder neuen Ausprägungen durch die Menschheitsgeschichte geistert. Ist doch mit ihm noch keine Gesellschaft je gerechter, ökologischer oder gar glücklicher geworden…

Unbedingte Hörempfehlung jedenfalls für das Kontrafunk-Gespräch von Vahlefeld mit Röhl!

8 Kommentare

  1. Die Grünen wollen ganz bewusst Gesellschaft, Wirtschaft und Natur zerstören. Und als Kriegstreiber, wie sie nun mal sind, möchten sie am liebsten einen 3. Weltkrieg gegen Putin anzetteln. Denn das ist ihr Feind Nr. 1. Die Nr. 2 ist das deutsche Volk. Dafür braucht es nur Daumenschrauben, die immer fester angezogen werden.

    Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Wurzeln der Grünen im Maoismus liegen. Und Mao Zedong war der größte Massenmörder aller Zeiten. Die Anzahl der Leichen, die Maos Weg pflasterten, wird auf ca. 50 bis zu 75 Millionen geschätzt. Seine Herrschaft war von Hungersnöten, Massenexekutionen, Folter und rigider Zensur geprägt.

    Als Speerspitze dienten die sogenannten Roten Garden, die sich in Kreisen von Schülern und Studenten gebildet hatten. Sie waren die Träger von Maos initiierten Kulturrevolution (1966–1976). Um eine neue, sozialistische Gesellschaft aufzubauen, sollte das Erbe der alten Gesellschaft ausgelöscht werden.

    Die Kulturrevolution wurde im Westen begeistert rezipiert. K-Gruppen studierten die Maos Ideen und kopierten die Organisationsprinzipien der KP Chinas. Die ‚historischen‘ K-Gruppen entstanden ab etwa 1968, gegen Ende der Hochphase der Studentenbewegung der 1960er Jahre. Die meisten gingen aus dem zerfallenden Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) hervor. Ein Schelm, der dabei an die Grünen denkt.

    Mehr zu Mao:

    „Maos Schwimmstunde kostete 100 Millionen Opfer“
    https://www.welt.de/geschichte/article157084955/Maos-Schwimmstunde-kostete-100-Millionen-Opfer.html

    Und wenn jetzt jemand denkt, der Mao ist doch schon längst tot, nach dem kräht doch kein Hahn mehr. Das ist bei weitem nicht so. In den Köpfen der Grünen lebt Mao weiter. Sandra Detzer, Landeschefin der Grünen in Baden-Württemberg und Mitglied des Bundestages:

    ‚Wo wir Grünen an die Schalthebel der Macht kommen, werden wir nicht mehr verhandeln“
    https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus235165272/Gruene-Sandra-Detzer-ueber-die-Ampel-Werden-an-anderer-Front-gewinnen.html

  2. Danke für den Beitrag, den ich unkommentiert lasse. Aber für mich ein wichtiges Dokument um mein Bild über diese Zeit zu vervollständigen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was die Grünen betrifft hatte ich schon in der DDR ein sehr negatives Verhältnis zu ihrer radikal aggressiven Politik. Und über Herrn Joschka Fischer lasse ich mich hier besser nicht aus. Ich sage hier nur Zerschlagung Jugoslawiens, falls jemand die Frage danach stellt ob dieser Herr nur morden wollte.

    • Herr Karsten, das „Ja“ zu genau diesen Massenmorden in Jugoslawien, dem größten Verbrechen der Deutschen Nachkriegszeit im 20. Jh., war die Bedingung, die die USA an die Schröder-Fischer-Truppe stellte, damit sie in Regierungsverantwortung kommen durfte. Insofern ist Fischers damaliges „Nie wieder Auschwitz“ doppelt verlogen gewesen. Aber eben der Fuß in die Tür, aus der NATO ein Angriffsbündnis zu machen. Heute heißt das „Responsibility to protect“, d.h. wenn die USA/NATO in irgendeinem Land Menschenrechtsverletzungen behauptet, ist das Rechtfertigung für militärisches Eingreifen. Außer, es gibt dort keine Rohstoffe oder geostrategische Interessen der USA.

      • Tja was soll ich dazu sagen? Wo sie recht haben! Deshalb finde ich auch die Formulierung in der Überschrift „ob Herr Fischer hat morden wollen“ etwas fragwürdig um nicht zu sagen feige.

  3. Ich habe den Beitrag auch gehört. Für mich war am erschreckendsten, wie die Medien schon während der 68er-Bewegung die Wahrheit über Mao Zedong verschwiegen und unterbunden haben.

    Damit hat für mich der ÖRR jegliche Existenzberechtigung absolut verloren. Der ÖRR muss restlos zerschlagen werden. Dazu gibt es keine Alternative.

  4. Grünchen, die harten Faschisten, wollen eine andere Republik/Staat
    mit untergebenen Bürgern, die nicht gegen ihre irrsinnige Thesen und
    Phantasien aufbegehren.
    Wie krank sind diese Elemente eigentlich?
    Hätte man funktionierende „Kontrollinstanzen“, wäre diese Kaste längst
    verboten und viele von denen hinter Gittern gebracht.

  5. Massenmord. Warum nicht? Man muss sich einmal nur das Szenario, welches realistisch ist und uns wahrscheinlich in diesem Winter droht, vorstellen, dass tageweise, oder wochenweise in deutschen Städten der Strom abgeschaltet wird. Nicht durch Blackout, sondern kontrolliert und gewollt. Dies betrifft Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser, alle Geschäfte und die Haushalte. Wieviele werden oder würden dies nicht überleben? Und wenn dies mehr als einmal geschieht, wovon man ausgehen kann, wieviele Tote hat Deutschland, neben dem Coroanterror und Migrantenterror, zu beklagen und warum tut die Regierung nichts?

Kommentarfunktion ist geschlossen.