Hinter dem Regenbogen

Bestplatziert an linkswoken System-Futtertrögen von Impfung bis DFB/Katar: „Werber” Raphael Blinkert (Foto:Imago)

Während die drei hoch gewetteten Zeichensetzernationen Dänemark, Belgien und allen voran das armbindenaffine Deutschland sich längst zuhause im Reich der Menschenrechte die Wunden lecken und dazu den öffentlichen Spott der Bademantelträger verdauen müssen, werden ja nun hier und da Manuel Neuer und Leon Goretzka vors Loch geschoben, in dem die teutonische Turniermannschaft verschwunden ist. Wer den zwei Kerzen auf der Fußballtorte schon mal gelauscht hat, dürfte schnell darauf kommen, dass keiner von beiden selbst auf die grandiose Idee gekommen sein dürfte, den rasant aufgestiegenen Golfstaat mit Beduinenwurzeln vor den Fernsehkameras der Welt in ein Land des aufgehenden Regenbogens zu verwandeln.

Auf der Suche nach den eigentlichen Strippenziehern fiel mir heute in der aktuellen Fachberichterstattung der Name Raphael Brinkert ins Auge. Brinkert seines Zeichens ist „meistprämierter Sportwerber“ und von Habitus her eine veredelte Version der üblichen Tschaka-Podiums-Protzer mit dezentem Halbweltgeruch. Sein Glück hat er allerdings nicht mit Schrottimmobilien, Kryptowährungen oder Bergkristallen gefunden – sondern mit Olaf Scholz, Leon Goretzka und dem DFB. Wer kurz in den Meriten Brinkerts stöbert, findet durchaus Spannendes: Seine ersten Brötchen verdiente der Mittvierziger bei Scholz & Friends. Man erinnere sich, das ist die Agentur, deren eifriger Mitarbeiter Gerald Hensel vor geraumer Zeit die wichtigsten deutschen alternativen Medien bei ihren Anzeigenkunden als seiner Meinung nach „rechtslastig“ anschwärzte und damit in heftige Turbulenzen brachte. Eines dieser schnellsten Trendsurfcamps der Werbeindustrie also, die potent genug sind, aus jedem gewitterten Woke-Wölkchen einen veritablen Kampagnensturm zu entfachen und dabei ganze Teile der Gesellschaft nach offensichtlich rassistischem Profiling aus dem kollektiven Gedächtnis zu entfernen oder sich diesem nachhaltig aufzuprägen.

Genügend Stallgeruch inhaliert

Man kann also davon ausgehen, dass Brinkert bereits genügend Stallgeruch inhaliert hat, als er 2011 Partner beim Spartenkrösus Jung von Matt wird. Er betreut dort unter anderem den „Spiegel“ und verantwortet den Sportbereich, in dem auch ein gewisser Christoph Metzelder tätig ist. 2018 gründet er gemeinsam mit Metzelder seine eigene Agentur Brinkert/Metzelder in Düsseldorf. Ein Fehlstart. Nach der Verurteilung Metzelders wegen der Verbreitung von teils drastischer Kinderpornographie verschwindet dieser aus der Firma und sein Name aus sämtlichen Chronologien. Kurz zuvor hatte Brinkert, selbst Vater eines Sohnes mit Down-Syndrom, öffentliches Aufsehen erregt, als er ohne Einverständnis der betroffenen Familie auf Facebook nach Adoptiveltern für ein ebenfalls am Down-Syndrom leidendes Kind suchen ließ. Die Aktion war heftig umstritten, die Eltern wurden Gegenstand öffentlicher Beschimpfungen. Brinkert aber erhält nach eigenen Angaben „95 Prozent Zustimmung”. Also geldwerte Bekanntheit.

Wir schreiben das Jahr 2019, als sich Brinkert lautstark als Merkel-Fan outet, öffentlichkeitswirksam in die CDU eintritt – und umgehend mit der Kampagne zur Europawahl der Christdemokraten belohnt wird. Ein Jahr später ist er wieder draußen. Er hat jetzt seine Leidenschaft für die Sozialdemokratie entdeckt und wird Mitglied der SPD. Kurz darauf liest man bundesweit, wie der vor Stolz platzende Herr Brinkert seine Agentur vor Halbgöttinnen wie Saskia Esken „präsentieren durfte“, dass er „Olaf zum Kanzler machen“ wird und auch, wie gern er mal Werbung für das Bundesgesundheitsministerium machen würde. Selbstverständlich bleiben derartige Huldigungen nicht ungehört. Brinkert & Lück, so heißt das Unternehmen inzwischen, erhält nicht nur die lukrative Kampagne der SPD zum Bundestagswahlkampf, sondern auch die Betreuung der 32 Millionen schweren Impfkampagne des Lauterbach-Ministeriums. Selbstverständlich ohne öffentliche Ausschreibung und unter Ausbootung von Scholz & Friends, welche bisher die Corona-Kampagnen des BMG zu verantworten hatte.

Kamel des Jahres

Ich schütze mich!“ heißt Brinkerts komplexes Nachhilfewerk für den Pöbel. Wir erinnern uns: In der – so heißt es – „maßgeblich von Brinkert gesteuerten“ Kampagne taucht plötzlich die schwer geboosterte linke Schreibaktivistin Margarete Stokowski auf dem Podium neben Karl Lauterbach auf, die den irrsinnigen Versuch unternehmen soll, ihre schweren Nachwirkungen nach einer Coronainfektion als Argument für weitere Impfungen unters Volk zu mischen. Es zeigt sich, dass Brinkerts Witterung für den Zeitgeist offensichtlich weit weniger wert ist, als seine Auftraggeber vermuten. Das wiederum hätte man freilich schon lange zuvor ahnen können, als der inzwischen leicht übergewichtige Brinkert die DFB-Marke „Die Mannschaft“ vorantreiben wollte. Auf derlei „Vortrieb“ dürfen sich Fußballfans auch fürderhin freuen. Brinkerts Mannschaft hat den Vertrag fürs Marketing als – Haltung annehmen, bitte! – „Lead-Agentur der kompletten Produktwelt des DFB“ auch für die nächsten Jahre bereits in der Tasche. Man kennt sich, man schätzt sich.

Es verwundert daher auch wenig, dass Brinkert im April diesen Jahres verkünden darf, dass er sich mit Kevin Kühnert auch auf eine Verlängerung des Werbevertrages mit der SPD geeinigt habe. Man mag gar nicht spekulieren, ob Herr Brinkert dem Kevin den schnieken Oberlippenbart anempfohlen hat, denn es ist bereits alles Wesentliche gesagt, wenn er im besten Politbürodeutsch im Netz schleimt: „Wir sind stolz und dankbar, dass die größte deutsche Volkspartei ihre Erfolgsgeschichte des vergangenen Jahres mit unserer Unterstützung weiterschreiben will.“ Nur der politische Laie wundert sich. In einer bräsigen Selbstbedienungsblase kommt es nun selbstverständlich auf ein paar Millionen mehr oder weniger für das Kamel des Jahres, das für das gigantische PR-Desaster bei der Woke-WM am Golf verantwortlich zeichnet, auch nicht mehr an. Vielleicht hätte man mal die fragen können, die sich mit sowas auskennen: Die Mitarbeiter seiner Agentur nämlich. Die stellen Brinkert & Lück, der „Agentur des Jahres 2021”, nämlich ein ziemlich dürftiges Zeugnis aus. Dem Durchschnitt der Branche (3,2 von maximal 5 Punkten) hinken Brinkert & Lück (mit 2,1 Punkten) deutlich hinterher. Von schlechter Bezahlung, schlechtem Klima und einer „Show von Alpha-Männchen“ ist zu lesen…

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10 Kommentare

  1. Ach, der war das. Hab mich immer gefragt, wer wohl diese Impf-Kampagnen-Werbung zu verantworten hat, ungeachtet der Tatsache, dass unser Ex-Fliegenträger bei der Entscheidung das letzte Wort gehabt haben wird.
    Die zwischenzeitliche erreichte Faktenlage mal außen vor gelassen, auch wenn das natürlich das Wichtigste ist, diese Kampagne ist so ziemlich das langweiligste, uninteressanteste und drögeste, was sich werbende Eierköpfe seit der Erfindung von Reklame 😉 ausgedacht haben. Niemand, wirklich niemand, die/der sich wegen diesem Schrott die Erstdosis oder den 3. oder 4. Schuss abholen wird. Alleine dafür gehört Lauterbach, abgesehen von der merkwürdigen Ausschreibung, vor Gericht gestellt.

  2. Ich kenne solche Typen aus der Werbung. Entsetzlich, wie die Auftraggeber solchen Voodoomastern tumb oder verzückt folgen und sie mit Millionen bewerfen. Für den Steuerzahler heißt das zahlen und strahlen. Und der Fußballfan, der sonst gerne mal randaliert, schweigt schulterzuckend. Unfassbar.

  3. Umsonst gibt es den Spruch WER HAT UNS VERRATEN; ES WAREN DIE SOZIALDEMOKRATEN: nicht und Hinterlader Neuer.Jetzt muss man nicht bei der Mannschaft erneuern.Sondern Die DFB Diktatur.

  4. Jetzt weiß auch jeder, dass die Deutsche Nationalmannschaft nicht wegen ihrer sportlichen Leistung rausflogen .Sondern wegen der Politik, die im Sport nichts zu suchen hat

  5. „Er hat jetzt seine Leidenschaft für die Sozialdemokratie entdeckt und wird Mitglied der SPD.“

    Die SPD sind Verräter.
    AlleKommentatoren schreiben hier ständig davon, welchen Schaden die Merkel angerichtet hat, aber niemand wagt es die großen Schäden aufzuzählen, die die SPD zu verantworten hat.

    Als ob zwischen der SPD und der FDP noch ein großer Unterschied wäre…

    … schließlich ziehen sie schon seit Jahrzehnten am gleichen Strang.

    Niedrigstlohnland Deutschland? War die SPD!
    Senkung des Spitzensteuersatzes für die Reichen? War die SPD!
    Hartz IV um den Wettbewerb im Niedriglohnsektor noch mal zu erhöhen und Löhne weiter drücken zu können? SDP!
    „Aufstocken“, bei dem letztendlich nicht das Unternehmen, sondern der Staat, also die Allgemeinheit den Lohn bezahlt während die Gewinne natürlich in Privathand bleiben? War auch die SPD!
    „Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen!“ – auch von der SPD (Müntefering)!
    – wer beschimpfte die armen Menschen in Deutschland als Parasiten? Die SPD, allen voran der berühmte SPD-Politiker Wolfgang Clement.
    Massive Leistungsabsenkungen der Krankenkassen? SPD!
    Massive Privatisierung der Gesundheitsvorsorge? SPD!
    Zerschlagung aller kleinen, freien nicht-DGB Gewerkschaften? SPD! (unter Nahles)
    Privatisierung der Deutschen Bahn? Die SPD war fröhlich mit dabei, genau wie bei Lufthansa und der deutschen Post!

    wer unterstützte die Merkel lautstark bei der Öffnung der Grenzen udn Überflutung Deutschland mit Migranten 2015/2016? Das war die SPD in der GroKo!

    -Deregulierung der Finanzmärkte und damit die Beschleunigung zum Ausverkauf Deutschlands ? War auch die SPD unter Schröder!

    -Ausweitung der Leih- und Zeitarbeit und damit Hungerlöhne für die Arbeiter, Dank SPD Agenda 2010 hat Deutschland den größten Niederliglohnsektor in Westeuropa, erster Einsatz der Bundeswehr seit der Nachkriegszeit und das auch noch völkerrechtswidrig in Jugoslawien, später noch den Einsatz in Afghanistan durchgeboxt, Tarifeinheitsgesetz Bekämpfung und Verdrängnug von kleinen Gewerkschaften (unter SPD Nahles), Schaffung von Altersarmut durch Schröder’s Rentenreformen und Arbeitsmarktreformen,

    Es gibt so kaum Bereiche, in denen die SPD nicht die Fahnen des Neoliberalismus hoch gehalten haben.
    Und der einzige Unterschied zur FPD ist doch nur noch, dass die SPD immer noch so tut als wäre sie vor allem sozialdemokratisch während die FDP immer noch so tut als wäre sie vor allem liberal und (sozial-)demokratisch.

    • Nicht vergessen, Senilus, war in der grossen Koalition als Vizekanzler an der Zerstoerung und dem Niedergang Deutschlands beteiligt.

  6. Ein nicht untypischer Vertreter seiner Zunft.
    Werbung ist eben so.
    Soll heißen: Lug und Trug, analog der deutschen Politik.
    Hier wuchs zusammen was zusammengehört.

  7. Ist ja alles gut und schön und auch wichtig, offenzulegen, wer alles die nützlichen Idioten sind. Das geht aber am Thema vorbei. Diejenigen sind die Treiber, die das KAUFEN, was dieser Werbefuzzi von sich gibt. Er kleidet nur alles in schöne Worte und schöne Bilder, wie gerade der Zeitgeist es verlangt. Das die Mannschaft zur Lachnummer in Katar wurde mit ihrem unsäglichen Foto, ist doch nicht die Schuld von Blinkert. Er hatte Auftraggeber und die Auftraggebern hatten einen windigen Werbefuzzi gesucht und gefunden, der IHR Anliegen nur in die Tat umsetzte. Die Hintermänner sind die wahren woken Zeichensetzer. Das zeigt sich auch darin, dass er erst in der CDU war, dort alles abgegrast hat und dann die SPD zu seiner Heimat gemacht hat, um dort soviel Geld wie möglich zu generieren. Er ist immer dem Geld nachgegangen und bei denen gelandet, die glaubten, dass sie unbedingt ihre schrägen (vorsichtig ausgedrückt) Ideen durch einen Werbefuzzi besser dem Volk einzuhämmern wäre. Er ist der charakterlose Kollaborateur für sämtliche Schweinereien. Hauptsache, er wird gut bezahlt. Die wirklichen Täter bezahlen ihn nur.

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