Historiker schockiert: War das Römische Reich etwa gar keine Vorzeige-Demokratie?

Historiker schockiert: War das Römische Reich etwa gar keine Vorzeige-Demokratie?

Hohe Messerinzidenz bereits 44 v.Chr. im alten Rom (Foto:Imago)

Eine Welle der Entrüstung schwappt durch die Kultusministerien. Was Generationen von Lateinlehrern unter dem Deckmantel der „Humanistischen Bildung“ verschwiegen haben, kam nun durch eine investigative Studie ans Licht: Das Römische Reich erfüllte offenbar nicht die modernen Standards der EU-Wahlrechtsordnung. Wissenschaftler der Stiftung für postfaktische Antike fanden Ungeheuerliches heraus: Frauen, Sklaven und Nicht-Römer waren im Senat Roms offenbar sträflich unterrepräsentiert.
Wir sind fassungslos“, so Dr. Kevin-Justin Plinius, Leiter der Studie.

Die offizielle Geschichtsklitterung schreibt von einer Gruppe römischer Senatoren, angeführt von Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus, die Julius Cäsar am 15. März 44 v. Chr mit 23 Messerstichen tötete. Ja, auch damals gab es schon Messerstecher in langen Gewändern. „Wir dachten, das mit dem Erstechen von Caesar sei ein konstruktives Misstrauensvotum gewesen. Stattdessen müssen wir feststellen: Es war die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln!“ Erst im 19. Jahrhundert formulierte der preußische Militärtheoretiker Carl von Clausewitz den Zweck von Gewalt zur Erreichung politischer Ziele, wenn Diplomatie nicht ausreicht. Das konnte man damals noch nicht wissen.

Schockierende Details der „Römer-Leaks

Die Forscher werteten Tausende von Wachstafeln aus und stießen auf Unregelmäßigkeiten, die jedes demokratische Grundverständnis erschüttern:

  • Fehlende Frauenquote: In 500 Jahren Republik wurde nicht eine einzige Konsulin gewählt.
  • Mangelnde Barrierefreiheit: Die Stufen zum Kapitol waren für Rollatoren gänzlich ungeeignet, weshalb diese gar nicht erst entwickelt wurden.
  • Fragwürdige Diskussionskultur: Debatten wurden oft durch das Erscheinen von Prätorianergarden beendet, was laut Experten „eindeutig gegen die Netiquette“ verstieß.

Heute hätte letztere Aufgabe der Verfassungsschutz übernommen und die falsch Debattierenden als gesichert rechtsextrem eingestuft. „Wer heute noch Latein lernt, setzt sich der Gefahr aus, toxische patriarchale Strukturen zu internalisieren“, warnt die Bildungsexpertin Katrin Pein. „Was nützt mir das Gerundivum, wenn Cicero seine Reden ohne Triggerwarnung gehalten hat?

Quo vadis, Lateinunterricht?

Die „Omas gegen Latein“ reagieren prompt. In ersten Bundesländern wird bereits über eine Umbenennung des Fachs Latein nachgedacht. Zur Debatte stehen „Intersektionale Vokabelkunde“ oder schlicht „Tote Sprachen für lebendige Demokraten“.
Die Kritiker fordern zudem, die Lektüre von Julius Caesars „De Bello Gallico“ sofort einzustellen. Ein Feldzug gegen Gallien ohne vorheriges UN-Mandat sei pädagogisch nicht vermittelbar. „Cäsar hat die Grenzen der Gallier überschritten, ohne nach deren Pronomen zu fragen“, empört sich ein Sprecher der Fachstelle für Sexualität und Vielfalt.

Was aber bedeutet das nunfür die Schüler? Sollten die Reformen durchgehen, könnte der Lateinunterricht künftig so aussehen, dass “Veni, vidi, vici” übersetzt wird mit “Ich kam, sah und reichte einen Antrag zur Änderung der Geschlechtsidentität ein”,
Carthago delenda est” bedeutet “Wir müssen über die städtebauliche Neugestaltung Karthagos im Sinne der EU-Klimarichtlinie entscheiden” und “Alea iacta est”, wörtlich “der Würfel ist geworfen”, jedoch gebraucht im Sinne von “die Würfel sind gefallen”, wird mit dem Hinweis ergänzt “…vorbehaltlich der Neuauszählung durch die Europäische Union”.

Asterix ohne Einordnung?

Während Puristen noch argumentieren, dass Latein das logische Denken schult, ist die moderne Pädagogik schon viel weiter: Wer weiß, ob die komplizierte Konjugation von „regere“ (regieren) nicht unterschwellig Sehnsüchte nach autoritären Systemen weckt?

Es bleibt abzuwarten, ob das Latinum bald durch einen verpflichtenden Kurs in Demokratischem Klatschen ersetzt wird. Eines ist jedoch sicher: Wer heute noch Asterix liest, ohne die imperialistischen Untertöne zu problematisieren, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt!

In diesem Sinne: Cave canem – und hütet euch vor allem vor falschen Grammatik!

14 Kommentare

  1. Herrlich! Schon länger nicht mehr so gelacht!
    Die ganze Verblödung, die seit Jahren immer mehr um sich greift, wird durch einen solchen Vergleich noch greifbarer.

  2. @War das Römische Reich etwa gar keine Vorzeige-Demokratie?
    soweit ich mich erinnere, hatten da nur die arbeitende Teile Wahlrecht – übersetzt auf Deutschland heute nur die 17%, die das Land mit ihrer Arbeit am laufen halten, nicht die Linken, nicht die Politiker und Beamte und schon gar nicht alle die Geisteswissenschaftler und gender-Kompetenzgrößen !
    Klingt irgendwie, als wäre es eine produktivere Demokratie gewesen als heute, wo die linken Plünderer dominieren !

    1. Hallo zdago, haben die Sklaven nicht gearbeitet? Das waren sicher mehr als 17%.
      PS: Womit verdienen Sie ihr Geld?

  3. Welche Einfaltspinsel gehen davon aus, dass Rom irgendwie ein Vorbild hinsichtlich Demokratie oder Rechtsstaat sein könnte?
    *
    Allein schon das massenhaft verbreitete Sklaventum und die Existenz von brutalen Gladiatorenkämpfen, die Persönlichkeiten der Kaiser und die zahllosen Feldzüge und Kriege sind alles andere als „vorbildlich“ – z.B. in dem aktuellen Heft eines Geschichtsmagazins „G/Geschichte“ überdeutlich nachzulesen.
    *
    Das Rom der Antike war ein aggressiver Angriffsstaat. Die Kaiser mussten „das Reich mehren“, sonst verfiel ihre Legitimation. Brutalität war Alltag.
    *
    Interessant finde ich daher die „ungeschminkte Auferstehung der römischen Geschichte“, wie man sie z.B. in „Those about to die“, „Spartacus“ (bei Prime zu sehen) oder „Rom“ (auch Serie) u.a.m. in ihrer ganzen Brutalität „miterleben“ darf.
    Gegner, Feinde innerhalb Roms oder außerhalb, Personen wie Völker wurden ermordet, versklavt und ausgeraubt, wie es die Umstände hergaben.
    *
    Vielleicht rührt daher die gegenwärtige Begeisterung für „Rom“ nur dazu, um die heutigen Menschen auf Weiteres vorzubereiten?! Ganz nach dem Motto: „Aber uns geht es immer noch gut!?“ oder „So möchte ich mitmachen!“ (mit Videospielen vorbereitet) – würde im Rahmen der „Kriegstüchtigkeit“ schließlich hervorragend passen! (Jedenfalls für diejenigen, die dumm genug sind, sich selbst nur als Sieger vorstellen zu können!)

    1. „Welche Einfaltspinsel gehen davon aus, dass Rom irgendwie ein Vorbild hinsichtlich Demokratie oder Rechtsstaat sein könnte?“

      Die Politiker der USA.
      Also angefangen mit Georg Washington.
      Ihre „Demokratie“ ist nach dem Vorbild Roms aufgebaut.

  4. Schon von der Ausdehnung her konnte das Imperium Romanum unter den damaligen Umständen keine Demokratie sein.

  5. Das was uns die Historiker immer erzählen und die entsprechenden Dokus betrachte ich immer kritisch. Denn alles was überliefert wurde ist immer mit dem jeweiligen Zeitgeist durchsetzt. Schon bei der Deutung und Entschlüsselung der alten Schriftzeichen können Fehler vorhanden sein. Ein Fehler kann Ganze Texte einen anderen Sinn geben. Ist dieser Fehler dann zum Standard geworden sind alle darauf folgende Texte sinnentstellt. Auch haben sich die Bedeutung von Wörtern im Laufe der Jahrhunderten geändert. Der Übersetzer lässt dann seine eigene Überzeugung einfließen. Da sich das Verhalten der Menschheit seit Jahrtausenden nicht geändert haben soll ist das für mich der Maßstab aller Dinge.

  6. Vor allem währte das römische Reich mehrere Jahrhunderte. Und entsprechend viel Wandel im politischen Geschehen gab es währenddessen auch.
    Interessant ist aber wiviele der heute topaktuellen Techniken im Klüngeln, Manipzlieren und Taktieren damals schon gang & gäbe waren.

  7. Die meisten Kaiser wurden vor Truppen gewählt. Und wenn sie sich als unfähig erwiesen, anstehende Probleme zu lösen, wurden sie einfach ermordet, weil man sie nicht abwählen konnte. Gottseidank kann man das in der Unseredemokratie nicht machen, sonst wären die wichtigsten Politiker nicht mehr am Leben.

  8. Die Mainstream Dreckspresse ist entsetzt:
    In Bulgarien wurde gewählt.
    Bulgarien hat womöglich eine „bulgarische Version von Orban“ gewählt.
    Sein Name ist Rumen Radew.
    Er ist Kampfpilot, Russlandfreund, Ukraineskeptiker, Anti-Korruptionskämpfer: Rumen Radew ist Bulgariens Wahlsieger. Und der Kreml könnte ihm seinen Kurs einflüstern, heißt ist in der Lügenpresse…