Ich fordere Nummernschilder für Fahrräder mit Elektromotor!

Ein Velo-Solex, das “ehrlichste” Mofa (Foto:Anderweltonline)

Kennen Sie noch die Unterschiede zwischen Fahrrädern mit Hilfsmotor, Mopeds, Mokicks, Kleinkrafträdern und Mofas? Die haben alle gemein, dass sie einen Versicherungsnachweis benötigen… und der wird mit einem Versicherungskennzeichen nachgewiesen. Was unterscheidet nun ein Fahrrad mit Hilfsmotor von einem Fahrrad mit Elektromotor, und warum braucht letzteres kein Nummernschild – und das, obwohl es mit diesen allein im Jahr 2021 nicht weniger als 17.285 Unfälle gegeben hat? Fahrräder mit Hilfsmotor waren nach dem Krieg, in den 1950er Jahren, weit verbreitet. Das waren normale Fahrräder, bei denen vor dem Lenker ein kleiner Zweitaktmotor angebracht worden ist, der seine Kraft über einen Keilriemen auf das Vorderrad übertrug – der sogenannte „Rex-Motor“. Meine Oma hatte so eins und machte damit sogar Ausflüge von München bis Berchtesgaden. Obligatorisch für solch ein filigranes Fahrzeug war ein Versicherungsnachweis, und schneller als 40 Stundenkilometer durfte es nicht sein. Es gab auch welche, bei denen der Hilfsmotor über der Tretkurbel angebracht war, und die Kraft wurde mit einer Kette auf das Hinterrad übertragen.

Ein Moped sieht aus wie ein kleines Motorrad, hat aber immer noch eine Tretkurbel mit Pedalen. Ein Mokick sieht fast genauso aus, hat aber keine Tretkurbel, sondern Fussraster und einen Kickstarter. Beide sind auf 40 Stundenkilometer beschränkt – und brauchen ein Versicherungsnummernschild. Um diese drei Fahrzeugtypen fahren zu dürfen, muss man 16 Jahre alt sein und einen „kleinen“ Führerschein haben. Ein “Kleinkraftrad” ist wie ein Mokick, darf aber 80 Stundenkilometer schnell sein. Es muss regelmäßig vom TÜV überprüft werden, hat ein richtiges Nummernschild und man braucht einen fast richtigen Führerschein; eine Versicherung sowieso. Während der 1960er Jahre wurde das Mofa eingeführt. Das durfte nur noch 25 Stundenkilometer schnell sein. Man braucht dafür keinen Führerschein, aber auch ein Versicherungskennzeichen.

Mofa, „Pedelec“ oder E-Roller?

Warum erzähle ich das? Ganz einfach: Weil sich die Frage stellt, was ein Fahrrad mit Elektromotor, für das man eben keinen Versicherungsnachweis benötigt, eigentlich von einem Mofa oder einem Fahrrad mit Hilfsmotor unterscheidet. Dies steht in eklatantem Gegensatz zu den E-Rollern, die zwar nur 12 Stundenkilometer schnell sein dürfen, aber dennoch ein Versicherungskennzeichen haben müssen. Also nochmals: Warum gilt das nicht für Fahrräder mit Elektromotor, die genauso wie ein Mofa ja auch 25 Stundenkilometer schnell sein dürfen?

Mit den Elektrofahrrädern sind ebenfalls elektrifizierte Lastenräder aufgekommen. Die sind mittlerweile teilweise schwerer als ein herkömmliches Mofa. Dann gibt es die Gefährte, die von Lieferdiensten betrieben werden: Sie haben Reifen, die mehr an ein Motorrad erinnern denn an ein Fahrrad. Sieht man den Lieferrädern beim Fahren zu, fällt auf, dass die Jungs darauf eigentlich nur pro forma die Pedale bewegen; sie sind also eher als Elektro-Mofas einzuordnen. Die Lastenräder als solche bewegen sich in Gewichtsklassen, die bei einem Aufprall mit 25 Stundenkilometern erheblichen Schaden anrichten können. Noch dazu sind in manchen Sitzplätze für bis zu zwei Kinder eingebaut; da kann einem angst und bange werden. Eine Helmpflicht wie für ein Moped gibt es nicht – und eben keine Pflicht für eine Versicherung.

Auch E-Räder können „frisiert“ werden

Hinzu kommt: Für die meisten Fahrräder mit Elektromotor kann man Vorrichtungen kaufen, die die Beschränkung auf Stundenkilometer ausschalten; etwa so, wie wir als junge Wilde unsere Mopeds „frisiert“ haben, und die liefen dann ganz schön schnell; man durfte sich nur nicht erwischen lassen. Aber wer kontrolliert den Zustand von E-Rädern? So stelle ich fest, dass sich der Betrieb von E-Rädern geradezu in einem rechtsfreien Raum bewegt. Wo ist da die deutsche Regulierungswut geblieben? Es sieht so aus, dass auch diese der grünen Ideologie geopfert worden ist. Der gute Deutsche soll Fahrrad fahren – und das darf nicht behindert werden durch eine Versicherungspflicht oder andere lästige Auflagen.

Doch bei alledem muss ein Blick auf die Unfallstatistik geworfen werden. Dazu meldete die “Zeit” im Juli letzten Jahres: “Die Zahl der Unfälle mit Pedelecs ist seit 2014 stark gestiegen. Das berichtete das Statistische Bundesamt. Demnach registrierte die Polizei vor acht Jahren 2.245 Pedelec-Unfälle mit Personenschaden, 2021 lag die Zahl mit 17.285 fast siebenmal so hoch. Häufig waren diese Unfälle schwerwiegender als solche mit Fahrrädern ohne Motor.

Wer kommt für die Schäden auf?

17.285 Unfälle mit Personenschaden sind keine Kleinigkeit und keiner dieser Schäden ist von einer passenden Versicherung abgedeckt. Die nicht unerheblichen Kosten werden im Normalfall von den Krankenkassen geleistet und so von allen, die die Krankenkassen finanzieren müssen. Das Statistische Bundesamt vermeldet zu verunglückten Kraftrad- und Fahrradbenutzern bei Straßenverkehrsunfällen im Jahr 2021 folgende Zahlen:

  • Krafträder mit amtlichen Kennzeichen: 20 Prozent (Das sind die Kleinkrafträder und “richtige” Motorräder)
  • Krafträder mit Versicherungskennzeichen: 9 Prozent (Mopeds, Mokicks und Mofas)
  • Fahrräder einschließlich Pedelecs: 71 Prozent

Man kann diese Statistik so interpretieren: Zu viele Nutzer von einfachen Fahrrädern oder Fahrrädern mit Elektromotor sind undiszipliniert und halten sich nicht an Verkehrsregeln. Ich selbst muss das täglich erleben: Bei mir in der Nähe gibt es eine kleine Fussgängerzone, die für Radfahrer freigegeben ist. Allerdings steht an beiden Enden ein Schild, das „Schritttempo“ vorschreibt für diesen Bereich. Kaum ein Radfahrer hält sich daran – obwohl es dort direkt nebenan ein Altersheim und einen Kindergarten gibt. Will man diese Schnellfahrer auf korrektes Verhalten hinweisen, kommen zumeist nur dumm-arrogante Kommentare. Ein Unrechtsbewusstsein ist nur in seltensten Fällen zu beobachten. Wer wird aber für Schäden aufkommen, wenn ein Unfall geschieht?

Velo-Solex versus Fahrrad mit Elektromotor

Kennen Sie noch das Velo-Solex? Das war das ehrlichste Mofa von allen: Es hatte einen minimalen Verbrauch und mit dem Tank, der kaum mehr als einen Liter fasste, konnte man fast 100 Kilometer weit kommen (siehe Beitragsbild oben). Es war fast unmöglich, das Velo-Solex zu „frisieren“. 25 Stundenkilometer war die echte Höchstgeschwindigkeit. Dieses Mofa darf ohne Versicherungskennzeichen nicht gefahren werden. Vergleicht man nun dieses echte Ökomobil mit den E-Rädern der Lieferdienste, so wirken diese gegenüber dem Velo-Solex eher wie Motorräder. Dennoch brauchen sie keine Versicherung. So kann man sagen, dass sich der gesamte Komplex „Fahrräder mit E-Motor“ im nahezu rechtsfreien Raum bewegt. Das entspricht ganz der Grundhaltung aller Grünen, die schon immer bereit sind, gesetzliche Vorgaben zu vermeiden oder missachten, wenn diese für ihre Ideologie hinderlich sein könnten.

Deshalb fordere ich, Fahrräder mit E-Motor endlich dort einzugliedern, wo sie hingehören: Bei den Mofas und die benötigen einen Versicherungsnachweis, der mit einem Versicherungskennzeichen nachgewiesen werden muss. Die Schweiz praktiziert das übrigens schon lange so. Aber wie kann ich es eigentlich überhaupt wagen, solche Forderungen zu stellen, und E-Räder mit Mofas zu vergleichen?!? Ach ja, normale Mofas haben ja einen Verbrennungsmotor und der ist böse. Ein E-Motor ist natürlich nur gut – und bei derart guten Verkehrsmitteln kann doch gar kein garstiger Unfall passieren! Ausgenommen die erwähnten 17.285 Unfälle mit mehr als hundert Toten eben, die man nach grüner Ideologie einfach zu ignorieren hat.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Anderweltonline.

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21 Kommentare

  1. So wie die Krümmung und Länge der Gurken für die EU wichtiger ist als der Schutz vor einem Mißbrauch des Asylrechts, so ist es für die Grünen wichtiger, uns genau vorzuschreiben, was und wieviel wir noch essen dürfen anstatt wirkliche Probleme wie die fehlende Versicherungspflicht für E-Bikes anzugehen. Man sieht hier sehr schön den Unterschied zwischen Realisten und Ideologen. Letztere haben in der Politik nichts verloren, denn sie richten nur Schaden an.

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  2. Hallo Herr Haisenko, so sehr ich Ihre Artikel auch sonst schätze, dieser zeugt von grober Unkenntnis!
    1. Ein Mofa (auch das Velosolex) darf 25 km/h alleine mit dem Motor fahren, ein Pedelec ganze 6 km/h. Der Motor unterstützt hier nur solange man tritt. Hierfür braucht man weder eine Prüfbescheinigung noch ein Kennzeichen, es gilt als Fahrrad (auch in der Schweiz). Es ist hier auch egal ob es ein Verbrenner oder ein E-Motor ist.
    2. Ein S-Pedelec darf ohne Treten 20 km/h fahren und der Motor darf bis 45 km/h unterstützen, hier gilt dasselbe wie für Mopeds und Mokicks. Kennzeichen, Helmpflicht und Führerschein.
    3. Ein Elektroroller darf nicht 12 sondern 22km/h fahren nur mit Motor.
    Daraus folgt ihr ganzer Kommentar strotzt vor Unwahrheit/ Weglassen und Halbwissen. Also genau davor was wir den MMS immer vorwerfen. Ich empfehle Ihnen besser zu recherchieren. Eine Richtigstellung Ihrerseits wäre nicht schlecht.

    • Sie haben vollkommen Recht. Allerdings kann ich dem Grundgedanken von Herrn Haisenko nachvollziehen. Das Problem ist die erreichbare Durchschnittsgeschwindigkeit und die liegt bei E-Bikes auch bei unfiten Leuten deutlich zu hoch. Die meisten Rad/Fusswege sind dafür gar nicht ausgelegt. Das erlebe ich leider selber täglich am eigenen Leibe. Auch sind die E-Bikes deutlich schwerer als normale Fahrräder, was bei einem Unfall merklich spürbarer ist. Von einem Lastenfahrrad inkl Zuladung will ich gar nicht erst sprechen.
      Die erreichbare Durchschnittsgeschwindigkeit und das Gewicht sind entscheident, egal ob Mofa oder E-Bike. Daher gehört hier bereits auch bei den “kleineren” E-Bikes ein Schild her und sie gehören auf die Straße und nicht auf die Fußgängerwege.

      • Da sind schon wieder ein paar Fehler drin. Weder Pedelecs noch normale Fahrräder dürfen auf dem Gehweg fahren. Soviel schwerer sind Pedelecs nicht. Man kann da wohl kaum ein Rennrad mit einem Tourenpedelec vergleichen. Ein Pedelec wiegt ca. 8kg mehr als ein vergleichbares Rad ohne Motor. 4kg Akku und 4kg Motor. Das fällt bei einem Unfall wohl weniger ins Gewicht. Die Geschwindigkeit mag etwas höher sein, aber liegt nicht viel höher. Wo ich ein Problem sehe ist die Rücksichtslosigkeit, die man immer öfter sieht. Die hat aber wenig mit dem Pedelec zu tun. Rennrad und Mountainbike Fahrer zeichnen sich da oft unrümlich aus. Leute, die Ihre Kinder in dafür nicht vorgesehene Lastenräder setzen, sind dumm und verantwortungslos.

        Wir haben schon genug reglementiert Bereiche. Ich kann gut auf noch mehr Staat verzichten.

        Was mich am meisten stört, ist die Gewichtung von Verbotsforderungen. Gefordert werden immer nur Verbote für Dinge, die man selber nicht macht. Fußgänger für Fahrrad Verbot, Nichtjäger wollen das Jagen verbieten, Jäger wiederum das Spazieren im Wald… So zieht sich das durch die ganze Gesellschaft. Motorisiert oder nicht, wer auf einem vollen Radweg seine Geschwindigkeit nicht anpasst handelt verantwortungslos und gehört bestraft. Diese Regelungswut macht mich krank!

  3. Als 16-jähriger hatte ich Ende der 1960-er Jahre eine Velo-Solex.
    Dazu im Herbst einen schwarzen Parka mit Kapuze + Fellbesatz
    sowie eine enge Feincordhose in der Farbe Aubergine und schwarze
    Schnallenschuhe.
    Die Mädchen trugen Hotpants oder Miniröcke und dazu auberginefarbig-
    karierte Strickwesten oder Strickmäntel und Schuhe mit dicken Sohlen.
    Wir hatten keine Sorgen und die Welt war noch in Ordnung.
    Grün war nur das Gras der Liege (Liebe) wiese am Waldbadesee.

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    • “Grün war nur das Gras der Liege (Liebe) wiese am Waldbadesee.”

      Und die Farbe und Uniform der Polizisten und deren Autos, die uns über Westerwaldwege genau bis zur Landesgrenze NRW/RLP von Hessen aus verfolgten.

      Das war 1975 und dürfte mittlerweile verjährt sein.

      Ach, nebenbei: Mein Onkel durfte Motorräder bis 250ccm fahren, da sein Auto-Führerschein vor dem 1.4. 1954 gemacht wurde. Ohne Motorradfahrprüfung.

      Das waren noch liberale Zeiten.

  4. Korrektur zu Punkt 1: Ein Pedelec darf 6km/h ohne treten fahren und mit Treten bis 25km/h unterstützen…

  5. 👺🌬️ Man sollte viel öfter Nachdenken, aber vorher!

    -Pedelec ohne Akku ist ein Fahrrad, Tourenrad etc.
    -Pedelec schalten nach 25 kmh den Akku ab, danach können per Muskelkraft weitaus höhere Geschwindigkeiten erreicht werden.
    -Es gibt Fahrräder die hohe Geschwindigkeiten erreichen.
    #Alle nun Versicherungpflichtig machen!

    👺Die nächste Beitrag Schreibe:
    Versicherungs Pflicht für Rolatoren + Helm-Pflicht?!

    #Denkende Pedelec Fahrer haben sich schon längst versichert! (aber wegen Hirnis im Verkehr)

    PS
    Wer liest schon die Grünen Gazette Zeit

  6. na klar – Führerschein, Versicherung, TÜV, einen Kilometer-Obolus – schließlich nutzen sie die Straße, ohne ihren Treibstoff-Beitrag zu zahlen – aber nicht jetzt. Das wäre für die Demobilisierungspläne von Grün-Rot kontraproduktiv.
    Das kommt erst, wenn zumindest der private PKW abgeschafft ist, dann ist es an der Zeit, auch die Grünen-Anhänger mit E-Bike weiter auszuquetschen!

  7. richtig… und radel-steuern für dreck ,reifen und bremsenabrieb und energieverbrauch…
    von den tausenden gestörten fahrmanövern ganz zu schweigen…

  8. danke1
    EIN ÜBERAUS WICHTIGER UND SINNVOLLER ARTIKEL UND EXAKT DIESES THEMA GEISTERT AUCH IN UNSEREM BEKANNTENKREIS SEIT LÄNGEREM DURCH DIE KÖPFE!
    Wenn man sich ein wenig umschaut und erlebt im ganz normalen Alltag das verhalten von “Radfahrern” dann erhält man immer stärker dieses mulmige gGefühl, dass hier anscheinend GRÜNE ZWEIRADAKTIVISTEN geboren wurden die bin unverschämter Form meinen den absoluten Freibrief zu besitzen sich im Strassenverkehr nach dem Motto “HOPPLA JETZT KOMME ICH” nso bewegen, dass andere Verkehrsteilnehmer egal wie diese Irren sich verhalten zu warten haben. Geschwindigkeit, Regeln der Strassenverkehrsordnung,normale Rücksichtnahme, Freundlichkeit, Verantwortung sind einfach weggewischt denn man hat ja diese grünen Leitbilder die dies alles fördern um zu signalisieren wer auf 2 Rädern (nein kein Motorrad) unterwegs ist der ist ein Held der ist der Hardcore Klimaretter und die anderen dummen Verkehrsteilnehmer die sollen sich ducken und auf ihre rechte verzichten denn ein Radfahrer egal ob von hinten, oben, unten, seitwärts ohne Handzeichen oder erkennbare Absicht was er denn zu ntun gerdenkt der ist IMMER IM RECHT und wenn ein Schaden entsteht ja SORRY da hätte der böse Autofahrer vorher anhalten müssen bzw sein Auto verschrotten dann hätte es ja nicht zu einem Unfall kommen können.
    Tja und dann die rechtsfrage und man darf gespannt sein, wie da dieser korrumpierte Rechtsstaat bzw seine ausser Kraft gesetzte Justiz künftig agieren wird. man sollte jedoch davon ausgehen, dass diese Justiz ebenso Linientreu handeln wird wie in der “Pandemie”, denn hier war so deutlich und rasch festzustellen wie ein rechtsstaatliches System zu einer hörigen Strassenhure verkommen ist.
    Bei mir, und ich lebe in der Urlaubsregion Krummhörn ist zu beobachten wie viele der Fahrradtouristen von den “E-Bikes” schlicht überfordert sind , wie junge Menschen in affenartiger Geschwindigkeit mit diesen kranken E Rollern durch Fussgängerzonen flitzen und ihnen Menschen oder gar Tiere einfach nur als unliebsames und lästig störendes Hindernis vorkommen. Da stellt sich auch die Frage warum diese Deppen nicht ganz normal Roller fahren können so wie wir es einst getan haben und dies war wirklich mal total ÖKO und hat zudem auch die Muskulatur gestärkt.
    Unsere Meinung ist schlicht:
    1.Verbot von E Rollern
    2.Eignungsprüfung der Fahrer von E-Bikes
    3.Verbot von E-BiKes in denen Kinder vor dem Fahrer angebracht sitzen
    4.Nummernschild und versicherungsschutz
    5.Helmpflicht denn ich sehe nicht ein, weshalb die Solidargemeinschaft bei körperlichen Schäden hierfür aufkommen soll wenn durch das tragen des Helms dies hätte minimiert werden können.
    6.Exakte Befolgung der Strassenverkehrordnung d.h, wenn ich mit dem Rad einen Fussgängerüberweg nutzen möchte und fordere den Autohrer auf anzuhalten, dann muss ich mich, auch wie ein Fussgänger verhalten und vom Rad absteigen
    Abschliessend wäre jedoch eines klar zu bemerken das alles nichts hilft wenn die Menschen nicht endlich wieder lernen mit Rücksicht und Verantwortungsgefühl zu handeln

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    • Hatte da mal eine Bildchen mit folgendem Text gestaltet:

      Sie fahren ja nicht einfach Fahrrad, um von A noch B zu kommen,
      sondern auch weil sie damit zu moralisch überlegenen Verkehrsteilnehmern werden.
      Zumindest glauben sie das.
      Und solche gottgleichen Wesen gehen doch keine Kompromisse ein,
      nicht zugunsten der umwelt- und klimaschädlichen Öffis,
      noch gegenüber den teuflischen Massenmördern in ihren stinkenden Blechkutschen
      geschweige denn den Fußgängern gegenüber.

      Denn merke:
      Nur ein radfahrender Mensch ist ein guter Mensch.
      Und ALLE ANDEREN haben sich
      seinen Interessen und Bedürfnissen
      unterzuordnen…
      Was hirnfreie Ideologie angeht,
      stehen solche Typen doch anderen Radikalen in nichts nach.
      Nur, dass die
      Fahrradstalinisten
      dann häufig noch ein moralisches Überlegenheitsgefühl
      und ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein haben.

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  9. als autofahrer bzw. fussgänger wäre ich absolut dafür, fahrradfahrer über ein kennzeichen kenntlich zu machen.
    aber ich denke mal weiter hinaus als nur zu meiner nasenspitze und den täglichen ärger über fahrradfahrende (und sonstige zweiradfahrende) idioten.

    ein weiterer kennzeichnungswahn?
    wie wäre es, der gesellschaft mal insgesamt klar zu machen, dass egomanisches verhalten in einer gesellschaft zu deren verrohung führt?
    ist die antwort darauf tatsächlich weitere kennzeichnungs- bzw. haftungspflicht?
    lasst uns also dann demnächst doch regeln, wie viele atemzüge ich über den tag machen kann, damit ich mein soll nicht überschreite.

    das system ist das problem. und es ist ein problem, dass das system im menschlichen unterbewusstsein bereits massiv verankert ist.
    dies gilt es zu verändern, nicht neue verordnungen und regelungen.
    DAS genau hat uns dahin geführt, wo wir gerade sind.

    selbstermächtigung… auch in der sogen. “schuldfrage”. ich hab einen unfall gebaut? war ich vielleicht dann doch mit meiner handlung daran beteiligt?
    und… auch wenn es vielen menschen nicht gefällt… unfälle passieren dann eben auch einfach mal so. es gibt keine 100%ige sicherheit, 83 jahre alt zu werden.
    und das leben endet immer mit dem tod.

    die natur hat es so eingerichtet, dass die cleveren überleben und ihre gene weiter geben. die blöden sterben eben aus.
    getriggert? 😉 wer darüber diskutieren möchte: los geht´s 😀

    • “die natur hat es so eingerichtet, dass die cleveren überleben und ihre gene weiter geben. die blöden sterben eben aus.”

      Die Blöden sterben aus? Ich habe eher das Gefühl, daß es immer mehr werden…

  10. Ups …..

    Mofa 25Km/h und je nach Alters des Fahrers ohne jegliche Prüfung / Prüfbescheinigung
    Moped ( je nach Baujahr ) 40 – 50 Km/h ( aktuelle 45 Km/h ) Führerschein Klasse 4 oder AM
    Mokick ( je nach Baujahr und Herkunft) 40 – 60 Km/h (aktuelle 45 Km/h ) Führerschein Klasse 4 oder AM
    Kleinkraftrad …… 80 ccm / 80 Km/h war Führerschein 1b diese Klasse gibt es so aber nicht mehr …….. heute Krafträder A1 mit bis zu 11 Kw und 125ccm

    Die Fahrräder mit Hilfsmotor (Riemen / Ketten / Walzenantrieb ) Riemen und Walzenantrieb direkt auf das Vorderrad / den Vorderreifen – Ketten antrieb in der Regel auf das Hinterrad gab es als Mofa 20 Km/h (unterdessen Leichtmofa genannt) und 25 Km/h sowie als Version mit 40 Km/h

    Die Velo Solex bekam man ohne Probleme auf 40 – 65 Km/h —- aber nicht bei nassem Reifen 🙂 und sie verbrauchte dann auch mehr als 1 Liter auf 100 Km

    In einem Punkt gehe ich aber weiter ……… Für Gewerblich genutzte Fahrräder ( also Leihräder) sollte auch eine KennzeichenPflicht bestehen – was die Fahrer solcher Fahrräder sich leisten schlägt alles

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  11. Ist das jetzt Satire oder ernstgemeint?

    Wer sich die Statistik einmal genauer ansieht, wird schnell feststellen, dass die Anzahl von Unfällen, an denen Fahrräder und Pedelecs, also die bis 25kmh unterstützend elektromotorisierten Räder, die seit 2014 in der Statistik zusammen geführt werden, seit Jahren insgesamt sinkt. Da Pedelecs und Fahrräder NICHT gesondert ausgewiesen werden, ist eine Aussage wie die des Autors, dass Pedelecs besonders gefährlich seien, so gar nicht möglich. Allenfalls lässt sich das Gegenteil ableiten: wenn die Zahl der Unfälle insgesamt sinkt und seit 2014 Pedelecs in der Statistik zusammen mit Fahrrädern geführt werden, dann haben Pedelecs keinen oder mglw. sogar einen senkenden Einfluss. Dies gilt erst recht, wenn man den jedermann evidenten Verkaufsboom bei Pedelecs berücksichtigt, d.h. in der Zeit von seit 2014 bis heute ein sehr viel größerer Anteil der Bevölkerung mit Pedelecs fährt. Würden die Behauptungen des Autors zutreffen, müsste sich die Zahl der Unfälle ja erhöht haben.

    Dabei ist es wie immer: in den Monaten Mai bis September, der “fahrradfreundlichen” Zeit, passieren insgesamt die meisten Unfälle – wer hätte das gedacht? Und: für Menschen ab 75 ist Fahrradfahren statistisch deutlich signifikant ein erhöhtes Todes und Schwerverletzungsrisiko.

    Tut mir leid, aber so wird das nichts mit ernstzunehmender Kritik. Es gibt mit guten Gründen vieles am aktuellen Pedelec-Boom zu kritisieren, das rücksichtslose Verhalten vieler Radfahrer wurde genannt. Mir persönlich fallen vor allem die Mütter auf, die mit dreirädrigen angetriebenen Lastenrädern unterwegs sind und – weil dreirädrig – stets das Mobiltelefon in der Hand halten, während sie, am besten zu zweit, auch den breitesten Bürgersteig und Radweg blockieren und es mit roten Ampeln nicht so genau nehmen – mit 1-2 Kindern und Hund vorne drin bremst es sich scheinbar schlecht, aber vielleicht waren Insta oder WhatsApp gerade wichtiger.

    Und die rollenden Lieferdienstpanzer. an den Lieferdiensten gäbe es ganz anderes zu kritisieren, angefangen von Scheinselbständigkeit und Ausbeutung bis hin zur Dekadenz einer Gesellschaft, deren Unselbständigkeit und Bedürfnis nach sofortiger Triebbefriedigung selberkochen oder Abwarten bis die Länden wieder öffnen nicht mehr zulässt. Immerhin fahren die Fahrer nicht alle mit Kleinwägen herum obwohl auch dies oft genug zu beobachten ist.

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  12. Wenn ich mit meinem E-Books richtig schnell fahren will, muss ich ordentlich in die Pedale treten. Den Motor benutzt man eh nur bergauf und das ist auch der eigentliche Sinn der Sache. Ein E-Bike ist und bleibt ein Fahrrad. Ein Mofa ist dagegen ein Moped. Es sind also zwei paar Schuhe, die nicht in eine Schublade gehören. Natürlich kann man jeden Motor frisieren, aber ganz so einfach ist das auch beim E-Bike nicht und die Polizei schaut sehr genau darauf.
    Der Artikel strotzt also nur so vor Halbwahrheiten.

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  13. Ich vermute, die vielen Unfälle hängen mit den Akkujockeys zusammen. Viele sind ältere Semester, die als “Motor” eines gewöhnlichen Fahrrads überfordert sind, deshalb vorher nicht Fahrrad fuhren und durch den Elektrohobel einen zweiten Frühling erleben. Die Logik: Unsichere Fahrer produzieren mehr Unfälle. Ich strample selber und achte immer darauf, ob einer mit Bordmitteln fährt oder mit geliehener Kraft. Daher kann ich sagen: Die Renaissance der Radelei in den letzten Jahren basiert auf Litium-Ionen Akkus.

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