Ich kann nicht mehr: Mein letztes Statement zu Corona

(Symbolbild:Shutterstock)

Bisher wohlgesonnene Mitdenker kündigen mir die Freundschaft auf: Wiederholt wurde ich angegriffen wegen meiner Artikel zu Corona und was damit verbunden wird. Alles ansonsten von mir Verfasste und Verbreitete habe „Hand und Fuß“ – nur nicht meine Artikel zum Corona-Problem. Wobei ich mir nie anmaßte, viel von Virologie usw. zu verstehen. Mein Schwerpunkt lag auf der Aufbereitung und Auswertung von offiziellen Zahlen des RKI. Aber schon das war des Unguten zu viel. Leute wie ich seien Verharmloser, Ignoranten, und Schuld an den ganzen freiheitsbeschränkenden Maßnahmen der Regierungen in Berlin und den Ländern. 15 Jahre lange Mitstreiter bei milliardenschweren Projekten wollen mich sogar zwangsimpfen. Wohlgemerkt, diese Leute sind alle geimpft und brauchen vor mir eigentlich keine Angst haben – solange sie an die Wirkung ihrer Impfungen glauben.

Aber jetzt kristallisiert sich heraus, was die Totalimpfungsbefürworter auf die Palme bringt. Der letzte sorgte sich berechtigt um die Existenz seines Fußballvereins, in dem er eine führende Rolle spielt. Auch andere Sport- und Kulturvereine gehen zugrunde, das schlechte Abschneiden Deutschlands bei den beiden Olympiaden kommt auch nicht von ungefähr. Alles unsere Schuld, weil nicht alle geimpft seien und der Gesetzgeber die Daumenschrauben deshalb anziehen müsse. Und er habe die paar Jahre, die ihm noch bleiben, den berechtigten Wunsch, ohne Schikane essen gehen, reisen und noch etwas von der Welt sehen zu dürfen. Das alles würden Leute wie ich verhindern. Nur das totale Impfen ermögliche die Rückkehr zur Freiheit.

Nein, dieses falsche Paar Schuhe ziehe ich mir nicht an! Die Existenz eines neuen Corona-Typs wurde nie geleugnet –  so wenig wie real existierende andere Grippeviren. Unsereins kämpfte von Anfang an für den Erhalt von Freiheiten, denen medizinisch nichts entgegensteht. Als die Gastronomie total dichtgemacht wurde, gehörte ich zu jenen, die sagten, Campingplätze und Ferienwohnungen sollten nicht behandelt werden wie Hotels. Und in den beiden Sommermonaten, in denen Corona fast keine Rolle mehr spielte, hätte man überall wieder die Freiheiten einräumen können, die angeblich von unsereinem verwehrt würden.

Schuhe, die ich mir nicht länger anziehe

Wer hat denn sportliche Aktivitäten auch dort nahezu verboten, wo es medizinisch unbedenklich war? Ich bin leidenschaftlicher Schwimmer und wollte nach den Operationen auch endlich wieder das Bogenschießen anfangen. Beides sind Sportarten im Freien, wie der Fußball meines Anklägers, die alle medizinisch unbedenklich ausgeübt werden könnten. Doch die Vorschriften der Machthaber dieses Landes sind gnadenlos, obwohl Sport im Allgemeinen und Schwimmen im Besonderen der Gesundheit förderlich sind. Und die Maßnahmen werden immer rigoroser, obwohl immer mehr geimpft sind. Was jetzt diskutiert wird und teilweise schon beschlossen ist, grenzt an einen politischen Amoklauf. Ich nehme vom Vorwurf der Corona-Taliban nichts zurück.

Was unsere Führungscliquen von den Taliban in Afghanistan unterscheidet: Die dortigen Taliban haben einen Turban auf dem Kopf, unsere ein Brett davor. Und dass die echten Taliban Waffen auf dem Arm tragen, und Corona-Talibane Verordnungen unterm Arm. Aber Hut ab: Der Politik ist es gelungen, den aufgestauten Unmut unter den Menschen von der von ihr zu verantwortenden Politik auf jene abzuschieben, die noch nicht geimpft sind. Diese seien Volksschädlinge und so weiter, wie Dr. Alexander Meschnig auf der „Achse des Guten“ in seinem Beitrag „Corona als Massenpsychose“ zusammenträgt. Hatten wir das nicht schon einmal?

Die Politik und einige Halbgötter in Weiß haben das Misstrauen und die Zurückhaltung vieler Menschen selbst verschuldet. Zuerst hieß es, Corona sei kein europäisches Problem und weit weg. Dann: Masken nützen nichts, und 8,7 Tonnen Schutzmaterial wurden nach China geflogen. Als es dann an der Maskerade gut zu verdienen gab, waren Masken plötzlich gut – je teurer, desto besser. Das Lüften von Schulräumen war auch wichtig – nur jetzt anscheinend nicht mehr ganz so, nachdem für Lüfter kaum Geld da ist. Als dann Impfstoffe zur Verfügung standen, hieß es, mRNA- und Vektorimpfstoffe vertragen sich nicht. Dann durfte ein bestimmter Impfstoff nur für eine Altersgruppe „verimpft“ werden, wenige Wochen später galt dann genau das Gegenteil für die andere Altersgruppe. Dann wurden plötzlich „Kreuzimpfungen“ empfohlen. Und jetzt, nach dem „testen, testen, testen“, lautet die Parole „impfen, impfen und nochmals impfen“ – egal in welchen Abständen und womit. Verbunden mit einer kostenlosen Bratwurst sei die Impfung noch wirksamer – „mit Speck fängt man Mäuse.“ Geht es noch erbärmlicher?

Die Kanzlerin verbreitete das Impfziel „70 Prozent“, dann sei die Herdenimmunität erreicht. Dann wurde die Marge auf 80, dann 90 Prozent angehoben. Und jetzt wird behauptet, eine Herdenimmunität gäbe es überhaupt nicht – nur das totale Impfen könne uns retten. Eine oder zwei Impfungen würden sowieso nicht viel helfen, schon nach sechs Monaten seien Auffrischungsimpfungen nötig. Wenn es doch nur eine Impfung gäbe, um das Gedächtnis unserer „Coronaexperten“ auffrischen zu können! Und weiter…

Beeinträchtigen die Impfungen die Denkfähigkeit?

Anfangs hieß es, man dürfe nicht in eine Infektion „hineinimpfen“, was man von Grippeimpfungen ja auch weiß. Bei Coronaimpfungen spielt das anscheinend keine Rolle mehr: Es genügt die persönliche Auskunft der Impfkandidaten, dass sie sich gesund fühlen. Noch nicht einmal die Körpertemperatur wird mehr gemessen. Und anfangs hieß es, wer geimpft ist, sei „sauber“ und stelle keine Gefahr mehr dar. Jetzt wurde eingeräumt, dass die Geimpften ebenso Virenträger bleiben wie es die Ungeimpften sind – nur dass sie nicht schwer erkranken würden. Wenn ich nun die einfache Rechnung anstelle, dass die 51 Millionen vollständig geimpften Erwachsenen die nur noch 18,5 Millionen Ungeimpften eher anstecken können als umgekehrt, stünde ich wieder als Verharmloser oder Schlimmeres da. Die Impfungen scheinen auch die Denkfähigkeit beeinträchtigt zu haben. Wovor haben denn die Geimpften Angst? Sie können sie eigentlich nur vor dieser Politik haben – nicht vor unsereins.

Zum Verhältnis zwischen der Ständigen Impfkommission (Stiko) und den Regierungen: Anfangs musste die Stiko der Politik in den Hintern treten. Aber im Laufe der Zeit liefen Politiker aller Couleur der Stiko den Rang ab; sie wurde Getriebene der herrschenden Klasse, besonders den Medien. Und sie richtete sich anscheinend gut in ihrer Rolle ein – nach dem Motto, „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing“. Zuletzt gab die Stiko sogar dem politischen Druck nach, auch die Kinder durchimpfen zu lassen. Rechtfertigt die Epidemie wirklich jedes Mittel? Wie soll so Vertrauen entstehen? Es gibt eher Grund für Misstrauen bis hin zur Verachtung solcher Strukturen.

Wenn wir jetzt geimpfte Menschen genauso testen wie die Ungeimpften, dann hört diese Pandemie nie auf„, räumte Jens Spahn am 30. August bei „Hart aber fair“ ein. Was es nicht ganz trifft, weil wir de jure ja eine Epidemie haben, keine Pandemie. Und nichts kann aufhören, was gar nicht begonnen hat. Aber immerhin gilt jetzt als politisch widerrufen, dass die Testergebnisse eine medizinisch relevante Aussagekraft haben. Deshalb will man jetzt die 7-Tage-Inzidenzen durch die Bettenbelegung ablösen – was genauso fragwürdig ist. Aber warum steigen die Zahlen wirklich rasant? Mein Verdacht, dass die Labore ihre Narrenfreiheit nutzen, ist vermutlich nur die halbe Miete.

Es liegt auch nicht an den Reiserückkehrer, sondern eher an einer anderen Sorte „Urlauber“. Bei einem Arztbesuch diese Woche erfuhr ich, in meiner Stadt sei eine komplette Großfamilie aus dem Kosovo infiziert, die ihre noch größere Familie auf dem Balkan besucht hatte. Diese „Heimaturlauber“ scheinen das weit größere Problem zu sein – nicht die „Impfverweigerer“. Normale Auslandsurlauber, die in Hotels oder auf Campingplätzen waren, sind schon deshalb kein Problem, weil dort ebenfalls Hygienevorschriften gelten und zumeist auch eingehalten werden. Anders in den Heimatländern der Migranten, wo es  im familiären Kreis erfahrungsgemäß keine Schranken gibt.

Ein Trost an alle Verzagten

Und noch eines: Ich habe noch niemandem von der Impfung abgeraten – außer bei der unserer Enkelkinder. Meine gesamte gleichaltrige Verwandtschaft ist geimpft, auch meine Frau. Olaf Scholz ist stolz auf die „50 Millionen Versuchskaninchen … aber es ist gutgegangen„, wie ihn Medien nach einem Auftritt in Oberhausen zitierten. Ich glaube auch nicht den hohen Zahlen an Impftoten – wobei mir durchaus solche Fälle persönlich bekannt sind. Aber als „Opfer“ gelten statistisch hier nur jene, die innerhalb von drei Wochen (?) nach der Impfung sterben. Nein, ich glaube, der Herrgott hat uns so robust ausgestattet, dass unser Organismus nicht nur die meisten Viren bekämpft, sondern imstande ist, auch problematischen Impfstoff zu verkraften! So mancher zur Hinrichtung verurteilte Delinquent war sogar gegen seine Todesspritze immun.

Warum ich mich selbst schwer tue und Angst vor der Impfung habe: Leider musste ich in meinem Leben schon -zig Operationen mit insgesamt 20 Vollnarkosen über mich ergehen lassen. Aber die letzte OP, ausgerechnet mit der schwächsten aller Narkosen, löste einen ernsten Schüttelfrost bei mir aus. Und bei fast jedem Medikament treten bei mir „seltene“ Nebenwirkungen auf. Mein Körper scheint ausgelaugt zu sein – bis auf den Kopf. Deshalb fürchte ich zu den wenigen Fällen zu gehören, die eine Impfung nicht überleben würden. So bitte ich um Nachsicht für meine Impf-Abstinenz. Und für den Fall, dass es mich erwischen sollte, habe ich meine Patientenverfügung ergänzt: Ich will wegen Corona nicht beatmet werden und so niemandem zur Last fallen.

Ein letzter Trost an alle Verzagten: An diesem Wochenende wurde die 4-Millionen-;arke geknackt, die seit Anfang 2020 auf einen PCR-Test „positiv“ reagierten, so das RKI. Fälschlicherweise werden diese bis heute mit „Corona-Infizierten“ gleichgesetzt. Aber selbst wenn dem so wäre: Diesen stehen bisher 92.354 vom RKI gemeldete Sterbefälle gegenüber. Das wären 2,3 Prozent der positiv Getesteten, bzw. 1,1 Promille der Bevölkerung. Tatsächlich soll es sogar nur die Hälfte davon sein, behaupten Insider. Mit anderen Worten: die Corona-Überlebensquote der Bevölkerung ist mit bisher 99,89 Prozent beruhigend. Es sei uns allen gegönnt! Was die Politik aber nicht davon abhalten wird, uns weiterhin unser normales Leben vorzuenthalten. Und unser Land zu ruinieren – Merkels „Wir schaffen das“ bekommt so eine ganz neue Bedeutung.

Noch eine Kuriosität am Rande: Auf Wahlkampfveranstaltungen in Baden-Württemberg ist die „K-Variante“ (K wie Kretschmann) offenbar nicht so gefährlich: Denn Testnachweise  (siehe § 10, Abs.6 der Coronaverordnung) sind dort wohl erstaunlicherweise nicht erforderlich…

Das war’s abschließend. Ich hoffe, mich nun – jedenfalls öffentlich – nicht mehr rechtfertigen zu müssen. Auch weil sich die Mehrheit der Bevölkerung dermaßen indoktrinieren ließ, so dass jedes „aber…“ verpufft, verzichte ich auf weitere Statements zu Corona. Sie wären chancenlos. Jeder soll nach seiner Façon leben und sterben. Ich wünsche mir nur, dass sich die Ablehnung gegen unsereins (bis hin zum Hass) bald, vielleicht schon bei der Bundestagswahl, gegen jene richten wird, welche diese Hysterie gesät und den Hass ausgelöst haben. Amen.

 

Dieser Beitrag erschien ebenfalls bei conservo.

13 KOMMENTARE

  1. Gegen Glaube und Religion ist nicht anzukommen !
    Deshalb der alte Ausruf: gegen Dummheit kämpfen sogar die Götter vergebens !

    Ihr Problem liegt nicht darin, daß die Nachbarn zu dumm wären und es intellektuell nicht erfassen könnten!
    Ihr Problem liegt darin, daß sie es nicht wissen wollen!

    Das hat schon Bertrand Russel erkannt :
    “Viele Menschen würden lieber sterben als denken. Und in der Tat: sie tun es.“

  2. „Leute wie ich seien Verharmloser, Ignoranten, und Schuld an den ganzen freiheitsbeschränkenden Maßnahmen der Regierungen in Berlin und den Ländern. 15 Jahre lange Mitstreiter bei milliardenschweren Projekten wollen mich sogar zwangsimpfen.“

    Wie ich sie hasse und verachte, diese Sklaven, diesen hirnlosen Menschenmüll. Dieser Abschaum hat nie irgendetwas „aus unserer Geschichte“ gelernt auch wenn sie ständig in erste Reihe mit dem „Nie wieder“-Schildchen durch die Gegend rennen. Diese Kreaturen hätten bei Hitler als erste „Heil“ geschrien, den letzten Juden bei der Gestapo verpetzt oder bei Honecker sich freiwillig als IM gemeldet und den Westfernsehenseher verpetzt.

    Alle schimpfen auf Merkel oder „die Politik“, dabei sind diese Schweine, wie einen Absatz vorher beschrieben, die eigentlichen Täter. Und genau deshalb ist „Demokratie“ die dümmste, schlechteste und niemals funktionierende Regierungsform. Die Leute sind einfach zu blöd dafür. Sklaven und Untertanen, also die sogenannte Masse, kann niemals eine funktionierende Volksherrschaft hervorbringen.

  3. Herr Dr. Drosten hat völlig neue Erkenntnisse. Nach seiner Auffassung ist es das Beste, wenn man sich mit dem Virus infiziert, so jedenfalls wird er zitiert https://www.heute.at/s/star-virologe-drosten-empfiehlt-geimpften-corona-infektion-100161615

    Eine späte Erkenntnis. Wer sich mit dem kompletten Virus infiziert, erhält 26 verschiedene Virus-Proteine mit seinen je 6 Bindungsstellen (Epitopen) und diese Proteine produzieren entsprechende Antikörper mit den passenden Gegenbindungsstellen (Paratopen). Dagegen produziert die Impfung nur 1 Protein, das Spike Protein und den zu diesem Epitop passenden Antikörper (Paratop). Mutiert das Virus, so ist es wahrscheinlich, dass das Spike Protein und der passende Antikörper verändert wurden. Der Antikörper (Paratop) passt nicht zu dem Protein (Epitop) und bindet es nicht. Bei der natürlichen Infektion reicht es aber, wenn nur e i n e s der 26 Proteine des mutierten Virus nicht verändert wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine natürliche Infektion auch vor einem mutierten Virus schützt, ist daher weitaus höher. Eine Auffrischimpfung würde allenfalls dann helfen, wenn der Impfstoff der Mutation ständig angepasst würde, was kaum möglich ist, da die Mutation – die Eiweißzusammensetzung des Spike-Proteins – nicht vorhersehbar ist.

    Wichtig wäre bei einer natürlichen Infektion, dass die Krankheit mit Medikamenten bekämpft werden kann. Von einer staatlichen Förderung von Medikamenten hört man nichts, auch nicht von der Entwicklung alternativer Impfstoffe, z.B. eines Totimpfstoffs (Valneva), bei dem das Virus geimpft wird und der umfassender schützt. In Deutschland hat man sich abgewöhnt, Alternativen in Betracht zu ziehen. Die Regierung ist halt unfehlbar wie der Papst.

  4. O Gott, diesen Bericht könnte ich geschrieben haben. Ich bin sehr dankbar, dass es außer mir auch noch den Albrecht Künzle gibt – ich wähnte mich schon einsam und allein.

  5. Nicht die Impfungen beeinträchtigen die Denkfähigkeit, sie war vorher schon nicht vorhanden.

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