Im bunten Gleichschritt

Konformismus und Faschismus (Symbolbild:Shutterstock)

Nanu, was ist da in London los? Landet gleich der queere CSD-Imperator mit seiner Fähre und wird von Regenbogen-Sturmtruppen begrüßt? Das Fahnen-Arrangement sieht schon recht stramm aus, man stelle sich die gleiche Beflaggung in schwarz-rot-gold vor, in Berlin – gewisse politische Kreise würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und das vierte Reich heraufdämmern sehen. Dass es die Nazis eher mit anderen Farben hatten, ist dabei egal. Und vielleicht sehen es die britischen Veranstalter auch mit ihren Fahnen nicht so eng, denn außerhalb der neurotischen Zone namens Deutschland hat man bekanntlich ein entspanntes Verhältnis zur Landesflagge. Das ändert allerdings nichts daran, dass die queere Bewegung immer vereinnahmender wird – und das ist noch freundlich ausgedrückt.

(Screenshot:Twitter)

Auch viele Schwule und Lesben fühlen sich dort nicht mehr zuhause, schließlich zweifeln sie nicht automatisch an ihrer Geschlechtszugehörigkeit oder generell an biologischen Gegebenheiten. Lesbische Frauen gelten mittlerweile als „transphob„, wenn sie keine Beziehung mit einem Mann eingehen wollen, der sich lediglich zur Frau erklärt hat – ist das zu fassen? Bei manchem, was von der Szene gefordert wird, könnte man mittlerweile auf die Idee kommen, hier seien ein paar raffinierte Machos am Werk, welche die Übertoleranz der Gesellschaft schamlos ausnutzen: Einen Blick in die Damensauna werfen, lesbische Frauen vernaschen oder endlich einmal eine Chance beim Leistungssport haben – das Aufziehen einer Langhaarperücke macht’s möglich. Was früher als frauenfeindlich und unanständig gegolten hätte, kann nun mit ein bisschen moralischer Erpressung mühelos erlangt werden. Das ist etwas, was ich damals auch bei der „Femen„-Bewegung höchst verdächtig fand. Heute noch für ein schickes Auto mit einer schicken, nackten Frau Werbung zu machen, würde einen Aufschrei auslösen – für eine links-grüne politische Botschaft ist es okay. Fein ausgedacht.

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Die Widersprüche, gerade was Frauenrechte angeht, springen einem förmlich ins Gesicht, trotzdem zwingt man uns, sie geflissentlich zu übersehen, um nicht „intolerant“ zu sein. In den USA demonstrieren gerade viele Frauen für ihr Recht auf Abtreibung – mit der Begründung, sie seien keine „Brutkästen”. Ich sympathisiere gewiss nicht mit der Idee einer vollkommenen Legalisierung von Abtreibung – manche Frauen machen es sich einfach zu leicht damit, als ginge es darum, „Unfallfolgen“ zu beseitigen und nicht ein ungeborenes Leben – aber an der Reduktion der Frau auf ihre Gebärfähigkeit ist etwas dran. Hier wird sie gerade von den sogenannten „Progressiven“ durchgeführt, für die biologische Frauen nur noch „Menschen mit Gebärmutter“ oder „Menstruierende“ sind. Auch hier fehlt wieder der Protest der Feministinnen gänzlich – man ist so sehr aufs Thema Abtreibung fixiert, dass sonstige Frauenfragen zweitrangig geworden sind, als würden alle unsere Probleme durch die Legalisierung gelöst.

Verlust der Selbstbestimmung

Da würde ich mich doch lieber erst einmal gegen andere Dinge wehren. Zum Beispiel gegen den Verlust unserer Selbstbestimmung durch queere Ideologen, die uns vorschreiben wollen, wen wir in unsere Freiräume lassen sollen. Schaut man genauer hin, mischt sich die queere Bewegung mehr in unser Intimstes ein als sogenannte „Reaktionäre”. Für die wenigsten Deutschen ist Homosexualität ein Problem und ich persönlich habe auch nichts gegen eine Gay-Pride-Parade. Mein Problem fängt da an, wo jeder Fetisch an die Öffentlichkeit gezerrt wird und die queere Bewegung Grenzen überschreitet, um etwa Pädophilie als legitime Form von Sexualität zu etablieren. Der Satz „Was Erwachsene unter der Bettdecke machen, ist mir egal“ konnte einem bis vor kurzem das Genick brechen, da mit ihm angeblich impliziert wurde, alle Homosexuellen seien pädophil; ein Vorurteil, das tatsächlich existierte – und nun ist es ausgerechnet die queere Bewegung, die sexuelle Beziehungen mit Kindern legalisieren will. Dies alles zusammengefasst, sind die queeren Ideologen ein frauenfeindlicher, homophober und kinderverachtender Verein – obwohl sie von sich das Gegenteil behaupten.

Was aber geschieht, wenn zwei Lieblingsideologien der Neuzeit aneinandergeraten? In Oslo verübte ein Islamist kürzlich ein Attentat auf eine Schwulenbar (nicht auf einen „queeren Szenetreff”, wie oft behauptet) – und stürzte damit die Unterstützerblase in einen schweren Konflikt. Nicht etwa, weil Menschen zu Schaden gekommen waren, sondern weil man den Feind doch gern im rechten Lager verorten möchte. Dort ist man zugegebenermaßen zwar ebenfalls nicht gerade begeistert von der queeren Bewegung, der Protest erfolgt allerdings verbal. Gewalt geht stets zuverlässig von Islamisten aus (und ist sogar Teil des Rechtswesens vieler muslimischer Länder). Es hat schon seine Gründe, warum große Konzerne ihre Logos im Westen gratismutig in die Regenbogenfarben kleiden, in muslimischen Ländern aber nicht: Dort wäre man die meisten Kunden los.

Nur noch Dafür oder Dagegen, keine Zwischentöne

Im Grunde weiß die Allgemeinheit darüber auch ganz gut Bescheid – aber keiner macht den Mund auf. Und so bemüht man sich derzeit eifrig, aus dem Islamisten einen Rechten zu machen. Allerdings dürfen wir davon ausgehen, dass es bei dieser propagandistischen Zuschreibung bleibt, auch in Deutschland. Denn Gruppen wie die „Grauen Wölfe“ sind zwar beliebt, um die Kriminalitätsstatistik zugunsten der Linksextremisten zu verschieben – mit aller Konsequenz bekämpft werden sie allerdings nicht. Das muss man sich schon leisten können: Den Hauptgegner aus ideologischen Gründen aus der Schusslinie zu nehmen, nur um das eigene Weltbild nicht zu zerstören. Das hat offenbar einen höheren Stellenwert als das Leben und die Gesundheit der eigenen Anhängerschaft – wie es in totalitären Systemen üblich ist. So lange die Gefolgschaft nicht selbst aufwacht, wächst sie mühelos weiter nach und bringt ihr Opfer.

Obwohl ein Großteil der Bevölkerung durch die Details dieses merkwürdigen, widersprüchlichen Systems längst nicht mehr durchblickt und zwischen Spott und Befremdung schwankt, ist selbiges weiterhin der Liebling der Medien. Genau wie der Multikulturalismus und der Klimawahn. Und das, obwohl sich mittlerweile schon Akteure aus den eigenen Reihen dagegen wehren – wie Judith Sevinc Basad. Sie wurde zuerst gerade deshalb von der „Bild”-Zeitung hofiert, dann plötzlich ausgebremst, als sie kritisch über die Szene berichten wollte. Denn es gibt nur noch ein Dafür oder Dagegen, keine Zwischentöne mehr. Und irgendwann muss man sich dann entscheiden: Will man seinen Job behalten, oder Gefahr laufen, als „rechts“ zu gelten? Sevinc Basad hat von sich aus gekündigt – eine mutige Entscheidung. Und da die „rechte Ecke“ mittlerweile längst vollgestopft ist mit Menschen aller politischen Couleur, sollte das Drohmittel langsam seine Wirksamkeit verlieren.

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12 Kommentare

  1. Multi-Dilettanten befinden sich auf einen strammen Weg dorthin.
    Bürgernähe und Bürgerrechte, wie sie im GG verbrieft sind, das war einmal.
    Wer schützt uns Bürger eigentlich vor unverhältnismäßiger, undemokratischer
    Gewalt der einzelnen Gewalten (Legislative, Exikutive, Judikative und Organen?
    Ich weiß es, niemand außer uns selbst.
    Steht schon i.d. Bibel, „hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“ !
    Wir müssen es selbst in die Hand nehmen !

  2. Die sog. queere Bewegung ist ein Sturmtrupp  der linksgrünen Faschisten. Man will den Bürgern alles nehmen, getreu dem Motto “Du wirst nichts besitzen und du wirst glücklich sein!” von Schwab, dem WEF-Gründer.

    Das letzte, was man den Menschen nehmen kann ist seine Identität, seine geschlechtliche Identität. Daran wird hart gearbeitet, für die Kinder von der Kita an, in der Schule geht es weiter.

    Wer keine Identität mehr hat, der wird auch nicht mehr gegen die verbrecherische Politik der linksgrünen Faschisten aufstehen. Er hat keine Kraft mehr und wird alles mit sich machen lassen.

    • Schwab u.v.a. = Faschisten !
      Weg mit ihnen, ganz fix, denn sie wollen uns alles nehmen und dann noch züchtigen.
      Da fragt man sich doch, wie vermessen können wenige einzelne sein um irre rüber zu kommen,
      zu behaupten,was Gesellschafts- und Rechtsauffassung sein darf/kann.
      Pfui !

  3. Also wenn man die neue Fahne so ansieht, es ist als würden die bunten Farben verdrängt. Schluss mit bunt, der Regenbogen zerstört. Das verheißt nichts Gutes, denn der Regenbogen ist das Zeichen Gottes nach der Sintflut, in dem alten Buch. Ein Versprechen, die Welt nicht wieder mit Wasser zu resetten, wie man heute sagt. Ganz vorne im Buch zu finden, die Geschichte.

  4. Links-grüne Gedankenwelt:
    Babies zerstückeln ist Grundrecht, Haus verlassen nicht. Mehr braucht es nicht, um alles in der Politik zur Zeit als völlig irrsinnig zu sehen, denn immerhin sind nahezu alle für das freie Babyzerstückeln. Also Bestien.

  5. Menschen entwickeln sich in Phasen. Nach der Pubertät folgt beispielsweise die Konformität.
    Dann bestimmt die Zugehörigkeit den Selbstwert. Gegenüber der Pubertät ist die Konformität ein Fortschritt, da der Einzelne versucht die Perspektive des Gegenübers zu abstrahieren.
    Nach der Konformität folgt die Phase der Rationalität, in der die Widersprüche der Konformität bewusst und benannt werden – Abstraktion der Perspektive eines unbekannten Dritten. Da der Einzelne dabei das Wohlwollen seiner Gemeinschaft riskiert, wird er Experte/Spezialist der gefundenen Widersprüche und landet am Rand seiner Gemeinschaft. In späteren Phasen wird die Selbsttäuschung bewusst.
    Die Phasen können weltweit empirisch gemessen werden. Daher funktioniert der Totalitarismus und seine Bekämpfung auch überall nach dem gleichen Muster.
    Kann jeder bei einer x-beliebigen Gemeinschaft beobachten – wie sie entsteht, sich hält und wieder untergeht.

  6. Na ja, viele paraphile Neigungen sind inzwischen auf Druck mächtiger Lobbys bereits entpathologisiert und zur „Orientierung“ oder gar zur „Identität“ umgedeutet worden.

    Das wird früher oder später natürlich auch bei der Pädophilie durchgedrückt werden.

    Zur Totalität dieser Strömung gehört es nun mal, dass nicht nur Pathologisches entpathologisiert, sondern zugleich auch Nicht-Pathologisches pathologisiert („Homophobie“, „Transphobie“) und jeder, der bei diesem Spiel nicht mitmachen will, auch noch kriminalisiert und mit hohen Strafen belegt wird.

  7. Man muss unterscheiden zwischen Berufsschwulen und LGB-Funktionären (die meist nichts anderes sind als linksextreme Aktivisten) und „normalen“ Homosexuellen (die eher unpolitisch sind). Trotzdem ist es den Funktionären gelungen, mit allerlei Versprechungen viele mit ins linke Fahrwasser hineinzuziehen. Politisch korrekt hat man dann natürlich auch die Flutung mit Moslems toll zu finden. Bildlich gesprochen sägen sie an dem Ast, auf dem sie sitzen.
    Denn Übergriffe auf Homosexuelle durch Muslime sind gar nicht so selten, werden natürlich so gut es geht vertuscht oder passend zurecht gebogen. Viele wollen es auch gar nicht wissen, sonst könnte es passieren, doch noch von ihrem Denkvermögen Gebrauch zu machen.
    Ich fürchte, dass in dieser Hinsicht noch einiges auf uns zukommt. Da hilft dann auch die fast schon zur Perversion ausgeartete homophile Schulpolitik nichts, mit der Kinder aus dem muslimischen Kulturkreis schon von Haus aus nichts anfangen können. Bei einheimischen Kindern treibt es oft seltsame Blüten, seit sich grüne Pädagogen auf jeden Außenseiter stürzen und die abartigsten Wunschvorstellungen fördern.

  8. Wenn ich mal so richtig zynisch und sarkastisch sein möchte, sage ich zu den Attentaten auf LGBs und QTIps (ich trenne diese Gruppen): Tja, auch der Moslem hat doch laut den Grünen das Recht, seine Kultur und Religion hier auszuleben. Und die einen begehen Gruppenvergewaltigungen, die anderen schubsen Leute von der Bahnsteigkante und andere erschiessen eben Schwule. Ja, das sind doch nur Einzelfälle, also was regen sich die Regenbogler denn so auf? In Europa wird eben bunt (bis es einigen zu bunt wird) und das ist doch gut so, oder?

  9. Wenn mir etwas so penetrant unter die Nase gerieben wird, wie dieser LBXPTSMist usw. lehne ich das ab. Viele Leute, die ich kenne geht das auch auf den Senkel ! Ich habe wirklich gegen niemanden etwas aber ich muß doch nicht jeden Tag in Funk und Fernsehen erklärt bekommen WIE toll und WIE wichtig doch dieses Transgendergedöns doch ist ! Die Werbung im Fernsehen wird (fast)nur noch von schwulen Pärchen und „bunten“ Patchworkfamilien dominiert und meine Lieblingsserie im Vorabendprogramm wird auch immer wärmer………

  10. „alle Homosexuellen seien pädophil; ein Vorurteil, das tatsächlich existierte“

    Da gibt nicht nur Pädophile, sondern, wie in allen anderen sexuellen Ausrichtungen auch die Kinderschänder.

    Der Kinderschänder ist das Gegenteil eines Pädophilen.
    Was der Unterschied ist?

    Der Kinderschänder bestimmt über das Kind. Es ist ihm scheißegal.
    Das Kind bestimmt über den Pädophilen. Es wird beschützt und Grenzen werden nicht überschritten.

    Pädophile Kinderschänder gibt es nicht. Es gibt ja auch keine dreieckige Kugel.
    Es gibt von allem das Gegenteil. Nicht im gleichen Maß oder Menge, aber es muss vorhanden sein.
    Sonst funktioniert das System nicht.

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