
Der Satz klingt wie eine geografische Binsenweisheit. Doch er beschreibt zunehmend mehr als nur den Lauf der Sonne. Er steht sinnbildlich für eine weltpolitische und gesellschaftliche Verschiebung: Während große Teile des Ostens wirtschaftlich, technologisch und demografisch an Dynamik gewinnen, wirkt der Westen ideologisch verhärtet, wirtschaftlich erschöpft und gesellschaftlich orientierungslos. China, Indien, Russland und weitere asiatische Staaten verfolgen in zentralen Fragen eine Politik des materiellen Ausbaus: Infrastruktur, Energieversorgung, industrielle Kapazitäten und technologische Souveränität. China baut Häfen, Hochgeschwindigkeitsstrecken und Produktionsketten. Indien investiert massiv in Digitalisierung und Industrie. Russland orientiert sich – trotz Sanktionen – neu in Richtung Asien, Afrika und den globalen Süden.
Gemeinsam ist diesen Ländern ein nüchterner Ansatz: Wirtschaft vor Ideologie, Stabilität vor Symbolpolitik. Politische Systeme des Ostens mögen kritikwürdig sein – doch sie orientieren sich sichtbar an realen Macht- und Produktionsverhältnissen
Der Fokus liegt auf Versorgungssicherheit, Energie, Rohstoffen und eigener Wertschöpfung. Europa sollte mit diesen pragmatisch operierenden Ländern stärker zusammenarbeiten. Eine von transatlantischen Politmarionetten befürchtete politische Systemangleichung ist für eine verstärkte wirtschaftliche und gegebenenfalls auch militärische Kooperation Europas mit dem Osten nicht zwingend notwendig. Kooperation muss nicht Gleichschaltung bedeuten. Staaten können unterschiedliche politische Modelle haben und dennoch auf Basis gegenseitiger Interessen zusammenarbeiten.
Aufstieg des Ostens: Pragmatismus statt Moralpredigt
Stellen Sie sich einmal Folgendes vor, werte Leserinnen und Leser, insbesondere die bevölkerungsstarken Länder Indien und China als Absatzmärkte, die Rohstoffe und die Sicherheitsarchitektur Russlands und die nach wie vor technische Brillanz europäischer Länder würden zusammenspielen und sich gleichzeitig unabhängig machen vom Druck- und Erpressungsmittel der Währung Dollar: die imperialistischen USA würden geopolitischen nicht mehr die erste Geige spielen. Europa würde sich emanzipieren. Zukunftsmusik – ich weiß – aber man wird ja noch träumen dürfen, und manche Träume wurden auch schon realisiert, nicht wahr? Mit dem momentan eher als unterdurchschnittlich begabt zu bezeichnenden westeuropäischen politischen Personal ist das natürlich nicht zu machen (wenn Sie mehr zu der Möglichkeit eines starken Eurasiens wissen wollen, siehe hier).
Gerade für Deutschland wäre eine solche neue außenpolitische Nüchternheit von strategischer Bedeutung. Statt sich dauerhaft in ein Abhängigkeitsverhältnis zu begeben, in dem Entscheidungen in Washington getroffen und die Kosten in Europa getragen werden, wäre eine eigenständigere Orientierung geboten. Der Eindruck drängt sich auf, dass Deutschland häufig Rechnungen für geopolitische Strategien bezahlt, die andernorts entworfen wurden. So entsteht das Bild eines Landes, das nicht als gleichberechtigter Akteur handelt, sondern als zentraler Spielball amerikanischer Interessen in Europa fungiert – wirtschaftlich, militärisch und energiepolitisch. Eine solche Rolle schwächt nicht nur die eigene Souveränität, sondern untergräbt auch die Fähigkeit, langfristig stabile Beziehungen sowohl nach Westen als auch nach Osten aufzubauen.
Der Westen: Moralische Überhöhung bei wachsender Realitätsschere
Demgegenüber präsentiert sich der sogenannte – andernorts belächelte – Wertewesten zunehmend als moralischer Richter der Welt – bei gleichzeitigem Verlust an wirtschaftlicher Substanz. Deindustrialisierung, Energieverteuerung, demografischer Einbruch und steigende soziale Spannungen prägen viele westliche Gesellschaften. Besonders deutlich tritt dieser Widerspruch in der Klimapolitik zutage: Parteien und Bewegungen, die sich selbst als ökologisches Gewissen der Gesellschaft verstehen, akzeptieren oder rechtfertigen zugleich militärische Eskalation. Dabei zählt Krieg zu den größten Umweltzerstörern – durch tonnenweise Sprengstoffe, großflächige Brände, die Verseuchung von Böden und Gewässern sowie einen extremen Ressourcenverbrauch.
Ex-Bundesaußenministerin Baerbock sprach in ihrer Amtszeit wiederholt von Deutschland als „Partei des Friedens“, betonte jedoch gleichzeitig, dass „schwere Waffen“ für die Ukraine geliefert werden müssten und Deutschland „so lange unterstützt, wie es nötig ist“. Diese Haltung steht eindeutig in einem Spannungsverhältnis zur ökologischen Identität ihrer Partei.
Die Grünen haben in ihrer Zeit als Koalitionspartner in der Ampel ihre doppelmoralische Gesinnung mehr als ein Mal zum Ausdruck gebracht. Einmal abgesehen von ihrer bellizistischen Gesinnung hat die ehemalige Doppelspitze der Grünen – Annalena Baerbock und Robert Habeck – federführend mitgeholfen, Deutschland an den Rand des wirtschaftlichen Ruins zu bringen. Volkswirtschaftsprofessor Dr. Christian Kreis schrieb in einem Meinungsbeitrag: „Manchmal scheint es mir so als wenn unsere beiden grünen Minister Habeck und Baerbock gewissermaßen wie Auftragskiller der deutschen Industrie handeln würden.“ Trotz der pseudoökologischen Ideologie der Grünen (und auch anderer den Begriff “Ökologie” missbrauchenden Parteien) wird Aufrüstung politisch als „notwendig“ etikettiert, während gleichzeitig Autofahrer, Hausbesitzer und Landwirte moralisch diszipliniert und finanziell belastet werden. So entsteht ein paradoxes Bild: Die ökologische Verantwortung wird auf den Einzelnen abgewälzt, während staatlich organisierte Zerstörung ökologisch ausgeblendet bleibt. Hier zeigt sich ein Kernproblem deutscher und auch europäischer Politik: Ideologie steht vor Realität.
Moralische Vereinfachung komplexer Probleme
Politische Narrative ersetzen nüchterne Kosten-Nutzen-Analysen. Komplexe Probleme werden moralisch vereinfacht – wer widerspricht, gilt nicht als Kritiker, sondern als Gegner.
Die USA sind gerade dabei, innenpolitisch dieses Problem zu lösen, indem sie unter der republikanischen Führung beispielsweise dem Klimaschwindel oder dem woken Genderschwachsinn die rote Karte zeigen. Außenpolitisch ist ihre bellizistische Hybris die gleiche geblieben wie die Geschehnisse im Iran, Venezuela, Kuba und Grönland zeigen. Es wird Zeit, dass die Weltgemeinschaft den USA ihre außenpolitische Grenze aufzeigt.
Europa als Spiegel dieser Entwicklung Diese Ost-West-Spaltung zeigt sich nicht nur global, sondern auch innerhalb Europas. Während viele osteuropäische Staaten stärker auf nationale Souveränität, industrielle Substanz und soziale Stabilität setzen, verfolgt Westeuropa zunehmend eine Politik der Entgrenzung, Umverteilung und normativen Überhöhung. Besonders deutlich wird dieser Unterschied am Verhalten Ungarns und der Slowakei. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán verweigerte sowohl weitere militärische Eskalationsschritte als auch zusätzliche Finanzpakete für die Ukraine und erklärte wiederholt: „Dieser Krieg hat keine militärische Lösung. Er kann nur durch Verhandlungen beendet werden.“
Orbán betonte zudem, dass die Sanktionspolitik der EU vor allem Europa selbst schade und forderte, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland wieder aufzunehmen, statt sie dauerhaft zu zerstören: „Die Sanktionen haben Europa mehr geschadet als Russland.“
Ähnlich positioniert sich der slowakische Ministerpräsident Robert Fico, der Waffenlieferungen ablehnt und erklärte: „Ich werde keine Waffen in die Ukraine schicken. Wir müssen sofort Friedensverhandlungen beginnen.“ Fico kritisierte ausdrücklich die Logik permanenter Eskalation und forderte, Russland wieder diplomatisch einzubinden, da ein dauerhaft feindseliges Verhältnis ökonomisch wie sicherheitspolitisch für Europa selbstzerstörerisch sei. Beide Politiker stehen damit für eine weniger bellizistische, stärker interessengeleitete Politik – im Gegensatz zu vielen westeuropäischen Regierungen, die militärische Unterstützung als moralische Pflicht formulieren und ökonomische Folgeschäden ausblenden. BlackRock und Rheinmetall freuen sich.
Realitätsnähere Haltung der Ost-EU-Länder
Hier zeigt sich: Während Westeuropa zunehmend moralisch argumentiert, handeln Teile Osteuropas strategisch – mit Blick auf Energiepreise, Industrie und soziale Stabilität.
Auch innerhalb Deutschlands lässt sich diese Linie erkennen. Die ostdeutschen Bundesländer zeigen deutlich größere Skepsis gegenüber militärischer Eskalation, migrationspolitischen Utopien und ökonomisch selbstschädlichen Energieexperimenten. Ihre Bevölkerung hat massive Transformationsbrüche erlebt – den Zusammenbruch eines Systems, Deindustrialisierung und soziale Verwerfungen. Dadurch misst sie Politik stärker an praktischen Ergebnissen als an moralischen Erzählungen. Diese realitätsnähere Haltung zeigte sich bereits in der Corona-Zeit: In Ostdeutschland wuchs früher und stärker das Misstrauen gegenüber pauschalen Lockdowns, autoritären Maßnahmen und medialer Gleichförmigkeit. Während im Westen lange der moralische Imperativ „Solidarität durch Gehorsam“ dominierte, stellten viele Ostdeutsche schneller die Frage nach Verhältnismäßigkeit, Datenlage und Folgeschäden.
Daraus ergibt sich bis heute ein kultureller Unterschied: Ostdeutschland ist stärker bodenständig, erfahrungsbasiert und misstrauisch gegenüber ideologischen Versprechen.
Westdeutschland hingegen folgt häufiger einem akademisch-moralischen Politikstil, in dem Haltung über Wirkungsanalyse gestellt wird. Man könnte zugespitzt sagen:
“Der Osten fragt: Was bringt es? – Der Westen fragt: Wie klingt es?”. Diese Diskrepanz erklärt, warum ostdeutsche Länder heute vielfach kritischer auf Aufrüstung, Energiepolitik und Migrationsdogmen achten – nicht aus Ideologie, sondern aus (durchaus auch leidgeprüfter) Erfahrung.
Wirtschaftliche Verschiebungen und ideologische Verhärtung
Ein Blick auf Produktionszahlen, Energiepreise und Schuldenquoten zeigt ein immer klareres Bild. Asien wächst, Europa stagniert; der Westen verschuldet sich, der Osten investiert. China ist in den vergangenen zwanzig Jahren von rund 1,2 Billionen US-Dollar Wirtschaftsleistung auf über 19 Billionen US-Dollar gewachsen, Indien verzeichnet seit Jahren Wachstumsraten zwischen fünf und acht Prozent. Demgegenüber liegen große Teile Europas und auch die USA häufig nur noch bei rund zwei Prozent realem Bruttoinlandsprodukt-Wachstum oder darunter. Deutschland bewegte sich zuletzt zeitweise nahe der Null-Linie. Die jahrzehntelange Verlagerung von Produktion und Wertschöpfung in billigere Weltregionen hat viele westliche Volkswirtschaften deindustrialisiert und ihre Lieferketten hochgradig verwundbar gemacht. Energieintensive Industrien wandern ab, während Energiepreise steigen und staatliche Schulden neue Rekordstände erreichen. In den USA übersteigt die Staatsverschuldung inzwischen 38 Billionen Dollar – was einer Verschuldung von 113.000 Dollar pro Person entspricht, in vielen EU-Ländern wächst sie ebenfalls schneller als die reale Wirtschaftsleistung.
Parallel dazu verlagern sich die globalen Handelsströme. Neue Finanzarchitekturen entstehen außerhalb westlicher Kontrolle, etwa durch wachsende Handelsabkommen in Asien, regionale Währungskooperationen und Rohstoffpartnerschaften zwischen China, Russland, Indien, Afrika und dem Nahen Osten. Öl, Gas, seltene Erden und Metalle werden zunehmend in Washington oder Brüssel politisch moderiert, und in Peking, Neu-Delhi oder Moskau vertraglich abgesichert. Der Westen verliert damit nicht nur wirtschaftlich an Gewicht, sondern auch kulturell: Seine moralischen Erzählungen überzeugen außerhalb der eigenen politischen Blase immer weniger. Während im Osten Fabriken, Bahnlinien, Kraftwerke und Häfen gebaut werden, beschäftigt sich der Westen in wachsendem Maße mit symbolischen Selbstvergewisserungen.
Ideologisch aufgeladener Diskurs
Im Westen dominiert vielfach ein ideologisch aufgeladener Diskurs, der politischen Symbolismus über pragmatische Problemlösung stellt – sei es in der Klimapolitik, in Migrationsdebatten oder in der Außenpolitik. Politische Entscheidungen orientieren sich zunehmend an normativen Leitbildern statt an materiellen Rahmenbedingungen. Kritiker – wie ich – sprechen von einem unübersehbaren wachsenden Realitätsverlust politischer Steuerung, wenn Zielvorgaben formuliert werden, ohne deren physische, ökonomische oder soziale Umsetzbarkeit ernsthaft zu prüfen. Traumtänzerei eben. In Europa werden Debatten über Begriffe wie „Dekolonisation des Curriculums“ – kritische Hinterfragung kolonialer Perspektiven und damit verbundene Pluralisierung der Lerninhalte – oder „toxische Männlichkeit“ – Kritik an schädlichen, übersteigerten Männlichkeitsnormen – geführt, die häufig größere mediale Aufmerksamkeit erhalten als Fragen der Energieversorgung, der industriellen Substanz oder der Infrastruktur. Gleichzeitig halten viele Regierungen an symbolischen Klimazielen fest, ohne tragfähige Strategien für deren Umsetzung unter Bedingungen steigender Energiepreise und internationaler Konkurrenz zu liefern.
So entsteht eine strukturelle Diskrepanz: Während der Osten wirtschaftliche Realität organisiert, verwaltet der Westen zunehmend moralische Narrative. Der Osten handelt interessengeleitet, der Westen argumentiert wertegeleitet – oft ohne materielle Grundlage. Politische Zielsetzungen werden nicht mehr primär an empirischen Wirkungen gemessen, sondern an ihrer ideologischen Stimmigkeit. Das ist das klassische Merkmal einer Gesinnungspolitik, die Realpolitik ersetzt – mit der Folge, dass wirtschaftliche Schwäche, soziale Spannungen und geopolitischer Bedeutungsverlust nicht korrigiert, sondern rhetorisch überdeckt werden. Wenn Politik sich primär als moralische Selbstbestätigung versteht, verliert sie ihre Fähigkeit zur Gestaltung. Die Folgen sind Vertrauensverlust, Polarisierung und politischer Zynismus. Im Osten geht die Sonne auf – nicht weil dort alles besser wäre, sondern weil dort Entscheidungen stärker an Macht, Produktion und Ressourcen orientiert sind. Im Westen geht sie unter – nicht wegen fehlender Werte, sondern wegen eines Übermaßes an Moral ohne ökonomische Basis. Die Zukunft gehört nicht automatisch dem Osten. Aber sie gehört sicher nicht einem Westen, der lieber recht haben will als handlungsfähig zu bleiben.
Der Autor hat vergangenes Jahr die beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
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8 Kommentare
Nur noch AFD !! Seit dem gewonnenen Urteil gegen den VS müsste das auch jedem Wessi klar sein!
s. Apollo-news Interview:
der VS hatte NiCHTS, ausser bedrucktem
Papier mit belanglos zusammen gewürfeltem Zeug !!
youtube:
sie hatten nichts in der Hand Ralf Höcker im Gespräch
Kluge Analyse. Zu kompliziert für die „Eliten“ des „Wertewestens“. Sie arbeiten weiter fleißig am rapiden Untergang unserer Gesellschaften. Vermutlich mit durchschlagendem Erfolg.
„Stellen Sie sich einmal Folgendes vor, werte Leserinnen und Leser, insbesondere die bevölkerungsstarken Länder Indien und China als Absatzmärkte, die Rohstoffe und die Sicherheitsarchitektur Russlands und die nach wie vor technische Brillanz europäischer Länder würden zusammenspielen und sich gleichzeitig unabhängig machen vom Druck- und Erpressungsmittel der Währung Dollar: die imperialistischen USA würden geopolitischen nicht mehr die erste Geige spielen. Europa würde sich emanzipieren.“
Ja, ich sehe das auch so. Wir würden Studiengänge in den Genderwissenschaften anbieten und den Chinesen ein paar hochqualifizierte Medienexperten zur Verfügung stellen. Dafür dürfen die Asiaten dann bei uns Brücken bauen und die Zugverbindungen, die ja schon Top sind, nochmal um das i-Tüpfelchen verbessern. Die Inder liefern uns Hightech-Software, dann sind wir unabhängig von Windows. Für die Schule gibt es bei uns den Abakus ohne Division, aber mit einheimischer Lehrkraft.
xDDDDDDDDDDDDDDDDD!!!
Die eingefleischten Kenner wissen,
Dass die Männer im Osten besser küssen.
Dass die Mädchen im Osten schöner sind,
Weiß heutzutage jedes Kind,
Dass die Mauern im Osten besser halten,
Dass die Meisten hier meistens etwas
Großer Wohlstand führt offensichtlich zur Dekadenz. Dekadente Gesellschaften implodieren irgendwann. Die Dekadenz des Westens zeigt sich an der Energiewende, die auf der Verteufelung von CO2 basiert, was Unsinn ist und auch auf abwegigen Moralvorstellungen – u.a. Diversität mit vielen Geschlechtern. Der point of no return ist überschritten – die USA scheinen noch die Kurve zu kriegen. In 3 bis 5 Jahren ist Deutschland weg vom Fenster. Ob es dann Remedur geben kann, ist zu bezweifeln. Der Osten wird nicht mehr einzuholen sein.
Zu diesem Niedergang hat auch das Bildungssystem erheblich beigetragen. Es kommen mindestens 50% Idioten aus den Schulen und sie werden immer auf staatliche Leistungen angewiesen sein. Mit Volldampf haben die etablierten SED Kartell Parteien dem Michel die „Selbstverantwortung“ aberzogen und das wurde dann massiv auf die Kinder ausgeweitet!
Hier gibt es nur noch eine Möglichkeit für uns, das Putin und Tramp den Zustand von 1990 wieder herstellen!
Ostdeutschland ist das Gebiet östlich der Oder/Neiße-Linie.
Es existiert kein völkerrechtlich wirksames Dokument zur Abtretung von rund 110 000 qkm von Deutschland.
Was der Autor meint, ist vermutlich Mitteldeutschland. Man sollte die Begriffe nicht vertauschen!
Gibt es die „technische Brillanz“ der europäischen Länder wirklich noch? Im Vergleich mit islamischen Ländern sicher, aber auch im Vergleich mit Osteuropa und Russland?- Dass viele „geisteswissenschaftliche“ Fakultäten heute nur noch ideologische Seifenblasen produzieren, ist bekannt. Der gemäßigtere, somit undramatischere Abstieg der MINT-Fakultäten, der, wenn einige meiner Eindrücke richtig sind, tatsächlich besteht, fällt in der alternativ-medialen Debatte weniger auf, obwohl er dann und wann erwähnt wird.
Ok, im Fall der technischen Wissenschaften/Ausbildungen kann ich die Qualität nicht beurteilen. An den biologischen Fakultäten lässt sie nach, wenn auch wahrscheinlich nicht überall. Vor kurzem habe ich einen 2021 verfassten „Taschenatlas Zoologie“ gelesen, der angeblich den Stoff enthält, der für den Bachelor-Abschluss in Zoologie gefordert wird. Wenn das stimmt, ist das Niveau sehr niedrig. Das meiste im „Taschenatlas“ wäre zu meiner Zeit eher Stoff für die gymnasiale Oberstufe gewesen, Leistungskurs Biologie, aber mehr nicht. Gefordert werden Grundkenntnisse der Molekulargenetik, mit denen man zwar gerade noch diversen, molekulargenetischen Argumentationen folgen kann, aber keineswegs die nötigen Kenntnisse besitzt, um selbst auf wissenschaftlichem Niveau molekulargenetisch zu arbeiten. Gefordert werden anatomische, physiologische, embryologische, neurologische und verhaltensbiologische Grundkenntnisse, dazu ein bisschen Evolutionsbiologie. Stellenweise kommen sogar Fehler vor, die sich im 19. und 20. Jahrhundert stark verbreitet hatten, aber spätestens um 1980 (!) überwunden waren, etwa die Darstellung nicht-abstammungs-einheitlicher Gruppen als Taxa, obwohl eine andere Doppelseite des „Taschenatlas“ erklärt, was Abstammungseinheiten sind, was nicht, und wie man sie (meistens) voneinander unterscheiden kann. Na gut, das bezieht sich auf eher nebensächliche Einzelheiten. insgesamt ist der „Taschenatlas Zoologie“ informativ für Schüler der Oberstufe, die die Absicht haben, Zoologie zu studieren. Von einem zusammenfassenden Taschenatlas für Studenten sollte man mehr verlangen, auch in Bachelor-Studiengängen.
Für Humanethologie, also menschliche Verhaltensbiologie, gibt es im deutschsprachigen Raum seit Jahren keine Professuren mehr. Das Thema kommt in Bruchstücken unter, wenn vom Verhalten anderer Säugetiere, besonders Primaten, die Rede ist.
Natürlich macht eine Schwalbe keinen Sommer, ein „Taschenatlas Zoologie“ muss nicht an dem ausgerichtet sein, was eine Fakultät mit gutem Ruf verlangt, und noch weniger lässt sich das niedrige Niveau des „Taschenatlas“ auf andere MINT-Fächer übertragen. Aber ich habe den unangenehmen Eindruck, dass das universitäre Niveau auch der naturwissenschaftlichen Fächer tatsächlich sinkt. Dem Vernehmen nach wird nicht mehr geduldet, dass eine MINT-Bachelor- oder Masterarbeit oder eine Dissertation der Lehre von der vor allem CO2-bedingten Klima“katastrophe“ widerspricht. Das kann ein Gerücht sein, aber auch dieses Gerücht passt leider gut in ein Bild, in dem die Anforderungen für akademische Abschlüsse auch im MINT-Bereich immer mehr an Studenten angepasst werden, die durchschnittlich immer weniger leistungsfähig sind. Ok, ich nehme nirgends im „Taschenatlas Zoologie“ eine akademische Verkommenheit wahr, die mit der Vermittlung der sprach- und geschichts-, bzw. dschender/postkolonial/intersektionell ausgerichteten „wissenschaftlichen“ Fächer etwa an der FU Berlin vergleichbar wäre, aber – vielleicht – Anforderungen, die unter dem liegen, was man von Studenten auch für den Bachelor verlangen sollte. Immerhin gilt der Bachelor als akademischer Grad, wenn auch als der unterste. Und wenn mein Eindruck stimmt und mehr als nur die schwächsten und verrufensten Fakultäten im deutschsprachigen Raum betrifft, ist die „technische Brillanz“ der Europäer in 10 Jahren ein auslaufender Rest und in 20 Jahren Vergangenheit.