„Immer dem Schwarm folgen, haben sie gesagt…“

Im Gleichschritt Marsch: Follow the Science! (Symbolbild:Pixabay)

Ah, so ist das also: Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender uns abweichende Meinungen vorenthalten, dann selbstverständlich nur zu unserem Schutz! Denn: Wenn ganz viele Wissenschaftler einer Meinung sind, etwa über die Notwendigkeit des Maskentragens, die Ursachen des Klimawandels oder die Nichtexistenz zweier biologischer Geschlechter, muss das notwendigerweise richtig sein. Schließlich sind das ganz furchtbar kluge Menschen, die keineswegs der Versuchung erliegen könnten, sich aus unnötiger Sorge um ihre Karriere oder den Erhalt von Forschungsgeldern einfach zur Sicherheit dem Schwarm anzuschließen. „Quarks”, das Wissenschaftsmagazin des Westdeutschen Rundfunks, klärt auf:

(Screenshot:Twitter)

Und weil „wissenschaftlicher Konsens“ (wie immer wiederum dieser definiert wird) hier mit Unfehlbarkeit gleichgesetzt wird, ist es also vollkommen unnötig, die Öffentlichkeit mit anderen Positionen zu irritieren. Denn diese ist bekanntlich anfällig für „Fake News” aller Art, weshalb alles von der alleinseligmachenden Auffassung gänzlich von ihr ferngehalten werden muss. Selbst wenn man erwähnt, dass es sich um Minderheitenmeinungen handelt, ist die Veröffentlichung noch zu riskant: Der Zuschauer könnte unrechtmäßig Gefallen daran finden. Vielleicht hat der Dissident recht?

Damit diese Methode nicht offensichtlich als das auffällt, was sie ist – nämlich verdammt dreist -, muss ihr natürlich ein wissenschaftlicher Anstrich verliehen werden. Noch dreister ist es allerdings, dass wir allesamt für ein bisschen doof erklärt werden. Auch wenn man uns erklärt, was die Meinung der Mehrheit ist und was die der Minderheit, so kapieren wir es einfach nicht. Seltsam: Wenn eine Theorie gerade trendet, wie etwa die „Genderwissenschaften”, dann nimmt man es mit den Mehrheitsverhältnissen auf einmal nicht mehr so genau – denn da kommt zu Wort, wer am lautesten schreit. Da haben wir sie dann tatsächlich, die angeprangerte „false balance“ – angewandt von eben denen, die uns unter Berufung auf jene gerade Informationen vorenthalten haben. Man könnte nun eine ganze Reihe von Einzel- oder Minderheitenmeinungen der Geschichte anführen, die sich letztlich allesamt als richtig erwiesen haben; man denke nur an die Beispiele Galileo Galilei (heliozentrisches Weltbild) oder Ignaz Semmelweis (Hygienemaßnahmen als Infektionsschutz), die ebenfalls vom „wissenschaftlichen Konsens“ niedergebrüllt wurden. Dann würden unsere Freunde von „Quarks“ uns wahrscheinlich darauf hinweisen, dass dies ja ganz andere Zeiten waren, als die Menschen noch einer restriktiven Religion anhingen, an Hexen glaubten und generell im Aberglauben verfangen waren. Heute hingegen sind wir ja aufgeklärt, und so etwas kann nicht mehr passieren…

Wirklich nicht? Anstatt das zu glauben, was ein Pfarrer von der Kanzel erzählt, entnehmen die Bürger – vor allem in Deutschland – heute die unverbrüchliche „Wahrheit“ den Medien. Es braucht nur eine „Autorität“, welche die Botschaft mit der notwendigen Ernsthaftigkeit verkündet. Leider funktioniert das bei alternativen Medien teilweise genauso gut – wahrscheinlich, weil diejenigen, welche bemerken, dass hier im Großen etwas nicht stimmt, froh sind, überhaupt einmal eine andere Meinung zu hören. Nicht jeder von uns hat Zeit und Gelegenheit, jeden Sachverhalt umfänglich selbst zu recherchieren. Um sich einen echten Überblick der Corona-Lage zu verschaffen, vor allem, was die Impfnebenwirkungen, aber auch die Bettenbelegung in den Krankenhäusern anging, musste man sich durch eine Menge Zahlen wühlen. Aber auch diese Zahlen mussten erst einmal gefunden werden – von vielen Datenbanken hatte ich persönlich noch nie im Leben etwas gehört. Die US-amerikanischen CDC („Centers for Disease Control and Prevention”) sagten mir immerhin aus allerlei Katastrophenfilmen etwas – und auch wenn diese ebenfalls fleißig für die Impfung warben, konnten Laien wenigstens relativ leicht auf die gesammelten Daten zu Impfnebenwirkungen zugreifen. Wenn „Quarks” doch so viel an der Wahrheit liegt, warum haben deren Rechercheure uns dann nicht diese Sucharbeit abgenommen?

Wenn man selbst Teil des Schwarms ist, merkt man eben irgendwann nicht mehr, wenn dieser beständig in die falsche Richtung schwimmt – oder man hat sich einfach bequem darin eingerichtet. Im besten Fall nennt man das Betriebsblindheit: Jemand ist so festgefahren in seinen Arbeitsroutinen, dass ihm jeder Verbesserungsvorschlag von außen überflüssig oder gar unverschämt erscheint. In unseren Medien ist man aber schon über dieses Stadium hinaus, es handelt sich um reinen Opportunismus. Der Medienschwarm kann – wenn sich die Strömung ändert – durchaus die Richtung ändern und vorgeben, nie anders geschwommen zu sein. Plötzlich sind Impfnebenwirkungen ein relativ offen besprochenes Thema. Dahinter steckt aber keine Erkenntnis, selbst bislang Fake-News verbreitet zu haben, sondern lediglich der Instinkt dafür, was die eigenen Konsumenten gerade lesen möchten, nachdem es sich schon in den sozialen Medien weit verbreitet hat. Wenn man etwas nicht mehr unter dem Deckel halten kann, muss man eben mitspielen – auch wenn man vor ein paar Tagen noch von „Verschwörungstheorien“ gesprochen hat.

Jetzt, im Ukraine-Krieg, ist die Manipulation fast noch schlimmer geworden; bei etlichen Meldungen passt so einiges einfach nicht recht zusammen. Und als Zuschauer haben wir keine Möglichkeit, es selbst zu prüfen: War das von russischen Raketen getroffene Einkaufszentrum tatsächlich zu diesem Zeitpunkt von „hunderten Menschen“ besucht? Aber warum sieht dann der Parkplatz so leer aus? Andere Stimmen sagen, es sei schon seit Monaten geschlossen gewesen – wie kann man uns dann Interviews mit Personen präsentieren, die gerade dort gearbeitet haben sollen? Auch wenn dies Putins Angriff nicht legitimiert – wir wissen nicht, inwieweit die russische Armee überprüft hat, ob sich noch jemand dort aufhielt oder es ihr schlicht egal war -, so richtet sich die Propaganda auch an uns als Zuschauer: „Seht her, wir müssen jetzt erst recht solidarisch sein und Inflation und steigende Energiepreise in Kauf nehmen – es ist für die gute Sache!“ Da darf man die Wahrheit schon einmal ein bisschen verbiegen – das ist über unsere Köpfe hinweg entschieden worden.

Man hält uns offenbar für komplett verblödet, für kleine Kinder, die man beim Informationserwerb bei der Hand nehmen muss. Doch leider hat die Corona-Hysterie gezeigt, dass die Medienmacher nicht ganz unrecht mit ihrer Einschätzung haben: Viel zu viele Bürger haben sich in Angst und Schrecken versetzen lassen – obwohl ihre Alltagsbeobachtungen der Angstmache hätten entgegenwirken müssen. Oder sie kippen ins genaue Gegenteil und glauben dubiosen Quellen alles. Dabei ist die Realität, so man sie noch einigermaßen ausmachen kann, schon verwirrend genug. Man muss mittlerweile ein kleiner Detektiv sein, um ihr auf die Spur zu kommen.

15 Kommentare

  1. Tja Leute, was sollen wir machen?
    Der Artikel ist in keinem Punkt übertrieben oder aufgrund von Ansichten überzogen, genau so wie es in diesen Artikel dargestellt wird ist es auch!
    Ich dachte schon Ende der 90′ das es nicht mehr schlimmer geht und es wurde schlimmer, ich dachte 2008 weiter können „die“ nicht mehr gehen, so dumm sind die Menschen auch wieder nicht.
    Was dann alles in den letzten zwei Jahren geschehen ist war bereits weit über meinem Vorstellungsvermögen, was werde ich in zwei Jahren sagen?
    Eines ist allerdings klar ein „wir“ mit diesem Teil der Gesellschaft ist endgültig vorbei, diesen Verrat vergesse ich nicht.
    Der Staat hat sich eindeutig als feindliche Bedrohung offenbart, diesen Verrat verzeihe ich nicht.

  2. Der Idiot folgt dem Idiot!
    Das war schon immer so, weltweit!
    Die Mehrheit will leiden, frieren und hungern, weil es medial als trendy gehandelt wird.
    Und wer will schon untrendy sein?

      • „Die Mehrheit will leiden, frieren und hungern, weil es medial als trendy gehandelt wird.“

        Meine Erfahrung mit den wenigen verbliebenen Menschen, die mit mir noch sprechen (müssen) ist, dass die sich „nicht vorstellen können“ dass es tatsächlich so weit kommt, dass sie das müssen werden, auch wenn es ihre Vorstellungskraft überfordert, die doch ihr Mass aller Dinge ist. Nach meinem entsprechendem Hinweis darauf wird dann meist hurtig das Thema gewechselt und ich gehe anschliessend mit einem beklemmenden Gefühl zwischen Ohnmacht und Verzweiflung wieder allein nach Hause.

        Das aber wenigstens mit der Gewissheit, dass diese eigentlich lieben Menschen das sicher nicht wollen, sie wollen und können es sich einfach nur nicht vorstellen, dass sie es tatsächlich auch müssen werden.

        Bin schon neugierig auf die weiteren Gespräche nachdem sie das, das sie sich jetzt nicht vorstellen konnten als Realität zur Kenntnis und am eigenen Leib erfahren werden (müssen). Könnte ja auch zu einem neuen und gegenseitigen Verständnis führen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, ich weiss…:-).

        LG -Gnorpf.

      • Ihr Gehirn sieht das anders. Anpassung an eine Mehrheit, haben Forscher ermittelt, kostet das Gehirn weniger Energie als eigenständiges Denken
        (siehe hierzu https://www.wissenschaft.de/gesellschaft-psychologie/herdentrieb-spart-energie/),
        und da unser Organismus prinzipiell auf Ressourcenschonung programmiert ist, liegt der Quer-Denker prinzipiell im Clinch mit der eigenen Biologie. Ohne ein Minimum ans „Wir“ ist das wahrscheinlich überhaupt nicht durchzuhalten. Insofern sind wir, wenn wir uns hier gemeinsam echauffieren, gerade „voll krass Herde“, liebe Mitschafe!

  3. Wissenschaft bedeutet: „niemals aufhören zu zweifeln und zu hinterfragen“.

    „Wissenschaftlicher Konsens“ bedeutet: „wage niemals zu zweifeln und zu hinterfragen“ (sonst du aus dieser „wissenschaftlichen Gemeinschaft“ exorziert wirst…).

    „Wissenschaftlicher Konsens“ ist also unwissenschaftlicher Nonsens. Er ist eine Religion, sogar eine weitgehend „gottlose“ :-).

    LG – Gnorpf.

  4. Die Verantwortlichen sind Intendanten + Programmdirektoren.
    Es ist höchste Zeit für eine Säuberung bei den von uns zwangsfinanzierten
    Werbesendern für eine rotgrüne Politik und vorsätzliches weglassen von
    wichtigen Infos.

  5. Man muß, wie immer in dieser Zeit, alles aus Politik und Medien im Gegenteil betrachten.
    D.h.:
    Medien: Wissenschaftlicher Konsens! Real: Wissenschaftlicher Nonsens!

  6. Die Systemmedien mit ihren „Nachrichten“, grünlinken Agitprop-Magazinen, dümmlichen Einheitslabershows und „Wissenschafts“-Shows a la Quarks, Lesch, TerraX usw. müssen dem dummen Kartoffelpöbel alles politisch korrekt „einordnen“,und „Störendes“ oder „Verunsicherndes“ schon mal weglassen bzw. unterschlagen, damit er weiss was er zu denken hat wenn er zu den Mehrheits-„Anständigen“ gehören will und was böse pfui und falsche Meinung ist.

  7. Das hätten die wohl gerne.

    Am Anfang jeder Fremdbestimmung steht das vollständige Aussetzen der eigenen Urteilskraft, so dass Auffassungen von Autoritäten sogar dann noch angenommen werden, wenn sie mit der Wirklichkeit gar nicht mehr übereinstimmen.

    Von da ist es dann nicht mehr weit bis zu einem bedingungslosen Führer-Gefolgschafts-Verhältnis, bei dem sich der WDR schon mal auf der richtigen Seite positioniert hat.

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