Impfpflicht wirkt: Kündigungswelle im Pflegepersonal rollt an

Bald heißt es für viele Pflegebedürftige und Senioren Abschied nehmen von ihren oft liebgewonnenen Pflegern (Foto:Imago

Derzeit sind die Jobbörsen und -inserate voll mit Bewerbungen und Stellengesuchen von Pflegepersonal und sonstigen Vertretern des Gesundheitswesens, die sich beruflich neu orientieren wollen. Vor allem unter den Altenpflegern ist die Zahl derer, die mit ihrem durchaus liebgewonnenen und teilweise seit Jahrzehnten ausgeübten Beruf innerlich abgeschlossen zu haben scheinen, riesig. Laut einer repräsentativen Umfrage erwägt bereits mehr als jeder Dritte – 40 Prozent – den Ausstieg, berichtet die „Welt”. Besonders alarmierend: Nicht einmal durch mehr Gehalt würden sie sich umstimmen lassen.

In der öffentlichen Debatte wird so getan, als seien eine miese Stimmung und mangelnde Wertschätzung für die Berufsgruppe verantwortlich dafür, dass so viele plötzlich mit Kündigung und beruflicher Veränderung liebäugeln. Die unter dem Titel „Altenpflege im Fokus” vom Berufsverband der Altenpfleger und dem Vincentz Network befragten rund 700 Pflegekräfte gaben mehrheitlich an, nicht zu glauben, dass „die Verantwortlichen aus der Politik ihre Lage verstanden” hätten.

Soweit also die Wiedergabe der Umfrageresultate – die auch vom eigenen Berufsverband erfolgt, ohne näher auf die Hintergründe bzw. auf die Frage einzugehen, was wohl mit dieser „Lage“ gemeint ist. Denn dass natürlich – praktisch sogar ausschließlich – die ab kommendem Monat verpflichtend vorgeschriebene berufsgruppenbezogene Impfpflicht der Hauptgrund für die sich abzeichnende Kündigungswelle ist, wird kleingeredet oder verschwiegen.

Akademisches Ausblenden der wahren Ursache

Selbst Fachakademiker schwurbeln um den heißen Brei herum – so philosophiert in der „Welt“ der Pflegewissenschaftler und Professor für gerontologische Pflege der Hochschule Vallendar, Hermann Brandenburg, die Menschen stiegen aus der Pflege aus, „weil sie ein Dilemma erleben zwischen dem, was sie als gute Pflege verstehen und dem, wie fremdreguliert sie im Alltag arbeiten müssen”; aus diesem Grund werden auch höhere Gehälter „für die Attraktivität des Berufes” nicht ausreichen. Schuld seien außerdem die Privatisierung der Heime in den 1990er Jahren und der Versuch, „das Fachkräfteproblem durch die Anwerbung immer weiterer Pflegekräfte aus dem Ausland” lösen zu wollen.

Da staunt der Fachmann, und der Laie wundert sich: Wo bleibt bei all diesen Ergründungen die Impfpflicht? Wieso sollten die angeführten Gründe plötzlich Anfang 2022 – just in dem Monat, da der Staat zum ersten Mal die Preisgabe des Rechts auf körperliche Selbstbestimmung mit der Drohung faktischer Berufsverbote erzwingt – zu einem beispiellosen Exodus von Pflegekräften führen? Für so dumm, sollte man meinen, können doch selbst Berufsverbände und Fachpolitiker, aber auch regierungskonforme Medien, die Öffentlichkeit nicht verkaufen. Doch im impfbesessenen Affentheater Corona-Deutschland ist offenkundig alles möglich. Einmal mehr wird der weiße Elefant im Raum ignoriert, bleibt der eigentliche Anlass für den Pfleger-Exodus unerwähnt. Bloß nicht das Impfnarrativ diskreditieren!

Was sich hier tatsächlich gerade anbahnt, ist in Tat und Wahrheit der mit Ansage und Vorsatz heraufbeschworene schlimmste Pflegenotstand seit Bestehen der Republik. Die berufsgruppenbezogene Impfpflicht wird mancherorts einen Zusammenbruch der pflegerischen Infrastruktur bewirken und eine prekäre Unterversorgung in der Breite zur Folge haben, der zahllose Menschen zum Opfer fallen werden. Die Politik, die die Grundsätze der Folgenabschätzung und vielbeschworenen „Nachhaltigkeit“ sträflich missachtet, richtet einmal mehr ein Vielfaches des Schadens an, den sie zu verhindern vorgibt. DAS ist das eigentliche Dilemma, und davon – nicht von allgemeinen strukturellen Problemen der Pflegeberufe – kündet die derzeitige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

28 Kommentare

  1. Hier passt doch der Spruch, den ich gut aus DDR-Zeiten kenne, wie die Faust aufs Auge:

    „Was nicht sein darf, das ist nicht.“

  2. Harter Job, knappe Bezahlung. Dass dann noch jemand fordert, sich krank- oder gar totspritzen zu lassen, bringt das Fass zum Ueberlaufen.

    Bald schon wird der Arbeitsmarkt viele interessante Optionen offenhalten. „Demografische Aenderungen“ durch die Genspritze sind abzusehen. Sie wissen schon 😉

  3. Und das ist erst der Anfang.
    Bin gespannt wann die Leute mehrheitlich meken, daß sie verarscht wurden und werden und wann sie merken, daß ihnen einer die Covit-Rettungsspritze verspricht und anbietet, der den Plan hat die Weltbevölkerung von 7,8 Miliarden auf 500 Mio. zu reduzieren.

    • Dann lassen die sich immer noch die nächste Spritze setzen und denken „es wird mich schon nicht treffen, wird schon gutgehen“.

  4. @ mit Ansage und Vorsatz heraufbeschworene schlimmste Pflegenotstand
    das ist zutreffend – aus der Oberschicht beabsichtigt – das ist nicht mit ein paar lauwarmen Worten oder der Aufforderung zum Klatschen zu korrigieren.
    Das muß die Verantwortlichen in Politik und Firmen – bis hin zu den Chefs der Krankenhäusern und anderen Einrichtungen den Job kosten!
    Nur so ist daran zu denken, eine Fortführung oder Wiederholung zu verhindern !
    In diesem Fall kann man nur auf die Solidarität der Betroffenen hoffen – und darauf, daß sie nur einsteigen, wenn die Privatisierung rückgängig gemacht wird und kompetente Politiker die Verantwortung übernehmen.
    Für diese sollte dann eine spezielle Wahl kommen – nur vom Pflegepersonal gewählt !
    Ok – Kompetenz würde ich auch für die anderen notwendigen politischen Posten fordern – aber dann sind die Parlamente erst einmal sehr leer !

    • Bei allem Respekt – Sie irren gewaltig.
      Ihre These: „…die Verantwortlichen in Politik und Firmen – bis hin zu den Chefs der Krankenhäusern und anderen Einrichtungen den Job kosten!…“ ist reines Wunschdenken.
      Ob die Mitläufer vom Adolf oder Stalin oder Mao – die fallen immer auf die Pfoten – wie die Katzen.
      Wieso? Weil die mit Seilschaften sich unterstützen – was den „anständigen“ verpönt ist.So z.B. R.Freisler soll den Krieg nicht überlebt haben – viele seine Kollegen schon.Viele davon haben „warme Plätzchen“ bis in die 70-80 Jahre bekleidet. In der DDR, Polen oder Sowjetunion war das ähnlich. Auch in Gemoney wird es nicht anders sein. Sollte sich die Situation ändern – werden viele später behaupten auf der „guten“ Seite gewesen zu sein. An die Toten oder kaputte Existenzen wird sich niemand mehr erinnern wollen.
      Germoney hat fertig…

    • Viele der Ärzte sind auch ungeimpft und bereit den Beruf aufzugeben. Es wird nicht nur ein massiver Pflegenotstand werden, sondern der Ärztemangel auch noch weiter massiv verstärkt. Das Gesundheitswesen und die Pflege bekommen den Todesstoss.

  5. Dann müssen halt THW, Volkspolizei und die Bundeswehr eben ran. Vor allem die Polizisten können dann ihr Ansehen dann wesentlich aufpolieren.

  6. @Die Politik, die die Grundsätze der Folgenabschätzung und vielbeschworenen „Nachhaltigkeit“ sträflich missachtet,
    das ist vielleicht falsch – die verstehen es nur anders !
    Es werden ja viele sterben, die nur noch dank dieser Pflege leben – damit werden die Krankenkassen entlastet, es gibt höhere Gewinne für die Investoren, und es können höhere Spenden an die Politiker weitergegeben werden.
    Insofern ist das durchaus Nachhaltig und die Folgen sind ja abschätzbar !
    Und erfahrungsgemäß werden die Wähler in 4 Jahren sich nichts mehr dabei denken!
    Für das ganze gibt es einen Fachbegriff : Förderung des sozialverträglichen Frühablebens

  7. Drecksbande !
    Mit einem genüsslichen schmunzeln würde ich eine Nachricht aufnehmen,
    wo es einem oder gar mehreren der Drecksbande im wahrsten Sinne a.d. Kragen
    gegangen ist.

    • Ja die Strahlenbelastung durch Mikrowellen ala WLAN, DECT, 2G,3G,4G 5G, TETRA, RADAR, Bluetooth etc. und die 1000enden Satelliten die jeden Monat mehr werden 4800 momentan oben (ca. 350 000 wurden schon beantragt für das Elektromagnetische chinesische Welt-Gefängnis das grad aufgebaut wird oben und unten!!! siehe cellphonetaskforce.org/newsletters) und dazu die ganzen Funktechniken/Lasertechniken unter Wasser also im Meer welche die Wale und Robben töten soowie die Fauna und Flora..

      Mikrowellenstrahlung + Chemie so hat Monsanto schon Gemüse verändert.
      Bester Schutz gegen mutation wenn man geimpft ist oder auch nicht, ist Abschirmen ( und diese tötuingsgeräte vom Militär entwikelt NICHT BENUTZEN..(Smartgeräte, Handys).denn die Strahlung koriliert mit der Nano CRISPR Gentechnik, abgeschirmt verbreitet sich der Müll nicht so schnell im Körper) Haus/Wohnung, Kleidung mit Silber, Alu, Kupfer etc.siehe Yshild com keine spirituellen Fakegeräte die grad angeboten werden, die helfen nicht, nur der Geldbörse der Verkäufer.
      Habe einige getestet, und ich spüre diese Strahlung seit längerem.

  8. – Pflegewissenschaftler und Professor für gerontologische Pflege der Hochschule Vallendar –

    Das sind alles Theoretiker, die den Praktikern sagen wie es geht.

    Diese Typen haben noch nie verschissene Windeln gewechselt oder je einen Demenzkranken versorgt oder überhaupt gesehen.

    Genau diese sog. Wissenschaftler, die sich auch sehr gerne als Berater von Doofministern ausgeben, fahren das Land an die Wand. Diese Vollpfosten fordern die Impfpflicht, den Abbau von Krankenhausbetten und vor allen Dingen die Privatisierung des Gesundheitswesen.

    Hinterfragt wird das kaum, denn es sind ja Professoren, also Wissenschaftler, die sollten es ja wissen. Wie gesagt theoretisch vielleicht, aber theoretisch kann ich auch einen Jumbojet fliegen. Nur leider lässt mich keiner einen Jumbojet fliegen, mir fehlt nämlich die Praxis.

    Aber ich denke, auch das wird sich in Deutschland bald ändern!

  9. Leider fehlt hier der Beleg für die aufgestellten Behauptungen.
    Wie viele Pflegekräfte sind schon geimpft bzw. wollen sich nachweislich nicht impfen lassen? Gibt es dazu valide Zahlen?

    • Rede mit den Leuten und schaue in die Stellenanzeigen. Da wirst Du fündig. Und es werden auch viele sein, die geimpft sind und sich nicht weiter boostern lassen wollen. Vertraue auf deine Wahrnehmung und Beobachtungsgabe, wenn Du diese nutzt.

  10. Altenpflege im Pflegeheim ist einer der härtesten Berufe die nur extrem widerstandsfähige Menschen auf Dauer durchhalten.Neben der eigentlichen Arbeit ,die schon unangenehm und körperlich schwer ist kommt noch dazu ,daß der Tod in den Pflegeheimen Dauergast ist.Die mittlere Lebensdauer von Pflegeheimbewohnern beträgt nach Angaben des RKI 8 Monate .Jeden Tag sterben im Pflegeheimen 1300 Menschen.Die Pflegerinnen müssen den täglichen Todeskampf der Bewohner miterleben.Jeden Tag aufs Neue.Dazu kommt die Sinnlosigkeit und Erfolglosigkeit jeder Bemühung.Am Ende ist der Patient tot.Immer !Dafür soll man sich auch noch einer unsicheren Gentherapie aussetzen ?Die impfunwilligen Pflegekräfte werden nicht selbst kündigen sondern sich kündigen lassen und Kündigungsschutzklage erheben.alles andere wäre unsinnig.Interessant wird werden wie die AG vorgehen werden.

  11. Hier hat noch niemand die Wucht und die Hintergründes dieser staatlichen Maßnahmen begriffen. Was die Pflegekräfte und Gepflegten machen, interessiert die Politik nicht. Die Bertelsmann-Studie von 07/2019 hatte empfohlen, mit Stand von 2019 die Zahl der Krankenhäuser zu halbieren. Genau das passiert gerade! Das Pflegepersonal hat die Aufforderung zum Gehen erhalten. Die zu Pflegenden müssen zusehen, wie sie überleben. Die Politik gibt die Gesundheitskapazitäten vor, die Bevölkerung wird sich an den IST-Stand langsam anpassen.

    Niemanden interessiert, ob bei einem Arzt 100 oder 200 Mann im Wartezimmer hocken. Sicher wären 2-3 Ärzte mehr gut, aber die werden eingespart. Diese Ärzte kosten nämlich Geld und die Wartezeit der Kranken in den Wartezimmern ist kostenlos. Außerdem werden es weniger Kranke, weil 3-4 im Wartezimmer sitzen, der Rest muss wegen Corona draußen im Freien warten. Leute, so hat man schon die Häftlinge im KZ dezimiert.

    • @Die zu Pflegenden müssen zusehen, wie sie überleben.

      die angekündigte angebotsorientierte Politik !

      Und die gibt es dann nicht nur im Gesundheitssystem, sondern überall !
      Sie werden zukünftig dann kochen, wenn ihnen der Anbieter Strom anbietet und sie ihn bezahlen können!

      Und im Krankenhaus nur dann ein Bett bekommen, wenn ihnen der Betreiber eines anbietet – und sie es bezahlen können! Ihr krankenbedarf zählt dann nicht mehr!

  12. Zwei Aspekte:
    1. Das verringerte Personal wird so zwangsläufig als Begründung für die „Überlastung“ des Gesundheitswesens instrumentaisiert und weitere Einschränkungen rechtfertigen. Diese Kräfte fehlen dann leider nicht nur im engeren Corona-Bereich und solange es diese angebliche Pandemie gibt, sondern generell und auf Dauer und dann auch für alle anderen Gesundheitsmaßnahmen (Operationen etc.).

    2. Wer aus diesem Berufsfeld aussteigt, muss wohl grundsätzlich den Beruf wechseln, da in Deutschland das Gesundheitswesen in nahezu monopolisischer Art in kirchlicher Hand ist. Kündigung in einem Bereich dem einen dürften kaum zu Anstellungen in einem anderen Bereich oder bei der anderen Großkirche führen. Wohin dann die Berufswanderungen erfolgen, wird zu verfolgen sein, da eine geprüfte Pflegekraft dann zwangsläufig in einem anderen Beruf als Ungelehrte anfangen muss. Aber anscheinend schreckt selbst das nicht mehr!

  13. jaja, der Pflegenotstand…

    Es muss differenziert werden,
    ambulante Pflege zuhause, ambulante Tagespflege, Pflege staionär in Pflegeheimen und Pflegekräfte in Krankenhausern.

    BRD hat pro 100T EW mit die höchste Pflegedichte weltweit. Das nur am Rande, wie machen das andere Länder?

    Könnte eben daran liegen, dass hierzulande die Pflege falsch aufgestellt ist. Zu kleine Einheiten, zu kostenintensiv, zu viele die das System ausnutzen, zu viele Pflegeressourcen für unnötige Operationen, zu hohe Personalschlüssel.

    Und ebenfalls hilfreich wäre das Zusammenlegen -zumindest im Krankenhaus- von PV und KV, damit die unsägliche Abrechnungstrennung entfällt.

    Dass wegen der „Impfung“ jetzt viele junge Frauen -gerne aus Polen und Südosteuropa- da weg wollen, kommt jetzt oben drauf.

  14. Ein Altenheim kenne ich selbst… da kaum Arbeitskräfte zu finden sind … von 100 Betten nur noch 70 belegt. ,,Altenheim“ …durch Corona zum ,,Altenknast“ geworden (keine Besuche, kein Ausgang) … wie früher auf dem Schulhof,oder heute noch im Knastfof im Kreis laufen…

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