
Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass politische Fördergelder dazu da seien, irgendwelche langweiligen NGO-Projekte zu finanzieren – etwa „Omas gegen Rechts“ oder das Sportfest für den sozialen Zusammenhalt. Wie Doris Schröder-Köpf (SPD) und die umtriebige Hülya Iri nun eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, ist diese Sichtweise hoffnungslos veraltet: Die moderne SPD-Politik setzt auf ein weitaus effizienteres Modell – die Privatisierung von Staatsknete. Stellen wir uns das Konzept kurz vor. Da gibt es ein Projekt namens „Sport Kronsberg – Kampf gegen Antisemitismus“. Ein löbliches Ziel; keine Frage. Das Sozialministerium Niedersachsen überweist dafür 412.000 Euro. Anhänger der altmodischen Denke würden nun erwarten, dass man von der Steuerknete Sportgeräte kauft, Hallen mietet oder Antisemiten zum Yoga einlädt. Doch Hülya Iri hat das Potenzial der „kreativen Mittelverwendung“ erkannt. Warum sich mit komplizierter Logistik und realen Ergebnissen herumschlagen, wenn man das Geld direkt in den sichersten Hafen der Welt bewegen kann – auf das eigene Privatkonto?
Mit einer bewundernswerten Disziplin wurden daher über 530.000 Euro vom gemeinnützigen Verein auf das Privatkonto von Frau Iri transferiert – unterstützt durch wohlwollende Empfehlungsschreiben aus höchsten politischen Kreisen. Ex-Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf darf sich hier als echte Mentorin fühlen: Sie hat nicht nur die Karriere von Frau Iri gefördert, sondern aktiv dazu beigetragen, dass das Geld dort landet, wo es laut ökonomischer Theorie am besten aufgehoben ist – in der individuellen Konsumkraft. Dass auch die Tochter mit einem fairen Taschengeld von 155.000 Euro bedacht wurde, zeugt zudem von einer vorbildlichen Förderung des familiären Zusammenhalts. In Zeiten des Fachkräftemangels muss man den Nachwuchs eben frühzeitig an den öffentlichen Haushalt heranführen!
Stadt Hannover als unfreiwilliger Sponsor
Auch die Stadt Hannover zeigte sich als großzügiger Mäzen: Stolze 100.000 Euro für „Verdienstausfall“, das ist Politik auf höchstem Niveau. Man muss erst einmal den Mut aufbringen, sich für das eigene Nichtstun – oder besser: für die Zeit, in der man die Überweisungen auf das Privatkonto tätigt – auch noch vom Steuerzahler entschädigen zu lassen. Das ist nicht schnöder Betrug, das ist eine philosophische Höchstleistung! Und während der Insolvenzverwalter nun ratlos vor leeren Konten steht und sich fragt, ob das Geld vielleicht in Immobilien investiert wurde, sollten wir die Debatte gefälligst “versachlichen”. So heißt es etwa, ob das Projekt tatsächlich stattgefunden habe, sei “unklar”. Aber ist der Kampf gegen Antisemitismus nicht ein Geisteszustand? Und ist es nicht eine Form von sozialer Gerechtigkeit, wenn das Geld der Allgemeinheit endlich bei den „bedürftigen“ Spitzenpolitikern ankommt?
So sind wir gespannt, wann das nächste Förderprogramm für finanzielle Selbstoptimierung im Ehrenamt aufgelegt wird. Mit einer Empfehlung von Frau Schröder-Köpf dürfte das Budget dafür sicher schon bewilligt sein – sofern das Konto des Ministeriums noch nicht ganz leer ist….
Vermüllter Hinterhof
Es ist doch immer wieder ein Labsal für die Seele, wenn man aus dem Berliner Regierungsviertel die mahnenden Rufe der Sozialdemokraten vernimmt, die mit zittriger Hand und moralisch erhobenem Zeigefinger auf die angeblichen Abgründe der AfD deuten! Wenn die SPD dann voller Inbrunst die „Vetternwirtschaft“ der Rechten anprangert, wirkt das fast schon herzerwärmend – wie ein passionierter Brandstifter, der bei einer Brandschutzunterweisung über die Gefahren von Streichhölzern referiert. Man möchte zum nächsten Wiegenfest des Herrn dieser von allen guten Geistern verlassenen Partei fast ein kleines „Self-Awareness-Set“ unter den Weihnachtsbaum legen. Denn wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, sollte man tunlichst darauf achten, dass die eigene strahlend weiße Weste vielleicht selbst den einen oder anderen Schatten wirft – oder zumindest den Geruch des eigenen, sorgsam unter den Teppich gekehrten Kehrichts verströmt.
Fürwahr, das ist ein hübsches Spiel: Man blickt nach rechts, empört sich über die moralische Verwahrlosung der anderen und übersieht dabei geflissentlich, dass der eigene Hinterhof bereits völlig vermüllt ist, vollgestopft mit Pfründen, Pöstchen und Versorgungstiteln der obligatorischen „langjährigen Weggefährten“ – und zwar so sehr, dass man kaum noch die Tür aufbekommt. Aber keine Sorge: Solange die Rhetorik stimmt und der Zeigefinger starr weg von einem selbst auf die anderen zeigt, merkt sicher niemand, dass der Dreck vor der eigenen Tür mittlerweile schon eine eigene Parteikarriere anstrebt.
Weiter so, Genossen! Wer braucht schon Transparenz, wenn man sich so wunderbar als moralisch überlegen inszenieren kann?
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8 Kommentare
Läuft unter dem Sammelbegriff „UnsereDemokratie“.
„… oder Antisemiten zum Yoga einlädt.*
Das wäre mal was spannendes!
Kommen da auch Frauen? Und was für Klamotten haben die an?
(Kopfkino!)
😜
Welche Konsequenzen hat nun Madame Iri zu befürchten? Keine?
Applaus! Der perfekte Coup! 👏👏👏
Die Deutschen Trottel brauchen solche Sachen. Dann regen sie sich mächtig auf und kommen sich bedeutend vor.
Anschließend machen sie weiter „wie immer“.
😜
Hoffentlich war die Zecke nicht clever genug die Kohle mit dem Hawala-System nach Türkenhausen zu überweisen. Sonst ist es weg – wie ein Furz im Wind.
Förder-Wildwuchs
Auch EU finanziert dubiose NGOs mit Steuergeld-Milliarden
Die Europäische Union hat in den Jahren 2019 bis 2023 rund 17,4 Milliarden Euro an Nichtregierungsorganisationen (NGOs/NRO) gezahlt. Die Förderungen decken ein breites Spektrum ab. Dabei sind mitunter dubiose und parteinahe Organisationen.
https://unzensuriert.at/312961-auch-eu-finanziert-dubiose-ngos-mit-steuergeld-milliarden/
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SPD= 💩 Partei Deutschland