Inside CDU: Der ZDF-Film zur eigenen Begräbnisfeier

Inside CDU: Der ZDF-Film zur eigenen Begräbnisfeier

RIP Volkspartei Union… (Bild:KI)

Ein ZDF-Team durfte die CDU ein Jahr lang auf Schritt und Tritt begleiten. Die Partei ließ die Kameras freiwillig so nah heran, wie man das eben nur tut, wenn man glaubt, am Ende glänzend auszusehen. Doch Hochmut kommt vor dem Fall. Was am Ende herauskam, war Realsatire zum Fremdschämen. Man möchte der CDU zurufen: Danke für die Drehgenehmigung!

Im Februar 2026 war die CDU-Welt noch in Ordnung. Friedrich Merz holte auf dem Parteitag 91 Prozent. Carsten Linnemann schwärmte von vollen Hallen und einer Stimmung, die „richtig, richtig gut“ sei. Im Frühjahr sollten es sogar zehn CDU-Ministerpräsidenten werden. Die Kamera stand daneben und hielt drauf. Man sah Männer, die schon einmal Maß für die Siegeskränze nahmen. Dumm nur, dass anschließend gewählt wurde.

„Jetzt müssen wir nur noch gewinnen“

Bereits in Baden-Württemberg ging die Sache schief. Linnemann stand mit hängendem Kopf vor der Kamera und sagte am Wahlabend einen Satz, für den ein Kabarettist vermutlich Geld verlangt hätte: „Jetzt müssen wir nur noch gewinnen.“ Genau. Das ist beim Fußball übrigens auch der Trick.

In Rheinland-Pfalz gab es Ende März kurzzeitig bessere Laune. Da wollte Linnemann nach dem Interview-Marathon noch ein Radler trinken und dann ab ins Bett. Ein paar Monate später war die Nachtruhe vorbei. Jens Spahn musste wegen der Leihmutter-Affäre gehen, und Merz verfrachtete Linnemann ins Gesundheitsministerium. Hinterher erzählte der, Merz habe ihm „keine Wahl gelassen“. So reden sonst Männer, denen gerade die Fahrerlaubnis entzogen wurde.

CDU auf der Trockenwiese, wie bestellt

Philipp Amthor hingegen war prächtig gelaunt. Der Wechsel ins Kanzleramt sei „natürlich auch ein Karrieresprung“. Seinen Optimismus verortete er auf einer Skala von zehn “irgendwo zwischen acht und zehn”. Die Kamera lief weiter. Zum Glück.

In Sachsen-Anhalt verfällt die ZDF-Dokumentation dann vollends in unfreiwillige Komik. CDU-Kandidat Sven Schulze sitzt sorgenvoll im Dienstwagen. Später sieht man ihn auf einer vertrockneten Wiese zwischen zwei älteren Damen stehen, ein Gehstock ragt ins Bild. Schulze erklärt, man dürfe nicht immer alles nur negativ sehen. Dann der Schnitt. AfD-Mann Ulrich Siegmund steht auf dem Marktplatz. Technomusik läuft, Menschen holen sich Autogramme, gute Laune.

Amthor fällt das Grinsen aus dem Gesicht

Auf der einen Seite Trockenwiese und Gehstock, auf der anderen Seite Volksfest: Das ZDF musste nichts kommentieren. Der Kameramann hatte schon alles gesagt. Es folgt unweigerlich: Die nächsten Wahlniederlage. Kurz darauf sitzt Philipp Amthor wieder in der Limousine. Das berühmte Grinsen ist verschwunden. Plötzlich geht es für die CDU „ums Ganze“. Vorher Optimismus acht bis zehn. Jetzt Gesichtsausdruck Trauerhalle.

Besonders schön wird es im Kanzleramt: Amthor präsentiert sein neues Büro, teure italienische Designermöbel, Terrasse und den blau-weiß gestreiften Strandkorb. Für den „unwahrscheinlichen Fall“, dass er ihn einmal benutze.

Bitte die Kamera weiterlaufen lassen!

Dann wählt Mecklenburg-Vorpommern. Die CDU kommt auf 4,89 Prozent – und fliegt erstmals aus einem deutschen Landtag. Draußen geht die Partei unter fünf Prozent, drinnen steht der Strandkorb schon bereit. Mehr Symbolik verträgt selbst eine Wagner-Oper nicht.

Das Großartige an dieser ZDF-Doku „Inside CDU“ ist: Niemand musste die Partei hereinlegen. Kein Reporter versteckte sich im Schrank. Kein Satiriker schrieb fiese Dialoge. Kein politischer Gegner platzierte heimlich den Strandkorb auf der Terrasse. Die CDU hat die Türen zu ihrem Innenleben selbst geöffnet. Das ZDF musste nur filmen.

Der Patient atmet noch

Heraus kamen hängende Köpfe, ein Minister, der sein Amt beklagt wie eine Strafe, Designermöbel und ein Strandkorb im Kanzleramt. Wenn andere Parteien den Gegner schlecht aussehen lassen wollen, engagieren sie teure Wahlkampagneros. Bei der CDU ist das nicht nötig, sie erledigt das inzwischen selbst. Der Gebührenzahler finanziert lediglich die Kamera.

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Der Patient atmet noch. Aber der Film zur eigenen Begräbnisfeier ist schon im Kasten.

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13 Kommentare

    1. und da faselt jetzt so ein Sprecher Dullie: „jä, äbba, der Pillipp hät de Strandkorb ja PRIVAT gezahlt, auch Lieferung & Aufstellung!!“

      DIE SCHNALLEN ECHT GARNIX MEHR: der Pappkamerad lebt seit seiner Geburt im Reichstag VON STEUERGELDERN!!! Bzw korruptkriminellen Insidergeschäften mit amtlichem Briefkopf!!! NIE aiúch nur einen Cent selber wertschöpfend verdient!!! ergo: ALLES IN SEINEM LEBEN VON STEUERRAUB FINANZIERT!!!

  1. Es ist gut das die Antichristdemokraten sich selbst die Luft aus dem Boot genommen haben doch ich fürchte der Spuk ist nicht vorbei da genug geläutert dann zur AFD wechseln um diese zu verhindern und in erster Linie steht ja bekanntlich das Eigenwohl aus Diäten, Freibeträgen und Funktionärsstellungen mit anständigem Gehalt. Egal ob SPD, Grüne und Linke weiter machen in Wirklichkeit ist ja die BRD eine erlaubte Provinz des alliierten Kontrollrates unter US-Aufsicht. Die Amtssprache ist deutsch und solange der Brot& Spieleapparat weiter funktioniert mit Beschäftigung, Mindestlohn und Krediten die das Auto, Konsummaterialismus sowie Urlaubsreisen ermöglichen ist der Durchschnittsbürger blind& taub. Die drei antideutschen Rachepläne Kalergis, van Hootons und Morgenthaus werden auf Volldampf durchgesetzt um uns Restdeutsche wie die Ureinwohner Amerikas in Reservate zu drücken oder ganz wie die Dinos Geschichte sein zu lassen. Sind wir weg dann sind alle EU-Nachbarn mit dieser höllischen Saat der Börsentyrannen von Übersee fällig. Geizig sind wir god damned germans nie gewesen. Hört das deutsche Herz aufzuschlagen dann stirbt Europa und so die ganze Welt. mfg

    1. Der schwer traumatisierte Schutzsuchende hatte vermutlich eine gute Sozialprognose.

      Also ging man mit ihm spazieren.
      Daß er dabei abhauen würde, konnte doch keiner ahnen!

      Willkommen in Doofland!
      😜

  2. schizo Endstufe.

    UNSCHLAGBAR: das „Fest“ mit dem neon Typen, der am Schlauch vom jetski aus dem Tümpel aufsteigt…

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  3. Es war ein Genuß ohne Reue, dieses ZDF Werk zu bestauen, denn man konnte es einfach nicht glauben, daß es so viel Abgehobenheit in dieser Partei gibt. Man ahnte schon etwas, aber nun bekam man die Bestätigung in Bild und Ton und das vom Hofberichterstatter ZDF (Zentrale der Finsternis) frei Haus geliefert. Eine bessere Wahlwerbung kann sich die AfD gar nicht wünschen. Sie brauchen auf zukünftigen Wahlveranstaltungen nur noch diesen Film zeigen, besser geht es nicht. Damit eifert die CDU der FDP in allen Belangen nach. BRAVO!!

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