
In letzter Zeit kamen aus der Politik verstärkt Forderungen nach einer Zugangsbeschränkung oder gar einem kompletten Verbot der Nutzung sozialer Medien für Jugendliche auf, unter anderem von Grünen-Politiker Cem Özdemir. Eine aktuelle Untersuchung formulierte die Frage: “Wie würden Sie es bewerten, wenn die Nutzung sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gesetzlich verboten wäre?” Das Ergebnis zeigte ein überraschend klares Meinungsbild: 56,6 Prozent hielten ein solches Verbot für “eindeutig richtig”, weitere 13,1 Prozent für “eher richtig”. Zusammengenommen also fast siebzig Prozent Zustimmung. Lediglich gut 22 Prozent lehnten das Verbot ab, der Rest blieb unentschieden. Auf den ersten Blick könnte dies als Ausdruck eines weitverbreiteten Schutzbedürfnisses interpretiert werden. Bei genauerem Hinsehen offenbart sich jedoch, dass bereits die Fragestellung eine bestimmte Richtung vorgibt und die umfassenden Folgen kaum bedacht werden.
Die Formulierung der Frage zeigt, wie leicht die öffentliche Meinung durch Framing beeinflusst werden kann. Wörter wie “Kinder” und “Jugendliche” aktivieren automatisch Schutzinstinkte. Eine komplexe gesellschaftliche Problematik wird auf ein einfaches “richtig“ oder “falsch” reduziert, wodurch kritische Reflexion erschwert wird. Wer das Verbot ablehnt, könnte sich als verantwortungslos empfinden. Aspekte wie Durchsetzbarkeit, Rechte von Eltern und Kindern oder die Signalwirkung eines staatlichen Eingriffs in Kommunikationsräume bleiben dabei weitgehend unberücksichtigt. Zudem wird der Begriff “soziale Medien” meist unpräzise verwendet. Wörtlich übersetzt bedeutet “social media” eigentlich “gesellschaftliche Medien”, und dazu zählen nicht nur Plattformen wie TikTok, Instagram oder Facebook, sondern ebenso Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen, die Meinungen formen und informieren – nur eben auf traditionellere Weise. Ein Verbot der sozialen Medien müsste konsequenterweise auch klassische Medien einbeziehen, was jedoch in der Debatte nicht intendiert ist.
Einseitige Verkündung von oben
Ein zentraler Unterschied wird deutlich: Während traditionelle Medien von einer kleinen Elite kontrolliert werden, ist die Interaktion im Internet dezentral, interaktiv und dynamisch. Millionen Nutzer veröffentlichen, kommentieren und hinterfragen Inhalte selbst. Dadurch entsteht ein lebendiger Diskurs, der die einseitige Kontrolle der Medienelite untergräbt. Genau hierin liegt das Spannungsfeld: Klassische Medien und politische Eliten verlieren zunehmend ihre Deutungshoheit. Nachrichten, politische Botschaften und gesellschaftliche Diskurse lassen sich im Netz nicht mehr ungestört verbreiten. Jede Aussage wird sofort hinterfragt, kommentiert oder korrigiert. Für die Politik ist dies besonders brisant, da sie auf eine ungestörte Narrative angewiesen ist. Die direkte, interaktive Kommunikation ersetzt die einseitige Verkündung von oben.
Seit Jahren wird die angebliche Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch das Internet diskutiert, während ähnliche Inhalte in klassischen Medien kaum hinterfragt werden. Das eigentliche Signal ist dabei klar: Kontrolle der Inhalte durch etablierte Redaktionen gilt als unproblematisch, Beeinflussung durch das Internet hingegen soll reguliert werden. Ein Verbot sozialer Medien hätte tiefgreifende Folgen. Es würde nicht nur die Kommunikation von Kindern und Jugendlichen einschränken, sondern die Grundlagen freier Meinungsäußerung insgesamt untergraben. Alternative Perspektiven, kritische Diskussionen und Korrekturen würden systematisch reduziert. Ein lebendiger demokratischer Diskurs käme zum Erliegen, und erneut würde ein Informationsmonopol entstehen, gesteuert von wenigen Medienschaffenden und politischen Entscheidungsträgern.
Wahres Ziel: Umfassende Kommunikationskontrolle
Ein Verbot mag auf den ersten Blick dem Schutz der Jugend dienen, in Wirklichkeit aber zielt es auf umfassende Kontrolle der Kommunikation ab. Die Sorge um Kinder wird vorgeschoben; das eigentliche Ziel ist die Sicherung der Deutungshoheit und die Einschränkung gesellschaftlicher Meinungsfreiheit. In Deutschland und Europa entstehen bereits in zunehmendem Maß gesetzliche und regulatorische Eingriffe in die Online-Kommunikation. Offiziell werden Jugendschutz, der Schutz vor Hassrede und Desinformation angeführt. Tatsächlich lässt sich jedoch ein Trend erkennen: Staatliche Institutionen und politische Eliten streben danach, ihre Kontrolle über öffentliche Diskurse zu stärken und die Macht traditioneller Medienstrukturen zu stützen – oft auf Kosten der freien Meinungsäußerung. Wenn nun fortwährend immer neue Verbote und weiterreichende Kontrollen eingeführt werden, droht der offene Austausch von Argumenten zu verschwinden. Damit wird nicht nur der Schutz der Jugend, sondern die Meinungsfreiheit insgesamt in Frage gestellt. Eine Gesellschaft, die nicht mehr in der Lage ist, unterschiedliche Positionen zu diskutieren, riskiert die Aushöhlung ihrer demokratischen Grundlagen.
Ein Blick auf die Vereinigten Staaten zeigt, dass freie Meinungsäußerung auch anders geschützt werden kann: Der erste Verfassungszusatz (First Amendment) sichert selbst kontroverse, provokante oder unbequeme Äußerungen ab. Dieser konsequente Schutz der Rede könnte als Vorbild für Deutschland und Europa dienen – nicht als Allheilmittel, aber als klarer Ausdruck und Bekenntnis, dass Meinungsfreiheit das Fundament jeder Demokratie ist. Ein Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche hingegen wäre nicht nur ein Schritt zur Einschränkung der Kommunikationsmöglichkeiten der Jugend, sondern es markiert den Beginn einer Entwicklung, die die gesamte Meinungsfreiheit bedroht. Wenn der Staat entscheidet, welche Kommunikationsräume zugänglich sind und welche Inhalte erlaubt sind, steht am Ende die Kontrolle über Information, Meinung und gesellschaftlichen Diskurs. Dies ist der Anfang vom Ende der offenen, freiheitlichen Rede – und ein Weg, den eine demokratische Gesellschaft auf keinen Fall gehen darf.
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13 Antworten
„Merz will Bundeswehr schicken + Putin akzeptiert Treffen mit Selensky + Trump demütigt von der Leyen“
Pfui März !
„Ungarn will Ukraine Strom abdrehen, nachdem Selensky Öl-Pipeline zerstört hat!“
Was bildet sich dieser kleine Oligarch und Bettler, koruppte Kriegstreiber eigentlich ein
wer und was er ist?
Es wird erst dort Frieden geben, wenn dieser größenwahnsinnige Typ neutralisiert ist !!!
Herr Orban, das wäre richtig gut !!!
Na Hauptsache „wählen“ sowie Gen-Therapie ab Null Jahren (sofern man das fertige Lebewesen nicht einfach bevor es die Welt erblickte ins Klo spülte).
Dazu KiKa und Kindergrippensexualisierung ab dem Säugling und fertig sind die Bewohner der schönen neuen Welt.
Eine andere andere Möglichkeit gibt es aber noch und die lautet:
Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe und dann wird man/es/divers den Umstand wohl schlotternd abstreiten, von den Grünen und Roten und sonstwas für linkem Pöbel jemals auch nur gehört, geschweige denn, diesen Unzeitgeist je auch nur um eine Piercingbreite unterstützt zu haben.
Gewesen ist es wie immer dann sowieso niemand aber „diesmal“ wird kein Mittäter dank des Netzes vergessen und nicht erst als Greis angeklagt 😣
Und ficken schon mit 14 Jahren! Mit 12 Jahren schon verheiratet!
Dazu süchtig schon mit 16 Jahren!
Dann noch die Geschlechtsumwandlung mit anschließenden lebenslangen Sitzungen beim Psycho Klempner!
Gratulation!
Dan muss aber erst der Stalinismus in Deutschland eingeführt werden !
Ich muss gestehen ich bin da etwas zwiegespalten,einerseits bin ich schon dafür Kindern und Jugendlichen den Zugang einzuschränken, andererseits, wenn es auf eine komplette Kontrolle hinauslaufen soll,kann man nicht dafür sein.
@Wenn Jugendschutz zur Zensur wird
da geht es weniger um Jugendschutz – der ist mit der Frühsexualisierung schon im Kindergarten aus dem Fenster !
Es geht um Indoktrination und Unterwerfung, damit die Kleinen schon daran gewöhnt werden, sich den Eliten zu unterwerfen, und die Hilfe zur Erkennung ihres Geschlechts und der Erfahrung ihrer Sexualität dankbar annehmen.
Und das ist wichtig, denn wie man bei Corona sehen konnte, läßt die Folgebereitschaft bei den Geschenken des Regimes doch noch zu wünschen übrig !
Es ist halt eine Tatsache, dass viele Jugendliche
der Regierungsarbeit kritischer gegenüber stehen
als diese will.
Aus lauter Heuchelei wird der Jugendschutz
missbraucht.
Es geht nicht um Zensur, es geht darum, die Kinder und Jugendlichen daran zu hindern, den Hauptteil des Tages mit dem Handy zu verbringen. Bzw. den Eltern dabei Hilfestellung zugeben, dafür zu sorgen, dass die Kinder den Hauptteil des Tages eben nicht mit dem Handy verbringen. Es gilt immer noch, dass das Unscharfe rund ums Display die Realität zeigt, von der immer mehr Abstand nehmen. Das Verhalten der Kinder hat etwas Suchtartiges, mit allen Konsequenzen.
Das gilt aber auch für viele Erwachsene Menschen. Meine Nachbarn sitzen nur noch bewaffnet mit
diesem Teil draußen. Ähnlich ist es auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Sehr oft sieht man auch
Mütter die einen Kinderwagen schieben und gleichzeitig in dieses Teil schauen. Sie alle hätten eigentlich
eine Vorbild Funktion. Das Suchtpotential ist wirklich beängstigend.
Die dadurch generierten Augenschäden (grauer und grüner Star) werden wegen zunehmendem Ärztemangel leider nicht mehr hinreichend behandelt werden können.
Wir leben wirklich in spannenden Zeiten.
Ich bin da äußerst zwiegespalten. Einerseits obliegt es den Eltern, den Konsum sozialer Medien ihres Nachwuchses nicht nur zu kennen, sondern ggfs. auch zu kontrollieren und zu beschränken. In der Praxis ist das allerdings nahezu unmöglich. Auf der anderen Seite sind soziale Medien die idealen Plattformen zur Verbreitung gewaltverherrlichender und menschenverachtender Ideen, wie Islam, Transgenderismus, Klimawahnsinn und links- wie echte rechtsextremistische, radikale Ansichten und Pädophilie, ebenso Pornografie.
Davor müssen unsere Kinder geschützt werden. Ich denke erst ab einer gewissen Reife sollte der Zugang für Jugendliche grundsätzlich frei sein. Davor sollte es inhaltsbezogen Alterskontrollen geben. Technisch ist das durchaus möglich.
Paragraph 185
Göring-Eckardt (Grüne) beleidigt – Mann droht fünfstellige Geldstrafe
Katrin Göring-Eckardt zeigt einen Mann an, der auf X geschrieben haben soll, sie leide unter „Dürre im Kopf“. Ihm droht eine drakonische Geldstrafe. Befeuert wurde das Ganze durch eine Meldestelle.
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2025/goering-eckardt-beleidigt-mann-droht-fuenfstellige-geldstrafe/
Tatsächlich ist die Reizüberflutung ein echtes Problem, weil sie nämlich auch dazu führt, dass sich gar keine eigenen Meinungen mehr bilden. Es wird irgendetwas nachgeplappert und bereits auf die einfachsten Fragen gibt es keine Antworten mehr. Als Abhilfe könnte man den kritischen Umgang mit Medien und Informationen in die Erziehung aufnehmen, was aber dazu führen dürfte, dass die Jugendlichen die Politik noch weniger Ernst nehmen. Verbieten ist als mal wieder der einfachste Weg. Ob und wie man das umsetzen kann, ist eine andere Frage: die meisten solcher Regierungspläne scheitern an der Realität. Wenn es gelingt, kommen auf die Schulen allerdings immense Probleme zu: der heutige Schüler lässt seine Hausaufgabe von ChatGTP erledigen und der Lehrer fragt anschließen ChatGTP, ob die Aufgabe korrekt gelöst ist. Ob insbesondere viele Lehrer noch ohne solche Hilfsmittel mit den Schülern kommunzieren können, bleibt abzuwarten.
Ich finde der ganze digitale und virtuelle Wahn mit dem Smartphone bei Grundschülern und früher ist das Problem seit über 10 Jahren das den Nachwuchs verdirbt. Von Großkonzernen ist es gewollt und die freiwillige elektronische Fußfessel funktioniert perfekt für die Obrigkeit da alle wichtigen Daten bei fast jeden Besitzer drauf sind. Bankverbindungen, soziale Netzwerke wie Facebook und auch altmodische Telefonate wie die SMS lassen die Behörden strahlen in ihren Stuben da diese Kommunikationswege mindestens zwei Jahre als Vorratsdaten abgespeichert werden um bequem zurückverfolgt zu werden wie der Durchschnittsbürger tickt mit Nöten, Ängsten sowie Vorlieben um weich gemacht zu werden. Trojaner und Schadsoftware kommen besonders durch Discounter-Apps zum Einsatz als Nadelstich beim ein oder anderen für Großkonzerne und staatliche Dienststellen. Die Ermittler und auch dubiose Firmen haben dann ihren tropfenden Zahn befriedigt bei jungen Damen da so die Erotik-Annonce aus der Tageszeitung nicht gewählt werden muss. Auf anderer Seite kann durch dubiose Firmen schon mal die ein oder andere Rechnung für Bestellungen und Dienstleistungen im Briefkasten landen mit Mahnungen und Gerichten. Ärger mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft ist dann vorbestellt wo dann das 20EU Häuschen Ersatzhaft winkt. Rechnet man nur 2000Teuro sind es 100 Tage oder jetzt bei der Inflation bissl mehr ich weis es nicht. So nun noch mal zu Kindern und Jugendlichen im digitalen sowie virtuellen Leben. Einst bei uns in den 90ern im Hort hieß es guck nicht so viel Fern sonst bekommst du viereckige Augen. Der Gameboy wurde auch so noch schärfer bemängelt. Später im Jugendalter auch das Handy. Bis zu meinem Schulabgang konnte der Lehrer oder Direktor das Handy einziehen wenn man es nur im Unterricht herausholte. Es konnte bis Schuljahresende verwahrt werden auch mit Elterngespräch. Hätte man damals gesagt so 10 Jahre später ist ein internetfähiges Handy Pflicht für den Schulalltag hätte der Lehrer gesagt gehe mal zum Arzt und lasse dich einweisen. Angekommen im Hier& Jetzt brauchen wir uns über seelische Macken bei jungen Leuten nicht wundern sowie über hohe Aggressivität im Alltag. Es gab dieses Problem schon vorher bei weißen Europäern und nicht erst seit Angies Grenzöffnung auf unserem Grund& Boden. Alles ist hausgemacht wie in SAW und Gewinner sind Fachärzte aus Psychologen, Optikern und der Handel sowie Anwälte. Eine Hand wäscht die andere oder neusprachlich desinfiziert die andere in dieser Endzeit. Doch die Spuren bleiben… mfg