
Während Pelz-Märtel oder Ketten-Thomas im Dunkel der Vergangenheit verschwunden sind, ist der Nikolaus noch unterwegs. Allerdings ist er schwer zu fassen. Einerseits trägt er ein Bischofskleid, andererseits ist er ein wilder Geselle im roten Mantel, mit Sack und Rute. Zudem gibt es den Knecht Ruprecht, der genauso daherkommt, und auch der Weihnachtsmann scheint irgendwie zur Familie zu gehören. Ein Fall von multipler Persönlichkeit? Mit dem Wissen um die europäische Ur-Weihnacht und ihre Gestalten lassen sich die verwirrenden Überschneidungen klären.
Der Nikolaus mit Sack und Rute hat nichts von einem Heiligen an sich. Auftreten, Kostüm und Gaben weisen ihn als Gestalt der Ur-Weihnacht aus: „So möchte ein schaff (Schaf) mercken, das diese gehürnten götzen nit bischof, sunder fassnacht larven (Masken)“ sind, bemerkte ein Konstanzer Bischof Anfang des 16. Jahrhunderts.
Von vorchristlichen Elementen zu Sack und Rute
Alles spricht dafür, dass eine vorbestehende Perchtengestalt (also eine das Göttliche symbolisierende Umzugsfigur, wie heute St. Martin) im Herrschaftsbereich der katholischen Kirche unter dem Tarnnamen „Nikolaus“ weiterlebte. Umziehen zu den Häusern, Vermummung mit Pelz und Werg (Flachsbüscheln), große Stiefel, roter oder blau/schwarzer Mantel, Gürtel mit Schellen, Ketten, Strohseilen – all dies, wie die (Lebens-)Rute, die Äpfel und Nüsse als göttliche Symbolgaben sind Elemente aus der vorchristlichen Ur-Weihnacht um die Wintersonnenwende.
Diese Nikolausfigur ist unverstellt vorchristlich. Sie wandelte sich seit dem 19. Jahrhundert allmählich in den Weihnachtsmann. (Mehr zu diesem Themenkomplex bei Renate Reuther: Christkind und Nikolaus. Eine andere Weihnachtsgeschichte. Engelsdorfer Verlag).
Bischof Nikolaus
Dagegen ging die katholische Kirche mit der Konkurrenzfigur „Heiliger Bischof Nikolaus“ an. Der umziehende Nikolaus im Bischofsornat ist auf wenige Gebiete beschränkt gewesen und hat erst nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Siegeszug durch die Kindergärten angetreten. Ähnlich wie bei den Sternsingern handelt es sich dabei um einen Missionierungsversuch nach dem Zusammenbruch der Gesellschafts- und Wertordnung in Weltkrieg und Faschismus. Der Heilige Nikolaus selbst ist schwer zu fassen, denn er ist eine Vermischung zweier Bischöfe dieses Namens: Der eine war Bischof von Pinora und ist 564 gestorben. Der andere, auf den man sich heute bezieht, soll Bischof von Myra in der Türkei gewesen sein. Ob es einen Bischof von Myra mit Namen Nikolaus tatsächlich gegeben hat und ob gar der 6. Dezember sein Todestag war, ist „in undurchdringliches Dunkel gehüllt“.
Der Bischof bekam als Aufgabenschwerpunkt Geburtshilfe (!) und Pädagogik. Der die Schüler examinierende Pädagoge Nikolaus, dessen Rute nun ein Strafinstrument war, trat in dieser Rolle gerne an den Klosterschulen auf. Im Klima sexueller Repression war die exzessive körperliche Züchtigung der Schüler, gern auf das blanke Hinterteil, eine oft angesetzte Strafe. Dabei sollen sich die Züchtigenden direkt in einen Rausch gesteigert haben, wie Klosterschüler noch bis weit ins 20. Jahrhundert erzählten. Auch der Philosoph Michel de Montaigne (1533-92) berichtet von Züchtigungsorgien in den Kollegien.
Der Kinderbischof
Um der Frustration der unter ständiger Kontrolle gehaltenen Schüler ein Ventil zu bieten, wurde einmal im Jahr in Umkehr der gewöhnlichen hierarchischen Ordnung ein Narrenfest gefeiert, dessen Wurzeln bis in die vor-christliche Zeit zurückgehen. Dann durften ausgewählte Schüler aus der Schar der zukünftigen Mönchlein die Rolle des Bischofs, ihres Abtes oder eines Narrenpapstes übernehmen und die Welt kurz einmal auf den Kopf stellen. Dieses Spiel wurde ursprünglich zwischen Weihnachten und Neujahr gefeiert.
Schließlich wurde der Termin auf den Tag der unschuldigen Kindlein am 28. Dezember gelegt. Obwohl der Brauch von der Kirche angeblich schon 867/70 und noch einmal von den Konzilen in Basel 1431-1449 und Trient 1545-1552 verboten wurde, war er weit verbreitet. Belege gibt es aus St. Gallen, Rouen, London, Cambridge, Essen, Regensburg und Bamberg. Die Kinderbischöfe sammelten im Kirchenbezirk Gaben ein, wobei sie wie die heischenden Perchtengestalten frech fordernd auftraten.
Die roten Stiefel
Ein weiteres Patronat machte den Bischof Nikolaus zum Helfer der Schiffer und Reisenden. Holzschuhe sehen wie kleine Schiffe aus. In den Gebieten, in denen Schiffsumzüge beschrieben wurden, nämlich von Holland bis nach Tirol, stellten die Kinder dementsprechend Holzschuhe für die Nikolausgeschenke heraus.
Im Übrigen sind Schuhe ein erotisches Symbol. Deshalb macht es Sinn, dass der Nikolaus in die aufgestellten Schuhe als Zeichen zukünftigen Erntesegens Äpfel und Nüsse legt. Auch die rote Farbe der Nikolausstiefel hat eine erotische Signalwirkung und lässt sich altem Brauchtum zuordnen. Der Prediger Martin von Amberg schrieb noch in der Mitte des 13. Jahrhunderts, diejenigen versündigten sich, die den Haus- und Waldgeistern rote Schühchen opferten.
Der Nikolaus und seine Gehilfen
Ob nun der Nikolaus als Bischof auftrat oder nicht, so hatte er doch einen Begleiter, der sich klar als Perchtengestalt ausweist. Dieser nimmt dem hohen Herrn Bischof die wilden, polternden Auftritte ab und die Drohgebärden. Mit Tierfellen und Pelz, groben Auftreten und offen erotischen Gelüsten wurde er in die Nähe eines Teufels gerückt, wenn nicht wie der österreichische Krampus gleich als solcher verstanden. Die bekannteste dieser Gestalten dürfte Knecht Ruprecht sein. Als Knecht der rauen Prechta/Perchta trägt er sein Wesen schon im Namen. Da es auch einen Ruklas gab, darf man getrost eine parallele Namensbildung beim Ruprecht annehmen. Vom Ruprecht ist es nicht weit zum Rüpel mit entsprechendem grobem Auftreten. In Dresden wurde er zum Spielzeug verniedlicht. Dort gab es Feuerrüpel, kleine Figuren aus Backpflaumen mit einer Leiter, die sie als Kaminkehrer auswiesen.
Noch weit bis ins 19. Jahrhundert trugen in Südthüringen Ruppriche Gänseflügel (Flederwische) am Kopf, ganz so wie die keltischen Gallier mit ihren geflügelten Helmen. Aus Sonneberg/Thüringen haben wir eine entsprechende Beschreibung aus dem frühen 19. Jahrhundert „als eine in pelz und dergleichen vermummte person, der zwei flederwische am Kopfe nicht felen dürfen, und fragt, ob die kinder artig waren. Den artigen bringt er in seinem sacke äpfel, nüsse und pfeffer kuchen, für die unartigen hat er eine rute, auch steckt er sie in sack und nimt sie mit.“
Ein Kinderschreck als Begleitung
Die ungebärdigen Begleiter des Nikolaus hießen ansonsten Hans Muff im Rheinland, Trapp in der Südpfalz, Stämpes in der Rheinpfalz, in anderen süd- und mitteldeutschen Regionen auch Pelzebub, Pelznickel, Pelzmärtel, Butz, Semper oder Schmutzli. In Schlesien, Kärnten und der Steiermark kam der Bartel mit Korb, Rute und Kette. Im Alpenraum trug der Klaubauf eine Tiermaske und war in schwarze Bocksfelle gekleidet, ähnlich dem zotteligen Krampus. Wie die Klausenoder Ruppriche tritt er oft in Rudeln auf. Appenzeller Chläuse zogen scharenweise zu Silvester um. In Amsterdam rannten „swarte Klasen“ durch die Straßen, lärmten, klopften an die Türen und Fenster und riefen in die Häuser hinein: „Sind da böse Kinder?”
In den Niederlanden tritt als Begleiter des Nikolaus (“Sinterklaas”, davon leitete sich später das englische “Santa Claus” ab) zudem der Swarte Pitt auf. Auch bei uns ist der Schwarze Petersprichwörtlich. Wenn heute ein Feldzug gegen diese Figur geführt wird, weil sie angeblich „rassistisch“ sei, so ist dies leider nur Ausweis mangelnden kulturellen Wissens. Es sei daran erinnert, dass vermummte Perchtengestalten ihre Gesichter mit Ruß schwärzten. Sie waren damit ausgewiesen als Gestalten aus dem Totenreich, wie sie auch zu Halloween /Allerseelen umzogen, da sie in den dunkelsten Nächten ihre Gräber verlassen durften und grob Opfer einforderten.
Kulturkampf um rußgeschwärzte Gesichter
Peter kommt von Petrus. Als Wächter am Himmelstor behütete er die toten Seelen. Er machte als Herr über Blitz und Donner das Wetter. Insofern hat er Züge der Holle/Percht übernommen, die in der Bezeichnung „Hollepeter“ ihren Niederschlag fanden. Sein mächtiger Bart und der Gleichklang von Peter/Berta/Percht mag ein Übriges bewirkt haben. In Ostfriesland gingen rußgeschwärzte Knechte um, die in den Häusern nachfragten, ob die Kinder artig gewesen seien. Um diese schwarz geschminkten Burschen ist inzwischen ein Kulturkampf entbrannt, aus der ebenso irrigen wie unbedarften Annahme, hier würden Sklaven oder Afrikaner dargestellt. Diese mit Ruß geschwärzten wüsten Gestalten sind jedoch uraltes europäisches Kulturgut und symbolisieren tote Seelen und unruhige Geister.
Das Nebeneinander der kaum unterscheitbaren Figuren des Bischof Nikolaus, der Perchtengestalt Nikolaus und der Begleitfiguren Ruprecht, Krampus und so weiter, haben die Menschen gelassen hingenommen. Dass ein Gott in verschiedenen Gestalten auftritt, ja sogar sich in eine Gruppe auffächern konnte, waren sie gewohnt. Selbst der christliche Gott tritt in dreifacher Gestalt auf und bleibt dabei immer eins und er selbst. Dies haben manche Volkstumsforscher erkannt und formulierten, dass „in dieser bald Klas, bald Ruprecht oder Märten benannten Figur eine besondere Form“ der Vegetationsgottheit mit dem Heiligen Nikolaus verschmolz. Andere, die diesen Zusammenhang nicht erkannten, rätselten über die Widersprüche zwischen der Heiligenfigur und ihren rauen Namensvettern.
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13 Antworten
Herzlichen Dank für diese Aufklärung bezüglich der verschiedenen Typen, die um diese Jahreszeit herumgeistern!
Mir erscheinen sie allesamt wie Firlefanz und Mummenschanz.
Und „tote Seelen“ gibt es nicht, denn die Seelen sind nicht stofflich und darum nicht sterblich.
Einen lustigen Nikolaustag noch!
😇
Wer sich heute an sowas stört, der stört sich morgen an was ganz anderem! Habe noch nie einen Piet als Asiaten, im Rollstuhl oder als Frau erlebt, aber bei 1243 Geschlechtern ist heutzutage wohl alles möglich..! Woke ist genauso eine kollektive Geisteskrankheit wie die Verblödung, vielleicht hätte man europaweit öfter mal außerhalb des Dorfes heiraten sollen..!
Hauptsache für mich ist.
Der Nikolaus ist kein Moslem.
+++++
Ich habe einen guten Freund in
Malaysia.
Dort wird bei dem Familien jedes
Jahr ein Weihnachtsbaum auf
gestellt.
Mangels richtiger Tannenbäume
ist er aus Plastik.
Mein Freund ( Chinese ) hat in
Deutschland studiert und auch
gearbeitet.
Traditionen bleiben.
Es ist bekannt, daß Weihnachten feiern in China zu einem regelrechten Event gemacht wird, obwohl es dort mittlerweile auch eine zunehmende Zahl gläubiger Christen gibt, die von ihrer Regierung ziemlich unter Druck gesetzt werden.
Auch in Deutschland kaufen sich schon länger hier lebende Moslems (vor allem die mit Kindern) Weihnachtsbäume und schmücken sie schön, während in den Kitas Weihnachten abgeschafft wird und nur noch Winterfeste (mit? oder ohne? Tanne) gefeiert werden.
Drag Queens im Kindergarten – was läuft da wirklich? | Winter-Files
Was machen die dort? Lustige Familienfeste zur Förderung der Vielfalt? Vorsicht! Unsere heutige Verschwörungstheorie unterstellt ganz andere Pläne. Striptänze als Mittel der Zersetzung, unter den Augen der Eltern. Disclaimer: Reine Theorie!
Also wenn in den Kindergarten meiner kleinen Kinder erwachsene Männer mit Frauenkeidern kommen und dort vor den Kindern halbnackt anzügliche Tänze aufführen, können sie froh sein, wenn´s von mir keine Tracht Prügel gibt. Ende Gelände.
Nein, der Nikolaus ist nicht katholisch.
Warum nicht?
Das Wort katholisch stammt aus dem Griechischen.
„kata“ bedeutet „über … hin „, „holos“ bedeutet „ganz, vollständig“. Landläufig bedeutet katholisch „die Erde umfassend“.
Daraus folgt, daß der Nikolaus nicht katholisch ist, weil er nicht die Erde umfasst. Also ist auch der Papst nicht katholisch!
😜
Sehr interessant, was Sie über die Bedeutung des Wortes katholisch schreiben.
Dabei fällt mir folgende Begebenheit wieder ein:
Als Kind hatte ich von meinen Eltern sowie der Verwandtschaft nie auch nur das Geringste über Religion oder Kirche erfahren. Darum brachte mich die überraschende Frage eines anderen Kindes, ob ich katholisch oder evangelisch sei, ziemlich aus dem Konzept. Beide Worte hatte ich noch nie gehört. Für mich hörten sie sich an wie eine Krankheit oder daß etwas mit mir nicht stimmt. Daß ich aber offenbar eins von beiden sein(!) mußte(!), ohne zu wissen, was und inwiefern, jagte mir damals einen gehörigen Schrecken ein.
Ich umfasse die Erde auch nicht, bin aber garantiert katholisch. Die Art und Weise, wie sie zu argumentieren vorgeben, nennt man Rabulistik
Einfach mal die Katholischen Enzyklopädien lesen.
Dort ist verfasst, dass Weihnachten, Ostern, Nikolaus usw, nicht christlichen Ursprungs ist.
Laut Hamp,Stenzel, Kürzinger ( „Die Namen der Bibel ), bedeutet der Name Jesus -hebräisch =
Jeshua- = Jehova ist Rettung.
Man ist sich auch einig, dass Jesus im Jahr 33 u.Z. mit 33 1/2 Jahren hingerichtet wurde.
Somit ist er auch nicht im Dezember geboren worden.
Ausserdem, Jesus soll laut Kirchen ja immer automatisch alle Sünden vergeben.
Warum droht man dann gerne mit der Hölle, die eh keine Lehre der Bibel ist.
Der Scheol oder Hades sind schlichtweg die Gräber der Toten.
Es steht unmittelbar bevor: In Kürze werden die Staatsführer einen großen Hass gegen die Kirchen
entwickeln und mit großer Härte gegen diese verlogenen Wirtschaftsinstitute vorgehen. (Kein Fake !)
Ja, auch Trump wird das tun…
Und dann ? – Wenn Millionen Menschen erfahren werden dass sie Jahrhunderte lang belogen
wurden und auch noch jede Menge dafür bezahlt haben, was dann ???
Das politische Vorgehen gegen die christlichen Kirchen, das Sie in Ihrem Kommentar ansprechen, hängt zusammen mit der Neuen Weltordnung, die mittlerweile überall im Westen vorbereitet wird. Das Christentum, genauer gesagt: die Erinnerung an Jesu Liebelehre und an seinen Kreuzestod zur Befreiung der Seelen der Menschen aus der Macht Satans, soll für immer ausgelöscht werden. Dafür benutzt man den Islam.
Laut Anna Katharina Emmerich, einer Nonne, die bereits als Kind ein heiligenmäßiges Leben führte und später jahrelang krank im Bett lag, wo ihr viele Dinge aus Jesu Leben gezeigt wurden, die von Clemens Brentano aufgeschrieben wurden – laut dieser Nonne also wurde Jesus
bereits knapp 8 Jahre vor unserer Zeit geboren, und zwar um Mitternacht in der Nacht vom 24. auf den 25. November, einem Sonntag.. Sein Todestag war Freitag, der 30. März 25. Er war damals 33 Jahre und 18 Wochen alt.
Im Glauben etwas Gutes zu tun, kann man aus Ungeschicklichkeit schon mal das Gegenteil von dem erreichen, was eigentlich man wollte. In unserer Gemeinde war mal die Firma Sarotti mit einer Süßwarenfabrik. Es gab beispielsweise ein Sarotti-Schwimmbad und auch anderes. Früher war Sarotti bekannt durch den sogenannten Sarotti-Mohr: Ein dunkelhäutiges Kind mit Turban und Pluderhosen wenn ich mich recht erinnere und dieses war überall abgebildet, so eine Art Markenkennzeichen. Auch auf einer Hauwand war er abgebildet. Das Haus wurde renoviert und auf einmal gab es einen Streit um die Ausgestaltung ebendieser Figur. Manche sagten, daß diese Abbildung rassistisch sei und das gehe heutzutage ja gar nicht, andere sagten, was soll denn an einer Abbildung schlechtes sein. Kurzum, es wurde entschieden, daß diese Figur, die sich immer noch an der Hauswand befindet, nicht mehr farbig ausgestaltet wird, sondern nur noch als Relief, also weiß auf weiß, also kaum zu sehen. Im Ergebnis kann man sagen, daß Schwarze in meinem Wohnort nicht mehr zu Werbezwecken abgebildet sein dürfen. Und wenn etwas rassistisch ist, dann ein Berufsverbot wegen der Hautfarbe. Sie haben also genau das Gegenteil von dem gemacht, was laut ihrer Aussage eigentlich wollten.
Vielen Dank an die Autorin für diesen hochinteressanten Artikel! Ich werde ihn mir ausdrucken.