Ist die Deutsche Bahn AG überhaupt noch reformierbar ?

Ist die Deutsche Bahn AG überhaupt noch reformierbar ?

Standardmessage auf einer digitalen Bahnsteiganzeige der Deutschen Bahn (Symbolbild:Imago)

Man verzeihe den Spoiler: Bereits zu Beginn dieses Beitrags lässt sich die Frage der Überschrift mit einem klaren Nein beantworten – denn mit einer Reform ist bei der herrschenden Politikerkaste, bestehend vor allem Vertretern linker bis sozialistischer Parteien (zu denen seit Jahren auch die CDU/CSU zählt) leider auch nicht im Geringsten zu rechnen. Nur dann, wenn Sie, verehrte Leserinnen und Leser, trotz dieser resignativen Eingangsfeststellung mehr über Gründe und Hintergründe erfahren wollen, lesen Sie bitte weiter.

Leider sind die pro Tag wohl in die Tausende gehenden, inzwischen gewissermaßen zur DNA der Deutschen Bahn gehörenden Verspätungen keine Ausnahmen, sondern der alltägliche Regelfall. Bei unseren Schweizer Nachbarn (ich wohne nur 70 Kilometern von der Grenze entfernt) sind solche Pannenevents, wie sie seit bereits Jahrzehnten von der Deutschen Bahn wenig imponierend “zelebriert” werden, die absolute Ausnahme – denn die Schweizer Bundesbahnen (SBB) laufen genauso pünktlich wie die legendären Schweizer Uhrwerke. Dagegen glänzt die Deutsche Bahn mit einer schier nicht enden wollenden Orgie an Verspätungen und Fahrplanausfällen, und es ist inzwischen fast schon Glückssache, wenn man noch in einen pünktlichen Zug gelangt. Und wenn mit besonders viel Glück steht auch noch ein (reservierter) Sitzplatz zur Verfügung. Da es aber immer öfter vorkommt, dass immer mehr Züge mit nur einem Zugteil unterwegs sind – und das vorzugsweise sogar zu Zeiten, in den eine große Zahl an Pendlern die Bahn benutzt–, sind die Züge zumeist hoffnungslos überfüllt. Die Menschen drängen sich wie Sardinen in einer Büchse sowohl in den Abteilen als auch Zwischenabteilen, müssen sich beim Aussteigen mühsam den Weg nach draußen bahnen und die Menge der neu Hinzusteigenden braucht dann nochmal ebenso lange, um sich in die Waggons hineinzuquetschen. Dass dadurch zuhauf weitere Verspätungen eintreten und diese sich von Halt zu Halt stetig weiter aufsummieren, dürfte wohl jedem noch vernünftig denkenden Menschen einleuchten.

Von einer Verspätung zur nächsten

Immer wieder wird damit argumentiert, dass wegen reparaturbedingter Ausfälle einsatzfähige Waggons nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Dabei wird uns seit Jahrzehnten eingetrichtert, dass wir zum Zweck des “Klimaschutzes” vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen müssten. Allerdings sind den seit vielen Jahren von (vor allem grünen) Politikern gebetsmühlenartig verkündeten Lippenbekenntnissen so gut wie keine Taten gefolgt, was die Verbesserung und Professionalisierung des ÖPNV und des Schienenverkehrs anbelangt. Und was wäre angebrachter, als diesen leeren Worthülsen endlich einmal die ihnen eigentlich dringend erforderliche Substanz zu verleihen und anhand des Beispiels der Deutschen Bahn endlich einmal Nägel mit Köpfen zu machen?
Doch stattdessen dümpelt die Bahn weiter von einer Verspätung zur nächsten, und eine Strukturreform rückt in immer unerreichbarere Ferne.

Erst letztes Jahr wurde seitens der Bahn verlautbart, dass das angestrebte Ziel eines pünktlichen Personentransfers erst im Jahre 2070 (!) erreicht werden könne. Mit anderen Worten: Es werden gut und gerne einige Dutzend Millionen Bürger dieses Landes zu Lebzeiten niemals mehr in den Genuss einer pünktlichen Personenbeförderung kommen.
Einst war die Bahn ein Symbol für Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit in diesem Land und gerät – ebenso wie die Außen- und Wirtschaftspolitik des Staates – mehr und mehr zur Lachnummer, ja, sie wird von unseren Nachbarn sogar noch bemitleidet. Das ist das exakte Gegenteil dessen, wofür die Bahn früher einmal (sogar sprichwörtlich) stand und weltweit bekannt war: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Leistung und Fortschritt. Damals konnten Beschäftigten der Bahn noch voller Stolz ihre Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit verrichten.

Terminierungen immer schwerer einzuhalten

Heute müssen sich nicht nur die Bahnbeschäftigen für ihren eigenen Konzern in Grund und schämen, sondern dieser macht es für alle Fahrgäste immer schwerer, Reisepläne und Terminierungen einzuhalten. Wer als Arbeitnehmer pünktlich zum Arbeitsplatz oder als Schüler pünktlich zum Unterricht erscheinen möchte, sieht sich leider immer öfter gezwungen, in einen früheren Zug zu steigen, will er nicht kostbare Zeit verplempern, die er dann nacharbeiten oder nachsitzen muss. Die Bahn als Zubringer zum nächsten Flughafen zu nehmen, ist inzwischen reines Lotto, deshalb entscheiden sich immer mehr Flugpassagiere dazu, für die Fahrt zum Airport entweder das Auto zu nehmen oder ein Flughafenshuttle oder ein anderes Verkehrsmittel zu wählen; ansonsten wäre man gut beraten, mindestens einen besser zwei Züge früher zu buchen. Und das, obwohl beispielsweise im Fall des größten Deutschen Flughafens Frankfurter am Main die Hälfte aller Intercity-Züge unmittelbar am Flughafenbahnhof hält, von wo aus die Fluggäste innerhalb von weniger als einer halben Stunde das gewünschte Terminal erreichen können.

Bereits in meinem Ansage!-Beitrag vom 2. Juli 2025 unter dem Titel „Von den Leiden eines Bahnreisenden der Deutschen Bahn AG: Ein Tatsachenbericht“ habe ich über wenig erquickliche Erlebnisse seitens der Deutschen Bahn AG berichtet. Leider muss ich zur Verdeutlichung dessen, was hier schief läuft, heute schon wieder die anekdotische Evidenz zu bemühen, und zwei weitere beispielhafte Fälle zu schildern. Ich bin mir sicher, das mit Sicherheit tagtäglich Abertausenden deutscher Bahngäste Ähnliches widerfährt.

Enttäuschte Hoffnungen

Am vergangenen Sonntag hatte ich mich wieder einmal auf das Abenteuer Deutsche Bahn eingelassen. Nachdem mein Nachfolgezug nach Frankfurt vom Freiburger Hauptbahnhof –trotz eines mit rund 20-minütiger Verspätung zuvor abgefahrenen ICE –  tatsächlich  pünktlich gestartet und ich daraufhin ebenso pünktlich im Frankfurter Hauptbahnhof angekommen war, war ich noch hoffnungsfroh und guter Dinge. Dieser Eindruck zerschlug sich jedoch bald – denn meine Folge-ICE nach Würzburg startete mit einer Verspätung von 18 Minuten und hatte bis zur Ankunft zum Zielbahnhof Würzburg noch weitere 17 Minuten obendrauf gesattelt. Hätte ich meinen Gastgeber, der mich am Bahnsteig abholen sollte, nicht rechtzeitig per Handy erreicht hätte er mich verpasst.

Zwei Tage später, bei meiner Rückfahrt Richtung Frankfurt, startete der ICE zunächst einmal mit einer Verspätung von sage und schreibe 39 Minuten. Zu guter Letzt kam der Zug aufgrund eines angeblichen Schadens an einem vorherfahrenden Zug und einer Weichenstörung im Raum Frankfurt mit 61 Minuten (!) Verspätung in Frankfurt ein. Der Anschlusszug nach Freiburg war natürlich schon längst weg. Der nächste in Frage kommen ICE in Richtung Süden war für 14:05 Uhr angekündigt, startete jedoch ebenfalls 56 Minuten verspätet. Statt tz meiner geplanten Ankunftszeit von 15:01 Uhr in Freiburg kam ich schlussendlich um 17:12 Uhr dort an.

Überlange Aufenthalte auf Bahnsteigen

In meiner an Freiburg grenzenden Wohngemeinde sehe ich öfters auf dem nahegelegenen  Bahnsteig eine Schülerin, die alltäglich um 7:06 Uhr mit der Regionalbahn (RB 26) Richtung Waldkirch fährt, wo sie das Gymnasium besucht. Sie muss in Denzlingen in die S2 umsteigen, die zwar ebenfalls durch unseren Ort fährt, dort aber nicht hält. Leider kommt es pro Monat gut und gerne drei- bis viermal vor, dass die in Freiburg nach Fahrplan zwar später abfahrende S2 infolge verspäteter Bereitstellung der RB 26 am Bahnhof meiner Wohngemeinde vor letzterer vorbeirauscht, das Mädchen mit der dann verspätet ankommenden RB 26 gezwungen ist, die nächste, eine halbe Stunde später einfahrende S2 zu nehmen und folglich die erste Unterrichtsstunde verpasst. Genauso ergeht es den in gleicher Richtung pendelnden Arbeitnehmern , die dann eine Stunde verlieren.

Während meiner überaus langen Aufenthalte auf den Bahnsteigen sowohl in Frankfurt als auch in Würzburg wiesen fast sämtliche Züge des Fernverkehrs zum Teil gravierende Verspätungen von bis zu mehr als 60 Minuten auf. Genau dieser Sachverhalt macht die Bahn immer weniger attraktiv für Firmenkunden, bei denen es in erster Linie um Zuverlässigkeit und das strikte Einhalten zeitlicher Limite geht. Außerdem fährt die Deutsche Bahn auf vielen Strecken viel zu langsam und selbst auf der angeblichen „Schnellstrecke“ zwischen Frankfurt und Würzburg mit vielen Tunnels fällt die Geschwindigkeit “gefühlt” oft genug viel zu niedrig aus – obwohl doch Schnelligkeit gerade in einem sich noch hochtechnologisch nennenden Staat wie Deutschland eine immer zentralere Rolle spielen müsste. Während die eigentlichen, elementaren Grundleistungen der Bahn immer seltener und schlechter funktionieren, werden dafür die markigen ideologischen Parolen auf den Waggons immer plakativer: Aufschriften wie „female ICE“ (“weiblicher ICE”), „Deutschlands Klimaschützer Nr. 1“, aber auch von Bug bis Heck in Regenbogenfarben lackierte ICE’s zeigen zunehmend die grundfalsche Prioritätensetzung bei der Bahn.

Kompensatorische Selbstprofilierung

Die Deutsche Bahn wäre sehr gut beraten, sich endlich auf ihr eigentliches Kerngeschäft zu konzentrieren und die riesigen Probleme, die sie immer unwirtschaftlicher und unzumutbarer machen, anzupacken – was konkret bedeutet, für Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zu sorgen. Das ist deutlich wichtiger als alles andere – vor allem als die kompensatorische Selbstprofilierung rein ideologischer Floskeln. Wie es anders geht, zeigt auch der Blick zu unseren französischen Nachbarn: Mit dem nicht ideologisch umgarnten französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV (“Train à Grande Vitesse”) bin ich von Freiburg aus in dreieinhalb Stunden am Gare l’Est in Paris – eine Strecke von mehr als 500 Kilometern ( und das, obwohl der TGV noch mindestens 80 Kilometer weit auf dem deutschen Schienennetz fährt), und mit den Freccia Rossa gelangt man in vier Stunden von Mailand aus ans Roma Termini. Sowohl die Franzosen als auch die Italiener haben uns, was Schnelligkeit angeht, schon weit in die zweite Liga der europäischen Bahnsysteme zurückgedrängt.

Noch kurz zu den auf deutschen Bahnsteigen am häufigsten via Lautsprecher zu hörenden (oder am Display angezeigten) Gründen der DB-Verspätungs- und/oder Zugausfallsorgie. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind diese:

  • zu späte Bereitstellung des Zuges
  • Reparaturen am Zug
  • Vorfahrt eines priorisierten Zuges infolge einer Verspätung desselben
  • Probleme mit einem vorausfahrenden Zug
  • Signal- und Weichenstörung
  • Zwischenfälle/Probleme auf der Strecke.

Abgewirtschaftet und kaputtgespart

Im Fall der oben geschilderten 56-minütigen Verspätung meines Zuges nach Freiburg wurde unter anderem ein “Polizeieinsatz im Zug” als Grund genannt; dazu der Kommentar eines anderen Fahrgastes: “Solche Dinge kommen auch in der Schweiz vor, aber dennoch sind die SBB pünktlich!” Dem war meinerseits nichts mehr hinzuzufügen, zumal ich während meiner 14 Jahre in der Schweiz die geradezu sprichwörtliche Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der SBB stets zu schätzen wusste. Im Gegensatz dazu wurde die Deutsche Bahn AG in den vergangenen drei Jahrzehnten vor allem von verantwortungslosen Politikern so weit abgewirtschaftet und kaputtgespart, dass sie ihre eigentlichen Aufgaben als zuverlässiges und schnelles Transportmittel nicht mehr zu erfüllen imstande war.

Selbst wenn der Schalter heute radikal in eine andere Richtung umgelegt würde, dürfte es etliche Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern, bis dieser frühere deutsche Musterbetrieb seine einstige vorhandene Funktionstüchtigkeit wieder zurückerlangt. Die auffallend hohe Fluktuation in der Führungsebene der Deutschen Bahn AG ändert nicht nur an der prekären Situation nichts, sondern zeugt eher davon, dass sich hier Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit abwechseln. Kein Wunder, so lange die Politiker der Altparteien, die den Zustand nicht nur der Bahn, sondern ganz Deutschlands verschuldet haben, so weiterwursteln können wie bisher.

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17 Antworten

  1. „Ist die Deutsche Bahn AG überhaupt noch reformierbar ?“

    Von meiner Seite ein klares JA! Und wie sieht die Lösung aller Bahnprobleme aus? Ganz einfach: alle Bahnmitarbeiter werden durch Politiker in den Bereichen
    a) Betriebstechnische Dienststellen
    b) Verkehrstechnische Dienststellen
    c) Bautechnische Dienststellen
    d) Maschinentechnische Dienststellen
    z. B. als Lokomotivführer, Stellwerksmitarbeiter, Bahnhofs- und Gleissanierung, Regelung vom Güterverkehr, Vertrieb- und Verkaufsförderung, etc. eingesetzt.

    Ich bin mir sicher, dass mit diesem qualifizierten Personal binnen ZWEI Wochen alle strukturellen Probleme der DB gelöst sind und die Züge zu 99 Prozent pünktlich an ihrem Ziel ankommen.

    Carpe diem.

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  2. @Ist die Deutsche Bahn AG überhaupt noch reformierbar ?
    was nennen sie „reformierbar“ ?
    Natürlich – mit den entsprechend notwendigen Befugnissen !
    erstens – Kriegsrecht ausrufen ( eingeschränkt auf Verkehr und Bahn )
    zweitens – Vorstand, Aufsichtsrat und bis zum Abteilungsleiter verhaften und wegen Hochverrat vor den Kriegsrichter
    drittens – kompetente Fachleute aus der Bahn auf die Organisationsposten setzen und unterstützen, anstatt ihnen ins Genick zu atmen und die eigenen Taschen zu füllen

    Gehen tut das schon – sie müssen nur die entsprechende Machtposition besetzen und wollen !

    Wenn sie aber den Augias-Stall der Teppich-Etage nicht rigoros ausmisten, dann können sie es auch ganz sein lassen.
    Was nicht geht : im Korruptions–Stadl mit einigen kleinen Schräubchen einen Erfolg einfahren, und dabei den Füllstand der eigenen Taschen noch zu erweitern !

  3. Die Deutsche Bahn bildet exakt den Zustand dieses Landes und einen Großteil seiner Bevölkerung ab.
    Mehr fällt mit zu diesem Thema nicht mehr ein.

  4. Evelyn Palla (Quote?) verkündet vorsorglich gleich zu Beginn ihrer neuen Tätigkeit (?): : Bei der Bahn wird jetzt alles anders. Aber in punczo Pünktlichkeit heißt das: Das wird sehr, sehr lang dauern (Länger als bis 2070?) Da hätte man gleich das alte Personal weiterwurschteln lassen können.
    – Übrigens scheint der Katalog der Verspätungsbegründungen zeitgemäß abgespeckt: Nicht mehr „Menschen/Personen/Kinder/Schafe im Bahnbereich“. Schade eigentlich, war einen Lacher wert.

  5. Nun haben wir jetzt auch die Verhältnisse der DR der DDR bei der DB, wenn ich die Beschreibung so lese. Damals war ich als Student viel mit der DR unterwegs es kostete fast nichts mit einer Studentenfahrkarte. Den Rest der miserablen Verhältnisse werden wir in Kürze auch erreichen.
    Gute N8 D.

  6. sozen w/m/d_ings haben über Arbeit reden gelernt,weiter kamen die in den rotgrünen Kommikations Kursen nicht.Die Beständigung am Kurse teilgenommen zuhaben,ist so ge_wichtig wie Sack Reis ,der in China blablabla aus dem Stuhlkreis kippt ! Eine von sozen „ge_managte“ Firma ist der gefährlichste ,“Arbeitsplatz “ der BRD. Da führt keine Schiene drum herum.

  7. Es müsste eigentlich heißen, ist Deutschland noch reformierbar?
    Und meine klare Antwort ist NEIN! Denn wer glaubt das uns die etablierten Politiker da heraus holen wollen , ist ein Einfalspinsel. Sie hatten und haben den Auftrag, Deutschland abzuwickeln!

  8. Auf meiner Reise ins Bergische Land habe ich geschätzt zehn Umstiege von Regionalzug zu Regionalzug gehabt.
    Ausnahmslos sämtliche Regionalzüge hatten mehr als zehn Minuten Verspätung; manche bis zu 30 Minuten Verspätung. Grund meist: Vorrangfahrten für ebenfalls verspätete Schnellzüge.
    Das geht so nicht weiter, jedenfalls aus meiner Sicht geht es so nicht weiter.
    Wenn dauernd die Regionalzüge durch Schnellzüge ausgebremst und die Langsamfahrer benachteiligt werden, werden auch mit den Regionalzügen weniger Leute fahren.
    Meine zeitliche Verspätung summierte sich am 08. November 2025 auf fünf Stunden Fahrtzeit.
    Kommt noch hinzu, dass in den meisten Regionalzügen, die ich genutzt hatte, die Toiletten verschlossen waren (außen an der Toilette symbolhaft als nicht nutzbar gekennzeichnet).

    Die Politiker haben in ihrer Naivität darauf gesetzt, dass Leute vermehrt den ÖPNV zur Fortbewegung nutzen sollen. Dass aber hierzu die Infrastruktur fehlt, ist diesen „Fachkräften“ und ihren „fachkräftigen“ Zu- und Mitarbeitern augescheinlich nicht aufgefallen.

  9. Ich stimme Ihnen zu.
    Muss mit dem Zug zur Arbeit fahren. Letzte Woche:
    Hinfahrt: Mit 15 Minuten Verspätung losgefahren und mit 40 Minuten Verspätung angekommen.
    Rückfahrt: Start mit 20 Minuten Verspätung und mit 37 Minuten Verspätung angekommen.

    Ich habe das Gefühl, dass es erst mit Corona, bzw nach Ende von Corona so richtig mit den Verspätungen anfing.

    1. Ihr Gefühl täuscht Sie.
      Schon seit mindestens 10 Jahren kann man ziemlich sicher sein, daß man eine Stunde später ankommt als geplant, sofern man zweimal oder öfter umsteigen muß.

  10. Hier mal einiges von damals bei der DR wo jetzt die DB hin will.
    Da fuhren Personenzüge vom Süden der Republik bis an die Küste man wahr stundenlang unterwegs, oft so 24 h weil der Zug an jeder Milchkanne anhielt. Manchmal war der Zug Knüppel dicke voll und manchmal war man fast alleine im Wagon. Je nach dem wo der Zug in welcher Region fuhr. Man sparte aber den D Zugzuschlag. Wenn welche im Norden dienten und Kurzurlaub bekamen, aber im Süden der DDR wohnten, dann reichte es nur um guten Tag zu sagen um dann wieder die Reise zum Standort anzutreten.
    Im Winter froren regelmäßig die Weichen ein.
    In meiner Jugendzeit wohnten wir an einer Strecke da fuhr ein D Zug von Leipzig nach Wolgast. Von Oranienburg bis Prenzlau fuhr der maximal 50 km/h. Auf der Strecke fuhren auch die Militärtransporte der Roten Armee. hinter unserem Miethaus vorbei. Wenn die Panzer geladen hatten dann wackelte das ganze Geschirr im Schrank, obwohl die sehr sehr langsam fuhren. Da gab es Strecken da gab es von Berlin ins Umland aus stundenlang keine Verbindung.
    Von meinem Standort bei der NVA über Berlin war ich ca. 8 h mit der Bahn unterwegs mit dem Motorrad ca. 1 h, das hatte ich aber nur als EK am Standort und wurde heimlich geduldet,
    Von den Wintermonaten da gibt es unendliche Geschichten über die DR.

  11. „Die Anstalt“ hat zu diesem Thema bereits Anfang 2019(!!!) in exzellenter Weise alles gesagt. Seither hat sich nichts, aber auch gar nichts für die Bahnkunden zum Besseren gewendet. Rückblickend kann man nur konstatieren, daß bereits die damalige Privatisierung der Deutschen Bahn vorrangig dazu diente, das funktionierende System Bahn zu zerstören, indem viel zu viel Geld in private Hände floß.

    Ich hoffe, die Internetadresse stimmt. Ich kann l,1 und I nicht voneinander unterscheiden, wenn im Original nur ein senkrechter Strich ohne schräge oder waagrechte Häkchen zu sehen ist.

    1. Ein l war es wohl nicht. Ich versuche es im Folgenden sowohl mit I wie mit 1. Eines klappt dann hoffentlich:

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