Montag, 26. Februar 2024
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Jubiläum: Der neunjährige Ukrainekrieg wird heute ein Jahr alt

Jubiläum: Der neunjährige Ukrainekrieg wird heute ein Jahr alt

Stellvertreterkrieg in der Ukraine (Symbolbild:Imago)

Wie lange dauerte der dreißigjährige Krieg? Wenn man nicht gerade Annalena Baerbock fragt, hat man gute Chancen auf eine richtige Antwort: Dreißig Jahre. Von 1618 bis 1648. Wie lange dauert der 2014 begonnene Ukrainekrieg schon? – Neun Jahre? – Pah! Es ist nur ein Jahr. Warum? Weil Krieg und Angriffskrieg nicht dasselbe sind. In der Ukraine herrscht nämlich gar kein Krieg. Dort herrscht “Putins Angriffskrieg”. Und der ging erst am 24. Februar 2022 los. Jubiläum für die Blöden.

Am 24. Februar 2022 wusste eine riesige Anzahl von Deutschen nichts mit dem Wort “Ukraine” anzufangen. Eine Ahnung hatten viele, aber sie waren sich nicht ganz sicher. War die Ukraine ein Land irgendwo “jwd” (“janz weit draußen”) und die Ukulele ein Saiteninstrument? Oder war es umgekehrt? Heute wissen alle, wie es richtig ist. Die Ukraine ist ein Land in Osteuropa. Und größer als Frankreich ist es auch. Ein überfallenes Land – was ja noch ginge, weil es überfallene Länder en masse gibt, ohne daß man sich groß darüber aufregen müsste. Aber diese Ukraine da, die wurde von den Bösen überfallen, den Russen nämlich – und nicht von den Guten, wie sich das bei einem anständigen Überfall gehört. Nur die USA machen anständige Überfälle auf Länder. Die Russen hingegen sind böse und machen nur unanständige Überfälle. Gottseidank haben die anständigen Überfälle die absolute Mehrheit.

Lange (Vor-)Geschichte

Der Ukrainekrieg ging lange vor dem 22. Februar 2022 los. Im Jahr 2013 war ein Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine so gut wie unterschriftsreif, als die russische Regierung in Kiew vorstellig wurde und anmerkte, so gehe es nicht. Und zwar wegen eines Freihandelsabkommens, das zu diesem Zeitpunkt zwischen der Ukraine und Russland bestand. Der russische Einwand: Mit einem Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der EU würde die Ukraine quasi zu einem Transitland für den zollfreien Export von EU-Gütern nach Russland werden. Der ukrainische Präsident Janukowitsch müsse sich schon entscheiden: Entweder Assoziierungsabkommen mit der EU oder Freihandelsabkommen mit Russland. Janukowitsch legte daraufhin das EU-Assoziierungsabkommen mit der EU auf Eis. Er wollte lieber das Freihandelsabkommen mit Russland beibehalten. Ob nicht doch beides zur allgemeinen Zufriedenheit hätte geregelt werden können, steht in den Sternen, da sich spätestens ab diesem Zeitpunkt ein anderer Regisseur in den Vordergrund drängte und fortan darüber bestimmte, wie es weitergehen sollte. Das waren die USA.

Die amerikanischen Pläne, sich vermittels ihrer europäischen Satelliten bis an die russische Grenze heranzuschleichen, waren gescheitert. Es bedurfte also einer Korrektur. Schließlich gab es in der Westukraine genügend Leute, die lieber das Asoziierungsabkommen mit der EU geschlossen hätten, als das Freihandelsabkommen mit Russland beizubehalten. Diese Leute ließen sich nutzen im amerikanischen Interesse. Daß es sich dabei um ukrainische Nationalisten handelte, die den Faschistenführer Stepan Bandera verehrten, war zwar nicht gerade schön, aber Nützlichkeit geht nun einmal vor Schönheit. Es galt, mithilfe dieser hässlichen Ukronazis den Sturz der russlandfreundlichen Regierung Janukowitsch vorzubereiten. In der Folge infiltrierten dann diverse westliche Stiftungen, reichlich mit finanziellem Schmiermittel ausgestattet, die notorisch korrupte Ukraine, ergänzt durch eine gewisse Anzahl militärischer Experten von “Blackwater” respektive “Academi”, um dort mit den Ukronazis zusammen einen Putsch gegen die Regierung Janukowitsch auf die Beine zu stellen. Diese Ukronazis hielten schon damals überhaupt nichts von ihren russischen Landsleuten, vornehmlich im Osten der Ukraine. Im Spätherbst 2013 begannen dann die Proteste auf dem Maidan von Kiew gegen die Regierung – und im Februar 2014 waren sie schließlich von Erfolg gekrönt. Janukowitsch musste fluchtartig das Land verlassen. Ersetzt wurde seine Regierung durch prowestliche Marionetten.

Donbass-Ukrainer zu Orks

Damit wiederum waren die ethnischen Russen in der Ukraine überhaupt nicht einverstanden. Der vertriebene Präsident war schließlich auch mit ihren Stimmen gewählt worden – und jetzt war er ersetzt worden durch Leute, die ihnen alles andere als freundlich gesinnt gewesen sind. Die ethnischen Russen im Osten der Ukraine begannen, auf ihren Autonomiestatus zu pochen. Quasi über Nacht wurden sie aber von den Westukrainern gar nicht mehr als Autonomisten bezeichnet, sondern als Separatisten. Unterstellt wurde ihnen, sie wollten die Ostukraine aus dem Staatsgebilde der Ukraine herauslösen, um sich Russland anzuschließen, was zu diesem Zeitpunkt aber noch gar nicht der Fall gewesen ist. Sie wollten ihre Minderheitenrechte gewahrt wissen, russisch sprechen und ihre freundschaftlichen Beziehungen über die Grenze hinweg nach Russland aufrecht erhalten. Viele Ostukrainer arbeiteten in Russland, nicht zuletzt deswegen, weil die russischen Durchschnittslöhne die ukrainischen um das Dreifache überstiegen. Doch auf einmal waren sie zu “Orks” erklärt geworden, zu Ukrainern zweiter Klasse, zu “Untermenschen” quasi, und sahen sich fortan im eigenen Land von ihrer Regierung nach Strich und Faden drangsaliert. Ab Februar 2014 begannen dann auch die jahrelangen Angriffe der ukrainischen Armee auf die Autonomisten im Donbass, in deren Verlauf zigtausende Zivilisten in der Ostukraine ermordet wurden. In Donezk erinnert die “Allee der Engel” an die Kinder, die in den Jahren 2014 und 2015 von der ukrainischen Armee ermordet worden sind.

In Russland begann allmählich die Verzweiflung angesichts des Schicksals der ukrainischen Brüder im Donbass. Im Kreml beobachtete man eine Entwicklung, die auch aus einem anderen Grund als sehr bedenklich eingeschätzt werden musste.

Die Krim-Frage

Was hierzulande andauernd unter den Tisch fallen gelassen wird, ist die Tatsache, daß die Krim anläßlich der ukrainischen Unabhängigkeit vom Rechtsnachfolger der Sowjetunion, Russland also, im Jahr 1991 ebenfalls einen Autonomiestatus vertraglich zugesichert bekommen hatte. Der Grund hierfür ist einleuchtend: In Sewastopol auf der Krim war – und ist bis heute – die russische Schwarzmeerflotte beheimatet, was für den Kreml von enormer geopolitischer Bedeutung ist. Schließlich gibt es vom Schwarzen Meer aus einen Zugang ins Mittelmeer – und von dort aus einen in den Atlantik. Außerdem haben die Russen von dort aus die Möglichkeit, ihre eigene Schwarzmeerküste und die kaukasische bis hinunter zur türkischen vor westlicher Infiltration zu schützen. Daß der Autonomiestatus der Krim und damit das Recht, die russische Schwarzmeerflotte in Sewastopol zu halten, nicht lange mehr respektiert werden würde, mußte man im Kreml anhand des Umgangs der in Kiew installierten US-Marionetten Jazenjuk und Poroschenko mit der Autonomie der ethnischen Russen im Donbass befürchten.

Aber es gab eine elegante Möglichkeit, das Problem zu lösen, da die große Mehrheit der Krimbewohner ethnische Russen waren. Ukrainisch war die Krim ohnehin erst im Jahr 1954 geworden, nachdem sie jahrhundertelang zuvor russisch gewesen war. Nikita Chrustschow hatte die damals innersowjetische Krim einfach den ukrainischen Sowjets zugesprochen, ohne daß es dafür eine plausible Begründung gibt. Außer Wodka, vielleicht. Es bot sich für den Kreml im Jahr 2014 also an, ein Referendum auf der Krim abzuhalten zu der Frage, ob die Krimbewohner nicht lieber zu Russland gehören wollten. Die wollten das. Es kam zur Sezession – und die wiederum wurde im Wertewesten als Annexion diffamiert. Der deutsche Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider behauptete sogar, Russland sei völkerrechtlich verpflichtet gewesen, die Sezession der Krim zu unterstützen.

Was war noch gleich im Jahr 2014?

In Erinnerung geblieben sind die Bilder einer Frau Victoria “F*ck the EU” Nuland, die während der Maidan Proteste in Kiew zu Fuß unterwegs gewesen ist, um Gebäck an die – teilweise gekauften – Demonstranten zu verteilen. Das ist dieselbe Frau, die am 27. Januar 2022 verkündete, Nord Stream 2 würde – wörtliches Zitat: “One way or another” – sein Ende finden, ehe anderthalb Wochen später der mutmaßliche, auf jeden Fall aber umstrittene und sehr wahrscheinlich demente US-Präsident Biden sinngemäß dasselbe verkündete – und zwar im Beisein von Bundeskanzler Olaf dem Anständigen.

Wer im Jahr 2014 bereits mit den Betrachtungen des ehemaligen Beraters mehrerer US-Präsidenten, Zbigniew Brzezinski (2017 verstorben), zur geopolitischen Strategie einer Vorherrschaft der einzig verbliebenen Weltmacht vertraut gewesen ist und auch die entsprechenden Einlassungen anderer Neocons in den USA dazu kannte (Stratfor/Friedman, Kagan, Burns, Wolfowitz et al), der konnte sich bereits im Jahr 2014 keinerlei Illusionen mehr darüber machen, worum es in der Ukraine ging: Um die Verwandlung der völkerrechtlich “souveränen Nation” Ukraine in einen westlichen Aufmarschplatz für einen künftigen Krieg mit Russland einerseits und um den Ausverkauf ukrainischer Ressourcen an westliche Konzerne andererseits. Heute befinden sich 17 Millionen Hektar bester korrupt-ukrainischer Ackerfläche im Besitz der Konzerne Cargill, DuPont und – via Monsanto – auch in den Händen des Bayer-Konzerns. Das ist mehr als die Hälfte der gesamten ukrainischen Ackerfläche, und mehr, als ein Land wie Italien insgesamt aufzuweisen hat.

Ausverkauf der Ukraine

Die beiden größten Vermögensverwalter der westlichen Welt, Vanguard und BlackRock, haben sowohl große Aktienanteile an diesen agro-industriellen Unternehmen als auch an den zehn größten Wallstreet-Banken. Unterdessen wurden einige wenige Ukrainer unermeßlich reich, neben Poroschenko zwischen 2014 und 2019 der Präsident seit 2019, Wolodymyr Selenskyj, der zunächst in seiner Rolle als “Diener des Volkes” in der gleichnamigen und überaus populären Fernsehserie als politische Figur aufgebaut worden war, um diese Rolle dann vom Fernsehen in den ukrainischen Regierungssitz zu transferieren. Seither spielt er den “Diener des Volkes” dort. In Wahrheit fungiert er allerdings als westlicher “Ausverkäufer des Volkes” – und angesichts der militärischen Aussichtslosigkeit im Jahr 2023 heute auch als “Schlächter des ukrainischen Volkes”.

Die Bundesrepublik Deutschland unter Kanzlerin Angela Merkel versuchte über die Konrad-Adenauer-Stiftung und die beiden Klitschkobrüder im Jahr 2014 offenbar, ebenfalls einen Teil der Beute für sich zu sichern und einen geopolitischen Fuß mit in die ukrainische Tür zu bekommen, was allerdings damals schon abseits seiner Verwerflichkeit als strategische Blauäugigkeit hätte identifiziert werden können. Das amerikanische “Engagement” in der Ukraine spielte offenbar damals bereits mit dem Kalkül, die Ukraine zugleich auch in einen Baseballschläger gegen die EU – und ganz besonders gegen Deutschland zu verwandeln.

Unschöne verdrängte Bilder

Dennoch wurde dann das Minsker Abkommen unterzeichnet, in dem es um eine friedliche Beilegung des Donbass-Konflikts (ukrainisch: Donbas) und die Beachtung der Autonomie für die Ostukraine ging. Sowohl Macron als auch Merkel und Selenskyj selbst haben inzwischen ausgeplaudert, daß bereits bei der Unterzeichnung des Abkommens keiner der westlichen Unterschriftengeber ernsthaft daran dachte, das Abkommen zu beachten. Es diente einzig und allein einem für nötig erachteten Zeitgewinn zur weiteren Aufrüstung der Ukraine gegen Russland.

Im Mai 2014 gingen dann Bilder aus Odessa um die Welt, die nur noch Ekel und Entsetzen auslösten: Ukronazis hatten prorussische Anti-Maidan-Demonstranten gejagt, die sich daraufhin ins Gewerkschaftshaus retteten. Das Gewerkschaftshaus wurde angezündet. Wer sich aus den Flammen retten wollte und auf die Straße sprang, um dort schwer verletzt liegen zu bleiben, wurde selbst dann noch mit Baseballschlägern traktiert. Unvergeßlich bleibt das Bild der angekokelten Leiche einer Schwangeren aus dem Inneren des Gewerkschaftshauses. Der Hauptverantwortliche für dieses Massaker ist angeblich der ukrainische Parlamentsabgeordnete Olekseij Goncharenko (42), Sohn des vormaligen Bürgermeisters von Odessa und heutiges Mitglied der ukrainischen Delegation bei der parlamentarischen Versammlung des Europarats. Jüngst sind Fotos aufgetaucht, auf denen er zusammen mit einer strahlenden Ursula von der Leyen und mit der Ex-Sprecherin des US-Repräsentatenhauses, Nancy Pelosi, abgebildet ist. Das Pelosi-Foto ist wenige Tage alt, entstanden bei der Münchener Sicherheitskonferenz 2023.

Nach 2014

Etwa ab 2015 verschwand dann die Ukraine für einige Jahre aus dem Blickwinkel der deutschen Öffentlichkeit, weil sich etwas anderes in den Vordergrund drängte, nämlich die Migrationskrise (“Refugees welcome!”) und Merkels “Wir schaffen das”. In der Ukraine am Ball blieben Leute, die mit Deutschland eher weniger zu tun hatten. Einer davon ist der berühmte Dokumentarfilmer, Regisseur und dreimalige Oscar-Preisträger Oliver Stone. 2016 brachte er seine erschütternde Dokumentation “Ukraine on fire” heraus, gefolgt von “Reveiling Ukraine” im Jahr 2019. Vieles von dem, was man heute über die derzeitige US-Regierung und die amerikanischen Neocons wissen sollte, ist in diesen Dokumentarfilmen bereits bestens erklärt, so etwa das Zusammenspiel von Poroschenko mit der CIA und das Engagement des Biden-Clans mit seinen zwielichtigen Geschäften in der Ukraine, Biolabore inklusive. Auch die Panik Poroschenkos angesichts des überraschenden Trump-Sieges im Jahr 2016 wird nachvollziehbar erklärt anhand der ukrainischen Verbindungen bei der Konstruktion des “Russia Collusion”- Hoaxes gegen Trump, dieser erfundenen Geschichte, die Trump vom Wahlkampf 2016 durch seine gesamte Präsidentschaft wie ein Klotz am Bein hing und erst seit relativ Kurzem als komplette Erfindung feststeht. Ohne, daß dafür übrigens irgendwer strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wäre. Bis heute nicht.

Ebenfalls ist in dieser Zeit der Dokumentarfilm “Ukrainian Agony” (deutsch: “Der vergessene Krieg“) entstanden, während in Westeuropa – also auch in Deutschland – das Thema Ukraine, das zuvor durch die Migrationskrise aus dem Blickwinkel geraten war, durch das Thema “Pandemie” weiterhin verdrängt wurde. Wer also nachträglich noch erforschen will, was in der Ukraine in den Jahren zwischen 2015 und 2021 gelaufen ist, der führe sich einmal die oben genannten Dokumentarfilme zu Gemüte. Sie eröffnen einen Blick in die Hölle der absoluten Trostlosigkeit auf Erden.

Medien: Änderung der Berichterstattung um 360, pardon: um 180 Grad

Aber auch ohne diese Dokumentarfilme kann jedermann eine äußerst merkwürdige, schlagartige Richtungsänderung in der westlichen Medienberichterstattung über die Ukraine konstatieren: Bis zum Jahr 2022 wurde die Ukraine nämlich – unisono selbst von linken Medien – noch zutreffend als das beschrieben, was sie seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1991 ununterbrochen gewesen ist: Ein megakorruptes Shithole. Die Schande am östlichen Rand der EU. Eines der Armenhäuser dieser Welt, das seiner ganzen Schätze wegen eigentlich längst hätte zu einem Paradies für die Ukrainer werden können, zu einer Schweiz Osteuropas. Der heute glorifizierte Selenskyj wurde als megakorrupter Komiker bezeichnet, der nichts von dem verwirklichte, was er im “Wahlkampf” 2019 noch angekündigt hatte. Ganz im Gegenteil: Es war Selenskyj, der systematisch jede Opposition unterdrückte und ein staatliches Medienmonopol errichtete.

Noch heute gibt es das Denunziationsportal “Myrotsvorets” in der Ukraine, einer Liste mit etwa 200.000 Namen und Informationen über Personen, die als “Feinde der Ukraine”, “russische Propagandisten” oder sonstwie “antiukrainisch” eingestuft worden sind. Darunter befinden sich berühmte Persönlichkeiten wie etwa der Pink Floyd-Bassist Roger Waters oder der Ex-UN-Waffeninspekteur Scott Ritter. Sich selbst bezeichnet “Myrotvorets” als “friedensstiftend”. Der barbarische Charakter dieser “Friedensstifter” wird auf der Homepage deutlich: Dort sind Fotos verwesender und zerstückelter Gesichter und Leichen zu sehen. Wenn eine der auf der Liste aufgeführten Personen stirbt – ob durch natürliche Ursachen, spurloses Verschwinden, ein Attentat oder einen verdächtigen Unfall – werden der Name und das Foto der Person mit der Aufschrift “liquidiert” versehen.

Putins Angriffskrieg oder Putins Eingriffskrieg?

Mit dem Einmarsch der russischen Armee am 24. Februar 2022 in die Ukraine wurde aus dem Land in der westlichen Medienlandschaft aber über Nacht das Unschuldslamm überhaupt und die Ukraine zum Ort, an dem Freiheit, Demokratie und sämtliche behaupteten Werte des Westens verteidigt werden – und aus dem vormaligen oberkorrupten Oberukrainer Selenskyj wurde der heilige Wolodymyr. Reichlich merkwürdig, oder? Daß sich ein Land und sein Präsident aber auch dermaßen schlagartig läutern können!? – Sehr mysteriös. Tatsächlich offenbart diese schlagartige “Läuterung” Selenskyjs und der Ukraine aber etwas ganz anderes: Daß fast der gesamte westliche Medienmainstream aus nichts anderem als politisch gesteuerten Mietmäulern besteht, die gefälligst das zu schreiben haben, was ihnen aufgetragen wird – und niemals das, was eigentlich der Wahrheit entspräche. Die Ukraine ist 2023 ein noch viel größeres Shithole, als man bis 2022 ohnehin schon angenommen hatte.

Aber gut… was ist nun passiert am 24. Februar 2022? Die Russen haben die Grenze zur Ukraine überschritten, um dort eine in Moskau so genannte “Militärische Spezialoperation” durchzuführen. Das Gejaule der westlichen “Unschuldslämmer” war entsprechend. Aber stimmt das überhaupt, daß es sich um “Putins Angriffskrieg” handelt? Rein formal kann man das im Westen bei allem Willen zur Selbstexkulpation schon behaupten. Extrem böswillig ist es trotzdem – weil Realität und Formalie zwei unterschiedliche Dinge sind. Wenn man schon die Phrase “Militärische Spezialoperation” nicht verwenden will im Westen (selbst der ehemalige ukrainische Präsidentenberater Olekseij Arestovych verwendete sie übrigens), dann wäre um der hehren Wahrheitsliebe “Putins Eingriffskrieg” noch immer passender als ausgerechnet “Putins Angriffskrieg”. Es ist Wladimir Putin gewesen, der anderthalb Jahrzehnte lang händeringend vor dem gewarnt hatte, was dann am 22. Februar 2022 Realität geworden ist. Abgesehen davon gibt es jahrhundertealte Definitionen des Angreifers im Krieg, die sich mit “Putins Angriffskrieg” nicht vertragen. Friedrich der Große, Machiavelli und Montesquieu hatten als “Angreifer” definiert, wer seinen Gegner zwingt, zu den Waffen zu greifen. In diesem Zusammenhang wäre dann zu fragen, wer hier wen wozu gezwungen hat – und ob wirklich der 24. Februar 2022 “das Datum” ist – und nicht doch eher letztlich der 16. Februar 2022 der ausschlaggebende Tag war, das Datum, welches das Faß eigentlich zum Überlaufen brachte.

Vergebliche Verhandlungslösungen

Denn: Bereits im Dezember 2021 hatte der Kreml zum letzten Mal versucht, eine Verhandlungslösung für die Ukraine zu finden und deshalb ein entsprechendes Schreiben nach Washington verschickt mit der Bitte, sich noch einmal zusammenzusetzen zur Frage einer gleichen Sicherheit für alle in Europa. Dieses Schreiben wurde nicht einmal mehr beantwortet. Und obwohl es damals bereits kein Geheimnis mehr gewesen ist, daß sich die Präsenz russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine massiv verstärkt hatte, kam es tatsächlich zu einem Angriff – und zwar am 16. Februar 2022, wie die OSZE berichtete. Die ukrainische Armee hatte am 16. Februar 2022 eine Angriffswelle mit Artilleriegeschützen auf den Donbass begonnen. Deren Höhepunkt wurde von der OSZE am 19. Februar 2022 registriert mit über 2.000 Geschützeinschlägen im Donbass. Daß der 24. Februar 2022 der Beginn jenes Ukrainekrieges gewesen sei, der seither als “Putins Angriffskrieg” bezeichnet wird, ist reine Willkür.

Wenn überhaupt, dann kam es am 24. Februar 2024 “endlich zum russischen Eingriff in einen Krieg, der am heutigen Tag nicht ein Jahr alt geworden ist, sondern bereits seit neun Jahren im Gange ist. Zuletzt hat das nicht einmal NATO-Generalsekretär Stoltenberg mehr bestritten. Daß dieser Krieg seit neun Jahren im Gange ist, dafür gibt es Schuldige: Die USA, Großbritannien, die westeuropäischen US-Vasallen und eine megakorrupte, vom Westen per Putsch installierte ukrainische “Regierung”. Sie alle wussten ganz genau, was sie getan hatten, hatten sich allerdings in einem Punkt ganz dramatisch verkalkuliert: “Der Putin wird schon nicht…” – Oh doch. Putin hatte sich lange genug bitten lassen, ehe er sich sagte: “Ihr wolltet es nicht anders.

Der amerikanische Krieg

Der Krieg ist eine Tatsache seit Menschengedenken. Die politische Kunst besteht darin, den Krieg zu vermeiden. Auf eine solche Kunstfertigkeit sind naturgemäß diejenigen am meisten angewiesen, die sich nicht sicher sein können, daß sie einen Krieg auch gewinnen können, sollten sie sich in einen hineinmanövrieren (lassen). Die einzig verbliebene Supermacht nach dem Zerfall der Sowjetunion hat in den vergangenen dreißig Jahren nachweislich am wenigstens Interesse an der Kriegsvermeidung gezeigt, ganz im Gegenteil. Dort glaubte man offenbar: “The winner takes it all”. In der Ukraine ist das aber wieder einmal schiefgegangen. Seit dem Vietnamkrieg, der 1975 endete, geht es andauernd schief. Das einzige, was dennoch immer gleich geblieben ist, das ist die amerikanische Arroganz trotz allem; die Unfähigkeit zur Einsicht, daß man trotz des größten Militärbudgets der Welt – so groß wie das der Länder auf den Plätzen 2 bis 16 zusammengenommen – nicht mehr der garantierte Sieger ist. Das ist die Konstante, nichts anderes. Das legendäre amerikanische Großmaul mit seinem Hang zur grundlosen Selbstüberhöhung. Der amerikanische Exzeptionalismus.

Die EU hätte ab spätestens 2008, als erstmals eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine auf der Agenda erschien, vehement widersprechen müssen. Besser schon Mitte der Neunziger Jahre, als das mit der NATO-Osterweiterung entgegen aller Versprechen, die noch 1990 der Sowjetunion gegenüber gemacht worden waren, begann. Ja, hallo? Wir standen in der Kubakrise kurz vor dem Dritten Weltkrieg, als die Sowjetunion Atomraketen direkt vor der amerikanischen Haustür stationieren wollte. Aber die Russen hätten das mit ihrem “Kuba”, der Ukraine also, widerspruchslos hinzunehmen? Auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2021 hatte Selenskyj genau das gefordert: Die Stationierung westlicher Atomraketen in der Ukraine. Wie kann man auf ein derartig schmales Brett kommen?

Aus der Ukrainisierung Russlands wurde nix

Bereits zu Beginn der Nullerjahre, als Boris Jelzin nach einem für die Russen fürchterlichen Jahrzehnt endlich weg vom Fenster war und Putins Aufstieg begann, hätte klar sein müssen, daß der sich nicht so leicht über den Tisch würde ziehen lassen wie die Schnapsnase vor ihm. Und tatsächlich hatte Putin auch wahnsinnig viel verbessert für sein Volk. Alle Eckdaten beweisen das aufs eindrücklichste: Durchschnittseinkommen, Lebenserwartung, Krankheiten, Infrastruktur, Alkoholismus, Suizide – alles wurde unter Putin sagenhaft viel besser.

Da wurde im Westen allmählich klar, daß es mit der wirtschaftlichen “Ukrainisierung” Russlands im gigantischen Maßstab nichts werden würde. Die Russen dachten gar nicht daran, sich in ein gigantisches Armenhaus nach ukrainischem Vorbild verwandeln zu lassen angesichts des gesamten Reichtums an Bodenschätzen und Energie, der ihr eigener Reichtum ist – und eben nicht der von irgendwelchen westlichen Großkonzernen zum Zwecke von deren Bereicherung durch die Ausbeutung von Russen zu Drittweltkonditionen. Für Wladimir Putin gilt: Russland den Russen. Nichts wird es mit der Aufteilung in unabhängige Republiken, die sich hernach schön gegeneinander aufwiegeln lassen. Bravo! Für Orban gilt: Ungarn den Ungarn. Aber Deutschland den Deutschen? Ums Verrecken nicht. Und jetzt verreckt es eben. – F*ck diesen ganzen globalistischen Scheißdreck!

Die deutschen Unschuldslämmer

In Deutschland spuckt man aber am 24. Februar 2023 Gift und Galle über Putin und Russland. Wegen eines “russischen Angriffskrieges”, der heute ein Jahr alt geworden ist. Was ist der tiefere Grund? Putin führt einem drastisch vor Augen, was für ein vassallischer Wurm man selber ist im Gegensatz zu den selbstbestimmten Russen. Eigentlich ist es sogar noch schlimmer. Putin führt den Deutschen vor, was für ein vassallischer, hinterhältiger, verlogener, wortbrüchiger, feiger und armseliger Wurm sie sind am Rockzipfel derer, die es alles andere als gut mit ihnen meinen, wie die Sprengung von Nord Stream unwiderlegbar beweist. “Schöne Scheiße”, oder?

Klar, daß man daran nicht selber schuld sein will. Das müsste nämlich Konsequenzen haben, die man ausgerechnet in dieser Situation lieber nicht ziehen würde. Vertrauen sie Ihrer Bundesregierung! Der klugen Frau von der Leyen auch. Und Baerbock sowieso. Also auf in “Einigkeit und Recht und Freiheit”! Laßt uns am heutigen 24. Februar 2023, vor Pseudomoral triefend und krokodilstränenreich, den ersten Jahrestag von “Putins Angriffskrieg” zelebrieren! Laßt uns Schimpfwörter gen Russland spucken! Vielleicht findet sich ja noch das eine oder das andere russische Schulkind in Deutschland, das noch nicht richtig gedemütigt, gemobbt oder gar verprügelt worden ist? Vielleicht gibt es ja noch irgendwo einen Feinkostladen, in dem die “russischen Eier” noch nicht in “ukrainische Eier” umbenannt worden sind? Laßt uns diesen Sauladen niederbrennen! Wir sind Deutsche! Wir sind NIE an irgendetwas selber schuld – und wenn wir es niederbrennen müssen, um nicht schuld zu sein. Deutschland, Deutschland über alles? – Wunschdenken. So geht das, wieder einmal: Deutschland, Deutschland unter aller Sau!

 

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Auf Ansage! schreiben unterschiedliche Autoren mit ganz unterschiedlichen Meinungen zum Russland-Ukraine-Konflikt. Die Beiträge der jeweiligen Verfasser geben daher nur dessen persönliche Meinung wieder, nicht die der Redaktion.

29 Antworten

  1. Na herzlichen Glückwunsch Rüstungsindustrie, nach der Pharmaindustrie hängt ihr jetzt am Tropf der arbeitenden Bürgerschaft. Bis zur letzten Wohnung, zum letzten Häuschen. Den Mädchen die Brüste amputiert und den Jungs stinkende Löcher kreiert.
    Die FDP schaut verschämt zur Seite, besser am Amt kleben, als schlecht…. ach geschenkt. StraZi das letzte Geschoss, die letzte Patrone der FDP und Kubacke unterschreibt gegen Wagenknecht und gegen Frieden. Wer hat uns verraten?

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  2. Die vollständigste chronologische Darstellung und plausibelste historische Einordnung der Ereignisse, die ich bisher las. Danke, Max Erdinger!

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  3. Kleine weiße Friedenstaube

    Kleine weiße Friedenstaube,
    zieh’ über Deutschland,
    alle Menschen wollen Frieden,
    die noch bei Verstand.

    Sage allen, Friedensflieger,
    die indoktriniert,
    haben euch Wahrheitsverbieger
    gehirnamputiert.

    Fliege übers große Wasser,
    hin zum Bidenclan,
    sag’ dort jedem Friedenshasser,
    lass’ ab von deinem Wahn.

    Fliege nicht zu lang’ ins Weite,
    geschieht dir ein Unglück,
    ist Deutschland sonst völlig Pleite,
    kommst du nicht bald zurück.

    (Melodie: DDR-Kinderlied, Text plagiiert)
    siehe auch: Harald Rosenberger, Straden, Kleine weiße …

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  4. Lieber Herr Erdinger, ich bewundere Sie ja schon seit langer Zeit, aber dieser Artikel – ich habe ihn noch gar nicht zu Ende gelesen, aber die ersten beiden Absätze haben mich schon total begeistert – ist ein fulminantes Meisterwerk!!! Danke dafür!

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  5. Wer sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild machen möchte, was in der Ostukraine geschehen ist, der schaue sich dieses Video von Alina Lipp, einer mutigen deutschrussischen jungen Journalistin, an:

    “Donbass: Auf der Suche nach der Wahrheit – Teil 1 / Донбасс: в поисках правды – Часть 1”
    https://youtu.be/EUS1nKuMSbE

    Es wird in Kürze noch weitere Teile geben. Sie gehören zu einem Film, den Alina Lipp macht.

    Und hier die historische Einordnung des Maidan-Putsches von 2014 durch den Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser:

    “Dr. Daniele Ganser: Ukraine 2014, ein illegaler Putsch (Berlin 10.5.2015)”
    https://youtu.be/_sMfNmx0wKo

    Von alldem erfährt man in der Lügenpresse und im Gossenfunk, wie ARD & ZDF, natürlich NICHTS.

    Meiner Meinung nach hat die USA mit dem Ukraine-Krieg das Ende ihrer unipolaren Weltordnung selbst eingeläutet, wenn das auch nicht beabsichtigt war. Genau das macht die gesamte Situation so gefährlich.

    “Vor dem UN-Sicherheitsrat hat der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja darauf hingewiesen, dass sich ein Jahr später (nach dem russischen Einmarsch) in den Beziehungen zwischen Russland und der EU ein Abgrund aufgetan habe, in den Europa selbst stürze.”

    Wie wahr, wie wahr!

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  6. Selten einen dermaßen guten und aussagekräftigen Kommentar gelesen … Sollte als Pflichtlektüre jedem deutschen Mitbürger in die Hand gedrückt werden, der immer noch glaubt mit der Tagesschau und anderen politisch unterwanderten Presseorganen eine objektive, wahrheitsgemäße und unvoreingenommene Berichterstattung zu erfahren …

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    1. Das Traurige daran ist , das dieser Artikel nur von einer geringen Zahl der ARD / ZDF / RTL
      Glotzer überhaupt verstanden wird.
      Solange die Staatspropaganda die Massenverblödung zum Ziel hat sollte man schon
      Eigeninitiative ergreifen und sich unabhängig informieren.

  7. Vor einem Vierteljahr war es Wolf Reiser “Eine Stadt im Novembertaumel”, der mich ähnlich gefangen nahm – wenn auch aus komplett anderen Gründen.
    Ich sitze hier überrascht und überwältigt, daß da draußen eine andere deutsche Seele ist, die mir, detaillierter als ich es je könnte, erklärt: “Ich sehe es wie Du!”
    Von ganzem Herzen: Danke Max.

  8. Sehr geehrter Herr Erdinger, vielen Dank für die sehr gute Zusammenfassung der Ereignisse in der Ukraine.
    Ich hoffe, dass mein guter Freund “Karl Heinz” sich auch aufmerksam Ihren Artikel durchgelesen hat. Aber wahrscheinlich vertraut er weiterhin unseren “Qualitätsmedien” und denkt an seine “Nebelkerzen”, wenn er so was liest. Kann man nichts machen..

    Aber für aufgeschlossene Foristen habe ich noch zwei gute Tipps zur Ergänzung:
    Michael Grant: Schlachtfeld Ukraine – Angriffs- oder Präventionskrieg?, Broschüre Hamburg 2022

    und folgendes Video:
    https://odysee.com/Donbass:7268a2f2ba7fc43471dc673116150ea9525720f2

  9. In der Tat führt Kriesgsherr und FASCHIST Putin seit 2014 Krieg gegen die Ukraine, mit rechtswidriger Besetzung der Krim und Unterstützung der Separtisten im Donbas. Was die Putinisten nicht so gerne hören: In allen Bezirken der Ukraine (incl. Krim mit 54%) gab es 1990 eine deutliche Mehrheit für den Anschluß an die Ukraine, je westlicher, desto größer!! – Und waren seit 1950 in der BRD die Ost-Optionisten (vor allem aus der Nazi-Ecke) und Neutralisten eine kleine Minderheit, ebenso die sogen. Friedensbewegung 1980f. trotz 1 Mio. in Bonn!!

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    1. @info68 25. Februar 2023 Beim 12:26

      Erzählen Sie keine Geschichten.

      „Wollen Sie, dass die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Krim als Teil der UdSSR wiederhergestellt wird?” – Abstimmungsfrage beim Referendum über die Souveränität des Autonomen Gebiets Krim als Autonome Sozialistische Sowjetrepublik am 20.02.1991.

      Dafür stimmten 93,26%.

      https://www.sudd.ch/event.php?lang=de&id=ua031991

      Und beim Referendum über den Status der Krim am 27.02.2014 stimmten deshalb auch 95,5 Prozent für eine Wiedervereinigung der Krim mit Russland.

      1. Meine Daten habe ich von einer seriösen Quelle, aber kann ja nochmal nachsehen. Außerdem ist Ihre Angabe nur auf die Krim bezogen, nicht auf die Ukraine und Zugehörigkeits-Abstimmung. Jedenfalls -da besteht ja kein Zweifel- hat Putin 2014 keine Soz.Republik Krim eingenommen, überfallen, sondern die Krim als Bestandteil der Republik Ukraine, schon mal ein gewaltiger Unterschied, also argumentieren Sie hier unseriös. – 2. Die Abstimmung 2014 war illegal. Da hatten die Krimer ja die Putinsche Pistole am Kopf, waren illegal besetzt, und wissen wir ja, wie seriös-demokratisch es unter Putin zugeht, wo jede Opposition ausgeschaltet ist. Sowas ginge nur unter internationaler Aufsicht nach einem Autonomie-Prozeß. Habe ich nichts dagegen, aber wieso macht man, Euer Putin das dann nicht auch in Tschetschenien, Dagestan usw.?? – 3. Es verbietet sich -durchaus bei kritischer Betrachtung der US-Politik- angesichts der faschistischen Diktatur, Schweinereien und Kriegsverbrechen Putins (wie Plünderungen und Abtransport nach Rußland von allem, was man so im Alltag gebrauchen kann vom Kühlschrank bis zum Auto, wie Angriffe auf zivile Ziele) für jeden Menschen mit Anstand, Freiheitsbewußstein und Humanität, sich für ein Scheusal wie Putin, den neuen Hitler, einzusetzen!! – 4. Und erinnern die jetzigen mutigen Widerständler gegen Putin in Rußland, darunter viele junge Menschen, an die edel-deutsche Weiße Rose gegen Hitler. Sie sind das bessere Rußland, das hoffentlich einmal dort siegen wird.

        1. Die desinfo68 wieder. Keine Ahnung von den historischen Fakten, viel Gemeine & Gefinde. Alles Quatsch. Krim-Referendum 20.2.91 – zur SU. Unabhängigkeit der Ukraine von der SU am 24.8.91. Fortbestand der SU bis zum 26.12.91. Ergo: Krim-Referendum ’91 ein halbes Jahr älter als die Gültigkeit der ukrainischen Verfassung ab dem 24.8.91. Conclusio: Wenn jemand die Krim annektiert hat, dann war es die Ukraine im Jahr 1995 mit Verweis auf eine Verfassung, die im Februar ’91 noch gar keine Gültigkeit hatte. Und dann noch das: Desinfo68 hat seine Weisheiten aus einer “seriösen Quelle”. Als ob irgendwer zu unterstellen hätte, daß desinfo68 eine “seriöse Quelle” identifizieren kann. Ich zitiere jetzt zum letzten Mal das Wiener Original für dich: “Geh heasd, Oida. Geh schei**en!”

      2. So schaut’s aus. Und das Interessante am ´91er Krim-Referendum war ja, daß es noch zu Zeiten der Sowjetunion stattgefunden hat, ein halbes Jahr vor der Unabhängigkeit der Ukraine von der SU am 24.8.1991. Die SU selbst gab es noch bis zum 26.12.1991. Kassiert wurde das ’91er Krim-Referendum dann von der ukrainischen Regierung erst wieder im Jahr 1995 unter Berufung auf eine ukrainische Verfassung, die es im Februar ’91 noch gar nicht gegeben hatte. Wenn also “Krim-Annektion”, dann hat die Ukraine die Krim annektiert – nicht Russland.

  10. Und lieber -bei aller nötigen Kritik, aber wo lebte es sich besser: DDR oder BRD, Südkorea oder Nordkorea usw.? – ewig ein Vasall der USA (hatten seit 1950 eine prima Zeit mit ihnen in Freiheit, die es bei Putin nicht gibt, so wie einst in der schrecklichen SU, und Wohlstand, den es nie so in Rußland geben wird, daher schon aus der SU riesige Migrationströme in den von Erdinger gehaßten Westen), als je unter den gewissenlosen Putinisten (wie Erdinger, Chrupalla, Bystron, Hübner usw.) leben müssen, die auch nie eine Chance bekommen werden hier auf die Macht. – Sollen sie doch dann nach Moskau gehen ins ach so tolle Reich ihres Idols Putin, da können sie ihren neurotischen, jedes vernünftige Maß sprengenden Haß auf den Westen besser ausleben als hier.

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  11. Markus Decker

    Ferner fällt auf, worüber Wagenknecht nicht spricht: Russlands brutale Vorläuferkriege in Tschetschenien und Syrien oder das Zündeln in der Republik Moldau, die Bedrohungswahrnehmung Osteuropas, die Allianz Russlands mit China, die Cyberangriffe auch bei uns, Putins zunehmende Repression im Inland und die Anschläge auf Gegner im Ausland – sowie dass der Herrscher im Kreml eine Söldnerarmee duldet, die Zehntausende Häftlinge als Kanonenfutter an die Front schicken lässt. Dass der Zusammenhalt des demokratischen Westens angesichts des Ukraine-Krieges schon für sich genommen ein schützenswertes Gut sein könnte, taucht bei Wagenknecht nicht auf – weil es da für sie nichts zu schützen gibt.

    https://www.haz.de/politik/warum-sahra-wagenknecht-eine-gefahr-fuer-die-demokratie-in-deutschland-ist-X6HYR7QBSNBEXOUXFOLYDU63TI.html

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  12. Spätestens, als Demenz Olaf neben Alzheimer Joe in Washington wie Hein Blöd in die Kameras grinste, als Biden erklärte das man NS2 so oder so zerstören kann und Scholz nicht ein einziges Wort über die nationale Souveränität Deutschlands verloren hat, war der Typ für mich unten durch. Er hätte mit der Faust auf den Tisch hauen müssen und unmißverständlich klar machen, das NS2 eine Systemkritische Infrastruktur Deutschlands ist. Und für den Fall einer Sabotage an deutschem Eigentum ernste Konsequenzen wie dem Austritt aus der NATO angekündigt. Wenn das Biden nicht beeindruckt hätte, wäre Deutschland heute Bündnsfrei Neutral und würde ohne Beteiligung der Grünen regiert werden.

  13. Sehr geehrter Max Erdinger.Befasse mich viel mit Russland und der Ukraine.Dieses wahr Vorauszusehen.ES ist richtig beschrieben.Die USA liegt schon in Agoni.Sie weis es nur noch nicht.Es wird auch Zeit.

  14. Solange den Deutschen permanent ein Schuldbewusstsein (…) eingehämmert wird und die Feindpropaganda die Grundlage für das nationales Selbstbewusstsein und den moralischer Kompass ist werden sich die Deutschen niemals erheben und frei sein.

  15. Es gibt eine rote Linie, und das ist der Einsatz von Nato-Truppen in der Ukraine. Die sollte man erst überschreiten, wenn Russland Atomwaffen einsetzt. Bis zu dieser Linie Eskalation und zwar so schnell und so stark wie möglich. Was soll V. Putin tun, das er ohnehin nicht schon tut? Er kann noch mehr Truppen ausheben. Er kann den Rest seiner Raketen verschiessen und er kann Truppen von der Grenze zur Nato und zu China abziehen. Beides wird er nicht tun, weil er in seiner Paranoia einen Angriff fürchtet. Er kann ABC-Waffen einsetzen. Bringt militärisch wenig, kostet politisch aber viel. Eins aber kann V. Putin auf keinen Fall: mit dem BIP von Russland gegen die Nato anrüsten.

  16. Sehr geehrter Herr Info68.
    Habe mir Ihre peinlichen Texte durchgelesen und nun senden Sie hier zur Krönung auch noch einen Link einer Tageszeitung, die von der SPD finanziert wird? Ist das wirklich von Ihnen ernst gemeint? Sie wissen, wie verbrecherisch die SPD in den letzten Jahren in diesem Land gewütet hat? Noch nicht mitbekommen? Klaro, der böse Putin ist an allen Auswirkungen schuld (Energiepreise, Lebensmittelpreise, Wohnraum, Mieten). Ja nee, ist klar!
    Ich vertrete die Meinung, dass Ansage.org nicht die richtige Webseite (einschließlich Forum) für Sie ist. Es ist einfach nur peinlich, derartige interessengesteuerte Seiten als Beleg für irgendwas hier zu präsentieren. Sie sind hier falsch! Gehen Sie doch auf das Forum der Hannoverschen Allgemeinen und dort werden Sie auf jeden Fall mehr Zuspruch. Hier wird es nicht klappen. Bleiben Sie gesund, sehr geehrter Herr Info68!