Kann sich jemand darauf einen Reim machen?

Da kann man schonmal klatschen: Blumen für die neueste grüne Schnapsidee von KGE? (Foto:Imago)

In ihrem Turm aus Elfenbein
fällt Grünen mancher Unsinn ein.
Trotz der Bürger größter Nöte:
Da kennt man keine Schamesröte.

Die Steckdose bleibt heute leer,
es arbeitet kein Kraftwerk mehr.
Denn Energie aus Licht und Sonne
ist der Grünen größte Wonne.

Wer wohl noch böse Buben fängt,
wenn Batman tot im Windrad hängt?
Doch Habeck kennt hier keine Gnade:
„Unsre Zukunft hängt am Rade!“

Die Freiheit stirbt den Heldentod,
denn ihr Plaisier ist das Verbot.
Zum Lachen geht es in den Keller,
dann fehlt das Fleisch auf deinem Teller.

Viel schöner klingt gleich der Bericht,
verpackt man ihn in ein Gedicht.
Drum melde sich beim Bundestag
wer Poesie und Lyrik mag!

Arbeitslose Germanisten aufgepasst: Eure große Chance naht! Vor allem die Lyrikspezialisten dürfen sich freuen – es wird eine Parlamentspoetin gesucht:

(Screenshot:Twitter)

Ich kann mir nicht helfen, aber ich hatte sofort das Bild von Peter Ustinov als Nero im Kopf, der beim Anblick des brennenden Rom vollkommen entrückt „Oh, loderndes Feuer, oh, alles verzehrende Pracht!” singt und dabei seine Leier zupft. Nun wissen wir mittlerweile, dass Nero für die Brandzeit ein Alibi hatte, da er sich gar nicht in Rom aufhielt – aber auch Katrin Göring-Eckardt ist offenbar der Meinung, elende Zeiten müssten besungen werden. Da kann man schon fast froh sein, dass sie für diese Rolle einen Profi-Poeten sucht. Analog zum Film-Nero unser Staatsoberhaupt als Sänger? Das ist schon eine schräge Vorstellung – auch wenn Frank-Walter Steinmeier so schnell nichts peinlich ist.

Obwohl mir der Gedanke gefällt, dass Frau Göring-Eckardt sich der lebendigen Sprache öffnen will, zweifele ich daran, ob dies ausgerechnet über eine staatlich engagierte Poetin möglich ist. Vielleicht könnte diese den Grünen wenigstens vermitteln, wie schwierig es ist, in Gendersprache zu reimen: „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist Elter 1 mit seinem/ihrem nichtbinären Kind” hört sich ein wenig holprig an. In dieser Frage sind die Grünen wenig an der Meinung der Bevölkerung interessiert: Wenn diese den Gendersprech samt Zungenbrechergarantie ablehnt, muss sie eben noch besser erzogen werden.

Idealbesetzung wäre ein Rapper aus Neukölln

Eine Poetin hätte in diesem Fall eine harte Nuss zu knacken – wie macht man einem Ideologen klar, dass ein Großteil der Bundesbürger seine geniale Idee schlicht und einfach dämlich findet, weil sie lebensfremd und unpraktisch ist? Hätte Katrin Göring-Eckardt jemals jahrelang in der „normalen“ Arbeitswelt verbracht, wüsste sie, dass ein Gendersternchen einer Frau dort keinen Deut nutzt, sondern sie ganz einfach – wie Männer auch – für ihre Fähigkeiten und ihren Umgang mit Kollegen geschätzt werden möchte. Um das zu begreifen, braucht es Lebenserfahrung und keinen Bundestagspoeten. Der kann wohl kaum herausreißen, was jahrelanges, weltfremdes Verhalten angerichtet hat.

Wenn Frau Göring-Eckardt sich brennend dafür interessiert, wie in Teilen der von ihr umworbenen „Community“ tatsächlich gesprochen wird, böte sich ohnehin am besten an, einen Rapper aus Neukölln auf den Posten zu setzen. Da würde sie aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, wie wenig Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Selbstbestimmung dort allein schon in der Sprache praktiziert werden. Wenn Frauen grundsätzlich „Bitches” oder „die Alte” genannt werden, erübrigt sich jedes Gendern von selbst. Man muss schon das Klischee vom „edlen Wilden“ verinnerlicht haben, um in dieser Sprache überhaupt noch einen Rest von zwischenmenschlichem Respekt entdecken zu können; sie wird vielmehr zu einer Rüstung im Kampf um die größte Coolness.

Einfach mal mit den Leuten auf der Straße sprechen

Günstiger als ein solches Engagement wäre es dann allerdings, Frau Göring-Eckardt eine Monatskarte für die Verkehrsbetriebe einer beliebigen Großstadt zu schenken und auf deren ausgiebige Nutzung zu pochen. Ob sie da überhaupt noch zum Diskurs käme? Wenn sie nicht schon vor Schreck verstummte, würde sie ein herzhaftes „Halt die Fresse, Alte!” jäh daran erinnern, wie wenig ihre Beteiligung an Gesprächen geschätzt wird, in denen es hauptsächlich darum geht, den weiblichen Verwandten des Kontrahenten unfreiwilligen Geschlechtsverkehr angedeihen zu lassen. Oder dessen Mutter als Angehörige des ältesten Berufsstandes der Welt zu diffamieren. Das mag zwar an sich schon ein Klischee über die dort gesprochene Alltagssprache sein – aber eines immerhin, das sich auf reale Erfahrungen stützen kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Frau Göring-Eckardt bei sich und dem Bundestag Defizite bei der Bewältigung des sprachlichen Umgangs mit der Bevölkerung sieht, dann wird diese ein Poet kaum beheben können. Es sei ihr vielmehr angeraten, den Kontakt zum – von den Grünen ohnehin unverhohlen verachteten – „einfachen Volke“ zu suchen. Statt unnötig das (Steuer)geld jenes Volkes für einen Poeten noch unbekannter Qualität auszugeben, wäre es doch nett von ihr, ein wenig ihrer Zeit zu investieren – zum Beispiel, um mit den Leuten auf der Straße über gestiegene Stromrechnungen oder Lebensmittelpreise zu sprechen! Aber so weit soll sich der Diskurs dann wohl doch nicht öffnen.

17 Kommentare

  1. „Ich kann mir nicht helfen, aber ich hatte sofort das Bild von Peter Ustinov als Nero im Kopf, der beim Anblick des brennenden Rom vollkommen entrückt“

    dieser Aussage kann ich zu 100% zustimmen. Wen vertreten diese Leute eigentlich? Leider scheint die Mehrheit der Wähler geistig nicht mehr in der Lage, um noch etwas zu raffen.

  2. Das passiert jedem, wenn er doppelt geimpft und geboostert ist. Spätestens nach dem 4 oder 5 Pieks kommt noch einiges auf uns zu, was wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Transen und Gegenderte, die uns das dritte Geschlecht schmackhaft machen werden. Auch Kinderficken wird gesellschaftsfähig – garantiert. Es geht vorran! Das ist nicht Long Covid, sondern Long Geboostert.
    Aber nur so schaffen wir die große Transformation in eine neue Bewusstseinsebene. Schöne neue Welt!

    • Grüne wollten doch schon vor Jahrzehnten ihre irre sexuelle Befreiung, das Sex mit Kindern
      straffrei sein soll.
      Grün gehört in Wald und Feld, keinesfalls in die entscheidende Politik und jetzt haben
      wir sie, die Faschisten, Abzocker und Grundgesetzgegner.

  3. ja – doch !
    Durch die Negativauslese sind jetzt Leute in den BT gekommen, sie keine Ahnung haben wofür sie da sind und nicht wissen, was sie tun sollen!

    Also suchen sie sich einen Aktivitätspunk, wo es ihnen erlaubt ist, irgend etwas zu tun.
    Das kann sein, sich neue Mittel auszudenken, um das Volk an die Test-Spritze zu hängen, das kann sein, Wirtschaft und Industrie mit surrealen Forderungen irreparabel zu vernichten oder eben eine Poetin ins Foyer des Bundestages zu setzen.
    Wer erinnert sich noch an eine Kompetenzträgerin, deren hehres Streben es war, Kampfpanzer schwangerentauglich zu machen !
    Häääääääää ?
    Und Bundestag und Offizierskorps haben beschwingt mitgetanzt !

  4. Es wäre doch grausam, Katrin Göring-Eckardt einfach in eine Bahn zu stopfen, da gibt es zu viele Menschen ohne Masken.

    „Ich fahre oft Regionalbahn und erlebe, dass ein Drittel der Passagiere keinen Mundschutz trägt.“ – Katrin Göring-Eckardt (GRÜNE) am 13.05.2020

    Und einfach so auf der Straße können Sie Katrin auch nicht herumlaufen lassen, da gibt es zu viele Nazis.

    „Es gibt Situationen, zum Beispiel wenn ich allein jogge, in denen ich denke: Hoffentlich begegnet mir keine Gruppe Nazis.“ – Katrin Göring-Eckardt (GRÜNE) am 18.06.2016

    Aber Katrin hat feministische Theologie studiert.

    „Mit Anfang 20 habe ich feministische Theologie studiert… Feminismus ist eine Haltung, die allen Menschen gleiche Rechte zugesteht.“ – Katrin Göring-Eckardt (GRÜNE) in der taz am 04.08.2019

    Als feministische Theologin versteht sie doch besser als alle anderen, dass Parlamentsnutten viel besser als Parlamentspoeten das „Feuer der Nächstenliebe“ wachsen lassen könnten und dem Parlament die „sinnliche Welt des Fühlens, Sehens und Schmeckens“ in den „Formen übermitteln, in denen wir singen und tanzen und lieben“ (Schriftsteller Simone Buchholz, Dmitrij Kapitelman und Mithu Sanyal).

    • Klerikalfaschistin Göring-Eckardt: „Mit Anfang 20 habe ich feministische Theologie studiert“

      Das ist eine Doppellüge: Das Fach „Feministische Theologie“ gab es in der DDR überhaupt nicht. Und sie hat keinen Abschluss.

      dazu:

      „Claudia Roth wird Kulturstaatsministerin – Es geht auch ohne abgeschlossene Berufsausbildung“
      https://www.theeuropean.de/juergen-fritz/bei-den-gruenen-geht-es-auch-ohne-abgeschlossene-berufsausbildung/

      Und was in der Bibel steht, davon hat Göring-Eckardt auch keine Ahnung:

      „Göring-Eckardt wiederholte diesen Appell und richtete sich mit einem Aufruf direkt an die Christdemokraten:

      ‚Der barmherzige Samariter hat auch seinen Mantel geteilt und hat nicht gewartet bis jemand kommt und sagt, ich wäre auch noch bereit.'“

      „Göring-Eckardt über Samariter, Stoffteilung und Aufmerksamkeitsökonomie“
      https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/goering-eckardt-ueber-samariter-stoffteilung-und-aufmerksamkeitsoekonomie/

      • Na ja, der mantelteilende Samariter, der die Kosten seiner Hilfe auch noch auf andere abwälzt, ist nur ein Beispiel mehr für Katrins Anosognosie, die verhindert, dass sie ihre Inkompetenz jemals wird verstehen können.

        Muss sie auch nicht, schließlich bietet ihr die Politik einen geschützten Bereich, in dem sie trotz ihrer Behinderung auf Kosten anderer wie in einem Schlaraffenland leben kann.

        „The fundamental cause of the trouble is that in the modern world the stupid are cocksure while the intelligent are full of doubt.“ – Bertrand Russell, „The Triumph of Stupidity“, 1933

  5. Hoffentlich hegt Göre Eckhardt keine persönlichen Ambitionen. Talentfreie und dumme Frauen haben wir genug im Land, in der Politik, in den Behörden.

  6. Empfehlenswert ist auch das Buch:
    Katrin Göring-Endpeinlich
    Die Bekenntnisse einer ehemaligen Küchenhilfe
    Erschienen im Vollmeisen-Verlag

  7. Ein einziges AKW erzeugt mehr Strom als ALLE Zappelstromanlagen in Dunkeldeutschland zusammen, noch dazu versorgungssicher! Zappelstromanlagen können den Strombedarf weder in Dunkeldeutschland noch sonst irgendwo auf der Welt decken, stehen die meiste Zeit still und nutzen nur den jeweils aufstellenden Unternehmen – den Subventionen sei Dank!

  8. Die Alte hat offensichtlich einen an der Klatsche. Die braucht mal ein paar richtige Männer in weißen Kitteln, die ihr die neueste Zwangsjackenmode vorführen.

  9. Die Frau hat in den 60ern zuviel „bewußtseinsverändernte Substanzen“ sprich : LSD zu sich genommen ! Die hat schon oft so einen sinnlosen Scheiß von sich gegeben, – wie mit den Bienen und Insekten .

  10. Werden Reden im Bundestag demnächst als Poeme vorgetragen?
    Werden Debatten in Form eines Dichterwettbewerbs (Neudeutsch: Poetry-Slam) durchgeführt?

  11. Kunst und Kultur sagt man ist für alle Menschen wichtig. Ich bezweifle das im heutigen System.! Denn was hier gemacht wird ist die Spaltung der Menschen in Kulturinteressierte und Uninteressierte. Es ist nichts anderes als das Prinzip der Spaltung der Gesellschaft von Geimpfte und Ungeimpfte. Wenn Kulturschaffende sich dafür hergeben ist das eine Kulturgeneration die Vergleichbar wäre mit der unter Hitler. Und das sagt mir das die Herrschenden entscheiden wer für Kultur zugelassen und Systemkonform ist. Alle anderen sind Kulturlos. Auch die Debatten um die Sitzordnung im BT laufen auf genau das selbe Prinzip hinaus. Wehret den Anfängen. Wir müssen aufwachen.

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