
Joshua Kimmichs Ankündigung, sich bei der WM 2026 aus politischen Debatten herauszuhalten, schmeckt deutschen Haltungsjournalisten überhaupt nicht. Pit Gottschalk nennt die an sich für ein sportliches Event selbstverständliche Entscheidung eine „Kapitulation“ und entrüstet sind, der DFB-Kapitän dürfe angesichts von Donald Trump, Grönland und Strafzöllen nicht einfach schweigen – denn er habe eine „Verantwortung“, Stellung zu beziehen. Allein die verräterische Aufzählung zeigt, worum es hier wirklich geht: Nicht um Menschenrechte am Spielfeldrand, sondern um eine generelle Pflicht zum politischen Bekenntnis. Wer heute Bedeutungsvolles als Fußballer leisten will, soll nicht Bälle spielen, sondern Signale senden. Aus einem Sportler wird ein politischer Funktionsträger, aus dem Mannschaftskapitän ein Kommissar der „richtigen Haltung“.
Dabei blendet Gottschalks Kommentar aus, dass Kimmich mit seiner wohldurchdachten Aussage genau aus den Erfahrungen von Katar die Konsequenz zieht. Er hatte mehrfach davor gewarnt, den Fußball zum Wandertheater der Weltpolitik zu machen; durchaus wolle er für Werte stehen, sei aber kein “politischer Experte“; dafür gebe es andere. Seine Aufgabe sei es, guten Fußball zu spielen. In einer demokratischen Ordnung ist das kein Rückzug, sondern eine legitime Rollenklärung. Wer Sportler zum permanenten Gesinnungsbeauftragten erklärt, verkennt Grenzen von Kompetenz und Mandat und nimmt Anleihen an totalitären und gleichgeschalteten Gesellschaften, in denen alles “politisch” sein muss.
Die Lehre aus Katar: Moraltheater statt Turniersieg
Gottschalk behauptet allen Ernstes, die deutsche Mannschaft sei 2022 nicht an ihrer Politisierung gescheitert, sondern an der „halbherzigen Inszenierung“: One-Love-Binde und Mund-zu-Foto seien nur inkonsequent gewesen. Genau hier liegt die intellektuelle Blindstelle: Schon damals wurde die Nationalelf zur Litfaßsäule einer rot-grünen Moralagenda nach SPD-Drehbuch umgebaut: Regenbogen statt Taktiktafel, Haltungsrituale statt Spielkultur. Das Ergebnis war nicht ein zu schwaches politisches Signal, sondern die vollständige Überblendung des eigentlichen Auftrags – Fußball spielen. Weltweit sorgten die Bilder der deutschen Innenministerin Nancy Faeser auf der Tribüne mit Pride-Armbinde für Kopfschütteln. Die DFB-Elf entpuppte sich als „Menetekel einer zerfallenden Gesellschaft“, in der Politik, Medien und Verbände lieber moralische Gesten produzieren, als Leistung und Erfolg einzufordern.
Das damalige Symbolgeschleudere in der Wüste von Katar – Armbinden, Statements, Regenbogenkulissen – war kein Mangel an Aktivismus, sondern ein Zuviel davon. Die Moralheuchelei nahm der Mannschaft die Konzentration, spaltete das Team und entfremdete Millionen Zuschauer, die einfach guten Fußball sehen wollten, von der Mannschaft auf dem Platz Kimmichs nunmehrige, quasi geläuterte Haltung – Politik raus aus der Kabine – ist in diesem Licht keine Kapitulation, sondern eine späte Einsicht: Wer ein Turnier gewinnen will, muss den Sport ernst nehmen und darf ihn nicht länger als Bühne für außenpolitische Belehrungen missbrauchen.
Medienhypermoral: Die USA als Projektionsfläche
Stellvertretend für zahlreiche andere Wächter- und Erziehungsjournalisten in diesem Land arbeitet Gottschalk mit moralischem Druck: Er malt „verstörende Bilder“ aus den USA – Polizeieinsätze, ICE-Willkür, Einreisebeschränkungen –, um zu suggerieren, ein schweigender Fußballer mache sich an diesen angeblich rechtswidrigen oder gar faschistischen Zuständen mitschuldig. Aber nichts von alledem ist real; bei alledem, was in diesen Wahnbildern der Trump-USA verklärt wird, geht es in Wahrheit schlicht darum, dass ein Land kontrolliert, wer sich in ihm aufhält.
Das Problem dieses Szenarios ist seine Einseitigkeit. Wo war diese Leidenschaft eigentlich, als deutsche Politiker in Katar um LNG-Gas warben, während dieselben Medien die WM im Wüstenemirat mit Anti-Katar-Kampagnen begleiteten? Und wo ist sie, wenn saudische Investoren halb Europa aufkaufen, von Fußballklubs bis hin zu Rüstungsgeschäften?
Die Auswahl der Empörungspunkte folgt einem vertrauten Muster: Der „böse Westen“, hier verkörpert durch Trumps Amerika, eignet sich als Feindbild besser als autoritäre Regime, mit denen man energie- und migrationspolitisch eng verflochten ist. Dem Fußballer wird dabei die Rolle des prominenten Propagandasprachrohrs einer Außenpolitik zugedacht, die selbst voller Widersprüche steckt. Kimmich soll ausbaden, was Politik und Medien nicht zu lösen bereit sind – wenn sie es denn überhaupt noch wollen, geschweige denn können.
Das Recht auf politikfreie Räume
Konservativ gedacht beginnt Freiheit aber nicht dort, wo alle ihre Meinung laut herausrufen, sondern dort, wo man Menschen zugesteht, in bestimmten Rollen gerade nicht politisch zu agieren. Ein Trainer muss kein Kolumnist sein, ein Opernsänger kein Klimaaktivist, ein Nationalspieler kein außenpolitischer Kommentator. Und ja: Es gibt ein Menschenrecht auf politikfreie Räume. Umfragen zeigen seit Jahren, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung politische Debatten bei Großereignissen wie EM und WM ausdrücklich nicht wünscht. Laut einer Yougov-Umfrage, die das ZDF 2024 zitierte, sieht das die Hälfte der Deutschen so. Das ist ganz sicher kein Zeichen von Verdrängung, politische Ignoranz oder Apathie – sondern von Vernunft: Wer seine politischen Überzeugungen ernst nimmt, trägt sie im Parlament, in Bürgerinitiativen, in öffentlichen Debatten in Medien oder auch auf genehmigten Demonstration aus – aber nicht in der 87. Minute eines Länderspiels per Eckfahnenpose.
Die permanente Moralisierung und Hyperpolitisierung des Alltags, zu der der Sport längst gehört, ist ein Kennzeichen spätmodernen Aktivismus: Alles wird symbolisch überladen, jede Veranstaltung zur Bühne eines Kampfes Gut gegen Böse. Wer sich entzieht, gilt als feige oder hat „kapituliert“. Tatsächlich verteidigt er die Möglichkeit der Unterscheidung: hier das Spiel, dort die Politik.
Zurückhaltung als bürgerliche Tugend
Joshua Kimmich hat sich in der Vergangenheit durchaus politisch geäußert, etwa in der Impfdebatte – mit allen verheerenden Folgen. Er hat aus der auch solche Bekenntnisse zwangsläufig folgenden Vereinnahmung seiner Person und der hässlichen Polarisierung seiner Anhänger und Spielerkollegen jedoch gelernt und seine Schlüsse gezogen. Nun entscheidet er sich, als Kapitän eine andere Linie zu fahren: Verantwortung auf dem Platz, Maßhalten am Mikrofon. Damit akzeptiert er, dass auch Schweigen eine legitime Form der Selbstbegrenzung sein kann. Doch Journalisten wie Gottschalk wollen daraus eine moralische Niederlage machen. Tatsächlich liegt diese Niederlage anderswo: in einer Medien-Unkultur nämlich, die den Fußball, wie auch andere Alltagsbereiche von der Kunst über Musik bis zum Film, nur noch als Vehikel für die eigenen erwünschten Weltanschauungen begreift und missbraucht. Wer wie Gottschalk Kimmichs Entscheidung als „falsche Lehre“ brandmarkt, behauptet damit implizit, es gebe eine Pflicht zur Haltung – und zwar zur einzig wahren und richtigen.
Doch Kimmichs „Politikverweigerung“ ist in Wahrheit das genaue Gegenteil von Flucht. Sie ist der Versuch, den Sport und andere spielerische, unpolitische Distraktoren eines problemüberladenen, zunehmend belastenden Weltgeschehens endlich dem Zugriff eines politmedialen Komplexes zu entziehen, der aus jedem Tor ein Statement, aus jeder Binde ein Manifest, aus jedem Turnier eine Weltanschauungsschlacht und aus jedem Stadionbanner eine Haltungsparole machen will. Die WM 2026 wird kommen – mit Trump oder ohne, mit Strafzöllen oder ohne. Entscheidend ist, ob Deutschland dort diesmal eine Mannschaft stellt, die endlich wieder und vor allem Fußball spielt – oder nur ein Wanderensemble des moralischen Staatsschauspiels. Wer, wie Kimmich, bei letzterem nicht mehr mitspielen will, der kapituliert nicht. Sondern er wehrt sich.
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17 Antworten
Der Kimmich ist wenigstens einer , der nicht alles abnickt….obwohl, bei Corona ……? Aber da war’s schwierig…..
Und Piet Gottschalk , einer der begnadeten Phrasendrescher des deutschen Fußballs……weg auf’s Abstellgleis mit solchen Figuren…..!!!
@sondern um eine generelle Pflicht zum politischen Bekenntnis.
Sport wir in meinen Augen als Pack auch Deutschland von üblen Menschen für politische Machtspiele mißbraucht – statt dem olympischen Frieden heimtückische Gewalt der Finanzeliten !
Im Sozialismus ist alles politisiert.
Wer da nicht mit Inbrunst mitmacht, ist bereits verdächtig.
😜
Meine Hochahtung gilt dem Fußballer.
Aber: wer ist schon dieser Pit Gottschalk? Welche subalterne Rolle spielt der denn?
Meine Hochachtung gilt dem Fußballer.
Aber: wer ist schon dieser Pit Gottschalk? Welche subalterne Rolle spielt der denn?
Wer kauft denn ein Produkt, bei dem der Hersteller sagt: Ich garantiere nicht, dass es funktioniert. Und für die Schäden hafte ich auch auch nicht. Und eine richtige Zulassung hat es auch nicht. Der Tod oder Sterbehilfe ist im Preis enthalten!!! Niemand.
Und das ganze dann noch bei einem medizinischen Eingriff mit Experimentalcharakter den es so noch nie gab, der potenziell tödlich sein kann und bei dem man Langzeitfolgen bis zum Krüppel nicht einschätzen kann? Und bei dem man gleich noch ein Abo abschließt (wers erlebt???) für die dritte, vierte, fünfte, x-te Nachimpfung, weils offensichtlich auch nicht sicher gegen Corona-Viren wirkt (immer mehr Fälle von Impfversagen, geframt Impfdurchbrüche) und der Geimpfte immer noch ansteckend ist. Ja hört sich an wie ein Witz für die DÜMMSTEN!.
Und was macht ein Teil der Bürger, Politiker und Medien: Wollen genau ein solches medizinischen Produkt unbedingt an Mann/Frau bringen, mit allen Mitteln. Von staatlicher + delegierter Erpressung bis Lock-Bratwürste.
Das ist so dermaßen irre, dass man ernsthaft fragt, wie genau eigentlich die Mechanismen dieser kollektiven Ver-blödung funktionieren.
FRAGE: Hat es bisher jemals einen größeren Schwindel, „das ist das Sterbehilfe- Programm für die Dauer von 10 Jahren ab dem 1. Stich“ auf dieser Welt gegeben als diese ständigen Corona– Lügen?
Ich meine nein…..Dagegen ist bspw. der Ablaßhandel der katholischen Kirche im Mittelalter peanuts.!!!
Es muß doch allen KLARDENKERN KLAR SEIN: Die Corona-Inszenierung ist wirklich der größte Betrug/VERBRECHEN aller Zeiten.
Ganz genau Herr Uttenthaler gerade der der gekaufte Sport war Schreihals bei der Impfplicht auf das alles wird wie vorher damit Geld in die Kasse kommt. mfg
Was müssen wir daraus zwischen den Zeilen lesen: Läuft die Mannschaft gemischtgeschlechtlich, transgender und mit überwiegend „guter Gesichtsfarbe“ auf? Wird der Regenbogen die neue deutsche Nationalfarbe? Steht „Fuck Trump!“ ganz groß auf den Trikots? Singt überhaupt noch jemand die Hymne mit? Falls nur eine Frage mit „ja“ beanwortet wird, sollte des Team ein echtes Zeichen setzen und frühzeitig ausscheiden – als Zeichen für die klassischen Normalität!
an kimmichs stelle hätte ich schon wegen der impfhetzjagd auf ihn das land und den verein verlassen, das war unerträglich. guter mann, guter spieler, aber das ist nicht wichtig, die richtige gesinnung muss heute dabei sein. furchtbar, so wird das wieder nix.
Hätte der Gottschalk doch sein Maul damals mal aufreißen sollen und den Verzicht bei der WM 2022 fordern sollen wenn es doch da dermaßen schlimm ist. Aber nein, man spielt den Moralapostel, blamiert sich bis auf die Knochen und ist dann auch noch stolz drauf, diese damliche Armbinde in die Kamera halten zu können. Wenigstens hat Kimmich das richtig erkannt und man kann nur wünschen, dass er daran festhält.
Haltung bedeutet vor allem eins: KÄFIGHALTUNG! Die Menschen sollen in einen Käfig gezwungen und gehalten werden, und das Verlangen, dass man gefälligst Haltung zu zeigen habe, ist nichts anderes als Erfolgskontrolle und Freund-und-Feind-Sortierinstrument.
Von daher empfehle ich der Regenbogentruppe des DFB auf jeden Fall in den USA sich vor jedem Spiel öffentlich klar zu positionieren…Strapse , Hijab , Perücke und Schminke sollten rein äusserlich bereits ein starkes Zeichen setzen und Spiele gewinnen ist sowieso ein Relikt aus imperialistischen , rechtskonservativen , dunklen Zeiten….Die Bunte Truppe aus Schland , dem linksislamistischen Siedlungsgebiet , sollte Geschlossenheit demonstrieren und sich für 90 Minuten einfach geschlossen auf der Torlinie positionieren …und Allah um Beistand bitten…..im Kampf gegen die US Faschisten..
Bei der Französischen „Nationalmannschaft“ habe ich mal 9 Neger gezählt. Mal sehen wieviel „Unsere Mannschaft“ auf den Rasen bringt. Da geht bestimmt noch was. Dummland muß bei solchen Anlässen schließlich immer der 1. sein. Alles andere ist egal.
Chapeau, Joshua Kimmich. Völlig richtig: das Eine ist Fußballsport, das Andere Politik. Bei der WM geht es erst mal um Fußball, so war das immer und soll es bitte auch bleiben.
Jeder Kampf gegen die Wirklichkeit scheitert. Wer trotzdem gegen die Wirklichkeit kämpft, der führt einen 360 Grad-Frontenkrieg, er muss alles und jeden politisieren und verliert seinen Krieg am Ende dennoch. Sozialismus bedeutet: Kampf gegen die Wirklichkeit.
Möge die deutschsprachige Elf des Weltselbstbedienungsladen BRD verlieren von Anfang an, da dieser Akt nur Unterhaltung ist für die breite graue Masse und auf das fleißig WM-Güter konsumiert werden sollen bei diesem Sportkarneval. Mit billig hergestellten Produkten macht der Produzent Plus und wird seine Waren los. Ein harter Boykott möge eintreffen auf das diese Güter Ladenhüter werden. Alles ist nur billig Ware aus China und Asien. Deutschlandartikel sind beim linksgewaschen Hamster verschrien als ewiggestrig aber da es bei Sportveranstaltungen angesagt ist wer die meisten Artikel hat der ist König für den kurzen Augenblick. Nach dem Spiel ist alles überflüssig und kommt in den Müll auf das beim nächsten Fest wieder neu gekauft wird um zu zeigen das man Teil der Herde ist. mfg
Bürokratische Todesstrafe: Wer EU-Sanktionierten hilft, muss mit jahrelanger Haft rechnen
Keine Nahrung, keine Unterkunft, kein Arzt, kein Anwalt: Der Bundestag hat in aller Stille ein Gesetz beschlossen, das alle mit hohen Geld- und Gefängnisstrafen bedroht, die von der EU sanktionierten Mitbürgern helfen. Ein deutscher Betroffener kann derweil nicht mal Essen für seine Kinder kaufen.
https://rtde.press/meinung/268363-buerokratische-todesstrafe-wer-eu-sanktionierten/