Katholische Kirche auf Abwegen: BDSM-Stand und Sadomaso auf dem Würzburger Katholikentag

Katholische Kirche auf Abwegen: BDSM-Stand und Sadomaso auf dem Würzburger Katholikentag

Queere und linkswoke Selbstinszenierung versus traditionelle Familienwerte und Glaubensinhalte – nicht nur auf dem heute beginnenden Würzburger Katholikentag… (Symbolbild:KI/CitizenGo)

Was einmal mehr als “offener Dialog” angepriesen wird, ist für immer mehr Gläubige nur noch ein skandalöses Ärgernis: Der heute startende und bis Sonntag laufende 104. Katholikentag in Würzburg steht ganz im Zeichen des verkrampften, völlig sinn- und hoffnungslosen linken Zeitgeistanbiederungskurses einer Kirche, die so das genau falsche tut, um in der Gesellschaft wieder Boden zu gewinnen. Unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ werden hier Zumutungen präsentiert, wie man sie in dieser Abartigkeit bislang nur vom Evangelischen Kirchentag kannte. Vor allem ein Stand auf der Kirchenmeile in Würzburg sorgte schon vor Beginn des Katholikentakes für heftige Kontroversen: Der „Ökumenische Arbeitskreis BDSM und Christsein“ präsentiert sich dort vom 14. bis 16. Mai (Standnummer MW-R-07) und bewirbt BDSM (“Bondage & Discipline, Dominanz & Submission)” sowie Sadomasochismus als “einvernehmlich gelebte Praxis” des Sex- und Liebeslebens, bei der “Lust aus Machtgefälle und Schmerz” entstehe.

Diese schräge Darbietung ist nur eine von vielen beim diesjährigen Kirchentag, wo weltanschaulich Verirrte im grenzenlosen Toleranz- und Integrationsraum der Kirche ihre Schamlosigkeit als mutige Emanzipation und Selbstverwirklichung “leben”. Vor allem die Ökumene wird betont, der Zusammenschluss von Christen aus verschiedenen Konfessionen zeigt, dass es für diese Aktivisten bei Katholikentag gerade nicht um den Katholizismus geht, sondern um die Umdeutung des Christentums zum Toleranzrahmen für beliebe “Lebensentwürfe”, Idiosynkrasien und bizarre Neigungen  . Neben lebensrechtlichen Gruppen sind auch queere Initiativen wie “#OutInChurch” oder das „Netzwerk katholischer Lesben” vertreten. Der BDSM-Stand will sich “mit Erotik, Sexualität und insbesondere sadomasochistischen Präferenzen” auseinandersetzen. Auf ihrer Homepage erklären die Verantwortlichen, das Thema BDSM “aus der Tabu-Ecke holen“ zu wollen: „Wegen Gott müssen wir das Schlafzimmer nicht verdunkeln“. Man fragt sich zwangsläufig, ob das ernsthaft die Sorgen und Probleme der deutschen Katholiken sind – und vor allem die der römischen Amtskirche in Deutschland mit ihren hunderttausenden Kirchenaustritten jährlich.

Fetisch-Nabelschau unter der Regenbogenkanzel

Statt dieser immer weiteren Entkernung und Entgrenzung einer spirituellen, feierlichen und auf Traditionen gegründeten zweitausendjährigen Institution Einhalt zu gebieten, verteidigen die Veranstalter des Katholikentags nicht nur die Zulassung solcher Freakshows, sondern beklatschen diese geradezu. Cosima Jagow-Duda, beim Katholikentag zuständig für Presse und Marketing, erklärt: „Der Arbeitskreis BDSM und Christsein ist seit mehreren Katholikentagen auf der Kirchenmeile vertreten. Alle Organisationen mit einem explizit christlichen Bezug haben prinzipiell dieses Recht, sofern sie nicht verfassungsfeindlich oder gruppenbezogen menschenfeindlich sind.“ Inhaltlich gehe es “um das christliche Selbstverständnis dieser Gruppe“. Das Programmheft weise ausdrücklich darauf hin, dass auf der Kirchenmeile viele Meinungen vertreten seien und Diskurs erwünscht sei. Die Diktion will sich damit offenkundig von den Attributen abgrenzen, die nicht von ungefähr wortgleich der AfD als angeblich großem gesellschaftlichen Feindbild auch der katholischen Kirche immerdar angeheftet werden – und  tatsächlich wäre ein Stand von “Katholiken in der AfD“ mit Sicherheit nicht zugelassen worden – im Gegensatz eben zu BDSM und Sado-Maso, für die es keine Beschränkungen gibt.

Man muss wahrlich kein ewiggestriger oder konservativer Christ sein, um in der bewusst provokanten Selbstdarstellung dieser sexuellen Minderheiten einen fundamentalen Widerspruch zur katholischen Sexualmoral zu erkennen. Dass der Katechismus der Katholischen Kirche die Sexualität der ehelichen Liebe zwischen Mann und Frau zuordnet, und zwar nach päpstlicher Lesart als “untrennbare Einheit von liebender Vereinigung und Offenheit für neues Leben” –, spielt in der hedonistischen Fetisch-Nabelschau unter der Regenbogenkanzel in diesen Zeiten – gerade auch in progressiven Kirchenkreisen  – anscheinend keine Rolle mehr.

“Vielfalt“ bis zum Erbrechen

Dabei war es der hochgeschätzte Papst Johannes Paul II. gewesen, der in seiner „Theologie des Leibes“ die gegenseitige Selbsthingabe betont: Der andere, geliebte Mensch wird beschenkt, nicht benutzt zur Befriedigung spezieller Neigungen und erotischer Lustgefühle; BDSM kehrt diese Logik um, argumentieren konservative Stimmen wie auch das Portal “kath.net”. An dieser moralischen Bewertung ändert auch die stets betonte Einvernehmlichkeit nichts. Der Stand auf dem Katholikentag, so die Kritiker, sei besonders problematisch, weil der Katholikentag Familien mit Kindern und Jugendlichen anziehe und eigentlich der Evangelisierung dienen solle. Es geht nicht darum, BDSM abzulehnen; jeder, auch Katholiken, mag seine Vorlieben privat praktizieren – aber die krampfhafte “Sichtbarkeit” und öffentliche Behelligung, die nun sogar bei einst feierlichen Anlässen wie dem Katholikentag ausgelebt werden muss, braucht kein Mensch.

Der Arbeitskreis hatte bereits bei früheren Katholikentagen – etwa vor zwei Jahren in Erfurt – für Ärger gesorgt. Das juckt die Verantwortlichen in Würzburg offenbar nicht. Die dortige Kirchenmeile mit rund 300 Organisationen will krampfhaft, um jeden Preis und bis zum Erbrechen “Vielfalt zeigen“ – auch wenn man damit die offene Konfrontation zu traditionellen katholischen Netzwerken sucht. Die machten bis zuletzt gegen die Zurschaustellung dieser Abseitigkeiten mobil und fordern Bischof Franz Jung sowie das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) auf, den Stand zu entfernen; insbesondere dem ZdK, der größten katholischen Laienorganisation und für die Planung und Durchführung der Kirchentage verantwortlich, werfen sie vor, Grenzen zu überschreiten. Eine eigene Petition auf der Plattform CitizenGowill ebenfalls die BDSM-Präsentation stoppen. All diese Stimmen werden jedoch überhört werden – buchstäblich so sicher wie das Amen in der Kirche.

15 Kommentare

  1. Erstaunlich dass nicht noch mehr Menschen diesen Verein verlassen. Ich bin vor über 30 Jahren bereits ausgetreten und bereue es bei der heutigen Lage der Kirchen wirklich nicht.
    Die sollten sich um ihren Verein kümmern und nicht bei Problemen mitreden von denen sie keine Ahnung haben und Hass und Hetze gegen anders Denkende, gerade in der Politik hat hier keinen Platz für Meinungen der Pfaffen.

  2. Tango Perversi, die „Kirche“ ist sich für keine Sauerei zu schade und wenn es einem Gott gäbe würden alle Kirchen brennen

  3. „Wegen Gott müssen wir das Schlafzimmer nicht verdunkeln“. Außer wir veranstalten dort solch einen DRECK, das selbst dem Lieben Gott davon schlecht werden würde… .

  4. @BDSM-Stand und Sadomaso auf dem Würzburger Katholikentag
    ja – da haben die ja einiges zu bieten – nur mal einen Blick in den Hexenhammer werfen !
    Aber immerhin, sie werden dann wohl öffentlich mit den Dingen, die sie bisher hinter verschlossenen Türen treiben !
    Es wird spannend sein zu sehen, ob die Jünger dann für derartige Veranstaltungen in die Kirchen strömen – bei den hexenfoltern und Verbrennungen war das Volk ja immer stark vertreten – ich weiß nur nicht, ob nach Kommunistenart auf Kommando oder freiwillig !

  5. Früher haben die christlichen Flagellanten sich selbst ausgepeitscht, um so für ihre Sünden zu büßen, heute peitschen sie sich aus, weil es sie geil macht. Solche Seelen sind selbst für den Teufel eine reine Zumutung: „Wie soll ich die bloß quälen, je härter, desto geiler werden die“.
    So schön und wünschenswert wie Friedenszeiten sind, aber das ist eine Folge davon.

  6. Irgendwann endet diese Scheiße so,
    dass der Pfarrer die Kirchendienerin
    auf dem Altar pimpert.

    Natürlich gegen Eintrittsgeld.

  7. Die Staatskirchen- also – römisch-katholische und evangelische — haben mit Gott und/oder christlicher Lehre seit Jahrhunderten nichts mehr zu tun — nichts — vom Anfang an war die römisch-katholische Kirche eine Staatskirche — nur Terror gemacht gegen die Gläubigen — verhöhnt und ausgequetscht damit viele der Bischöfe, Kardinäle und Päpste in Luxus leben konnten .. aber selbst gewählt — heutzutage werden die „Gläubigen “ immer noch verhöhnt und ausgequetscht aber sie bleiben drin und zahlen Kirchensteuer un d alssen sich von den Pfaffen verar…en — selber schuld — die evangelische Kirche ist nicht anders — und pervers obern drauf —

  8. AfD-Politikerin Behrendt attackiert Netflix: „Christen sind kein billiges Ziel mehr“
    „Wie Vanessa Behrendt auf X (Twitter) in einem vielbeachteten Beitrag berichtet, geht die niedersächsische AfD-Politikerin frontal auf Netflix los. Anlass ist eine Szene aus der Serie The Sandman, in der Figuren in Papst- und Kardinalsgewändern sich küssen. Behrendt spricht von einer gezielten Provokation gegen Christen und fordert Konsequenzen bis hin zum Boykott des Streamingdienstes.

    Erst verspotten sie Jesus, jetzt schänden sie das Amt des Papstes! In The Sandman (2025) lässt Netflix den Papst einen Priester küssen. Ein direkter Schlag ins Gesicht für 1,3 Milliarden Katholiken!

    ​Die Logik der Feiglinge:

    👉 Christentum? Wird durch den Dreck gezogen.… pic.twitter.com/hufoY7AIPp
    — Vanessa Behrendt MdL (@MdlBehrendt) April 28, 2026

    Ganz aus der Luft gegriffen ist die Empörung nicht. Auch das katholische Medium The Catholic Herald berichtete über heftige Reaktionen auf die Szene. Dort wird erläutert, dass es sich innerhalb der Handlung nicht um den echten Papst handelt, sondern um die Trickster-Figuren Loki und Puck in Verkleidung. Dennoch räumt selbst das Blatt ein: Die Nutzung päpstlicher Symbolik sei bewusst provokant gewählt worden.

    Genau hier trifft Behrendt einen wunden Punkt. Immer wieder wird christliche Symbolik in Filmen und Serien als billiges Stilmittel benutzt: Kirchen, Kreuze, Priester, Papst – alles scheint zur freien Zielscheibe geworden zu sein. Produzenten verkaufen das dann gern als „mutige Kunst“. Tatsächlich wirkt es oft eher wie kalkulierte Respektlosigkeit gegenüber einer Gruppe, von der man wenig Gegenwehr erwartet.

    Behrendts Kernvorwurf lautet: Bei anderen Religionen wäre man deutlich vorsichtiger. Ob man diese Zuspitzung teilt oder nicht – die Doppelmoral-Debatte ist real. Sechs islamische Golfstaaten drohten Netflix 2022 mit rechtlichen Konsequenzen, sobald Inhalte gegen islamische Werte verstießen – und der Konzern reagierte prompt. Christen hingegen, so die Kritik, sollen Spott klaglos ertragen. Während Heise damals über die islamischen Forderungen berichtete, blieb vergleichbarer Druck christlicher Seite weitgehend folgenlos.“
    https://f-news.net/afd-politikerin-behrendt-attackiert-netflix-christen-sind-kein-billiges-ziel-mehr/

  9. NGOs und Lobbys beherrschen Politik, Justiz und die gesamte Gesellschaft aus Erziehung sowie Großindustrie. Weltreligionen sind mit inbegriffen um gehörige Gefolgsleute zu halten in diesem Brot& Spieleapparat. Ich frage mich schon lange bei den vielen Moslems wo genug radikale Strömungen darunter sind warum diese noch nicht losgelegt haben gegen die Regenbogenreligion da der Koran Homosexualität verbietet und in vielen demokratischen Vereinen besonders im Westen sind Morgenländer als Personal und Anhänger zu finden. Na ich schätze diese nutzen linke Vereine und Parteien als trojanisches Pferd um für eine islamische Revolution zu rüsten. Vorher werden kräftig Fördergelder abkassiert für das Eigenwohl. Clans werden schön Stoff, Waffen und Hehlerei betreiben an den Ureinwohnern die brav vorm System knien. Sie sind der Sklave der am Ende auf der Strecke bleibt in dieser Drückerkolonne. Für viele ist es aber besser als wenn die bösen kahlgeschorenen Jungs von Romper Stomper und American History X mit ihren Stiefeln den Alltag treten. mfg

  10. das ist genau das was Jesus Christus bekämpft hat. Mehr ist nicht zu sagen – aber seit wann hat die Kirche etwas mit Jesus zu tun?