
Man kann das kulturelle Niveau einer Gesellschaft daran ablesen, heißt es, wie sie mit ihren Toten umgeht. Generell ist das Totengedenken heute eine aus dem Alltag verdrängte störende Nebensache; eine materialistische und ichbezogene Wohlstandgesellschaft mit einer reichlich zynischen Sichtweise auf höhere Werte und metaphysische Bezüge hat dafür keine Zeit und keine Muße mehr. Auf den Friedhöfen mehren sich von Jahr zu Jahr die Reihen aufgelassener Gräber, Familiengrablegen und -gruften haben Seltenheitswert und platz- und kostensparende Urnenbestattungen werden immer häufiger. Immer mehr Menschen entscheiden sich – aus Kostengründen oder weil sie „niemandem zur Last fallen“ wollen – für eine Urnenbestattung oder lassen ihre Überreste irgendwo ausstreuen; es gibt immer mehr alternative Beerdigungsformen.
Einen Sonderfall stellen Kriegsgräber und das kollektive Gedenken der Gefallenen dar; in dem Maße, wie Nationalbewusstsein geschweige denn -stolz diabolisiert werden und abseits von geschichtsverklärenden Schuldnarrativen zu Kolonialismus und Rassismus jedes Erinnern an deutscher Kriegsopfer zweier Weltkriege verpönt ist oder unter völkisch-rechten Generalverdacht gestellt wird, werden Denkmäler ebenso wie Kriegsgräber zunehmend als überkommene Pilgerstätten Ewiggestriger und Ärgernisse empfunden. Daran konnte bislang nicht einmal die wiederentdeckte Lust am Martialischen und an militaristischen Parolen etwas ändern: Während in Deutschland eine nicht mehr für möglich gehaltene Kriegs- und Aufrüstungsrhetorik zu vernehmen ist, die auch und gerade die Ex-Pazifisten der Grünen erfasst hat, und der ausgemusterte CDU-Fraktionschef Jens Spahn der Jugend verlogene Sätze zuruft wie: „Euer Vaterland braucht euch!“, ist für die öffentliche Gedenk-und Traditionspflege von Kriegsgräbern kein Geld da.
Planspiele zur Produktion neuer Kriegstoter
So beklagt Wolfgang Schneiderhan, der Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der sich vor allem um deutsche Soldatengräber im Ausland kümmert, die zunehmende Finanznot seiner Organisation. Zwar erhalte der Volksbund im Bundeshaushalt für das nächste Jahr 2,5 Millionen Euro zusätzlich, dies gleiche aber nur einen Teil des derzeitigen Defizits aus – zumal auch die Erhöhung für dieses Jahr nur einmalig gewesen und nicht verstetigt worden sei. „Es gibt ein strukturelles und vor allem wachsendes Defizit. Denn die Spenden, die immer noch deutlich mehr als die Hälfte der gesamten jährlichen Einnahmen von rund 54 Millionen Euro ausmachen, gehen zurück. Zugleich wachsen die Ausgaben stetig“, so Schneiderhan. Darunter seien steigende Energiekosten und deutlich steigende Löhne in Osteuropa, wo besonders viele Kriegsgräberstätten liegen.
Zu den gestiegenen Betriebskosten komme noch ein signifikanter Investitionsstau von derzeit deutlich über 20 Millionen Euro hinzu, darunter auch für die 23 Kriegsgräberstätten in Westeuropa. Zwar wurden diese von der UNSECO mittlerweile unter Schutz des Weltkulturerbes gestellt, doch diese Würdigung schlage sich bislang in keiner finanziellen Lageverbesserung nieder. Im Ergebnis bedeute dies nichts anderes, so Schneiderhan, als dass “unsere Kriegsgräberstätten zunehmend verfallen“. Es fehle eine belastbare und verlässliche Finanzierung dieser im Grunde prioritären staatlichen Aufgaben, die der Volksbund wahrnehme, für die Zukunft. Die Politik, die sich schon in Planspielen eifrig in der zeitnahen Produktion weiterer unzähliger Kriegsgefallener übt und bereits fieberhaft Kanonenfutter für den immer verantwortungsloser herbeigeredeten “Krieg gegen Russland” rekrutiert, scheint dies nicht zu kümmern.
Im Schwinden begriffen
Derzeit hat der Volksbund noch rund 68.000 Mitglieder – die, wen wundert es, immer älter werden. Da auch diese Institution unweigerlich im Schwinden begriffen ist und den nachwachsenden Generationen ohnehin jegliche Identifikation mit ihrem Land und ihrer Kultur über Jahrzehnte systematisch ausgetrieben wurde – ganz abgesehen davon, dass die meisten der heute in Deutschland Geborenen, weil Migrantenkinder, im Herzen und kulturell mit Deutschland wenig am Hut haben –, ist auch das Ende dieser verdienstvollen Gedenkeinrichtung besiegelt; ein Los, das die Kriegsgräberfürsorge mit den ostdeutschen Vertriebenenverbänden unweigerlich teilt. Natürlich kannte kaum ein heute noch lebender Deutscher noch die Gefallenen persönlich – doch das unsichtbare Band zu den Ahnen, das Jüngere zumindest am Schicksal ihrer Groß- oder Urgroßeltern Anteil haben lassen müsste, gibt es nicht mehr, so wenig wie auch eine Trauerkultur in diesem Land kaum noch existiert. Der Niedergang des Christentums und die allgemeine Geschichtslosigkeit haben dazu geführt, dass man keine Bindung mehr an Transzendenz und seine eigene und historische Vergangenheit hat und sich als Teil einer seit Generationen bestehenden Ahnenkette fühlt, zu deren Fortsetzung oder auch nur Andenkenspflege man sich berufen fühlen würde.
Für die Notwendigkeit des Erhalts von Gräbern deutscher Soldaten, die ohnehin jahrzehntelang pauschal als Nazis verunglimpft wurden, herrscht in den jüngeren Nationen dann erst recht kein Verständnis mehr. Die Denkmäler der deutschen Einigungskriege von 1864 bis 1871 verwittern als kaum noch registrierte Fremdkörper auf Friedhöfen und in Städten und Dörfern, weil fast niemand mehr weiß, welchen Ereignissen mit ihnen überhaupt gedacht wird, und je nach lokaler grünlinker Gesinnungsdichte werden die Kriegsgräber der beiden Weltkriege noch bestenfalls einigermaßen instandgehalten. Aber auch hier schwindet die generationenübergreifende Verbindung im Zuge des allgemeinen kulturellen Verfalls. Wie kaum sonst irgendwo bestätigt sich die Mahnung des Philosophen Odo Marquard: „Zukunft braucht Herkunft“. Wo es keine Empathie mit den Opfern ihrer Zeit früherer Generationen gibt, steht der Fortbestand der Gesellschaft auf dem Spiel.
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12 Antworten
Soeben im Radio:
Der Bumskanzler hofft, bis zum Ende des Jahres Ergebnisse zu erzielen. Außerdem hat er für die nächsten Tage Gespräche angekündigt.
Na, dann wird sicherlich alles gut!
😜
Kümmert euch um die Lebenden und lasset die Toten sich um die Toten kümmern!
Ist das nicht alles NAZI? Sollten wir nicht stattdessen Moscheen bauen und christliche Kirchen abreisen?
die Jäger der ge_rechten Weltgeschichte,vom Römischen Empire bis zum Zusammenbruch vom ,III. Reich, gerecht waren nur die linkenden,die alles was fleißige erarbeiteten so verteilten das die selber in FC Waldsiedlungen immer am Rande des Luxus darben mussten,bis die neuen Bananen kamen. Fragt das Merkel das Kevlar Phänomen ,die Schuldabweisende!
Die einen waren dabei , weil sie arbeitslos waren , die anderen , weil es ihnen die Ehre gebot , wiederum andere , die mit Hurra auf eine Rueckkehr als Helden hofften , und viele , weil sie ganz einfach gezwungen wurden . So unterschiedlich auch die Beweggruende gewesen sein moegen , eines hatten sie fast alle gemein : Bis zuletzt ihren wahren Feind nicht erkannt . Und noch etwas : Wer auf die Graeber seiner Vorfahren pfeift oder gar pinkelt , der pfeift und pinkelt auch auf sich selbst , auf seine Kinder und die Bettchen seiner Enkel . Dieses Jahr habe ich am 09.11. drei „Poppies“ gekauft , eines fuer die gefallenen Highlaender , eines fuer die deutschen Kaempfer , und eines fuer all die anderen Landser , die unwissentlich ihr Leben gegeben haben fuer eine Handvoll okkulter Glaubensbrueder , Banker und Investoren .
Unendlich hart erarbeitetes Geld von uns Deutschen wird in alle Welt verschleudert für fremde Interessen wie es die Börsentyrannen von Übersee wollen da sie unser Grund& Boden weiterhin rechtswidrig besetzt halten mit dem Scheinkonstrukt BRD und dem Grundgesetz als Beruhigungspapier auf das der Durchschnittsbürger das Gefühl haben soll das neben Wohlstand und Konsummaterialismus Gerechtigkeit herrscht. Millionen fremde Kulturvölker werden hereingebracht und mit dem Pass der Bundesrepublik eingedeutscht und gegen unsere Geschichte und Ahnen wird mit diabolischer Verachtung gespuckt und geschrien. Mit dem Volksverhetzungsparagraphen soll Widerstand erstickt werden wer zu sehr bohrt was damals Fakt war und auch mit derber Wortwahl soll manch einer eingekerkert werden der diese Missstände im Alltag anprangert, während aber Intensivtäter, Psychopaten und Terroristen Narrenfreiheit haben mit einem Wisch vom Seelenklempner. Die drei antideutschen Rachepläne Kalergis, van Hootons und Morgenthaus sind in vollem Gange uns Restdeutsche wie die Ureinwohner Amerikas in Reservate zudrängen oder ganz wie die Dinos Geschichte sein zulassen. Sind wir god damned germans weg dann sind alle EU-Nachbarn dran mit dieser höllischen Saat Richtung Agenda 2030. Geizig waren wir Hunnen und Krauts nie. Hört das deutsche Herz aufzuschlagen dann stirbt Europa und so die ganze Welt. Unseren Ahnen sind wir es schuldig uns weiterhin zu wehren. WIDERSTAND JETZT ERST RECHT!!! EWIG LEBT DER TOTEN TATENRUHM!!!
Urnenbestattungen sind keinesfalls „günstiger“ als Sargbestattungen. Das hat auch absolut nichts mit „Wertegefühl“ zu tun. Sie entsprechen aber vor allem aus Platzgründen (Umwelt-Aspekte kommen auch hinzu) einer seit mehr als 25 Jahren gelebten, neueren Tradition bzw. Bestattungsform. Für EINEN Toten kommen Sie mit allen Formalitäten und Gebühren locker auf über 3800 EUR ! Sie sollten dringend mal beim örtlichen Bestatter nach der aktuellen Preisliste fragen!
Die Soldatengräber sollen doch verotten es könnte ja der ein oder andere auf die Idee kommen dass die dort liegenden im Krieg zerfetzt wurden – Zynismus off
Nach der Schule bin ich 82 zum Wehrdienst und habe nicht veweigert, weil ich keinen Bock auf Unfreiheit hatte. Unsere Leute in der „Zone“ mußten sich einschleimen um mal an die Ostsee zu dürfen und um für zwei Wochen an den Goldstrand nach Bulgarien zu dürfen, mußten sie überall für den Sozialismus sein oder zumindest mußten sie so tun als ob. Auf den ganzen Unfreiheistsscheiß hatte ich keinen Bock und genau das war der Grund für mich zum Bund zu gehen. Und nicht wegen irgendwelcher Politikertypen, die damals am Ruder waren. Weiß auch gar nicht mehr wer das war zu der Zeit. Und das nervt mich auch, daß man heute so tut, als ob jeder deutsche Soldat im Weltkrieg damals der tolle Obernazi gewesen wäre. Die meisten von denen waren damals genauso unbedarft wie jeder Durchschnittsdussel heute. Die meißten waren arme Schweine, die einfach mitgemacht haben. Heute quatscht jeder von Umwelt, weil das aus jedem Fernseher dröhnt und damals haben sie eben von Adolf und dem großdeutschen Reich gequatscht, weil das in Mode war. Die Leute sind so. Und von denen hat es Millionen erwischt. Weil das im Krieg nun mal so ist und die armen Mütter und Ehefrauen haben endlos getrauert. Heute tun halt die Linkten so, als ob sie klüger wären, wenn sie aber abgeschossen auf´m Friedhof liegen, macht das auch keinen Unterschied. Warum sie das nicht schnallen, begreif´ich nicht.
Wenn die Kriegshetze so weitergeht, gibt es bald neue Kriegsgräber.
+++ Eilmeldung +++
Das Bundesministerium der Verteidigung gibt in Abstimmung mit dem Bundesministerium des Inneren bekannt:
In Anbetracht der gewaltigen Anstrengungen der Bundesregierung für die Kriegsertüchtigung der Bundeswehr und der daraus erwachsenden vielfältigen Herausforderungen erweitert die Bundesregierung die Aufgabenzuweisung an den „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.“, nachfolgend Volksbund“.
Neben der Fürsorge für die bestehenden Kriegsgräber wird der satzungsgemäße Zweck des Volksbundes um das Aufgabenfeld der Kriegsgräbervorsorge erweitert.
L. S.
gez. i. A.
XXX, Ministerialdirigent
das klimabillige verbudeln von ehemaligen rotgrünen Studien_reduzirten Polit_Amateuren,sollte schnell ohne Pompös und von eigenen Familien beglichen werden.Das würde das vergessen der teuersten Irrtümer in der Geschichte der „Unsere Demokratie “ ungemein beschleunigten! Am Ende wenn der ganze Beschiss gegen die BRD Bio Bürger raus kommt,will doch eh keiner mit solchen 0 Gestalten verwandt sein. Die Rache wird dem Steuerzahler gehören,die am Ende diese Gräber mit Stiefel_pflege „betreuen“ !!