Kein Versicherungsschutz bei Blackout: Firmen haften für Politikversagen

Vabanquespiel Energieversorgung (Symbolbild:Pixabay)

Die unverantwortliche, blinde Energiepolitik Deutschlands orientiert sich nicht an dem, was vorrangiges Ziel von Regierungshandeln sein müsste, nämlich den Menschen und Unternehmen eine sichere, langfristige und finanziell erschwingliche Versorgung zu ermöglichen. Stattdessen macht sie dieses Primat zur absoluten Nebensache – und gibt stattdessen einer klima-ideologischen „Energiewende” und Sanktionen gegen Russland den Vorrang (wegen eines Krieges, der nicht Deutschlands Angelegenheit ist). Vor allem für die deutsche Industrie wird damit Deutschland zunehmend zum Risikostandort, doch die Unternehmen insgesamt sehen sich mit immer mehr Planungserschwernissen konfrontiert – als Folge von explodierenden Sprit- und Strompreisen und einer wachsenden Versorgungsunsicherheit. All dies ist bekannt.

Tatsächlich kommt zu diesen Damoklesschwertern noch ein weiteres hinzu, das bislang kaum wahrgenommen wird: Sollte, was immer wahrscheinlicher wird, ein großer Blackout oder eine auch nur regionale Abschaltung der Stromversorgung die Folge dieser monströsen autodestruktiven Sabotagepolitik sein, dann sind Deutschlands Unternehmen gegen die ihnen entstehenden Schäden nämlich nicht einmal versichert. In einem Interview mit der „Wirtschaftswoche” antwortete Philipp Gmür, Chef der Schweizer Helvetia-Versicherung, auf die Frage, ob Unternehmen bei einem Stromausfall versichert wären: „Folgen des Stromausfalls sind nur gedeckt, wenn sie wiederum die Folge eines versicherten Ereignisses sind – also etwa eines Brandes oder eines Einbruchs. Wenn der Strom einfach abgestellt wird, springen wir nicht ein.“ Damit ruft er die kaum bekannte Tatsache in Erinnerung, dass Firmen nicht nur darunter leiden, dass die Energiepreise stetig steigen, sondern im Fall eines immer wahrscheinlicher werdenden Blackouts auch auf den ruinösen Kosten sitzenbleiben, die Versicherungen ohnehin gar nicht bewältigen könnten.

Kein Schadenersatz

Eigentlich gelten laut Netzanschlussverordnung (NAV) die Netzbetreiber als verantwortlich für einen Stromausfall. Die Geschädigten müssen ihnen jedoch nachweisen, dass die Schäden Folgen des Stromausfalls sind – was in der Praxis kaum gelingt. Falls doch, ist der Netzbetreiber wiederum verpflichtet, den Nachweis zu führen, keine Schuld an dem Blackout zu tragen, etwa durch fahrlässige oder gar vorsätzliche Handlungen. Da dies in aller Regel gelingt, kommt es äußerst selten vor, dass die Netzbetreiber Schadenersatzzahlungen leisten müssen. Im Falle eines politisch dekretierten Embargos oder einer staatlich zu verantwortenden infrastrukturellen Schwächung (durch Kraftwerksabschaltungen oder unterlassene Investitionen in Leitungsnetze) sind sie dann folglich ebenfalls aus dem Schneider.

Da Deutschland in einem Akt anhaltenden Wahnsinns als praktisch einziges (und noch dazu energieintensives sowie hochindustrialisiertes) Land der Welt aus der Atom- und der Kohleenergie gleichzeitig aussteigt, liefert es sich – respektive seine Energieversorgung – zunehmend an „erneuerbare” Energieträger aus. Diese sind jedoch von den Launen des Wetters abhängig und daher unzuverlässig. In den letzten Monaten ist der Strompreis unter anderem deshalb gestiegen, weil einerseits die Nachfrage zugenommen hat, im Winter und Frühjahr aber weniger Strom aus erneuerbaren Energiequellen bezogen werden konnte. Daher müssen ständig Kohle- und Gaskraftwerke angeschaltet werden, um die Lücken zu füllen. zu füllen. Die Stromproduktion mit Erdgas ist jedoch erheblich teurer – einerseits durch den Produktionsprozess selbst, andererseits durch den infolge des Ukraine-Krieges massiv gestiegenen Preis für Erdgas.

Stöcke in die Speichen

Zu allem Übel müssen die Gaskraftwerkbetreiber ihren CO2-Ausstoß noch über den Kauf von Emissionszertifikaten kompensieren, die ebenfalls limitiert und somit entsprechend teuer sind. Bereits Ende 2021 lag der Preis für Anbieter, die ihren erhöhten Strombedarf kurzfristig erhöhen mussten, bei durchschnittlich 22,2 Cent pro Kilowattstunde – was etwa einer Vervierfachung des normalen Preises entspricht, weil der Preis an der Strombörse sich nach der teuersten Herstellungsart richtet, die zumeist eben Strom aus Gaskraftwerken ist. Der traditionelle Wettbewerb zwischen den Stromanbietern ist derzeit de facto außer Kraft gesetzt, da immer weniger Anbieter die höheren Einkaufskosten finanzieren können und Kunden günstigere Angebote zu machen. Die vier großen Grundversorger EnBW, Eon, RWE und Vattenfall sehen sich sogar zu eigenen Neukundentarifen gezwungen, bei denen die Kilowattstunde Strom mehr als doppelt so teuer ist wie bei Bestandskunden.

Und schließlich besteht etwa ein Viertel des Strompreises aus den Netzentgelten, die die Anbieter den Netzbetreibern zahlen müssen. Diese sind in diesem Jahr bereits um vier Prozent gestiegen, unter anderem durch Umlage der Kosten für den Ausbau des Stromnetzes. So sehen sich Unternehmen wie private Kunden nicht nur einer immer extremeren Preisspirale gegenüber, sondern drohen auch noch, durch den drohenden Kollaps dieses Systems infolge der kopflosen Energiewende endgültig in den Ruin getrieben zu werden, ohne irgendwelche realen Aussichten auf Schadenersatz zu haben. Die von den Grünen dominierte Ampel steckt den deutschen Privathaushalten also weiterhin nach Kräften Stöcke in die Speichen, verteuert, erschwert und behindert ein gedeihliches und produktives Wirtschaften, und nutzt die so entstandene hausgemachte Krise für neuerliche Sonntags- und Verzichtspredigten. Es ist die Perversion einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

4 Kommentare

  1. Hört auf zu jammern und jagt dieses Verbrecher Pack ENDLICH ZUM TEUFEL!! Die MACHT HABEN WIR ALLE!!!

    • Geh voran und lass mich hinter den Baum du Feigling.
      Boa, wie ätzend.
      Erklär doch mal, wie du dir das konkret vorstellst.

      Was hier seit Jahren sichtbar und wohl vorsätzlich eingefädelt wurde, lässt sich wohl kaum mit privaten Kamikazeaktionen aufhalten.
      Man kann sich allerdings auf die zu erwartenden Engpässe einstellen und das sollte jeder eigenverantwortlich tun.

      • Die Vereinigten Staaten erwägen Kampfjets an Polen zu liefern, falls Warschau beschließen sollte, ihre eigenen an die Ukraine zu übergeben, sagte US-Außenminister Antony Blinken am Sonntag (6. März) bei einem Besuch in Moldawien.
        Wer weis, wie groß die Vorbestellungen im Darknet sind.
        Polen hat abgesagt. Ehe Sie die im Tausch erhaltenen F 16 fliegen und beherrchen können, könnten Sie in einem Angriff der Russen unterlegen sein…..
        Und im Ernst wissen wir Beide ganz genau, warum der Krieg mit Waffenlieferungen verlängert werden soll.
        Die Russen sollen ausrasten, wenn z.B. England die Mehrfachraketen mit einer Reichweite von 80 km schickt.
        Bis jetzt haben es die Russen geschafft, viele Waffen des ,,Werte,, Westens nach Eintreffen in die Ukraine unschädlich zu machen.
        Denke, das Russland bei weiteren Lieferungen von schweren Waffen die direkten Absender unter Beschuss nimmt. Einen Natoangriff wird er mit dem Auslöschen von Finnland und Schweden beantworten, danach ist Mitteleuropa dran.
        Das hat nicht Nostradamu vorausgesagt….

  2. Warum hat niemand die 45-Prozent-Regel auf dem Radarschirm? Vom Winde verweht und von der Sonne ausgeblichen: Es genügt, die Kraftwerke in Betrieb zu lassen, die unabhängig vom Wetter Strom erzeugen, statt die wertlose Fakepower aus Solarstrom und Windstrom finanziell zu stützen. Auch die Umrüstung von Kohlekraftwerken auf Holz ist sinnfrei.

    Mindestens 45 Prozent des augenblicklich erzeugten Stroms müssen einen stabilen Sinus von 50 Hertz haben. Andernfalls kollabiert das Netz augenblicklich! Die Momentanreserve stabilisiert augenblicklich und automatisch Schwankungen im Stromverbrauch. Im europäischen Wechselstromnetz soll die Netzfrequenz von 50 Hertz maximal um 50 Millihertz schwanken. Erst bei größeren Abweichungen wird sofort manuell nachgesteuert, wenn die automatischen Abschaltungen oder Zuschaltungen zu langsam erfolgen.

    Da kein Nachwuchs existiert, um Kernkraftwerke zu betreiben, träumt die AfD einen dummen Kindertraum und kaum einer merkt es! Vogel-Strauß-Politik: Es kann keinen Kohleausstieg geben, weil kaum Gaskraftwerke geplant sind. Auch gibt es kein Gas, um diese zu betreiben. Es gibt weder Gas, noch gibt es Gaskraftwerke, die die Lücken füllen, die derzeit in der BRD gerissen werden. Auch gibt es keine Pläne für hunderte Neubauten von Gaskraftwerken, da ihr Betrieb viel zu teuer ist.

    Bereits existierende sind wie Kernkraft und Kohle aufgrund der sinnfreien Zwangseinspeisung von Fakepower unwirtschaftlich. Ihre Stilllegung ist bei der Bundesnetzagentur beantragt. Niemand will ohne Subventionen in Gaskraftwerke investieren, weil seit 2020 von der zwangsweisen Stilllegung in 2050 fabuliert wird. Schildbürger waren vergleichweise intelligent und vorausschauend. Die hatten wenigstens Kartoffelsäcke bereitliegen, um Sonnenlicht in das Rathaus ohne Fenster zu tragen.

    Folgende Maßnahmen kosten kein Geld, sondern sie sparen Geld und können ab sofort durchgeführt werden:

    1. Steinkohlekraftwerke weiterbetreiben!
    2. Braunkohlekraftwerke ausbauen!
    3. Kernkraftwerke weiterbetreiben!
    4. Kohlendioxidabgabe beenden!
    5. Keine Einspeisung von Windstrom, Solarstrom und Biogas!
    6. Waldverbrennung zur Stromerzeugung stoppen!
    7. Sittenwidrige Subventionen beenden!
    8. Baustopp von Nord-Süd-Trassen!
    9. Baustopp von Stromspeichern im Verbundnetz!

    Windräder, Solarpanele und Biogaskraftwerke wurden gebaut, um die notwendige sichere und zuverlässige Stromversorgung zu demontieren. Die Demontage deutscher Industrieanlagen nach 1945 beruht auf dem gleichen Verfahren.

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