
Liebe Lesergemeinde! Wie einige von euch bereits wissen, bin ich Alkoholiker. Dummerweise gibt es da mehrere Krankheitsbilder – harmlose und gefährliche. Ich habe den Gamma-Alkoholismus, und das bedeutet: Kontrollverlust bereits beim ersten Glas. Also: Ständiges Nachkippen, ich kann einfach nicht aufhören und trinke immer mehr. Die erhoffte Wirkung setzt allerdings bei mir schon lange nicht mehr ein. Bedeutet: Nach einer Flasche Schnaps kein Lallen; ich kann wunderbar arbeiten und Auto fahren. Zum Glück bin ich seit langem trocken. Also könnte man ja nun meinen, alles wäre gut – zumal ich ja ein willensstarker Mann bin und fast immer alles richtig mache. Also ist der Rückfall quasi ausgeschlossen. Richtig? Nein, leider völlig falsch!
Warum schreibe ich das hier? Nun… es hat mit jedem einzelnen von euch zu tun. Ihr alle steckt nämlich in der selben Falle wie ich. Denn weder sind es wohlgemeinte Worte, Vernunft, Einsicht oder charakterliche Stärke, die mich trocken halten. Leider ist das so. Dass Alkoholismus krank macht und mich auf lange Sicht töten würde, das wusste ich vom ersten Glas an. Selbst wenn es mir gut ging, konnte ich nicht damit aufhören, mich immer wieder mit Alkohol zu betäuben. Wieso aber bin ich – mittlerweile seit zig Jahren – trocken und clean, und das ohne Medikation, ohne Therapie und ohne Selbsthilfegruppe? Wenn ich also eigentlich schwach war und keinerlei Hilfe für mich in Anspruch nahm – was war es dann, was mich schlagartig trocken werden ließ und mir eine Normalität bescherte, dieseit Jahren zu 100 Prozent und dauerhaft anhält?
Die tiefere Lehre
Ich verrate es euch gerne: Es ist der Leidensdruck! Es ist die Erinnerung an die Qualen, die ich durchleben musste. Jahrelange Qualen durch Entzug und gleichzeitigem Suchtdruck. Der Körper schrie Nein!, aber mein seelisches Wohlbefinden verlangte nach der Droge, um mich in einen psychisch stabilen Zustand zu versetzen. Denn zur körperlichen kommt wie bei jeder Sucht auch die psychische Abhängigkeit; beide treiben den Süchtigen vor sich her. Der Verstand sagte mir, dass das Trinken mich umbringen wird, doch der Rausch, diese kurzfristige Wirkung nach dem Konsum ließ mich dieses Schicksal nach dem Konsum stets aufs Neue akzeptieren und ertragen. So lange, bis ich irgendwann in mich ging und mir ein Stoppschild setzte.
Was hat das hier mit Euch im Einzelnen zu tun, mögt ihr euch fragen? Ihr seid doch gar nicht betroffen! Nun, es geht hier nicht nur um Alkoholismus, sondern um eine tiefere Lehre: Ihr werdet erst eine Situation ändern und dagegen rebellieren, wenn Ihr diese nicht mehr aushalten und ertragen könnt! Erst wenn Ihr alles verloren habt und alles völlig zerstört ist, werdet Ihr aktiv werden und Änderungen vornehmen. Das, was ihr dann tun werdet, wird drastisch und radikal sein, das garantiere ich Euch. Es gibt an einem gewissen kritischen Punkt nur zwei Möglichkeiten: Entweder ihr werdet alles vernichten, was Euch krank gemacht hat – oder Ihr zerbrecht. Es gibt keine Alternative. Letztlich reden wir hier vom Ob, sondern vom Wann. Es geht bloß um den Zeitpunkt, an dem die Entscheidung unerlässlich wird. Ist das euch klar? Wir reden nicht darüber, was die Gründe für euer subjektives Elend waren; damit könnt Ihr zum Psychiater laufen, ihm die Ohren volljammern und ein Vermögen ausgeben.
Never stop a running system?
Ihr könnt jahrelang nach Gründen und nach den Schuldigen für eure prekäre Situation suchen – und ihr werdet garantiert fündig werden, irgendjemand erzählt euch immer, dass ihr nicht oder nur eingeschränkt schuld an eurem Elend seid; dann könnt ihr eure Vorwürfe und Rechtfertigungen noch so gekonnt formulieren und vortragen und damit Eure ganze Energie und Lebenszeit verschwenden; ihr könnt Euern Familien, Freunden, Nachbarn, Vorgesetzten und Kollegen gnadenlos damit auf den Geist gehen, euch mit ihnen zanken und zerstreiten, bis ihr am Ende völlig allein und isoliert seid. Seid ehrlich: In abgeschwächter Form tun das viele von euch vermutlich bereits! An der Situation werdet ihr allerdings erst dann wirklich etwas ändern, wenn sie vollends unerträglich geworden und es bereits zu spät ist. Erst, wenn ihr alles aufgeben musstet, Haus und Hof verloren habt und euer privates Umfeld in ein Trümmerfeld verwandet ist, werdet Ihr an eurer Situation dauerhafte und wirksame Änderungen vornehmen können. Das ist ein logischer und bitterer Befund.
“Never stop a running system”: Nach diesem Gewohnheitsprinzip funktionieren die meisten von uns, selbst bei erhöhtem Verschleiß und Verlust. Fortsetzung, bis nichts mehr geht! Zwischendurch pausieren und hinterfragen, sich etwa einer Selbstkritik unterziehen? Ja, das wäre nobel und vernünftig – und Menschen, die dazu imstande sind, gibt es vereinzelt auch. Und ganz wenige schaffen es sogar, daraus rechtzeitig die für sie richtigen Konsequenzen zu ziehen. Doch solche einsichts- und vernunftbegabten Vorbilder sind zumeist exzentrische Ausnahmen. Ihre Warnungen werden oft verspottet und nicht gehört. Das gilt nicht nur für die Bewältigung von Lebenskrisen, sondern auch für die Bereitschaft, generell gegen den Strom zu schwimmen. Solche Menschen werden in unserer Gesellschaft allzu oft sogar ausgegrenzt, oft kriminalisiert und sogar mit Hausdurchsuchungen eingeschüchtert. Denn das System will keine unabhängigen, zu Selbsthilfe und Einsicht fähigen Störenfriede. Es will hilfsbedürftige Untertanen, die bevormundet und betreut werden – und die in diesem Zustand so lange wie möglich gehalten werden müssen. Bei diesen Normalos muss erst der völlige Zusammenbruch erfolgen.
Seid radikal!
Allein die mahnende ständige Erinnerung daran, dass wir keine hilflosen Opfer sind, wird uns den künftigen Weg bahnen und den Rückschritt verhindern – egal, mit welchem Schicksal wir konfrontiert sind Deshalb gilt: Vertraut niemals darauf, dass die bloße Einsicht, Vernunft und eingeredete “Lernfähigkeit” zu dauerhaften Veränderungen führen. “Gefahr erkannt” bedeutet eben leider nicht “Gefahr gebannt”! Selbst Einsicht und kurzfristige, wohlformulierte Vorsätze nützen nichts, solange sie Gedanken und Hirngespinste bleiben, die spätestens dann wieder in Frage gestellt werden, wenn es euch wieder kurzzeitig besser geht. Leider ist die Bereitschaft zum Selbstbetrug und die Neigung zur Bequemlichkeit, dieser innere Schweinehund, bei vielen übermächtig – und er bringt euch wieder und wieder von eurem eingeschlagenen Weg ab. Es gibt nur einen Ausweg: Seid in eurem Tun und Wirken radikal! Schafft unumkehrbare Fakten! Erinnert Euch stets an Eure Schmerzen, an Verluste und an den Druck, dem ihr in euren schlimmsten Momenten ausgesetzt wart, und motiviert euch stets aufs Neue, dass es soweit nicht wieder kommen darf.
Denkt nur mal das nachmittägliche TV-Programm. Wer wird euch da wohl gezeigt? Bildung? Niveau? Einstein, Newton, Schiller, Goethe? Überflieger und Vorbilder? Nein.,Man sieht überwiegend Menschen, die selbst ganztags vor der Glotze hocken, ohne Einkommen, ohne Job. Die am Boden liegen. Leute aus der Gosse. Das Elend anderer verkauft sich prächtig – zur Belustigung des Pöbels, als Abschaum öffentlich zur Häme und Schadenfreude ausgestellt, ob in “Reality-Shows” oder irgendwelchen idiotischen Serien. Wem dient dieses Programm? Es dient dem System. Damit Ihr Euch alle besser und überlegen fühlt. Um Euch bloß davon abzuhalten, aufzustehen und endlich eure Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Beispiele gibt es en masse. Dieter Bohlens Show für das Scheitern vor Millionenpublikum; Peinlichkeit und Scham, die Menschen zerstören sollen. “Paradise Island” und “The Biggest Loser”, wo die Menschenwürde mit Füßen getreten wird. Und wie sehr man Euch als Fernsehpublikum verachtet, das bemerkt ihr schnell an der Produktauswahl der eingespielten Werbung: Gummibärchen, Kartoffelchips, Dosenbier. Kopfschmerztabletten, Tampons und Kondome. Trödel und Tand für unter 5 Euro.
Nach unten offene Skala
Erinnert euch zurück die Coronazeit. An die, die früh begonnen zu hinterfragen; die den offensichtlichen Schwindel erkannten. Ihnen spielte man übel mit: Ausgrenzung, Schikane und Existenzverlust für die eingeforderte Freiheit. Lebensgefährliche Impfplörre gab’s hingegen als segensreiches “Geschenk” – und als Gegenleistung für sklavischen Gehorsam die gönnerhafte Rückgabe an sich unveräußerlicher bürgerlicher Rechte, darunter das Recht sich frei bewegen zu dürfen.
Damals ist es vielen klar geworden: Der Satz “macht kaputt, was euch kaputt macht” ist aktuelleren je. Hört auf nur zu jammern und zu lamentieren! Hört auf Euer Bauchgefühl – auch und gerade jetzt in diesem Moment, da ihr diese Zeilen lest! Und die feige und bequeme Ausrede “mir geht’s ja eigentlich noch gut, es könnte doch viel schlimmer sein“ darf nicht akzeptiert werden – denn sie ist die Eintrittskarte in die Hölle! Ab da wird es für Euch immer schlimmer werden – weil die Skala nach unten endlos offen ist. Natürlich gibt immer Menschen als Beispiel, denen es noch dreckiger geht als euch. Ja, es könnte schlimmer sein! Doch wer so denkt, wird die bittere Erfahrung machen: was sein „könnte„, wird dann auch “werden”. Es ist die logische Konsequenz. Den Himmel kann deshalb nur derjenige schätzen und genießen, der die Hölle durchschritten und erlebt hat – und seine Konsequenzen zieht. Deshalb: Freut Euch des Lebens – aber des Lebens, das wirklich in eEuch steckt! Erinnert euch stets an das, was euch wirklich gut tut, was euch einst wachsen ließ. Kehrt niemals um und seid wachsam. Passt auf euch selbst auf!
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5 Kommentare
Tja, so sind sie leider, die Deutschen: Aus einem Dackel macht man keinen Tiger und aus einem Klapprad keinen Ferrari! Nur nach oben buckeln und nach unten treten klappt bei den Systemsklaven ohne Liebe, Leidenschaft und Kultur am Leib! Einer für alle und alle für einen – aber doch bitte nicht bei uns! Wie lautet das dünnste Buch der Welt? Die italienischen Heldensagen? Stimmt, die Deuschen haben wenigstens noch ein Vorwort geschrieben..! 1933 – 1945 Vergaser, 2005 – … Versager! Alles klar??!
Wut ist gut
Und hütet euch vor schädlichen Erdstrahlen!
😜
Das ist nicht nur radikal ehrlich. Es ist treffend formuliert.
Solange die Menschen nicht völlig unten sind, gibt es nur einen Weg: weiter, immer weiter. Alle wissen, das führt in den Tod, keiner ändert den Kurs.
Denn es gibt immer noch einen, auf den man hinab schauen kann.
Erst als Deutschland völlig zerbombt, von ausländischen Soldaten überrannt worden war, änderte sich Weniges. Man sagt es nicht mehr, denkt nur noch an unsere Vorzüge vor Untermenschen. Neuerdings sagt man es auch wieder, parallel zum Untergang der deutschen Kultur, Industrie und Politik.
Das ist Zivilisation, das beste, aller D.? Es ist nicht lebenswert, nicht lebensfähig und lebensgefährdend.
solange eine große Mehrheit mit dem Geschwurbel von Mioska und anderen bezahlten Lügenbolden zufrieden ist und man immer die gleichen Deppen wählt wird sich nichts ändern- das haben die Jahrhunderte bewiesen.
Und warum? Weil die meisten genauso wären wie die Politiker, säßen sie an der Macht.
Das ganze Geschwurbel von Verantwortung, Zukunft etc. interessiert keine Sau solange damit nicht Milliarden einzusacken sind. Siehe Klimaschwachsinn, Impfungen,Militär, Migration, Bürgergeld (Saufaule Schmarotzer) und was bringts? NICHTS
Der Mensch ist eine Fehlentwicklung der Natur und von wegen Krone der Schöpfung, gelaber, gelaber, gelaber