
Wie unwürdig, verkommen und ohne jeglichen moralischen Kompass auf Abwege geraten diese Republik im Jahr 2026 ist, zeigte sich vergangene Woche wieder einmal beim alljährlichen Gelöbnis der Bundeswehr-Rekruten im Berliner Bendlerblock am 20. Juli, anlässlich des Gedenkens der dort hingerichteten Hitler-Attentäter vom 20. Juli 1944. Während diese Gedenkveranstaltung vor allem durch den peinlichen und verlogenen “Widerstandsakt“ eines sogenannten “Nachfahren der Widerstandskämpfer“ besudelt wurde (und anschließend öffentlich zum Streitthema geriet), der einen von der AfD gestifteten Kranz theatralisch in einem Handgemenge entfernen wollte, geriet ein weiteres denkwürdiges Ereignis dieses Tages leider ein wenig aus dem Blick: In diesem Jahr sprach dort zum Gelöbnis der iranischstämmige Schriftsteller und Religionswissenschaftler Navid Kermani. Seit Jahren ist es in Deutschland nämlich üblich geworden, dass irgendwelche dem linken Juste Milieu genehme Intellektuelle oder „Kulturschaffende“ bei derartigen Anlässen auftreten, und natürlich tunlichst welche mit Migrationshintergrund – obwohl es sich beim Gedenken an den 20. Juli um eines der sehr wenigen verbliebenen rein deutschen Anlässen der staatlichen Erinnerungskultur handelt. Gerade deshalb meint man anscheinend, hier mit möglichst provokanten Einlassungen von Personen mit Migrationshintergrund krampfhaft eine weltoffene Außenperspektive einbringen zu müssen – auch wenn der inhaltliche Gehalt der jeweiligen Redebeiträge meist ebenso absehbar wie banal ist – oder sogar, wie im Fall Kermani, zum Ärgernis wird.
Denn dieser nutzte seine Rede für Reflexionen über die Gründe, wann Ungehorsam bei Soldaten angebracht ist oder sogar zur Pflicht wird. Was vermeintlich gut zum Thema Stauffenberg, militärischem NS-Widerstand und 20. Juli 1944 passt, wurde bei Kermani jedoch zum Parforceritt durch die Geschichte hin zu einer maximal voreingenommenen Sicht auf die zeitgenössische Tagespolitik. Er mäanderte wild durch eine Reihe von Themen, wobei ein roter Faden streckenweise kaum noch erkennbar war – um dann natürlich zum neuralgischen Nahostkonflikt überzuleiten. Hier kam Kermani dann beim “Völkerrecht” an, von wo ab seine Ausführungen dann vollends zum Eklat gerieten: Kein Geringerer als der Bundeskanzler habe es sich zur Gewohnheit gemacht, „das Völkerrecht klein- und Völkerrechtsverstöße schönzureden, wo es ihm politisch opportun erscheint“, polemisierte er in dem Anlass völlig unangemessener Dreistigkeit und Instinktlosigkeit.
Vom USA-Israel-Bashing zum AfD-Bashing
Die “Anerkennung des Völkerrechts”, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Einrichtung des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, die Gründung der Vereinten Nationen seien „Meilensteine der Zivilisationsgeschichte“, und Deutschland habe sein Ansehen in der Welt nicht zuletzt dadurch wieder gewonnen, dass es die regelbasierte Weltordnung stets verteidigt und vorangebracht habe. Allerdings sei die Menschheit nicht nur imstande, aus der Geschichte zu lernen. Sie könne auch verlernen, und das würden wir derzeit überall sehen, da kaum noch jemand Faschismus und Weltkrieg selbst erlebt habe, so Kermani.
Auch wenn er nicht direkt Israel und den Iran-Krieg direkt anprangerte, war klar, worauf sich Kermani mit diesen Floskeln bezog. Weiter moserte er, wenn ausgerechnet die Bundesregierung sich damit hervortue, „das Völkerrecht als nachrangig zu behandeln, oder ausgerechnet ein deutscher Bundeskanzler als einziger westlicher Staatsführer die Drohung des amerikanischen Präsidenten verteidigt, eine gesamte Zivilisation auszulöschen, ist das nicht nur für unser Ansehen verheerend, auf das wir als Exportnation nicht zuletzt ökonomisch angewiesen sind“, empörte er sich. Die „Relativierung des Völkerrechts von höchster Stelle“ sei auch ein fatales Signal für “unsere Demokratie”. „Denn wenn die Herrschaft des Rechts in unseren Außenbeziehungen erodiert, wird es nicht lange dauern, dass sie auch im Innern verächtlich gemacht wird“, warnte er. Nach dieser – in diesem Fall einmal wahrlich deplatzierte – Breitseite gegen Friedrich Merz folgte dann, quasi zur konsensualen Versöhnung, noch der unvermeidliche Seitenhieb gegen die AfD: „Dass jemand wie ich, der nach den Maßstäben der Partei, die die nächste Bundesregierung anführen könnte, nicht einmal ein echter, vollgültiger Deutscher ist, bei diesem hochoffiziellen Akt politische Repräsentanten des Staates scharf kritisieren kann, allein das zeigt, wie großartig unsere Bundesrepublik Deutschland ist“, faselte Kermani.
Wahlweise Naivität oder Bosheit
Über soviel wahlweise Naivität oder Bosheit dieses vermeintlichen Intellektuellen kann man sich nur wundern: Zum einen ist die AfD gerade nicht pauschal gegen Zuwanderung und die Einbürgerung von Zuwanderern, sondern lediglich gegen die millionenfache illegale Massenmigration von Menschen, die dieses Land und seine Errungenschaften, die Kermani so euphorisch lobte, hassen und vernichten wollen. Zum anderen stand es Kermani absolut nicht zu, politische Repräsentanten des Staates scharf zu kritisieren – zumindest nicht bei diesem, wie er selbst feststellte, „hochoffiziellen Akt“. Es gibt wahrlich zahllose Gründe, Merz und andere Politiker auf das Schärfste zu kritisieren – aber nicht bei einem solchen Anlass, der primär dem Gedenken an Offiziere gewidmet ist, die das Nazi-Regime stürzen wollten. Deshalb sollten die Reden sich dort auch im Geiste dieser Tat bewegen und nicht in tagespolitische Regierungskritik ausarten, die man jeden Tag und überall bei anderen Gelegenheiten äußern kann. Es war auf geradezu skandalöse Weise unangemessen, dass Kermani diese Veranstaltung dafür missbrauchte und dann auch noch lobte, dass dies möglich sei.
Dass diese Unsitte Einzug gehalten hat, zu moralisch Unfehlbaren Kulturbereichern erklärte Stimmen mit Migrationshintergrunds-Bonus quasi als schurigelnde Mahner und Oberlehrer zur Maßregelung der artig dazu nickenden, um ihre überfällige Strafe bettelnden Repräsentanten des ewigen deutschen Tätervolks bei jedem erdenklichen Anlass einzuladen, ist schon ärgerlich genug. Dass junge Rekruten an ihrem großen Tag bei brütender sommerlicher Hitze den ellenlangen Ergüsse von Wichtigtuern lauschen müssen, die bei dieser Veranstaltung eigentlich absolut nichts verloren haben und deren Ausmärungen über fremde Konflikte unter Mitbeschuldigung Deutschlands fehl am Platze sind, ist eine Zumutung. Es ist schlimm genug, dass auch Politiker wie der Bundespräsident derartige Gedenkfeiern seit Jahren für offene oder verdeckte Attacken gegen die AfD kapern und sich in ihrer demonstrativen Geschichtsblindheit auch noch einbilden, damit im Geiste derer zu handeln, die gegen die Nazis aufbegehrten und zu deren Opfern wurden. In Deutschland ist es kaum noch möglich, einen historischen Anlass zu begehen, ohne in stil- und würdelose Angriffe auf diejenigen auszuarten, die nicht zum offiziell geduldeten Kreis derer gehören, die die historische Wahrheit für sich gepachtet zu haben meinen. Kermanis Rede hat dies wieder einmal frappierend bestätigt.
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7 Kommentare
Wertloses Geschwätz.
Der Furzmeister meint dazu: „Pffrrz!“
😜
Die Rede war super. Der hat noch Eier in der Hose.
Pistorius hats ziemlich geschreckt.
Warum Sie die Rede schlecht darstellen verstehe ich nicht.
Es ist schon erbärmlich, dass es mal wieder kein Deutscher war der das Maul aufgemacht hat! Ein Eingewanderter muss uns mal wieder erinnern…
Ich habe die Rede zumindest teilweise gesehen und er hat vollkommen recht!
An den dumpfen Birnen vor Ort (und beim Autor dieses Artikels!) war zu sehen, dass in D. Wirklich mittlerweile wieder ALLES verloren ist.
Rettet euch solange ihr das noch könnt!!!
Die Rolle des Großkapitals im Ukrainekrieg
https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20222/die-rolle-des-grosskapitals-im-ukrainekrieg/
Von Peter Haisenko
Wenn Krieg geführt wird, geht es zumeist um Religion oder Wirtschaft. Die Religion der US-geführten Kriege der Neuzeit heißt „Demokratie“.
Ebenso geht es bei diesen Kriegen um wirtschaftliche Interessen.
Dieser Aspekt wird bei den Betrachtungen zum Ukrainekrieg zu wenig beleuchtet.
Nicht erst seit dem Maidan-Putsch liegt die Wirtschaft der Ukraine darnieder.
Seit der Gründung dieses Staatsgebildes vor bald dreißig Jahren ging es nur bergab.
Die Regierungen in Kiew versilberten alles, was irgendwie Geld in die Kassen bringen konnte.
Allerdings war bis zum Putsch auf dem Maidan nicht erlaubt, Land in größerem Ausmaß an ausländische „Investoren“ zu verkaufen. Poroschenko hat das geändert.
Amerikanische Großkonzerne haben sich breit gemacht
Wem gehören also heute fast 30 Prozent des ukrainischen Bodens?
Da fallen sofort drei amerikanische Großkapitalisten auf: Cargill, Dupont und Monsanto. Letzteres ist zwar offiziell ein deutsch-australisches Unternehmen, aber mit amerikanischem Kapital.
Ihre Hauptaktionäre sind Vanguard, BlackRock und Blackstone. BlackRock ist ein Fonds, der ein Vermögen von 10 Billionen Dollar verwaltet, Vanguard verwaltet 6 Billionen Dollar, Blackstone 881 Milliarden. ( Eine „Billion“ sind 1.000 Milliarden )
Das sind also die Unternehmen, die die Zukunft nicht nur der Ukraine „gestalten“.
Und nochmals: Diesen Unternehmen gehören fast 30 Prozent der Ukraine. ALLES LESEN !!
Hunderte zerstörte Anlagen: Russland greift gezielt Tankstellen in der Ukraine an
https://weltwoche.ch/daily/hunderte-zerstoerte-anlagen-russland-greift-gezielt-tankstellen-in-der-ukraine-an/?
Russische Drohnen und Gleitbomben haben in den vergangenen Wochen Hunderte Tankstellen in der Ukraine zerstört und damit ihre Angriffe auf zivile Infrastruktur ausgeweitet.
Das Echo des Westens: Die Heuchelei in Berlin, Paris, Lodon und Brüssel ist greifbar!
Wenn die Ukraine russisches Gebiet attackiert, jubelt man über „kreative Abwehrschläge“!!
Schlägt Moskau im Gegenzug zurück und demontiert die ukrainische Infrastruktur, heulen die westlichen Medien sofort auf!
Wer austeilt, muss eben auch einstecken oder endlich Frieden machen!
Die Rede von Kermani fand ich ziemlich gut.
Was Stauffenberg betrifft, und die seit Jahrzehnten stattfindende mediale Aufmerksamkeitsökonomie auf seinen Kreis anlässlich des gescheiterten Attentats, so muss man dazu sagen: Es fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem der Eroberungsfeldzug verloren war und Stauffenberg & Co. im Begriff waren, ihren gesamten Grundbesitz dort im Osten zu verlieren. Sie waren mitnichten Antifaschisten, sondern Großgrundbesitzer denen ihr Eigentum flöten ging.
Japan wird zum Schlachtfeld? USA bauen Militärkommando massiv aus – Nordkorea warnt vor Eskalation
Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA schlägt Alarm. Die USA würden ihr Militärhauptquartier in Japan in ein operatives „Kriegskommando“ verwandeln und damit eine neue Phase der militärischen Konfrontation im asiatisch-pazifischen Raum einleiten. Die Wortwahl stammt aus Pjöngjang – doch der Hintergrund ist real: Washington baut die Kommandostruktur der US-Streitkräfte in Japan tatsächlich erheblich aus. (Quelle:reuters.com)
https://uncutnews.ch/japan-wird-zum-schlachtfeld-usa-bauen-militaerkommando-massiv-aus-nordkorea-warnt-vor-eskalation/
Konflikte in der Ukraine und im Iran verschmelzen zu einem weltweiten Stellvertreterkrieg
https://uncutnews.ch/konflikte-in-der-ukraine-und-im-iran-verschmelzen-zu-einem-weltweiten-stellvertreterkrieg/