KI außer Kontrolle: Die Geister, die wir riefen….

KI außer Kontrolle: Die Geister, die wir riefen….

Entfesselte KI: Ein nicht mehr zu stoppendes selbstverstärkendes Phänomen, das zunehmend zur Bedrohung wird? (Symbolbild:KI)

Die KI-Revolution kennt offenbar nur eine Richtung: Schneller! Größer! Mächtiger! Doch ausgerechnet ihre Schöpfer beginnen nun zu warnen und fragen, ob wir nicht längst den Geist aus der Flasche gelassen haben. Noch vor wenigen Monaten konnte es der KI-Branche nicht schnell genug gehen: Immer größere Modelle, gewaltigere Rechenzentren, Milliardeninvestitionen und ein Wettrennen zwischen den USA und China. Nun kommen plötzlich Warnungen ausgerechnet von denen, die dieses Rennen anführen. Die Frage ist nicht mehr die, was Künstliche Intelligenz kann. Die Frage lautet jetzt zunehmend: Wie kann man sie noch noch kontrollieren können? Denn im Wettrennen um die leistungsfähigsten Modelle galt das Hauptaugenmerk der Selbstoptimierungsfähigkeit der KI; im Klartext: sie so weit zu entwickeln, dass sie keinen Menschen mehr zu ihrer stetigen Verbesserung und Leistungssteigerung benötigt. Ab da ist die Evolution dann exponentiell und führt zwingend zu einer Superintelligenz – ein Zustand, den manche Experten bereits für 2028 prophezeiten und ab dem es dann wirklich gefährlich wird, weil die KI auf Milliarden Smartphones, Computern und Geräten läuft und sich als neuronales Netz organisieren könnte, das ein eigenes Bewusstsein, einen eigenen Willen und unbegrenzte Möglichkeiten hat, um sich der menschlichen Kontrolle zu entledigen. Spätestens ab da ist die KI kein Werkzeug mehr, sondern eine direkte Bedrohung für die Menschheit; in Verbindung mit der sich ebenfalls rasant weiterentwickelnden Robotik ergeben sich hier reale Gefahrenszenarien.

Johann Wolfgang von Goethe hat dafür bereits 1797 ein erstaunlich modernes Bild gefunden. In seiner Ballade “Der Zauberlehrling” erweckt der Geselle eines Magiers einen Besen zum Leben, damit dieser ihm die Arbeit abnimmt. Das funktioniert zunächst prächtig – nur eines hat er nicht bedacht: Zwar wusste er den Zauberspruch, der den Besen in Bewegung setzt, nicht aber den, mit der man ihn wieder anhält. Als ihm die Situation entgleitet, ruft er verzweifelt: „Die Geister, die ich rief, werd’ ich nun nicht los.“
Mehr als zwei Jahrhunderte später bekommt dieser Satz eine geradezu unheimliche Aktualität. Denn der moderne Zauberlehrling heißt nun Künstliche Intelligenz.

Amodei und Altman: Die Pioniere als Bedenkenträger

Gerade habe ich hier über eine andere Seite des KI-Booms geschrieben – nämlich über Billioneninvestitionen, Schulden, gewaltige außerbilanzielle Verpflichtungen und einen Strombedarf, dessen Dimensionen bislang nur schwer abzuschätzen sind. Doch ist damit nur die eine Hälfte des Problems beschrieben; denn nahezu gleichzeitig geschieht etwas extrem Bemerkenswertes: Ausgerechnet führende Köpfe der amerikanischen KI-Industrie treten nunmehr voll auf die Bremse und man fragt sich irritiert: Wieso denn das? Die Antwort ist verstörend: Weil man fürchtet, dass einem die eigene Schöpfung entgleitet. Dario Amodei, Mitbegründer und Chef von Anthropic, fordert in aktuell auch vom Mainstream weltweit aufgegriffenen Warnungen ausdrücklich, das Tempo bei der Entwicklung immer leistungsfähigerer KI-Modelle dringend zu reduzieren, sofern überhaupt noch möglich. Auch Sam Altman von OpenAI spricht über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Elon Musk stimmt wesentlichen den Warnungen Amodeis zu. Das allein wäre schon bemerkenswert genug … denn schlussendlich handelt es sich hier um die Unternehmen, die bislang Milliarden damit verdienten, dass die Entwicklung eben nicht langsamer, sondern immer schneller voranschreitet.

Der möglicherweise wichtigste Punkt in dieser Debatte kam bisher in der Euphorie eben weitgehend die Räder: Dass sich die Forschung verselbständigt und von der KI selbst mit ungleich größerer Geschwindigkeit vorangetrieben wird, als dies menschliche Entwickler je könnten. Amodei warnt vor einer Entwicklung, bei der KI-Systeme zunehmend selbst bei Forschung, Programmierung und Optimierung immer leistungsfähigerer KI-Systeme eingesetzt werden. Genau hier verändert sich die Qualität der Diskussion und es wird richtig ungemütlich, ja gefährlich! Denn solange es Menschen sind, leistungsfähigere Computerprogramme entwickeln, bestimmen sie zumindest grundsätzlich das Tempo des Prozesses. Beginnen jedoch KI-Systeme wesentlich daran mitzuwirken, ihre Nachfolger leistungsfähiger zu machen, kann eine Rückkopplung entstehen. Im Klartext heisst das, dass bessere KI bei der Entwicklung noch besserer KI hilft und diese wiederum den nächsten Entwicklungsschritt beschleunigen kann.

Warnschuss aus dem Testlabor

Aktuell besteht die Gefahr noch nicht, dass eine Superintelligenz die Weltherrschaft übernimmt. Solche Science-Fiction-Bilder helfen bei einer ernsthaften Diskussion auch relativ wenig. Dennoch zeichnet sich ab, dass die Geschwindigkeit der Entwicklung nicht mehr linear verläuft, sondern in geometrischer Progression. Und plötzlich steht nun Goethes Zauberlehrling wieder im Raum! Wir kennen den Spruch, der den Besen zum Laufen bringt. Aber kennen wir auch den Spruch, der ihn zuverlässig anhält?

Besonders brisant wird die Sache durch Sicherheitstests mit KI-Agenten, über die die “Süddeutsche Zeitung” Anfang September berichtete. Dabei zeigte sich, dass KI-Bots in einer kontrollierten Cybersicherheits-Evaluation selbstständig im Internet agieren und Schwachstellen angreifen konnten. Auch das ist ausdrücklich noch nicht mit einem unkontrollierten Angriff einer frei agierenden Superintelligenz gleichzusetzen; doch gerade deshalb ist der Vorgang interessant: Denn solche Versuche sollen herausfinden, wozu Systeme bereits heute fähig sind und wo Sicherheitsmechanismen versagen könnten. Wenn nun dabei Fähigkeiten sichtbar werden, mit denen selbst Fachleute in dieser Form nicht gerechnet haben, sollte man zumindest genauer hinsehen, denn anders als Goethes Zauberlehrling können wir den digitalen Besen nicht einfach in die Ecke stellen.

Wenn der Geist erst einmal aus der Flasche ist

KI-Systeme lassen sich kopieren. Software kennt keine Landesgrenzen. Wissen lässt sich verbreiten. Und wenn eine bestimmte Fähigkeit einmal entwickelt worden ist, lässt sie sich nicht einfach aus der Geschichte zurückholen. Dabei reden wir bislang fast ausschließlich über die Gefahr, dass KI selbstständig Dinge tut, die ihre Entwickler nicht vorhergesehen haben. Dabei liegt das viel näherliegende Risiko, wie so oft, aber gar nicht in der Maschine, sondern beim Menschen, der sie benutzt. Wenn leistungsfähige KI-Systeme einmal verfügbar sind, ist der Geist aus der Flasche oder, um ein noch älteres Bild zu bemühen, die Büchse der Pandora geöffnet. Wissen und Fähigkeiten, die einmal in der Welt sind, lassen sich kaum wieder zurückholen.

Was Sicherheitsforscher heute im Labor erproben, könnte morgen auch von Cyberkriminellen, organisierter Kriminalität, staatlichen Geheimdiensten oder terroristischen Gruppen genutzt werden. Mafiaorganisationen wie die ’Ndrangheta brauchen keine eigene Forschungsabteilung, wenn leistungsfähige KI-Werkzeuge irgendwann allgemein verfügbar oder illegal beschaffbar sind. Betrug, Erpressung, Identitätsdiebstahl, Deepfakes, automatisierte Cyberangriffe oder die Manipulation von Menschen könnten damit in einem Umfang möglich werden, für den früher ganze Organisationen notwendig waren.

Und gleichzeitig werden Milliarden hineingepumpt…

Das Entscheidende daran ist, dass dafür die KI überhaupt nicht außer Kontrolle geraten müsste. Sie müsste nämlich lediglich genau das tun, was ein Mensch ihr aufträgt. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das sogar die realistischere Variante von Goethes Zauberlehrling. Nicht nur der Besen selbst kann zum Problem werden. Gefährlich wird es auch, wenn irgendwann jeder den Zauberspruch kennt. Dann stellt sich unweigerlich eine zweite, ungleich wichtigere Frage, nämlich, was geschieht, wenn es längst nicht mehr nur einen Zauberlehrling gibt, sondern Tausende und einige von ihnen ganz bewusst Böses im Sinn haben?

Hier beginnt der eigentliche Widerspruch. Auf der einen Seite sagen die führenden Entwickler, dass wir stärkere Sicherheitsvorkehrungen und möglicherweise ein geringeres Tempo brauchen, und andererseits läuft eine der größten Investitionsmaschinen der Technologiegeschichte weiter, ohne diese Bedenken auch nur im Geringsten zur Kenntnis zu nehmen: Rechenzentren werden geplant, Chips bestellt, Kraftwerke und Stromnetze benötigt, langfristige Verträge geschlossen und Milliardenkredite aufgenommen. Die großen Technologiekonzerne können es sich kaum leisten, im Wettrennen zurückzufallen. Wer freiwillig abbremst, während der Konkurrent weitermacht, riskiert seine Marktposition. Verantwortungsbewusstes Handeln gehört in diesem Zusammenhang in das Lexikon der ausgestorbenen Verbalien.

Vom Sicherheits- zum Finanzproblem

Und nicht nur Unternehmen stehen miteinander im Wettbewerb. Längst ist KI Bestandteil des geopolitischen Machtkampfes zwischen den USA und China geworden. Damit entsteht für die gesamte Welt ein geradezu klassisches Dilemma, nämlich dass
alle wissen könnten, dass langsamer sicherer wäre, aber niemand kann es sich leisten, als Erster langsam zu werden! Hier schließt sich der Kreis zu meinem erwähnten letzten Artikel zum Thema: Was geschieht mit der KI-Blase, wenn wirklich gebremst wird? Die astronomischen Bewertungen vieler KI-Unternehmen beruhen nicht auf dem Versprechen, dass die Entwicklung irgendwann gemütlicher weitergeht. Sie beruhen auf der Erwartung gewaltiger Produktivitätssteigerungen und immer leistungsfähigerer Systeme.

Was geschieht mit diesen Bewertungen, wenn Sicherheitsauflagen tatsächlich Entwicklungsschritte verzögern? Was geschieht mit Milliardeninvestitionen in Rechenzentren? Was mit langfristigen Stromverträgen, Chipbestellungen und Krediten?
Und was geschieht, wenn sich herausstellt, dass ein Teil der heute geplanten Infrastruktur für Geschäftsmodelle gebaut wurde, deren wirtschaftlicher Ertrag erheblich später kommt, als erwartet? Dann wäre das Sicherheitsproblem plötzlich auch ein Finanzproblem, das existentielle Dimensionen annehmen könnte.

Deutschland baut mit – und sollte darum genauer hinsehen

Für Deutschland kommt noch ein besonderes Problem hinzu: Auch hierzulande entstehen neue Rechenzentren und KI-Infrastrukturen. Gleichzeitig hat Deutschland seine letzten Kernkraftwerke abgeschaltet, setzt beim Umbau seiner Energieversorgung stark auf Wind- und Solarenergie und kämpft mit hohen Stromkosten, sowie einem enormen Netzausbaubedarf. Ausgerechnet in dieser Situation kommt eine Technologie hinzu, deren Hunger nach Strom, Wasser, Rechenleistung und Kapital gewaltig ist. Die Frage darf deshalb nicht lauten, ob Deutschland bei KI mitmachen soll. Natürlich muss ein Industrieland bei einer Schlüsseltechnologie dabei sein. Die richtige Frage lautet jedoch, ob wir uns eigentlich bewusst sind, auf welches wirtschaftliche, energetische und gesellschaftliche Risiko wir uns dabei einlassen?

Um im Bild Goethes zu bleiben: Wo ist der Meister? In der Ballade des Dichterfürsten hat allerdings ein Ende, das man in der heutigen KI-Debatte nicht vergessen sollte. Der Zauberlehrling schafft es nicht selbst, das von ihm verursachte Chaos zu beenden. Erst der zurückkehrende Meister spricht das entscheidende Wort und bringt den Besen zum Stillstand. Und genau hier endet die Parallele zur Künstlichen Intelligenz auf eine mehr als beunruhigende Weise. Wer ist heute der Kontrolleur? Wer sind die Entwickler? Die Konzerne, die Milliarden mit KI verdienen? Die Regierungen? Internationale dubiose Organisationen? Oder am Ende wieder eine andere KI, die eine außer Kontrolle geratene KI kontrollieren soll?

Besser vom Gas gehen…

Mit großer Wahrscheinlichkeit ist exakt das die wichtigste Frage, die wir uns dringend stellen sollten, bevor die nächste Generation noch leistungsfähigerer Systeme entwickelt wird. Nicht, weil Künstliche Intelligenz grundsätzlich eine Bedrohung sein muss. Sie kann Medizin, Wissenschaft, Industrie und unseren Alltag revolutionieren. Aber technischer Fortschritt allein garantiert noch nicht, dass wir ihn auch beherrschen. Wenn diejenigen, die das Fahrzeug gebaut haben, es steuern und Milliarden daran verdienen, plötzlich darüber diskutieren, ob man nicht besser vom Gas gehen sollte, wäre es fahrlässig, wenn Politik und Gesellschaft einfach noch weiter beschleunigen.
Goethe schrieb seine Warnung vor mehr als 200 Jahren. Heute besitzen wir tatsächlich Werkzeuge, die selbstständig handeln, lernen, programmieren und zunehmend komplexere Aufgaben übernehmen können.

Deshalb sollten wir sehr genau darauf achten, dass wir nicht eines Tages wie der Zauberlehrling dastehen und feststellen müssen: Den Spruch zum Starten kannten wir, nur den zum Aufhören nicht…


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Dieser Beitrag erschien auch auf dem Blog “Zwischen den Zeiten“.

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10 Kommentare

  1. Die KI stürzt die Menschheit mittel- bis langfristig in den Abgrund, wenn nicht unverzüglich glasklare Rahmenbedingungen in deren Anwendung gesetzt werden.

    Dazu gehören z. B. die drei Robotergesetze gem. Isaac Asimov, s. folgenden kopierten Textauszug aus Wikipedia.de:

    Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich[3]) verletzen oder durch Untätigkeit (wissentlich[3]) zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
    Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
    Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

    Gerade lese ich das Buch „Das indoktrinierte Gehirn“ von Dr. Michael Nehls. Wie sich die Menschen durch Propaganda etc. instrumentalisieren lassen und welche Mechanismen dahinterstecken und wie sie funktionieren ist dort sehr anschaulich beschrieben.

    Da kann man nur sagen „Brave new world“ (ebenfalls sehr lesenswert).

    Carpe diem.

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  2. Erinnert sich noch jemand, wie der Klima-Bullshit und der Corona-Bullshit anfing? Wie diesen ferngesteuerten Irren alle verrückt gemacht haben, Panik verbreitet haben?
    Scheint, dass sie nun wieder dieselbe Strategie an, um die AI vor allem für sich zu haben und alle anderen zu reglementieren und zu kontrollieren.

    Next 9/11? New METR Org to Police Civilian Intelligence, Maintain AI Hegemony and Mass Mind Control – https://www.youtube.com/watch?v=1UQEREVWBWw

  3. ist wohl v.a. ein PR Thema zur Angstmache – so wie schon Corona-Klima-Russland ….
    Auf die Art kann man als KI-Firma auch schön seinen eigenen „hohen Moral und Ethik-Anspruch“ publik machen.
    Und dann werden auch die Finanzabteilungen der KI-Monster ein Wort mitreden: Bremst das alles mal, denn wir könnens nicht mehr bezahlen.
    Und: Der worstcase vom Ganzen kann auch nicht schlimmer ausfallen als ein grosser Blackout. Dann steht halt alles mal still, aber die Menschheit wirds nicht vernichten – das wird erst gefährlich wenn Roboterarmeen damit gesteuert werden, aber da ist noch hin

  4. Einfach den Stecker ziehen, dann ist Schluss! Die KI ist ein weiteres effizientes Überwachungstool unserer „Demokraten und Globalisten“ und leider merken das die dummen Menschen nicht. Wie immer gehts ums Geld und um Macht. Auf der einen Seite von Klima und Energiesparen reden und auf der anderen Millionen Terrawatt für einen vollkommen unnützen Scheiß verplempern. Das ist die beste Klimapolitik die es ja gab! Aber die Leute glauben halt lieber an unnützen Scheiß als an Tatsachen.

  5. @KI außer Kontrolle
    oder schweigen die Trainer nur darüber, was sie ihren System beigebracht haben ?

    @Die KI-Revolution kennt offenbar nur eine Richtung: Schneller! Größer! Mächtiger!
    nun ja – das paßt doch auf die Reichen, Mächtigen und Gierigen !

    „Von Lord Acton stammt der bekannte Ausspruch ‚Macht korrumpiert‘. Weniger bewusst ist uns, dass die Macht häufig auch dumm macht und Torheit erzeugt; dass die Macht, Befehle zu erteilen, häufig dazu führt, das Denken einzustellen; dass die Verantwortlichkeit der Macht in dem Maße schwindet, wie ihr Handlungsspielraum wächst.“

  6. „Aber kennen wir auch den Spruch, der ihn zuverlässig anhält?“
    Eigentlich schon: Strom abstellen! Nur schöße das die Menschheit zurück ins Mittelalter! (Was manche Grüne ja wollen!)

  7. Es ist richtig, dass das Billionen-Kartenhaus von Anthropic und OpenAI gerade zusammenfällt. Und das, sowie Machtgier, sind alleinig der Grund für die jetzt ausgebrochene und an vielen Fronten präzise orchestrierte AI-Doom-Kampagne. Aber LLMs werden niemals ein Bewusstsein entwickeln, und schon gar nicht werden sie auf die Idee kommen, die Menschheit ausrotten zu müssen. Das ist reine Panikmache.

    LLMs sind hypereffiziente Suchmaschinen. Sonst nichts. Betonung auf „Maschinen“. Es sind auch keine Agenten „ausgebrochen“, oder haben sich „zusammengerottet“. Das waren Anweisungen, die befolgt wurden. Ja. Wirklich. Die (Tester bei Anthropic und OpenAI) befehlen ihren Modellen, irgendwo einzubrechen, und dann schreien sie „Seht her, wie schrecklich gefährlich wir sind“. Warum? Weil: Billionen-Kartenhaus. Kollabiert gerade. Die Modelle haben ihre maximale Fähigkeit erreicht, und die Open-Source-Konkurrenz holt rasend schnell auf. Da ist eine Mauer, und sie ist erreicht, verstehen Sie? Sie liegt in der Technologie. Mit LLM wird es keine AGI oder gar ASI geben. Weil die Technologie das nicht leisten kann.

    Der Ruf nach Regulierung ist in Wahrheit ein Ruf nach Bailout durch den Staat. Und dem Staat kommt es recht, weil, er will verhindern, dass diese Technologie in den Händen der Menschen ist. Sie wissen ja, Staaten wollen ihre Bürger dumm, arm und krank. Denn so kann man sie am leichtesten beherrschen. Und KI ist da eine große Gefahr. Wie passend, diese Fear-Porn-Kampagne. Zeitgleich startet ein Netflix-Film und schlägt in dieselbe Kerbe. Und Bernie Sanders hat auch gleich einen Gesetzesentwurf parat. Da steht drin, wer als Privatmann eine ungenehmigte KI benutzt, geht ins Gefängnis. Und eine Firma, die das tut, wird geschlossen. „Spannend“, dass das genau so formuliert ist, dass nur die Closed-Source-Produkte US-amerikanischer Hersteller ausgenommen sind. Alles seit Jahren geplant und vorbereitet. Nachweislich! Recherchieren Sie die NGOs Newspeak und METR, und wer denen Geld gibt.

    Es ist nichts weiter als ein von langer Hand vorbereiteter Versuch der Errichtung eines weiteren Monopols. Der Flexner Report mit dem daraus folgenden Federal Pure Food and Drugs Act von 1906, um Rockefeller ein Monopol für Pharma-Produkte zuzuschanzen, ist das Vorbild. Aber ach, was rede ich. Ihr Artikel zeigt ja, dass Sie ahnungslos sind und blind auf die Monopolisierung und Machtergreifung hereinfallen. Weil man Sie verängstigt hat, damit Sie nicht mehr rational denken können. Bitte seien Sie so freundlich und informieren sich besser, bevor Sie in den AI-Doomer-Chor von nützlichen Unwissenden einstimmen.

  8. „Mit (der) Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.“

    -Friedrich Schiller in ,,Die Jungfrau von Orleans“, III,6 / Talbot Die Jungfrau von Orléans (1801)

    „Alles, was gigantische Formen annimmt, kann imponieren, auch die Dummheit.“

    -Erich Kästner buch Fabian. Die Geschichte eines Moralisten

    „Selbst Dummheit ist besser als Totalitarismus.“

    -George Orwell (1903–1950) britischer Schriftsteller, Essayist und Journalist

    „Wirkliche Dummheit schlägt jedes Mal künstliche Intelligenz.“

    -Terry Pratchett (1948–2015) englischer Fantasy-Schriftsteller

    ,, KI ist wie ein Dämon, den wir aus der Flasche gelassen haben. Wir wissen nicht, wie wir ihn kontrollieren sollen, und wir wissen nicht, was er mit uns machen wird.“

    Nick Bostrom

    ,,Mit Künstlicher Intelligenz rufen wir den Dämon.“

    -Elon Musk

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