
„Kinderkriegen ist der Endgegner von Feminismus und Gleichberechtigung“, ließ sich eine junge Mutter, 27, Sozialpädagogin und in Partnerschaft lebend, jüngst in der “Süddeutschen Zeitung” zitieren. Der Satz ist bemerkenswert. Nicht nur wegen seiner Ehrlichkeit, sondern weil er – und der Text, in den er eingebettet ist – ungewollt den zentralen Widerspruch der modernen Gleichheitsutopie freilegt. Jahrzehntelang versprach die spätmoderne Gesellschaft, traditionelle Geschlechterrollen endgültig überwunden zu haben. Männer und Frauen, so die Erzählung, seien primär soziale Konstruktionen; Unterschiede seien Ergebnis von Erziehung, Normierung und Machtverhältnissen. Doch dann kommt das Kind – und mit ihm kehrt etwas zurück, das der moderne Mensch eigentlich hinter sich lassen wollte: die Biologie. Genau darin liegt die eigentliche Sprengkraft des Satzes. Denn die Erfahrung vieler Eltern widerspricht der Grundannahme eines großen Teils gegenwärtiger Geschlechterideologie. Sobald Kinder geboren werden, entstehen selbst in hochgebildeten, progressiven Milieus oft wieder klassische Rollenverteilungen: Die Mutter reduziert ihre Erwerbsarbeit, der Vater bleibt stärker im Berufsleben, die emotionale und körperliche Hauptbindung konzentriert sich auf die Mutter.
Die Soziologie nennt das „Retraditionalisierung“. Was der moderne Feminismus als Rückfall erlebt, ist aber schlicht Realität. Die Gleichheitsidee der Moderne basiert auf einem tiefen Misstrauen gegenüber natürlichen Differenzen. Seit Simone de Beauvoirs berühmtem Satz „Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht“ gilt Geschlecht im progressiven Denken primär als soziales Produkt. Unterschiede zwischen Männern und Frauen erscheinen nicht als anthropologische Konstanten, sondern als politische Probleme. Diese Vorstellung funktioniert relativ gut, solange man über Universitäten, Bürojobs oder Freizeitkulturen spricht. Sie gerät jedoch an ihre Grenzen, sobald Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit ins Spiel kommen. Denn die biologische Realität ist asymmetrisch, wie der Volksmund seit Jahrzehnten kolportiert: ”Wenn ein Mann Vater wird, ändert sich sein Status; wenn eine Frau Mutter wird, ändert sich ihr Leben.”
Die Rückkehr der Anthropologie
Denn der Körper der Frau verändert sich fundamental. Sie stillt. Sie erlebt hormonelle und emotionale Prozesse, die der Mann weder simulieren noch vollständig teilen kann. Im zitierten Text schildert die Mutter genau dies: Während sie „zu hundert Prozent Mutter“ geworden sei, sei ihr Partner „trotzdem Mann geblieben“. Der Satz ist soziologisch hochinteressant. Er beschreibt eine Erfahrung, die viele moderne Gesellschaften verdrängen möchten: Elternschaft betrifft Männer und Frauen nicht identisch. Die spätmoderne Ideologie reagiert darauf mit wachsender Gereiztheit. Denn wenn sich bestimmte Rollenmuster immer wieder spontan reproduzieren – selbst unter Menschen mit egalitärem Selbstbild –, dann stellt sich zwangsläufig die unangenehme Frage, ob nicht doch mehr hinter den Geschlechterunterschieden steckt als bloße Sozialisation.
Der eigentliche Konflikt unserer Zeit ist daher kein politischer, sondern ein anthropologischer. Die moderne Gesellschaft versucht, den Menschen radikal von seiner Natur zu emanzipieren. Familie, Geschlecht, Herkunft, Bindung – all diese Dinge sollen flexibel, verhandelbar und individuell gestaltbar werden. Der Mensch erscheint als autonomes Projekt seiner selbst. Das Kind zerstört diese Illusion. Plötzlich tritt etwas ins Leben, das totale Verfügbarkeit verlangt. Ein Säugling akzeptiert keine Karriereplanung, keine Selbstverwirklichungsseminare und keine ideologischen Gleichheitskonzepte. Er schreit nachts um drei Uhr. Er braucht Nähe, Körperkontakt, Versorgung und emotionale Bindung. Und gerade in den ersten Lebensmonaten entsteht diese Bindung biologisch und psychologisch meist intensiver zur Mutter.
Warum selbst progressive Paare „traditionell“ werden
Das bedeutet nicht, dass Väter unwichtig wären; im Gegenteil. Aber die Vorstellung vollständig austauschbarer Elternrollen widerspricht zahlreichen Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie, Bindungsforschung und Evolutionsbiologie. Die moderne Gleichheitsutopie scheitert daher nicht primär am bösen Patriarchat, sondern an der Beschaffenheit des menschlichen Körpers.
Besonders interessant ist, dass die sogenannte Retraditionalisierung gerade in progressiven Milieus so häufig auftritt. Menschen mit akademischem Hintergrund, feministischen Überzeugungen und egalitärem Selbstverständnis landen oft dennoch bei klassischen Arrangements, weil soziale Theorie und gelebte Wirklichkeit auseinanderfallen. Wenn ein Kind geboren wird, entsteht plötzlich ein massiver organisatorischer und emotionaler Druck. Schlafmangel, Stillen, Betreuung, Haushalt, Erwerbsarbeit – all das muss bewältigt werden. In dieser Situation greifen Menschen häufig nicht auf abstrakte Ideale zurück, sondern auf funktionale Muster. Die Mutter übernimmt die Aufgabe der Kümmernis – neudeutsch „Care-Arbeit“ –, weil sie stillt und enger an das Kind gebunden ist. Der Vater konzentriert sich stärker auf Einkommen und äußere Stabilität.
Die Soziologie versucht dies oft ausschließlich strukturell zu erklären – etwa mit Lohnunterschieden oder Familienpolitik. Diese Faktoren spielen zweifellos eine Rolle. Aber die bemerkenswerte Stabilität ähnlicher Muster über Kulturen und Epochen hinweg deutet auf tiefere Ursachen hin. Evolutionär betrachtet ergibt die asymmetrische Rollenbildung durchaus Sinn. Frauen investieren biologisch erheblich stärker in Schwangerschaft und frühe Versorgung des Kindes. Männer orientieren sich historisch stärker an äußerer Absicherung und Ressourcengewinnung. Moderne Gesellschaften können diese Muster abschwächen, aber offenbar nicht vollständig auflösen.
Die Erschöpfung der modernen Frau
Genau das irritiert den modernen Feminismus: Die Unterschiede verschwinden trotz jahrzehntelanger Umerziehung nicht. Das eigentliche Drama liegt jedoch nicht darin, dass Frauen Kinder bekommen. Sondern darin, dass die moderne Gesellschaft ihnen gleichzeitig zwei widersprüchliche Ideale auferlegt. Sie sollen sich vollständig beruflich verwirklichen – und zugleich perfekte Mütter sein. Die traditionelle Gesellschaft kannte wenigstens klare Rollenerwartungen. Die moderne Gesellschaft verlangt hingegen totale Selbstoptimierung in allen Bereichen gleichzeitig. Die Frau soll Karriere machen wie ein Mann, fürsorglich sein wie die klassische Mutter und dabei körperlich attraktiv, emotional ausgeglichen und permanent selbstbestimmt bleiben. Das Ergebnis ist chronische Überforderung.
Die Mutter im “Süddeutsche”-Text beschreibt ihr Leben treffend als Mischung aus „Bore-out und Burn-out“. Genau darin zeigt sich die psychologische Krise der Spätmoderne – denn die Gesellschaft hat Mutterschaft zugleich entwertet und überhöht. Einerseits zählt “Care-Arbeit” ökonomisch wenig; andererseits wird von Müttern totale Hingabe erwartet. Hinzu kommt noch ein weiterer Aspekt: Die moderne Kernfamilie ist sozial isoliert. Großfamilien, stabile Nachbarschaften und generationsübergreifende Unterstützungssysteme zerfallen. Eltern stehen unter einem Druck, den frühere Gesellschaften kollektiv abgefedert haben. Die Folge ist eine paradoxe Situation: Noch nie waren Menschen materiell so abgesichert – und gleichzeitig emotional so erschöpft vom Familienleben.
Der Irrtum der völligen Gleichheit
Das Kernproblem liegt letztlich in einem gnostischen Missverständnis: die moderne Ideologie verwechselt Gleichwertigkeit mit Gleichartigkeit. Männer und Frauen besitzen die gleiche Würde. Daraus folgt jedoch nicht zwangsläufig, dass sie identische Neigungen, Prioritäten oder Verhaltensmuster haben. Die liberale Moderne konnte diese Spannung lange verdrängen, weil Wohlstand, Konsum und Individualisierung viele traditionelle Bindungen überdeckten. Doch in der Familie kehrt die anthropologische Realität zurück. Dort zeigt sich, dass Menschen eben nicht vollständig formbare Wesen sind. Das bedeutet nicht, alte Rollenbilder dogmatisch zu restaurieren. Aber es bedeutet, biologische und psychologische Unterschiede ernst zu nehmen, statt sie moralisch wegzudefinieren. Gerade darin liegt die intellektuelle Schwäche eines radikalen Gleichheitsfeminismus. Er interpretiert jede statistische Differenz sofort als Ausdruck von Unterdrückung.
Und diese Interpretation ist nur ein Mosaikstein nicht nur feministischen, sondern übergreifend linken Denkens. Der propagandistische Trick besteht darin, jeden Unterschied als Ungleichheit zu framen und jede Ungleichheit als Ungerechtigkeit anzuprangern und deren realitätsverzerrende Überwindung zu fordern. Und so simpel dieser Trick auch ist, verfängt er bei schlichteren Gemütern immer noch. Dass Menschen unterschiedliche Prioritäten haben könnten, erscheint innerhalb dieses Denkens fast unmöglich. Doch vielleicht wollen viele Frauen tatsächlich mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Vielleicht erleben viele Männer Verantwortung über Arbeit und Versorgung stärker identitätsstiftend. Vielleicht entstehen bestimmte Muster nicht nur durch Zwang, sondern auch durch Dispositionen. Allein diese Möglichkeit gilt heute bereits als verdächtig.
Das Kind als letzte Realität
Das Kind ist deshalb der „Endgegner“ moderner Gleichheitsutopien, weil es den Menschen zurück auf seine Grundbedingungen wirft. Plötzlich zählen nicht mehr nur Selbstentwürfe, sondern Bindung, Verantwortung, Körperlichkeit und Zeit. Elternschaft konfrontiert Menschen mit Endlichkeit und Abhängigkeit – also mit genau jenen Erfahrungen, die die spätmoderne Kultur möglichst ausblenden möchte. Deshalb reagieren viele Ideologien so aggressiv auf Familie und Mutterschaft. Sie erinnern daran, dass der Mensch kein völlig autonomes Individuum ist, sondern ein leibliches, soziales und generationell eingebettetes Wesen. Die eigentliche Frage lautet daher nicht, wie man Biologie vollständig besiegt. Sondern wie eine Gesellschaft aussehen müsste, die biologische Realität anerkennt, ohne in starre Rollenzwänge zurückzufallen.
Vielleicht wäre das sogar der Beginn einer ehrlicheren Debatte: Einer Debatte, die aufhört, Unterschiede reflexhaft zu pathologisieren, und stattdessen akzeptiert, dass Freiheit nicht bedeutet, die menschliche Natur abzuschaffen. Denn am Ende scheitert die Gleichheitsutopie nicht an mangelnder Moral. Sie scheitert daran, dass Menschen keine abstrakten Wesen sind. Und jedes Neugeborene erinnert uns daran.
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14 Kommentare
das „Linksgrüne“ hat Gebähr_maschinen „REIN_GELASSEN“ DIE DAZU IHRE männer ÜBER KALKULIERBARE BRD GESETZE DES ZU&NACHSZUGS DAS LAND FLUTEN,ZEITNAH WERDEN DIESE PSEUDO FEMALEN DISCUSSION EH VORBEI SEIN. DAS MERKEL (&CO)Wollte ES SO !!🤮😡
die Natur hat Mann und Frau vorgesehen zur Erhaltung der Art. Auch wenn man Mann und Frau in Furz und Doppelfurz umtauft wird sich nichts ändern.
Alles andere ist Soziologen, Anthropologen, Schwuliberts und Feministengequassel , um die Gesellschaft durcheinander zu bringen und irgenwelchen herumrandalierenden Intelligenzzwergen ein Forum zu bieten.
Kommt mit der Rolle zurecht oder laßt es eben bleiben.
LASST EUCH NICHT VERARSCHEN
die Natur hat Mann und Frau vorgesehen zur Erhaltung der Art. Auch wenn man Mann und Frau in Furz und Doppelfurz umtauft wird sich nichts ändern.
Alles andere ist Soziologen, Anthropologen, Politikblödel, Schwuliberts, Linksfaschos und Feministengequassel , um die Gesellschaft durcheinander zu bringen und irgenwelchen herumrandalierenden Intelligenzzwergen ein Forum zu bieten.
Kommt mit der Rolle zurecht oder laßt es eben bleiben. Alles andere ist Politkgesülze um irgendwelche Ziele zu erreichen und Zwecke zu verfolgen.
Immer wenn irgendwelche Spinner:innen(neudeutsch) glauben sie müßten mal wieder in die Zeitung geht das Gequassel von vorne los.
LASST EUCH NICHT VERARSCHEN
Na darauf hat die Welt schon lange gewartet das irgendwelche Volldeppen uns erzählen wollen wo es längs geht. Die Natur hat Mann und Frau vorgesehen zur Erhaltung der Art. Auch wenn man Mann und Frau in Furz und Doppelfurz umtauft wird sich nichts ändern.
Alles andere ist Soziologen, Anthropologen, Politikblödel, Schwuliberts, Linksfaschos, Queerdeppen und Feministengequassel um die Gesellschaft durcheinander zu bringen und irgenwelchen herumrandalierenden Intelligenzzwergen ein Forum zu bieten die man sonst gar nicht bemerken würde.
Und natürlich um von den wahren Sauereien der Politik abzulenken.
Kommt mit der Rolle zurecht oder laßt es eben bleiben. Alles andere ist Politkgesülze um irgendwelche Ziele zu erreichen und Zwecke zu verfolgen.
Immer wenn irgendwelche Spinner:innen (neuidiotendeutsch) glauben sie müßten mal wieder in die Zeitung geht das Gequassel von vorne los. Jaques Ellul hat sowas Propaganda getauft.
LASST EUCH NICHT VERARSCHEN immer wird die gleiche alte Kiste auf und zu gemacht vor allem wenn die Dreckspolitiker mal wieder alles an die Wand gefahren haben und bemerken das man ihnen auf die Finger guckt und was ändert sich? Nichts!
und , by the way, weil es gerade in ist möchte ich doch gerne die Schwulimutter erleben die ihr in Leihmutterschaft ausgebrütetes Kind an ihren durch zu viel Brathähnchenfressen gewachsenen Hormontitten säugt wobei die Frage offen ist wer welche Rolle dann spielt. Schwulsein und dann in die Mutterrolle ick lach mir kaputt.
Die Karriereschwurbelei für Frauen ist auch eine Erfindung der Politik um sie dann doppelt auszubeuten als Frau und als Mutter.
Als Frau hat man leider nur 2 Möglichkeiten Karriere oder Frau mit Kind alles andere geht zu Lasten des Kindes und am Ende der Familie und wenn man sieht wie sich die Dreckspolitik zwar um Migrantenbrut kümmert und bevorzugt aber die eigenen Menschen im Regen stehen läßt weiß man woher das alles kommt.
Ein Kind braucht die Frau als Mutter und alles was dem natürlichen Weg zuwider läuft ist krank und in den Hirnen blödgesoffener Politker entstanden die den ganzen Schwachsinn im Auftrag des Kapitals anschieben.
ÜBERLEGT GENAU WEN ODER WAS IHR WÄHLT die jetzt an der Regierung sind können und wollen es nicht.
nun habe ich vor lauter Eigensabbelei vergessen zu sagen:
Der Artikel bringt es auf den Punkt.
nun habe ich vor lauter Eigensabbelei vergessen zu sagen:
Der Artikel bringt es auf den Punkt.
Die Stromerzeugung durch die rotierende Alice Schwarzer hat gerade eben die 2KW Grenze überschritten und schon ist auch unsere Energfieversorgung gesichert.
Man muß nur die richtigen Leute auf die Palme bringen.
nun habe ich vor lauter Eigensabbelei vergessen zu sagen:
Der Artikel bringt es auf den Punkt.
Die Stromerzeugung durch die rotierende Alice Schwarzer hat gerade eben die 2KW Grenze überschritten und schon ist auch unsere Energieversorgung gesichert.
Man muß nur die richtigen Leute auf die Palme bringen.
Die Moslemweiber springen doch
gerne in die entstandene Lücke.
Auf der anderen Seite muss ich
sagen.
So eine Mutter zu haben wäre ja
eine große Strafe.
Die Musliminnen und Negerinnen gebären die Deutschen nieder….
Das einzige progressive an diesen Leuten ist deren Dummheit und Bösartigkeit sowie der damit einhergehende Realitätsverlust.
Das Grundübel aller Weltverschlimmbesserer: Sie fordern den utopischen (oder je nach Sicht dystopischen) Neuen Menschen, aber für den ganz realen Menschen mit der ihm eigenen Natur haben sie keinen Platz.
„Seit Simone de Beauvoirs berühmtem Satz „Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht““
Also ich weiß ja nicht, wo die lebt, aber ich habe eine andere Realität erlebt.
Der Körper meiner Tochter war bei der Geburt ein Mädchen. Zur Frau wurde sie erst Jahre später in der Pubertät. Die Biologie ist wohl nicht sehr feministisch. Was haben die Schöpfer sich nur dabei gedacht?
Betrifft übrigens auch das andere Geschlecht. Das wird ja auch nicht als Mann geboren.
Die Frage,um die es eigentlich geht und die selbst nach 50 Jahren von dieser Gesellschaft noch immer nicht zufriedenstellend gelöst wurde, lautet: Da Frauen heutzutage nicht nur auf ihre Fähigkeit, Kinder auszutragen, reduziert werden wollen, sondern auch Grips haben und oft über eine gute Ausbildung verfügen – wie schafft die Gesellschaft es, den Frauen nach einer längeren oder kürzeren Auszeit eine befriedigende Rückkehr in ihren Beruf zu ermöglichen? Kein Mann wird ausschließlich auf seine Zeugungskraft reduziert. In seinem Fall wird völlig selbstverständlich davon ausgegangen, daß er auch einen für ihn passenden Beruf benötigt. Bei Frauen wurde über Jahrhunderte davon ausgegangen, daß sie den größten Teil ihres Lebens schwanger sein werden (18 Schwangerschaften waren keine Seltenheit) und entweder im Kindbett sterben oder zwangsläufig bis zu ihrem Lebensende von den jüngeren Kindern noch gebraucht würden.
Spätestens seit der Anti-Baby-Pille hat sich die Situation für die Frauen jedoch radikal geändert. Viele Frauen absolvieren heute gute Ausbildungen und werden als Arbeitskräfte benötigt. Dennoch hat diese Gesellschaft noch immer keine befriedigende Antwort gefunden, wie Frauen NACH der Zeit für ihre KInder auch ihre Ausbildung in die Gesellschaft einbringen und eigenes Geld verdienen können, ohne daß hier ein Spagat entsteht, der voll zulasten der Frauen geht.
Stattdessen werden viele Frauen gezwungen, ihre Kleinkinder schon mit 2 Jahren in staatliche Betreuung zu geben, weil entweder das Einkommen des Mannes allein nicht ausreicht oder weil sie aufgrund von Scheidung trotz Kind so früh wie möglich wieder arbeiten gehen MÜSSEN, schon wegen des Erwerbs eigener Rentenansprüche.