Kleine Helden des Alltags (I)

Eine Rückschau auf zwei seit langem bereits verewigte Menschen, die uns in diesen Tagen Vorbilder sein können

Es braucht keinen Heroenkult: Wahrhaft große Persönlichkeiten bleiben oft im Hintergrund (Symbolbild:Imago)

Im zurückliegenden Jahrzehnt wurden wir immer wieder und immer häufiger von den gesellschaftlichen Entwicklungen gezwungen, grundsätzliche Entscheidungen über abstrakte Werte und Normen zu treffen. Wir alle kennen das, wenn wir vor kleinen oder großen Entscheidungen stehen, die unseren weiteren Lebensweg richtungsgebend beeinflussen werden: Wir machen uns einen Kopf und beziehen möglichst alle Wägbarkeiten in unsere Entscheidungsfindung ein. Manchmal entscheiden wir uns für das Falsche, weil wir in erster Linie vor zwei Dingen Angst haben: Erstens fürchten wir die Konsequenzen der wahrscheinlich richtigen Entscheidung, zweitens könnte unsere Entscheidung erhebliche Löcher in unsere Finanzsituation reißen und wir sind deshalb nicht bereit, dieses Risiko einzugehen, oder unser Vertrauen in uns und unser Umfeld ist noch ausbaufähig.

Menschen, die trotzdem das „Richtige” tun, die sich für den „unsicheren” Weg entscheiden, solche mit einem unerschütterlichem Vertrauen in sich und ihr Umfeld, nennen wir demzufolge „Helden”. Es gibt die “großen“ Helden, die geradezu Un- oder Übermenschliches leisten und als Vorbilder ganzer Generationen dienen, und es gibt die “kleinen“ Helden, deren Heldentaten oftmals im Verborgenen bleiben. Einige von diesen möchte ich hier mehreren Teilen vorstellen, ihre Heldengeschichte berichten und damit eine Inspiration für unsere eigene Entscheidungsfindung bieten.

Drang nach Freiheit

Der erste Teil erzählt von einer Heldin namens Sofie. Sie wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in einer jüdischen Familie geboren und wuchs in einem großstädtisch-bürgerlichen Milieu auf. Als sie ihre große Liebe traf, einen Mann evangelischen Glaubens, und die beiden heiraten wollten, konvertierte sie aus Liebe. Nach einigen gemeinsamen glücklichen Jahren ergriffen die Nationalsozialisten die Macht im Land und Sofie konnte sich mit viel Glück retten, vermutlich protegiert von Unbekannten aus ihrem Umfeld, die sie vor ernsthaften Übergriffen oder Verhaftung schützen. Sie durchlitt massive Einschränkungen, sie während der Jahre der Judenverfolgung und des Krieges jahrelange praktisch nie das Haus und begab sich bis 1945 in eine Art Arrest. Aber sie überlebte.

Mit dem Ende der Herrschaft des Nationalsozialismus konnte sie dann endlich wieder befreiter aufleben. Die praktisch zwölf “eingeschlossenen“ Jahre hatten in ihr den unbändigen Wunsch zu reisen geweckt. Mit ihrem Mann fuhr sie deshalb regelmäßig zweimal im Jahr mit der “Bremen“ über den Atlantik, um in den USA – unter anderem – auch die Handlungsschauplätze der Karl-May-Romane zu sehen, die sie als Kind und Jugendliche so gerne gelesen hatte. Auf diesen Reisen freundete sie sich mit dem für sie und ihren Mann zuständigen Stewart an Bord an. Dieser, ein begeisterter Hobby-Magier, “verzauberte“ die Gäste der „Bremen” buchstäblich regelmäßig mit Zauberkunststücken.

Eine gute Tat mit Wirkung

Eines Tages erzählte er ihr, dass er die Idee zu einer großen neuartigen Zaubershow habe, die er gemeinsam mit seinem Freund gestalten wolle, und dass dies die letzte gemeinsame Fahrt mit Sofie und ihrem Mann in die USA sein würde, weil er und sein Freund noch das Geld für ihre Ideen zusammenbekommen müssten, weil das Gehalt der Reederei hierzu bei weitem nicht ausreiche. Spontan stellte Sofie, obwohl selbst finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet, ihrem Stewart einen Scheck über 5.000 Dollar aus und sagte: „Ich glaube an euch! Hier habt ihr schonmal eine kleine Grundlage für eure Zaubershow! Gebt sie mir zurück, wenn ihr es wirklich könnt, ansonsten versteht dies als Geschenk!

Ein paar Jahre später und nach dem Tod ihres Mannes – man schrieb inzwischen das Jahr 1976 – erreichte die mittlerweile 81-jährige Witwe ein Umschlag. In ihm waren 5.000 Dollar und ein Flugticket nach Las Vegas. Wie sich herausstellte, hatten die beiden Freunde von der „Bremen“ jahrelang mit Privatdetektiven nach ihr suchen lassen, da die Passagierdaten der „Bremen“ nicht mehr verfügbar waren. Die beiden hatten es – mit Sofies Unterstützung“ – tatsächlich geschafft, in Las Vegas eine neuartige und sensationelle Zauber-Show zu etablieren. Unter dem Namen Siegfried und Roy waren sie dort in aller Munde.

Jedes Jahr luden sie seither Sofie nach Las Vegas ein, und Sofie besuchte sie immer wieder gerne. Zuletzt 1985: Da ließen es sich die beiden Magier anlässlich Sofies 90. Geburtstages nicht nehmen, auf der Bühne ihre Geschichte zu erzählen. Gemeinsam mit dem Publikum feierten sie den Ehrentag der alten, bescheidenen Dame. Es war Sofies letzter Besuch in Las Vegas, denn aus gesundheitlichen Gründen konnte sie die Strapazen des Fluges seither nicht mehr auf sich nehmen. 1989 – vier Jahre später – schlief Sofie friedlich ein. Über ihre Geschichte berichtete vor zwei Jahren die Lokalzeitung in ihrer Heimatstadt Goslar:

(Screenshot:GoslarerZeitung)

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3 Kommentare

  1. https://gegenstimme.tv/w/bq3CiC1fdeob7srRjZ7JKF

    „+ Klima-Diktatur: Die Katze ist aus dem Sack – nun soll das CO2-Konto für alle kommen
    + Ernst Wolff im AUF1-Exklusivgespräch: „Das digitale Zentralbankgeld kommt!“
    + Deutschland: Minister-Darstellerin Lambrecht war sogar für die Ampelkoalition zu viel
    + Lützerath: Deutsche Polizei fasst Klima-Kriminelle nur mit Samthandschuhen an
    + Bill Gates „warnt“: Bio-Terror-Inszenierung als Vorbereitung auf nächste Plandemie?
    + Tom Lausen: Das gesamte System wusste um die Gefährlichkeit der neuartigen Gen-Spritzen.
    + Die gute Nachricht: Peyton Hillis wieder gut auf nach Rettungsaktion

    und weitere Kurznachrichten“

    Schaut und hört selbst, was es wieder interessantes aber auch fürchterliches vom u.a. WEF zu berichten gibt.

    Quelle: Auf1 – 16.0102023

  2. Eine schöne Geschichte. Es gibt doch noch gute Menschen, auch wenn ich manchmal meine, an der Menschheit verzweifeln zu müssen. Danke!

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