Klingbeil und der heiße Brei: Mehr Nation wagen?

Mit charmantem Kifferlächeln zurück in die Wirklichkeit, zum nächsten Radikalkurswechsel: Lars Klingbeil & seine Sozentruppe (Foto:Imago)

Natürlich sind das schlechte Zeiten! Aber es wird zumindest immer unterhaltsamer und spannender. Denn nun werden tagtäglich bundesdeutsche Lügen, politische Versäumnisse und geradezu hanebüchene, pubertäre Vorstellungen über die Gestaltung unseres Gemeinwesens, über seine inneren und äußeren Zusammenhänge, offenkundig. Angeführt von einer in ihrer Damenunterwäsche gefärbten Marxistin-Lenistin aus uckermärkischer Provinz, rutschte Deutschland unter denkbar irrealstem Kommando in nunmehr fast 17 Jahren immer tiefer ab. Das Land der großen Dichter, Denker und Erfinder, bedeutsamer historischer Politgrößen wie etwa Konrad Adenauer, Helmut Schmidt, Ludwig Erhardt oder Willy Brandt, verlor kollektiv seinen Verstand – angetrieben von einer durch Angela „FDJ“ Merkel raffiniert geschmiedeten Allparteien-Ökolinksfront.

Merkel kastrierte ihre Union und brachte sie auf Linkskurs, machte aggressive Grünen-Politik – da hätte man die Grünen selbst eigentlich gar nicht mehr gebraucht:  Abschaltung der sichersten Atomkraftwerke der Welt, Abschaffung der Wehrpflicht, Einführung der Homo-Ehe, Wiedereinführung der regierungsamtlichen Zensur á la DDR durch u.a. das NetzDG, Zerstörung solider deutscher Finanzpolitik, Mindestlohn, Kapitulation vor der EU zwecks Einführung einer EZB-Schuldenunion (gegen deutsche Interessen), Aufgabe nationaler Sicherheitsinteressen durch Totalöffnung deutscher Grenzen für Flüchtlinge aus aller Welt, ideologische Energiewende, Aufgleisung einer unsozialen Anti-PKW-Verkehrspolitik und etliches mehr.

Der Punk rollt an

Und jetzt kommt Klingbeil. Der Co-Vorsitzende der deutschen SPD versucht dort weiterzudenken, wo es Bundeskanzler Scholz nicht weiter als bis zum markanten Wort „Zeitenwende“ brachte. Putin-Krieg-Ukraine-Ölembargo-Gasabdrehe: Das sind die deutschen Innen- und Außenprobleme auf ihre Hauptvokabeln gebracht. Was derzeit abläuft, wissen wir alle; die Geschehnisse sind, unter humanitären Gesichtspunkten, fatal. Die Bilder und Berichte aus der Ukraine entlang der Kriegsfront könnten aus künstlerischen Horrorszenarien von Genre-Machern wie George A. Romero oder Stephen King stammen. Auch wenn der Vergleich gewagt scheint: Es ist politisch-atmosphärisch derzeit wieder ein wenig so wie in  musikalischer Hinsicht Ende der 1970er Jahre, als der anarchische Punk anrollte und die gesamte saturierte Musikbiz-Welt durcheinanderrüttelte, indem er das Establishment gegen sich aufbrachte und für einen völligen Neustart der alt gewordenen Popkultur führte. „God save the Queen, her fascist Regime“ grölten die Sex Pistols; es folgte reichlich Randale, die Linken in Deutschland fielen aus allen Wolken und texteten in kommunistischen Blättern – wie etwa dem Hamburger „Arbeiterkampf“ – wirres Zeug: „Keinen Fußbreit den Faschisten, auch nicht in der Rockmusik!“. Diesen K-Gruppen-Kreisen übrigens entstammen die heutigen deutschen Grünen. Inhaltlich waren sie also schon immer reichlich neben der Spur.

Dieser scheinbar absurde Vergleich zwischen „Zeitenwende“ der damaligen musikalischen Subkultur und der heutigen politischen Sphäre ist gleichwohl bewusst gewählt, denn die derzeitige, bislang kaum definierbare Zäsur weist in der Tat Parallelen auf; wohlgemerkt in einer Atmosphäre von radikal emotionaler actio und reactio. Damals ging es zwar „nur“ um Kultur, es war auch etwas politisch, aber kaum zu fassen – und am Ende gab es linke, rechte und unpolitische Fans dieser Rebellion, die seinerzeit um einen wahren Kern kreiste: Die Musikszene des etablierten Bombasto-Rock á la Genesis und Yes war stinklangweilig geworden, ver- und behinderte Innovation und der Nachwuchs drang kaum noch durch. Ein raumgreifender, alles lähmender Mainstream (!) versperrte also den Weg. Und wie gesagt: Dann kam der Punk – und der tat richtig weh.

Baseballschläger in die eitle Fresse

Er war, um im Bild zu bleiben, eine Kampfansage an Typen wie den heutigen Anton Hofreiter, also Mainstream-Spießer mit langen Haaren, Esoterik-Schwafler und falsche Gurus, die damals auch schon Hochkonjunktur hatten, irgendwo in Indien auf Bäumen saßen, Harems voller Wessi-Mädels vögelten und von Endzeit, „Zeitalter des Wassermannes”, Chakren und regenerativer Energie (!!!) brabbelten. Es gibt eben manchmal lustige Analogien, denn jetzt ist erneut ein politkultureller Beelzebub am Start und hat die dekadenten Ökogender-Wessis dermaßen an den Eiern gepackt und die dazugehörigen extremfeministischen Haßweiber beim Geifern gegen die letzten übrig gebliebenen heterosexuellen Männer gestört, dass es überall nur so kracht und scheppert.

Vor allem der russische „Punk“ hat die gerade nach dem totalen Merkel-Desaster ins Amt gerutschte Ampel-Regierung hart getroffen. Der bisher scheinbar stimmige Sinnzusammenhang stimmt vorne und hinten nicht mehr. Ein grüner Wirtschaftsminister, der mitsamt seiner ökoreligiösen Post-Hippie-Yippie-Charles-Manson-meets-Bhagwan-Bewegung auf Deindustrialisierung, veganen Agrarismus und autofreie Straßen setzte, der neben AKWs auch Gas und Öl und Fracking und Kohle durch einsam drehende Windräder und Sonnenstrahlen ersetzen wollte, bekommt dank Putin einen Baseballschläger in die eitle Fresse, dass es nur so kracht. Seht her: Die jetzt so richtig durchstartende Mangelwirtschaft und das durch Öko-Quatsch schon auf den Weg gebrachte Ökonomie-Chaos funktionieren ja gar nicht, es ist aber die scheinheilige grüne Welt, die jetzt zwangsweise kollabiert, es ist am Ende doch eigentlich genau das, was die grünen Heuchler und Lügner wollten, diese neue Armut, diese teuren Preise, dieses Elend…!

Putin lacht sich eins

Die gesamte rotgrüne Irrsinnswelt bricht auseinander: Bu-Weh-Nee – funktioniert ja auch gar nicht. Wir sollen Panzer liefern? Welche rollen denn noch?! Munition? Ist ausgegangen, dafür haben wir in Deutschland Unisex-Klosetten, Gender-„ProfessorX” mit 80 Leerstühlen an den entsprechenden Hohlraum-Unis, Frühsexualisierung mit Tonnen von pädagogischen Gehirnwäsche-Utensilien (schon für den Kindergarten!), wo rotgrüne Schwuchtelweiber den hilflosen Kleinen beibringen, wie ein Männchen in Frauenkleidern aussieht, wie man Vulven malt und warum sexuelle Anal-Vielfalt so supertoll ist – was Kleinkinder lange vor der Pubertät alles ja unbedingt wissen müssen (schaut mal in die ÖR-Mediatheken, darüber wurde ernsthaft gerade wohlwollend berichtet!). Und Putin lacht und lacht und lacht sich eins.

Deshalb nun also Klingbeil: Er – aber nicht nur er – macht sich aktuell kräftig in die Hosen. Deshalb startete er nun eine bemerkenswerte Flucht nach vorne. Auf der Berliner „Tiergarten-Konferenz“ der SPD-gelenkten Friedrich-Ebert-Stiftung stimmte er mit nachdenklichem Blick die versammelten Genossen auf die tatsächliche Wende ein. Denn Putins Panzer-Punk zertrümmert den rosaroten Mainstream derzeit mit Karacho – und dieses tagtäglich mehr. Das gesamte politisch-korrekte Gender-Gaga-Gedöns findet sich durch die jähe Kollision mit der realpolitischen Wirklichkeit plötzlich als nackter, hochnotpeinlicher Unsinn im Hinterhof gleich neben den Mülltonnen zur Altkleidersammlung wieder. Dabei war diese Wende schon bei Afghanistan erkennbar; man nennt dieses auch „Realitätsschock” – und der war unausweichlich. Eigentlich müssen wir daher Putin fast dankbar sein, dass er ein geistig verzwergtes und ideologiedurchsifftes Träumer-„Schland” mit einem gewaltigen Arschtritt gnadenlos ins Hier und Jetzt  zurück befördert und mit echten  Problemen und Gefahren, mit realen Aggressionen konfrontiert hat, gegen die all die herbeigeredeten „Mikroaggressionen“ einer überempfindlichen neurotischen Wohlstandsbevölkerung wie ein Witz auf LSD wirken. Wären da bloß nicht die vielen Toten, Verletzten, Gequälten und Vergewaltigten.

Rausgehauene Wahrheiten, die staunen machen

Aber gerade deshalb, weil Wahrheit und Wirklichkeit eben grausam sein können, ist eine echte Zeitenwende unumgänglich. Sie wird am Ende bloß nicht mehr viel mit Rot-Grün-Gender zu tun haben… auch wenn diese politischen Sektenkräfte in den Medien ihr ungewaschenes Propagandazeug noch eine ganze Zeit lang über uns auskippen werden. Tja, ihr parteilichen Slomka-Figürchen… Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein! „Energiewende”? Lach, brüll – Habeck setzt auf Kohlekraft! Und Lindner und Söder sagen unisono AKW-JAA! Und da Klingbeil das kommende Unheil erahnt, will er den trudelnden Laden irgendwie mal wieder nach Übermorgen retten, in eine nahe Zeit mit ferner Zukunft, welche laut ihm über Jahre und Jahrzehnte alle bisherigen politischen Komponenten infrage stellen, ändern oder beseitigen wird. Alles wird anders, wir sind immer dabei – Ihre SPD!

Klingbeil haut Wahrheiten raus, schrille Drei-Akkord-Musik im harten Knallebeat: Die Bundeswehr benötige „mehr Akzeptanz”, es müssten wieder öffentliche Gelöbnisse her, auch Mahnwachen und Gedenkaufmärsche der Bundeswehr auf öffentlichen Plätzen sollen wiederkehren, liebe Genosssen und Genossinnen. Soldaten in Uniform gehören auch wieder in den Schulunterricht. Schluß mit dem Appeasement! Außenpolitik muss – wenn nicht anders möglich – eben auch mit kriegerischer Gewalt und mit deutschen Waffen in der Hand deutscher Soldaten gemacht werden. Rrrumms. Peng. Klingbeil at it’s best: Wir müssen wieder eine Führungsrolle in der internationalen Politik einnehmen. So der Herr der SPD in Wende-Fragen.

Kein Raum mehr für Ballast

Also, derartige Töne kamen in den letzten Jahren nicht einmal von der allgemein verpönten AfD; so etwas fand man allenfalls beim „Dritten Weg“ oder in Broschüren der NPD. Und hier erkennt man daher auch die jahrzehntelange Übung in wendehalsigen SPD-Sportarten: Rhetorik im Fluss des jeweiligen Zeitgeistes, Opportunismus für Anfänger und Fortgeschrittene, Lupenrein-Politmoral in eigenen und fremden Betten, positionelles Limbo und Selbstverbiegung bis zum Rückgratbruch. „Nie mehr Wandel durch Handel“ lässt sich Klingbeil vernehmen. Hört, hört! Fragezeichen: Dann auch keine Frauen- und Genderbeauftragten mehr bei Kampfeinsätzen in fernen Ländern, wie unlängst in Afghanistan, wo deutsche Gender-Expertinnen mit Bürostatus enorme Erfolge erzielen konnten, wie man heutzutage in Kabul vollverschleiert bewundern kann? Satire off.

Deutschland kann mit seiner nicht mehr ernstzunehmenden, lächerlichen politischen „Nullausrichtung”, die nach innen und außen der Verlässlichkeit des Kompasses in einem Magnetsturm folgt und die in jeder Hinsicht als geistlos, realitätsfern, ideologisch-irre, bodenlos und zumeist einfach auch unpolitisch-naiv zu bezeichnen ist, keinen Tag länger so weitermachen. Die EU allerdings ist da auch nicht viel besser – der Fisch stinkt vom Kopf, und der ist „(von-der-)leyenhaft” besetzt –  und die Aussenpolitik sowie der extremistische Wokismus der US-Amis sind auch nicht gerade zukunftsweisend. Aber Krieg ist eben Krieg, keine Schönwetter-Veranstaltung. Da bleibt kein Raum mehr für überflüssigen, wenig hilfreichen Ballast. Da kommen die harten Themen wieder. Da zählen Kraft und Stärke. Deshalb erleben wir nun wendehalsige Turbulenzen in Berlin, in der Ampel, in der deutschen Politkultur, die noch einiges an Krach und Knatsch erwarten lassen. Ich empfehle – als Soundtrack für die nächsten Tage – „Blitzkrieg Bop“ von den punkigen Ramones. Das passt garantiert!

6 Kommentare

  1. Mit viel Interesse und Zustimmung lese ich immer die Einträge und viele Kommentare. Das Ärgerliche ist dabei, dass hier die Oppostion „flott“ unterwegs ist und mit zutreffenden Analysen und Argumenten aufzeigt, „wo Deutschland mit seiner Regierung steht“, sich aber im eigentlichen parteipolitischen Raum kaum mehr Entsprechendes finden lässt!

    Gerade weil so eine Versagertruppe meistens nur infantiles Gestottere und Herumgemurkse abliefert, muss man fragen: Wo bleibt die Opposition? – Leider sind Regierung und angebliche Opposition in ihrer Unfähigkeit, die wirklichen (jetzt aufgepasst: deutschen!) Probleme zu erkennen oder gar zu lösen, einander gleich unfähig. Was bringt denn der Black-Rocker auf die Platte? Und die AfD? Statt sich die politischen Gegner zum Wohle des Volkes zur Brust zu nehmen, übertreffen sie sich auf ihrem Parteitag in dümmlichen Streitereien. Unfähig hinter den Kulissen sich auszutauschen und anzunähern und eine stimmige Linie zu finden. Bevor man sich mit einem EU-Austritt überhaupt auf einem Parteitag diskutieren kann, sollte man sich erst einmal hinter den Kulissen intensiv und kompetent mit den Fakten – Pro und Contra – befassen. Stattdessen freut sich lieber darüber, einen Meuthen abgesägt zu haben und will noch weiter rechts überholen. Doch da ist vielleicht nicht mal mehr eine Standspur, sondern nur noch Acker! Was soll das? Als ob in Deutschland jeweils die Partei in ihrer Beliebtheit beim Volk den größeren Zuspruch erlangen würde, die mit öffentlichem Herumgezettere die meiste Aufmerksamkeit auf sich lenken kann. So wird das eben nichts!

    Muss man auch in Deutschland sagen: Wir brauchen ein „Pearl Harbour“, wie es die Bush-Regierung erkannte? Diesmal durch das Volk? Zu einer gewissen Vorkriegsstufe schafft das die Regierung offensichtlich bereits mit ihrer Nibelungentreue zur Ukraine. Bis diese Mehrheit vielleicht dann doch zu spät noch erkennen wird, wie und wann man zu einer Kriegspartei wird bzw. geworden ist.

  2. Es ist mittlerweile für die eigene Psyche sehr viel gesünder sich Stundenweise mit Schimpansen als sich Minutenweise mit den Verblödungsorgien unsere selbst ernannten Eliten zu beschäftigen. Diesen kranken Verbrechern reicht es nicht selbst zu profitieren, sondern sie wollen uns manisch irre auch noch krank machen oder gleich ganz vernichten. Ca. 45 % der Menschen gehen nicht nur nicht mehr wählen, sondern sind geistig moralisch derart erschöpft, dass sie fast gar nichts mehr interessiert und sogar bei allen Horrormeldungen ihre Wahrnehmungssinne nur noch auf Durchzug stellen. In fast jedem zweiten indigenen Menschen erkennt man schon das zombiehafte Verhalten und weitere mindestens 30 % sind schon von leichtem bis schwerem Wahnsinn befallen und es wird schon in wenigen Monaten noch viel schlimmer sein. Es wird kein gutes Ende nehmen, ohne das etwas wirklich entscheidendes passiert und radikal der Rückwärtsgang eingelegt wird.

    Die Industrie hat schon gemeldet, sie könne noch Prototypen, aber nicht mehr Panzer in Massen herstellen, weil der böse Putin sitzt auf dem notwendigen Titan und außerdem fehlen entscheidende Teile aus der Zulieferindustrie wegen Gasmangels. Also auch gut, dann muss der III. Weltkrieg wegen ist nicht und kann nicht eben ausfallen. Aber wer sagt diese bittere Wahrheit den ungebildeten und völlig überforderten Vollpfosten in den Parlamenten und Ministerien?!

  3. „Wir müssen wieder eine Führungsrolle in der internationalen Politik einnehmen.“ Am besten mit Herrn Klingbeil als Führer. Für den Marsch gegen die Russen hätte ich einen Vorschlag: Als obersten Heerführer Herrn Hofreiter, die Divisionskommandeure lege ich noch fest, aber Herr Spahn hat auf jeden Fall schon mal ein Bataillon Schwule zusammengestellt und auch mit Wattebäuschchen ausgestattet.

  4. Der Artikel ist rotzfrech, an den richtigen und anarchischer Weise auch an den falschen Stellen vulgär, haut auf die Kacke, ergo: durchaus Punk.

    Das Zerscheppern woken Porzellans lässt sich auch prima mit billigem Dosenbier begleiten. Nebenbei ist der Alk interessanterweise nicht teurer geworden, aber was interessiert mich das, wenn Johnny Rotten eine Palette Bier mitbringt, wir zusammen saufen und mir dabei erklärt, Konservative seien nun die neuen Punks.

    So, nachdem die Nüchternheit wieder einkehrt, möchte ich dennoch verkatert an dieses durchaus gelungene Bild im Artikel anknüpfen:
    Dieses beschriebene, wirklich notwendige Zertrümmern alter Prinzipien hat einen Haken: Nachdem die SPD sich beabsichtigt sieht, die mit Blümchen verzierte Gitarre mit drei Hälsen in den Verstärker zu schleudern, wäre es dann auch mal an der Zeit von der Bühne abzutreten. Wie glaubwürdig wäre es bitte, wenn Yes Ende der Siebziger plötzlich Punk gespielt hätten? Und bis auf Van der Graaf Generator ist mir niemand bekannt, der diesen Spagat glaubwürdig hinbekommen hätte. Und ich weigere mich, die SPD – besonders im heutigen Zustand – mit eben genannter Band zu vergleichen. Also liebe SPD: Gut gemacht und jetzt Platz machen für etwas wirklich Neues (daran können sich im Anschluss eigentlich alle Parteien im Bundestag ein Beispiel nehmen).

  5. „Merkel kastrierte ihre Union und brachte sie auf Linkskurs, machte aggressive Grünen-Politik – da hätte man die Grünen selbst eigentlich gar nicht mehr gebraucht“

    Wenigstens gab es in der Merkel-Regierung keine aggressiven woken Bellizisten wie jetzt in der Öko-dominierten Ampel-Regierung.
    Die Buntfaschisten in der Ampel-Regierung wollen die ganze Welt ins Chaos stürzen. So dermaßen dumm war nicht einmal die Merkel-Regierung.
    Und der Merz will jetzt eine Frauenquote durchboxen trotz des großen Widerstandes in der CDU/CSU. Die Junge Union kündigen einen kollektive Partei-Austritt an, sollte Merz das wirklich durchsetzen.
    Inwiefern ist Merz als Parteivorsitzender der CDU/CSU jetzt besser als die Merkel?

  6. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen:
    National – wofür am ehesten die AfD steht – scheitert genau so an sich selbst wie „Sozial“ – wofür am ehesten die Linke steht.

    National-links wäre in der Tat eine Option, die das pseudo links-autoritäre CDU/SPD/FDP/Grüne-Gemenge ablösen könnte. Aber das hat ja Tradtion in Deutschland, dass diese beiden Denkrichtungen nicht zusammenfinden. Und das, obwohl genau diese beiden Richtungen in der Beurteilung der „Aggressionslage“ nahezu übereinstimmend argumentieren und jedenfalls eine deutlich andere als die Regierungsmeinung vertreten. Selbst das reicht nicht, um Neues zu denken. Selbst in Wirtschafts- oder Finanzfragen sind die Übereinstimmungen größer als zu anderen Parteien. So wie die Zuordung der SPD zu links nur noch als lächerlich angesehen werden kann, so hat sich das ganze Spektrum bis zur Unkenntlichkeit von seinen traditonellen Wurzeln entfernt.
    Was ist an der CDU noch christlich? Was an der FDP noch frei? Oder überhaupt bei beiden demokratisch? Was an den Grünen noch grün? – Nur noch absurde Begriffsverwirrungen!

    Man muss sich leider auf zeiten ohne AfD und ohne (Die) Linke einstellen … Und damit ohne jegliche ernstzunehmende Opposition.

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