
Erst im Juni vergangenen Jahres hat Deutschland die doppelte Staatsbürgerschaft gesetzlich legitimiert und damit eine jahrzehntelang geduldete Praxis “rechtssicher“ gemacht. Zentraler Punkt des von der Ampel durchgedrückten “Staatsangehörigkeitsmodernisierungsgesetz” (StARModG) war die gesetzlichen Ermöglichung der Mehrstaatigkeit. Wer künftig die deutsche Staatsangehörigkeit beantragt und eingebürgert wird, muss seine Heimatstaatsangehörigkeit nicht mehr aufgeben. Dies geschah selbstverständlich nicht, weil man die Auswanderer, die in ihrer neuen Heimat gern ganz dazugehören wollten, so lieb hat; vielmehr ging es darum, die einzubürgernden Goldstücke nicht länger dem Druck auszusetzen, sich mit Erwerb des deutschen Passes (und damit Clubausweises zur deutschen Sozialstaats-Dauerparty) auch zur Aufgabe der angestammten Drittwelt- oder Shithole-Staatsangehörigkeit zu entschließen zu müssen.
Die USA gehen nun den genau entgegengesetzten Weg. Bislang – und vor allem unter der Biden-Administration – spielte es hier zwar ebenfalls keine Rolle, ob man bei Erwerb der ID-Card noch einen pakistanischen, afghanischen oder deutschen Pass in der Hosentasche hatte, auch wenn dass mit dem Eid, den man bei der Einbürgerungszeremonie leistet, keineswegs im Einklang stand; dieser lautet nämlich „Ich erkläre hiermit feierlich, dass ich jede ausländische Staatsbürgerschaft und jede Loyalität gegenüber jedem ausländischen Fürsten, Staat oder Souverän, dessen Staatsbürger ich bisher war, vollständig und endgültig aufgebe.“ Doch damit ist jetzt Schluss.
Man kann nur einem Staat gegenüber loyal sein
Denn im Zuge der Trump’schen „Aufräumarbeiten“ in Sachen illegale und legale Einwanderung wurde nun endlich auch die doppelte Staatsbürgerschaft in den Fokus gerückt. Der republikanische Senator Bernie Moreno aus Ohio brachte am Montag dieser Woche den Exclusive Citizenship Act of 2025 im US-Repräsentantenhaus ein. Sollte diese Gesetzesvorlage eine Mehrheit finden (wovon durchaus auszugehen ist), wird sich so mancher hier in den USA – und auch außerhalb – entscheiden müssen, welchem Land er in Zukunft seine Loyalität erweisen will. Denn folgende Regeln werden dann gelten:
- Wer nach Inkrafttreten freiwillig eine ausländische Staatsbürgerschaft erwirbt, muss automatisch seine US-Staatsbürgerschaft aufgeben.
- Personen, die bereits doppelte Staatsbürgerschaft besitzen, müssen innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des Gesetzes eine schriftliche Verzichterklärung auf die ausländische Staatsbürgerschaft bei der US-Regierung einreichen.
- Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, verliert automatisch die US-Staatsbürgerschaft; es wird in diesem Fall ein “freiwilliger Verzicht” angenommen.
Es wird Zeit, dass damit der Bigotterie einiger Zeitgenossen ein Ende gesetzt wird. Deutschland wäre gut beraten, sich an diesem Staatsbürgerschaftsrecht zu orientieren. So wie man sprichwörtlich nicht zwei Herren dienen kann, kann man auch nicht zwei Staaten die Treue halten, in zwei Staaten Wehrdienst tun, Steuern zahlen oder das Wahlrecht ausüben. Bei Fällen, in denen beide Eltern aus verschiedenen Ländern kommen, mag man Ausnahmen dulden, aber auch diese nur befristet. Irgendwann sollte man sich entscheiden müssen.
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9 Antworten
Das wird unsere türkischen Mitmenschen aber gar nicht freuen…
Wo sie doch so gerne „Weihnachtsgeld“ kassieren aber sonst im Herzen glühende Türken sind.
Das gilt übrigens auch für alle Anderen, die mit Mehrstaatlichkeit bei uns gut fahren!
Ein Staat!
Ein Bürger.
Man kann nicht zwei Herren
gleichzeitig dienen!
Altes Wissen.
Zwei Herren oder einer. – Sofern diese Ansicht bleibt, gibt derjenige zu, dass er als Sklave ist. Denn nur Sklaven haben (min.) einen Herrn.
Ein freier Mensch benötigt niemand über ihm, um alle Entscheidungen für sich treffen zu können.
Klasse!
👍👍👍
In Deutschland war es die rot-grüne Koalition, die den hier lebenden Ausländern (damals noch überwiegend Türken) die doppelte Staatsangehörigkeit ermöglichte, obwohl eigentlich vorgesehen war, daß mit der Annahme der angebotenen deutschen Staatsangehörigkeit die türkische aufgegeben wird. Damit wurde dem Argument der türkischen Community nachgegeben, daß sie sich sowohl als Türken wie auch als Deutsche fühlten, was ein unsinniges Argument ist, denn es unterläuft genau das, um was es bei der Entscheidung für eine bestimmte Staatsangehörigkeit geht: die unbeschränkte Loyalität zu diesem einen Staat und die Anerkennung aller Rechte und Pflichten, die damit für die Einzelperson einhergehen. Diese Entscheidung hat die Schröderregierung den hier lebenden Türken damals erspart, was sich rückblickend als immenser Fehler herausstellt und mir noch immer unbegreiflich ist. Ein Staat muß auf allen Gebieten für eine eindeutige Rechtslage sorgen, um juristische Klarheit für alle in diesem Staat lebenden Menschen zu schaffen. Die falsche Nachlässigkeit der Schröderregierung hat hingegen dazu geführt, daß eingebürgerte Türken und mittlerweile auch eingebürgerte Ausländer aus aller Welt, von denen unklar ist, welchem Staat ihre tatsächliche Loyalität gilt, selbst in sensiblen Behörden ausgebildet und angestellt werden. Abschiebung ist nur noch schwer bis gar nicht mehr möglich. Insofern liegt Donald Trump mit seinem Durchgreifen völlig richtig.
Interessieren würde mich allerdings, ob das neue US-Gesetz auch für die amerikanischen Juden gilt, von denen viele bis alle sowohl den US- wie auch den israelischen Paß haben. Von Miriam Aidelman, US-Milliardärin, die Donald Trumps Wahlkampf bezahlt hat, wurde bekannt, daß sie auch einen israelischen Paß hat und Trump auf dessen direkte Frage, welchem der beiden Staaten ihre Loyalität gilt, keine Antwort gab.
Die doppelte Staatsbürgerschaft mag auf den ersten Blick abstoßend erscheinen, hat aber einen gewltigen Vorteil. Artikel 16 Abs. 1 des Grundgesetzes verbietet nämlich grundsätzlich den Entzug der deutschen Staatsangehörigkeit, wenn der Betreffende dadurch staatenlos wird. Hat das Herzchen aber noch einen anderen Pass in der Tasche, kann man das sehr wohl tun und ihn dann in sein verbliebenes Heimatland abschieben. Und bei so einigen wäre das auch angesagt!
Und ob die Staatsbürgerschaft einen wirklich loyal macht, ist eine Herzenssache. Da wage ich es zu bezweifeln, ob das immer funktioniert. Schließlich hat ein gewisser Mesut Özil auch nur die deutsche Staatsbürgerschaft.
Im Fußball ist es selbstverständlich, dass man in beiden Fan-Kurven nicht zur selben Zeit jubeln kann. Genauso absurd ist eine doppelte Staatsbürgerschaft. Ich rede nicht von der NGO namens BRD.
Um vor Verfolgungen von Schurkenstaaten, wie der BRD, sicher zu sein, wenn man diese für immer verlassen hat, ist ein Reserve Paß unerläßlich, so lange man nicht völlig unabhängig ist und die Staatsbürgerschaft des Gaststaates annehmen kann.
Man denke nur an Oliver Janich, dem ein erfundenes Paßvergehen vorgeworfen und der Paß ungültig erklärt wurde.
Schon saß er in Abschiebehaft und das recht lange.
Hätte er jetzt eine weitere Staatsbürgerschaft gehabt, wäre das so einfach nicht möglich gewesen, Paß ungültig, weil Herkunftsland blöde spielt, man hat eine weitere Staatsbürgerschaft und schon kann man immer noch reisen, bzw. sich im Gastland aufhalten.
Der Staat ist nicht Dein Freund, so braucht man auch keinerlei Loyalität mit Konstrukten, wie der BRD zu empfinden, sondern selber auch nur ein Interesse haben:
In Ruhe gelassen zu werden und keine Einmischungen ins Privatleben erdulden zu müssen.
Ist mittlerweile bei Beratungsbeiträgen für Auswanderer schon in der dringenden Empfehlung, leider sind jedoch die Pässe von Kleinstaaten, die eine Staatsbürgerschaft anbieten, recht teuer.
Wer also das Glück hat, zwei Pässe zu haben, hat immer eine Option mehr, sich gegen Willkür und Verfolgung zu schützen.
Die doppelte Staatsbürgerschaft ist super. Das ermöglicht der AFD, sobald sie an der Macht ist, die Massenmigration inclusive der Turboeinbürgerungen rückabzuwickeln. Wenn sie damit fertig ist, müssen die Migranten die für uns einen Nutzen haben sich entscheiden.