Kosovo 1999, Ukraine heute: Schon beim letzten Mal Rot-Grün gab es Krieg

SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder (M.) mit seinem grünen Außenminister Joschka Fischer (r.) und SPD-Verteidigungsminister Rudolf Scharping (l.) im März 1999 auf einer Pressekonferenz zum Kosovokrieg in Bonn (Foto:Imago)

Dieses zu Ende gehende Jahr war zweifellos geprägt durch den unglücklichen Ukraine-Krieg, und zu ihm muß noch viel gesagt werden. Dabei gilt es vor allem, die in den Medien vorherrschende große Einseitigkeit hinter sich zu lassen. Zwar hat diesen Krieg zweifellos Putin begonnen; es gab jedoch schon zuvor den jahrelang währenden Bürgerkrieg im Osten der Ukraine, der in diesem Zusammenhang nicht ausgeblendet werden kann und der sich kriegsbegünstigend auswirkte. Auch war die Ukraine in Wirklichkeit nicht so demokratisch und geleitet von „westlichen Werten”, wie es jetzt oft dargestellt wird. Und noch ein anderer Aspekt ist sehr interessant: Der Ukraine-Krieg 2022 hat eine Parallele im Kosovo-Krieg 1999.

Als die jetzige rot-grün dominierte Koalition vor etwas über einem Jahr begann, juckte es mich, einen Artikel zu schreiben mit dem Titel „Das letzte Mal, als Rot-Grün dran war, gab’s Krieg”. Denn korrekt ist die Beobachtung: Die damalige SPD-Grünen-Regierung unter Gerhard Schröder als Kanzler und Joschka Fischer als Außenminister kam im Herbst 1998 an die Macht, und etwa ein halbes Jahr später begann sie – gemeinsam mit den USA und anderen NATO-Staaten – den Kosovo-Krieg. Eine traurige Rolle spielten dabei vor allem die Grünen, die nämlich längst keine pazifistische Partei mehr sind, sondern im Gegenteil ständig der Illusion erliegen, für den „guten Zweck” müsse man diesen oder jenen Krieg führen oder unterstützen.

Der Kosovo-Krieg als Vorgänger des Ukraine-Kriegs

Es schien mir Ende 2021 aber zu dick aufgetragen, solch einen Artikel zu schreiben und auf eine Kriegsgefahr hinzuweisen. Hätte ich es mal doch getan… denn inzwischen, seit dem 24. Februar 2022, ist wieder Krieg; diesmal in der Ukraine. Es ist wahr, daß die Einzelheiten diesmal recht anders liegen – jedoch gibt es auch Parallelen. Den Krieg in der Ukraine fing Russland an, genauer gesagt Putin -und nicht die Nato. Aber er erwuchs aus dem schon zuvor vorhandenen Bürgerkrieg in der Ostukraine und Putins (korrekter) Einschätzung, daß die Hampelkoalitionäre mit solchen Figuren wie Außenministerin Annalena Baerbock und Verteidigungsministerin Christiane Lambrecht – beider Nachnamen sind im Grunde groteske Kombinationen von je zwei sinnfälligen Wörtern, die für sich sprechen – nicht als starker Gegner (beziehungsweise „Gegner*innen” für die Liebhaber des korrekten Genderns) einzuschätzen sind. Schon insofern ist es nicht ganz Zufall, daß wir erneut unter Rot-Grün, diesmal mit gelbem Anhängsel, dem Krieg in die Augen sehen.

Den damaligen Krieg fing die Nato an. Ihm waren Konflikte im Kosovo zwischen Serben und Albanern vorausgegangen: In diesem Fall waren die Albaner eine unterdrückte Minderheit, und die Nato griff auf ihrer Seite ein. Im Fall der Ukraine waren die Russen, oder russischsprachigen Menschen, in Teilen des zweitgrößten europäischen Landes die unterdrückte Minderheit, und in diesem Fall griff Rußland auf ihrer Seite ein. In beiden Fällen wurde ein Bürgerkrieg zum internationalen Krieg ausgeweitet.

Die Mär vom „überraschenden“ Krieg in Europa

Es ist sachlich ganz klar falsch zu sagen, der Ukraine-Krieg sei der erste Krieg in Europa seit 1945. Dies aber wurde am 24. Februar 2022, dem Tag des russischen Angriffs, von mehreren Politikern und Kommentatoren im deutschen Fernsehen behauptet – obwohl es definitiv die Unwahrheit ist angesichts mehrerer Kriege auf dem Balkan, insbesondere auf ehemals jugoslawischem Territorium, zunächst in den frühen Neunziger Jahren und dann 1999 eben der Kosovo-Krieg. An diesen will sich die Nato jedoch nicht mehr gerne erinnern. Eine Politikerin der PDS (heute Linke) sprach damals im Bundestag von der „blutrot-olivgrünen Koalition„. Die damals Verantwortlichen sind bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen worden: Bill Clinton (USA), Tony Blair (Großbritannien), Gerhard Schröder (Deutschland) und andere. Im Gegenteil: Einige der damaligen Akteure bekleiden bis heute sogar wichtige Staatsämter – wie etwa der „Architekt des Kosovo-Krieges”, Schröders damaliger Kanzleramtschef Frank-„Spalter“ Steinmeier, heute nicht vom Volk gewählter, sondern ihm aufgezwungener Bundespräsident. Seine Rolle wurde mir Jahre nach dem Krieg von einem Mitglied der SPD, genauer: der Jusos, bestätigt.

Wie ein Afrikaner mal bemerkte: Das Gericht in Den Haag ist immer nur für die anderen da, beispielsweise für afrikanische Übeltäter, für Serben oder Russen, aber nie für die eigenen, westlichen Leute. Gerhard Schröder geriet 2022 unter Druck – groteskerweise wegen seiner Nähe zu Putin, obwohl er doch mit jenem über die Möglichkeiten zum Frieden sprechen wollte. Der weit wichtigere Aspekt von Schröders Biographie ist aber seine Rolle im Kosovo-Krieg – mit der niemand im heutigen, ethisch verrückten Politik-Establishment ein Problem zu haben scheint. Immerhin: Vor dem Hintergrund von 1999 beteiligte sich Schröder dann 2003 übrigens mehr nicht am Irak-Krieg von George W. Bush; er hatte also etwas hinzugelernt. Ein weiteres Verbrechen zu unterlassen bedeutet jedoch nicht, ein anderes ungeschehen zu machen. Angela Merkel, damals Oppositionsführerin, verkündete damals laut, unter ihr hätte Deutschland am Irak-Krieg teilgenommen. Zwei Jahre später wählten die Deutschen sie dennoch fröhlich zur Kanzlerin. So wie sie Schröder 2002, trotz des Kosovo-Krieges, wiedergewählt hatten. Mit Helmut Kohl, der noch bis 1998 regiert hatte, hätte es übrigens eine Beteiligung Deutschlands am Kosovo-Krieg wohl nicht gegeben. Man muß Kohl historisch viel vorwerfen, und zwar vor allem, daß er das unabhängige Deutschland abschuf und es zu einer EU-Provinz mit Weisungsgebundenheit an Brüssel degradierte. Eine Kohl-Bewunderung, wie sie hier und da in konservativen Kreisen ab und zu zu lesen ist, ist Dummschwätz und zeugt von Mangel an Sachkenntnis. Aber dennoch: Kohl war der letzte Kanzler, der vor 1945 geboren war und aus eigener Erinnerung wußte, was Krieg ist, und das hatte ihn geprägt.

Putin hatte für sein Handeln ein Vorbild

Der Kosovo-Krieg ist noch in weiterer Hinsicht interessant. Es hätte der Nato reichen können, das Blutvergießen der serbischen Truppen zu beenden; aber sie beließ es nicht dabei: Der Kosovo wurde als angeblich „unabhängiger” Staat aus Serbien herausgelöst. Deutschland erkannte diesen Staat an, und deutsche Medien erwecken bis heute manchmal den Eindruck, als sei der Status des Kosovos unproblematisch. Beispielsweise Spanien erkennt den Kosovo als Staat jedoch bis heute nicht an; Serbien natürlich erst recht nicht. Denn die kriegerische Abtrennung des Kosovo von Serbien war völkerrechtswidrig, so, wie war der Angriffskrieg der Nato völkerrechtswidrig gewesen war. Es ist irre, wenn deutsche Medien heute nicht versäumen, korrekt von „Putins völkerrechtswidrigem Angriffskrieg“ zu sprechen, aber diesen damaligen Präzedenzfall nicht erwähnen.

Was bedeutet dies nun alles für den Ukraine-Krieg? Das Problem ist, daß der Kosovo-Krieg für Putin die Blaupause lieferte, das Vorbild. Was sich die Nato damals erlaubte, darf er sich ebenfalls erlauben – das war Putins Einstellung am Anfang des Jahres 2022. Wenn die Nato also einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg beginnen konnte, dann könne er, Putin, das auch. Und wenn die Nato gewinnen kann – das tat sie 1999 -, dann könne er, Putin, das womöglich auch. Wenn der Westen ein Stück aus einem souveränen Land herausschneidet, dann könne er, Putin, das auch.

Festgefahrene Front

Dabei kam es jedoch zu einem Problem. Wie vielerorts von Beobachtern und Publizisten herausgearbeitet, schwebte Putin ein Blitzkrieg vor. So wie die Nato 1999 nach einigen Monaten den Krieg entschieden hatte (er dauerte vom März bis in den Sommer) oder wie Hitler 1940 Frankreich überrannt hatte, so dachte es auch Putin in der Ukraine tun zu können. Dieser Plan ist, wie wir nach knapp einem Jahr Kriegshandlungen jetzt wissen, mißlungen. Die Front ist inzwischen im Osten der Ukraine mehr oder weniger festgefahren – in etwa so wie im Ersten Weltkrieg die Frontlinie zwischen Frankreich und Deutschland festfror. Sinnlos sterben jetzt Menschen, ähnlich wie damals bei Verdun.

Zurück zu Rot-Grün (das bißchen FDP-Einsprengsel, das heute formal beigemischt ist, können wir in dem Vergleich getrost unter den Tisch fallen lassen): Im Jahr 1999 begann Rot-Grün den Krieg selbst mit, und zwar im Schatten der USA. Im Jahr 2022 wurde der Krieg nicht von Rot-Grün oder der Ampel begonnen. Jedoch bekommt diese Regierung rein gar nichts hin, um den Krieg einzudämmen. Sie machte schwerwiegende Fehler – beispielsweise indem sie in Deutschland den Sender „Russia Today” (RT) oder in bestimmten Kontexten die Verwendung des Buchstaben „Z” verbot. Ansonsten aber ist die deutsche Politik damit beschäftigt, Öl ins Feuer zu gießen – man lausche zum Beispiel, wenn man es überhaupt aushält, der FDP-Politikerin Marie Agnes Strack-Zimmermann über das von ihr erwünschte Ausmaß der Waffenlieferungen. Zudem kam man anscheinend zu keinem Zeitpunkt auf die Idee, Herrn Selenskyj mal zu fragen: Gesetzt den Fall, ihr gewinnt den Krieg, werdet ihr die russische Minderheit eures Landes dann wieder so behandeln wie vor dem Krieg, oder habt ihr hinzugelernt? Von der Antwort könnte man auch Art und Ausmaß der militärischen Unterstützung abhängig machen.

Die gewaltaffinen Grünen: besserwissen und verbieten

Eine besonders unglückliche Figur machen dabei wieder die Grünen. Man muß sich einmal klar machen, um was für eine Partei es sich bei ihnen handelt. Ihr tiefster Charakterzug ist es, die Weisheit auf allen Gebieten gepachtet zu haben. Das betrifft zum Beispiel Umwelt und Klima, Ernährung, Migration, Corona-Politik und Gestaltung der Gesellschaft. Nennen wir ein paar Politikernamen, um das zu belegen: Cem Özdemir, Claudia Roth, Emilia Fester, Janosch Dahmen. Das Grundprinzip, das zur Umsetzung ihrer politischen Ziele angewendet wird, ist das ständige Verbieten. So wird für „das Klima“ verboten, es werden Meinungsäußerungen verboten, es wird einfach alles Mögliche verboten. Als Steigerung davon wendet diese Partei zunehmend Gewalt an; geht es um geeignete Zwecke, dann ist Gewalt für den überzeugten Grünen notwendig. Zum Beispiel rufen Zuwiderhandlungen gegen die zahlreichen Verbote die staatliche Gewalt auf den Plan. Die grüne Neigung zur Gewalt äußert sich neuerdings aber auch in der Unterstützung von Kriegshandlungen. Während sich beim Kosovo-Krieg noch einige Grüne im Bundestag dagegen auflehnten, beispielsweise der unlängst von uns gegangene Hans-Christian Ströbele, ist beim heutigen Krieg etwas Derartiges nicht mehr zu bemerken. Und bei SPD und FDP ist leider die Lage nicht besser. Auch erwähnt werden muß, daß die Oppositionsfraktion der CDU und CSU bei beiden Kriegen – damals im Kosovo, heute in der Ukraine – mit dem Regierungskurs konform ging beziehungsweise geht. Echte Opposition kommt vor allem von den politischen Rändern.

Unterm Strich gilt: Es ist kein Zufall, daß 1999 nach einigen Monaten Rot-Grün Krieg herrschte, und es ist kein Zufall, daß 2022, nach einigen Monaten Rot-Grün, erneut Krieg ist. Zwar liegen in den Details zahlreiche Unterschiede vor, aber eine ehrliche Analyse darf vor den Parallelen nicht die Augen verschließen. Stets führt eine rote Linie von der militanten Besserwisserei zum konkreten Vergießen von Blut. Wir als Gesellschaft müssen klarstellen, daß wir dies nicht gutheißen und daß wir daran nicht teilhaben wollen. Es gilt, sich dem rot-grünen Denkmuster sowie Unions-Denkmuster zu entziehen, die komplette Wahrheit über alle Facetten des Ukraine-Krieges anzusprechen – und sich stattdessen für den Frieden einzusetzen.

Klicken! Versandkostenfrei bestellen! Und damit „Ansage!“ unterstützen!

BITTE BEACHTEN: Klarstellung der Redaktion zu Leserkommentaren

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen wir uns, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Zuwendung unterstützen.

15 Kommentare

    • Mit dem Unterschied, dass uns im „braunen Krieg“ tatsächlich der Krieg erklärt wurde.
      Aber auch damals schon waren Sozialisten, Kommunisten und Globalisten am Werk.

      9
      2
    • Dann wird sie wohl bald höchstpersönlich die Waffen für die Ukraine segnen. Gottes Bodenpersonal hat abgewirtschaftet. Ob sie Eugen Drewermann kennt? Er macht vor, wie die Kirche handeln müßte.

    • @ Wolfgang K.

      Leider ist das Neue Testament eine fiktive Geschichte, die der Besatzungsmacht Rom dienen sollte (Bücher: „Das Messias-Rätsel“; „Denken statt glauben“), aber ihr kann man dennoch viele sinnhafte Sprüche entnehmen, die jedoch von Kirchen-Christen nicht ernst genommen werden.

      Matthäus 26,51:
      Und siehe, einer aus denen, die mit Jesus waren, reckte die Hand aus und zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab. Da sprach Jesus zu ihm; Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel?…

      Nun eben, dass keine Engel Frieden bringen können, beweist schließlich so nebenbei, dass es keine überirdische Macht gibt, die irgendwie eingreifen könnte. Sowohl der kriegerische jüdische Messias als auch der an seiner Stelle etablierte friedliebende Messias mussten als fiktive Gestalten zwangsläufig wirkungslos bleiben, wenn sich nicht Menschen ihrer Botschaft annahmen …

  1. Die Grünen sind eine pseudoreligiöse Sekte. Sie huldigen einem Paradoxon. Sie ignorieren wissenschaftliche Fakten und ersetzen diese durch eigene Phantastereien. Sowas nannte man früher Traumtänzer. Gefährlich wird es, wenn die Traumtänzer die Phantastereien
    in die Realität umsetzen. Dann ist nämlich plötzlich der Krieg gut und der Frieden schlecht.

    17
  2. Wie mehrfach dargelegt, war der gerechte! NATO-USA-Krieg (Schröder-Fischer mußten da mitmachen, in der Opposition wären sie dagegen gewesen) gegen Serbien überfällig und hat dort das Treiben der serb. Massen-Vertreiber und Mörder endlich gestoppt. Hätte man das schon 1991 getan, wäre dort viel Leid und Tod zu vermeiden gewesen. Aber unsere deutschen Super-Patrioten haben ja gerne die 1 Mio. von Serbien erzeugten Jugo-Flüchtlinge (davon 2/3 Moslems) aufgenommen! – 2. Nichts kann den verbrecherischen Krieg Putins 2022 rechtfertigen, nur die schon vorher anti-westlich Verbohrten stimmen ihm zu!! Wer hier den großen Demokraten spielt wie die AfD, ist völlig unglaubwürig, wenn er einen Diktator wie Putin befreundet.

    1
    19
  3. „Schröders damaliger Kanzleramtschef Frank-„Spalter“ Steinmeier, heute nicht vom Volk gewählter, sondern ihm aufgezwungener Bundespräsident. Seine Rolle wurde mir Jahre nach dem Krieg von einem Mitglied der SPD, genauer: der Jusos, bestätigt.“

    Tja, der Autor scheiont hier nicht ganz auf dem neuesten Stand zu sein. Herr Schröder hat ungefähr im Jahre 2014 oder 2015 bei einer Diskussion mehrfach betont , dass der Krieg in Jugoslawien und Deutschlands Beteiligung an diesem völkerrechtswidrigen Krieg ein großer Fehler war. Und er räumte auch selbst ein, dass er damals einen großen Fehler gemacht hat!

    Dafür hat die frühere CDU/CSU Kanzlerin Merkel in diesem Jahr etwas unerwartet brisantes zum Thema Krieg in der Ukraine enthüllt:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=91458

    Frau Merkel und die damalige gesamte CDU/CSU-Führung wollte im Jahre 2003, dass sich Deutschland am völkerrechtswidrigen Irakkrieg zusammen mit den USA beteiligt, unter Führung von US Präsident G. W. Bush. Was wiederum der damalige Kanzler Schröder nicht wollte und damit Deutschlands Beteiligung ausgeschlossen hatte.
    Nein ich will keinesfalls die SPD oder Schröder in Schutz nehmen. Schröder hat in seiner Amtszeit als Budneskanzler definitiv auch viele Fehler gemacht. Aber im Jahre
    2003 traf Kanzler Schröder die richtige Entscheidung, um sich am Irakkrieg nicht zu beteiligen!

    Und übrigens die Frage zum Irakkrieg und die Bildung von Koalition der Willigen hatte damals die gesamte EU tief gespalten. Spricht heute kaum jemand darüber, aber es spiegelt doch erneut deutlich das wider, was auch heute immer wieder deutlich in den EU-Gremien längst immer wieder sichtbar wird. Die EU war schon immer tief gespalten. Nicht nur bei Fragen wie Austeritätspolitik, Eurokrisenpolitik, Migrationspolitik 2015 etc.

    6
    1
  4. Vielleicht ist es auch anders herum. Die Amis haben damals wie heute dafür gesorgt, dass die grünen Kriegstreiber zum für die Amis richtigen Zeitpunkt an die Macht kamen.

    10
  5. Einerseits gut beobachtet: die Parallelen zwischen dem Kosovo-Krieg und dem Ukraine-Krieg heute: beides US-Kolonialkriege (die USA haben eine Tradition, ihre Kriege damit anzufangen, daß der provozierte Gegner den ersten Schuß abgibt).

    Auch gut beobachtet: Grün ist das neue Braun!

    Aber sonst an so vielen Stellen daneben:

    die Albaner waren keine „unterdrückte Minderheit“ sondern die Führer der 80 Prozent ausmachenden Albaner wollten den Kosovo „serbenrein“ machen und von den 20 Prozent Serben ethnisch säubern, was die USA unterstützten, wogegen die serbischen Sicherheitskräfte aus Belgrad aber robust vorgingen.
    der Kosovo-Krieg war nur die letzte Etappe der Filettierung und Zerschlagung Jugoslawiens. Der sog. Bürgerkrieg war mit heftig zündelnder Entwicklungshilfe durch die USA und leider auch durch das frisch wiedervereinigte Deutschland angefacht worden.
    das Gericht in Den Haag hätte der Afrikaner treffender als Abteilung der NATO-Pressestelle beschreiben sollen.
    was Putin wollte, hat er immer wieder deutlich gemacht: keine NATO-Truppen an der Grenze der russischen Föderation. Gebiete annektieren keineswegs. Aber nur ein Trottel kann glauben, irgendein russischer Spitzenpolitiker würde es zulassen, daß die NATO den einzigen ganzjährig eisfreien Hafen der russischen Flotte abriegelt, der sich — übrigens seit 1783 ! — auf der Krim befindet.
    daß Putin ein „Blitzkrieg“ vorschwebte, ist NATO-Propaganda. Ich halte es für wahrscheinlicher, der Plan ist der Verschleiß des ukrainischen Militärs und der westlichen Länder, die ihre Waffen an die Ukraine liefern. Bisher ist es für die Russen eine win-win-win-Situation (die Sanktionen schaden dem Westen mehr als der russischen Föderation, der Westen hat seine Arsenale fast schon verbraucht, die Russen haben noch nicht einmal angefangen, und Verluste unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden geben sich die Russen alle Mühe, den USA ist sowas völlig egal, siehe Irak, Libyen, Jugoslawien usw.)

    Den Grund hinter dem Ukraine-Krieg übersieht der Autor: die USA wollen den riesigen Flächenstaat Rußland zerschlagen und wie Jugoslawien in einzelne „unabhängige“ Staaten zerteilen, denn sie wollen die Rohstoffe haben, aber nicht dafür bezahlen. „Decolonizing Russia“ in der Suchmaschine führt sofort zu US-Regierungsdokumenten, die genau diesen Plan beschreiben.

    Eine weitere geschichtliche Parallele zum Ukraine-Krieg übersieht der Autor:

    Die Kuba-Krise. So wie die USA damals nicht sowjetische Atomraketen auf Kuba dulden wollten, kann kein russischer Regierungschef NATO- bzw. US-Atomraketen, die in vier Minuten in Moskau sein können, in der Ukraine akzeptieren.

    Daher ist auch der Weg klar, diesen Krieg zu beenden: die NATO verzichtet auf die Ost-Erweiterung, die Ukraine bleibt neutral, und Rußland erhält überprüfbare Sicherheitsgarantien, kein Angriffsziel der NATO zu werden.

    Bei der bisherigen Geschichte gebrochener Versprechen von NATO und USA freilich ein frommer Wunsch!

    18
    • Zitat: „… die Sanktionen schaden dem Westen mehr als der russischen Föderation, der Westen hat seine Arsenale fast schon verbraucht, …“

      Der Westen besteht aus USA und Europa! Gerade hier zeigen sich die Unterschiede: Wer in Europa wollte denn an die russischen Grenzen mit einer aufgerüsteten ukrainischen Armee vorrücken, um den Ring um Russland aus dem Westen endgültig zu schließen? Nur die hegemonialgeile NATO – sprich die Kommando-Zentrale USA!

      Nur Europa und vor allem Deutschland waren dämlich genug, sich diesem Krieg mit Sanktionen, aber eben auch Waffenlieferungen anzuschließen und den Wohlstand im eigenen Land in krimineller Weise zu gefährden bzw. zu schaden.Die USA? – Freuen sich, dass die europäischen Konkurrenz bald kollabiert und sie mit Waffenlieferungen und Fracking-Gas das große Geschäft machen können.

    • An Jugoslawien gab es nichts mehr zu filettieren, das haben die Serben selbst gemacht mit ihrer Politik, die von Anfang an den Willen zu einer friedlichen Lösung, ewa Konföderation, vermissen ließ. Aber Serbien wollte dort seine Dominanz und Ausbeutung der wirtschaftsstarken Kroatien und Slowenien nicht aufgeben. Auf diese Motivlage hat auch der damalige SPIEGEL-Korrespondent Rullmann hingewiesen, aber wenn man eh anti-westlich verbohrt ist, dann fallen einem auch die dazu gehörenden Rechtfertigungs-Lügen reichlich ein, ob zum Kosovo oder zur Ukraine! Und was für ein nationales deutsches Interesse (die Mär vom völkerrechtswidrigen Krieg könnt Ihr Euch auch abschminken) konnte ein deutscher Patriot haben am Erhalt des zwangs-kommunistischen Staates Jugoslawien, wo der österr. Historiker Höbelt und der franz. Linksnationalist Pevenement meinten, dort habe nun Deutschland nachträglich den 1.Weltkrieg gewonnen?? Nein, es war der pauschale Haß auf die USA und das Westmodell, was die hiesigen Parteigänger Serbiens leitete.

      • @info68:
        Von Ihnen gibt es mal wieder nur das unreflektierte, ahnunglose Nachplappern der antiserbischen Propaganda, wie man sie seinerzeit u.a. in der FAZ finden konnte.

        Wie unlängst offengelegte CIA-Lageeinschätzungen zeigen, hielt man es selbst nach Titos Tod 1980 für keineswegs gesichert, daß Jugoslawien in der — durch US-Kredite mit zugehörigen Austeritätsbedingungen verschärften — Wirtschaftskrise wie gewünscht von alleine zerfallen würde.

        Deshalb hat man die ethnischen Spannungen durch verdeckte Operationen und sehr viel Geld an extremistische Gruppierungen gezielt aufgeheizt.

        Einer der eingesetzten CIA-Agenten, Robert Baer, hat seine Tätigkeiten später öffentlich gemacht:
        „Former CIA Agent claims: They gave us Millions to split up Yugoslavia“ (Sarajevo Times, November 30, 2015).

        Aber was soll ich gegen Ihr Schwarz-Weiß-Bild argumentieren? Sinnlos.

        Sie verweisen zum Beleg Ihrer Behauptungen auf den SPIEGEL ?

        Da erübrigt sich wohl weiterer Kommentar.

        • Die Jugo-Völker wollten alle los vom serbischen Joch, aber wer in einem kranken Antiwest-Syndrom gefangen ist, wird natürlich den Völkern die nationale Freiheit, die er seit 1945 für Deutschland fordet, nicht zugestehen wollen. Schämt Euch!

  6. Rot-Grün, die neuen Kriegstreiber und Milliarden Steuergeldverschwender?
    Sie haben sich ihren Staat zu ihrem Eigentum gemacht
    um die Bürger zu züchtigen und abzuzocken.

    „L’état et moi“

Kommentarfunktion ist geschlossen.