Kranker Mann oder kranke Republik?

Kranker Mann oder kranke Republik?

Feindbild „alte weiße Männer“. Wer radikalisiert sich hier? (Symbolbild:Grok)

Es ist das alte Spiel mit neuen Mitteln: Wer der hegemonialen Kultur widerspricht, wird nicht mehr widerlegt – er wird behandelt. Statt Auseinandersetzung gibt es Diagnose. Statt Widerrede: Einordnung. Und statt politischen Ernstes: Fernanalysen aus der Soziothek. Martina Lackners “Focus”-Text “Isoliert und plötzlich radikal” zur eskapistischen Radikalisierung von Ü 60-Männern im digitalen Raum ist ein Paradebeispiel dieser herrschaftlichen Einordnungspädagogik: analytisch getarnt, aber autoritär in Wirkung und Absicht. Was Lackner beschreibt, ist nicht Radikalisierung, sondern Repräsentationsverweigerung durch das System. Was sie „Eskapismus“ nennt, ist der gesunde Rückgriff auf eine alternative Öffentlichkeit. Was sie „digitale Blasenbildung“ nennt, ist Schutzraum gegen mediale Dauervergiftung. Und was sie letztlich als psychologisch defizitär etikettiert, ist in Wahrheit: politische Urteilskraft.

Psychologin Lackner behauptet in ihrem Online-Aufsatz, dass sich in Foren, Kommentarspalten und alternativen Plattformen eine gefährliche Subkultur bilde: Ältere, oft politisch rechtsorientierte Männer, die sich der Realität verweigerten, sich in Wutblasen flüchteten und dabei zunehmend radikalisierten. Doch ihre Diagnose folgt einem vertrauten Muster: Wer sich der linken kulturellen Hegemonie entzieht, wird nicht argumentativ bekämpft, sondern pathologisiert. Die Motive der Kritiker zählen nicht – nur deren Alter, Geschlecht und vermeintliche Frustration. Die intellektuelle Substanz wird durch psychologische Etiketten ersetzt: „Eskapismus“, „Verlustängste“, „Filterblase“, „toxische Nostalgie“, „digitale Regression“. Diese Vokabeln sind verräterisch: Sie sind keine politologischen Kategorien, sondern therapeutische Kampfbegriffe. Lackner hat keine Gespräche geführt, keine Biographien untersucht, keine tiefergehenden Analysen der Inhalte vorgenommen. Stattdessen schaut sie von oben herab in eine anonyme Masse älterer Männer – wie ein Pfleger auf eine geschlossene Station. Man erinnert sich an Michel Foucaults Diagnose zur modernen Macht: Die Gewalt des Systems kommt nicht mit Knüppel und Kaserne, sondern mit Diagnose und Disqualifikation. Die neue Unterdrückung geschieht nicht durch Zensur, sondern durch Pathologisierung. Der neue Dissident ist kein Staatsfeind mehr – sondern ein Fall für den Verhaltenstherapeuten.

Der „alte weiße Mann“ als kulturelles Totem

Was in Lackners Text ungenannt mitschwingt, ist das kulturelle Totem unserer Zeit: der „alte weiße Mann“. Nicht mehr konkret, aber omnipräsent. Er steht für alles Rückständige, Reaktionäre, Belastende. Doch Lackner geht weiter: Der Mann ist nicht nur gefährlich, sondern auch krank. Seine Radikalisierung sei eskapistisch – ein Fluchtverhalten vor einer überkomplexen Welt. Seine Ablehnung von Gender-Ideologie, Migrationsromantik und Klimamoral sei nicht rational, sondern emotional getrieben, ja regressiv. Früher hätte man das „Frauenhass“ genannt, heute ist es „Entwicklungsstörung“. In beiden Fällen dient es einem Zweck: die Delegitimierung des Arguments durch das Herabwürdigen des Absenders. Man diskutiert nicht mit Geisteskranken. Man schließt sie aus – fürsorglich natürlich, therapeutisch korrekt.

Eskapismus, wie Lackner ihn verwendet, ist ein Begriff aus der Medienpsychologie. Er beschreibt den Rückzug in eine Phantasiewelt, um sich einer – oft als bedrohlich empfundenen – Wirklichkeit zu entziehen; der Science Fiction wurde diese literarische Funktion häufig unterstellt. Lackner überträgt dieses Konzept auf ein politisches Phänomen: ältere Männer, die sich „nicht mehr wiederfinden“ in der Welt der Genderdebatten, der multikulturellen Normalität, der Klimapolitik und der digitalen Geschwindigkeit. Sie unterstellt, dass diese Männer keine politischen Gegner seien, sondern Desorientierte – mithin Patienten. Ihre Kritik an der Gegenwart sei keine ideologische Position, sondern eine pathologische Reaktion. Ihre Abwendung vom öffentlichen Diskurs sei kein Misstrauen gegenüber den Institutionen, sondern ein Rückfall in infantile Regressionsmuster. Diese Deutung entpolitisiert die Wirklichkeit. Sie entzieht dem konservativen Argument seine Würde, indem sie es zum Symptom erklärt.

Verhöhnte Sorge um kulturellen Zerfall

So wird aus der Sorge um kulturellen Zerfall ein nostalgisches Bedürfnis, aus dem Widerstand gegen Entgrenzung eine Angststörung. Der politische Mensch wird durch das psychologische Objekt ersetzt. Was einst als Meinungspluralismus galt, wird heute zur Auffälligkeit. Dissens ist nicht mehr erlaubt, sondern auffällig. Und was auffällt, wird eingeordnet. Man kennt das längst von anderen Beispielen: Genderkritik? Gilt als „transfeindlich“, also als Ausdruck eines „starren binären Denkens“ – ein möglicher Indikator für rigide Persönlichkeitsmuster. Regierungskritik? Gilt als „Verschwörungsaffinität“, als „institutionelles Misstrauen“, oft Ausdruck einer narzisstischen Kränkung oder autoritären Sehnsucht. Medienkritik? Gilt als „Feind der Pressefreiheit“, als Ablehnung rationaler Diskursformate – verbunden mit einer antisozialen Persönlichkeitsstruktur. Und erst recht Heimatliebe oder Traditionsbewusstsein? Werden schnell als „reaktionärer Identitätsersatz“ gedeutet – pathologischer Selbstwertersatz im Spätpatriarchat. Der Konservative wird so zum Fall, der Dissident zum Defizit. Und der abweichende Bürger zur psychischen Störung auf zwei Beinen. Lackner macht keinen Hehl daraus, dass es vor allem „ältere weiße Männer“ seien, die sich radikalisierten. Das ist kein Zufall – es ist Strategie. Denn das Alter erlaubt es, Kritik als „nicht mehr zeitgemäß“ zu etikettieren. Und das Geschlecht erlaubt es, jede Form von Autorität als Relikt patriarchaler Strukturen zu diskreditieren.

Doch vielleicht sind es nicht die “alten Männer“, die sich radikalisieren – sondern die junge Gesellschaft, die sich infantilisiert? Vielleicht ist es keine Rückzugsreaktion, sondern die Letztverantwortung des Alters, die sich hier artikuliert, ein letztes Aufbegehren gegen die Preisgabe alles Gewachsenen? Die Wahrheit ist: Diese Männer haben Verantwortung getragen, haben Familien ernährt, haben Gesellschaft gebaut – und jetzt sollen sie ruhig sein, weil ein 23-jähriger Diversitätsreferent meint, die Welt neu zu ordnen? Man nennt das nicht Eskapismus. Man nennt das Würde.

Flucht oder Gegenöffentlichkeit?

Lackner spricht von „Radikalisierung in digitalen Echokammern“. Aber was ist die ARD, wenn nicht eine Echokammer? Was sind die Twitter-Feeds von Grünen-Politikern, wenn nicht monokulturelle Meinungsblasen? Der Unterschied ist nur: In den digitalen Räumen der Dissidenz herrscht keine Moderationshoheit, keine semantische Dressur. Dort wird nicht geschnitten, sondern ausgesprochen. Nicht gegendert, sondern gedacht. Dass sich gerade dort ältere Männer versammeln, ist kein Zeichen ihrer Entfremdung – es ist ein Indikator ihrer Urteilskraft. Sie haben lange genug zugeschaut, wie ihre Stimme marginalisiert wurde. Nun nutzen sie ihre Mittel – nicht um zu fliehen, sondern um zu sprechen. Lackner will suggerieren: Diese Männer fliehen aus der Debatte. In Wahrheit retten sie sie. Denn ohne diese digitalen Räume gäbe es keine Gegenöffentlichkeit mehr. Keine Kritik an Corona-Exzessen, an Migrationsdogmen, an Klima-Zwangslogiken. Ohne Telegram, X, freie Blogs und unzensierte Kommentarspalten gäbe es nur das Rauschen der Einheitsmeinung.

Was Lackner als Fragmentierung beklagt, ist der Ausdruck eines elementaren demokratischen Reflexes: die Reaktion auf die Homogenisierung der öffentlichen Meinung. Der digitale Raum wird deshalb nicht zur Parallelwelt – sondern zur Korrekturfläche. Was viele ältere Männer im digitalen Raum eint, ist nicht Wut, sondern Enttäuschung. Sie erleben sich als entrepräsentiert – von Parteien, Medien, Kulturbetrieb. Ihre Erfahrung wird nicht mehr gefragt, ihr Urteil nicht mehr akzeptiert, ihre Sprache nicht mehr erlaubt. Wenn ein 65-jähriger Maurermeister, der vier Kinder großgezogen, Steuern gezahlt und im Verein Verantwortung übernommen hat, heute als „rechtsoffen“ gilt, weil er Gendern ablehnt oder Multikulti nicht feiert, dann ist nicht er das Problem – sondern das System, das ihn zum Problem erklärt. Die vermeintliche Radikalisierung ist oft nichts anderes als die Reaktion auf den Ausschluss aus dem Diskurs. Wer nirgends mehr vorkommt, gründet eigene Räume. Wer nicht mehr sprechen darf, schreit. Und wer nicht mehr ernst genommen wird, wird zynisch.

Die radikalisierte Normalität

Was man diesen Männern vorwirft, ist nicht etwa Gewalt oder Hetze; es ist der Versuch, normal zu bleiben in einer Zeit, die Normalität für verdächtig erklärt hat. Sie sprechen über Nation, Grenzen, Familie, biologische Geschlechter, über Verantwortung, Ordnung, Identität. Das alles war noch vor 20 Jahren Teil jedes politischen Diskurses. Heute ist es „Radikalisierung“. Tatsächlich hat sich die Gesellschaft radikalisiert – nicht die Männer. Wer heute sagt, dass ein Mann keine „Mutterperson“ ist, dass Migration gesteuert sein muss, dass Kinder Mütter und Väter brauchen, dass Heimat nicht rassistisch ist – der steht plötzlich außerhalb des Sagbaren. Was für eine Umkehrung! Die Psychologisierung politischer Opposition ist ein Zeichen politischer Schwäche. Eine gefestigte Demokratie braucht keine Diagnosen. Sie braucht Debatte. Wer aber nicht mehr diskutieren kann, beginnt zu analysieren: den Ton, den Habitus, die Altersgruppe, das „Framing“. Und wo das nicht reicht, kommen Deutungsmacht und Gesinnungsforensik. Man könnte sagen: Die Demokratie stirbt nicht am lautstarken Dissens der Alten, sondern an der geräuschlosen Therapie der Anderen.

Was Lackner übersieht – oder ausblendet –, ist die rationale Dimension des konservativen Dissenses. Es geht nicht um Eskapismus, sondern um Urteilskraft. Nicht um Rückzug, sondern um Widerstand. Und nicht um die Flucht vor der Welt, sondern um den Versuch, sie vor ihrer Auflösung zu bewahren. Dass ältere Männer in besonderer Zahl in alternativen Milieus präsent sind, liegt nicht an ihrer Flucht, sondern an ihrem Gedächtnis. Sie erinnern sich an ein anderes Land. Und sie wissen, wie sich politische Umbrüche anfühlen – nicht als rhetorisches Konstrukt, sondern als biografisches Faktum. Es ist nicht das Alter, das “radikalisiert” – es ist die Erfahrung. Wer 30 Jahre politisches Engagement, kulturelle Umbrüche, Werteverschiebungen, mediale Einseitigkeit und juristische Asymmetrien erlebt hat, kommt oft zu anderen Schlüssen als ein 22-jähriger Sozialarbeitsstudent. Hier wirkt keine Demenz – hier wirkt Geschichte. Lackner wertet Telegram-Gruppen, YouTube-Kommentare und private Foren als digitale Fluchträume. Doch sie verkennt deren Funktion: Diese Räume sind nicht Rückzugsorte, sondern Alternativen. Dort wird nicht die Realität verweigert, sondern die verordnete Realität hinterfragt. Die „eskapistische Radikalisierung“, von der sie spricht, ist in Wahrheit ein Aufstand gegen eine politische Sprache, die Alternativlosigkeit behauptet und Zweifel kriminalisiert.

Entwirklichung der Kritik

Binnen weniger Stunden waren auf Facebook und X hunderte Kommentare zu Lackners Beitrag aufgelaufen. Die überwältigende Mehrheit der Kommentatoren lehnt die These der Psychologin ab, empfindet die Argumentation als absurd oder übertrieben und sieht sie als unbegründet, ideologisch gefärbt oder gar als Versuch, kritische Meinungen zu pathologisieren. Die Stimmung reicht von spöttischer Ablehnung bis hin zu ernsthafter Sorge über eine mögliche politische Überwachung oder Umerziehung. Dabei waren die X-Posts direkter, emotionaler, mit einem starken Fokus auf politische Polemik, etwa „Wenn mich links/Rot/Grün und deren Vorplapperer dafür halten, muss ich ja alles richtig gemacht haben“, und auf Humor wie „Ich würde sie ins Kabarett schicken.“ Die Idee, dass der Ruhestand einen Identitätsverlust auslöst, der zu Radikalisierung führt, wird als vereinfachend oder unbegründet abgelehnt. Ein Nutzer schreibt: „Warum sollte man eine ‚Ersatzidentität‘ in der Politik suchen? Wenn man älter wird, hat man immer weniger Lust auf diesen Kram.“ Viele Kommentatoren argumentieren auch, dass ältere Männer aufgrund ihrer Lebenserfahrung und politischen Bildung eher kritische, oft konservative Ansichten entwickeln, die nicht zwangsläufig radikal sind. Ein 78-jähriger Rentner erwähnt: „Die Weisheit kommt von sehr vielem Lesen, recherchieren und vergleichen.“ Einige Nutzer fragen auch, warum nur ältere Männer ins Visier genommen werden, und deuten an, dass auch ältere Frauen oder jüngere Menschen radikale Tendenzen zeigen könnten.

Ein besonders problematischer Aspekt von Lackners Argumentation ist ihr Glaube, dass die digitale Radikalisierung älterer Männer auf „Realitätsverweigerung“ beruhe. Doch wer verweigert hier wem die Realität? Sind es die Männer, die den Verlust von Innerer Sicherheit, Meinungs-freiheit und ethnischer Kohärenz beklagen – oder die Journalistin, die in jedem Warnruf einen Angriff auf die Demokratie sieht? Ist es eskapistisch, auf Zahlen zu verweisen, auf Wahlergebnisse, auf Kriminalstatistiken, auf Entfremdung im öffentlichen Raum? Oder ist es eskapistisch, all das durch den Filter des Vorwurfs zu tilgen: Das sind nur „alte weiße Männer“, die nicht loslassen wollen! Die Kritik an der Migrationspolitik? Biographisch motivierter Frust! Die Ablehnung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks? Projektion! Die Sorge um Meinungsfreiheit? Empörungssehnsucht! Was hier geschieht, ist eine kollektive Entwirklichung der Kritik – eine semantische Zersetzung des politischen Arguments.

Extinction Burst als Aufschrei

Man kennt das aus der Verhaltenspsychologie: Wenn ein zuvor belohntes Verhalten plötzlich keinen Erfolg mehr bringt, erfolgt nicht etwa sofortige Anpassung, sondern zunächst eine Eskalation – ein letzter, verzweifelter Versuch, das alte Muster doch noch zum Funktionieren zu bringen. Diese Phase nennt sich “Extinction Burst”: Verhalten wird lauter, krasser, aggressiver, irrationaler. Es ist das letzte Aufbäumen vor dem Zusammenbruch. Das Kind, das keine Süßigkeiten mehr bekommt, schreit heftiger. Der Spielsüchtige, der verliert, setzt alles. Der Influencer, dem niemand mehr zuhört, polarisiert radikaler. Und die Ideologie, deren kulturelle Selbstverständlichkeit bröckelt, beginnt zu hyperventilieren. Das illustriert ein parallel zu Lackners Einlassungen erschienener “Spiegel”- Text: „Warum das Patriarchat gerade deshalb so laut ist, weil es stirbt“ – eine Tirade gegen „Christfluencer“, „Alpha-Bros“ und die letzte Bastion männlicher Urteilskraft. Die gerade einmal 34-jährige Autorin Tara-Louise Wittwer glaubt, darin einen biologisch erklärbaren Todeskampf männlicher Machtstrukturen zu erkennen – doch ungewollt beschreibt sie genau das, was ihre eigene Ideologie längst betrifft: Ein Weltbild, das immer schriller wird, weil es keine Selbstverständlichkeit mehr besitzt. Wenn Privilegien sichtbar werden, werden ihre Träger laut. Und wenn die Diskurshoheit zu entgleiten droht, wird jeder Dissens als Gefahr geframed.

Das Phänomen „Extinction Burst“ lässt sich vor der Eskapismus-Folie als Aufschrei derer lesen, die nicht mehr vorkommen sollen, aber nicht verstummen wollen. Nicht nur der Zerfall schreit, sondern auch die Erinnerung. Nicht nur das Alte, das stirbt – sondern das Verworfene, das nicht sang- und klanglos untergehen will. Im Unterschied zu feministischen Untergangsszenarien geht es den „alten Männern“ nicht um Herrschaftssicherung, sondern um Sinn- und Deutungsbehauptung. Ihre Reaktion ist nicht primär aggressiv, sondern existenziell.

Gesinnungspädagogik und Diskursrestriktion

Es ist ein letztes Bemühen, in einer Welt voller Entwertung noch zu zählen, noch etwas gelten zu dürfen – als Stimme, als Erfahrung, als biographische Autorität. Was als „toxischer Aufschrei“ diskreditiert wird, ist oft der letzte politische Akt eines bürgerlichen Selbst, das von allen Seiten delegitimiert wird: durch Moralphilosophie, durch Gesinnungspädagogik, durch Diskursrestriktion. Der 70-jährige, der sich in einem Kommentarforum Gehör verschafft, der Rentner, der einen Blog betreibt, der Maurermeister, der gegen das Gendern protestiert: Sie schreien nicht, weil sie Macht erhalten wollen, sondern weil sie erleben, dass ihre Lebensleistung ausgelöscht werden soll und diskreditiert wird – als verdächtig, als rückständig, als unzeitgemäß. Der “Extinction Burst” ist, so betrachtet, nicht nur der Schrei des Systems, das zusammenbricht – sondern auch der letzte Atemzug einer existenziell herausgeforderten Generation, die nicht verstanden wird, aber verstanden werden will. Diese Männer sprechen nicht mehr „von oben herab“. Ihr Pathos ist kein patriarchaler Gestus – sondern die Form, in der sie gegen ihre symbolische Löschung ankämpfen.

Es ist diese ambivalente Dialektik, die dem Phänomen seine politische Sprengkraft verleiht. Der gleiche Akt – das lauter Werden, das Verharren auf Tradition, das Ringen um Sprache – kann aus beiden Richtungen gedeutet werden: als letztes Zucken der Macht oder als letzter Ausdruck von Würde. Wer das Phänomen auf eine Seite verkürzt – auf bloßen Machterhalt im Sinne eines Krisensymptoms einer hegemonialen Diskursordnung, die in ihrer finalen Phase um Kontrolle kämpft, oder auf bloße Selbstaufgabe –, verfehlt seine Tiefenschärfe. Der “Extinction Burst” ist nicht bloß regressiv. Er ist auch ein Appell. Nicht „Gebt uns die Deutungshoheit zurück!“, sondern: „Erkennt an, dass auch wir Erfahrung haben – Urteilskraft, Verantwortung, Geschichte!“ Wenn das System das nicht hören will, ist es nicht die alte Welt, die scheitert – sondern die neue, die sich verweigert. Der Schrei dieser Männer ist nicht der Schrei des Patriarchats. Es ist der Schrei einer Demokratie, die ihre Väter nicht mehr kennt.

Der Konservative als Gedächtnis der Demokratie

Denn der Konservative hat in jeder Gesellschaft eine unverzichtbare Funktion: Er erinnert an das, was war, und fragt, ob es bleiben soll. Er will bewahren, nicht verweigern. Doch in einer Zeit, in der „Veränderung“ als höchste Tugend gilt, wird Bewahrung zur Sünde. Lackner erkennt diese Funktion nicht. Für sie ist der Konservative ein Defekt in der gesellschaftlichen Modernisierung. Dabei wäre es gerade heute nötig, auf jene zu hören, die nicht in den Algorithmus der Veränderung fallen – auf die Langsamen, Bedachten, Überlegten. Auf die, die noch wissen, wie es war, als Politik sich am Bürger und nicht an Moralbildern orientierte.

Die Konstruktion des „radikalisierten alten Mannes“ erfüllt auch eine systemstabilisierende Funktion: Sie externalisiert den Dissens. Wenn nicht das System falsch liegt, sondern nur ein überforderter Teil der Gesellschaft, dann braucht man nichts zu ändern; man muss nur therapieren. Lackners Text ist deshalb nicht emanzipatorisch, sondern konformistisch. Er liefert eine beruhigende Deutung für all jene, die nicht mehr wissen, warum so viele Menschen abwandern, aussteigen, protestieren. Es liegt nicht an der Politik, sondern an den alten Männern: Eine allzu bequeme Antwort – aber eine falsche. Es ist nicht Eskapismus, sondern Provokation, und die ist keineswegs irrational, sondern die letzte Form rationaler Verteidigung in einem System, das seine Bürger längst durchleuchtet, einsortiert und entmündigt hat. Was Lackner als „eskapistische Radikalisierung“ beschreibt, ist in Wahrheit der Versuch, kulturelle Selbstachtung zu bewahren in einer Welt, die dies zunehmend delegitimiert. Die konservativen Milieus älterer Männer sind nicht Symptome eines Rückzugs, sondern Zeichen eines Aufbegehrens – eines zivilen, klugen, historisch informierten Aufbegehrens. Diese Männer suchen nicht die Flucht. Sie suchen Resonanz. Sie sind keine Bedrohung für die Demokratie – sie sind deren Gedächtnis. Und sie verdienen nicht Therapie – sondern Respekt. Wer das nicht sehen will, kann sich weiter mit Diagnosen trösten. Oder er hört diesen Männern endlich zu, bevor sie eines Tages wirklich verstummen.

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20 Antworten

  1. Ja, Sommerloch …

    Aber muss man dem doch wohl eher sinnfreien Geschwurbel von über dem realen Leben schwebenden Mensch:innen wirklich soviel Beachtung schenken?

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    1. Würde man diese sinistren Verbalergüsse nicht überall verbreiten, wüßte kaum jemand davon, und die Irre könnte ihren Stuß den Dünen predigen!

  2. D’accord – im untergegangenen Archiv des KalteSonne-Blogs war ein älterer Artikel mit dem Titel „Der Blick vom Muppet-Balkon: Die Geologie der alten weißen Männer“ gespeichert, aus dem der folgende Auszug stammt:

    „Wir sind im Kopf immer noch ‚voll Steinzeit‘, leben mit diesem intellektuellen Handwerkszeug inzwischen aber in einer hochtechnologischen und energieabhängigen industriellen Wohlfühlkultur. Um nun mit dieser Analyse nicht irgendwelche Gefühle zu verletzen, teilen wir die nachfolgend betrachtete steinzeitliche Gesellschaft einfach einmal in drei geschlechtsneutrale Gruppen auf:

    Die „Höhle“: Das sind alle Elemente der Spezies Homo sapiens sapiens, die sich um das Gemeinwohl im Mikrokosmos „Höhle“ kümmern.

    Die „Jagd“: Das sind alle Elemente, die diesen Mikrokosmos vor dem Makrokosmos „Welt“ beschützen und dort den ökonomischen Mehrwert erzeugen, von dem die „Höhle“ lebt.

    Die „Berater“: Das sind alle Elemente aus „Höhle“ und“ Jagd“, deren Intelligenz und Erfahrung zum Überleben dieser Gesamtheit erforderlich ist.

    Wie kann man nun das unterbewusste Denken und Handeln in diesen drei Kategorien der Spezies Homo sapiens sapiens beschreiben, die durch einen evolutionären Erfolg über etwa 100.000 Generationen geprägt worden sind?

    Die „Höhle“ bedeutet Konsens: Das optimale Zusammenleben in der Höhle ist gewaltfrei und von einem gemeinsamen Konsens getragen. Fast alles steht jederzeit allen zur Verfügung, um ein gemeinsames Überleben sicherzustellen. Die Entsprechung des Systems „Höhle“ wäre ein sozialer Kommunismus.

    Die „Jagd“ bedeutet Dissens: Ein ökonomischer Mehrwert kann nur durch verschiedenartige Vorstellungen erzeugt werden, die miteinander in einem ständigen Konkurrenzkampf stehen. Mehrheitsmeinungen behalten nur so lange ihre Gültigkeit, wie Minderheitsmeinungen nicht erfolgreicher sind. Die Entsprechung des Systems „Jagd“ wäre der rationale Kapitalismus.

    Die „Berater“ bedeuten Kompromiss: Diese Berater bündeln das Wissen aus „Höhle“ und „Jagd“ und stellen damit eine Yin-Yang-Balance zwischen beiden sicher, um die Entscheidungsgrundlage dieser Gesamtheit im Mikro- und Makrokosmos zukunftsfähig zu halten. Ein Übergewicht der „Höhle“ würde zu einer Erschöpfung der Ressourcen führen, ein Übergewicht der „Jagd“ zu Konflikten und Gewalt. Die Entsprechung des Systems „Berater“ wären (Basis-)Demokratie und Gewaltenteilung.

    Die Mitglieder der Kategorie „Berater“ repräsentieren keine eigene steinzeitliche Entwicklung, sondern ihr sind permanent Elemente aus den beiden anderen Kategorien durch eine besondere Qualität ihrer individuellen Umsetzung von Wissen und Erfahrung zugewachsen. Die Erkenntnis dieser geologischen Betrachtung lautet also: Im Verlauf von 100.000 Generationen hatten sich zwei Kategorien der Spezies Mensch mit divergierenden Schwerpunkten entwickelt, und eine dritte Kategorie hatte davon profitiert. Gleichgültig, wie kontinuierlich die evolutionäre Entwicklung einer steinzeitlichen Spezies makroskopisch fortgeschritten sein mag, die Kategorie „Berater“ war immer eine Zufallsgröße. Und diese Zufallsgröße dürfte für die evolutionäre Entwicklung entscheidend gewesen sein, denn gute Berater konnten einen schwachen Mikrokosmos stark, und schlechte Berater einen starken Mikrokosmos schwach machen. Die Kontinuität in der Qualität ihrer Berater konnte also den Bestand eines einzelnen Mikrokosmos‘ sichern, aber nur eine diskontinuierlich schwankende Qualität der Berater in der Summe aller Mikrokosmos‘ konnte deren evolutionären Wettbewerb im Makrokosmos beflügeln.“

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  3. Die Frau scheint ein lebens unerfahrenes, von der Gesellschaft, Elternhaus, Uni gepampertes, buchstaeblich gruen hinter den Ohren, links indokriniertes Schaf zu sein , die auf der allgemeinen Welle der Linksgesellschaft kraeftig „maeeeht“.
    Nextes Ziel nach Kreissaal, Hoersaal ist vermutlich Plenarsaal ueber Landesliste , die Gruenen und weitere Einheitsparteien, koennen solche ideologischen Schwafler mit Nulllebenserfahrung, jederzeit gut gebrauchen. Sie benoetigen diese so gar dringend.

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  4. Jung und Alt

    Grünschnäbel belehren,
    dem Übermut wehren,
    in Vernunftbahnen leiten,
    ist seit alten Zeiten
    des vorgeschritt’nen Alters Pflicht,
    leider klappt das in Deutschland nicht,
    weil die medialen Spinner,
    glauben sie sind Gewinner,
    wenn sie die Jungen blöde machen,
    dazu kluge Alte verlachen.
    Fallen auf jeden Mist herein,
    vom medialen Lügnerverein.
    Doch wenn die Alten nicht mehr sind,
    dann wird wehen ein and’rer Wind,
    sitzen, die heute sind nicht weise,
    schon morgen in der dicken Schneise.

  5. 👺Wer hier „Patient“ ist, wird nicht ganz klar!
    Da soll einer nicht zum
    -Nitzsche Misogyniker- werden …⚡

  6. KRANK sind nicht die „alten weißen Männer“, sondern das, was sich noch als Republik bezeichnet. Doch, solange es noch genügend Menschen mit Erfahrung und Hausverstand gibt, die sich nicht von dummen Geschwätzen, wie sie die Beschriebene von sich gibt, täuschen und inspirieren lassen, ist diese Republik noch nicht verloren. Ansonsten würde eine „Zeitenwende“ Zustände bringen, die man einst einvernehmlich als „NIE WIEDER“(kehrend) verwunschen und verbannt hatte!

  7. Der moderne Westen krankt auch daran, dass überanalysiert und verkompliziert wird was in Wirklichkeit einfach ist. Diesen Vorwurf muss man auch diesem Artikel machen. Es gibt zu viele Psychologen, Politwissenschaftler, Soziologen etc., also Absolventen von Studiengängen, die die Gehirne mit Theorien vollstopfen, die zur Indoktrinierung und Akzeptanz linker zerstörerischer Ideen ersonnen wurden.
    Was die „alten weissen Männer“ sagen ist einfach logisch richtig, und es geht um Zahlen und Interessen, die Psychologie braucht da nicht bemüht zu werden.

  8. Psychologin Lackner? Spätpupertärische Grünlackierte politische mißtönende Sprachtüte.
    Warum dieser so viel Raum geben?
    In den Orkus–vergessen!

  9. Ich hatte vor vielen Jahren eine tolle Beziehung mit einer namhaften Psychologin. Auf meine Frage an sie ,wie viel Prozent ihr Fachgebiet eigentlich über den Mensch wirklich weiß war ihre Antwort circa 50 %. Und die restlichen meine weitere Frage. Dichten wir uns vielleicht einfach dazu ,ihre Antwort. ich halte die Autorin für eine großartige Dichterin

  10. We so grausam ist und bösartig, gehört lebenslang in die Psychiatrie !!!

    Er hat kein Recht, hier auf diesen Planeten zu sein.

    Die Dummen vernichten sich allerdings immer selber, sie wissen es nur noch nicht !

  11. freue mich auf die toxischen alten Männer aus dem Orient,mit „Flucht Vordergrund“.Wenn die ihre toxische Islamische Faschodiktatur gegen Christlich EU insgesamt ausleben,da werden die heutigen ,aus der „unsere Demokratie“ Brüller ,ohne die Hilfe der Indigenen EU alten Männer da stehen. Hofft da nicht auf die Hilfe der „Schwestern“ der gehypten Welcomern,die haben bei alten Orientalen im Islam nur Kinder zu machen und Kochen.NEIN ?? MIT wie vielen schonmal Kontakt ohne alte IS-Männer gehabt ?? Die erste Frage der Frauen würde doch den modernen Linksdrehenden EU Frauen die Wangen rot dreiben,: wieviele Kinder hast du? Null ? Du arme ich habe ……!

  12. Auf einer gewissen Ebene muss ich der Dame Recht geben, denn wenn ich mir anschaue wie viele Männer die bedenklichen Entwicklungen der letzten 40 Jahre stillschweigend und zum großen Teil begeistert mitgemacht haben, kann ich nur den Kopf schütteln. Wie schon die Bibel sagt: „Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten“.

  13. Frage mich allen ernstes, WER DIESE IDIOTEN = die ROTEN–GRÜNEN (bezieht sich auf die DÜMMSTE & GEFÄHRLICHSTE PARTEI EUROPAS, HINWEIS v. d. Frau Dr. S. Wagenknecht !) überhaupt gewählt hat ?. Das ist doch „WAHLBETRUG“ ?, denn kein Mensch wählt eine DERARTIGE, „WIRTSCHAFTS,- VERNICHTENDE“ ? und STEUERGELDER,- VERSCHWENDERISCHE PARTEI ?, wenn er HALBWEG’s, NORMAL IN DER BIRNE IST ?.

    Merke: Ein Staat wird niemals pleite gehen; er wird sich immer an seinen Bürgern schadlos halten. Auf diesem Weg sind wir doch schon eine ganze Zeit. Mal sehen, wann die Lemmlinge der Selbstgerechten merkt, woher die tatsächliche Bedrohung kommt. Man wusste es doch vorher schon, dass das Einzige was Rote und Grüne von Geld verstehen, dass sie dies von anderen haben wollen. Gute Nacht, Ihr Selbstgerechten, träumt weiterhin vom „Gutmenschentum“, das Geld ist längst in alle Welt verstreut ! und ihr haftet!!! (googeln unter „Lastenausgleich“ oder SOLI)

    Wir sind doch schon eine ganze Weile Pleite – Es ist alles nur noch Show. Niemand hat vor die Schulden der letzten 70 Jahre zurück zu zahlen. Hat in 70 Jahren irgendeine Regierung Schulden getilgt? Nein. Warum glaubt ihr das sie es jemals machen? Schuldenbremse aushebeln um noch mehr Geld schnell umzuverteilen, bevor alles zerbricht. Dann wird Bankguthaben und Wohneigentum teilverstaatlicht. (Lastenausgleich!!!) Wir zahlen die Rechnung bald und nicht unsere Kinder aber auch. Das Rentensystem zerbricht und es kommt zu einer Grundsicherung.(Helikoptergeld!!!)

    FAZIT: …Ich habe noch nie so eine eiskalte, rücksichts– HIRNlose und kompromisslose Regierung erlebt, wie diese Ampelregierung. Sie nehmen den Bürgern ihr weniges Geld und verteilen es an andere. Ihr Ziel ist es anscheinend die Bevölkerung verarmen zu lassen, damit sie den Greendeal durchführen können. Sie sind gnadenlos mit der eigenen Bevölkerung. Die Bevölkerung lässt sich viel zu viel gefallen. Anscheinend müsste die Bevölkerung genauso kompromisslos sein auf friedlichen Wege (STRASSE!!!).

  14. @Wer der hegemonialen Kultur widerspricht, wird nicht mehr widerlegt – er wird behandelt. Statt Auseinandersetzung gibt es Diagnose. Statt Widerrede: Einordnung. Und statt politischen Ernstes: Fernanalysen aus der Soziothek.
    das haben sie schöne geschrieben – obwohl es meiner Meinung nach durchaus historische Parallelen gibt im Kommunismus von Mao und Stalin, bei der Inquisition oder bei McCarthy!

  15. Wer stets und ständig und überall als „alter weißer Mann“ oder als „toxisch männlich“ angeranzt, diffamiert, angeprangert, beleidigt und sonst wie unanständig behandelt wird, hat grob drei Möglichkeiten.

    Sich frustriert in Schweigen hüllend von allem zurückzuziehen und den Rest seiner Zeit (…am besten unsichtbar in irgendeinem Loch…) sein Ende abzuwarten.
    UNGERECHTFERTIGTEN Anfeindungen und Diffamierungen AUFRECHT ZU BEGEGNEN, aggressiven Schandmäulern (zumindest verbal) auf die Fresse zu hauen, und, wenn sich die Gelegenheit ergibt, sich in jeder nur denkbaren und machbaren Form angemessen und ehrenhaft zu behaupten.
    Sich bevorzugt in Kreisen zu bewegen, in den es möglich ist, sich auf adäquat intellektuellem Niveau über die erstaunlichen Entwicklungen in der Gesellschaft verbal (Gesprächskreis) oder schriftlich (Foren) auszutauschen, um für sich die Frage zu klären – womöglich oder doch nicht – ein „Alien“ zu sein, weil man selbst die Dinge über die lange Wegstrecke der vordigitalen Altwelt-Erfahrungen anders sieht als die große, vielfach frühdigitalisierte Gegenwartsherde. Zu dieser dritten Variante zähle ich auch jene, die für solcherlei Klärung kein Gegenüber brauchen.

    Wie kommt man auf so einen Kokolores, das Phänomen der „Alten weißen Männer“ (was ich ja gar nicht per se verneine) so undifferenziert zu pauschalieren und generalisiert jedem ans Hemd flicken zu wollen, der Ü60 ist???

    Ist Faulheit?
    Ist es Hybris?
    Ist es Dummheit?
    Ist es Verblendung?
    Ist es lückenhafte Bildung?
    Oder ist es Lebensunerfahrenheit?
    Oder ein Art von Malbuch–Weltbild?

    Was anderes wird ein am Überleben interessiertes, empfindsames Wesen denn voraussichtlich tun, wenn man es von allen Seiten bedrängt und schlecht behandelt? (siehe oben Punkte 1 bis 3)

    Wo bleibt denn die Praxis des allseitig und vollmundig proklamierten Bemühens um Integration und Inklusion?
    Gilt das alles nur für X und Y und Z und nicht für Männer bestimmter Jahrgänge und Hautfarbe?

    Vor nicht ganz 40 Jahren stieß ich erstmals auf eine Beschreibung über Sinn und Ziel der Menschenschöpfung. Erstaunlicherweise kann ich heute resümieren, seither keine zweite Schilderung gefunden zu haben, deren Rahmen so weit aufgezogen worden ist wie jene, welche diese Kernfragen des Daseins rundum schlüssig und in der Lebenswirklichkeit phänomenologisch wiederfindbar beantwortet.

    Vor diesem Hintergrund stehe ich den Entwicklungen der letzten 20 Jahre eher gelassen gegenüber (auch wenn die obigen Sätze vielleicht einen anderen Eindruck vermittelt haben könnten 🙂 ).

    Ich habe mich über viele Jahrzehnte gefragt, wie es bloß vor sich gehen könnte, daß die Welt in eine Entwicklungsrichtung driftet, welche auf lange Sicht jenem damals gelesenen Entwicklungsziel Vorschub leisten können.
    Nun …. seit gut 20 Jahren werden mir die Antworten tagtäglich Live und in Farbe geliefert.
    Es birgt eine gewisse Faszination, so einem großen Prozess als Zeitzeuge bei klarem Verstand und offenem Herzen beiwohnen zu dürfen.

  16. Opis gegen Links

    Haben ihren Mann gestanden
    in Familie und im Beruf,
    der Durchblick, der kommt nicht abhanden,
    für den, der bisher Rechtens schuf.
    Den Durchblick kann man dann benutzen,
    ist man vom Malochen befreit,
    nicht Wohnung und Gemüse putzen,
    zum Mahnen ist Gelegenheit,
    denn dafür gibt es reichlich Grund,
    wo Rotgrüne die Macht ergreifen
    und Omis gegen Recht keifen,
    kommt Deutschland wieder auf den Hund.
    So ist es alter Männer Pflicht,
    Wissen und Weisheit einzusetzen,
    genau das mögen Linke nicht,
    weshalb sie gegen Alte hetzen,
    die Verstand und PCs einschalten.
    Wenden im Land sich gar die Alten
    gegen die, die die Menschheit spalten,
    können Linke sich an den Trögen
    der Macht nicht auf Ewigkeit halten.

  17. Nur eine weitere Frau, die den, den Frauen seit Jahrzehnten induzierten Männerhass zu Papier bringt. Die sollte sich selbst mal auf die Couch legen. Was soll man aber auch erwarten, wenn heute jede Flasche studiert, nichts richtig versteht und dann alles falsch anwendet?