Krieg als Geschäftsmodell (II)

Krieg als Geschäftsmodell (II)

Teil des Problems: Fragwürdige mediale Kriegsberichterstattung (Symbolbild:Pixabay)

Im ersten Teil dieses Beitrags ging es um den Triumphzug des Militarismus und die Machenschaften des Militärisch-Industriellen Finanziellen Komplexes (kurz MIFC) mit seiner fortwährenden geschickten Instrumentalisierung regionaler Konflikte im eigenen Interesse. In diesem zweiten und letzten Teil soll vor allem auf das Versagen der Medien durch Zensur und Schönfärbung, auf die strategische Missachtung psychologischer Grundregeln und auf mögliche Auswege aus der ständigen Eskalations- und Kriegsspirale eingegangen werden.

Die in Teil 1 beschriebene permanente Kriegsverschleppung und Perpetuieren von Konflikten durch die einschlägigen Einflusssphären des Westens könnten unter Bürgerprotest umgehend abgestellt werden, wenn die Mainstreammedien ihre verfassungsmäßige Rolle als Wächter der freiheitlichen Zivilisation wahrnehmen würden. Doch tun sie das bereits seit dem Spanisch-Amerikanischen Krieg (1898-1899) und des anschließenden Philippinisch- Amerikanischen Kriegs nicht oder nur mit großen Einschränkungen.  Stattdessen agieren sie als integraler Bestandteil des Systems; durch eine doppelte Informationsfilterung – erst durch Militär und Geheimdienste, dann durch die Oligopolle der Nachrichtenagenturen – wird die Berichterstattung einer permanenten Schönfärbung und Zensur unterzogen. Sobald systembedrohliche Skandale ans Licht kommen, greift ein verlässlicher medialer Bremsmechanismus, wie die US-amerikanische Zeitgeschichte in zwei historischen Untersuchungen beweist.

Medialer Bremsmechanismus

Als der Investigativjournalist Seymour Hersh Ende 1974 aufdeckte, dass die CIA im Inland illegal US-Bürger und die Antikriegsbewegung ausspionierte (Operation CHAOS), gründete der Senat das Church-Committee, eine 1975 und 1976 tagende Sonderkommission. Doch je tiefer der Ausschuss grub und illegale Attentatspläne sowie das COINTELPRO-Programm des FBI ans Licht brachte, desto stärker schwenkten die Leitmedien auf ein Abblocken der mehr als berechtigten Kritik an staatlichen Institutionen ein. Sie übernahmen das National Security Framing und warfen Senator Frank Church vor, er würde die CIA „kastrieren“ und das Land im Kalten Krieg wehrlos machen. Als der CIA-Stationschef Richard Welch im Dezember 1975 in Athen von Terroristen ermordet wurde, nutzten Medien und Regierung dies trotz fehlender Belege für irgendeine Kausalität für eine massive Kampagne: Die „Enthüllungs-Hysterie“ der Presse habe Welchs Leben auf dem Gewissen. Dieser mediale Umschwung entzog der Kommission den öffentlichen Rückhalt; der Abschlussbericht wurde weichgespült, und die neu eingerichteten parlamentarischen Kontrollgremien blieben zahnlos.

Das zweite Beispiel ist die Iran-Contra-Affäre der Reagan-Ära: Als im November 1986 aufflog, dass die amerikanische Regierung mit CIA-Hilfe im Irakisch-Iranischen Krieg beiden Parteien Waffen verkauft hatte, um mit den Erlösen die rechtsgerichteten Contra-Rebellen in Nicaragua zu finanzieren, schützten die Medien das System durch gezielte Personalisierung. Sie spielten die Inszenierung des CIA-Offiziers Oliver North als den zentralen Akteur durch das Gericht mit und präsentierten ihn im Stile einer Seifenoper als patriotischen Außenseiter. Damit lenkten sie erfolgreich vom wahren Kernproblem ab – dem Bruch der Verfassung durch Regierung und Geheimdienste. Um die CIA-Führung, Präsident Ronald Reagan und Vizepräsident George H. W. Bush zu schützen, übernahmen die Medien das Narrativ, lediglich ein paar „außer Kontrolle geratene Mitarbeiter“ seien die Schuldigen gewesen. Schlimmer noch: Als Journalisten wie Robert Parry und später Gary Webb (1996, Stichwort “Dark Alliance”) detailliert nachwiesen, dass die von der CIA unterstützten Contras tonnenweise Kokain in die USA schmuggelten, um ihren Krieg zu finanzieren, starteten die “New York Times”, die “Los Angeles Times” und die “Washington Post” nicht etwa eigene Recherchen, sondern eine massive Kampagne zur Zerstörung von Webbs Glaubwürdigkeit. Das systemische Verbrechen wurde erfolgreich begraben; die juristische Aufarbeitung zog sich hin, bis George H. W. Bush am Heiligabend 1992 die Hauptbeschuldigten kurz vor ihrer Verurteilung begnadigte.

Missachtung psychologischer Grundregeln

Ein wesentliches Problem bei der Deeskalation und Überwindung der Kriegsneigung die Außerachtlassung psychologischer Grundregeln durch westliche Akteure und Medien, wie dies nicht nur in den Irak-Kriegen der USA, sondern insbesondere auch im Nahostkonflikt zu beobachten ist. Während Israel 1967 und 1973 gegen mehrere arabische Staaten gleichzeitig innerhalb von 6 respektive 19 Tagen grandios gesiegt hat, gelingt jetzt gegen die Terrorgruppen Hamas und Hisbollah kein abschließender Erfolg. Wie bei den amerikanischen Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan liegen dem Misserfolg gravierende Fehler auf der psychologischen Ebene zugrunde. Eine Steigerung ist darin zu konstatieren, dass die jetzige israelische Führung dem Kernfehler nun den Rahmen einer Militärstrategie gegeben hat. Diese Dahiya-Doktrin sieht vor, in Gebieten, von denen aus auf Israel geschossen wird, zivile Infrastruktur und Wohngebäude in großem Umfang zu zerstören – angeblich zur Abschreckung. Die Mainstream-Medien haben diese Antistrategie jedoch vor konzeptioneller Wahrnehmung und Kritik abgeschirmt. In den zwei Jahren vom Massaker am 7. Oktober 2023 bis zum Waffenstillstand am 10. Oktober 2025 hat keine der großen nordamerikanischen oder europäischen Nachrichtenagenturen über die Dahiya-Doktrin berichtet, während deren destruktive Resultate in derselben Zeit die Schlagzeilen dominiert haben. Auch wenn die Einsätze jeweils vorher angekündigt wurden und es sich um zivile Einrichtungen, die von Terroristen als militärische Abschussbasen und Einrichtungen völkerrechtswidrig genutzt wurden, kamen dennoch zahlreiche Zivilisten ums Leben. Der Reputationsschaden für Israel und den Westen dadurch ist gigantisch, wie leider auch der Anstieg antisemitischer Übergriffe zeigt. Die Islamisten konnten die klaffende Informationslücke mühelos mit eigener Propaganda füllen.

Das Versäumnis der Medien wiegt hierbei doppelt schwer, weil auch die Erläuterung der Gegenstrategie unterblieb, die fanatische Islamistenführer unter Ausnutzung der Dahiya-Doktrin anwenden. Im Sommer 2024 schrieb der Hamas-Chef Yahya Sinwar, der Architekt des Massakers vom 7. Oktober, an seine Komplizen in Katar: „We have Israel right where we want them“ („Wir haben Israel genau da, wo wir es haben wollen“). Sinwar bestätigte damit, dass die zerstörerische Dahiya-Strategie Israels exakt dem Kalkül der Islamisten entspricht: Die muslimische Bevölkerung leidet und die Islamistenführer profitieren von den Wogen der Sympathie und Unterstützung, die ihnen nach entsprechenden Medienberichten zuteilwerden. Militante Führer wie die Mullahs in Teheran verfolgen mit Fanatismus das Ziel der weltweiten Verbreitung eines radikalen Islam; ihre eigene Bevölkerung betrachten sie als Werkzeuge, die man in der Verpackung eines edlen Märtyrertums kalt opfert. Als Donald Trump oder Benjamin Netanyahu dem Regime in Teheran mit der Zerstörung von Kraftwerken und ziviler Infrastruktur drohten, zeigte das, dass sie nicht hinreichend aus den Katastrophen von Somalia bis Afghanistan gelernt haben: Man kann Islamisten keinen größeren Gefallen tun als mit einem zeitlich verschleppten Krieg, der viele zivile Opfer fordert.

Kampf der Kulturen statt kulturelle Annäherung

Diese Strategie funktioniert seit dem Libanesischen Bürgerkrieg (1975-1995), als die europäischen Staaten außer den verfolgten Christen auch Moslems aufzunehmen begannen. Damit beschleunigte sich die Ausbreitung eines radikalen, reformresistenten Islam im (Un-)Geist der 1928 gegründeten Muslimbruderschaft, indem diese den bewaffneten Dschihad mit Propaganda kombiniert. Teheran gilt dabei bis heute als Koordinationszentrum. Nach dem Libanesischen Bürgerkrieg haben die permanent unentschiedenen, vom MIFC in die Länge gezogenen Kriege im Nahen Osten vom Irak bis Afghanistan für das Leiden unter den Zivilisten gesorgt, welches die Flüchtlingsströme antreibt. Das medial vermittelte emotionale Ambiente im Westen sorgt für breite Sympathien für die Opfer und kommt auch den Terroristen zugute.

Dagegen werden Reformbewegungen im Orient, die die Spannungen zwischen den Kulturen abbauen könnten, von der westlichen Politik im Stich gelassen oder aktiv zerstört. Die wegweisenden Reformen Atatürks von 1924-1926 mit ihrer Abschaffung der Scharia in der Türkei konnte mangels effektiver Verteidigung unter Erdogan fast unwidersprochen wieder aufgeweicht werden. Auch an dieser Beschädigung der Kompatibilität zwischen dem Westen und dem Orient tragen die Mainstream,edien eine erhebliche Mitschuld, indem eine ehrliche Debatte über den Islamismus unter Verwendung von Totschlagwörtern wie „Islamophobie“ tabuisiert wird. Dieselbe unaufrichtige Schweigemauer ist es auch, die die endlose Verschleppung der Kriege, die selbstzerstörerische Spaltung der westlichen Gesellschaften in Linke und Konservative sowie das Migrationschaos vor der dringend notwendigen Kritik abschirmt.
Indem eine ideologische Verteidigung des westlichen Wertefundaments in den Medien kaum stattfindet, sehen sich Islamisten zu expansionistischen Zukunftsentwürfen ermutigt. Der türkische Präsident Erdogan erklärte im November 2024 auf einer Islamkonferenz: „Der Fortschritt des Westens – errichtet auf Blut, Tränen, Massakern, Völkermord und Ausbeutung – hat vorübergehend die Oberhand gewonnen […]. Es wird ein Tag kommen, früher oder später, an dem die Ära des Fortschritts, die das Heilige und Menschliche ausklammert, geschlossen wird, und während die westliche Zivilisation mit großem Getöse zusammenbricht, wird unsere Zivilisation […] sich noch stärker erheben.“Das Problem unsolidarischer, voreingenommener Medien wurde bereits von den Gründervätern der USA wie Thomas Jefferson erkannt, doch eine strukturelle Lösung wurde bis heute aufgeschoben.

Demokratische Kontrolle der KI als Schlüssel

Die Lösung erfordert keine Erfindung neuer demokratischer Prinzipien, sondern lediglich die konsequente Anwendung eines bewährten Instruments der Demokratie – der Gewaltheilung. In den vergangenen 250 Jahren hat sich der Informationssektor faktisch als vierte Gewalt etabliert, die jedoch unter dem Einfluss eines Oligopols großer Nachrichtenagenturen steht, die mit selektiver Informationsfilterung die öffentliche Meinung manipulieren. Wenn verhindert werden soll, dass die freiheitliche Zivilisation durch autoritäre Gesellschaftsmodelle ersetzt wird, muss der faire Markt der Meinungen auf der Grundlage ungefilterter Informationsflüsse wiederhergestellt werden. Dazu bedarf es einer demokratischen Kontrolle und Strukturierung des Nachrichtenwesens. Denn erst eine konsequent den Bürgern und der Wahrheit verpflichtete Berichterstattung entzieht den Militaristen die psychologische Deckung und beseitigt damit das Haupt-Hindernis auf dem Weg zur Befreiung der Menschheit von der Geisel des Krieges.

Für diese Reform wird es allerhöchste Zeit. Während eine nicht manipulierte KI im Informationssektor exakt die wahrheitsgebundene, faire und das Leben achtende Berichterstattung überwachen kann, lässt sich eine manipulierte für jede Form von perfidem Betrug und menschenverachtender Gewalt missbrauchen. Destruktive Pioniermodelle breiten sich bereits aus, unter anderem Bot-Farmen, die politische Debatten verfälschen. Eine unerlässlich gebotene, dringend anstehende Systemreform müsste daher den bereits angekündigten gigantischen Investitionen in den Ausbau der KI zuvorkommen und eine demokratische Kontrolle über diesen ultimativen Machtapparat sicherstellen. Exakt das ist tatsächlich die Zukunftsebene, auf der sich jetzt die seit den Anfängen der Zivilisation währende Auseinandersetzung zwischen Destruktion und Aufbau sowie zwischen Betrug und Aufrichtigkeit entscheiden wird.

12 Kommentare

  1. Weiter soll es in Richtung Diktatur gehen !!!

    https://report24.news/nacht-und-nebel-aktion-wie-die-regierung-das-informationsfreiheitsgesetz-beerdigt/

    04.07.2026

    „Nacht-und-Nebel-Aktion: Wie die Regierung das Informationsfreiheitsgesetz beerdigt.

    Die Umfragewerte im Keller, das Vertrauen der Bürger auf einem historischen Tiefpunkt – und die Bundesregierung mauert sich ein. In einer weitreichenden Entscheidung hat der Koalitionsausschuss beschlossen, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) des Bundes mit umfangreichen Hürden zu versehen. Ein wichtiges demokratisches Werkzeug, um das staatliche Handeln für den Bürger durchsichtig zu machen, wird nun faktisch abgeschafft.“

    Faschisten wollen nur noch „ihre Demokratie“ uns Bürger aufzwingen, die bereits auf dem Weg zur Diktatur ist, was wir aus Schurkenstaaten kennen !

  2. @Krieg als Geschäftsmodell
    dazu gibt es zwei Szenarien :
    1. wenn dem Regime das Wasser bis zum hals steht und es kurz davor steht, davongejagt zu werden, dann ist Krieg der letzte Versuch und das letzte Mittel, an der Macht zu bleiben.
    2. wenn man nach dem alten Motto : „Teile und herrsche“ die Konkurrenten aufeinanderhetzen kann, man selbst außen vor ist und beide so unterstützt, das man das Ergebnis nach eigenem Interesse vorgeben kann !

    Letzteres betreiben die USA seit dem Ende ihres Sezessionskrieges, ersteres erleben wir gerade hier in Deutschland- wobei es dem Regime eher darum geht, das Land für andere zu plündern und als Wirtschaftskonkurrenz zu vernichten, bevorzugt Volk und Nation ! Das ziel ist ein Mad Max-Land, und wenn die Linken das in der Regel auch nicht begreifen, so wissen ihre Auftraggeber doch genau, was sie tun!
    Und vor allem können über Krieg das vollständige und irreversible Entscheidungen festgeschrieben werden – so wie Rom mit Karthago, nur mit dem Unterschied, das in Europa, und nicht nur in Deutschland, die Feinde der Nationen in den eigenen Regierungen sitzen ! Das hatte Karthago nicht !

    1. Ja, prima Kommentar, zdago!

      Zur Zeit der alten Römer und Karthagos gab es weder eine solche Medienmacht, noch eine so extreme Finanzmacht. Beides hat sich bis heute zur vierten bzw. fünften Staatsmacht entwickelt, weil die Demokratie zu schwach war, den Anfängen zu wehren und sie im Sinne der Gewaltenteilung unter demokratische Kontrolle zu bringen.

      Dasselbe gilt für Militär und Geheimdienste. Dieser (Un)Sicherheitsapparat hat sich sogar noch viel brutaler als die beiden anderen als (Steuergelder auffressender, parasitärer) Staat im Staate etabliert. WIE brutal, hatten Freiheitshelden wie Julian Assange und Chelsea Menning am eigenen Leib erfahren! Und WIE parasitär/ selbstzerstörerisch zeigt das vorläufige Resultat: Die USA sind trotz eines vielfachen (bis zu hundertfachen werden angegeben) Militärhaushalts gegen das Ayatollah-Regime in Teheran eingeknickt – Appeasement pur.

      Immerhin hat das Römische Reich einschließlich des Byzantinischen Ostroms rund 2100 Jahre überstanden. Die USA feiern mit ihrem 250. Geburtstag auf dem jetzigen Kurs (trotz einiger gut gemeinter, aber zu oberflächlicher Ansätze Trumps) leider mit Sicherheit ihr letztens spektakuläres Jubiläum – denn das wäre das 300. im Jahr 2076. Bis dahin, wenn nicht schon bis 2036, sind sie jedoch längst Vasallenterritorium einer Orwellschen UNO-Weltdiktatur.

      Was wir von den Römern u.a. lernen können, nein müssen, um diese westliche Zivilisation noch zu retten: Das Amt eines VOLKSTRIBUNS (als Behörde aus demokratisch gewählten Mitgliedern) einzurichten. Aufgabe: Vetorecht zur Kontrolle aller anderen, v.a. der Regierung und derjenigen Richter, die Gesetz und Verfassung missachten. Als Zusatzinstrument brauchen diese Volkstribune ein ebenfalls demokratisch gewähltes Verantwortungsgericht für alle hochgestellten Personen, die sich gegenwärtig vot allen Konsquenzen aus ihren Taten drücken können.

  3. Die offizielle Nachrichtenagentur der chinesischen Regierung Xinhua gratulierte den Amerikanern zum 250. Jubiläum

    https://t.me/ukr_leaks_de/15316

    Und erinnerte daran, dass die USA im Laufe der ganzen Geschichte nur noch etwa zwanzig Jahre keine Kriege angestiftet haben!

  4. Erinnerung: Für alle, die keine Ahnung haben, wie der Ukraine Konflikt begann, hier ein wenig Geschichtsunterricht:

    https://kammerspartakus.wordpress.com/2026/03/02/erinnerung-fur-alle-die-keine-ahnung-haben-wie-der-ukraine-konflikt-begann-hier-ein-wenig-geschichtsunterricht/

    Für alle, die keine Ahnung haben, wie der Ukraine Konflikt begann, hier ein wenig Geschichtsunterricht:

    1989 – 1991

    Der Russe erlaubt die Abschaffung der Demarkationslinie zwischen Ost- und Westdeutschland und löst den „Warschauer Pakt“ auf, zieht seine Truppen aus Osteuropa ab und vertraut auf die mündliche Zusage von Hans-Dietrich Genscher (ehemaliger Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und James Baker (ehemaliger Außenminister der USA) im Februar 1990, dass die ehemaligen „Warschauer Pakt“-Mitglieder nicht der NATO beitreten, es also KEINE NATO-Osterweiterung geben wird.

    Die amerikanischen Truppen bleiben in Deutschland stationiert.

    2001

    Putin macht dem Westen im deutschen Bundestag (in fließend deutscher Sprache) ein Angebot für eine enge Partnerschaft, um die Spaltung der Vergangenheit zu überwinden.

    Alle Bundestagsabgeordneten klatschen begeistert …

    Der Amerikaner verbietet das.

    1. Besten Dank für die sinnvolle Ergänzung
      zum historischen Background, der unter der Propagandlawine der Mainstream-Medien und der MIFC-Militaristen droht begraben zu werden, Herr Gerhartz!

      Putin hatte 2001 im Bundestag den wahrhaft großen Entwurf eines harmonisch kooperierenden Blocks zwischen Lissabon und Wladiwostok präsentiert. – WAS ist inzwischen aus Europa geworden?! Die Mehrheit folgt jetzt nach Art der Lemminge der medial proklamierten kleinlich-nationalistischen Linie der ukrainischen Regierung, die die rund 1000-jährige erfolgreiche und überwiegend harmonische Geschichte der Ukrainer an der Seite der Russen leugnet und mit Füssen tritt. Denn keine andere Erklärung als gegenüber EU-Europa hat die russische Regierung gegenüber der ukrainischen abgegeben – Brudernation, Kooperation, Harmonie, gemeinsame Zukunft.

  5. Eine unangenehme Frage an die Hofberichterstatter: War Putins Angriff auf die Ukraine Notwehr?

    https://ansage.org/eine-unangenehme-frage-an-die-hofberichterstatter-war-putins-angriff-auf-die-ukraine-notwehr/?

    Es ist schon bemerkenswert, mit welcher moralischen Emphase unsere transatlantischen Tugendwächter seit 2022 von „unprovozierter Aggression“ faseln.

    Als hätte Wladimir Putin eines Morgens einfach beschlossen, aus purem Übermut ein paar Panzer spazieren zu fahren.

    Die Realität ist etwas prosaischer – und für die Salon-Grünen und NATO-Groupies außerordentlich unangenehm.

    Der russische Einmarsch war die klassische Reaktion einer Großmacht, dessen elementare Sicherheitsinteressen jahrelang mit Füßen getreten wurden.

    Minsk war eine Täuschung

    Danach folgte die systematische Unterdrückung der russischsprachigen Bevölkerung im Donbass – acht Jahre Bürgerkrieg mit Tausenden Tote.

    Darüber wurde bei uns weitgehend geschwiegen.

    Die Wahrheit ist für die Hofberichterstatter bitter

    Wer ernsthaft Frieden wollte, hätte im Frühjahr 2022 auf Istanbul gesetzt, statt Selenskyj zu verbieten, einen ausgehandelten Vertrag zu unterschreiben. ALLES LESEN !!

  6. Das Ende der russischen Zurückhaltung und die neue große Strategie der USA

    https://tkp.at/2026/07/05/das-ende-der-russischen-zurueckhaltung-und-die-neue-grosse-strategie-der-usa/

    Prof. John Mearsheimer erörtert, wie Russland und die NATO die Eskalationsleiter weiter hinaufsteigen; die Täuschungsmanöver, mit denen der Krieg der Öffentlichkeit verkauft wird; und wie die USA eine neue Gesamtstrategie entwickeln müssen, um ihre Außenpolitik an die neuen Realitäten anzupassen.

    „Wenn man hört, die Russen werden jetzt hart durchgreifen, denkt man vielleicht an eine klassische Bestrafungskampagne gegen die Zivilbevölkerung.

    Aber genau das ist nicht passiert.

    Die Russen haben militärisch-industrielle Ziele angegriffen und nicht vorsätzlich Zivilisten getötet.“„

    Westliche Hemisphäre: Trump hat die Monroe-Doktrin auf Steroiden wiederbelebt. Venezuela — „Ich leite jetzt Venezuela“, so Trump wörtlich nach Maduros Kidnapping, „das venezolanische Öl ist amerikanisches Öl.“

    Dazu Grönland, der Panama-Kanal, Kanada als 51. Bundesstaat. ALLES LESEN !!

  7. Würden hier Politiker mal eine richtige Aufklärung über unsere Geschichte machen, dann würden Vielen die Augen aufgehen und sie würden anfangen selbstständig zu Denken!
    Schaut man sich den Aufstieg von den NAZIs und damit von Adolf an, dann ist anscheinend vielen nicht klar, wer die Aufrüstung und die Autobahnen bezahlt hat?
    Hallo ihr Unwissenden, es waren amerikanische jüdische Banken! Sie haben Geschäfte gemacht und genau darum ging es. Die Toten waren ihnen egal, Hauptsache Kasse machen!

    1. Richtiger Hinweis, aisi1,

      aber den Zusatz „jüdische“ sollte man im Kontext mit der Finanzelite NICHT verwenden, denn damit tut man diesen Leuten einen riesigen Gefallen. Erstens ist das schon sachlich falsch, weil eine der einflussreichsten Familiedynastien, der Rockefeller-Clan, auch formal nicht diese religiöse Identität hat bzw. reklamiert. Zweitens repräsentieren die Geldaristokraten in gar keiner weise traditionelle jüdische Werte, drittens setzen die nachweislich unter ihrem Einfluss stehenden Organisationen und Instrumente, nämlich die Mainstream-Medien und die am meisten geldgepushten NGOs , den jüdischen Staat einer beispiellosen (auch wenn von der Netanyahu-Regierung stark mitverschuldeten) Hetzpropaganda aus, ebenso aber auch Juden in aller Welt einem wachsenden Antisemitismus. Genaueres finden Sie hier: https://www.frieden-freiheit-fairness.com/blog/der-destruktive-mythos-einer-geplanten-juedischen-weltherrschaft

      Fazit: Das Ziel dieser Geldaristokraten ist nicht, wie ein Teil ihrer (ja, ihrer, siehe Hitler-Finanzierung) Schmuddel-Propaganda verkündet, eine „jüdische Weltherrschaft“ oder ein Gross-Israel. Ganz im Gegenteil besteht die Strategie darin, Juden gegen Nichtjuden unseres gemeinsamen Kulturraums gegeneinanderzuhetzen und im Schutze dieser Uneinigkeit ihre egoistische Autokratie zu verwirklichen. Bei Orwell kann man nachlesen, wie die funktioniert. Wir sind schon SEHR weit fortgeschritten.