Kriegsgräber: Kleine Charakterstudie der Linken

PDS-Kundgebung, sozialistischer Gruß, Berlin, DDR, Mai 1990 (Foto:Imago)

In der „Junge Freiheit“  gibt es einen kleinen und feinen Artikel über ein Kriegsgrab auf dem Soldatenfriedhof Vossenack in der nördlichen Eifel. Begraben ist dort Generalfeldmarschall Walter Model, der letzte Befehlshaber der Heeresgruppe B. Er ruht dort zusammen mit den vielen Gefallenen der Schlacht im Hürtgenwald. Der Bund ist finanziell für den Erhalt und die Pflege von Kriegsgräbern verantwortlich, möglicherweise aber nicht für den Erhalt der letzten Ruhestätte für den Generalfeldmarschall. Der ist nämlich nicht gefallen, sondern hat sich am 21. April 1945 selbst erschossen – und fiele damit eigentlich aus dem sog. „Gräbergesetz“ heraus, in welchem u.a. die finanziellen Zuständigkeiten für den Erhalt von Kriegsgräbern geregelt sind. Daß die Pflege seines Grabes dennoch vom Bund mitfinanziert wird, war der Linkspartei aufgefallen und ist ihr auch sofort sauer aufgestoßen. Obendrein hat sich nach Beobachtungen von wem auch immer herausgestellt, daß Models letzte Ruhestätte sich zu „einer Pilgerstätte für Personen aus dem revisionistischen, militaristischen und rechtsradikalen Spektrum entwickelt”, wie die „Junge Freiheit“ schreibt.

Inzwischen ist der Käse gegessen. Model liegt nämlich nicht alleine in seinem Grab. Auf der entsprechenden Grabplatte ist ein zweiter Name eingraviert. Der suizidale Generalfeldmarschall teilt sich seine letzte Ruhestätte mit dem Gefallenen Hermann Henschke. Für den Erhalt von dessen Grab ist der Bund auf jeden Fall zuständig. Daß dadurch automatisch die letzte Ruhestätte von Generalfeldmarschall Model mitgepflegt wird, läßt sich nicht ändern. So weit die Meldung aus der löblichen Rubrik „Welt der Kleinkarierten“.

Man muß ja nun kein Nazi-Fan oder Militarist sein, um zu erkennen, wer sich mit seinem kleinkarierten Gemäkel wieder bis auf die Knochen blamiert hat. Das war die Linkspartei. Jeder, der von dieser kleinen Intervention der Linken erfährt und einen IQ über 80 hat, kann erkennen, worum es der bigotten Blase wieder gegangen ist: Um ihre Selbststilierung zur „Partei der Guten“. Und das wieder zum moralischen Sonderpreis. Man könnte fast glauben, sie seien durch eine Werbeanzeige auf die einmalige Gelegenheit aufmerksam geworden. „Hochmoral mit General! Unsere Kriegsgräber-Aktionswoche! Hol‘ dir den Falschbestatteten zum Sonderpreis. Angebot gültig, so lange der Vorrat reicht.“ – und jede Wette, daß sich bei der Linkspartei wieder niemand für so viel Kleinkariertheit schämt.

Historische Resteverwerter

Die Linkspartei, eine Partei von historischen Resteverwertern, die nichts verkommen läßt, außer sich selber? Kulinarische Wochen bei den Linken – wir essen Aufgewärmtes? Was für eine billige Nummer. Wovon den linken Historik-Gourmets garantiert kotzübel werden würde, das wäre ein kamodschanisches Dessert. Oder ein chinesisches. Das würden sie nicht einmal mit einem langstieligen Löffel berühren. Noch nicht einmal dann, wenn sie im Che-Guevara-T-Shirt im „Gasthaus zur linken Geschichtsverklärung“ säßen. Da muß wegen des Begriffs „Pilgerstätte“ schon einmal die Frage erlaubt sein, wieviele Kommunisten zwischen Stalins Tod im Jahr 1953 und der Entfernung seines Leichnams aus dem ursprünglichen Lenin-Mausoleum am 31.10.1961 zum massenmörderischen „Väterchen Stalin“ gepilgert sind. Es ist immer dasselbe mit den Linken: Bei ihrem ganzen Opfergeschrei geht es ihnen in Wahrheit nie um den Schrecken ansich, den gewisse Finsterlinge der Zeitgeschichte verbreitet haben, sondern immer nur darum, sich selbst in die maximale Distanz zu ihnen zu bugsieren – und wenn sie diese Distanz erst einmal aufwendig konstruieren müssen.

Wahrscheinlich stimmt es, daß der suizidale Generalfeldmarschall auf dem Soldatenfriedhof Vossenack ein Nazi gewesen ist. Dann wäre er eben nationaler Sozialist gewesen, im übergeordneten „Menüpunkt“ auf der linken Speisekarte also Sozialist. Mit dem Klammerbeutel gepudert müsste jeder sein, der nicht erkennt, was dieses Distanzierungsgetue der Rotlinken von den Braunlinken im Grunde bezwecken soll. Solange man sich über die Verbrechen der Braunlinken echauffieren kann, was jeder freiheitlich Orientierte jederzeit tun könnte, wenn es ihm in der üblichen Frequenz nicht allmählich zu blöd werden würde, braucht man über die Verbrecher in der rotlinken Ahnengalerie nicht nachzudenken. Nur darum geht es: Ein selbstexkulpatorisches Ablenkungsmanöver von Rotlinken, die kein historisches Sonderangebot sprichwörtlich „links liegen“ lassen können und gerade dadurch ausstellen, wo der Begriff „Prolet“ herkommt. So viel Freude an den historischen Sonderangeboten, wie die Linkspartei verspürt, wenn sie eines identifiziert, bezeichnet meinereiner als infantil und als Ausweis linker Verkommenheit in der Doppelmoral. Im Grunde ihrer eingeengten Herzen pulst es systematisch kein Stück anders als bei denen, auf die sie ihre eigenen, widerwärtigen Charaktere projizieren. Alle, alle, alle Linken in der Linkspartei wären spätestens ab 1941 im Widerstand gewesen – todsicher. Wie gut, daß sie es nicht mehr beweisen müssen, sondern auf billige Sonderangebote zurückgreifen können.

Auf die Idee muß man erst einmal kommen, wegen eines falschbestatteten Generalfeldmarschalls ein Faß aufzumachen. Das stinkt derartig nach „Faeserung“, daß man nur noch sagen kann: Pfui Teufel!

8 Kommentare

  1. Walter Model war ein in aller Welt hochgeachteter Stratege, der in einem Zuge genannt wird mit Rommel, Rundtsted und Kesselring. Gegen ausdrücklichen Befehl befahl er die Einstellung der Kämpfe im Westen und tötete sich anschließend selbst.
    Er liegt zusammen mit einem seiner Soldaten im gleichen Grab, was ebenso einzigartig wie für seinen Charakter bezeichnend ist.
    Gut zu wissen, daß seine Totenruhe nicht gestört werden wird.

  2. @Aufgewärmtes
    das ist nichts neues, das gilt nicht nur für die Linken und die 68er.
    Die ganze Siegestruppe muß den Sieg vor jetzt 70 Jahren feiern, weil es mit ihnen seither bergab geht !
    Wo sind denn die ganzen Weltmächte von 1939, die 1946 noch Siege mitgefeiert haben.
    Selbst die Amerikaner haben zwar die Beute von 1945 verpraßt, aber seit die Deutschen weggefallen sind – Ende der 70er – bringen sie auch keinen mehr hoch.
    Die tollen Mondlander bringen nicht einmal mehr Astronauten in den erdnahen Orbit – die Mond-, Mars und Jupiterflüge sind alle so weit in die Zukunft geplant, daß die Planer bis dahin längst ihre Rente überlebt und begraben sind.
    Die Russen, die ihre Beute wenigstens aufgenommen haben, haben das Niveau nicht verbessert – der erdnahe Orbit. Und die Chinesen holen langsam nach, was die Russen haben.
    Nichts mit Mondbasis und Urlaub im Weltraum in einer Raumstation und den Jupiterplaneten, wie ich noch 1966 geträumt habe. 2001 – Odyssee im Weltraum war/ist Science Fiction, keine Dokumentation eines Forschungsfluges !

    Hier wird insgesamt nur aufgewärmtes angeboten – wissenschaftlich. Die politischen sind nur so tief unten, daß sie das nicht einmal merken !
    Den Finanzeliten reicht das Niveau – sie haben die Wahl zwischen Kontrolle und kreativer Verbesserung und haben Kontrolle gewählt.
    Die linken Gesinnungsjäger drehen dabei leer.

  3. Ich schlage mich seit 1970 mit den DKP-Leuten (zu denen vor Ort traurig-frustrierend damals -als sich sowas in der polit. Jugend nur schwer verkraften konnte, jetzt gestählt- 80% meiner APO-68er-Gruppe überliefen!!) herum, in den letzten Jahren dazu noch mit denen aus LINKE = PDS/SED. Und wie bei den ewiggestrigen, reuelos verbohrten Alt- und Neo-Nazis ist da jeder Appell an Anstand, Gewissen und Verstand zwecklos, erfolglos. Die können sich nur so herrenmenschlich im Überlegenheitswahn aufführen, weil sie sich echt trotz des vielfach Bösen in ihrer kommun. Geschichte nachwie vor für die besten Durchblicker, Menschen, Politiker, Heilsbringer usw. halten und daher in jedem Falle auf die ach so schlimmen Nazis (wozu viele inflationär dann gleich noch die AfD -fucknazis- und Rechts-CDUler zählen und so beschimpfen) verächtlich herabblicken dürften!! Siehe viele Seiten bei twitter wie LINKE Hessen, solid-Jugend.

  4. DOKU
    Christiane Ohnacker RegenbogenFeuerRegenbogen
    @Christi61278506 Antwort an @info683
    Ich bin komplett gegen Gewalt in jeglicher Art und Weise und egal aus welchen Gründen bzw aus welcher politischen Richtung, da Sie mich nicht kennen können Sie auch nicht über mich urteilen! Genauso leidenschaftlich bin ich aber auch gegen Rechtsextremismus, Rassismus ect pp!
    +
    info68 @info683 17. Dez. 2021
    an @Christi61278506
    Wer den Linksextremismus (den manja IhrerPartei LINKE=PDS =SED/KPD vorwirft), nicht gleich anklagt+bekämpft wie den Rechtsextremismus (beide Antidemokraten+gewaltnah), ist auch unglaubwürdig. Von der LINKEN liefen am17.6.19 2Promis in Ffm. rum mit ACAB (Alle Poliz.=Bastards) auf dem Shirt.

  5. Wer sind hier eigentlich die „ewig Gestrigen“? Der Kommunismus hat MEHR Menschenleben gefordert als der Faschismus. Trotzdem sterben anscheinend die alten Ar***öcher, die mit vollgepi**ten Cordhosen und geballter Faust die Internationale anstimmen nicht aus. Zum Kotzen! Die Gräber von Liebknechjt und Luxemburg abräumen und einen HUNDEKLO draus machen!!!

    • Exakt richtig. Staatsglaube ist schon eine massive Geisteskrankheit, deren Befallene regelmäßig unfaßbarste Katastrophen anrichten und sich dabei noch im Recht wähnen (von Wahn!).
      Linksgerichtet sein ist nochmal eine Steigerungsform dieser Krankheit, die Katastrophen sind dementsprechend noch unfaßbarer.
      Und die wahnhaften Rechtfertigungen auch.
      Das umfaßt im Übrigen auch „streng Gläubige“ aller Aberglauben, die faktisch auch nichts anderes, als Kollektivisten sind und gleicherart katastrophal.

  6. Da sind ja die Amis, Soldaten und Veteranen, sowie anwesende Auslandsdeutsche alles unverbesserliche Naaazis.
    Die ehren naehmlich am Deutschen Volkstrauertag Datum in den USA, die Graeber von deutschen
    und italienischen kriegsgefangenen Soldaten, vor denen sie grosse Hochachtung haben.
    Diese Graeber gibt es, da fuer die dort Begrabenen keine Anghoerigen in Deutschland gefunden werden konnten, um die sterblichen Ueberreste zu uebergeben. Auch die, die keine Angehoerigen in den USA haben oder hatten um im Familiengrab beerdigt werden, liegen in diesen Graebern.
    Es werden Kraenze niedergelegt und kleine Deutschlandflaggen auf jedes Grab gesteckt. Es wird das Deutschlandlied gesungen und das Lied „Zum guten Kameraden“ von einer Militaerkapelle gespielt, dazu spielt am Ende der Veranstaltung der Trompeter“Taps“.
    Es werden Reden gehalten, sowohl vom Militaerkaplan, von amerikanischen Offizieren und von deutschen Vereinvorsitzenden Manchmal kommt auch der Verbindungsoffizier der deutschen Botschaft zum Kranz niederlegen.. Alles sehr beeindruckend.
    In Buntland waere wahrscheinlich die Antifa und sonstige Linke bei dieser Feier aufmarschiert, um es den Raeeeechten mal wieder so richtig zu zeigen.

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