Kritische Wissenschaft im Ausnahmezustand

Kritische Wissenschaft im Ausnahmezustand

Von der LMU München gefeuert: Prof. Dr. Michael Meyen (Foto:ScreenshotYoutube)

Als in den Corona-Jahren Politikwissenschaftler oder Virologen öffentlich den Regierungsnarrativen widersprachen, schien die Sache auf den ersten Blick einfach: Hier „die Wissenschaft“, dort die „Skeptiker“. Heute zeigt sich der hohe Preis dieser Sortierung. Die entscheidende Frage lautet nicht, ob einzelne Thesen richtig oder falsch waren. Sie lautet: Welche Bedingungen herrschen an Universitäten für fachlichen Widerspruch – und wie schnell wird aus Dissens ein Karriererisiko? Diese Frage neu und scharf stellt aktuell das Aus des Kommunikationswissenschaftlers Michael Meyen an der LMU München. Der ostsozialisierte Meyen, der in Leipzig studierte und promovierte, schildert auf seiner Website, wie ihm die Universität nach 24 Jahren per Postzustellungsurkunde mitteilte, dass er zum Monatsende in den Ruhestand werde versetzt. Er verschweigt nicht, dass er bereits länger krank war – dennoch wirkt der Schritt wie ein symbolischer Schlusspunkt.

Gegenüber “Apollo News” wollte sich die Presseabteilung der LMU „aus datenschutzrechtlichen Gründen“ nicht zu dem Fall und der überaus kurzen Frist äußern.
Für Beobachter auf X wie Stefan Homburg markiert er ein Muster: Zur Corona-Politik durfte man „risikofrei nur eine Meinung äußern – die der Regierung“. Man muss diese Zuspitzung nicht vollständig teilen, um den Kern zu erkennen: Wo die Universität als Institution in den Modus des Ausnahmezustands gerät, verschiebt sich das Verhältnis von Erkenntnis und Loyalität.

Von der Wahrheitssuche zur Loyalitätsprüfung

Universitäten dienen nicht dem Verteidigen von Konsens, sondern dem Ermöglichen von Erkenntnis. Erkenntnis entsteht durch Streit: Hypothesen gegen Gegenhypothesen, Irrtumskorrektur, offene Debatte. In Krisenzeiten – Pandemie, Krieg, „Desinformation“ – kippt dieses Ethos jedoch leicht. Widerspruch gilt dann nicht mehr als wissenschaftliche Normalität, sondern als Störung des Gemeinwohls. Die Universität verwandelt sich in eine moralische Anstalt: Nicht mehr „Was ist wahr?“, sondern „Was ist verantwortbar zu sagen?“ Der Preis ist ein Klima der Selbstzensur. Nicht durch offene Verbote, sondern durch subtile Signale: Distanzierungen, interne Prüfungen, Rufschädigungslogik, im Fall Meyens auch Besoldungskürzung. Wer sieht, dass abweichende Positionen dienstrechtliche Folgen haben können, lernt schnell, welche Sätze man besser nicht öffentlich äußert – unabhängig davon, ob sie wissenschaftlich begründet sind.

Genau an dieser Stelle lohnt ein Blick auf die jüngsten Debatten über die politische Kultur an deutschen Hochschulen, etwa im November 2025 im “Spiegel”. Dort wird zunehmend nicht mehr nur über „Ton“ und „Respekt“ gesprochen, sondern über faktische Einschränkungen – etwa, wenn konservative Positionen im gleichen Setting deutlich häufiger als „unzumutbar“ behandelt werden als progressive. In experimentellen Befragungen wie der neuesten Kurzstudie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zu „Demokratieverständnis und Meinungsfreiheit an Hochschulen“ befürworten Teile der Studierenden Sanktionen, Ausladungen oder das Entziehen von Lehrbefugnissen bei konservativen Positionen, während man bei linken Positionen erheblich großzügiger ist.

Wenn der Debattenraum zur Gesinnungszone wird

Das ist als sozialwissenschaftlicher Befund deshalb so brisant, weil es den Mechanismus beschreibt, der auch bei Corona wirksam war: Nicht das Argument entscheidet, sondern die moralische Einstufung des Sprechers und seines Lagers. Damit verschiebt sich die Universität vom Debattenraum zur Gesinnungszone. Wer „Meinungsfreiheit“ nur noch als abstraktes Prinzip bejaht, in konkreten Fällen aber restriktiv wird, erzeugt eine Asymmetrie: Liberalität ja – aber bitte nur für die „richtige“ Seite. Das hat Folgen weit über die Hochschule hinaus, denn gerade die Sozial- und Geisteswissenschaften prägen später Schule, Medien und Politik. Wo dort eine ideologische Monokultur entsteht, wird Dissens nicht widerlegt, sondern präventiv aussortiert.

Aus dem Ideal der freien Suche nach Wahrheit wird ein Pragmatismus des Überlebens: Man spricht nicht mehr aus, was man nach bestem Wissen für plausibel hält, sondern was keine Sanktionen nach sich zieht. Damit entsteht ein paradoxes Ergebnis: Die Institution, die Kritik organisieren sollte, organisiert ihre Vermeidung. Und sie kann das, ohne ein einziges „Verbot“ auszusprechen. Es genügt, dass sich der Dissens in eine Zone bewegt, in der er als Risiko gilt – für Drittmittel, für Reputation, für den „guten Ruf“ der Fakultät. Das Universitätssystem wird dann nicht mehr epistemisch (wahr/falsch), sondern reputationspolitisch (nützlich/schädlich) gesteuert.

Meyen als Fallstudie

Meyen verkörpert diesen Mechanismus exemplarisch. Als Kommunikationswissenschaftler kritisierte er bereits im Oktober 2020 die Corona-Berichterstattung als „einseitig, regierungstreu und angstschürend“. Er forderte öffentliche Debatten zwischen Kritikern und Regierungsberatern. Das ist zunächst kein Extremismus, sondern eine klassische Position liberaler Öffentlichkeit: Streit sichtbar machen, statt ihn zu verdrängen. Die Reaktion der LMU und des Umfelds zeigte jedoch, wie schnell fachlicher Streit in ein Sicherheits- und Dienstrechtsszenario umschlagen kann: Vorwürfe fehlender “Sorgfalt” aus dem eigenen Institut, Berichte über „Unruhe“ an der Fakultät, schließlich die Einschaltung des Verfassungsschutzes wegen Meyens Mitarbeit bei der Wochenzeitung “Demokratischer Widerstand”. Aus der Frage „Stimmen die Thesen?“ wurde die Frage „Ist das noch dienstlich vertretbar?“ – also eine Verschiebung vom Argument zur Existenzbedingung des Sprechers.

Genau hier liegt die strukturelle Pointe: Moderne Institutionen müssen Dissens nicht inhaltlich schlagen, wenn sie ihn prozedural steuern können. Die akademische Auseinandersetzung wird dann nicht mehr auf dem Feld der Gründe entschieden, sondern auf dem Feld der Rahmenbedingungen: Nebentätigkeiten, Loyalitätspflichten, Reputationsschutz, „Dienstvergehen“. So sorgt das System für Selbstzensur und Selbstgleichschaltung. Selbst wenn einzelne Vorwürfe im Kern berechtigt sein mögen, bleibt das institutionelle Muster problematisch: Der Weg vom unbequemen Kollegiumsstreit zum Verwaltungsakt wird zu kurz.

Wie Dissens „gefährlich“ wird

Kritische Wissenschaft lebt davon, dass Abweichung zunächst normal ist. In Ausnahmezuständen ändert sich die Grammatik: Nicht mehr „Wer hat die besseren Gründe?“, sondern „Wer untergräbt Vertrauen?“ oder „Wer richtet Schaden an?“. Positionen werden nicht primär argumentativ geprüft, sondern moralisch oder reputationspolitisch bewertet – als „verantwortlich“ oder als Risiko. Das ist die eigentliche Transformation der Corona-Jahre: Der Begriff „Konsens“ wurde vom wissenschaftlichen Zwischenstand zur politischen Waffe. Wer abwich, musste dies nicht nur begründen, sondern sich rechtfertigen. Und die Rechtfertigung war oft gar nicht fachlich, sondern moralisch: „Willst du Menschen gefährden?“ Damit wird eine wissenschaftliche Frage in eine Gesinnungsfrage umkodiert. Aus dem Dissidenten wird der Verantwortungssünder.

Moderne Institutionen brauchen Dissens gar nicht offen zu verbieten. Es genügt, ihn prozedural umzustellen: Compliance, Treuepflicht, Reputationsschutz, dienstrechtliche Prüfung. Selbst wenn eine Verfassungsschutz-Prüfung am Ende nichts ergibt, setzt sie ein Signal. Der Betroffene erscheint nicht mehr als Kollege unter Kollegen, sondern als potenzielles Risikoobjekt, das verwaltungsförmig „abgeklärt“ werden muss. Der offene Streit weicht der Lagerhygiene: Die Institution will nicht mehr wissen, wer recht hat, sondern wer „dazugehört“. In dieser Logik wird Öffentlichkeit selbst zur Gefahr. Wer mit der falschen Plattform spricht, ist kontaminiert; wer die falschen Begriffe benutzt, ist verdächtig; wer die falschen Personen zitiert, gilt als „Anschlussstelle“. Das sind keine wissenschaftlichen Kategorien, sondern moralische Quarantäneregeln.

Die Totaldebatte Corona: Wenn Wissenschaft zur Staatsreligion wird

Die Corona-Kontroverse war eine Totaldebatte, in der Politik, Medien, Wissenschaft und Moral ineinanderflossen. „Die Wissenschaft“ wurde im öffentlichen Sprachgebrauch zu einer Instanz, die nicht mehr streitet, sondern entscheidet. Und wo entschieden wird, entsteht Gehorsamserwartung. Das ist der entscheidende Punkt: Die politische Kommunikation hat Wissenschaft nicht nur genutzt, sie hat sie als Legitimationsmaschine aufgeladen. Damit wurde aus Wissenschaft eine Art säkularer Priesterschaft: Wer sich ihr widersetzte, galt nicht als abweichender Forscher, sondern als Häretiker.
Meyen machte damals genau den demokratischen Kernpunkt geltend: Journalismus und Wissenschaft müssen Perspektiven sichtbar machen. Unterdrückter Dissens schafft Unfrieden. Ob man seine Diagnose teilt oder nicht – sie benennt die Mindestbedingung einer freien Wissensordnung: Legitimität durch Streit. Und Streit bedeutet nicht, dass jede These gleich gut ist. Streit bedeutet, dass das schlechtere Argument im Licht der Öffentlichkeit verlieren muss – nicht im Schatten der Verwaltung.

Andere Fälle zeigen – bei aller Unterschiedlichkeit der konkreten Vorwürfe – ähnliche Muster, so Homburgs Bilanz über die „Objekte verschiedenster Drangsale, weil sie bei der Gates-Epstein-Seuche nicht mitgemacht haben“. Andreas Sönnichsen an der MedUni Wien wurde nach scharfer Kritik an Maßnahmen und Impfung aus Funktionen gedrängt und gekündigt; offiziell ging es um Verstöße gegen Vorgaben, faktisch wurde der Dissens zur institutionellen Belastung. Ulrike Guérot verlor ihren Streit mit der Universität Bonn letztlich vor Gericht, formal wegen Plagiatsvorwürfen in einem Bewerbungswerk – doch in der Wahrnehmung vieler fiel dies zeitlich in eine Phase, in der sie öffentlich in der Corona-Debatte angeeckt war: ihre Abrechnung „Wer schweigt, stimmt zu“ erschien 2022. Es ist entscheidend, die Fälle nicht platt gleichzusetzen. Gerade deshalb sind sie als Muster interessant: In allen Fällen vermischen sich fachliche, moralische und administrative Ebenen. Der Konflikt wird nicht nur wissenschaftlich ausgetragen, sondern reputationspolitisch, arbeitsrechtlich, disziplinarisch. Das Ergebnis ist ein Klima, in dem Wissenschaftsfreiheit selten durch ein großes Verbot stirbt, sondern durch die Häufung kleiner Einschüchterungseffekte, durch die Verschiebung von Konflikten ins Dienstrechtliche und durch die permanente Dro-hung, dass öffentliche Abweichung institutionell „kosten“ kann. „Leider steht die sogenannte Meinungsfreiheit nur noch auf dem Papier“, ätzt Homburg.

Freiheit braucht tragfähige Institutionen

Ein konservativer Blick beginnt nicht bei Empörung, sondern bei Institutionenlehre. Freiheit ist nicht nur Abwesenheit von Verboten, sondern die Existenz von Räumen, in denen man ohne soziale oder berufliche Existenzangst widersprechen kann. Universitäten sind solche Räume – oder sie verlieren ihren Sinn. Sie sollen nicht nur Wissen produzieren, sondern auch Charakter: die Fähigkeit, unter Druck zu argumentieren, zu zweifeln, zu revidieren.
Wenn Universitäten in Krisenlagen zu moralischen Schutzräumen werden, in denen Dissens als Gefahr behandelt wird, dann entsteht ein System, das äußerlich „wissenschaftlich“ wirkt, innerlich aber konformistisch wird. Das ist kein akademisches Randproblem, sondern ein politisches: Eine Gesellschaft, die ihre Eliten zur Vorsicht erzieht, erzieht ihre Zukunft zur Feigheit. Und eine Wissenschaft, die den Streit scheut, wird zum Verwaltungsinstrument – nützlich für Politik, aber unfruchtbar für Wahrheit.

Hier liegt auch der tiefere Zusammenhang zur Vertrauensfrage: Vertrauen entsteht nicht durch Einheit, sondern durch Transparenz. Wer „Vertrauen in die Wissenschaft“ stärken will, indem er Widerspruch delegitimiert, erreicht das Gegenteil. Denn das Publikum sieht sehr genau, wenn der Streit nicht geführt, sondern unterdrückt wird. Dann wächst nicht Vertrauen, sondern Verdacht. Der Versuch, Skepsis zu bekämpfen, erzeugt Skepsis.

Was eine freie Wissensordnung braucht

Der Fall Meyen wirft keine Frage nach persönlicher „Schuld“ auf, sondern nach Institutionen: Wie muss eine Universität gebaut sein, damit sie Irrtum und Dissens aushält, ohne den Dissi-denten prozedural zu erdrosseln? Eine robuste Streitkultur braucht mindestens fünf Dinge. Erstens klare Standards wissenschaftlicher Qualität, die unabhängig von politischer Opportunität gelten: Methodenkritik ja, Lagerzuordnung nein. Zweitens faire Verfahren, die nicht als Ersatz für Debatte missbraucht werden dürfen – Disziplinarrecht darf nicht zum Werkzeug der Reputationshygiene werden. Drittens eine saubere Trennung von Wissenschaft und Moraltribunal: Fehler sind zu korrigieren, Thesen zu widerlegen – aber nicht durch Gesinnungsmarkierung zu ersetzen. Viertens Schutzräume für öffentliche Kontroverse, gerade in Krisen: Wer in der Öffentlichkeit widerspricht, darf nicht automatisch als institutionelles Risiko gelten. Und fünftens institutionelle Demut: Universitäten müssen aushalten, dass Erkenntnisprozesse unübersichtlich sind, dass Minderheiten manchmal recht behalten und dass Konsens sich ändern kann. Freiheit ist nicht die Abwesenheit von Konflikt, sondern die Fähigkeit, Konflikt zu tragen. Wenn Universitäten diese Fähigkeit verlieren, verlieren sie ihre gesellschaftliche Funktion.

Corona war der Testlauf. Die Lehre lautet: In künftigen Ausnahmezuständen muss der Schutz der akademischen Kontroverse nicht als Gnade, sondern als Grundbedingung der Wahrheitssuche gelten. Sonst droht aus kritischer Wissenschaft eine Verwaltung von Konformität – und damit intellektueller Rückbau. Der Fall Meyen ist daher mehr als ein Personalvorgang. Er ist ein Indikator dafür, wie sehr die Universität als Institution zwischen Wahrheitssuche und Loyalitätspolitik schwankt. Wer will, dass Wissenschaft wieder kritisch sein kann, muss den Mut zur offenen Debatte institutionell absichern – und zwar bevor der nächste Ausnahmezustand kommt.

15 Kommentare

  1. @Welche Bedingungen herrschen an Universitäten für fachlichen Widerspruch
    ja – Scharlatane im weißen Kittel – willig für jede Behauptung. Ist nicht neu – bei Gerichtsverfahren, bei denen es um richtig Geld geht, finden sich schon immer willige Weißkittel.
    Aber es sei auch dann die RKI-Files erinnert, in denen unter anderem steht, daß der Minister das Volk krachend belügt, sie ihn aber nicht korrigieren können!
    Soweit ich mich erinnere, war das zu diese Zeit der Bankier und Pharmalobbyist Spahn, der dafür mit einem hohen Posten in seiner Partei belohnt wurde.
    Und diese unseriösität in Führungspositionen ist das Problem – so lange solche Leute nicht vom Hof gejagt, sondern befördert werden – und das ist auch Teil der Politik, wird das nichts.
    Und das wiederum sehe ich bei der derzeitigen Politikergeneration der Blockpartei nicht !
    Die haben in meinen Augen ganz im Gegenteil eine lange Liste von verbrechen auf ihrem Konto, so das sie schon aus Eigenschutz nicht mehr anders können – wie die Mafia, bei der man sich das Vertrauen des Paten durch einen Mord verdienen muß !

  2. Man ist nicht gezwungen, die Lücken-/ Lügenpresse zu konsumieren.
    Mein großer Wunsch ist, dass das Hetzblatt namens „Die Zeit“ und all‘ die anderen Hetz- und Lügenbolde-Blätter sofort im Orkus der deutschen (Medien)geschichte auf Nimmerwiedersehen verschwinden mitsamt der unsäglichen Geschäftsführungen dieser Schundsender und Schundblätter sowie ebenso diese unsäglichen Hetz-Journos.
    Die LMU mag ebenfalls gern im Orkus der Geschichte auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

  3. Herr Hartung,die Richtung geht auf das Ende der Aufklärung zu,Verursacher die Pseudo- Sozial-Geisteswissenschaften.
    Der Anfang war die Schweine-Vogelgrippe und erst danach Corona. Die Obrigkeitshörigen haben ihre Grundwerte doch gerne abgegeben und die Mehrheit ist bei diesem Intelligenztest durchgefallen.
    Ich kann mich noch gut an die Diffamierungen erinnern,weil ich mich nicht habe impfen lassen .Ich habe einen naturwissenschaftlichen Beruf ,Gewissenhaftigkeit und Kritik sind stringent und am Ende wird geprüft,alles Einzelteile,ob das
    Werkzeug , Gut oder Ausschuß ist.

  4. Es erstaunt, wie das Wort „progressiv“ in den allgemeinen Sprachschatz Einzug gehalten hat. Selbst der Autor nutzt es hier ungeniert. Dabei war es in der DDR eine Chiffre für „regimetreu“.
    Ganz sicher bedeutet es nicht „fortschrittlich“, sondern steht damals und heute wieder für Repression und geistige Stagnation.
    Es ist dieses Klima, das den tatsächlich fortschrittlichen Denker Prof. Meyen von der Uni vertrieben hat.

    1. „progress“ war auch im sozialistischen Ostblock eine Lieblingsvokabel. Alter Mief im buntmodernen Gewand.

  5. Ich fasse nie mehr eine Lückenpressenaltpapier“zeitung“ an.
    Die Zeit ist keine Zeitung, sondern ein Hetzblatt.

    1. Habe 45 Jahre im Gesundheitssystem gearbeitet!
      Kann nur feststellen, das wir nur Vollnieten als Gesundheitsminister gehabt haben. Die größten Ausgaben Posten haben sie nicht einmal mit der Kneifzange angefasst! Es waren und sind die Betrügereien, Korruption und Millionenfache überflüssige Diagnostik und OPs. Beispiel hier ist die Kernspin Untersuchung. Meine Berufserfahrung sagt mir das mindestens 90% überflüssig gewesen sind. Da nach dieser teuren Untersuchung, keine Behandlung erfolgt, welche auch nur ein Hauch von Heilung und Erfolg gehabt hätte! IBU kann jeder Idiot oder sogar Affe verordnen!

      1. „… Kann nur feststellen, das wir nur Vollnieten als Gesundheitsminister gehabt haben. …“
        Diejenigen, die vorgeben, Gesundheitsminister zu sein, spielen dies lediglich. Die Referatsleiter und deren Beamte entwerfen solchen Dummfug in der Behörde. Der Minister ist mitnichten gesundheits- und gesundheitspolitisch sachkundig. Dann kommen noch die x und unüberschaubar vielen Lobbyisten hinzu, die ebenfalls mit in die Gesetzesentwürfe hineinreden.
        Es dürfte im Bundesgesundheitsdarstellerministerium nur eine Prozentzahl von unter zehn Prozent an der Menge der Mitarbeiter geben, die tatsächlich fachliches Wissen im Gesundheitsbereich aufweist. Es geht denen nur um ihre Karriere, wie man bei Spahn, denjenigen, der die Leute in die Giftspritze, neben Lallerbach, unter Anwendens von Gewalt hineingeschoben hatte.

  6. für den normal Bürger ist ein nicht mehr korrigierbarer Eindruck entstanden,das der Polit_Mediale_Pharma Komplex unentwirrbar verklebt ,unter einander auf Erpressung mafia gleich abhängig ist.Da ist das Vertrauen verdorben, was sich immer mehr in den Polit_Umfrage Prozenten niederschlägt.Aber wer das Glaubt der ist ja eh ein Räächter,die von den alt Parteien her konzentriert,eingehegt und weg geschlossen gehören. Stören die Normalos ja „UNSERE_Demokratie“ in ihrem „€“ Lauf !

    1. @nicht mehr korrigierbarer Eindruck entstanden,das der Polit_Mediale_Pharma Komplex unentwirrbar verklebt ,unter einander auf Erpressung mafia gleich abhängig ist.
      das würde ich nicht sagen !
      Fr meine Person würde ich behaupten, das die Medien – wenn sie sich überzeugend von dieser Arbeitsweise trennen, auch wieder vertrauenswürdig sein können. Ich sehe da eher den Zusammenschluß, von Medien, Politik und Justiz als Hintergrund, warum das so nicht geht. Dieser Zusammenschluß muß glaubwürdig und überzeugend gesprengt werden, um hier wieder Glaubwürdigkeit zu finden.
      Ich schaue mich jeden Tag danach um, wenn ich das haus verlasse, aber bisher habe ich keine Anzeichen gefunden !

  7. Die sogenannte „Wissenschaft“ hat sich durch ihr komplettes Versagen während Corona (inkl. dem Verleugnen der Grundrechnungsarten ) allerdings selbst desavouiert.
    Äußerlich steht die Fassade noch, aber sie ist nun dem Verfall geweiht.

    Umso mehr Ehre gebührt den wenigen ehrbaren Persönlichkeiten, die in dieser Zeit des großen Versagens Rückgrat und Würde bewahrt haben.

  8. WELT und Handelsblatt heulen rum, weil das Wahlsystem in Ungarn angeblich so ungerecht sein soll, sodass der Herausforderer von Orban nur mit einem hohen Vorsprung die Wahl gewinnen könnte, damit ein Machtwechsel erfolgen kann:

    Wahlen in Ungarn
    „Benachteiligung des Herausforderers“ – Was einen Machtwechsel in Ungarn erschwert
    Die Opposition in Ungarn ist stärker denn je – dennoch kann Regierungschef Viktor Orbán hoffen, im Amt zu bleiben. Entscheidend für einen Regierungswechsel ist ein Mechanismus, der nur schwer zu überwinden ist.
    Audioplayer wird geladen

    Es gibt gute Gründe, warum Péter Magyar in diesen Tagen optimistisch sein kann. Unabhängige Umfrageinstitute sehen die Partei des Oppositionsführers deutlich vorne. Tisza existiert seit kaum zwei Jahren und hat die ungarische Opposition zu dem gemacht, was sie seit einer Dekade nicht war: konkurrenzfähig.

    Und trotzdem ist der Ausgang dieser Wahl offen. Nicht weil die Umfragen falsch liegen müssen, sondern weil das ungarische Wahlsystem eine eigene Logik hat, die die Erhebungen allein nicht abbilden.
    Robert László, Wahlexperte des unabhängigen ungarischen Thinktanks Political Capital, bezeichnet das System als „massiv asymmetrisch“. Es sei darauf ausgelegt, „einen landesweiten Vorsprung der stärksten Kraft überproportional zu belohnen und Herausforderer strukturell zu benachteiligen“.
    https://www.welt.de/politik/ausland/article69d3b09f086bb1c024ff927f/wahlen-in-ungarn-benachteiligung-des-herausforderers-was-einen-machtwechsel-in-ungarn-erschwert.html

    https://www.handelsblatt.com/politik/international/ungarn-wie-orban-das-wahlsystem-zu-seinen-gunsten-veraendert-hat/100213540.html

    Merkwürdig, dass dieselben Blätter nicht rumgeheult haben, als in Frankreich bei den Parlamentswahl im Sommer 2024 Macrons Globalisten-Parteibündnis und linksextreme Bündnisse mit regelwidrigen Tricks sich bei Auswahl von Kandidaten untereinander abgesprochen hatten um Wahlsiege für rechte Rassemblement National Abgeordnete zu verhindern.Solche Wahltricks sind eigentlich illegal. Wo bleibt der Aufschrei ? Aber das mit Abstand ungerechteste Wahlsystem haben die Briten. Was ich dort schon für Geschichten von Bekannten gehört habe und über das Wahlsystem selbst in den letzten 16 Jahren in vielen europäsichen Zeitungen und deutschen Foren gelesen habe, das ist kaum noch zu toppen. Ich bin sehr froh, dass wir in Deutschland wenigstens nicht so ein dermaßen ungerechtes System haben wie in GB, dafür nähern wir uns den Verhältnissen von Frankreich, wo sich Parteibündnisse aus mehreren Parteien bilden und vor den Wahlen sich mit anderen Parteien bei der Aufstellung von Kandidaten untereinander absprechen um gegnerische pöööhse rechte Kandidaten zu verhindern.

  9. Europa inkl. CH und A, sind dem Untergang geweiht, da sie auf der falschen Seite der Geschichte stehen. Niemand soll sagen, dass hätte nicht von den dafür Verantwortlichen in der EU, CH, A, geisteskranken Politikern verhindert werden können…..So bitter es ist: Die Verantwortlichen für alle Entwicklungen in einer Demokratie (auch in „unsererDemogroddie“) sind die Bürger selbst. Verblödet, indoktriniert, wohlstandsverwahrlost, uninteressiert – und deswegen wählen sie immer und immer wieder den gleichen Bockmist zusammen. Ich spreche hier keine Einzelpersonen an (wie auch), aber der Mehrheit der „Staatsbürger“, die eben meiner Ansicht nach keine Bürger mit Rückgrat, sondern Schlafschafe mit Gartenschlauch als Rückgrat, sind. Wobei ich eines denke, dass Schafe wesentlich intelligenter sind!!!

  10. Ein wichtiger Punkt wird im Artikel noch nicht erwähnt: der moralistische Druck auf Wissenschaftler, Politiker, Journalisten und andere Autoritäten wächst auch dann, wenn keine dramatischen Ereignisse ihn fördern. Die ersten, die sich der Forderung beugen, Gesinnungen und die Anpassung an diese Gesinnungen über die Fakten zu stellen, wissen noch, wie echte Debatten überhaupt verlaufen, sie sind also noch nicht überrascht, wenn Widerspruch aufkommt und können einigermaßen über das strittige Thema selbst statt über die Grenzen des Sagbaren diskutieren. Später ist fast allen an der Uni, in der Parteispitze oder Redaktion selbstverständlich, dass der Meinungskorridor sehr schmal ist und seine Grenzen genau festlegt sein „müssen“, weil jeder Dissens vermeintliche Sicherheiten gefährdet und in allen Angelegenheiten, also auch in medizinischen Fragen um ein Virus und eine „Pandemie“ herum irgendwie rechtsextrem sein muss. Die stereotype Abwertung von Grundrechtsdemonstranten als „Corona-Leugnen“ und „rechtsextremen „Schwurbelr und Verschwörungstheoretikern“ hatte einzig die Aufgabe, Gesinnungsabweichler in der Bevölkerung auch weitab der Universitäten auszugrenzen, nie die, sie sachlich zu widerlegen. Die totalitäre Disziplin verschärft sich mit jedem weiteren Jahr Abstand von eindeutig nicht-totalitären Verhältnissen. Irgendwann sind Sanktionen kaum noch nötig, um die Herdendisziplin aufrecht zu erhalten. – Im Fall Corona kommt hinzu, dass eine ganze Menge Autoritäten beim RKI, beim PEI und in anderen, medizinischen Institutionen und in der politischen Klasse sich strafbar und, was diese Leute wahrscheinlich noch mehr stört, zivilrechtlich angreifbar gemacht haben. Ein Beispiel: das BVG beurteilte den „Impf“zwang gegenüber medizinischen Mitarbeitern als grundgesetzlich rechtmäßig, weil die ausgeteilten, experimentellen RNA-Gebräue ja „immunisierten“. Die Richter beim BVG hätten wissen MÜSSEN, dass die Teilnahme an medizinischen Versuchen niemals erzwungen werden darf. Dass sie diese medizinrechtliche Regelung missachteten, war ein sehr grober Verstoß gegen rechts- und verfassungsstaatliche Normen. Damit machten sie sich – theoretisch – angreifbar. Aber das war nicht alles. Das RKI hätte dem BVG von sich aus mitteilen müssen, dass die modRNA-Spritzen nicht immunisierten. Das hat es unterlassen und sich damit – theoretisch – ebenfalls straf- udn haftbar gemacht. Praktisch ist es zu einer Komplizenschaft der RKI-Chefetage und der Verfassungsrichter gekommen. Sie decken sich gegenseitig und sie decken weitere Mittäter, um nicht selbst in Schwierigkeiten zu geraten. Sie haben größtes Interesse daran, dass ihre „Konsense“ nicht infrage gestellt werden. Totalitäre Strukturen sichern diese Täter ab, also fördern sie sie. Zusammen damit, dass jede Gleichschaltung zum Selbstläufer wird, führt das zu sehr bösen Ergebnissen.

  11. Es ist eine persönliche Schmach, die die TUM Professor Meyen bereitet hat.
    Doch kann er sich glücklich schätzen, bis jetzt seit seiner Studienzeit durchgehend gearbeitet zu haben und nun eine Alterspension vorzeitig bezieht. Andere fallen nicht so weich.
    Dazumal betreibt er mit seiner Frau Antje eine private Journalistenschule. So fällt Meyen wiederum glücklicherweise weich und fällt nicht in ein leeres Loch.
    Was Meyen ja noch tun kann, ist, gegen die vorzeitige Versetzung in den Ruhestand zu klagen.
    Die TU München habe, so habe ich das in der alternativen Presse gestern gelesen, nicht einmal einen Grund für die Frühpensionierung Meyens in der Entlassungsurkunde genannt; für mich ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die TU München ihrer Sache, die sie da mit der Entlassung aus dem Professorenverhältnis fabriziert hat, rechtlich nicht sicher sein könnte. Das lässt, sollte Meyen ein Klageverfahren gegen die TU München anstreben, auf ein inhaltlich interessantes Klageverfahren hoffen.