Künstliche Nichtintelligenz: Der „Plagiats-Voigt“ tritt gleich ins nächste Fettnäpfchen

Künstliche Nichtintelligenz: Der „Plagiats-Voigt“ tritt gleich ins nächste Fettnäpfchen

KI als Redenschreiber: Genau das Richtige für einen “Plagiats-Voigt“ (Collage:Grok/Foto:Imago)

Defekter Roboter, Copy-Paste-Epigone, falsche Fuffziger, Papagei mit fremden Federn: Das alles mutet noch viel zu schmeichelhaft an für die Umschreibung des wohl skandalösesten und peinlichsten Plagiatsbetrügers der deutschen Politik, der sogar unter den sonstigen Schummlern seiner Zunft (den bereits zurückgetretenen wie auch den noch immer in öffentlichen Ämtern herumfuhrwerkenden) eine herausragende Sonderstellung einnimmt: Die Rede ist natürlich vom Der Thüringer CDU-Ministerpräsident Mario “Mettbrötchen” Voigt. Dieser erbrachte nun erneut den Beweis, dass er offenkundig unfähig ist, irgendeine eigenständige geistige Leistung zu erbringen. Nachdem ihm im Januar wegen Plagiaten der Doktortitel entzogen und ihm seitdem durch den österreichischen Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber mehr als 100 weitere Plagiate nachgewiesen worden waren, hatte sich Voigt erst letzte Woche mit einem offensichtlich KI-generierten Gastbeitrag in der „Welt“ lächerlich gemacht, in dem er “mehr deutsches Liedgut im Radio” forderte. Vielen Lesern war aufgrund der gestanzten Formulierungen sofort aufgefallen, dass der Text von KI verfasst worden sein musste. Dies musste anschließend von der Staatskanzlei zähneknirschend bestätigt werden, die auf Anfrage der Plattform „Frag den Staat“ außerdem noch einräumen musste, dass weitere Reden und Texte Voigts mit KI erstellt wurden.

Nun aber ist Voigt endgültig untragbar geworden: Zu dem von KI generierten vermeintlich eigenen Ergüssen zählte nämlich auch seine Rede zum wohl sensibelsten und anspruchsvollsten Pflichttermin im Jahreskreis eines deutschen Politikern – dem letztjährigen Holocaust-Gedenktag. Nicht einmal zu diesem Anlass machte Voigt sich die Mühe, eigene Worte zu finden oder zumindest einen seiner zahlreichen Referenten als menschlichen Redenschreiber zu beauftragen, sondern auch dieses Redeskript entsprangt Künstlicher Intelligenz. In seiner Rede fanden sich Stilblüten wie „Ihre Augen waren leer und zugleich unendlich tief“; andere Passagen wirkten merkwürdig gestelzt und stilistisch in typischer KI-Manier gekünstelt, was nicht behoben wurde, weil sich in der Staatskanzlei offenbar niemand – geschweige denn Voigt selbst – die Mühe einer Redigierung gemacht hat oder es für nötig hielt, diesen KI-Schrott wenigstens noch einmal persönlich gegenzulesen. Dass Voigt überhaupt die Dummdreistigkeit an den Tag legt, mit einem derartigen sprachlichen Offenbarungseid bei einem solch gewichtigen Anlass aufzuwarten, sagt alles über diese politische Witzfigur. aus

Offenbar selbst zu faul zum Drüberlesen

Doch damit nicht genug, plagiierte Voigt sogar seine eigene KI-generierten Passagen selbst – und verwendete die absurde Formulierung der ”leeren  und zugleich unendlich tiefen“ Augen wenige Monate später erneut – und zwar in einer Rede zur Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald. Als es nun empörte Vorwürfe hagelte, ließ Voigt eine Sprecherin seiner Staatskanzlei bagatellisierend mitteilen, KI-Systeme würden „unterstützend bei der Erstellung von Reden, Texten und Beiträgen eingesetzt“. Das aufgrund der oftmals unausgegorenen und ungeprüften Behauptungen der KI, die bei nicht präzise gestellten Prompts zum “Halluzinieren” neigt, eine Gegenprüfung dieser künstlich erstellten Texte zwingend notwendig wäre, scheint sich bis nach Erfurt noch nicht herumgesprochen zu haben. So waren in einem weiteren Gastbeitrag Voigts für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, der natürlich ebenfalls unter Zuhilfenahme der “Methode Billigheimer“ per KI erstellt worden war, mehrere Zitate von bekannten Wissenschaftlern wie Manfred Spitzer, Gerald Hüther und Jonathan Haidt aufgeführt, die jedoch nicht belegt werden konnten. Woher die zitierten Passagen kamen, wollte beziehungsweise konnte die Thüringer Staatskanzlei nicht beantworten.

Laut einer Muster-Dienstanweisung des Thüringer Digitalministeriums ist der Einsatz von KI beim Ausformulieren von Reden oder Gastbeiträgen grundsätzlich zulässig. Bei der Veröffentlichung soll jedoch klar darauf hingewiesen werden, wenn ein Text wesentlich mit KI entstanden ist und welches KI-System verwendet wurde. Bei Voigts Reden und Texten wurde dies jedoch kein einziges Mal getan. Sie wurden der Öffentlichkeit als eigene Erzeugnisse des Ministerpräsidenten verkauft. Sogar bei der Gedenkrede Voigts für seinen verstorbenen Vorgänger Bernhard Vogel schlug das KI-Erkennungstool von „Frag den Staat“ an. Hier fragt man sich nicht nur nach dem Vorhandensein eines Restcharakters, sondern welches Amtsverständnis Voigt eigentlich hat. Ein Ministerpräsident, der sich seine Reden wichtigsten Anlässen von KI zusammenschustern lässt, ohne auch nur ein Minimum an Zeit darauf zu verschwenden, sie zu prüfen und irgendeinen eigenen Akzent zu setzen, ist so künstlich und ersetzbar wie die Software, mit der der kommuniziert – und so unseriös wie seine eigenen akademischen “Arbeiten”.  Voigts Gebaren zeugt nicht nur von schlichter Faulheit, sondern auch von einer grenzenlosen Verachtung für sein Publikum und damit letztlich auch die eigenen Wähler. Dieser Karrierist dreht den Menschen hölzern formuliertes Geschwätz an, das leicht als KI-generiert erkennbar ist, legt es zuvor nicht einmal einem seiner Beamten zur Nachjustierung vor und glaubt, dass er mit allem durchkommt – und das, nachdem ihm sein Doktortitel bereits wegen massenhaft festgestellter Plagiate entzogen wurde. Hier zeigt sich mustergültig das Selbstverständnis der Vertreter „UnsererDemokratie™“, die sich gegenüber der AfD zu Vertretern moralischer Prinzipien aufwerfen, in Wahrheit aber keinerlei Verantwortungsgefühl haben, sondern nichts als Posten- und Privilegienjäger sind. Damit ist er auch ein Gesicht dieser CDU, die auf dem geistig-moralischen Nullpunkt angekommen ist. Voigt müsste auf der Stelle zurücktreten; vermutlich wird er aber, wie alle anderen Angehörigen dieser Kaste, an seinem Stuhl kleben und so viel Steuerzahlergeld wie nur möglich einstreichen. Wahrscheinlich hat ihm das ebenfalls die KI geraten.

14 Kommentare

  1. „In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat.“

    ―George Orwell

  2. und wer hat ohn oder die Partei gewählt-ein ochsendummes Volk und wer nicht lesen kann ,muss KI einsetzen und das kann er dann eben nicht kontrollieren weil er nicht lesen aber ein Ministerprädident sein kann

  3. Tja, wenn man selbst nicht denken kann muss halt die KI für einen denken.
    „Ich denke, also bin ich“ Descartes.
    Was ist dann Mario?

  4. künszliche dummheit ist nur noch durch politidioten und betrüger zu ersetzen… die cdu-partei mag lügner und polit-betrüger… sonst wäre er längst auf und davonalice erlse uns von den gestörten… lies grundgesetz §20 absatz 4…

  5. Er „glaubt, dass er mit allem durchkommt“ – und ist immer noch MP.
    Also ist er damit bereits durchgekommen.
    😜

    ps: Mir ist künstliche Intelligenz wesentlich sympathischer als natürliche Dummheit.
    😜😜

  6. Von den Staatsmedien kein Wort hierüber- wenn das ein AFDler wäre dann würden sie pausenlos Rücktritt fordern , diffamieren usw usw- dieser Versager passt zu CDuCSU – ingesamt die Versagerpartei der letzten 20 Jahre

  7. Wenn das Vakuum zwischen den Ohren minimal Luft zieht, hört man Mättfrä$$e Hackmarie „arbeiten“…

  8. Er wurde anscheinend in der Schule als Kind gemobbt deswegen dieses Streben sich
    aufzuplustern! Aber wer eine Null war bleibt es meistens auch.
    Manchmal habe ich so ein starkes Bedürfnis diesem Nixnutz eine Backpfeife zu verpassen für seine Anmaßung als fiktiver MiMisterpräsident. So eine Abneigung zu einem Mensch habe ich selten gehabt!

  9. „Voigt müsste auf der Stelle zurücktreten; vermutlich wird er aber, wie alle anderen Angehörigen dieser Kaste, an seinem Stuhl kleben und so viel Steuerzahlergeld wie nur möglich einstreichen. Wahrscheinlich hat ihm das ebenfalls die KI geraten.“

    Voigt kann sich eben auf die Wähler der Altparteien verlassen, besonders auf CDU-Wähler.

    „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“
    (Angeblich, Zitat von Albert Einstein)

    Wahlumfragen & Sonntagsfrage Thüringen: Die aktuellen Umfragewerte zur Landtagswahl in Thüringen

    Wahltrend zur Landtagswahl in Thüringen (Stand: 10. Juni 2026)

    AfD, 39,0
    CDU, 24,0
    Linke, 14,0
    BSW, 7,0
    SPD, 6,0
    Grüne, 3,0
    Sonst., 7,0
    (Quelle: https://politpro.eu/de/thueringen)