Kulturelle Aneignung: Hochberechtigte links-woke Empörung über Bullys neuen Manitu-Streifen

Kulturelle Aneignung: Hochberechtigte links-woke Empörung über Bullys neuen Manitu-Streifen

Szene aus „Das Kanu des Manitu“: Hochgradig kulturunsensibel (Foto:IMDB)

Dieser Tage hat der neue Film von Bully Herbig in bundesdeutschen Kinos Premiere. Er trägt den Titel “Das Kanu des Manitu”, kommt als heitere Westernparodie daher und knüpft inhaltlich und flachwitztechnisch an den außerordentlich erfolgreichen Pseudo-Karl-May-Spaß “Der Schuh des Manitu” aus dem Jahr 2001 an. Gab es damals eher relativ wenig Aufregung bezüglich des Kalauermarathons auf Bairisch, so schwappen heute die Empörungswellen der linksgrünen Missfallensmafia förmlich über.

Und bekundete damals allenfalls Pierre Brice sein Unverständnis über die “Respektlosigkeit”, mit der die Figuren aus verschiedenen Karl-May-Klassikern durch Bully & Co. dargestellt wurden, so eregiert 24 Jahre später der erhobene Zeigefinder der Moral- und Tugendwächter unserer kulturmarxistischen Zensurfront zu nie geahnter Größe. Mit Recht!

Der schwarze Achilles bei Netflix

Bei Netflix gibt es eine Serie zu gucken, die sich mit der Troja-Sage beschäftigt und den Titel “Troja: Untergang einer Stadt” trägt Angeblich orientiere sich die Filmreihe exakt an der griechisch-mythologischen Darstellung der Troja-Überlieferung. Die exakte Beachtung von Homers Ilias hat daher zu Folge, das Achilles von einem schwarzen Schauspieler dargestellt wird. Sagentechnisch ist diese Mimenwahl völlig korrekt –denn in einer Version der Geschichte wird die Unverletzlichkeit des Achilles dadurch erklärt, dass ihn seine Mutter Thetis als Säugling ins offene Feuer hielt, um ihn unverwundbar somit und für westeuropäische Frauen besonders attraktiv, weil westasiatisch-mokkafarben zu machen. An der Stelle kommt dann Achilles Vater Peleus hinzu, der die Handlung von Thetis missversteht und seinen Sohn an der Ferse aus dem Feuer zieht, was Achilles die Unverwundbarkeit und Peleus seine Ehe mit Thetis kostet. So weit, so korrekt.

Linkstechnisch, also in Sachen politisch-woke-gendersensibel, ist an dieser Serie also nichts auszusetzen. Die maulenden antiwoken Nazis sollten sich also besser schweigend setzen und den Erhalt der Betragensnote sechs (“ungenügend”) klaglos hinnehmen. Die Frage, warum in der Serie allerdings auch noch andere maximalpigmentierte Schauspieler auftreten und sowohl Helden wie auch Götter verkörpern – etwa Patroklos, Aeneas, Zeus, Athene und Nestor –, kann selbstverständlich mit der künstlerischen Freiheit beantwortet werden, womit es sich um keine kulturelle Aneignung handelt. Punkt.

Die Mimimi-Spiele beginnen

Doch zurück zu unserem bajuwarischen Skandalwerk mit Weißwursthintergrund: In Herbigs Film gibt es Figuren, die Dialekt sprechen. Dies ist eine ungeheuerliche Anmaßung, da es schließlich auch bei den Ureinwohnern Nordamerikas Stämme mit eigener Mundart gab und gibt. Darüber hinaus stellt die Kostümierung der Akteure einen außerordentlichen Kulturaneignungsskandal dar: Weiße Menschen in Indianerklamotten gehen vorschriftsgemäß schonmal gar nicht – nicht im Fasching und erst recht nicht in Filmen. Darüber hinaus tragen sowohl Cowboys als auch Indianer in diesem Film Waffen. Für grünlich korrekte Mütter ist das sehr schwer zu ertragen. Was sollen diese ihren Söhnen denn sagen, wenn die Stammhalter bewaffnete Indianer im Film sehen, selbst jedoch nur als wäschekorbtragende Squaws zum Kinderfasching gehen dürfen?

Desweiteren ist zu befürchten, dass es in dem neuen Bully-Streifen insgesamt an der korrekt-ehrfürchtigen Unterwerfung unter das Genderdiktat mangelt. Jeder weiß schließlich, dass es im Wilden Westen zahllose binäre und non-binäre Cis-Gender-Personen gab! Pronomen wie “Dude”, aber auch Vokabeln wie “Howdy” und „Yihaa“ waren zu dieser Zeit weit verbreitet. Damals hatten – wie ehemalige Gesundheitsminister heutzutage – viele Menschen Probleme mit ihren Zähnen bis hin zur Zahnlosigkeit. Dass in dem neuen Streifen alle Schauspieler für teuer Geld gemachte Beißerchen in die Kamera halten, ist ein Mangel an kultureller Sensibilität ohnegleichen. Denken Sie dabei nur an Stefan Raab, übrigens Komponist der Filmmusik, und dessen weit herausragendes Prothesenkunstwerk! Man kann schon deshalb hoffen, dass “Das Kanu des Manitu” per sofortiger gerichtlicher Verfügung ins Program des Gipfeltreffens der Kulturmarxisten – das Züricher Film Festival – geklagt wird, um dort einmal ordentlich zurückzuwoken!

“Made in Germany” ist keine kulturelle Aneignung

Als Deutschland und die Deutschen noch die Trendsetter der gesamten Welt waren, als deutsche Wissenschaftler noch die Nobelpreise abräumten wie heutige Neubürger das Bürgergeld, da erdachte der deutsche Erfindergeist zahllose den Alltag erleichternde Hilfsmittel und Maschinen. Albert Friedrich Emil Niemann beispielsweise isolierte als erster 1860 das Kokain. Jede Schniefnase von Kiew über London und Paris bis nach Berlin macht sich somit (sofern sie nicht der Gattung “niedersächsischer Gesichtserker” angehört) – der kulturellen Aneignung schuldig. Es besteht insofern dringender Handlungsbedarf für Politiker aller Parlamente, diese kulturelle Aneignung sofort und nachhaltig-global einzustellen! Dasselbe gilt auch für den Gebrauch von Waschmaschinen, den Buchdruck, Uhren, Autos, LEDs, Röntgenstrahlen: Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen und erweitern. Denn dies alles sind schließlich Produkte deutschen Geistes, und wer diese in der Welt benutzt, macht sich der kulturellen Aneignung schuldig!

Nur eine einzige dieser Aneignungen wäre statthaft: Sollten unsere Politiker bereit sein, ihre marginale intellektuelle Vereinnahmung in Richtung gesunder Menschenverstand zu erweitern, wäre dagegen durchaus nichts einzuwenden. Im Gegenteil, dies wäre mehr als wünschenswert.

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25 Antworten

  1. Weiße Menschen in Indianerklamotten geht nicht? Ist kulturelle Aneignung?

    Was ist dann mit schwarzen Menschen in westlichen Klamotten?
    Müßten die nicht im Baströckchen herumlaufen? Barfuß obendrein?

    Wenn Blödheit weh täte, müßten die sogenannten Wolken den ganzen Tag über schreien!

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    1. Mein Sohn ist blond, blauäugig und Achtelindianer. Was wollen die Woken da machen? Nürnberger Gesetze reloaded, um genau zu klären, wer jetzt Indianer, Halbindianer, Viertelindianer etc. ist?

    1. Jawoll!
      Aber wem gehört die Luxemburg?
      Und überhaupt, eignen wir uns nicht gerade kulturell total an, was die Mohamedaner mögen?
      Das dürfen wir gar nicht!

  2. noch besser wäre ein film : die pleite der politidoten und linksrotzgrünen vollversagern …. im vorspann die fetten omas gegen alles und atifah.. die rechte hand der linken demokratieverbrecher… im vorwort der größte lügner im besten dummland aller zeiten… eintritt frei… kiffen erlaubt …

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  3. @links-woke Empörung
    eigentlich ein Grund, reinzugehen – die „Empörung“ dieser Blitzbirnen ist oftmals ein Qualitätsmerkmal !
    Fehlt nur noch der Verfassungsschutz und der Generalbundesstaatsanwalt mit Hubschrauberflug nach Karlsruhe !
    Und gibt es da nicht noch den „Staatsschutz“ – den Bruder vom Verfassungsschutz ?
    Noch so ein überflüssiger linker Verein des Innenministeriums!

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  4. Schon der geistreiche Titel lässt jeden mit einem IQ von 100 und aufwärts einen großen Bogen um diesen Teutonenstuss machen! Ansonsten wird die deutsche Filmindustrie doch schon seit Jahrzehnten systematisch ruiniert, was auch für die Popularmusik gilt. Statt dessen gibt es stets britische und amerikanische Filme und Popmusik im Überflüss, was aber wohl keine kulturelle Aneignung ist?? Und war teueres deutsches Geld nach Hollywood lange Zeit nicht als „Stupid German Money“ verschrien, weil man in Projekte investierte, für die es noch keine einzige Drehbuchzeile gab, anstatt die heimische Filmindustrie zu fördern?? Das Resultat sieht man ja oben. Hauptsache, die Gutmenschen haben mal wieder Grund zum palavern!

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  5. Das, was nun kommt, konnte sich aber Herbich vorher denken. Deswegen meine Hochachtung und ich hoffe sein Film wird ein Erfolg.

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  6. Die links Woke Empörung geht mir total am Popo vorbei. Eigentlich müßte es aber nun wirklich doch wesentlich mehr solche Empörung geben, denn wenn diese Menschen in Dauerempörung sind, können sie keinen anderen Mist noch fabrizieren.

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  7. Es ist nichts besonderes wenn alte Filme und Fortsetzungen nochmal gut produziert werden wie sie gut angekommen waren vor längerer Zeit da es da noch nicht den Regenbogenwahn in Sektenmanier gab wie in diesem Fall. Einst 2003 am Schuljahresende hatte ich diesen Film gesehen und er war nicht schlecht. Irgend ein Westernstreifen mit Cowboys und Indianern aber ich konnte nichts entdecken das vielleicht Frauen diskriminiert werden oder Homosexuelle. Dieser Film war mir egal und ist es auch. Sollen die Leute die in kennen und mögen auch anschauen als Nachfolger es ist mir Recht, aber wer sich darüber beschwert weil er Oldschool ist und kein Regenbogen-Daumen hat dann tut es mir leid. Vielleicht wird Pampers endlich die bunte Windel für Erwachsene erfinden damit sie ihren Bedarf gedeckt haben. mfg

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  8. „Pseudo-Karl-May-Spaß ‚Der Schuh des Manitu'“ – Das „Pseudo“ kann sich eigentlich nur auf „Spaß“ beziehen, denn bei diesem fäkaltuntigen Machwerk gab es für einen normalen Menschen eigentlich nichts zu lachen. Und das sage ich, der Filme wie „Dumb and dumber“ oder „Naked Gun“ großartig findet.

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  9. Das diese „Linken“ so erfolgreich sind, liegt schlicht an der Begriffsstutzigkeit der anderen.
    Niemand hat irgendetwas zu rechtfertigen, nur weil dieser grün-kommunistische Pöbel irgendetwas herumzukrähen hat.

    Also springt man nicht über jedes derer hingeworfener Stöckchen und läßt diese Bagage doch einfach im eigenen Morast ersticken statt dagegen ständig gutrechts zu sein.

    Der Deutsche an sich taugt weltweit seit Jahrzehnten sowieso bereits nur noch zu einem: Als abschreckendes Beispiel 😣

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  10. Satire darf doch ALLES – laut z.B. Böhmermann … – ich verstehe nicht … 🤨 warum der Ochse darf was dem Esel verweigert wird … …

  11. Um es zu verdeutlichen- Bulli und Co bringen mich zum LACHEN – Komödie vom Feinsten !! Der Brandner-Kasper usw. … DANKE dafür ❣️NEID muß man sich verdienen – Mitleid bekommt man geschenkt …Und ob Manitu, Budda, Gott, Allah usw. … Kette ginge unendlich … schon Echnatons „Ein Gott“ … Versuch ging gründlich schief.

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  12. Ich fand den ersten Film schon ziemlich grenzdebil. Bin fast gespannt, was die sog. Filmindustrie demnächst reloaded. Aber Hauptsache man feiert sich und das degenerierte Publikum spielt den Klatschhasen. Alles möglicherweise sponsered by BRD !

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  13. Für eine verlogene „bunte Vielfalt“ demonstrieren, dann aber nur mit kultureller „Einfalt“ daherkommen!

    Offenbar fehlt diesen Zeitgenossen jeglicher Humor, jegliche Toleranz und ihr ausgrenzendes und verabsolutierendes Engmaschendenken gelingt eben nur, wenn man über Scheuklappen und wenig Hirn verfügt!

    Früher konnte man unbeschwert lachen, wenn jemand einfach mal einen fremden Dialekt nachahmte oder als erkennbar Fremder z.B. Lederhosen trug. Ich freue mich schon auf Fasnacht und Karneval, wenn die Menschen zeigen, was sie auch mal sein wollen. Wer andere imitiert, tut dies eben nicht aus Hass und Ablehnung, sondern aus Freude, Bewunderung, Verständnis oder Kontaktsuche … Also genau das Gegenteil von dem, was diese „Kulturbewahrer“ offenkundig nicht verstehen, verachten und unterbinden wollen.

    Ach, wenn ihr Deppen doch wüsstet, wie blöd ihr in tiefster Seele mit eurer dumm-moralisierenden Weltanschuung seid! Ihr seid selbst einfach zu blöd, um über euch selbst zu lachen.

  14. Das spielt sich auf einem Niveau von 5 jährigen VORSCHULKINDERN ab. Punkt. …aber :Das Zurschaustellen des eigenen Moralismus ist regelrecht zum Volkssport ausgeartet. Viele gieren geradezu danach durch systematisches „Falsch-Verstehen“ Gelegenheiten zu Belehrung, Mahnung und den erhobenen Zeigefinger zu schaffen.

    Da hab ich schon groteske Diskussion führen müssen… das nun bereits die Farbe blau oder eine Logo in rot-weiss -rot zum No-Go wird aufgrund von Assoziationen die krampfhaft aus dem Ärmel geschüttelt werden. Das geht dann soweit , dass selbst Abbildungen von chinesischen Winkekatzen als „bedenklich“ kritisiert werden, weil ja hier die Assoziation mit dem Hitlergruß naheliege.

    Wir leben in einer Welt der Bedenkenträger und Problemsucher. Und Minderheiten werden Opferhaltungen und Leidensmuster eingeredet, bis diese das letztlich selbst glauben…..Humor und Satire im Speziellen hat es hier in einem solchen Minenfeld der Übermoral so schwer wie noch nie. Endstation: „VERBLÖDUNG“!!!