Leide ich am Negativitäts-Syndrom wie Millionen andere?

Leide ich am Negativitäts-Syndrom wie Millionen andere?

Frust und Sinnleere: Die dissonante Nachrichtenlage fordert ihren psychischen Tribut (Symbolbild:Pixabay)

Eigentlich bin ich ein positiv denkender Mensch. Meine Texte legen die Finger in die Wunden dieser Zeit, sie sollen aber niemanden entmutigen. Und dennoch bin ich als Kolumnist, Autor und Chronist der Ereignisse oftmals müde und meiner Arbeit überdrüssig. Ich bin erschöpft. Und gerade heute fällt mir da ein Artikel in der “Washington Post” (WP) ins Auge: Die US-Zeitung beschreibt, wie Negativität Menschen verändert. Was das mit mir macht, merke ich jeden Tag. Nicht theoretisch, sondern ganz praktisch – und zwar beim Lesen der Nachrichten, und beim Nachdenken darüber, warum so viele Menschen erst spät politisch umdenken. Weil sie sich nicht mehr trauen, etwas zu riskieren und Widerspruch wagen.

Im Artikel der WP geht es um Negativität generell, nicht nur bezogen auf die weltpolitische Situation oder die Nachrichtenlage. Aber ich sauge trotzdem jede einzelne Zeile ich mich hinein. Negativität nicht eine momentane Stimmung, sondern als Dauerzustand. Ich lese, wie sie sich im Kopf festsetzt; wie sie Entscheidungen verlangsamt; wie sie Menschen vorsichtig macht. Das ist Psychologie, doch ich bin kein Psychologe. Aber beim Lesen dachte ich nicht an Studien. Ich dachte an mich: Bin ich vielleicht schon Patient?

Finger schwer wie Blei

Denn diese wummernde Negativität ist nichts Abstraktes. Sie ist nicht angeboren. Sie ist auch nicht deutsch. Und sie ist nicht schicksalhaft. Sie wird uns eingepflanzt und übergestülpt. Jeden Tag. Durch Wiederholung. Durch Bilder. Durch Schlagzeilen. Durch das ständige Gefühl, dass irgendetwas aus dem Ruder läuft, während uns gleichzeitig erklärt wird, alles sei unter Kontrolle. Sinngemäß: Die Wölfe sind entlaufen und keiner weiß, wo sie lauern – aber es besteht kein Grund zur Sorge. Alles ist in Ordnung.

Ich merke, was das mit mir macht. Es macht mich nicht wütend. Es macht mich auch nicht euphorisch. Es macht mich müde; ich resigniere. Und genau das ist der Punkt. Wie soll ich viermal am Tag Artikel zum aktuellen Geschehen à 2500 Zeichen schreiben, wenn die Finger auf der Tastatur irgendwann so schwer sind wie Blei? Mit meinen Texten will ich Menschen eigentlich anregen nachzudenken. Doch Menschen ändern ihre politische Haltung schwer. So schwer wie ein Ozeandampfer seine Richtung. Es ist frustrierend, wenn Überzeugungsarbeit versagt.

Stadtbilder und Stimmung reichen mir

Ich wurde in den letzten Jahren insgesamt ruhiger, gelassener, man kann auch sagen: resignierter. Nicht aus Faulheit. Sondern aus Erschöpfung. Aus dem Gefühl: Ich habe genug gesehen und geschrieben. Genug Erklärungen und Beschwichtigungen gehört. Genug Versprechen, die sich beim nächsten Nachrichtenzyklus wieder auflösen. Wenn ich durch meine Heimatstadt Berlin gehe, brauche ich keine Statistik. Bahnhöfe und Fußgängerzonen reichen. Die Stadtbilder reichen. Die Stimmung reicht. Und immer begleitet von derselben medialen Tonlage: Problem. Einordnung. Relativierung. Nächster Vorfall. Gleiche Sprache. Gleiche Gesichter. Gleiche Beruhigung.

Und dann stellt sich eine unangenehme Frage. Geht es anderen Menschen auch so wie mir? Wenn man ein ganzes Volk medial in einen Zustand dauernder Negativität versetzt, wird es dann nicht leichter steuerbar? Nicht weil es radikal wird. Sondern weil wir entscheidungsschwach werden. Weil wir müde werden. Weil ich mich nach Ordnung sehne. Nach jemandem, der sagt: Ich kümmere mich. Ich ziehe den dunklen, bedrohlichen Schleier weg.

Eine Frage der Gewöhnung?

Ich weiß nicht, wie es andern geht. Ich weiß nur, was es mit mir macht. Es macht mich nicht extrem; es macht mich wach und müde zugleich. Und misstrauisch gegenüber all jenen, die mir erklären wollen, ich solle mich entspannen. Denn wer entspannt ist, fragt weniger. Wer müde ist, glaubt schneller. Und wer glaubt, lässt sich führen. Wer schon älter ist wie ich, über 70, der plant nicht mehr wie mit 40. Aber vielleicht soll das Negative ja auch die Jungen infizieren. Damit sie nicht mehr planen. Kein Haus. Keine Firma. Keine Karriere. Sondern nur noch überleben wollen. Geht es darum?

Schlimm an alldem ist nicht ein plötzlich auftauchender negativer Moment, sondern dass wir uns an die Negativität gewöhnt haben. Dass sie zum Hintergrundrauschen wurde. Wie Verkehrslärm. Man hört ihn irgendwann nicht mehr. Aber er zermürbt trotzdem. Ich komme mir manchmal vor wie die Maus im Milchtopf. Sie strampelt und rudert aus Hoffnung und aus Notwendigkeit überleben zu wollen – so lange, bis irgendwann unter ihr etwas Festes entsteht: Butter. Eine kleine Insel, die Halt gibt. So fühlt sich politische Orientierung heute an. Wir sind mit Abwehr beschäftigt. Deshalb fehlt mir die Kraft für das Große. Dazu müsste ich aber unbekümmert positiv springen und jubeln können.

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16 Antworten

  1. Bei mir sind nicht die Finger schwer geworden sondern die Füße wie Blei.
    Meine Hände und Finger benutze ich im Zusammenhang mit meinen Hobbys um mir das Leben leichter zu machen. Auch mein Kopf benutze ich um noch die erlernten praktischen Fähigkeiten zu tätigen. Schlechte Stimmungen verjage ich in dem ich mich mal an positive Zeiten erinnere. Bei Einiges muss ich sogar darüber lachen. Bilder ansehen machen mich nur traurig weil ich vieles nicht mehr kann, z.B. lange Wanderungen und Rad fahren. Für Anderes bastele ich mir viele Hilfsmittel. Elektrisch wie mechanisch.
    Eben grade wieder ein Schlüsselerlebnis gehabt. Hatte etwas schlechte Laune weil ich die neusten Nachrichten las und mir der Enkelsohn etwas problematisch zu sein scheint. Mein Nachwuchs hat mich ja schon vor Jahren aufgegeben, als ich in der Reha war, wollte eine Vollmacht, aufgehetzt durch eine bekloppte Bekannte. Aber der Alte will einfach nicht abkratzen und hat auch noch ne eigene Meinung. Da fand ich auf meinem PC einige Mitschnitte von “ Mit Schirm Charm und Melone“ aus geraumer Vorzeit und siehe da meine Laune war um vieles besser geworden. Die neuen Filme sind dermaßen politisch hetzerisch aufgeladen. Einfach ekelhaft.

  2. Passt bitte auf, dass Ihr nicht selber alle dabei drauf geht! Was hier an toxischen Menschen herumschwirrt, ist nur noch abartig! Eigentlich sollten diese Zeiten wieder zusammenschweißen, das wirklich Wichtige im Leben hervorkehren, sich auf Freundschaften und den Zusammenhalt besinnen lassen usw. Vielleicht wird ja dem einen oder anderen klar, was wirklich im Leben zählt – bitte nicht nur zur Weihnachtszeit!

    1. @“sich auf Freundschaften und den Zusammenhalt besinnen lassen“
      Das mit den Freundschaften ist so eine Sache. So genannte Freunde haben mich schon das Eine oder Andere mal in die Pfanne gehauen. Da ich schon von Klein auf an mit Sachen konfrontiert wurde wo es hieß zu entscheiden was ich wo sagen durfte fielen die Folgen nicht so drastisch aus. Mein Freund und Klassenkamerad gehörte zu einer Familie die stramme IM waren aber in der Christlichen Blockpartei. Der Vater sogar hauptamtlicher Funktionär.
      Wie hieß es damals beim Zoll “ Ein gesundes …..Mistrauen“. Das hatte ich auch schon vorher und rettete mir so das Eine und Andere mal den Hintern.
      Bei Gemeinschaften muss man auch vorsichtig sein um nicht missbraucht zu werden. Da war bei mir was auf Fachebene nur was zu machen. Vorteile nahm ich dabei natürlich mit. Es durfte nur nicht politisch sein.

  3. Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen– aber– wenn du kämpfst , kannst du verlieren– aber — wenn du nicht kämpfst- hast du schon verloren — der Kampf geht weiter gegen die . die das Land zerstören wollen —

    1. Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft.
      Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.

      Richard Buckminster Fuller

  4. Tja, früher habe ich mich wesentlich stärker am Diskurs beteiligt. Kommentiert bei großen Blättern wie bei ,,Die Zeit“ u.v.a., zensiert und später gesperrt. Anschreiben gegen den Mainstream echt zwecklos. Diskutiert im Freundes- und Bekanntenkreis über Jahre. Kommt einem vor, als seinen große Teile der Bevölkerung psychisch lobotomisiert, da bewegt sich nichts und man braucht sich deswegen auch nicht über die Wahlergebnisse wundern. Raffinierte Psychotechniken a la Gustave Le Bon mit ,,Psychologie des foules“ oder Edward L. Bernays’ ,,Propaganda“, aber auch andere neuere Manipulationsmethoden wie Astroturfing usw. Funktioniert, denn sonst hätten sich auch große Teile der Bevölkerung nicht mit einem als Impfstoff getarnten Gencocktail behandeln lassen. Seit der Covdemie geht schon gar nichts mehr. Den Angriff auf das Gehirn analysiert Dr. M. Nehls in seinem Buch ,,Das indoktrinierte Gehirn“. So kann es durchaus eine Depression auslösen, wenn man schaut, was bald an Technokratie oder Technat mit digitaler ID auf die Weltbevölkerung zukommt, vor allem, wenn man sich inhaltlich intensiv damit befasst. Hier mal eine ,,Kostprobe“.
    https://axelkra.us/der-absterbende-karl-marx-esc/
    oder
    https://uncutnews.ch/der-schluessel-zum-verstaendnis-des-kultes-des-globalismus-und-seines-krieges-gegen-den-westen/

  5. Negativität kann man lernen.

    In einem Umfeld, das negativ denkt und pessimistische Gedanken hemmunglos äußert, jeden positiven Gedanken auf diese Weise zerstört, ist es sehr schwer, optimistisch zu bleiben.

    Die international bekannte „German Angst“, die sich durch das Volk zieht wie eine Hauptschlagader, verhindert positive Strömungen, löscht sie sozusagen aus.

    Jeder Kommentar, in dem das Unheil „prophezeit“ wird, ist wie ein Gebet für das, was man eigentlich nicht haben möchte.
    Warum ist das so?

    Negative Gedanken senden entsprechende Vibrationen aus, die mit anderen negativen Gedanken resonieren und dadurch verstärkt werden. Wenn sie dann irgendwo reflektiert werden, kommen sie wie ein Echo zurück. Dieser Widerhall zusammen mit der ursprünglichen Schwingung ist eine Kraft, welche die Zukunft beeinflusst.
    Darum heißt es :
    Was die Menschen fürchten, kommt über sie.

    Es sind also die negativen Gedanken der Menschen, die eine negative Zukunft bringen.
    Man kann dem entgehen durch „social distancing“ und geistige Selbstkontrolle.

    Herr Müller, meiden Sie Orte und Menschen mit negativen Vibrationen!
    Suchen Sie stattdessen Orte der Stille und Harmonie auf! Diese finden Sie in der Natur.
    Kommunizieren Sie mit Menschen, die naturverbunden sind und positiv denken!
    Und beten Sie! Durch Beten schafft man ein „alignment“ der Seele mit dem Kosmos und dem Urgrund allen Seins.
    So entsteht eine „Funkzelle“ mit positiver Vibration.
    Viele solche Zellen bewirken schließlich positive Ergebnisse. Das oben erklärte Prinzip funktioniert selbverständlich auch in positiver Richtung.
    Wir sind tatsächlich die Schöpfer unserer Welt, denn diese ist geistigen Ursprungs.

    Liebe Grüße aus einem Wald mit vielen Vögelchen, Rehen und Eichhörnchen!
    🍀🕯️🕯️🕯️🍀

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    1. Was ist das für ein wirres Durcheinander. Natur und Entspannung ist in Ordnung. Aber beten und suchen von Gleichgesinnten zeugt von enormer Unsicherheit und ein Ruf nach Hilfe. Jede fremde Hilfe ist der Vorläufer der Abhängigkeit.

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  6. Dieser Artikel hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte jede Zeile nachfühlen. Es ist so mühsam, sich gegen diese Entwicklungen zu stemmen, zu schützen, zu immunisieren und gleichzeitig zu beobachten, zu hoffen, Schlussfolgerungen logisch zu ziehen, zu hinterfragen und und und…. Alleine den Kopf oben zu behalten, sich vor Nachrichten zu schützen, gleichzeitig auf dem laufenden zu bleiben, täglich mit Menschen umzugehen, die scheinbar nichts verstehen, nichts hinterfragen und sich dabei klug und erhaben zu fühlen. Das macht so 🫩 müde.
    Aber wir gehen weiter. Inmitten der Schlafwandler. Sie mit spitzer Feder oder scharfer Tastatur. Ich mit gelebter Widerstandsfähigkeit und so haben wir die Gewissheit. Wir sind nicht alleine und alles hat ein Ende. Jedes Unrecht, jede Lüge, jeder Betrug, jeder Zwang ist auf Dauer zum Scheitern verurteilt.
    “ Das alles ist Windhauch…“ (Kohelet)

  7. Aaus solch einer scheußlichen Situation
    muss der legitime Widerstand wachsen.
    Und er wächst.
    Ich sehe es jeden Tag mehr.
    Wir werden obsiegen.
    Die Lügentruppe kann sich nicht mehr
    lange halten.

  8. Ich hatte mich Jahrzehnte geweigert, PC zu lernen, kam auch bestens ohne zurecht, wurde 2015 jedoch durch unsere neue Hausverwaltung dazu gezwungen, weil diese nicht bereit war, mir Mitteilungen per Post zu schicken. Im Nachhinein kann ich nur sagen: zum Glück! Denn dieser Umstand brachte mich in Kontakt mit den alternativen Medien exakt zu dem Zeitpunkt, als es mit der Grenzöffnung los- und mit Corona etc weiterging. Ja, die Nachrichten waren und bleiben erschreckend, aber ich wollte wissen, was tatsächlich abläuft, welcher Zweck damit verfolgt wird und vor allem, wer die Fäden zieht.
    Mittlerweile bin ich mir darüber ziemlich imklaren.

    Deshalb will ich das permanente Lesen negativer Nachrichten ab dem kommenden Jahr auf ein normales Maß beschränken. Was kommt, ist ohnehin klar. Nur der Weg dorthin ist noch unklar.

    Trotzdem leben wir noch immer in einem Land mit einer wunderschönen Natur, die noch immer gemäß der ihr gegebenen Ordnung funktioniert. Es gibt noch immer tolle, herzliche und hilfsbereite Menschen in unserem Land, auch wenn sie vielleicht falsch gewählt und bezüglich Corona gegen die eigene körperliche Unversehrtheit entschieden haben. Wir leben noch immer in einem Land, in dem es viele Alltagserleichterungen gibt, Nahrungsmittel im Überfluß und bestens ausgestattete Bibliotheken, die einem neue Horizonte erschließen können. Wir können noch reisen (nicht nur nach Malle), Naturwunder bestaunen und in andere Kulturen eintauchen. Oder auch in das eigenen Innere. Es gibt das Positive immer noch. Aber die ständigen negativen Nachrichten verstellen zunehmend den Blick darauf. Es liegt deshalb an jedem Einzelnen, für sich eine Balance herzustellen.

    Geehrter Herr Meinrad, Ihre Artikel sind mir immer positiv aufgefallen wegen des Augenzwinkerns, mit dem sie daherkamen. Deshalb tut es mir ausgesprochen leid zu lesen, daß Sie derzeit so angefressen sind von der ganzen Negativität in Politik und Wirtschaft. Müssen Sie tatsächlich täglich vier Artikel schreiben? Wäre es nicht möglich, sich stattdessen mindestens vier Wochen eine Auszeit zu verschaffen und sich in dieser Zeit mit ganz anderen Dingen zu beschäftigen, die positiv auf Sie wirken?
    Ich glaube, das Schlimmste an der gegenwärtigen Situation ist, daß wir an dem Verhängnis, das ganz offensichtlich für uns geplant ist, nichts ändern können, sondern gezwungen sind, es hilflos abzuwarten. Alles Gute für Sie!

  9. Trösten Sie sich. Es geht mir haargenau so, wie Sie es beschreiben. Wir sind während Corona von Heidelberg in den Odenwald gezogen. Reißleine, raus aus unserem Grünen Juste Milieu. Wollte mir nicht mehr von Grünen Müttern mit Töchtern anhören, dass Vergewaltigungen halt ein Kollateralschaden seien. Fühle mich hier sehr wohl, die Menschen sind bodenständig. Als politischer Mensch fällt es mir sehr schwer, nicht auf dem Laufenden zu bleiben, aber auch mich befiel die Negativität immer stärker, Auswandern wegen des Alters (1957 bzw. 1954) keine Alternative mehr. Ich habe einen anderen Weg gewählt, zuerst mein Graecum gemacht und jetzt ein Philosophiestudium begonnen. Es heilt nicht aber hilft.

  10. ⚡😱⚡
    Willkommen im Club Ü70!
    Die guten Zeiten sind vorbei, und nun, müssen wir das verteidigen was wir sind, gegen das, was wir nicht sind, um zu überleben.
    Schlau genug, um nicht gegen Windmühlen zu kämpfen, erfahren genug um auf „6 Uhr“ aufzupassen und immer an der Wand entlang gehen.

    Es ist keine charakterliche Schwäche, diesem negativen
    -ad dudum- aus dem Weg zu gehen, um öfter ein -social distancing- als Leben Philosophie zu betreiben.
    „Gesundheit Tipp“/ Cortisol Bremse:
    „Wir wissen , sie lügen. Sie wissen, sie lügen.
    Sie wissen, das wir wissen sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, das wir wissen, sie lügen.“
    Und trotzdem lügen sie weiter.
    👁️⚡👁️

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  11. ZITAT: „Schlimm an alldem ist nicht ein plötzlich auftauchender negativer Moment, sondern dass wir uns an die Negativität gewöhnt haben. Dass sie zum Hintergrundrauschen wurde. Wie Verkehrslärm. Man hört ihn irgendwann nicht mehr. Aber er zermürbt trotzdem.“

    Das ist es, was viele nicht begreifen. Deren Einschätzung lautet: Das Problem ist weg, wenn man sich daran gewöhnt hat. Tatsächlich ist nur die bewusste Wahrnehmung des Problems weg. Das Problem an sich ist noch da und wirkt sich weiterhin negativ aus. Ich sage dann immer: „Man kann sich auch an schlechte Luft gewöhnen. Die Luft ist dann aber immer noch schlecht.“