Leitfaden für Regierungen in Bedrängnis

Sorgfältige Auswahl der Umstürzler ist das A und O (Symbolbild:Pixabay)

Sie sind eine Regierung in einem „demokratischen” Staat? Sie sind unzufrieden mit Ihrem Staatsvolk, weil es sich erdreistet genauer hinzusehen, um zu erkennen, was Sie im Rahmen Ihrer Regierungsarbeit so treiben? Vielleicht regieren Sie auch in einem Land, dessen Bevölkerung mit Ihren visionären Ideen von Bevölkerungsgestaltung, Industrieproduktion und Energieversorgung der Zukunft überhaupt nicht einverstanden ist? Möglicherweise geraten Sie auch wegen vermeintlich willkürlicher und unnötiger Gesundheitsmaßnahmen unter Druck?

Dann wird es Sie erfreuen, dass es jetzt einen Leitfaden zur wirkungsvollen medialen Inszenierung von Staatsstreichen gibt. Nachfolgend lesen Sie diesen Leitfaden, der bis ins Detail ausgetüftelt ist. Er garantiert eine wirkungsvolle öffentliche Darstellung eines fingierten Putsches, ohne dass irgend jemand auch nur zu erahnen vermag, dass alles eine Täuschung sein könnte. Sollte Ihre RegierungsmannschaftIn wenigsten teilweise aus Spezialisteninnen/oben/unten/vorne/hinten bestehen, die lesen und sogar schreiben können, steht der Umsetzung dieses Leitfadens nichts im Wege.

Der 10-Schritte Plan zum Erfolg

Wenn Sie folgende Schritte gewissenhaft umsetzen, verfügen Sie über ein gut vorbereitetes „Putschteam“ auf Abruf, das Sie im Bedarfsfall jederzeit einsetzen können. Beispielsweise in Krisensituationen wie öffentliche Empörung über Fachkräfte-Handhabung von Küchenutensilien oder kalte Wohnungen oder Mangel an Orangeat für Weihnachtsgebäck.

Schritt Nummer 1: Sind Sie eine eher konservativ ausgerichtete Regierung, so benötigen sie ein linksextremes Putschnarrativ. Dementsprechend ist bei einer sozialistischen Regierung eher eine völkisch-national-rechte Erzählung angezeigt. Um ganz sicher zu gehen, können Sie auch für beide Optionen planen, dann sind Sie auf jeden Fall vorbereitet.

Schritt Nummer 2: Die operative Ausgestaltung und Durchführung sollten Sie auf jeden Fall professionellen Geheimdiensten anvertrauen. Diese verfügen über eine ausreichende Anzahl hochmotivierter, hochintelligenter, moralisch integrer, drogen- und suchtfreier Mitarbeiter, mit deren Hilfe eine reibungslose und effiziente Umsetzung sicher gelingt. Bei so durchgeführten Aktionen wird die Öffentlichkeit niemals Verdacht schöpfen oder misstrauisch werden.

Schritt Nummer 3: Wählen Sie die Agenten, die in Ihrem Auftrag eine „Feierabend“- Putschistengruppe zusammenstellen, gewissenhaft aus. Das Verhalten dieser konspirativen Helfer muss tadellos sein, sodass niemand – weder die Öffentlichkeit noch die Mitglieder der jeweiligen umstürzlerischen Gruppen – Verdacht schöpfen können. Haben Sie keine Top-Agenten zur Verfügung, nehmen Sie bitte Mitarbeiter vom Verfassungsschutz. Das wird schon irgendwie gut gehen, ohne dass jemand etwas bemerkt. Wenn nicht, dann überlegen Sie sich bitte eine gute Geschichte.

Auf die Auswahl achten!

Schritt Nummer 4: Achten Sie bei der Auswahl der Putschisten auf eine möglichst breite Streuung von Vertretern des bürgerlichen Lagers. Unauffällige Zeitgenossen sind zu bevorzugen: Die gehbehinderte Oma, der Buchhalter mit einer Dioptrien unter -7.0, die Bezirksleiterin der Weight Watchers. Diese Undercover-Saboteure sind für die Weitergabe von Informationen und das Kontakthalten innerhalb der Verschwörer*innenden-Gruppe einzusetzen. Da sie Zugang zu Waffen besitzen, sind folgende Berufsgruppen für die Durchführung des bewaffneten Einsatzes zu bevorzugen: Der Koch (Messer und Gabeln), der Gärtner (Hacken und Laubrechen), die Frisöse (Scheren), der Schreibwarenhändler (spitze Stifte und Locher), der Supermarktmitarbeiter (abgelaufene, gewölbte Konservendosen) und/oder der Zahnarzt (Kukident-Haftcreme). Zur unauffäligen Tarnung bieten sich auch Langzeitgäste an. Diese sind in der Regel gut bewaffnet und juristisch nicht zu belangen.

Schritt Nummer 5: Für eine erfolgreiche Durchführung eines medialen Putsches ist die Mobilität der Gruppe unabdingbar. Frisierte Rollatoren mit Granufink-Antrieb und gepanzerte Tretroller mit Akkuunterstützung sind zu bevorzugen. Traktoren, Mähdrescher, Erntemaschinen oder ähnliche Fahrzeuge – zumal mit umweltschädlichem Dieselantrieb – sind unbedingt zu vermeiden, da zu auffällig. E-Mobilität ist zu bevorzugen – Zuverlässigkeit auf der Flucht kann bei diesen Fahrzeugen jedoch nicht garantiert werden.

Schritt Nummer 6: Legen Sie die Ziele der bewaffneten Putschisten im Vorfeld fest. Es müssen relevante Knotenpunkte der Macht der zu stürzenden Junta eingenommen werden. Dazu zählen in Deutschland etwa die Kantine im Bundestag, die gegenderten Toiletten beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und zahllose Lagerhallen mit Dönerspießen aus Gammelfleisch. Ein gezielter Vorstoß sollte auch den Sozialämtern in großen Städten gelten, um die Vollkasko-Versorgung der Neusiedler empfindlich zu stören.

Die Spannung hochhalten

Schritt Nummer 7: Die eingeschleusten Agenten sollten fortlaufend die zuständigen Dienste über Aktivitäten der Gruppe informieren. Idealerweise sind sie selbst die Initiator*innenden. Es ist aber peinlichst genau darauf zu achten, dass diese Unternehmungen lächerlich genug sind um mediale Aufmerksamkeit zu erlangen. Fünf Sachsen mit einem Luftgewehr, eine 77-jährige Profi-Kidnapperin mit einem atomgetriebenen Rollator und Husarenstücke ähnlicher Brisanz stellen die Mindestanforderung an solche kühnen Vorhaben dar. Die Spannung muss hoch gehalten werden.

Schritt Nummer 8: Verlässt dann eine durchschlagende Aktion dieses Kalibers das Planungsstadium und nähert sich der Durchführung, gilt es eine bundesweite Razzia zu organisieren. Panzer, Jagdflugzeuge und Kriegsschiffe sind in Alarmbereitschaft zu versetzen. Schließlich weiß man ja nicht, ob die Putschisten nicht doch Schwimmflügel, ein Schlauchboot, ein Ruderboot oder gar ein solarbetriebenes Motorboot zur Verfügung haben. Das Verhältnis Spezialeinsatzkraft zu Geronto-Putschisten darf 1 zu 483,725 nicht unterschreiten. Die Haustüren der Anarchos sind im Voraus zu markieren, um Verwechslungen durch die Sondereinsatzkräfte beim Aufhebeln derselben zu vermeiden. Sollte irrtümlicherweise die Wohnung eines kultursensiblen Nachbarn gestürmt werden, so ist dieser großzügig aus der Steuerkasse zu entschädigen. Ferner sind unbedingt die Medien einzubinden. Die wirkungsvolle mediale Verwurstung eines solchen Kasperltheaters für Geistesarme muss gründlich vorbereitet sein.

Damit Regieren wieder Spaß macht

Am Einsatzort gilt es Dixie-Klos aufzustellen, eine Kaffeeküche zu installieren und, als gefährlichsten Gegenstand der ganzen Aktion, eine Gulaschkanone (vegan) aufzubauen. Ohne gutes Essen keine spannungsgeladene Übertragung.

Schritt Nummer 9: Die im Vorfeld ausgewählten und logopädisch trainierten Empörungsgutmenschen gilt es dann zeitnah in den Qualitätsmedien von der Leine zu lassen. Bei den einschlägigen Talkrunden dürfen diese dann brav den vorher eingeübten gequirlten Zerebral-Dung zum Besten geben.

Schritt Nummer 10: Ist all das im Gange, können Sie als Regierende ganz bequem und unbeachtet von der Öffentlichkeit gesetzgeberische Sauereien nachts um halb eins bei drei anwesenden Parlamentariern im Plenum durchpeitschen. So macht Regieren wieder Spaß – und erfreut die Auftraggeber.

Weitere Leitfäden zu folgenden Themen stehen auf Anfrage ebenfalls zur Verfügung:

  • Wie kann ich in meinem Staat die ursprüngliche Bevölkerung austauschen?
  • Wie organisiere ich eine weltweite Pandemie?

oder auch (sehr charmant und viel nachgefragt):

  • Wie kann ich kostengünstig giftige Industrieabfälle entsorgen, indem ich sie als vegane Nahrungsmittel verkaufe?

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Krisenvorsorge-Tipp: ALLES rund ums WASSER

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8 Kommentare

  1. Gute Analyse der Herrschaftsmethoden a la Ampel. Normalität und Kompetenz sind in der Berliner Ampelregierung Fremdwörter .

    • abwarten….
      wenn die ampel versagt:
      gilt wieder „rechts vor links…“
      wird so noch jeden tag gelehrt…. tatsache… !
      nur die politversager glauben nicht daran…
      aber nur noch so lange, bis man sie ordentlich belehrt hat….

    • do guck na: wenn sich berechtigte Regierungskritiker im Parlament daneben benehmen, wird das zur Demokratiekrise hochgespielt.
      die versüfften Klima-Extremisten dagegen haben dort Narrenfreiheit und unaufgeklärte Schlüsselgewalt….

  2. Klasse!
    Das ist mal ein richtig guter Artikel. Er bringt es humoristisch auf den Punkt, deckt dadurch schonungslos das auf Kleinkind-Niveau dahinvegetierende, dumm-dreiste Verhalten der Politiker und ihrer Strippenzieher auf, das gerade mal ausreicht, die dumpfe Brot-und-Spiele-Masse zu überzeugen und gibt viel zum Lachen.

  3. Ich bin empört und entsetzt, wenn ich diesen, den wohl ausgeklügelsten Staatsstreich in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands, ins Lächerliche ziehenden Artikel lesen muss!
    Welcher übrigens nachweislich schon der mindestens zweite, wenn nicht dritte Versuch diesen Jahres ist, unsere freiheitlich demokratische Grundordnung auszuhebeln und unsere schöne Bundesrepublik in eine grauenvolle Diktatur zu verwandeln! Ja! Lachen Sie nur! Sie Unterstützer von Umsturz und Delehiminimasturbation des Rechtsstaates!
    Sie sollten wissen, das dies neuerdings einen Straftatsbestand darstellt und sie dafür in ein La… Gefängnis wandern können! Und richtig so! Kurz vor Weihnachten möchte der brave Bürger nicht verunsichert werden! Wieder von ihnen, noch von Putin! Auch nicht von Viren, deren tödliche Funktion wir gerade am eigenen Leib erfahren haben, noch von Neuigkeiten über eventuellen Energiemangel, der bekanntlich seit 70 Jahren desolat und allgegenwärtlich unseren Wohlstand bedroht hat! Also schämen Sie sich! In Zukunft möchte ich viel weniger von solchen irritierenden Themen lesen müssen werden, sie stören mich in meiner Ruhe und meinem Feierabendbier! Eigentlich möchte ich überhaupt nichts verstörendes lesen oder hören müssen, das ist mir zu anstrengend, meiner Frau übrigens auch, vom Hund ganz zu schweigen!
    Bringen Sie doch lieber wieder ein paar nette Artikel über die gelungene Integration von Migranten oder die Sichtung von Einhörnern auf dem Brocken! Das ist solide Information, und steht der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen auch nicht diametral entgegen!
    Vielen Dank!
    N. Laser.

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