
Die etablierte Politik hat wieder ein neues Vorzeigeprojekt gefunden: Die sogenannten Lernhäuser. Schritt für Schritt soll das angebliche neue Konzept Eingang in den Schulunterricht finden. Der Begriff „Lernhaus“ ist dabei alles andere als selbsterklärend. Schließlich sollen doch alle Schulen Häuser sein, in denen man etwas lernt. Worum geht es hier also? Hinter dem Lernhauskonzept verbirgt sich ein radikaler Bruch mit dem, was man bisher unter Schule und Unterricht verstanden hat. Es geht um einen Generalangriff auf das, was despektierlich als „preußische Flurschule“, „Frontbeschallung“ und ähnliches bezeichnet wird.
In Wahrheit richtet sich der Angriff jedoch nicht auf autoritäre Pädagogikformen des 19. Jahrhunderts, die vermeintlich immer noch weiterexistieren. Es steht wesentlich mehr auf dem Spiel. Nämlich die Grundstruktur von Unterricht, wie sie seit der Antike bestand. In dieser Grundstruktur war die Schule „lehrerzentriert“ im Sinne der Verantwortung: Der Lehrer war verantwortlich für die Vermittlung der Lerninhalte. Er war verantwortlich für die bestmögliche Förderung der Schüler und sollte in Konfliktfällen unter den Schülern eingreifen.
Schüler im Lernhaus: Überwacht, gestresst, alleingelassen
Dieses „Konzept“ soll nun handstreichartig abgeschafft werden. Im Lernhaus ist der Lehrer ein „Impulsgeber“. Nach einem Kurzimpuls sollen die Schüler in Lerngruppen ausschwärmen und sich den Lernstoff weitgehend selbst erarbeiten oder eigene Projekte entwickeln. Natürlich steht Gruppenarbeit dabei im Mittelpunkt: „Schüler unterrichten Schüler“ heißt die Maxime, der Lehrer steht nurmehr für Rückfragen zur Verfügung. Die Architektur der Schulen soll sich dieser Grundidee anpassen: Es geht um eine „grenzenlose Schule“. Im Zentrum steht ein „Marktplatz“, ein Multifunktionsraum, der wie ein Wohnzimmer eingerichtet ist. Um diesen Marktplatz gruppieren, sich kleinere Räumlichkeiten, sogenannte „Lernateliers“, die alle durch Glasschiebetüren mit dem Zentrum verbunden sind. Das angeschlossene Teambüro, das aus Lehrern und Pädagogen besteht, ist ebenso aus Glas. Jeder soll jeden im Blick haben.
Schon dem gesunden Menschenverstand leuchtet ein, dass ein solches Unterrichtskonzept nicht funktionieren kann. Durch Überwachungsatmosphäre, permanente Hektik und Lärm entsteht ein vergiftetes Unterrichtsklima. Das Lernhaus erfordert von Schülern ein hohes Maß an Selbstorganisation und Eigeninitiative. Hier können sich nur selbstbewusste und ohnehin leistungsstarke Schüler behaupten, die Schwächeren werden abgehängt. Der Lehrer zieht sich hier aus der Verantwortung zurück und wälzt diese auf die Schüler ab. Mit Blick auf die sich immer stärker ausbreitenden Mobbingphänomene ist das eine fatale Entwicklung. Das Ganze erinnert ein wenig an die Zugschaffner, die die Tickets einfach nicht mehr kontrollieren, um keinen Ärger zu bekommen.
Pädagogischer Begriffsnebel verhüllt, worum es wirklich geht
Man sollte sich von einem Wust an Begrifflichkeiten wie „Lernlandschaften“, „Homebase“ oder „Recharge-Zone“ nicht blenden lassen: Hinter dem Lernhauskonzept steckt die abgestandene Pädagogiktheorie der antiautoritären Erziehung, die Autorität allgemein unter Generalverdacht stellt und als Unterdrückungsinstrument betrachtet. Man hat dabei schon x-mal versucht diese Theorie in die Praxis umzusetzen und es ist immer kläglich gescheitert. Das Neue am Lernhaus ist lediglich, dass die Umsetzung der antiautoritären Ideen nun architektonisch erzwungen werden soll. Ironischerweise wird oft argumentiert, dass Lernhäuser auf die künftige Arbeitswelt vorbereiten. Doch hier geht der Trend in die genau entgegengesetzte Richtung: Mit „Schwarmintelligenz“ und gläsernen Büros wurden schlechte Erfahrungen gemacht. Man setzt wieder mehr auf klare Strukturen und natürliche Autorität.
Schule als Lernhaus lässt sich nicht einfach als pädagogischer Unsinn abtun. Dahinter stehen heute gewaltige Fördersummen. Das Projekt liegt ganz im Interesse der Linken und sie treiben es in bekannter Hartnäckigkeit voran. Die Mehrheit der Menschen bekommt nur wenig oder gar nichts davon mit. Wir erleben eine Revolution, die im Hintergrund verläuft und über die es kaum eine öffentliche Debatte gibt. Kritische Bürger und Eltern sollten deshalb die Entwicklung im Blick behalten und die Diskurshoheit nicht „reformorientierten“ Pädagogen überlassen.
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8 Kommentare
das ist die neue vollverkanakerisierte Volldeppenschule die die Grünen und ihre Klientel gerade noch schaffen.
Gilt ab einem IQ von 3 Baerbock. 1Baerbock = 0,000005784568 IQ.
Mit 5 Baerbock kann man Grünkanzler werden
Dieses Konzept kenne ich. Ich weiß noch, wie ich als Neuling einen Kollegen im Unterricht begleitete, der erstmal aus mehreren Klassen Schüler rauszog und in einen Nebenraum setzte, damit sie gemeinsam die Klassenarbeit nachschreiben. Ich fragte ihn, ob er dafür keine Aufsicht bräuchte, die könnten doch einfach abschreiben. „Klar“, meinte er, „aber das ist doch egal. Die wissen doch alle nichts.“ Tatsächlich hatten hinterher alle ausnahmslos eine 6. So gut läuft das, wenn schlechte Schüler sich gegenseitig helfen!
Aber im Ernst: Dieses Lernhaus-Konzept ist inzwischen der einzige Ausweg. Jeder Versuch, in diesen Klassen noch Frontalunterricht hinzukriegen, macht die Lehrer kaputt.
@Es geht um eine „grenzenlose Schule“.
das kommt mir aber bekannt vor aus alten Zeiten – Summerhill oder so – immer mit dem Motto : Wissen ist macht – nix wissen macht auch nix !
Für „arbeitslos in der Gosse“ und Bordell reicht es immer noch !
Verblödung der Welt, nur darum geht es.
Wer Geld hat, macht es anders.
Läuft alles nach Plan.
Gibts dann zukünftige Lernhäuser für Jungen und Mädchen getrennt ?
Wär ja nur logisch, wenn ich in die deutsche Zukunft etrapoliere.
Ansonsten, es bleibt die „Schule“ die immer mehr Madrassa wird und alles beim Alten!
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Bundesregierung blamiert Deutschland, setzt falsche Prioritäten und holt immer mehr Gäste herein!
Einen Mord einer Steuertat gleichzusetzen, darauf muss man erst einmal kommen. Ein Staat der so tickt hat jedes Maß verloren. Doch nicht nur da hakt es gewaltig! Auch im Bezug auf die Einreise von Gästen und den Folgen die andere auszubaden haben regiert mittlerweile das blanke Chaos und soweit es dem Krampf gegen röchts versus die Bekämpfung der echten Gefahr betrifft sind wir ohnehin ganz vorn dabei. (Text YT)
Noch jede Generation von Politikern hat sich immer an jeder Generation von Schülern vergangen. Förderstufen, Gesamtschulen, Mengenlehre, Rechtschreibreform, faktische Aufkündigung des „Beutelsbacher Konsens“, es wurde und wird zum Erbarmen probiert und herumgestümpert. Einzige Konstante und vermutliches Hauptziel: Die Kinder kommen dümmer und unmündiger aus der Schule heraus, als sie hineingegangen sind – die perfekten Staatsbürger.
Schule ist eigentlich ein Ort, an dem sich die Ungleichheit der Menschen in Bezug auf Intelligenz, Talent und Leistungswillen normaletweise deutlich zeigt. Früher wurde dem durch die Struktur des Bildungswesens Rechnung getragen:
Sonderschule, Volksschule, Mittelschule, Gymnasium. Heute ist das mit den Schlagworten Inklusion und Antidiskriminierung zu einem Einheitsbrei vermatscht, die Qualifikationsanfotderungen so runtergesetzt, dass auch ein Idiot noch ein Einserabitur erhält. An den Unis tummeln sich zunehmend Hohlköpfe („Studenten“ und auch „Professoren“), die ausser dumm rumlabern und irre Ideen verbteiten nichts können.
Wann merkt der gemeine Bürger endlich, dass die politische Kaste Krieg gegem ihn führt, auf allen Ebenen, beginnend mit der „Lufthoheit über den Kinderbetten“? (Zitat Olaf Scholz).
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