
Es war die wohl rührendste Geschichte des Meeresbiologie-Jahres 2026: Die Rettung des “Buckligen von Binz” endete erst vor wenigen Tagen in der Nordsee. Die sponsernde Tiefkühl-Kette Iglu stattete Buckelwal „Timmy“ mit einem High-Tech-Peilsender aus, um angeblich die weitere Route des sanften Riesen zu verfolgen. Forscher des Northsea Research Institute vermuteten Timmy irgendwo zwischen den Azoren und Island. Nun tauchte das Signal gestern plötzlich an einem völlig unerwarteten Ort auf: In der Küche von Familie Müller in Castrop-Rauxel.
Der Skandal flog auf, als der achtjährige Kevin Müller mit seiner Gabel in ein frisch gebratenes Fischstäbchen der Marke Iglu stach. Statt des gewohnten „Knusper-Knacks“ ertönte ein rhythmisches, elektronisches Biep-Biep. „Ich dachte erst, Kevin hätte wieder sein Pokémon-Spiel im Kartoffelbrei versteckt“, berichtet Mutter Manuela M. sichtlich schockiert. Doch beim Aufschneiden des Fischstäbchens kam kein Pokémon zum Vorschein, sondern ein etwa zwei Zentimeter langer, titanbeschichteter GPS-Sender mit der Gravur “Property of Northsea Research Institute – Subject: Timmy”.
„Mama, mein Essen piept!“
Wissenschaftler sind fassungslos. „Wir hatten uns schon gewundert, warum Timmy laut GPS-Daten vorgestern mit 80 km/h über die Autobahn A1 Richtung Ruhrgebiet raste“, erklärt Prof. Walter Buckel, Leiter der Studie. „Wir dachten an eine außergewöhnlich starke Golfstrom-Strömung oder einen Fehler im Satellitensystem. Dass Timmy allerdings in 15.000 identische Goldstücke gepresst wurde, konnten wir nicht ahnen.“
Dr. Kakteen Iglu, ein Sprecher des Tiefkühlgiganten, wies am Vormittag jegliche Vorwürfe der unsauberen Verarbeitung zurück. In einer Pressemitteilung heißt es: „Wir garantieren unseren Kunden stets 100 Prozent Filet. Dass wir nun auch innovative Tracking-Technologie direkt zum Endverbraucher liefern, unterstreicht lediglich unser Engagement für maximale Transparenz in der Lieferkette. Der Kunde weiß jetzt nicht nur, dass es Fisch ist, sondern exakt, wo der Fisch früher mal geschwommen ist.“
Auf die Frage, wie ein 30 Tonnen schwerer Buckelwal in die Standard-Fangnetze für Seelachs schlüpfen konnte, antwortete das Unternehmen ausweichend: „Wir haben gerade die Schicht unserer Panade verdoppelt. Da kann man schon mal den Überblick verlieren.“
Timmy ist in den ewigen Fischstäbchengründen
Greenpeace hat bereits Proteste vor den Tiefkühlabbildungen in deutschen Supermärkten angekündigt. „Es kann nicht sein, dass geschützte Meeressäuger unter dem Deckmantel der Kackt’n-Iglu-Nostalgie mundgerecht portioniert werden“, so eine Sprecherin. „Außerdem ist die Batterie des Peilsenders nicht vegan.“ Familie Müller versucht derweil, das Beste aus der Situation zu machen: Sie hat den Sender kurzerhand einbehalten und nutzt ihn für eigene Zwecke: „Immerhin“, sagt Vater Thorsten, „wenn Kevin jetzt mal wieder zu spät vom Spielplatz kommt, können wir ihn direkt über das Northsea Research Institute orten lassen.“
Update: Nachdem das Marketingteam des Konkurrenten Frostag die neue Limited-Edition „Frostag-Wal-Stäbchen: Für den ganz großen Hunger“ mit extra viel Omega-3 und Peilbeilagem ankündigte, fiel der Börsenkurs von Iglu in bislang ungewohnte Meerestiefen…
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7 Kommentare
Ist heute der 1. April?
kann es sein das ich gestern den Ehering des Baerbocks in einer Frikadelle gefunden habe?
Uns ist auf jeden Fall der Appetit vergangen, der Hund hat die Frikadelle auch nicht gefressen und Frikadellen machen wir jetzt wieder selber.
kann es sein das ich gestern den Ehering des Baerbocks in einer Frikadelle aus der Ukraine gefunden habe?
Uns ist auf jeden Fall der Appetit vergangen, der Hund hat die Frikadelle auch nicht gefressen und Frikadellen machen wir jetzt wieder selber.
„Endlich sind wir das Mistvieh los“ -war kein gehässiger Ausruf, sondern der Erleichterung. Das ewige Geeier um ein Wildtier, dem der Menschenwille aufgezwungen wird..
der Politik und dem Kapital ist jede nur erdenkliche Sauerei recht mit der sie sich auf die Tränendrüsen des Wählerblödvolkes setzen können so wie die Flüchtlingsorganisationen mit den hungernden Kinder werben ohne die wahren Verursacher des ,nämlich das globale Kapital, zu nennen
Der 1. April ist schon eine Weile her, gell?
Übrigens ist ein Wal kein Fisch.
Wale sind Säugetiere.
😜
Gehört in die Kategorie „Brot und Spiele“ um vonanderen Dingen die Menschen abzulenken. Bis zur Balla Balla WM wars zu lang.