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Made in Germany

Made in Germany

Back to the roots: Produktive Arbeit als Erfüllung (Symbolbild:Pixabay)

Der Mensch als Spezies unterschied sich vor 50.000 Jahren nicht wesentlich von dem Menschen heute. Es wird geschätzt, dass es etwa 800 Generationen brauchte, um von damals nach heute zu kommen. Diese 800 Generationen stecken in Ihnen, ob Sie wollen oder nicht. 650 von den 800 Generationen lebten in Höhlen. Heute leben Leute auf der Strasse. Fortschritt ist, wie man sieht und so sagt, relativ. Noch im Jahre 1900 arbeiteten etwa 40 Prozent der Deutschen in der Landwirtschaft. Heute sind es weniger als 2 Prozent. Etwa 70 Prozent der Deutschen arbeiten jetzt im Dienstleistungsbereich. Seien wir großzügig und sagen wir, dass etwa 90 Prozent der Deutschen nicht in der Lage sind, sich selbst zu ernähren.

Die “Generation 800” führt ein wesentlich anderes Leben als alle anderen 799 Generationen vor ihr. Früher floss der Strom der Zeit in der Gemeinschaft so langsam, dass es von einer Generation zur nächsten kaum einen Unterschied gab. Erst um die vorletzte Jahrhundertwende herum beschleunigte sich der Fortschritt, und mit ihm die Erwartung von einem besseren Leben. Der damals berühmteste Ökonom, John Maynard Keynes, sagte im Jahre 1930 voraus, dass im Jahre 2000 die Menschen nur noch maximal 15 Stunden pro Woche arbeiten würden. Der Mann hatte recht. Seine Vorhersage des Produktivitätsfortschritts ist erstaunlich präzise. Aber die Früchte des Fortschritts kamen vor allem einer kleinen Elite zugute, die nicht bereit war und die nicht bereit ist, mit dem Rest fair zu teilen.

Weniger Menschen, immer mehr Güter

Es ist noch viel schlimmer (oder besser): Weil der Produktivitätsfortschritt im letzten Jahrhundert so überwältigend war, brauchte man zur Herstellung der gleichen oder gar einer größeren Menge an Gütern immer weniger Menschen. Mittlerweile geht man davon aus, dass etwa die Hälfte aller Arbeiter und Angestellten völlig überflüssig ist. Deren Tätigkeit ist reine Beschäftigungstherapie, um den Frieden im Lande und in einem Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten, das wahrlich nicht der Mehrheit der Menschen dient. Wie soll das nur weitergehen? Wir scheinen mit unserem Wirtschaftssystem an einer Grenze angelangt zu sein. Aber nicht nur beim Wirtschaftssystem. Selbst die geistige Elite weiß nicht mehr weiter und versucht daher, sich durchs Leben zu schummeln.

Der belgische Professor Mattias Desmet fand heraus, dass etwa 85 Prozent der wissenschaftlichen Ausarbeitungen unserer Zeit ernsthafte Fehler aufweisen. Zudem entdeckte der Mann ein Phänomen, dass er „Mass Formation“ nennt und das wie ein Virus oder wie eine hypnotische Kraft wirkt und die Kritikfähigkeit selbst des klügsten Menschen außer Kraft setzt: Wir erlebten während der letzten drei Jahre, dass die größten Geister vor dem größten Unsinn kapitulierten und behaupteten, was offensichtlich keinen Sinn machte. Dieses Virus (nicht Corona, sondern eben “Mass Formation”) hat den aufgeklärten Bürger und sogar die Wissenschaft Schachmatt gesetzt. Nach 400 Jahren Aufklärung sind wir jetzt mit der Aufklärung am Ende. Haben Sie gewusst, dass die tolle Erfindung der Aufklärung irgendwann einmal an ihr Ende gelangen würde?

Die Grenzen des Materialismus

Albert Einstein wusste das. Er und andere wahrlich große Geister des letzten Jahrhunderts, Männer wie Planck, Schrödinger, Born, Heisenberg, fanden am Ende ihres Lebens heraus, dass die modernde Wissenschaft und ihr Ansatz des Materialismus sie in ihren Forschungen lediglich bis zu einem bestimmten Punkt voranbringen konnte, dann stießen sie an eine Grenze. Sie erkannten, dass sie darüber hinaus in eine Welt der Geistigkeit und Metaphysik eindringen mussten, die mit den Werkzeugen der Aufklärung, des Materialismus, der puren Logik nicht mehr zu verstehen war. Sie erkannten damals bereits, was wir Dümmlinge erst jetzt sehen: Wir sind am Ende angekommen, in allen Bereichen unserer Zivilisation. Und somit ist auch der geliebte und gelobte und angebetete materielle Fortschritt am Ende angekommen.

Und damit wird auch klar ersichtlich: Der Mensch von 799 Generationen, in seinem altgewohnten Trott, kann sich nicht quasi über Nacht in einer neuen, ihn menschlich überwältigenden Welt zurechtfinden, die ihm die Menschlichkeit absprechen und ihn in eine Maschine verwandeln will. Aber genau das passiert; der Prozess läuft. Und daher befinden wir uns in der Endzeit des Menschen schlechthin. Das Urteil der Geschichte wird eindeutig sein: Der Mensch war ein Irrläufer der Evolution.

Die Wissenschaft hat festgestellt…

Der berühmte amerikanische Astronom Neil deGrasse Tyson, bekannt durch eine Reihe von  wissenschaftlichen Fernsehsendungen und renommierter Harvard-Absolvent, wurde am 9. Januar 2023 im PBD-Podcast zum Thema Covid interviewt. Eine “Diskussion” konnte man das nicht nennen – denn er wollte sich nicht auf eine Diskussion einlassen. Da saß ein hoch angesehener Wissenschaftler, der aufgeregt angebliche Wahrheiten verbreitete, die auf einem sehr wackeligen Fundament standen. Der Mann müsste eigentlich wissen, dass es “die eine”, unumstößliche Wissenschaft nicht gibt, sondern lediglich diverse Wissenschaftsansätze mit diversen individuellen Forschern, und dass es daher völlig normal ist, dass Wissenschaft herausgefordert werden kann – vor allem bei einem hoch politisierten Thema wie Covid. Tyson wollte Politik verteidigen – als Wissenschaftler.

Der umgekehrte Fall geschah vor ein paar Tagen in Neuseeland: Diesmal war es ein Politiker, der Premierminister persönlich, der die angebliche (Konsens-)”Wissenschaft” verteidigen wollte. Er konnte es aber nicht. Ein Reporter hatte ihn gebeten, doch einmal zu definieren, was eine “Frau” ist. Eine einfache Frage. Der Reporter erhielt keine Antwort. Er sei auf diese Frage nicht vorbereitet, druckste der Premierminister herum, dem sichtbar die Peinlichkeit ins Gesicht geschrieben stand. Solche Jammergestalten spielen heute Elite. Die gleiche Frage hatte man letztes Jahr Ketanji Brown Jackson gestellt, Richterin am Obersten Gerichtshof der USA. Die Dame behauptete, sie sei nicht in der Lage, zu definieren, was eine Frau ist.

Symptome einer kranken Gesellschaft

799 Generationen lang wusste jeder, was eine Frau ist. Doch auf einmal ist die Antwort auf diese simple Frage ein Problem. Die eigentliche Frage aber ist die: Hatten die 799 vorherigen Generationen recht – oder hat unsere Generation recht, die zunehmend Offensichtlichkeiten in Zweifel zieht, um politische Ziele zu erreichen? Wer soll sich noch in so einer Welt zurechtfinden, in der selbst von den Eliten der einstmals gesunde Menschenverstand außer Kraft gesetzt wird? Zu welchem Preis? Es ist daher wenig erstaunlich, dass in unserer Zeit der angeblichen Glückseligkeit die Selbstmordraten, vor allem unter Jugendlichen, in die Höhe schnellen, daß psychische Probleme einen Grossteil der modernen Krankheiten ausmachen, dass der Konsum von Antidepressiva immer weiter steigt. All dies sind Symptome, die auf eine kranke Gesellschaft hindeuten.

Sie haben vielleicht gehört, dass es nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen kein Problem ist, wenn weibliche Sportler gegen als Frauen aufgetakelte Männer konkurrieren. Früher hätte man das hochgradig unfair genannt, und aus eben diesem Grunde waren Sportwettbewerbe seit jeher in männlich und weiblich eingeteilt. Aber was wussten diese 799 früheren Generationen auch schon vom wirklichen Leben… Sollten Sie jetzt aufgeregt aus Protest aufschreien, dann gratuliere ich Ihnen und notiere, dass noch nicht aller Hopfen und aller Malz verloren sind. Es gibt also doch noch Hoffnung! Daher wage ich den zaghaften Vorschlag: Vielleicht sollten wir vergleichen, wie wir heute im Gegensatz zu den 799 Generationen vor uns leben, um festzustellen, wo wohl die Ursachen der Probleme liegen könnten, mit denen die heutige Generation geplagt ist und um zu verhindern, dass zukünftige Generationen noch einmal die gleichen Fehler machen. Was meinen Sie?

Der menschliche Fortschritt ist am Ende angekommen

Am 29. Januar 1886 meldete Carl Benz sein Auto zum Patent an. Etwa 140 Jahre später ist das Auto immer noch ein Auto. Über diesen Zeitraum hat es sich zwar fortgehend in Details verbessert, aber inzwischen gibt es mehr und mehr Menschen, die nicht mehr die neuesten Modelle haben wollen – sondern ein Auto aus der Vergangenheit. Vor kurzem leuchtete im Auto meiner Frau ein Kontrolllicht auf, das angeblich darüber informierte, dass irgendetwas im Auto kaputt sei. Aber nichts war kaputt. Brennt jedoch dieses Warnlicht, kommen Sie nicht durch den TÜV. 450 Dollar später war der „Schaden“ behoben. Die Absurdität dieses Beispieles beweist, dass viel von diesem technologischen Schickimicki-Schwachsinn nur den verzweifelten Versuch darstellt, Fortschritt hervorzuzaubern, der in Wahrheit keiner ist. Der Fortschritt hat sich in zu vielen Bereichen in blanken Unsinn verwandelt. Wir haben unser Leben zu kompliziert gemacht. Es gibt einen Punkt beim Fortschritt, an dem dieser kehrtmacht und zum Rückschritt wird. Das Urteil: Zu komplex, zu kompliziert, so komplex, so kompliziert, dass nur noch ein Scheinnutzen oder Scheinfortschritt geschaffen wird. Warum? Um Geld zu verdienen. Denn wir leben in einer Zeit, in der Geld alles beherrscht. Obwohl Geld nichts ist.

Diese Art Probleme piesacken die verwirrten Menschen unserer Zeit, die die Welt nicht mehr verstehen. Ich war gestern Abend auf einer Wahlveranstaltung. Der Kandidat, ein alter Hase in der Politik, sprach aus, was mittlerweile wohl für jeden offensichtlich ist: Dass wir harten Zeiten entgegensehen. Die althergebrachten, bewährten Regeln des Lebens sind durch die Männer und Frauen in den Positionen der Macht pervertiert und manipuliert und so ausgerichtet, dass sie nicht mehr Leben fördern, sondern Leben vernichten sollen. Unser aller Leben. Das ist in Europa noch offensichtlicher als auf unserer kleinen Insel. Und dieser Wahnsinn ist in der Tat von uns selbst geschaffen – nicht von der Natur, sondern von Menschenhand. Der Mensch vernichtet sich selbst. Weil er krank ist. Weil die ganze Gesellschaft erkrankt ist. Ein gesunder Mensch würde so etwas nicht tun. Eine gesunde Politik würde aufschreien, innehalten und für Klarheit im Denken und Handeln sorgen. Sie würde ethische Standards setzen, die alle akzeptieren. Es scheint doch alles so sinnlos: Schauen Sie sich an, was in der Ukraine passiert. Ein gigantisches Verbrechen, das nie hätte passieren dürfen. Und jetzt? Eine neue Sinngebung ist die vielleicht größte Herausforderung unserer Zeit.

Bullshit Jobs

Professor David Graeber (berühmt geworden durch sein Buch „Schulden. Die ersten 5.000 Jahre“), brachte im Jahre 2018 sein Buch „Bullshit Jobs“ (gleicher Titel der deutschen Ausgabe) heraus, mit dem Untertitel „Vom wahren Sinn der Arbeit“. Er behauptet, dass etwa 50 Prozent aller Menschen meinen, dass ihre Arbeit sinnlos sei. Stellen Sie sich einmal vor, was diese Menschen für ein Leben leben! Wie war das doch gleich mit der Würde des Menschen, die angeblich unantastbar sei? In unserer Welt definiert sich der Mensch vor allem durch seine Arbeit. Sie gibt ihm die Möglichkeit, Lebenssinn, seine Kreativität, seine Göttlichkeit gar, auszudrücken und für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Arbeit ist die Basis unserer Existenz auf Erden. Wenn Sie dem Menschen sinnvolle Arbeit wegnehmen, dann wird er zum Sklaven. Er weiß das, bewusst oder unbewusst. Er wird zu einem kranken Sklaven mit gravierenden psychischen Problemen. Seiner Würde und des Sinns des Lebens beraubt, vegetiert solch ein Mensch vor sich hin. Und dann ist er tot. Was ist das für eine Gesellschaft, die so etwas zulässt?

Damit der Mensch seinen jämmerlichen Status nicht erkennt, wird er mit Drogen vollgestopft: Unterhaltung, Propaganda und echten Rauschmitteln oder Psychopharmaka. Er wird per Smartphone geradezu mit Ablenkung geflutet. Er soll alles tun – nur nicht mehr frei denken. Der Ausweg aus dieser wohl schändlichsten Manipulation in der Geschichte der Menschheit ist von Land zu Land verschieden. Was können die Deutschen tun?

Das Geheimnis der Deutschen

Im Jahre 1887 verfielen die Briten auf einen hinterhältigen Trick: Sie verpflichteten die Deutschen, auf allen Produkten, die diese nach England exportierten, den Zusatz anzubringen „Made in Germany“ – um die angeblich zwielichtige Qualität dieser Produkte offensichtlich zu machen. Der Schuss ging bekanntlich nach hinten los, der Slogan wurde zum Qualitätsbeweis. Der Rest ist, wie man sagt, Geschichte. Der Qualitätsstandard ist Teil der Kultur eines Volkes, und der Grad von Qualität beruht auf dem Ausbildungsstandard der Menschen. Wenn jemand drei Jahre einen Beruf gelernt hat, kann man davon ausgehen, dass hier ein qualifizierter Mensch am Werke ist. Die duale Berufsausbildung begründete den Erfolg der deutschen Wirtschaft. Das duale Ausbildungssystem ist der Wettbewerbsvorteil der Deutschen – und muss die Basis für die Zukunft sein, mit einem noch höheren Standard. Für alle Berufe. Für alle Wirtschaftsbereiche. Und alles, alles was Deutschland braucht und im Lande selbst herstellen kann, das muss auch im Lande selbst hergestellt werden. Alles! Vorzugsweise in Genossenschaften.

Der wichtigste „Beruf“ überhaupt ist der der Mutter. Er muss entsprechend von der Gemeinschaft geachtet und bezahlt werden. Und wir brauchen viel mehr Lehrer, viel mehr Krankenschwestern, viel mehr Gärtner, viel mehr Bauern. Wir müssen die Prioritäten völlig neu setzen – zum Wohle der Menschen im Lande, zum Wohle der Gemeinschaft. Nicht zum Wohle des Geldes. Es geht im Leben doch nicht darum, dass Produkte um des Profits willen geschaffen werden. Das ist doch krank! Es geht um den Menschen. Der Mensch – und nur der Mensch – muss immer im Mittelpunkt des Denkens und Handelns stehen. Immer! Die Monetarisierung der Welt, die Vorherrschaft des Geldes über die Produkte ist eine Katastrophe für die menschliche Gesellschaft. Geld ist ein Instrument der Versklavung. Dabei sollte es ursprünglich nicht mehr sein als ein Hilfsmittel für den Tausch. Was ist daraus geworden? Menschen, die aus Geld Geld machen, sind die Schmarotzer dieser Welt. Denn sie schaffen nichts. Sie stehlen. Legal.

Die Perversität unserer sogenannten Zivilisation

Da hatten wir, wie erwähnt, vor kurzem diese sogenannte Corona-“Pandemie”. Angeblich starben an ihr bisher weltweit etwa 7 Millionen Menschen. Ein wahnwitziger Aufwand wurde betrieben, um diese Krankheit in den Griff zu bekommen. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen, der Schaden, der dadurch angerichtet wurde, ist bisher nicht wirklich untersucht worden. Aber die weitgehende Sinnlosigkeit dieses völlig überzogen dramatischen Handelns wird mittlerweile mehr und mehr sichtbar. Die Frage drängt sich da auf, warum wohl nicht das Problem des Hungers auf dieser Welt ähnlich entschieden angegangen wird? Die Vereinten Nationen wissen und erklären auch, dass täglich etwa 35.000 Kinder verhungern. Tag für Tag. Und nichts tut sich. Das sind fast 13 Millionen Kinder pro Jahr. Können Sie mir erklären, warum die Covid-Erkrankten mehr wert sind als diese Kinder? Die Heuchelei unserer modernen Welt stinkt doch zum Himmel. Die Erklärung: Die Coviderkrankten sind deshalb wertvoller, weil mit ihnen Geld zu verdienen ist – viel Geld. Mit verhungernden Kindern ist kein Geld zu machen. Das ist die Konsequenz unseres traumhaften Wirtschaftssystems. Der großartige Kapitalismus hat es wahrlich weit gebracht. Er hat uns unserer Menschlichkeit beraubt. Zu welchem Preis gibt es Menschlichkeit? Wie viel bieten Sie?

Wenn der Mensch dem freien Spiel der Märkte keine Grenzen setzt, dann wird letztendlich immer der Stärkere stärker und stärker, der Reiche reicher und reicher werden – und eines Tages, am Ende dieser Entwicklung, wird es nur noch eine Handvoll von Superreichen geben, die sagen, wo es für alle lang geht. Und genau dort sind wir heute angekommen. Kapitalsammelbecken wie Blackrock und Vanguard kontrollieren die größten Firmen dieser Welt. Ihre Vorgaben müssen eingehalten werden. Und somit führte sich der Kapitalismus selbst ad absurdum: Aus und vorbei. Er ist die Geschichte von „Es war einmal…“ Wir haben inzwischen den Wahnsinn durchschaut. Nur noch eine große Frage bleibt aus dem Corona-Trauma offen: Wie ist es zu erklären und wie war es möglich, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen im Lande – klug, klüger oder weniger klug – den Vorgaben und Anweisungen der Regierung brav folgte, während eine Minderheit dies eben nicht tat? Was zeichnet diese „Widerständler“ aus? Das ist doch eine wichtige Frage. Fest steht, dass das mit Intelligenz nichts zu tun hat – denn die meisten Professoren und Doktortitelträger knickten ein, ließen sich durch die Propaganda und die Angstkampagnen beeindrucken oder beschlossen, dass sie sich Widerstand nicht leisten konnten.

Ersatzbefriedigung im Aufsaugen von Propaganda

Niemand hat auf dem Gebiet der psychischen Aufarbeitung von Covid mehr geleistet als der oben erwähnte belgische Psychologe Mattias Desmet. Sein Buch zum Thema ist vor kurzem auch auf Deutsch erschienen: „Die Psychologie des Totalitarismus“. Ein Weltbestseller. Ein beeindruckendes Werk. Desmet präsentiert darin im Detail, wie der Prozess der Massenbeeinflussung und Massenlenkung ablief. Aber auch er kann nicht erklären, warum eine Minderheit sich nicht verführen ließ, sich nicht einschüchtern ließ, nicht jeden Preis zu zahlen bereit war. Es scheint kein Profil zu geben, das diese Menschen auszeichnet.
Die erschreckende Erkenntnis von Desmet ist, dass selbst jetzt, nach anfänglicher, zaghafter Aufarbeitung der Ereignisse, davon auszugehen ist, dass die Mehrheit, die die Anweisungen der Regierung befolgte, dies auch in Zukunft tun wird. Einsicht in Fehlverhalten ist äußerst selten. Die Folgsamen beharren nach wie vor auf der Korrektheit ihrer Entscheidung. Mit Beweisen ist ihnen nicht beizukommen. Diese Menschen stehen unter einer Art Hypnose. “Mass Formation” eben.

Der Massenmensch, der seine Identität als Individuum verloren hat, der aber nach wie vor nach sozialen Beziehungen dürstet, hat durch das Aufsaugen von Propaganda und durch die Identifizierung mit der Mehrheit eine Ersatzbefriedigung erhalten. Im Kollektiv, in der Mehrheit findet er die so ersehnte Aufwertung und Bestätigung seiner Person. Und er findet einen konkreten, gemeinsamen „Feind“, auf den er einschlagen und dem er die Schuld seines Elends zuweisen kann. Hannah Arendt hat bereits 1951 analysiert, dass Totalitarismus die logische Folge einer allgemeinen Besessenheit mit Wissenschaft und des Glaubens an ein künstlich zu schaffendes Paradies sei. Von ihr stammt das Zitat: “Die Wissenschaft ist zum Götzen verkommen, der auf magische Weise die Menschen von aller Ungemach befreien und die Natur des Menschen transformieren soll.“ Den Versuch, genau dieses Teufelswerk durchzusetzen, erleben wir momentan vor unser aller Augen.

Goethes Rat

Noch einmal: Der Mensch muss wieder im Mittelpunkt all unseres Denkens und Handelns stehen. Und die Erkenntnis unserer größten Denker sollte uns zumindest nachdenklich machen: Am Anfang von Religion steht Gott und am Ende von Wissenschaft steht Gott. Sie können das Wort „Gott“ durch das Wort „Geist“ ersetzen. Nur der empathische Mensch, der in der Lage ist, eine emotionale Beziehung mit der Schöpfung einzugehen, wird die Erfüllung seines Lebens und Weisheit auf Erden finden. Die Aufklärung, die Wissenschaft, das wissenschaftliche, logische, materialistische Denken sind nicht das Ende. Die Wahnwitzigen, die das glauben, haben uns ins Elend und Verderben gestürzt, sie haben den gottlosen Größenwahnsinn eingeführt, der uns von Geisteskranken als die Zukunft der Menschheit verkauft wird.

Die praktische Umkehr, zurück auf den Pfad unserer Väter, lautet: Beruf hat mit Berufung zu tun. Und bei dem Beruf muss es sich um einen Beruf handeln, der für die Gemeinschaft wichtig ist. Und bei diesem Beruf musst Du es zur Meisterschaft bringen. Wenn Du dann das Handwerkliche beherrschst, kannst Du dich selbst einbringen und es zum Künstler schaffen – denn jetzt bist Du in der Lage, eine Beziehung mit Deiner Arbeit einzugehen, die Dir durch Inspiration und Drang zur Perfektion die tiefstmögliche Befriedigung als Schöpfer auf Erden verschafft. Das ist Leben! Goethe hatte nicht immer ein leichtes Leben. Doch wenn seelisches oder körperliches Leid ihn plagte, dann wusste er eine Medizin: „Gesund wurde ich beim Schaffen.“ Wie im Kleinen, so im Großen: Wir Deutschen müssen uns wieder darauf besinnen, was uns 799 Generationen vor uns gelehrt haben. Qualität muss wieder über Quantität stehen. Und niemand wird Qualität besser beherrschen als die Deutschen. Wir wissen ganz genau wie das funktioniert. Wir müssen uns nur wieder darauf besinnen. Auf unsere eigene Kultur.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Anderweltonline.

11 Responses

  1. Seit vielen Jahren spreche ich darüber, dass es kein ewig währendes Wachstum geben kann denn dies bedeutet Untergangdes PlanetenDie politischen Strukturen sind jedoch seit vielen Jahrzehnten nicht von Verantwortung oder gar Inteligenz geprägt sondern die Vernichtung menschlichen Denkvermögens wurde gleichzeitig mit dem angeblichen Fortschritt auch Schritt für Schritt durch Gier, Machtbesessenheit und einer gigantischen Abstumpfung ja gar Verblödung ersetzt.
    Nur so lässt es sich erklären wie es dazu kommen konnte nun in unserem land eine regierung als angebliche Führung installiert zu haben deren Dummheit nach unten anscheinend keine Grenzen aufgezeigt bekommt.
    Durch die Hallen dröhnt es dumpf verblödung ist Trumpf!
    Eine politisch aktive Struktur einer Mistel gleich hat sich geschmeidig um den Stamm Deutschland geschlungen und saugt diesen lebendig agierenden und wachsenden Stamm aus. Die Mistel ein Schmarotzer unter dem sich wohl nun die anheimelnden neuen Geschlechter in egal auch welcher Form gegenseitig irgendwelcher Zermemonien hingeben um wohl auf die eine oder andere suspekte Art kleine Racker zu gebären.
    Nein ewig währendes Wachstum ist schlicht der Weg ins Chaos und der Weg des Innehaltens des Besinnens des sich bewusst werdens der ist nicht mehr gegeben.
    Wenn einer behauptet er sei der Kanzler der Deutschen und gleichzeitig den Amtseid bricht, die freiheitlichen Grundrechte mit Füssen tritt, offenen Volks und Landesverrat begeht und die Bürger gesundheitlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich ruiniert und dieses Volk sich nicht umgehend erhebt um den Verräter nebst seiner tumben Spiessgesellen dorthin zu bringen wohin solche Verräter hingehören dann ist es ein Volk nicht mehr Wert, dass man es erhalten oder schützen muss.
    Schrecklich ist, dass so viele eben noch denkende und fühlende Menschen in den Abgrund mitgerissen werden.
    Ich persönlich und ich kann nur für mich sprechen ich wünsche denen, die uns dies antun alles Schlechte an ihren gierigen Hals den sie wohl nicht voll genug bekommen.
    Möge dieser üblen Mistelsorte der Himmel auf den Kopf fallen und sie zerschlagen und mir wäre es erheblich wohler zumute.
    Es ist die Vortsufe bevor die Opfer zu Tätern werden!

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  2. Auf meiner Suche nach der Zukunft der Menschheit bin ich fragend zurück geblieben.
    Dieser Artikel hat es mit erhellenden Zeilen geschafft, fast aller meiner Fragen zu beantworten!
    Danke, das ich mit fast achzig und dem Erleben dreier Diktaturen, so eine tolle Zusammenfassung und Analyse lesen und verinnerlichen durfte!
    Herzliche Grüße
    Ihr Wolfgang Lippold

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  3. “Am Anfang von Religion steht Gott und am Ende von Wissenschaft steht Gott. Sie können das Wort „Gott“ durch das Wort „Geist“ ersetzen.”

    Als Ergänzung zu dieser m.E. vollkommen richtigen These zwei Bemerkungen:

    Ein Wort aus der Bibel: “Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.” (Johannesevangelium 4, 24)
    Die Materialisten behaupten, der Geist sei eine “emergente” Eigenschaft des unübersehbar komplexen menschlichen Gehirns, also im Prinzip nichts anderes als ein Epiphänomen der Materie. Welch ein Unsinn! “Emergent” ist lediglich ein Nebelkerzenwort, mit dem der Abgrund des Nichtwissens notdürftig verdeckt werden soll.

  4. .
    Nun, wenn Jowo Goethe
    vor etwas warnte, dann war es die (von ihm so genannte) Übereilung, die ja gerade zu seinen Lebzeiten massiv einsetzte, und dies sowohl als politische wie auch industrielle Revolution …

    Und folglich hielt er
    alles Veloziferische für des Teufels. Und genau dies ist ja auch das Problem der Moderne. Denn diese kennt als höchsten Wert nur die forcierte, ständige Veränderung, die als ‘Fortschritt’ gepriesen und in diesen säkular-materialistischen Zeiten an Gottes Statt verehrt wird. Aber die eigentliche Droge, die diese haltlose Zeit beflügelt, ist das Tempo und also der Geschwindigkeitsrausch.

    Auf diese Weise verspielt,
    ja zertrümmert, denn auch die Moderne leichtfertig (aber ganz im Sinne der perfiden Antreiber und Stichwortgeber) in historisch kurzer Zeit ihr Fundament bzw. die Voraussetzungen, die sie intellektuell und kulturell überhaupt erst ermöglicht haben.
    .

    https://neue-spryche.blogspot.com/2011/10/natur-und-so.html

  5. Der hochinteressante Beitrag behandelt eine Fülle von Themen an, von denen nur einige ansprechen möchte. Der Mensch war seit Urzeiten ein „Herdentier“ und ist es immer noch. Früher konnte er nur in der Herde überleben und musste sich dem Häuptling unterwerfen. Auch heute ist es im Prinzip noch so. Die Methoden, sich die Menschen zu unterwerfen, sind heute subtil und raffiniert (Corona, Klima). Es müssen die Medien eine einheitliche Meinung verbreiten und ständig wieder holen. Wenn der Mensch immer wieder die gleiche Meinung hört oder liest, hält er sie für wahr, auch dies ist ein angeborener psychologischen Mechanismus. Ich denke nicht, dass die Wissenschaft sehr schnell an Grenzen kommt. Statt den Mars erkunde und zu sehen, ob es dort die „grünen Männchen“, sollte man sich besser auf die Erde mit ihren großen Problemen widmen. Hier wäre z.B. der Körper-Kosmos mit seinen unzähligen Zellen und deren Zusammenspiel zu erforschen. Dass es hier noch viel zu tun ist, hat die Corona-Impfung gezeigt, deren Wirkung lang nicht erforscht ist. Die hier zu leistenden Arbeit ist der Realwirtschaft zuzuordnen. Die Wirtschaft besteht jedoch zu einem großen Teil aus der Finanzindustrie und diese aus einem staatlich konzessionierten Glücksspiel. Der Handel mit Derivaten beträgt täglich 6 Billionen Dollar und steht in keinem Verhältnis zum Handle mit realwirtschaftlichen Waren. In der Finanzindustrie wird Geld bzw. Reichtum aus Geld – Geld besteht aus Schulden – gemacht und die Arbeit in der Finanzwirtschaft, soweit sie nicht der Realwirtschaft und daher konkret dem Menschen dient, ist im Prinzip sinnlos. Hinzu kommt, dass sie auch Gefahren mit sich bringt, wenn zu viel Geld bzw. Schulden entstanden sind und es zu Insolvenzen kommt, die den Schuldenturm zum Einsturz bringen. Wer muss es wieder richten? Der Staat und damit der Steuerzahler. Die Frage der Sinnhaftigkeit von Arbeit wird nicht einmal gestellt, geschweige denn Lösungsansätze diskutiert.

  6. Die letzte Generation ist die Letzte! 90 % sind nicht in der Lage sich selbst zu ernähren. Sagt doch alles, oder?

  7. Die beste Definition liefert die Genetik: Eine Frau ist eine Person mit dem XX-Geschlechtschromosom. Ist doch ganz einfach.

  8. Viele interessante Ansätze im Artikel, danke!
    Aber:

    Haben Sie gewusst, dass die tolle Erfindung der Aufklärung irgendwann einmal an ihr Ende gelangen würde?
    (…)
    Albert Einstein wusste das. Er und andere wahrlich große Geister des letzten Jahrhunderts, Männer wie Planck, Schrödinger, Born, Heisenberg, fanden am Ende ihres Lebens heraus, dass die modernde Wissenschaft und ihr Ansatz des Materialismus sie in ihren Forschungen lediglich bis zu einem bestimmten Punkt voranbringen konnte,
    (…)
    erkannten, dass sie darüber hinaus in eine Welt der Geistigkeit und Metaphysik eindringen mussten, die mit den Werkzeugen der Aufklärung, des Materialismus, der puren Logik nicht mehr zu verstehen war.

    Einspruch!
    Diese Männer, allesamt Physiker und Wissenschaftler durch und durch, wußten wohl um die Grenzen ihrer Erkenntnis.

    Das liefert aber keinerlei Rechtfertigung, ihnen metaphysische Spekulationen zu unterstellen. Wenn sie von “Gott” sprachen, so wie von Einstein der Satz “Der Alte würfelt nicht” überliefert ist, meinten sie das keineswegs in religiösem Sinne. Sie wollten damit, wie man an ihren konkreten Aussagen erkennt, ihrer Ehrfurcht vor der Großartigkeit der Natur, der Physik, dem Universum Ausdruck verleihen.

    (Und in diesem einen Punkte übrigens irrte Einstein: die statistische, also Bornsche Interpretation der Quantenphysik ist nämlich heute allgemein anerkannt).

    Daß seit Kopernikus und Galilei die Kirchen und die Frommen immer wieder den simplen Umstand, daß wir noch nicht alles erforscht haben, zum Anlaß nehmen, uns ihre transzendenten, metaphysischen Ideen, von denen sie wohl nicht lassen können, unterjubeln zu wollen, ist lästig, aber wohl unvermeidbar.

    Zivilisationen und Kulturen können untergehen, natürlich. Was die Zivilisationszerstörung unserer Tage, die wohl nur mit dem Untergang des römischen Reichs vergleichbar ist (Lesetip: Douglas Murray “Der Selbstmord Europas”) ist kein unabwendbares Schicksal, sondern politisch gemacht und politisch gewollt.

    Und ja, die Tage des glorreichen “Made in Germany” sind wohl vorbei, vorerst, wir bewegen uns in Richtung Entwicklungsland.

  9. Um das Universum zu erforschen, ist unser Leben viel zu kurz. Generationen vor uns gaben ihr Wissen und ihre Erfindungen an die nachfolgenden weiter. Wie lange gibt es das Universum überhaupt, oder aus was besteht es. Es gibt Planeten ohne Atmosphäre, oder ohne Wasser und ausgerechnet auf der Erde gibt es die Spezies Mensch. Eine Rakete, übrigens die tollste Erfindung der Menschheit, ist sogar von einem deutschen zum ersten Flug ins All(V2) konstruiert worden, um eventuell andere Planeten zu erreichen nach wie vor ein Traum. Warum wohl? Das menschliche Leben ist viel zu kurz, um einen anderen Planeten im Universum zu erreichen. Auch mit neuen Raketenantrieben, die sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, ist nur Fantasie. Die sogenannte Unendlichkeit wird der Mensch nie erforschen, denn für ihn gibt es die Endlichkeit. Deshalb sollten wir in Frieden auf diesen Planeten miteinander leben und nicht von sogenannten Eliten und Unwissenschaftlern welche Unwissen verbreiten regiert und verdummt werden. Siehe Klimareligion der neue Marshallplan 2,um den Kapitalismus ein Überleben zu sichern.

  10. jfhrmnn 25. April 2023 um 9:51
    Um das Universum zu erforschen, ist unser Leben viel zu kurz. (…)
    Wie lange gibt es das Universum überhaupt, oder aus was besteht es.

    Das Universum ist ungefähr 13 Milliarden Jahre alt, und soweit wir wissen besteht es überall aus derselben Art Materie, d.h. aus etwa 10^80 Atomen derselben Elemente, die wir hier auf der Erde feststellen können.

    Woher wir das wissen?

    Sterne und heiße Gaswolken strahlen Licht ab. Das Licht, welches dabei nicht durch thermische Strahlung entsteht sondern von angeregten Atomen und Molekülen (die also zuvor Energie aufgenommen haben) abgegeben wird, enthält eben nicht alle Farben des Regenbogens, sondern nur ganz bestimmte Wellenlängen.
    Für jedes Element ist das jeweilige Spektrum charakteristisch, weshalb man es auf der Erde zur chemischen Analyse verwendet, der sog. Spektralanalyse.

    Dieselben Spektren findet man auch in dem Licht, welches aus dem Weltraum zu uns kommt (ein Chemie-Labor hinschicken können wir ja nicht).

    Aus der sog. Rotverschiebung der Spektren können wir erkennen, ob sich etwas von uns wegbewegt, was es im Durchschnitt tut, und zwar umso schneller, je weiter weg es ist. Edwin Hubble entdeckte das in den 1920er Jahren und schloß daraus, das Universum muß früher kleiner gewesen sein. Rechnet man das auf den Radius Null zurück, ergibt es etwa 13 Milliarden Jahre, und diese ursprüngliche Ausdehnung des Weltalls nennt man den Urknall (Big Bang). Das wird bestätigt durch das Alter der Objekte, von denen das älteste Licht zu uns kommt.

    Einstein hat uns die Erkenntnis hinterlassen, daß keine Materie und somit keine Rakete jemals die Lichtgeschwindigkeit erreichen kann, denn dafür bräuchte man unendlich viel Energie.