Mann & Frau vor dem Comeback?

Feindbild Heteronormativität: Wie lange noch? (Symbolbild:Imago)

Man(n) sollte immer auf die Zeichen der Zeit achten. Frau auch. Und die sind deutlich und klar. Beginnen wir mit der Popkultur. Nein, nicht mit der deutschen, denn die ist mausetot. Vorübergehend verstorben. Am Rande brrrummelt Tim Lindemann von Rrrramstein noch etwas, ansonsten herrschen politisch korrekte Ruhe und stinkende Langeweile. Campinos Tote Unterhosen sind inzwischen als Bänkelsänger*innen der Kanzlerin im Schoße derselben verelendet, während aber das Ausland, das uns vielleicht mal wieder rettende Ausland!, ganz anderes vorzuweisen hat. Zum Beispiel sachdienliche Hinweise, tatsächlich, zu der Frage: Welche Erfolge hat eigentlich der weltweite Femanzen- und Genderterror gegen die biologischen Geschlechter Mann und Frau, gegen klassische Familien- und Rollenverständnisse errungen? Die gruseligen Bilder von irgendwelchen Modeschauen und Klamotten-Galas mit „Männern“, die – völlig auf den Emanzenhund gekommen – in Kostümen, Stöckelschuhen, als deformierte Freaks und kaputte Kreaturen inszeniert und auf Laufstege geschubst werden, zeigen uns Bilder von der akut laufenden Umerziehung der Geschlechter. But is it real?

Der ganze Genderfemanzen-Gagamüll ist ganz überwiegend eine große Inszenierung, ein doppelbödiger Umerziehungsversuch von Sexualaktivisten, ein politischer Anschlag auf das friedliche Zusammenleben der Menschen in ihren vertrauten, fast immer liebgewonnenen und ihnen von der Natur auferlegten Rollen. Der Unsinn, beim Geschlecht handele es sich um ein „soziales Konstrukt”, hat mit Gleichberechtigung von Mann und Frau nichts, aber auch gar nichts, zu tun. Punkt. Die Evolution kann grausam sein: Das Prinzip Trial & Error lässt sie ja durchaus in gewissen Grenzen gewähren, doch immer nur um lässig grinsend zuzusehen, wie am Ende doch das Schwache vom Stärkeren, das Gute vom Besseren oder das Beständige vom noch Stabileren hinweggefegt und verdrängt wird.

Und nein, wir reden hier nicht von einem politisch instrumentalisierten „Sozialdarwinismus“ oder einem primitiven Machismo, sondern von natürlicher Kraft und überlegener Stärke. In unseren zivilisatorischen Breitengraden sind diese grausamen Mechanismen, dank christlicher Ethik, Aufklärung und als Erbe des Humanismus, zum Glück außer Kraft gesetzt und überwunden. Der Starke soll Diener der Schwachen sein, sein Engagement für die Unterlegenen gereicht ihm selbst zum Vorteil. Inzwischen aber gilt die bloße und natürliche Tatsache, dass es Überlegenheit gibt, dass Stärkere, Begabtere, Privilegiertere und Mächtigere existieren, als Unding, Provokation und Erbsünde.

Überlegenheit existiert

Diese Ideologie macht natürlich auch vor traditionellen Geschlechterrollen nicht halt. Mit seltsamen Kampfbegriffen á la „Sexismus“ wurde der weiße (!) Mann zum Ziel linker Gesinnungsterroristinnen, welche Kampagnen wie #metoo fast ausnahmslos einseitig gegen westliche, weiße (!) Männer führen. Dabei geht es gar nicht so sehr um sexuelle Gewalt an sich, sondern um das eigentliche Hauptverbrechen dieser „weißen Männerschweine“ und Triebtäter, einem traditionellen heteronormativen Rollenverständnis gefrönt zu haben. Es ist bemerkenswert, dass dieser Kreuzzug gegen natürliche, weit mehrheitsbestimmende Heterosexualität zu einem Zeitpunkt erfolgte, da die Toleranz der Heteros gegenüber Schwulen und Lesben, auch der bunten Doppeldivas und Transen, doch schon längst Realität war. Schwule Bürgermeister in Hamburg und Berlin, zwittrige Paradiesvögel wie Boy George in den Charts, Geschlechterspiele des umtriebigen (am Ende sich als Hetero outenden) David Bowie markierten schon vor Jahrzehnten eine Kultur, die mindestens tolerant war, wie sie heute von ökolinken schrillen Hetzern und geistig verwirrten Diverslingen eingefordert wird, die dabei Sinn und Verstand gleichermaßen auf den Kopf stellen.

Damit könnte jetzt aber so langsam Schluß sein: Denn auch dieses in den USA und dem übrigen westlichen Ausland von den berüchtigten NGOs vorangetriebene Menschheits-Umerziehungsprojekt bekommt nun spürbar Gegenwind. Das Unnatürliche beginnt wieder, sich im Natürlichen aufzulösen. Evolution eben: Nur Gender-Lehrstühle sind ein überflüssiges soziales Konstrukt! Während unsere Medien uns ständig Bilder von angeblich „der Jugend“ zeigen, die dann zufällig oft so aussieht wie linke Klimaradikale oder Jungaktivisten im  Mülltonnen-Look aus der oft brennenden und miefenden Rigaer Straße in Berlin, scheint sich abseits dieser manipulierten Wirklichkeit durchaus ein bürgerlicher, „normal“ (im Sinne von vernünftig und anstandsgetrieben) tickender Nachwuchs zu entwickeln. Nach der letzten Bundestagswahl gab es ja schon mal den ersten Realitätsschock, als der überwiegende Teil der Jungwähler – sogar noch ein paar Prozente mehr als die Gehirnwäsche-Klimajugend der Grün*innen – plötzlich liberal und westlich-weltoffen die FDP wählte.

Weder versucht noch verhascht

Seither gelangen immer wieder Äußerungen dieser jungen Liberalen – teilweise vorbei an den Zensor*Innen der strengpolitisch kontrollierten ÖR-Medien – an die Öffentlichkeit; und die künden, man höre und staune, von einem ganz anderen Gesellschaftsbild, als es die Social Engineerer der woke-diversen Genderfemanzen-Ideologie propagieren: Sie fahren gerne Auto. Sie wollen Familie und Kinder. Jungs sehen hier aus wie Jungs, junge Frauen wie junge Frauen. Sie kleiden sich meist geschmackvoll und „flott“, sehen weder verhuscht noch verhascht aus und grinsen auch nicht unter fettigen, krausen Haaren dämlich vom Lastenfahrrad in ihr Ökomüsli-to-go hinein. Um die real existierende Frontstellung zu verdeutlichen, werden hier vom Autor bewußt die Klischeebilder etwas überzeichnet, aber es ist schließlich Kulturkampf – und da sollte man Roß und Reiter nennen und klar erkennen, wer hier wofür steht.

Und auch im musikalischen Sektor – wie gesagt, vor allem im Ausland – regen sich Signale gegen die Political Correctness. Samantha Fish, geboren 1989 in Kansas City, ist eine US-amerikanische Blues- und Country-Gitarristin, Sängerin und Songwriterin. 2012 gewann sie den Blues Music Award in Memphis/Tennessee für ihr unglaublich vielseitiges Debütalbum. Die neuerliche und ungebrochene Vitalität des Blues-Genres mag in anderen Ländern ohnehin schon länger die Menschen vor jener bleiernen politisch-korrekten Langeweile im Leben bewahrt haben, die sich bei uns unter der Merkel-Käseglocke breitmachte (und gerade erst einen Spalt breit öffnet). Der Genre-Kontext Blues ist wichtig, will man sich über das Äußere der attraktiven Samantha Fish Gedanken machen: Die unglaublich virtuose Gitarristin präsentiert sich, im krassen Gegensatz zu Sex-Sells-Madonna, zu bunten Hip-Hop-Rap-Rotlichtweibern und sonstigem ordinärem Rap-Zuhälter-Proll-Schund, ganz einfach nur als Frau, als eine überaus sexy Frau. Fish kommt daher als erotische Schönheit mit einem Touch von Marilyn Monroe, als souveräne Lady auf rosa Pumps oder mit denkbar kurzem Minikleid und laaaangen schwarzen Stiefeln. Frau eben!

„Ich bin hetero – und das ist gut so“

In Paraphrasierung des Wortes eines ehemaligen Berliner SPD-Bürgermeisters kommt eine neue Kultur-Gegenbewegung mit einer unausgesprochenen, aber sichtbaren Botschaft daher: Ich bin hetero – und das ist auch gut so! Ist Samantha Fish etwa nur eine Ausnahme im Meer des politisch korrekten Einheitsbreis oder des reinen Kommerzes ohne Inhalt? Nein. Im fernen Finnland geht eine weitere Künstlerin (die sich vor allem ernsthaft Künstlerin nennen darf!) ihren Weg der freizügigen Lust am eigenen wie auch dem anderen Geschlecht: Kennen Sie Erja Lyytinen? Sie wurde 1976 im finnischen Kuopio geboren und ist Blues-Gitarristin sowie Sängerin. Sie spielt göttlich Slide-Gitarre und mischt Blues mit Jazz, Pop, R&B und Country. Auch diese Dame trägt enorm zur Zukunft populärer Musik bei – in jenen Sparten, wo es um künstlerische Klasse und echtes Niveau geht. Sex macht Spaß – und Mann & Frau finden zusammen in knisternder Erotik, zu der stilbewußte Frauen immer schon enorm viel beizutragen wußten. Das ist künstlerisch-musikalisch präsentierter „Sexismus“ im positiven Sinne: „traditioneller“ Sex ist klasse, und nicht nur etwas für Diverse und Schwule!

Es ist ein Ausbruch ohne große Worte, der uns da in Form eines neuen Selbstbewusstseins  begegnet. Fast so etwas wie ein Comeback des großartigen Aufklärers Oswalt Kolle. Hier wird der Spaß für beide zitiert, angedeutet, auf ihn ganz natürlich und unverklemmt hingewiesen. Unlängst knallten Bilder eines Live-Auftritt von Erja Lyytinen durchs Internet. Sie ist keine „Hupfdohle“, keine halbnackte Zusatz-Pseudo-Sängerin oder Rapgeilmach-Halbnackt-Pornotänzerin. Sie spielt exzellent Gitarre, und trägt dazu eben auch mal nur einen hautengen Bodysuit, dessen Streifen mehr enthüllen und betonen, als sie als verdecken. Fast transparent – von oben bis unten – mit einer sehr, sehr guten Figur, doch es hat nichts Billiges. Wenn so etwas auch Lesben gefällt, dann ist es nur die Ausnahme von der Regel einer heterosexuellen Signalverdichtung, die auf eine kulturelle Kehrtwende hinweist.

Das traditionelle Glück der Annalena Baerbock

Schnitt, Szenenwechsel: Gestern Abend, eine Talkshow in irgendeinem dritten Programm. Annalena Baerbock in der Runde. Huch? Sie kann sogar völlig normal sprechen. Allerdings offenkundig wohl nur, wenn sie einmal das Genderklimageschrei weg läßt. Ganz ohne politische Agenda und Verstellung, fernab von Grün*Innen-Ideologie, erzählte sie von ihrer Familie, von Mann und Frau und Kindern, wie sie ihre Familie lebt und es genießt, Familie zu sein. Bumms. Eine Bildstörung? Tut Baerbock die neue Nähe zu echten Männern wie Christian Lindner mitsamt seinen schnellen, schicken Wagen etwa gut? Wird sie wieder normal, resozialisiert, eingenordet, erzählt fortan keinen Unsinn mehr und spricht ab sofort nur noch die Wahrheit? Wer weiß. Es war wohl eher eine Trance, das, was Analytiker das Durchbrechen einer Regression nennen.

Nur eines macht auch dieses Beispiel deutlich. Blut ist dicker als Wasser. Das Regelwerk der Evolution sieht Mann und Frau und Kinder als konstitutiv vor, für alle Ethnien, Völker, Nationen, für arm und reich und black & white. Am Ende bricht vielleicht nur mal für einen Moment das normale, echte Leben durch, weg von einer kranken und aufgesetzten Ideologie. Selbst in Annalena Baerbock zeigt sich dann eine unkontrollierte Baerbock, die tatsächlich pudelwohl in ihrer traditionellen Familie mit Mann und Kindern fühlt, wenn sie einmal das Narrenschiff ihrer politischen Agenda für einen kurzen Landgang in die Lebenswirklichkeit verlässt. Dass sich auch in der Familie Baerbock beide Ehepartner die Erziehung teilen und offenbar eine gute partnerschaftliche Beziehung pflegen, ist eben auch möglich ganz ohne politischen Reißbrettentwurf, ohne Sprachverhunzung, ohne Frauenquotenquatsch samt strengem, asexuellem Kampflesben-Karriereblick.

Ausgerechnet dem „Spiegel“ blieb es schon vor 20 Jahren vorbehalten, eben diese Reflexe zu erahnen und die späte Gegenbewegung kommen zu sehen: „Diese Karriere- oder Erfolgsfrau, kaum hat sie sich als Konsensprodukt sozialgeschichtlich etabliert, wenn auch längst noch nicht real durchgesetzt, ist, so scheint es, jetzt überraschend in die Krise geraten. Die Berufswelt erscheint ihr zu eisig, zu männertreu, zu stressig – zu wenig mütterlich. Kinderkriegen macht mehr Spaß. Eine erstaunliche, ärgerliche, wunderbare, jedenfalls bedenkenswerte Entwicklung: das urplötzliche Comeback eines Mutterstolzes, der längst verschwunden schien in den verstaubten Kulissen einer bürgerlich-patriarchalischen Gesellschaft, an die sich kaum noch einer erinnern mag.“ Am Ende liegt  wohl doch in den natürlichen Rollen, ganz gleich wie sehr sie ideologisch angefeindet werden, die größte Erfüllung.

1 KOMMENTAR

  1. Gut geschrieben! Ja, Samantha Fish und Erja Lyytinen sind genial. Echte starke Frauen und beide sehr virtuos, sowohl auf der Gitarre, als auch beim Gesang.
    Kostprobe?
    https://www.youtube.com/watch?v=FsKkRdrVlvk
    Samantha Fish, Runaway. Bereits eine etwas ältere Aufnahme.
    Und ja, solche Frauen haben ganz sicher keine Quoten und erst recht kein Gender Gaga nötig, im Gegenteil!

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