Maskendämmerung: Nicht ganz dicht…

Ein Wahn neigt sich dem Ende zu – oder doch nicht? (Symbolbild:Shutterstock)

Wahrscheinlich hebe ich mir ein oder zwei Masken auf – und wenn dann in einem halben Jahr niemand mehr etwas davon wissen will, welcher soziale Druck einst wegen dieses „Maulkorbs“ ausgeübt wurde, hole ich sie aus der Schublade und laufe damit herum. Sollte mich dann jemand irritiert darauf ansprechen, gestehe ich unter Tränen, Karl Lauterbach habe mir solche Angst in die Glieder gejagt, dass ich nun nicht mehr anders könnte. Das lasse ich mir dann als neue psychische Erkrankung bei meinem Psychiater patentieren: „Lauterbach Long Endurance Anxiety Syndrome“ – ich möchte wetten, die Inzidenzwerte dafür gehen rasch durch die Decke, es gründen sich Selbsthilfe- und Forschungsgruppen. Therapeuten verdienen sich eine goldene Nase damit.

Vielleicht ist es doch besser, ein öffentliches „Mask Burning“ zu veranstalten: Jeder schreibt seine Denunziationssünden auf den Lappen, so etwa den gesprengten Kindergeburtstag der kleinen Lena-Sophie und überantwortet ihn dem reinigenden Feuer. Nach diesem spirituellen Reinigungsritual liegen sich alle zur Versöhnung in den Armen und schwören sich, nie jemals wieder so fanatisch zu sein – oder zumindest nicht ohne Grund, denn die ersten werden dann garantiert schon wieder im Blick haben, wer sich der Zeremonie verweigert hat: Bestimmt ein Nazi, der heimlich Ritter-Sport isst und mit Wodka hinterherspült.

And now for something completely different”, hieß es bei Monty Python, immer wenn ein schneller Themenwechsel erfolgte. Karl Lauterbach hat wahrscheinlich nie eine Folge der Kultserie gesehen, denn er bleibt seinem Thema treu. Aber was ist das? Gibt er in dem nachfolgenden Tweet etwa zu, dass die Retterin der Massen, die Maske, nicht ganz dicht ist? Hat er nicht anfangs behauptet, eventuelle Lücken im antiviralen Schutzwall wären unbedenklich, weil die elektrostatische Ladung der Maskenfasern die kleinen Bestien wie ein Staubsauger fest im Griff hielte? Und nun plötzlich ist es denkbar, dass doch ein paar von ihnen durchschlüpfen? Sind die Viren etwa bei der Hamas in die Lehre gegangen und schaufeln kleine Tunnel?

(Screenshot:Twitter)

Uns Maskenskeptiker haut diese Botschaft nicht wirklich aus den Schuhen, haben wir doch leichtsinnigerweise – wann immer es möglich war, und manchmal sogar am Gesetz vorbei – auch „oben ohne” recht gut überlebt. Im Zug nach Thüringen etwa hielt ich mich stundenlang an einem Kaffeebecher fest und kuschelte mich subversiv in eine Ecke. Einmal entstand sogar eine Verschwörergemeinschaft mit benachbarten Fahrgästen. Aber der wahre Gläubige müsste doch eigentlich jetzt skeptisch werden: Wer würde schon einen Regenschirm kaufen, der mit dem Spruch „Mit uns werden Sie zwar auch nass, aber nicht ganz so arg“ wirbt? Oder ein Kondom, das nur in sieben von zehn Fällen hilft? Die Lösung hieß dann allerdings für die Rechtgläubigen oft, sicherheitshalber mehrere Masken übereinanderzuziehen. Wie man dieses Abschnüren der Sauerstoffzufuhr überleben konnte, ist mir noch immer schleierhaft – wahrscheinlich haben sich die Mehrfachträger nun als Perlentaucher qualifiziert, die ohne Mühe zehn Minuten unter Wasser verbringen können.

Aber bei den Impfstoffen lief es schließlich ähnlich: Auch wenn die offiziellen Stellen wöchentlich neue Zugeständnisse zur mangelnden Wirksamkeit machen mussten – und die Uniklinik Marburg inzwischen eine Ambulanz für Impfgeschädigte eröffnet hat -, blieb man bei der Devise „viel hilft viel”. Die Corona-Götter ließen sich nicht durch ein Impfopfer besänftigen – also brachte man noch mehr Opfer dar. Als es mit der Kultur der Mayas nach mehreren Dürrejahren zu Ende ging – und das ganz ohne Kohlekraftwerke! -, reagierten sie damals übrigens ähnlich verzweifelt und opferten sogar ihre Kinder.

Neuer Angstkick

Das Schlimmste dabei: Man verliert das Vertrauen in die Vernunft der Menschen, von denen man nun ziemlich sicher weiß, dass sie mehrheitlich jeden Unfug mitmachen werden, den ein Lauterbach ihnen vorsetzt. Und das Vertrauen in Medien und Experten hat sich ohnehin in Luft aufgelöst. Man könnte fast glauben, dass die Ukraine-Krise die Bürger nicht aufwachen ließ, weil es jetzt Wichtigeres gibt, sondern dass sie lediglich einen willkommenen neuen Angstkick bietet, der an die Stelle der schon etwas abgenutzten Pandemie tritt.

Und wie schon bei Corona, stehen die Nachdenklichen unter uns da und wissen nicht mehr, was sie noch glauben können. Was ist tatsächlich so passiert, und was ist Propaganda? Ich jedenfalls traue mir im Moment noch kein endgültiges Urteil zu, auch wenn mir mein Bauchgefühl eine Richtung weist. Mein Bauchgefühl ist in der Regel sehr zuverlässig – aber es weiß im Moment nicht so recht, was es will. Jedenfalls keine allzu überzeugten Experten mehr, die nicht loslassen können, selbst wenn ihre Thesen so löchrig wie ein Käse geworden sind.

33 Kommentare

  1. @Als es mit der Kultur der Mayas nach mehreren Dürrejahren zu Ende ging
    die waren etwas besser dran – die haben auch ihre Fürsten geopfert.
    Dem könnte ich auch was abgewinnen – wir könnten den bunten Tag einmal opfern – vielleicht hilft das gegen Corona.
    Am besten am Tag des Mammon -wenn sie über die nächste Diätenerhöhung abstimmen – da sind alle da !
    Ich könnte mir vorstellen, daß da weitaus effizienter wäre als eine krankmachende und langfristig tödliche Spritze zu verteilen!

  2. „wenn dann in einem halben Jahr niemand mehr etwas davon wissen will“ Hahaha, das wird nie wieder enden, wenn wir es nicht endgültig beenden dadurch, dass jeder endlich kapiert, dass es keine krankmachenden Viren gibt und nie eine Pandemie gab! Sie haben uns verarscht wie vermutlich niemals zuvor.

  3. Mein Bauchgefühl hat mir von Anfang an gesagt: „He, pass auf. Da ist etwas faul.“ Und es hatte recht. Ich verstehe die Menschen nicht, die jetzt, wo es keine Pflicht mehr ist, immer noch zu mindestens 90 Prozent mit ihren Keimschleudern herumlaufen. Vielleicht ist ja in der Spritze etwas drin, das das Bauchgefühl zerstört? Vielleicht ist es aber auch Gewohnheit. Oder Angst, es könnte ohne Maske etwas ganz Schreckliches passieren. Vielleicht ist ja die Maske so etwas Ähnliches wie eine Ritterrüstung.

  4. „Jede Ansteckung birgt das Risiko von
    Long COVID“ MÖGLICHERWEISE! Doch jede Ansteckung GARANTIERT Herdenimmunität! Für Lauterbach und für drei Viertel aller Deutschen gilt definitiv „Blödheit FIRST“

  5. Aussage WDR-Radio heute: Habe vor tagen C-19 mit mildem Verlauf überstanden, deshalb werde ich die Maske weiter tragen. Ich habs verstanden – Sie auch??

  6. Jeder der jetzt in den Geschäften ohne Maske rumläuft wird von den mehrheitlich Maskentragenden entsetzt wie ein Außerirdischer angesehen. Die Maskendressur nach KL hat geklappt. Von der Wiege bis zur Bahre sagt man so schön.

  7. Der Zirkus geht jetzt erst richtig los. Was Geschäfte angeht, gibt es entweder Diskussionen, Handgreiflichkeiten zwischen den Parteien, oder die geimpften Weicheier kommen nicht, wenn Maskenlose herumlaufen. Das gleiche in den schulen. Die mit Maske werden gehänselt, die ohne Maske ebenfalls angegriffen. Der Lehrerverband heult schon, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen. Eine Frage hätte ich dazu. Sind das Pädagogen, oder Laien, oder was stellen sie dar? Lehrer? Dieses Volk ist sowas von zum Kotzen.

    • Das sind paedagogische Laien und viele sind als Lehrer und Vorbild nicht geignet
      Bis vor ca. 20 Jahren mussten Lehrer, meines Wissens nach, keine Paedagogik studieren.
      Dann Grundschulehrer 2 Semesterund das so nebenbei. Von Hauptschul-,Realschul-Gymnasialehrer wurde keinerlei Paedagogikkenntnisse damals verlangt
      Da hatten Kindergaertnerinnen eine bessere paedagogische Ausbildung.
      Ich hatte eine Bekannte Altgriechisch- und Lateinlehrerin, die mich auslachte, als ich ihr sagte, es waere hilfreich, sich mit Paedagogik und Gruppendynamik zu beschaeftigen, da sie es nicht zu stande brachte, ihre Klassen zum Lernen, zur Aufmerksamkeit und zum Ruhig sein zu bringen.
      Lehrer,sind Leute, die ihr Fach beherrschen, respektiert werden, den Kindern ihr Wissen und ihren Fachbereich interessant vermitteln koennen. ihnen das lebenslange Lernen schmackhaft machen und vor allem die Freude daran sich immer weiter zu bilden.
      „Leerer“, sind sie, wenn sie unfaehig und teilweise unwillig sind, ihren Lehrauftrag zu erfuellen. sich den Kindern als Freund auf gleicher Ebene anbiedern. Wenn sie es als ihren Auftrag ansehen, die Kinder politisch zu manipulieren und sie mit woke versifften Inhalten zu indoktrinieren.

  8. Von Mirjam Lübke -4. April 2022
    Sollte mich dann jemand irritiert darauf ansprechen, gestehe ich unter Tränen, Karl Lauterbach habe mir solche Angst in die Glieder gejagt, dass ich nun nicht mehr anders könnte.
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    Wenn Dummheit quietschen würde, müsstest du den ganzen Tag mit einer Ölkanne herumlaufen, um nicht aufzufallen.

    • Jegliches Quietschen dürfte Ihnen als Maskenfreak im Himmelschreien der eigenen Dummheit doch gar nicht auffallen – die übertönt alles.

    • … wenn quietschen dummheit anzeigen würde, wär’s was einfacher, würd dir Graphit-Fett empfehlen …

      • peter weilharter 4. April 2022 At 18:01
        Daniel Matissek 4. April 2022 At 15:12

        Wollt ihr allen Ernstes behaupten, dass ein normal denkender Mensch so ein Schwachsinn verzapfen kann, was diese Mirjam Lübke sich zusammen getippselt hat in dem Blog Beitrag?

        • Umgekehrt: Ausschließlich ein normal denkender, sogar überaus kluger Mensch wie Mirjam Lübke kann sowas „verzapfen“. Nur einem nicht normalen denkenden Menschen erschließt sich dies nicht.

  9. weiss-blaue 叩頭 läppchen an die wand gepinnt (ungewaschen wegen des reellen feelings)
    machen sich am nettesten, leicht zerzauselt die weisse schmutzige seite nach aussen gewendet …

  10. Ein Leben ohne Maske? War heute ohne Maske einkaufen. Dachte die Menschen freuen sich über die neue Freiheit, aber ich war der Einzige oben ohne. Die Blicke der anderen Kunden sagten alles. Vom Aussetzigen bis zum Selbstmordattentäter war in den Blicken alles zu lesen. Alle gingen mir aus dem Weg, sogar an der Kasse ließ man mich vor. Werde ab jetzt nur noch oben ohne einkaufen. Obwohl,es war schon ein komisches Gefühl von allen so verachtend angesehen zu werden. Aber was soll man auch erwarten, wenn man von Laiendarstellern regiert wird. Das färbt ab.

  11. Mein Kommentar wurde gerade abgebrochen, während ich schrieb. Ist hier der Staatsschutz auch schon unterwegs oder will man jetzt Meinungen mit aller Gewalt unterdrücken. Ich verwende keine Schimpfworte in meinen Kommentaren.

  12. Herzlichen Glückwunsch für den überragenden Wahlgewinn !
    Herr Orban ist u.a. das Bollwerk gegen die EU-Diktatur.
    Schade, das wir nicht einen solchen, wie Herrn Orban, als Bundeskanzler haben können.
    Herr Orban würde sicherlich den Saustall nach alter Bauernregel gründlich ausmisten und säubern.
    Den Glatzkopf kann man nicht für voll nehmen, er ist allerdings ein ernst zu nehmender Feind des Volkes, des Rechts und ein Lakai vom Menschen Verachter Schwab.
    Ungarn wäre ein gutes und preiswertes Land f.d. Lebensweise suchender Auswanderer.
    Dort wird nicht jeder Hinz- und Kunz ins Land gelassen, insbes. keine Abzocker der Sozialsysteme.

    Ach ja, Faschisten können sich das Gift und den Visagenlappen sonst wo hin stecken.
    Beides bleibt meinem Körper fern ihr kranken Volkszüchtiger.

  13. Ich war mit meiner Frau im Lidel einkaufen, und zwar ohne die Schutzmaske zu tragen. Wir waren zum Glück nicht die einzigen Exoten. Mütter mit Kindern ohne Zwangsmaske und auch jüngere Leute, aber auch einige Ältere. Die Mehrheit ist in Virusangst und Obrigkeitshörig. Dieses Land ist leider schon in der Verblödung der eigenen Bevölkerung zu weit fortgeschritten. Ob sich das noch mal ändert zweifle ich stark an.

  14. So, erster Post, Tag 1 in Bayern und Bericht einer kleinen empirischen Feldstudie heute Mittag:
    – Getränkemarkt: Personal mit Maske, ein Kunde ebenfalls mit
    – Supermarkt: Personal mit Maske, bin gleich wieder gegangen
    – dm: Personal mit Maske (!), ca. 3/4 aller Kunden ebenfalls mit
    – Bioladen: Personal ohne Maske, kein einziger Kunde mit

    Werde wieder berichten

  15. Leider habe ich noch nie einen Raucher einen tiefen Lungenzug machen, ihn dann die Maske aufsetzen sehen – und nichts gesehen. Das wäre der ultimative Beweis: Die Maske wirkt.
    Dumm wäre es allerdings, wenn doch ein dicke Qualmwolke hinter der Maske hervor käme …

    Das wäre Wissenschaft auf Grundschulniveau – doch nicht einmal das schaffen wir!
    Maske oder Beten – die Anhänger wissen: Das hilft (immer)!

  16. Noch viel abartiger ist das sexeln mit Masken.
    Wenn mir ein Mädel sagt, ich solle vorher den Gesichtslappen anlegen,
    ist die Lust wie weggeblasen.

  17. Heute im Netz.
    Klabauterbach wurde in einem Lokal der Einlass verweigert.
    Richtig so, damit dieser Menschen Verachter endlich einmal weiß, was er uns angetan hat und es
    selbst verspürt.
    Weiter so, überall sollte ihm keine Gelegenheit gegeben werden zu konsumieren, außer in den lebensnotwenigen Geschäften.
    Klabautermann, ein Psychopath muss weg, so schnell als möglich, denn er ist eine Gefahr
    für sich selbst und Bürger.

  18. Wer sich ein wenig für Psychologie interessiert, wird eine geradezu erschreckende Konvergenz der staatlichen „Maßnahmen“ gegen ein vermeintliches Virus zu Adolf Biedermanns ‚Diagramm des Zwangs‘ erkennen. Es wäre höchst naiv anzunehmen, dass sich die Herren dieser Welt nicht der ausgefeiltesten psychologischen Kniffe bedienen würden um ihre faschistoiden Träume einer Neuen Weltordnung wahr werden zu lassen. Der durchschnittliche Intelligenzwert der Majorität reicht offenbar nicht aus, um diese Charade zu durchschauen. Oder ist der Mensch einfach Sklave seiner Ängste?

    • Gegen Faschismus und das Unrecht vorzugehen, da hilft nur eine einzige Maßnahme, hart, härter
      treffender.

  19. So richtig „Scheiße“ ,darf man das noch sagen oder steht das auch schon auf dem Index, muß doch der ganze Zirkus für Henry Maske sein, der wird die ja nie los, oder?
    Ja, meine Frau wurde auch am Freitag voriger Woche beschimpft, das sie diese Klabauterbach Gasmaske nicht trug, und wieder waren es überwiegend die ganz Alten,die sich fürchterlich erregten. Manchmal habe ich mit denen ein bisschen Mitleid, wahrscheinlich waren einige von denen im 2.Weltkrieg verschüttet und leiden an einem späten Trauma.Ich muss immer wieder an „Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“ denken.Er und der Bucklige verkauften beide nicht ihr Grundstück und wurden beide mit ihren Besitz eingezäunt.Die aufgewiegelten Bewohner schrieen lauthals „Weg mit den Alten“! Damals fand ich das schlimm, heute könnte ich mich daran gewöhnen.Wahrscheinlich, habe ich schon hier den öfteren geschrieben ,haben die türkischen Fachkräfte, die diese Brühe zusammengebraut haben ein Mittel erfunden, bei vielen das Resthirn auszulöschen oder längerfristig auszuschalten.

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