Maskerade des Wahnsinns

Bedienung mit Maske (Symbolbild:Imago)

Heute Nachmittag besuchte ich ein nettes Café in der mainfränkischen Provinz, unweit von Würzburg, dessen Name ich an dieser Stelle unerwähnt lassen möchte. Aus dem Katalog der verfügbaren gastronomischen Diskriminierungsangebote hat man sich dort für die Variante „3G plus“ entschieden – hirnrissigerweise aber unter neuerlich strikter Maskenpflicht für alle. Warum, das erklärte ein schwungvoll handgeschriebener, geschmackvoller Aushang an der Tür: „Liebe Gäste! Wir müssen uns bei den aktuell hohen Corona-Fallzahlen unbedingt wieder gegenseitig schützen! Nehmen Sie daher bitte Rücksicht, halten Sie Abstand und tragen Sie Maske!

Das hatte ich beim Betreten jedoch übersehen. Noch während ich nach meiner Verabredung Ausschau hielt, wies mich plötzlich die sehr attraktive und sehr resolute Bedienung darauf hin, dass ich bitte die Maske aufziehen solle, bevor ich ihr meinem Impf- bzw. Genesenennachweis zeige.

Ich erlaubte mir den Scherz und entgegnete: „Nee, das muss ich nicht, Ich hab doch die App!“ Sie: „Wie, welche App?“ – „Na, die Masken-App! Gibt’s doch ganz neu jetzt.“ Sie zog die Brauen hoch und blickte mit großen Augen zu mir hoch: „Hä, echt jetzt? Das kenne ich noch gar nicht… gibt’s sowas echt?“ Ich, todernst: „Na klar! Kennste nicht? DIe ist superpraktisch! Einmal runterladen, und dann muss man nicht jedesmal die Maske aufsetzen, es reicht, wenn man ein Foto von sich mit Maske vorzeigt!“ – Sie daraufhin, in gänzlich ungespielter echter Begeisterung: „Echt? Hä…. wie krass ist das denn! Das ist ja super! Da muss ich gleich mal nachfragen, das kenne ich noch gar nicht!

Den Schalk im Nacken

Ich schüttelte den Schalk im Nacken ab, lachte los und und „löste auf“, bevor ich pflichtschuldig meine Maske herauskramte und aufsetzte. Weder wollte ich Ärger kriegen noch vertreten müssen, dass sie welchen bekommt. Die Kleine verharrte einen Moment lang verunsichert, fast so, als sei sie enttäuscht, nur veräppelt worden zu sein. Dann lachte sie mit. Ich checkte ein, ging drei Meter zu unserem Tisch, setzte mich und zog die Maske wieder ab. Denn auch in Bayern fliegen die Aerosole und Viren bekanntlich nur oberhalb von 1,5 Metern, für Sitzende sind sie unschädlich.

Was mich später wirklich nachdenklich machte: Ich bin mir sicher, die Bedienung hätte es mir abgekauft, wenn ich bei meiner Story geblieben wäre und den Bluff weiter durchgezogen hätte. Nicht, weil sie naiv oder doof wäre. Ich denke, die meisten Deutschen würden nach anderthalb Jahren Maßnahmen-Voodoo, nach willfähriger Teilnahme an diesem Squid-Game der pandemischen Idiotie auch die sinnfreiesten Regeln blindlings akzeptieren und befolgen. Die Versetzung selbst intelligenter Gehirne in den Werkszustand mit anschließender Neuaufspielung einer Testsoftware scheint rundum geglückt.

20 KOMMENTARE

  1. Viele Menschen würden lieber sterben als denken.
    Schade, daß es nicht von mir ist, aber das wären fremde Federn – es war Bertrand Russell, englischer Mathematiker, Philosoph und Nobelpreisträger
    Trotzdem gut und richtig !
    Und traurig !

  2. Auf den ersten Blick könnte man sagen, nicht mitgedacht. Die andere Seite ist, dass man bei all dem Geschwafel und Geschwurbel nicht mehr weiss, was wirklich los ist.

  3. Köstlicher Beitrag, werter Herr Matissek. Erinnert mich an ein Gespräch mit einem Patienten, dem ich erzählte, dass in einer Zeitung die Vor–und Nachteile von nRNA – und Totimpfstoffen aufgelistet waren.
    Und DER Nachteil des Totimpfstoffes sei, dass man nach einigen JAHREN eine Auffrischung verabreichen müsse.
    Dieselbe Reaktion – ein fragendes, hilfloses Gesicht, und das in Zeiten, wo „Booster“ nach wenigen Monaten die Schlagzeilen dominiert.
    lg

  4. So lassen sich auch die erschütternden Wahlergebnisse erklären. Bis auf vielleicht 10 oder 15% Wahlfälschung ist das alles stimmig.
    Die Deutschen sind verblödet.

  5. Ich habe überhaupt kein Verständniss mehr, für meine Mitmenschen die diesen Wahnsinn immer noch mitmachen und somit befördern. Mögen Sie zur Hölle fahren, möglichst bald!

    • Da wir in der Hölle leben, kann man nicht zu ihr fahren.
      Wir sind alle schon dort.

      Und wen meinst Du mit „Sie“?

      „Mögen Sie zur Hölle fahren“
      Das bedeutet ICH solle dort hinfahren und jeder andere auch. Sie wird kleingeschrieben. Es ist in diesem Zusammenhang KEINE persönliche Anrede.

  6. Seit anderthalb Jahten denke ich an die Sekte Völkertempel und ihren Führer Jim Jones, der 1978 seinen knapp 1000 Anhängern die Einnahme vom Giftcocktail mit dem Versprechen des sofortigen Überganges ins Paradies verordnet hat. Die Verabreichung haben seine Leibwächter durchgeführt. Wer es nicht freiwillig nehmen wollte, dem wurde geholfen.

  7. Leider ein typischer Bericht aus meiner (unter-)fränkischen Heimat! Befolgen und durchsetzen, was die Vorgesetzten sagen. Bei auftretenden Problemen, nachfragen und unter keinen Umständen eigenverantwortlich handeln.
    Erstmals ist mir solches Verhalten Mitte der achtziger Jahre in den USA aufgefallen. Damals gab es ausschließlich die ersten McDonalds-Restaurants im ländlichen Franken. Im Laufe der Zeit sind dann auch Burger King, KFC, Domino’s Pizza, Starbucks dazu gekommen.
    Mit dieser ganzen Amerikanisierung des Eß- und Konsumverhaltens leider auch das Denkverhalten.

    • Vielleicht ist in all dem unterkochten Fleisch und billigst Essen auch der Toxoplasmose Parasit drin, den gibt es auch in der Erde,wo z.B. Katzen hingepoopt haben oder wird auch ueber Huehnerdreck uebertragen.
      Der Parasit kann zu Gehirnveraenderungen, Schizophrenie,Neuropsychatrische Veraenderungen, gefaehrlichen selbstzerstoererischen Verhalten, z.B. beim Auto fahren fuehren. 30% bis 70% der Bevoelkerung sollen den Parasiten haben. Da braucht es gar kein Kokolores zur Bevoelkerungsdezimierung und Verbloedung.
      BItte weiteres Ausfuehrliches dazu im Netz ansehen.

  8. Die Verblödung der deutschen Bevölkerung ist immens und irreparabel.
    Die Geschichte erinnert mich an einen Spaß, den ich vor vielen Jahren mehrfach durchgeführt hatte:

    Ich hatte in diversen McDonalds einen Cheeseburger bestellt, jedoch sagte ich: „Aber bitte ohne Käse“. Ich wollte keinen Käse im Cheeseburger haben.

    Was soll ich sagen, in keinem Fall wurde der Wahnwitz erkannt und in einem Fall fragte die Bedienung tatsächlich in der Küche nach, ob auch Cheeseburger ohne Käse da seien.

    BRD, das ganze Abendland, ist am Zenit der Dekadenz angelangt.

  9. Bereits vor zwei Jahren habe ich mir einen ähnlichen Scherz erlaubt. Ich hatte ein neues Elektrofahrrad und erzählte meiner Nachbarin, ich lade den Akku nur mit grünem Strom. Der kommt bei uns zu Hause aus einer ganz bestimmten Steckdose, die anderen Steckdosen liefern den bösen Strom. Ganz erschrocken mußte ich feststellen, daß sie es mir glaubte und ähnlich wie die Bedienung reagierte. Ich löste aber nicht auf, denn das hätte sie ja noch mehr bloßgestellt.

  10. Schön wie der Autor die 3G Regel unterstützt.
    Ich hätte diese Kneipe oder was auch immer es ist, sofort wieder verlassen.
    Aber der Autor setzt sich brav die Maske auf, geht zu seinem Tisch und unterstützt dadurch die Unterdrückung.
    Sie sollten sich echt schämen.

    • Jeder kämpft gegen diesen Stuss auf seine Weise an, wo es ihm effektiv erscheint. Ich habe das Café nicht gezielt aufgesucht, sondern war dort wie gesagt verabredet, aber durch unsinnigen Boykott-Symbolismus erreichen Sie gar nichts. Mit solchen Sturm-im-Wasserglas-Aktionen machen Sie sich allenfalls zum Affen. Das wäre quasi „Fridays gegen Maskenwahn“.

  11. Ich habe mich früher immer gefragt, wie es dazu gekommen ist, dass die großen Weltreiche untergegangen sind. Ganz einfach: Dekadenz, Übersättigung, Dummheit, Faulheit, Korruption, Verweichlichung und vieles mehr, was den Menschen die Tatkraft raubt. An diesem Punkt sind wir jetzt auch. Es ist ganz spannend mit zu erleben wie ein ganzes Welt Reich zu Grunde geht. Unsere abendländische Kultur wird demnächst perdu sein.

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