Medien & Indoktrination: Dirk Steffens – das mediale Perpetuum Mobile

Dirk-Steffens-Darsteller Dirk Steffens (Foto:Imago)

Wer war Klausjürgen Wussow? – Der Chefarzt einer bedeutenden Klinik im Schwarzwald. Wer ist Jan Josef Liefers? – Ein bedeutender Professor der Gerichtsmedizin in Münster. Wer ist Dirk Steffens? – Ein Schauspieler in der Fernsehserie „Das Traumschiff„… halt, stop, stimmt nicht! Also nicht ganz jedenfalls. Lieber ist Dirk Steffens „irgendwas mit Wissenschaft“. In den Medien wird er als „Naturfilmer“ vorgestellt. Steffens moderiert auch die Sendung „Terra X“ und produziert Sendungen für den Hörfunk und diverse Fernsehsender. In der Folge „Palau“ der Fernsehserie „Das Traumschiff“ spielte Dirk Steffens die Rolle von Dirk Steffens auf einem Kreuzfahrtschiff. So ist es gewesen. Steffens ist ein begnadeter Selbstvermarkter. Sozusagen ein Sascha Hehn oder ein Alain Delon der deutschen Fernseh-Wissenschaftlichkeit, ein verbindlich plaudernder Beau eben, den Oma Elfriede gern bei sich im Wohnzimmer zu Gast hat. Sie braucht nur ihren Fernseher einzuschalten, und schon ist der nette und gutaussehende Dirk Steffens bei ihr und schickt sie ins Land der altweiberlichen Träume. Wos a Charmeur! Das wäre ein Schwiegersohn gewesen!

Das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) war an der Meinung von Dirk Steffens interessiert. Vielleicht war das RND auch nur an einem telegenen und bekannten Gesicht interessiert, das geeignet ist, propagandistisch eine Botschaft des „Redaktionswerks Deutschland“ unters Volk zu bringen – jedenfalls titelte das RND: „Moderator Dirk Steffens: ‚Es ist falsch, Verblendeten das Wort zu erteilen‘.“ Das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ selbst wiederum widmet sich schon seit dem Jahr 2013 der ehrenvolle Aufgabe, darüber zu wachen, daß kein Veblendeter das Wort ergreift. Das „RND“ ist nämlich so etwas wie der „redaktionelle Teil der SPD“. Das ist zugleich auch der größte Teil der SPD. Bei Wikipedia sind sage und schreibe 52 deutsche Tageszeitungen gelistet, die vom „RND“ die redaktionellen Inhalte für den überregionalen Teil geliefert bekommen. Das tut das „SPD-RND“ selbstverständlich nicht, um ein deutsches Meinungsmonopol zu errichten, obwohl ja schon die Auswahl von Nachrichten, die veröffentlicht werden sollen, in eine solche Richtung deutet. Nein, das RND widmet sich selbstlos dieser ehrenvollen Aufgabe, damit „sich die Regionalzeitungen durch die Dienstleistungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland ihre Redaktion für die Mantelseiten, also den überregionalen Teil, sparen und sich dadurch auf die Berichterstattung über das Lokale und Regionale konzentrieren können.„, wie es bei Wikipedia heißt. Da sinkt man vor Bewunderung fast in den Boden und denkt sich als einfacher Mann: Das RND ist ein richtiger Segen für die öffentliche Meinungsbildung, dadurch auch einer für die Demokratie, saumäßig schlau im Sinne der Kostenreduzierung ist es außerdem – und wenn dann auch noch der Schauspieler, der beim Traumschiff die Rolle des Dirk Steffens gespielt hat, dort zu Wort kommt, dann ist das der Gipfel aller medialen Seriosität.

Verblendet und ausgeblendet

Es ist falsch, Verblendeten das Wort zu erteilen„: Das hat wirklich gesagt, jener Dirk Steffens, der gern die Rolle des Dirk Steffens spielt. Weswegen es nützlich ist, sich noch gründlicher darüber zu informieren, was ihn wohl zu einer solchen Aussage qualifiziert. Diese Information liefert das RND nämlich nicht mit, weiß der Geier warum nicht. Wikipedia: Steffens ist ausgebildeter Fernmeldemechaniker und studierte nach dem Abitur Geschichte und Politik. Von einem Studienabschluß steht bei Wikipedia nichts. Nach einem Volontariat an der Kölner Journalistenschule sei Dirk Steffens zunächst ein Jahr lang Politik- und Nachrichtenredakteur beim Deutschlandfunk Köln gewesen.

Im Laufe jenes langen Jahres als Politik- und Nachrichtenredakteur muß sich Dirk Steffens überlegt haben, ob es Möglichkeiten gibt, mehr Geld zu verdienen, als man beim Deutschlandfunk für den Job als Nachrichtenredakteur bekommt. Der Beau machte sich selbständig mit seinem Charme. „Seither arbeitet er als freier TV-Autor, Moderator, Dokumentarfilmer und Produzent für verschiedene Hörfunk- und Fernsehsender. Seit 2005 steht Steffens auch vor der Kamera und präsentierte zunächst bei VOX eine wöchentliche Tierfilmreihe, später wechselte er als Moderator des Dokumentations-Formates Terra X sowie weiterer Sendungen zum ZDF. Für Wissenschafts-, Natur- und Reiseformate unternahm er in den vergangenen Jahrzehnten Film-Expeditionen in mehr als 120 Länder auf allen Kontinenten. Er ist außerdem ein erfahrener Taucher und Unterwasserfilmer. Bekanntheit erlangte er vor allem durch die Terra-X-Dokumentationsreihe Faszination Erde, die er seit Dezember 2008 moderiert.“, weiß Wikipedia.

Man sieht also sofort: Als Experten für interessengeleitete Verblendungen aller Art hätte das RND gar keinen Besseren finden können, als ausgerechnet Dirk Steffens. Das Wort von Steffens ist so gut wie Gesetz. Niemals würde er nach dem Munde derer reden, die ihn mit Aufträgen für seine private Produktionsfirma versorgen. – Späßchen.

Philanthropie und Imagepflege

Natürlich hat der Dirk-Steffens-Darsteller dem RND auch erklärt, warum es falsch ist, Verblendeten das Wort zu erteilen. Ausgeblendet wurde dabei lediglich, daß die Verblendeten eben auch und gerade die Adressaten seiner Erklärung sind, weil sie glauben, es handle sich um den philanthropischen „Wissenschaftler“ Dirk Steffens, der ihnen die Sache mit der Verblendung erklärt, und nicht um den Darsteller des philanthropischen, von keinem persönlichen Motiv beeinträchtigten „Wissenschaftlers“ Dirk Steffens. Das ist es aber, was Dirk Steffens zuvörderst ist: Ein Selbstdarsteller. Und bei weitem nicht der einzige. Annalena Baerbock, Jan Böhmermann, Markus Söder …. – die Reihe ließe sich beliebig lang fortsetzen. Das sind alles Leute, die zuvörderst von ihrem Image leben und denen deshalb auch nichts wichtiger ist, als ihr Image zu pflegen. Söder ließ sich nicht ganz ohne Kalkül mit Fliegerjacke und hochgerecktem Daumen im Cockpit eines Abfangjägers ablichten, um das „Tom-Cruise-Foto“ von sich („Top Gun„) verbreiten zu lassen. Dirk Steffens pflegt eben sein Image als wissenschaftlicher Bescheidwisser. Mit Bescheidwissen hat das nur nachrangig etwas zu tun.

Aber gut, wie hat der Dirk-Steffens-Darsteller im RND „begründet“, daß man „Verblendeten das Wort nicht erteilen“ dürfe? So zum Beispiel: “ ‚Es ist falsch, über Unsinn zu berichten und Verblendeten das Wort zu erteilen‘, so der ‚Terra X‘-Moderator im Gespräch mit der Nachrichtenagentur teleschau. ‚Wir haben das journalistisch die ganze Zeit gemacht und damit riesigen Schaden angerichtet. Es ist ein journalistisches Grundversagen.‘ Wende man das Prinzip des politischen Journalismus, also ‚mit allen Seiten zu sprechen‘, auf den Wissenschaftsjournalismus an, werde es ‚katastrophal falsch‘.“ – Hier hat er also behauptet, daß es erstens „die Wissenschaft“ als eine homogene Entität gebe, daß er zweitens genau wisse, was das sein soll, daß sie drittens jeder demokratischen Gepflogenheit überzuordnen sei, und daß viertens die Nichtbeachtung dessen, was er als Dirk-Steffens-Darsteller behauptet, dazu geführt habe, daß Unsinn verbreitet worden sei. Außerdem behauptet er noch, die Verbreiter dessen, was der Dirk-Steffens-Darsteller als Unsinn identifiziert habe, seien viel zu häufig zu Wort gekommen.

In Bezug auf die „Pandemie“ also: Die dauernde Präsenz von Prof. Bhakdi, Prof. Hockertz, Prof. Homburg, Prof. Kämmerer, Prof. Ioannidis, Dr. Wodarg, Dr. Schiffmann und vielen anderen, hochqualifizierten Wissenschafts-Dissidenten in den Mainstream-Medien sei ein „journalistisches Grundversagen“ gewesen. Mit anderen Worten: Der Dirk-Steffens-Darsteller sieht Gespenster. Das wäre übrigens auch die richtige Schlagzeile im RND gewesen: „Der ehemalige Nachrichtenredakteur und Dirk-Steffens-Darsteller Dirk Steffens sieht Gespenster„. Im Teaser dann: „Dirk-Steffens-Darsteller will der Öffentlichkeit weismachen, er sei der Wissenschaftler überhaupt.“ Das wiederum wäre natürlich nur dann eine Schlagzeile für das RND gewesen, wenn es selbst tatsächlich das wäre, was es vorgibt zu sein, anstatt eben jene Propagandaabteilung der SPD, die es realiter ist.

Leseaugen des deutschen Massenmichels

So kommen hier also zwei Darsteller ihrer selbst zusammen: Das RND als Darsteller einer „unahängigen Presse“ und Dirk Steffens als „Wissenschaftler Dirk Steffens“-Darsteller. Zusammen treffen sie dann auf die Leseaugen des deutschen Massenmichels, den Darsteller des informierten Demokraten, der sich auf seine „Informiertheit“ – in Wahrheit Desinformiertheit – mindestens so viel einbildet wie der Dirk-Steffens-Darsteller auf seine Wissenschaftlichkeit und das RND auf seine Unabhängigkeit. Ein Paradebeispiel dafür, wie in der ach-so-demokratischen Bundesrepublik Deutschland heutzutage „Gewißheiten“ fabriziert werden.

Der Dirk-Steffens-Darsteller und Selbstvermarkter Dirk Steffens, schwer abhängig vom Wohlwollen seiner Auftraggeber, behauptet dann, viel zu viele „Klimaskeptiker“ seien in den Medien zu Wort gekommen. „Eike – Klima & Energie“ den ganzen Tag rauf und runter, wahrscheinlich. Der Dirk-Steffens-Selbstvermarkter laut RND:“ Bei der Corona-Krise hätte man ‚wieder den gleichen Quatsch gemacht‘. Auch da hätten in den Talkshows Leute gesessen, ‚die wissenschaftliche Evidenz nicht anerkannt haben. Immer mit dem Argument, man müsse ja auch die andere Seite hören‘. Steffens erklärte, er werde ’nicht müde, zu sagen: Wenn die andere Seite vollständiger Quatsch ist, dann dürfen wir unsere Zeit nicht damit verschwenden, ihnen zuzuhören‘.

Tja, und dann nimmt man beispielsweise „Aletheia“ zur Kenntnis. Die Gründungsmitglieder sind allesamt keine Darsteller, sondern Leute, die tatsächlich in dem Beruf arbeiten, der „außen drauf steht“. Fabien Balli-Frantz, MSc. ETH Elec. & Pharmazie Student, Biel/ Dr. med. Urs Guthauser, Bern/ Dr. med. Andreas Heisler, Ebikon/ Dr. Werner Michael Heller, Schüpfheim/ Dr. Sc. Nat. ETH Barbara Müller, Ettenhausen/ Dr. med. Björn Riggenbach, Neuchâtel/ Dr. med. Rainer Schregel, Wattwil/ Dr. med. Dieter Thommen, Thun/ Dr. med. Ruke Wyler, Bern – und nicht nur in der Schweiz fragt man sich, warum die erst eine Webseite gründen mussten, wenn sie doch in den Mainstream-Medien viel zu oft zu sehen und zu hören gewesen waren. Ihr Ziel: „Wir engagieren uns für eine ehrliche Wissenschaft und für transparente Information – nicht nur für die eigenen Patienten – sondern für die gesamte Schweizer Bevölkerung. Wir fordern eine wahrheitsgetreue Berichterstattung und Transparenz, sowohl durch die Behörden als auch durch die Medien, um der Bevölkerung eine selbstverantwortliche Meinungsbildung zu ermöglichen. Wir lehnen eine angstverbreitende Informationspolitik ab. (…) Gesundheit, Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, Freiheit und Demokratie sind unsere höchsten Güter. Dafür stehen wir ein – für die gesamte Schweizer Bevölkerung und insbesondere auch für die Zukunft unserer Kinder.

Informationen vom Beipackzettel

Analoges gibt es natürlich auch in Deutschland. Sehr sehenswert ist übrigens dieses Video zur realiter inexistenten „Wirksamkeit“ des Impfstoffs von Biontech-Pfizer. Extrem blauäugig wäre vermutlich, wer unterstellt, der Aussagegehalt dieses Videos sei den Verantwortlichen der derzeitigen „Heil Impfstoff!“ – Kampagne nie bekannt geworden. Er beruht auf Informationen, die Biontech sozusagen „auf dem Beipackzettel“ zum Impfstoff mitgeliefert hatte. Irgendwer muß das gelesen haben, auch wenn es ein bißchen versteckt gewesen ist im mitglieferten Informationsmaterial. Der Diplominformatiker und Datenanalyst Marcel Barz hat in seinem Video „Die Pandemie in den Rohdaten“ meines Wissens als erster darauf hingewiesen. Das war vor ungefähr drei Monaten. Seither war nichts mehr von ihm zu hören. Wie’s wohl kommt?

Wissenschafts-Darsteller wie Dirk Steffens nennen solche Leute jedenfalls gern „Verschwörungstheoretiker“ oder „Coronaleugner“ und lassen auch sonst nichts unversucht, um im Medienkonsumenten nur ja den Verdacht nicht aufkommen zu lassen, er habe es in ihrem Fall mit den Darstellern dessen zu tun, was zu sein sie vorgeben – und daß die wirklichen Experten genau die sein könnten, denen die Darsteller das Expertentum rundheraus absprechen, obwohl praktisch jeder, dem der Dirk-Steffens-Darsteller Dirk Steffens die Qualifikation abspricht, mit Leichtigkeit höher qualifiziert ist, als er selbst. Der Verblendete ist sehr offensichtlich der Dirk-Steffens-Darsteller selbst.

Ein alter Freund, dem Heinerhofbauern sein Knecht, würde vermutlich sagen: „Mit den Zeitungen, die ihre Inhalte vom SPD-RND beziehen, würde ich mir nicht einmal mehr den Hintern abwischen vor lauter Angst, daß ich an einer schmerzhaften Schließmuskelvergiftung sterbe.“ – Dem ist nichts weiter hinzuzufügen, außer vielleicht, daß in Deutschland offensichtlich das mediale Perpetuum Mobile erfunden worden zu sein scheint – und zum Titelbild dieses Beitrags: „Schwarzhemden war zunächst die inoffizielle und später offizielle Sammelbezeichnung für die Mitglieder paramilitärischer Milizen der italienischen Faschisten.“ Paramilitärisch, paramedial, parawissenschaftlich – was ist hinsichtlich des „para-“ schon der Unterschied?

 

6 KOMMENTARE

  1. Man merkt dies, wenn man sich ältere Folgen von terra x ansieht, die Steffens moderierte und noch ohne den Lesch. Da waren seine Kommentare, seine Ansichten moderat, eher neutral gehalten, In den vergangenen Jahren, vielleicht zwei Jahren, hat sich dies geändert. Überall Klimawahn, Belehrung, Erziehung.

  2. Neben dem Steffens fehlt der Astrophysiker Lesch, der auch vorgibt, eine medizinisches As zu sein! In seinem ureigensten Fach redet er davon, daß Sonnentätigkeiten die Warm- und Kaltzeiten auf der Erde bisher diktiert haben, aber der jetzige „Klimawandel“ NUR VOM MENSCHEN gemacht sei!
    Im Übrigen, ich finde die Terra x-Sendungen auch von Steffens nicht schlecht, wenn er von Klimawandel anfängt, grinse ich mir nur einen!

  3. ZITAT: „Moderator Dirk Steffens: ‚Es ist falsch, Verblendeten das Wort zu erteilen‘.“

    Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

  4. Wenn D. Steffens tatsächlich eine freier Mitarbeiter beim ZDF ist, sollte er umso mehr seinem Chef nach dem Mund reden. Hab mich vor kurzem Schlapp gelacht: der Lesch hält hier in der Nähe demnächst einen Klimakult-Vortrag zusammen mit einem „Arzt“, der über die schröcklichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit spricht.

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