Mein kleines, süßes Windrad steht draußen am Balkon…

„Grüne“ Zukunft: Windräder statt Bäume (Foto:Imago)

Auf Fotos werden Windkraftanlagen oft so aufgenommen, als ob sie ganz klein und putzig wären, wie diese bunten Plastikrädchen, die man in seine Blumenkästen stecken kann. Ein bisschen Pusten – und das hübsche Ding dreht sich wie verrückt. Wie riesig diese Anlagen inzwischen sind, erkennt man oft erst, wenn man an einer vorbeifährt und das daneben stehende Auto wie aus der Spielzeugkiste gefallen aussieht. Wenn Linke und Grüne sich jetzt ohnehin für die Aufweichung der Abstandsregelungen einsetzen, wäre es möglich, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Wir bauen einfach Wohnungen in die Anlage ein! Gut, auf der Seite, wo die Rotoren sind, kann man die Fenster nicht öffnen, aber das spart dann noch zusätzlich Heizung. Die Idee, das traute Heim durch Eigenwärme aufzuheizen, geistert schließlich schon länger durch die Öko-Szene. Ein wenig Müffeln muss man dann schon in Kauf nehmen – heute nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Freiheit Europas.

Da hat es das Windrad besser als wir – denn wie ich vor einiger Zeit mit Erstaunen las, werden zumindest seine Rotoren bei drohendem Frost beheizt, da sie durch die Ummantelung mit Eiskristallen zu schwer werden, um sich noch halbwegs effektiv zu drehen. Aus diesen Kuriositäten heraus erspann meine Fantasie ein Szenario, das sämtliche Zukunftspläne der Grünen für die deutsche Energieversorgung über den Haufen werfen könnte. Schon im bestehenden Plan der Umstellung auf erneuerbare Energien steckt ein dicker Wurm: Das Kölner Stadtmotto „Es ist noch immer gut gegangen“ ist eine schlechte Grundlage für die Zukunftsplanung.

Wie im Sozialismus

Besäße ich ein altes Auto, das mich noch zuverlässig zur Arbeit und zurück bringt, würde ich es nicht zum Schrottplatz bringen, wenn ich das Geld für ein neues noch nicht gespart habe. Vielleicht hat ein Kollege mal in der Kantine etwas Positives über Fahrgemeinschaften gesagt, deshalb kann ich aber nicht sicher davon ausgehen, dass er mich im Ernstfall auch morgens abholt. In der Energiewende steckt viel Spekulation – genau wie im Sozialismus: „Wenn die Anfangsschwierigkeiten überwunden sind, dann wird es prima funktionieren, ehrlich, ihr blöden Miesmacher!

Nur: Davon haben wir in der gegenwärtigen Situation nichts. Aber gerade in den letzten Wochen keimt in mir immer wieder der Verdacht auf, den Grünen und ihren Sympathisanten käme die Ukraine-Krise so unrecht nicht. Da ist zum einen die unverhohlene Begeisterung, sich durch immer straffere Sanktionen mit unserem Handelspartner Russland anzulegen, von dem wir nun einmal abhängig sind, was Gas- und Öllieferungen angeht. Zwar hat wohl auch Habeck nicht damit gerechnet, dass Putin ihm den Stinkefinger zeigt und nun einfach selbst die Gaslieferungen drosseln lässt – Reparaturen an der Pipeline, zwinker! -, aber das gibt dem Windrad-Freund nur weiteren Auftrieb im Werben um seine heißgeliebten erneuerbaren Energien. In unseren Nachbarländern können sich selbst Grüne mittlerweile mit modernen Kernkraftwerken arrangieren – nur Deutschland stampft mit dem Fuß auf – und hofft, dass der Rest Europas im Notfall schon einspringen wird.

(Screenshot:Twitter)

Im Schlepptau der Debatte sollen den Bürgern dann noch zusätzlich weitere Lieblingsprojekte der grünen Missionare aufs Auge gedrückt werden: Lastenräder, Fleischverzicht und Tempolimit – weil Putin sicherlich unverzüglich seine Truppen aus der Ukraine abzieht, wenn auf Deutschlands Autobahnen nur noch 100 gefahren wird. Das muss man mit dem Lastenfahrrad erst einmal schaffen. Klassische ökologische Ideen, die zum Beispiel in Kalifornien oder Japan längst gelebt werden, interessieren unsere Grünen nicht. So etwa die Bepflanzung des städtischen Raums für mehr Lebensqualität oder das „Urban Gardening“ – macht Letzteres etwa die Bürger zu selbständig? Unsere Grünen sind wohl die einzigen Grünen auf der Welt, die Bäume hassen. Deshalb sind diese jetzt auch „voll Nazi”, erklärte kürzlich die „taz”. Deutschland droht deshalb das Schicksal der Osterinsel: Auch dort holzten die Bewohner einst alles ab, um ihre Götzen aufstellen zu können.

Was aber – und das ist meine eingangs benannte Fantasie -, wenn uns mitten in der Umstellung auf die Windkraft die Puste ausgeht? So eine Windkraftanlage ist keine rein mechanische Konstruktion; sie wird durch eine sensible Software gesteuert und beherbergt eine Menge empfindliche Elektronik. Gerade die reagiert aber beleidigt auf die schwankenden Stromflüsse, welche von ihrem „Muttergerät“ produziert werden. Die Anlagen müssen zudem energieintensiv gebaut werden, unterliegen einem gewissen Verschleiß und brauchen Ersatzteile. Das alles produziert sich nicht von allein. Hinzu kommt selbstverständlich auch die Logistik, um die Einzelteile an den Bau- und Einsatzort zu bringen, das lässt sich nicht auf Baumstämmen bewältigen, wie es die Bewohner der Osterinsel mit ihren Götzen machten.

Von wegen nachhaltig

Schon für ein Rotorblatt kommt ein Schwertransporter zum Einsatz, der ordentlich Diesel säuft. Zu unserem Glück kommt es dabei nur selten zu Unfällen – denn der Rotor mäht alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt: Leitplanken und Autos im Gegenverkehr. Wenn man bedenkt, dass die Nutzungsflächen für Windkraftanlagen noch ausgeweitet werden sollen, muss noch eine Menge Material transportiert (und nach etwa 20 Jahren wieder abgeholt) werden. Man könnte dies natürlich auch mit Pferdefuhrwerken erledigen, das dauert dann nur länger. Dann vielleicht doch lieber ein kleines Kernkraftwerk?

Was ist eigentlich aus den kleinen Windkraftanlagen geworden, die man sich als Skulptur in den Garten stellen konnte, so es einen nach gewisser Unabhängigkeit gelüstete? Mich wunderte, dass die Werbung dafür komplett aus dem Internet verschwunden war und ich auch keine Bilder mehr finden konnte. Letztens unterhielt ich mich mit einer Kollegin darüber: In Deutschland ist dafür kaum noch eine Genehmigung zu bekommen. Auch das ist bezeichnend für unser Land: Der große Fehlschlag hat zentralisiert stattzufinden. Wenn wir schon auf die Nase fallen, dann bitte richtig!

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18 Kommentare

  1. Wer denn setzt auf Windräder und den Wind, der spinnt.
    Die Landschaft verschandeln, Tiere, wie Vögel, Insekten, etc. vernichten
    und durch Infraschall den Menschen kaputt zu machen.
    Das habt ihr irren grünlinken im Sinn.
    Kurz, Windräder sind das unnatürlichste und gehören in den Müll !

    • Herr Eberhard, geht leider nicht, da „Sondermüll“, dessen Entsorgung noch völlig ungeklärt ist. Was da auf uns zukommt, da ist der sog. Atommüll (in Wirklichkeit wertvoller Grundstoff zur Stromerzeugung, da bisher nur rund 1 % seines Energiegehaltes verbraucht) wirklich ein Klacks.

  2. Nachhaltig ist nur die Abgebrühtheit der Grünen und die grenzenlose Doofheit der Bürger, die auf das Gelaber hereinfallen und sich die Bude mit Solaranlagen, Windkraft, Wärmepumpen und Styroporfassadenverkleidung vollballern

  3. Sehr geehrte Frau Miriam Lübke. Ihr Hass auf alles was sich sozialistisch nennt drückt sich in ihren Texten aus . Und das was sie dazu schreiben ist Ausdruck für die politische Verworrenheit, die dieses System den Menschen eingeimpft hat. Die sogenannte Mangelwirtschaft des Sozialismus hatte große Abnehmer im Westen und viele haben davon gut Leben können, bis sie sich schließlich die DDR ganz einverleiben konnten. Doch die Ursachen dafür sind auch in der alten BRD zu suchen und seiner Embargo Politik zu suchen. Das die DDR beispielsweise nur ein Schaubild gen Westen war, ist Ausdruck für eine Hegemoniale Politik des Imperiums USA . Es gibt immer mindestens zwei Seiten einer Medaille. Ihre Seite die sie hier immer wieder aufschlagen ist sehr west lastig und sehr einseitig. Aber ich persönlich nehme ihnen das nicht übel. Ich weiß das sie es nie anders vermittelt bekommen haben. Und da sind sie auch nicht allein sondern haben eine übergroßen Mehrheit hinter sich. Doch wie sagt man so: Die Wahrheit braucht keine Mehrheit! Wenn sie von der Wirtschaftspolitik in Deutschland reden, vergesse sie bitte nicht, das Land ist kapitalistisch. Und mittlerweile sind die Gebrechen dieses Systems so deutlich, das selbst der beste Freund des Kapitals es nicht mehr übersehen kann. Und das was wir jetzt haben an politischer Verunsicherung und sozialer Ungerechtigkeit, habe ich so selbst in der DDR nie kennen gelernt. Ich denke der Mangel den sie aufzeigen manifestiert sich in ihrem Kopf und nicht im System. Denn sie stellen die falschen Vergleiche an.

  4. Vor allem muss man sich entscheiden, für was die Rohstoffe wie Kupfer und und eingesetzt werden Smartphone und anderer Computertechnik, E-Autos sowie Busse und Lkws, Batterien von der Taschenlampe, Kofferradio bis für die E- Flotte sowie für as Stromspeichern in Wohnhäuser, für Windräder und den Erdkabeln. Die Solarzellen kommen ja aus China. Doch woher kommen das viele Eisen für die Fundamente usw sind doch schon viele Schmelzöfen abgestellt worden, da die Kosten erelativ gestiegen sind und man nicht mehr rentabel ist.

    • Herr OStR Rösch, habe ich Sie richtig verstanden? Sie sind also der Ansicht, daß die ganze ziv. Welt verrückt ist, weil sie nicht dem deutschen Beispiel folgt. Sie können mir sicherlich sagen, wieviel KKWs weltweit in Betrieb, im Bau oder in der Planung sind. Übrigens ist Ihr Kurzbeitrag eines Akademikers mehr als unwürdig, weil reine Polemik ohne jede Substanz.

      • Er hat doch recht! Es geht nur um Kohle! Ob nun aus dem Bergbau oder von der Bank ist dabei egal! Ich wollte auch mal ketzerisch sein. Denn Habeck will Kohle wieder attraktiv machen um über den Winter zu kommen. Das wäre ja alles nur nur lächerlich was in diesem Land passiert, wenn es nicht so perfide und dumm wäre.

  5. Windkraft ist ein lohnendes Geschäftsmodell und sonst nichts. Die erzeugte Energie verpufft zu 60 % im Nirwana und die erzeugten Stromspitzen killen jedes Elektrogerät. Da wollen die Grünen grüne Energie erzeugen und raus kommt nichts ausser Artensterben und weiterer Umweltprobleme. Wie bei allem, wo die Grünen(innen) ihre Hände im Spiel haben, endet die Propaganda der besten Gutmenschen im Chaos.

    Und wers noch nicht begiffen hat, der wird wohl im kalten Winter seinen Hintern freiwillig kühlen dürfen, alles zum Wohle einer dümmlichen Moral, erfunden von bildungsfernen Dummbeuteln, die zum Denken studierte Berater benötigen.

    Mit den Urdeutschen kann mans ja machen!

  6. Nun ja, der Michel will „Macher“, er hat machende Versager bekommen. Nun muss er die Suppe auslöffeln,leider leiden auch die, die noch einen Funken Verstand besitzen und ihr Kreuzchen anderswo gemacht haben. Da muss das Lied von Nicole, die zweite Hymne, umgedichtet werden. Ein bissen frieren, ein bissen hungern, ein bissen leiden für diese Erde.

  7. Hey Öko-Hosenscheißer, es gibt keinen Klimawandel sondern nur grüne öko-terroristische Vollidioten! Also komm‘ klar damit und verpiss‘ dich unter deinen rot-grün versifften Stein,Trottel!

  8. Demnächst werden die GRÜNEN zur Rettung des Klimas die Landwirtschaft soweit zurückfahren, dass sie den Bürgern vorschreiben können, wieviel sie noch essen dürfen.

    • Aber nur der autochthonen deutschen Bevölkerung. Die Einwandernden, die fast mit ihrem letzten Atemzug „Asyl“ rufen, müssen natürlich erst einmal aufgepeppelt werden.

  9. Ein Genuss zu lesen! Und danke für die Anreicherung an sicher nicht allgemein bekannten Fakten. Die Dinger brauchen also quasi auch noch ihre eigenen Klimaanlagen? Na Mahlzeit …

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