
Es war ein investigativjournalistischer Volltreffer, obschon er in seiner Brisanz sicherlich eher ungewollt veröffentlicht wurde, was die in annähernder Millionenauflage für Kunden kostenfrei zur freien Mitnahme angebotene (oder ihnen in die Tüte gepackte) “Apotheken-Umschau” aus dem Münchener Wort- und Bild-Verlag da in Artikelform zusammengetragen hatte. Das Beilagenblatt, welches wohl alle aus ihrer Apotheke kennen, hat einen hochbrisanten, fundierten und treffenden Hintergrundbericht zum desolaten Zustand der Gesundheitsversorgung in Kliniken präsentiert, der angesichts der derzeitigen Hitzewelle mit dem Skandal um nichtvorhandene oder -funktionsfähige Klimageräte selbst in Krankenhäuser und sensiblen Pflegeeinrichtungen aktueller kaum sein könnte.
Nimmt man eigene Erfahrungen und die Berichte aus Freundes- und Bekanntenkreis hinzu, dann ist eines sowieso schon lange klar: Das deutsche Gesundheitssystem, das noch in den 1970er und 1980er Jahren – also vor der miserabel gemanagten deutschen Wiedervereinigung von BRD und DDR – international hochgelobt wurde und von Wissenschaft und Medizin als geradezu modellhaft gewürdigt und respektiert wurde, ist nur mehr – wie das gesamte Siedlungsgebiet Germoney – ein trauriger Schatten seiner selbst. Nimmt man als im Südwesten lebender Zeitgenosse allgemeine Hinweise zur Kenntnis, dann scheint das seit 16 Jahren grünregierte Ländle eine besondere Hochburg der berüchtigten, toxischen Krankenhauskeime zu sein, da hier mutmaßlich besonders viele Patienten bei Operationen reihenweise mit den gefährlichen Keimen infiziert und geschädigt werden, die entweder den Tod oder den Verlust von Gliedmaßen bedeuten können. Gewiss; solche Patientenerfahrungen, gibt es auch aus Hamburg, Frankfurt oder Berlin, wobei der massenhafte Pfusch am Patienten allgemein hierzulande hinter einer Mauer des Schweigens verschwindet, welche die scheinheiligen „Götter in Weiß“ effektiv und auf Grundlage des standesvorteilhaften, lobbyistisch armseligen gehaltenen deutschen „Patientenrechts“ vor Schadensersatz und Aufklärung abzuschirmen vermag.
Drei- bis Vier-Klassen-Medizin
Doch reden wir hier ausnahmsweise nicht von davon; reden wir auch nicht von den allgemeinen, von jeder Krankenkasse unbestritten monierten viel zu häufigenen Operationen an Hüften und Gelenken, die einfach zu gute Umsatzbringer sind; reden wir auch nicht vom grünlichem Schimmel auf abgepackten Abendbrot-Schnitten für Kinder- und Jugendliche und anderen Hässlichkeiten eines immer ineffezienter, überregulierter, unterfinanzierter agierenden deutschen (UN)Gesundheitssystems. Nein: Greifen wir einfach mal eine quasi am Wegesrand lauernde fiese Banalität auf, welche alles miese Geraune und auch allgemein schon bekannte Missstände für einen Moment schrill überlagert und dabei doch alles verrät. Merke: “Etwas ist faul im Staate Deutschland“, frei nach Shakespeare, der hier jede Menge Stoff für ein Theaterstück über „the rotten civilization in the failed state of Germany“ fände: Denn ausgerechnet jetzt, im knackheißen Sommer, offenbart das Beamtenparadies Schland mit seiner Drei- bis Vier-Klassen-Medizin, dass hier die Letzten nicht nur von den politischen Hunden gebissen werden, sondern sich selbst Menschen bei Kurzzeit-Aufenthalten in Kliniken, Notaufnahmen und Unfallstationen berechtigte Sorgen um Leib und Leben, um ihre Gesundheit und um ein unbeschädigtes Verlassen dieser staatlich zertifizierten Orte machen müssen. Lebensgefahr droht dort, wo eigentlich Leben gerettet wird – in Kliniken, welche ursprünglich einmal als Garanten für Genesung, Heilung und einstmals qualifizierte, professionelle Hilfe galten.
Ausgerechnet inmitten einer toxischen Hitzewelle wird nun nämlich evident, dass vor allem ältere, vorgeschädigte, behinderte und sonst wie weniger stabile Patienten bei meist unfreiwilligem Besuch einer Klinik hierzulande am besten eine eigene Kühlanlage besorgen und dorthin mitnehmen sollten, wenn sie nicht den Dehydrierungs- oder Hitzschlagtod erleiden wollen. Denn Achtung – willkommen in der Dritten Welt – das schreibt nun die “Apotheken-Umschau“: „Klimaanlagen (sind) in den Zimmern von Patientinnen und Patienten laut dem Marburger Bund zufolge in deutschen Krankenhäusern noch längst keine (!) Selbstverständlichkeit. ‚Die meisten Intensivstationen in Deutschland sind mittlerweile klimatisiert, aber dann hört es auch schon fast auf. Nur ein Drittel der Häuser haben klimatisierte Patientenzimmer“‘, sagte die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, im ZDF-Morgenmagazin. Klare Vorgaben gäbe es nur für Operationsbereiche oder die Radiologie, weil die Geräte ansonsten schlicht die Hitze nicht aushielten. Abhilfe wird Johna zufolge teils mit provisorischen Lösungen geschaffen: ‚Wir bitten oft auch Angehörige (!), zum Beispiel Kühlakkus (!) von zu Hause (!!!) mitzubringen, die kurzzeitig Erleichterung verschaffen.‘ Johna fordert daher von Politik, Architekten, und auch Klinikketten und deren verantwortlichen Leitungen dazu auf, mit dem Klimawandel (!!!) zunehmende Hitzewellen stärker bei der Planung von Gebäuden zu berücksichtigen.”
Ein Satz Kühlakkus am Rollator
Und weiter: “‚Wir bräuchten natürlich im Wesentlichen Raumlufttechnik und dort, wo Patientinnen und Patienten sind, doch mal mindestens eine Außenbeschattung der Fenster‘, sagte die Ärztin weiter. ‚Da erleben wir selbst bei Neubauten, dass scheinbar da manchmal mehr die Repräsentativität (!) zählt als die Vernunft.‘ Für Patientinnen und Patienten sei die Hitze sehr belastend und auch eine Gefahr. So heilten etwa Wunden schlechter bei hohen Temperaturen. ‚Man muss eben realistisch sagen, in solchen Hitzewellen sterben (!) Menschen (!) häufiger. Das ist statistisch eindeutig so, und zwar auch im Krankenhaus‘, sagte Johna.” Soweit die “Apotheken-Umschau“. Vergessen wir an dieser Stelle einmal den mutmaßlich eingefügten obligatorischen Hinweis auf den ökosozialistischen Agenda-Klimaquatsch – denn dass es im Sommer auch mal heiß werden kann, ist seit Urzeiten ein bekannter Jahreszeiten-Blues und ebenso trivial wie der Umstand, dass im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses eines jeden Menschen unsere körperlichen Instinkte und natürlichen Reflexe immer weiter nachlassen und körpereigene Sicherung schwächer wird – weshalb alljährlich die entsprechenden Hinweise von Ärzten und Pflegediensten zur Sommerzeit laut werden, bitte besonders bei alten Leuten darauf zu achten, dass während der Hitzeperioden ausreichend und viel Wasser getrunken wird.
Neu allerdings ist nun der ironiefreie und überaus sachdienliche Hinweis, dass die Oma sich bei ihrer Anreise ins Klinikum am besten einen Satz Kühlakkus an den Rollator schnallen möge, weil in immer mehr deutschen Patienten- sowie Krankenzimmern Zustände herrschen, die ein Schild mit der Aufschrift über der Eingangstür angebracht erscheinen ließe: “Heute wieder bunter Saunaabend im Vierbettzimmer, für Kassenpatienten zuzahlungsfrei“. Die grüne Verteufelung von Klimaanlagen, die der von Gasheizungen nur vorausging, hat dazu geführt, dass keine Kühlinfrastruktur existiert dort, wo doch eigentlich Leben gerettet werden sollen; Geld dafür ist angeblich keins da, das ist schon in die Klima-NGOs und EU-Klimafonds abgesaugt worden, so dass die Klinikverwaltung stattdessen nun wortreiche “Hitzeschutzpläne“ für Dummies ausgeben müssen. Es fällt wahrlich zunehmend schwer, in diesem völlig verkorksten Land der nichtsnutzigen, überbezahlten “Berufspolitiker” noch bitter ernsthaft zum Himmel schreiende Mißsstände sachlich zu kommentieren; aus einem maroden Gemeinwesen, welches Putin mit ein paar Kosaken, die dazu lediglich ein paar Kuchengabeln an den sperrangelweit offenen deutschen Grenzen benötigten, locker erobern könnte (doch warum sollte er das wollen?). Wenn man früher im Ausland war und dort Freunde oder Bekannte während des Urlaubs in Kliniken in Athen, Mailand oder Madrid besuchte, fühlte man sich beim automatischen Heimatvergleich hierzulande immer gut versorgt und sehnte sich nach deutschem Standard – auch, weil es keine Klimaanlagen gab. Beim Arzt auf Samos oder Sizilien war das notfalls auch kein Problem – mediterrane Folklore eben. Doch das hat sich gründlich geändert; heute ist es in deutschen Kliniken so heiß wie in afrikanischen Spitälern. Der “Degrowth“ schlägt auch hier voll durch. Hoffentlich bekommt die „Apotheken-Umschau“ keinen Ärger mit der politisch korrekten Moralaufsicht oder staatlichen Zensurbütteln – denn aus Sicht der staatlich-politischen GEZ-Schutzgelderpressungssender ist hierzulande doch alles in bester Ordnung, und wenn es zu heiß wird im Krankenhaus, wird nicht über fehlende Klimaanlagen berichtet, sondern über Klimawandel und Verbrennerautos. Die – wir – sind schuld!
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9 Kommentare
Ungarns neuer Gesundheitsminister Zsolt Hegedűs empfahl wegen der auch hier vorhandenen Hitzewelle, daß Besucher von Krankenhäusern ihren Angehörigen Mineralwasser mitbringen sollten.
Ja, das ist tragisch aber:
Menschen sterben.
Das war schon immer so; und zu jeder Jahreszeit.
Ist Sterben neuerdings verboten?
😜
Hätten die Grükoten das nur gewusst ,wären die Milliarden D€uros die verflogen wurden,doch zu ääh 25% in die Kliniken und Altenheime geflossen. Ja sogar in rechte Heime ,gaanz bestimmt hier geht es doch um Steuerzahler mit bis zu 45++ Steuerjahren !! Hätten die grükoten das nur gewusst, aber das „Welcome-Business “ der Merkel Jahre hat die in der Verteidigung gegen Rächte ,so voll aufgerieben !Wir Armen-Steuerzahler mit linker Hand geopfert für die Welt Revolution ..(Kein Kotz Symbol hier !)
„Klimaanlagen (sind) in den Zimmern von Patientinnen und Patienten laut dem Marburger Bund zufolge in deutschen Krankenhäusern noch längst keine (!) Selbstverständlichkeit. “
Und selbst wenn, solange z.B. das Personal nicht mit Klimaanlagen umgehen kann, nützen die auch nix.
Selbst 2019 erlebt! Klimaanlage im Zimmer vorhanden, läuft auch, aber dann kommen die „Putzen“ und öffnen die Fenster. (Und lassen sie offen) Nicht nur Klimaanlagenwirkung verpufft, sondern auch noch enorm höherer Energieverbrauch. Es hat sie wohl niemand darüber aufgeklärt das bei laufender Klimaanlage die Fenster geschlossen sein müssen! (Oder weiß/wußte die Klinikleitung das selbst nicht?)
Ich war mal in Finnland in einem Hotel, da schaltete sich die Klimaanlage 5 Minuten nach öffnen eines Fensters aus und erst wieder an, wenn alle Fenster zu waren. So konnte man mal kurz die Nase rausstrecken, um die Temperatur draußen zu testen.
Deutschland ist in jeder Hinsicht inkompetent, das einzige was die Deutschen können ist sich die größte Scheiße schönreden und bloß niemanden auf die Füße treten und ja nur wohlklingende Kommentare zu schreiben…………………….
@Ausgerechnet die “Apotheken-Umschau”
na ja – die sind doch immer wieder mal für Erleuchtung da – vor vielen Jahren haben sie mal ein wichtiges Interesse der Pharma-Industrie an dem mRNA-Pieks erleuchtet -nein sorry, war ja die Aerztezeitung:
https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Pharma-Aktien-Selektion-ist-Trumpf-416809.html
Ich frage mich gerade, wieso ich da die Apothekenrumschau im Kopf habe ?
Kann ich im Moment nicht nachvollziehen – ich finde den Begriff Apotheke nur im Zusammenhang mit Zusatzgewinnen durch die Gen-Therapie !
Was mach ich da für einen Fehler, daß ich diese Umschau nicht finde ?
Aber egal – der Niedergang der Gesundheitsfürsorge ist doch schon seit vielen Jahren Politik – schon von 2020 hat die Charitè gefordert, die Zahl der Kliniken von damals über 1100 auf unter 600 abzusenken – auch in der angeblichen so tödlichen Seuche wurde der Abbau von Staat subventioniert – insofern ist doch der Verfall ein gutes Mittel, den Rückbau zu forcieren, ohne dabei nach Außen hin schuldig zu wirken !
So, wie ja auch der Verfall des Straßen- und Brückennetzes langsam aber sicher den Verkehrsfluß reduziert ! Und den Bürger interessiert es ja nicht einmal, wenn das was zusammenfällt !
Die Deutschen sind politisch, wirtschaftlich und sozial tot – und gehen biologisch ihrem Ende zu – die Leiche zuckt längst nicht mehr – also – alles gut !
Mehr Arbeit, weniger Rechte: Die Medienkampagne für den Sozialabbau
Viele Arbeiterrechte inklusive des Achtstundentags sind bald passé. Die SPD hat den Gesetzentwurf geliefert, das neoliberale Establishment gesiegt. Statt dies jedoch zu analysieren und zu kritisieren, käuen die Leitmedien die Propaganda der Konzernlobby wieder. Dieser geht die Ausbeutungs- und Verarmungsagenda noch nicht weit genug.
https://tinyurl.com/5urddymu
Änderungen am 8-Stunden-Tag
Die 60-Stunden-Woche wäre möglich
Unternehmen sollen mehr Möglichkeiten erhalten, längere Arbeitstage zu vereinbaren, heißt es im Gesetzentwurf von SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas.
https://taz.de/Aenderungen-am-8-Stunden-Tag/!6188969/
„Survival of the Fittest“? Bundesregierung will sogar Hilfen für behinderte Kinder streichen
Die Bundesregierung treibt eine sozialdarwinistische Agenda voran. Sogar Hilfen für behinderte Kinder und psychisch kranke Jugendliche will sie streichen. Gegenvorschläge eines Sozialverbands zeigen: Allein durch den Abbau bürokratischer Schikanen gegen Arme könnte man genauso „sparen“. Das ist aber nicht gewollt.
https://rtde.press/gesellschaft/283283-survival-of-the-fittest-bundesregierung/
Ich kenne hier im Umkreis alle Krankenhäuser. Nur in der Uniklinik Heidelberg sind alle Gebäude voll klimatisiert. In allen anderen Krankehäusern sind es nur die OPs.