Missbrauchsvorwürfe gegen „Feine Sahne Fischfilet“-Frontmann: Was zählt, ist nur der Kampf gegen Rechts

Welch ein Prachtkerl: Jan „Monchi“ Gorkow bei einem Auftritt mit „Feine Sahne Fischfilet“ (Foto:Imago)

Wer sich in Deutschland durch heldenhaftes Ansingen „gegen Rechts” auf staatlich organisierten Massenfestivals Meriten verdient hat, Liedtexte gegen die „Scheißbullen” vorweisen kann und sich öffentliche Empfehlungen des Bundespräsidenten an die Ordensspange heften darf, der kommt in Deutschland mit so ziemlich allem davon – oder kann auf wohlwollendes bzw. peinlich betretenes Schweigen des Blätterwaldes hoffen, wo politisch weniger zuverlässige Künstler bereits öffentlich ans Kreuz geschlagen worden wären. So sieht sich Jan „Monchi“ Gorkow, der Sänger der linksradikalen Band „Feine Sahne Fischfilet“ (FSF), seit kurzem Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs ausgesetzt. Diese wurden von einer anonymen Gruppe erhoben, die sich unter dem Instagram-Account „Keiner muss Täter sein” formiert hat. Seit den ersten Vorwürfen hätten sich noch weitere Betroffene gemeldet.

Man führe keinen Rachefeldzug gegen Gorkow, sondern wolle „lediglich den Dreck aufzeigen, in dem Jan Gorkow seit Jahren lebt und den er seit Jahren Betroffenen antut.“ Man wisse, „dass er Täter ist“ und sei sicher, dass Gorkow dies selbst wisse. Die Anschuldigungen richten sich jedoch auch gegen die Band selbst, deren Management und das Label „audiolith”, die Gorkows Fehlverhalten angeblich allesamt decken würden. Unter dem zunehmenden Druck hat Gorkow nun die weiteren Lesetermine für sein Buch „Niemals satt“ verschoben – was wohl schon etwas heißen will, denn schließlich hatte der extrem übergewichtige Sänger darin unter anderem von seinen „Diäterfolgen” berichtet. Die Verschiebung erfolge, weil „Monchi”, so wörtlich, „ein bisschen Druck aus der Situation nehmen” wolle.

Heiligenschein von Steinmeiers Segen

Die Vorwürfe, sollten sie zutreffen, zeigen nicht nur einmal mehr die abgrundtiefe Doppelmoral des linksanarchistischen Milieus, in dem die Band sich bewegt. Sie werfen nochmals ein fragwürdiges Licht auf die Würde- und Distanzlosigkeit der deutschen Spitzenpolitik, die sich – sofern die vermeintliche Richtung stimmt und es gegen den gemeinsamen Feind geht – unhinterfragt mit allem und jedem solidarisiert. Insbesondere betrifft dies die Verwerflichkeit des parteiischsten und voreingenommensten Bundespräsidenten, den diese Republik je hatte, Frank-Walter Steinmeiers, der keine Skrupel hatte, Ende 2018 über offizielle Kanäle seines Amtes öffentlich zu einem Gegen-Rechts-Konzert nach den (nie stattgefundenen) „Hetzjagden von Chemnitz“ einzuladen und dabei „Monchis” Polizistenhasser-Combo ausdrücklich anzukündigen. Die Verharmlosung einer linksextremen Dreckschleuderband durch das deutsche Staatsoberhaupt passte gut zur Verlogenheit des Konzertanlasses: Damals war in Chemnitz ein Mann von zwei syrischen Asylbewerbern getötet worden; in einer grotesken Umkehrung des wahren Sachverhalts wurde daraus dann in den folgenden Tagen eine Aktion „gegen Rechts“ gemacht, zu der auch das Konzert gehörte – weil neben den Angehörigen des Opfers auch AfD-Politiker und „Nazis“ an einem Mahnspaziergang teilgenommen hatten.

Für das anschließende Konzert, das quasi der Devise „Hetze durch Gegenhetze” folgte, war FSF die passende Hasskapelle: Zum Oeuvre der Band gehören Texte wie: „Wer kein Rückgrat hat, der wird vereidigt auf den Staat/ Lieber Hartz 4 bezieh’n, im Bett bis um vier liegen /Bier trinken, Weed dealen, Speed zieh’n als Geld im Staatdienst verdien/(…)Ich mach mich warm, weil der Dunkelheitseinbruch sich nähert /Die nächste Bullenwache ist nur einen Steinwurf entfernt“ , „Wir stellen unseren eigenen Trupp zusammen und schicken den Mob dann auf euch rauf. Die Bullenhelme – sie sollen fliegen. Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein und danach schicken wir euch nach Bayern, denn die Ostsee soll frei von Bullen sein“ oder „Unsere Herzen brennen/ und der Hass, der steigt.“ Für Steinmeier kein Hinderungsgrund, voll des Lobes zu erklären, dass das Konzert mit dieser Truppe ein „Zeichen gegen den Hass“ bedeute. Auch der damalige Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte sich auf Facebook ausdrücklich bei „Monchi“ und FSF für ein „tolles Zeichen gegen Fremdenhass und Rassismus“ bedankt. Und schließlich war auch noch bekannt geworden, dass die damalige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Kartenbauer – die Steinmeier wegen seiner Konzerteinladung noch heftig kritisiert hatte – selbst im Jahr 2016 ein Festival besucht und euphorisch gelobt hatte, bei dem FSF ebenfalls aufgetreten waren.

Weit aus dem Fenster gelehnt

Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk hatte sich nicht lumpen lassen: Bereits Anfang 2018 hatte das ZDF das neue Album der Band präsentiert – obwohl diese damals nur eine eher regionale „Größe” in Mecklenburg-Vorpommern war. Ihr angeblich „unverdrossener Kampf gegen den Rechtsruck“ jedoch war für die Staatsfunkern Grund genug, ihnen eine bundesweite Bühne zu bieten. An dieser kritiklosen Begeisterung hat sich seither nichts geändert: Noch vor einem Monat durfte „Monchi“ Gorkow beim „Norddeutschen Rundfunk” einen Werbetermin für sein Buch absolvieren, bei dem Moderatorin Bettina Tietjen flötete: „Er ist ein Star, ein Idol, eine Identifikationsfigur nicht nur für Rockfans, sondern auch für linkspolitische Aktivisten“.

Nachdem sich der politmediale Mainstream so weit für diese – auch musikalisch talentfreie – linksextreme Rotztruppe aus dem Fenster gelehnt hat, ist wohl jetzt kaum zu erwarten, dass irgendeine dieser Personen oder Sender sich im Lichte der jüngsten Vorwürfe von der Band distanzieren würde (es sei denn, für „Monchi“ käme es nun auch gerichtlich knüppeldick). Selbst wenn es diese Einsicht gäbe, will man das unangenehme Thema keinesfalls neu aufwärmen. Noch gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Im Zweifel aber gilt, dass die – in diesem Fall von höchster staatlicher Stelle erfolgte  Gesinnungszertifizierung „gegen Rechts“ die Generalabsolution für alles darstellt. Und so kann „Monchi“ guten Mutes sein, imagetechnisch selbst dann mit einem blauen Auge davonzukommen, wenn sich die Vorwürfe gegen ihn erhärten sollten. „MeToo” stinkt gegen „Nazis raus” allemal ab.

12 Kommentare

  1. Ach, die Deppen singen doch eigentlich nur das, was unsere „Politiker“ insgeheim auch über Deutschland und den Staat denken. Da passt doch, dass die Kasper die Band so klasse finden.

  2. PS
    Wenn ich mir das Bild so anschaue, könnten das locker auch „Rechte“ sein ,die da grölen. Man beachte die Security und den Gesichtsausdruck des Publikums!

  3. erstaunlich dass man solchen durchgeknallten Idioten so viel Aufmerksamkeit entgegenbringen „muss“.
    Ich denke F. W. Steineule Meier der Scheinheilige, vom Volk zum 2.mal nicht gewählter BP wird nie kapieren dass er sich als Fan von diesem Ultra linke Fischfilet und gleichgepolten linken Anarchisten sich irgendwann an deren Gräten gewaltig verschlucken wird.
    wenn selbst ex Verteid. Ministerin Krampf Knarrenbauer Steinmeier zum 1.x Zustimmung nun für ihre Kritik an F.W. Steinmeier für seine Unterstützung für dieses Fischfilet erhält, obwohl selbst ebenfalls immer in Kritik, muss schon was heissen. Jetzt noch bei Mißbrauchsvorwürfen an diese Vollpfosten (RAF 2.0 in Rapper Reinform angeblich gegen „Rechts“ in Coop. mit dem Toten Hosen,ect. als PR Gag ) sieht man was wirklich dahinter steckt.
    https://www.tagesspiegel.de/politik/wirsindmehr-in-chemnitz-kramp-karrenbauer-verteidigt-kritik-an-steinmeier-und-feine-sahne-fischfilet/22993336.html

  4. Eine Gesellschaft, die sich solche „Vorbilder“ nimmt, hat nichts anderes verdient, als unter zu gehen…

  5. Tja, wenn ein „Grüß August“ schon Reklame für diese
    Band mit links Gewalt verherrlichenden Texten macht, dann stinkt etwas ganz
    gewaltig.
    Nach alter Bauernregel muss in einem Saustall regelmäßig ausgemistet werden
    sonst stinkt es bis zum Himmel hinauf.
    Entweder ist „Grüß August“ nicht mehr ganz richtig aufgestellt und/oder die Band hat es
    weder musikalisch, noch textlich künstlerisch drauf.
    Da kommen nach subsumieren doch zwei Komponenten zusammen.
    Nicht mein „Grüß August“ und schon gar nicht diese 3. klassigen „Musikgaukler“.

  6. Für Rockfans ist der kein Idol, da ist er genau gar nichts.
    Seinen „unverdrossenen Kampf“ führt er höchstens gegen ein Normalgewicht.
    Schon sein Fettkörper zeigt doch mangelnde Selbstkontrolle, dann noch diese Texte, die Missbrauchsvorwürfe wundern mich ü-ber-haupt nicht. Das einzige was mich wundert: Der kann schreiben?

  7. „So sieht sich Jan „Monchi“ Gorkow, der Sänger der linksradikalen Band „Feine Sahne Fischfilet“ (FSF), seit kurzem Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs ausgesetzt.“

    Und was bedeutet das? Was hat er denn gemacht?
    Es wird nur davon gesprochen, aber nichts darüber gesagt, was er gemacht haben soll.

    So ist der o.g. Text nichts wert, außer dass man den Idioten sinnlose Lebenszeit schenkte, in dem man einen nichtssagenden Text las.

  8. Dieser talenfreie Fettsack würde auf normalem Wege niemals ein Mädel erwischen, die es sich nachts mit ihm kuschlig macht. Da hilft auch kein Geld.
    Nun habe ich aber jahrelang Bühnenbau gemacht und kann aus Erfahrung berichten, daß sich nach den Konzerten regelmäßig einige Dutzend Groupies backstage versammeln, die dann von den Ordnern in die Umkleidekabinen dieser „Stars“ geleitet werden.
    Die sind in großen Teilen keine 15 Jahre jung.
    Was denen blüht, ist allen in der Szene klar.
    Je größer der plötzliche Erfolg, desto größer die Perversionen in den Umkleiden.

  9. Es gibt einen hervorragenden Spruch, der sich auf diese „Musiker“ auch anwenden läßt: “ Die neuen Faschos sind jetzt wieder da, sie heißen nun die ANTIFA!“

  10. Deutsche über die jetzige Situation generell aufklären zu wollen, ist hoffnungslos. Ich habe seit Jahrzehnten dasselbe versucht, hatte über 10 Jahre eine Website (germancross) weswegen ich meine gesamte Familie verlor, obowhl ich nichts weiter tat als die Wahrheit zu dokumentieren und Tatsachen darzustellen Mir wurde die Seite von Unbekannten zerstört, nachdem ich einige e-mails erhaltn hatte welche brutale Einschüchterungsversuche waren, allerdings kamen all diese aus Amerika. Wir waren einstmals Spitzenklasse. Heute kann man noch nicht mal von Armseligkeit reden, wenn Politiker sich mit Schmutz und Schund identifizieren.

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