
KI erscheint vielen Zeitgenossen als Rettung der taumelnden westlichen Welt. Aber Vorsicht: Wenn KI für den Normalbürger so nützlich wäre, warum ist dann so viel Propaganda für ihren Einsatz nötig? Tatsächlich liefern KI-Anwendungen Antworten, um Fragende auszuforschen und Fake-News zu implementieren. „KI“ ist mit „künstlicher Intelligenz“ falsch übersetzt. Wenn sich heute der englische Sprachgebrauch nicht nur durch Wortübernahmen, sondern auch durch die Hintertür in die Begrifflichkeit einschleicht, ist es gut zu wissen, was eigentlich gemeint ist. Das Bedeutungsspektrum von „Intelligenz“ und „Intelligence“ weicht spätesten seit den 1960er Jahren voneinander ab. Während „Intelligenz“ lediglich die kluge Verarbeitung von Informationen (Verständnis, Erkenntnis) beinhaltet, meint „Intelligence“ auch die Akquisition von jeglichem Wissen: je geheimer, umso wertvoller. Die CIA = (“Central Intelligence Agency”) ist kein Klub der klügsten Köpfe. Es ist ein Geheimdienst, der Informationen zum Vorteil der jeweiligen Machthaber sammelt.
Wer sich KI-Antworten ansieht, stellt nicht nur schnell fest, dass Antworten vielfach nicht zutreffen, sondern auch, dass das Präsentierte abhängig von Formulierung und dem in der Frage enthaltenen Wissensstand ist. Kleine Nuancen genügen, um Antworten in ihr Gegenteil zu verkehren. Der Fragende weiß dann gar nichts mehr. Die KI hat dagegen den Fragenden gleichzeitig durchleuchtet. Als Schein-Dienstleister erfährt die KI mehr über den Fragenden als ihre Antworten preisgeben. Aus Fragen lässt sich das Persönlichkeitsprofil des Fragenden unverfänglicher ermitteln als mit Fragebögen oder Abhör-Tools. Und Wissen über Andere ist Macht. Die „KI“ simuliert Klugheit, um Informationen aufzusaugen. Das Missverständnis einer „Intelligence“-Lobby in deutschsprachigen Landen wird durch die angloamerikanische Seite bewusst ausgenutzt: Der Name der Firma “Intel” etwa lässt zwei Ableitungen mit unterschiedlicher Bedeutung zu. Einerseits die offizielle Erklärung aus der Übernahme von „Integrated Electronics“, andererseits aber auch die Abkürzung von „Intelligence“ im Sinn von Aufklärung und Spionage. Wo „Intel Inside“ draufsteht, ist Überwachung des Nutzers zumindest eine Option.
Begriffe formen das Denken
Bundesrepublikanische Bürger mit ostdeutscher Vergangenheit haben auch hier wieder einen Vorteil gegenüber ihren westdeutschen Mitbürgern: In der DDR gab es als Einrichtung des dortigen Kulturbundes die sogenannten “Klubs der Intelligenz”. Offiziell sollte damit in „Zentren offener geistiger Auseinandersetzung mit der Intelligenz“ das kulturelle Leben des neuen Staates entwickelt werden. Zum Ende des „Arbeiter- und Bauernstaates“ bestanden 1989 170 Klubs in allen größeren Städten mit jeweils zwischen 100 und über 2000 Mitgliedern. Tatsächlich handelte es sich aber um Anziehungspunkte für denkende Menschen, die in der Gefahr standen, ihren Verstand zu gebrauchen, um der gewünschten Unmündigkeit zu entkommen. Unter der Vorspiegelung freier Diskussion und Begegnung begrüßte man in offiziellen Stellungnahmen der Klubs die Politik der Partei- und Staatsführung der DDR. Die Klubs waren eine Honigfalle der Staatssicherheit – ähnlich wie die sogenannte KI heute.
„KI“ bedeutet also nicht das, was sie zu sein vorgibt. Es bräuchte einen Begriff, der den Inhalt widerspiegelt. Unser Wortschatz ist der Käfig, in dem wir denken: „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“, hatte der Philosoph Ludwig Wittgenstein vor über einem Jahrhundert formuliert. Übernimmt man die Begriffe, selbst wenn man die Lügen dahinter entlarvt, hat man schon verloren. Denn alleine die Wiederholung der falschen Worte sorgt für deren Verbreitung. Dies ist vielleicht der tiefere Grund, warum nicht längst alle kritischen Stimmen unterbunden werden. Die alternativen Medien leisten ungewollt einen nicht zu unterschätzenden Beitrag dazu, falsche Narrative in Gehirnen zu verankern. Woche für Woche stolpern viele Beiträge dem von ihnen verachteten Mainstream hinterher, indem sie die Worthülsen zerpflücken, damit aber gleichzeitig am Leben erhalten. Es ist anstrengend, jede Begrifflichkeit zu hinterfragen. Dennoch ist dies entscheidend, will man nicht im Labyrinth der Lüge gefangen sein. Nennen wir „KI“ doch einfach „KÜ“, für “künstliche Überwachung“ (ohne involvierte Personen); dann sind wir uns immer der wahren Funktion und Aufgabe dieser Errungenschaft bewusst. Denn so, wie es kein richtiges Leben im falschen gibt, kann man mit falschen Begriffen keine richtigen Gedanken fassen.
Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther ist Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Seine Frau Dr. phil. Renate Reuther ist Historikerin und Anglistin.
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8 Kommentare
ZITAT: „Die alternativen Medien leisten ungewollt einen nicht zu unterschätzenden Beitrag dazu, falsche Narrative in Gehirnen zu verankern.“
Jawoll. Ob das allerdings unfreiwillig und/oder ohne zu wissen, was sie tun, geschieht, das muss erst noch geklärt werden. Ich persönlich neige dazu, Englisch als die Sprache der Lüge zu betrachten. Fast immer, wenn hierzulande Dinge oder Sachverhalte in englische Begriffe gefasst werden, sollte man höchst vorsichtig sein und das Schlimmste annehmen. Nebenbei bemerkt: Meiner Ansicht nach wird deswegen so viel in KI investiert, weil KI das Mittel der Wahl ist, um die Kontrolle über die Menschen zu automatisieren. Darum geht es. Man darf nicht vergessen, dass die Amis ständig nach der Weltherrschaft streben. Sehr vieles von dem, was sie tun, dient allein diesem Zweck. Automatische Herrschaft ist einer der feuchten Träume von deren Technokraten.
Das sehe ich ebenso.
Nicht von ungefähr ist die englische Sprache freimaurerisch geprägt. Es gibt nicht selten für ein Wort 20 oder mehr Ausdeutungen …
Ich muß konstatieren:
dieser Beitrag war überfällig ! Er erhärtet genau meinen Verdacht von Beginn an.
In diesem Beitrag akzeptiere ich auch das gender-trächtige Wort „Fragende“, denn es bezieht sich ja auf den Moment des (Anfragers) Anfragenden bei der KI. Insofern – denke ich – ist die Partizipierung des Begriffs zulässig.
Abgesehen davon, haben die Autoren so ziemlich meinen zweifelnden Denkansatz widergespiegelt.
Ich werde diesen Artikel mit Einverständnis weiter verbreiten …
Danke für den Lichtblick
sehr treffende Analyse philosophisch betrachtet! Dr. Reuther beweist einmal mehr, dass er über den Tellerrand eines naturwissenschaftlichen Ansatz der Messbarkeit blicken kann und darüber hinaus seine Gedanken perfekt formuliert.
perfekte philosophische Analyse zu einem kontroversiellen Thema!
Ein bewusst gewählter Begriff, so wie man z.B. einst mit dem Euro das Projekt Europa zum Thema machte. Die Idee von KI wurde mit Science fiction und Filmen Jahrzehnte eingeübt. Die Wirkung Begriffes selbst hat mich überrascht. Mittlerweile ist alles KI, es ist irre. Die meisten Leute halten jedes Problem für mit KI lösbar, und noch schlimmer, halten alles was mit Computern zu tun hat, für KI. Einfachste Algorithmen, KI! Text zu Sprache, OCR Texterkennung, KI! Gab’s alles schon im letzten Jahrhundert. Zu ergänzen ist noch, dass jedes „Gespräch“ mit der KI weitere Daten generiert. Wir trainieren die KI mit jeder Nutzung. Darum ist das ja auch (noch) kostenlos.
Diese ganze digitalisierte Welt ist nichts weiter als gläserne Kontrolle des Bürgers und der Großteil braucht auch nicht jammern sich eingeengt zu fühlen da er brav die freiwillige Fußfessel Smartphone nutzt. Gerade Rabatt-Apps in Discountern und Supermärkten dienen nur Großkonzernen und Strafverfolgungsbehörden um den Nutzer zu durchleuchten wie er tickt mit Vorlieben, Nöten und Ängsten. Gerade das C19-Horrormärchen konnte nur ausgeführt werden und die Altkanzlerin gab mal den Tipp an Handyortung merken wir das der Großteil Ausgangsspeeren und Quarantäneverstöße betreibt. Leider hat der Großteil dies nicht gerafft und brav gekniet und konsumiert. Seit über 15 Jahren werden alle Kommunikationsdaten egal ob Telefonate, SMS, E-Mail oder Social-Medias als Vorratsdaten von allen Nutzern gespeichert um bequem zurückverfolgt sowie ausgewertet zu werden. Wer denkt ich bin doch kein Verbrecher oder Terrorist der irrt sich mächtig gewaltig. Gerade jetzt können Wutäußerungen über etablierte Politiker oder Überfremdung dazu führen in das Visier der Sicherheitsbehörden zu geraten. Der COMPACT-Hausmeister mit seiner Nur-So-Äußerung über Habeck in einem Telefonat mit Elsässer war bestes Beispiel. Er löste ein Verfahren mit SEK-Einsatz aus wo er durchsucht wurde wie ein Terrorist. Gefunden wurde nichts und später alles eingestellt. Auch linke Demokratievereine und der VS haben genug Provokateure mit Fakeprofilen im Netz die mit den drei Zauberzahlen 86, 90 und 130 nur so glänzen und wo Gewaltphantasien gegen politische Gegner und Migranten nicht fehlen. Solche Leute ignorieren und NICHT erwidern, denn auch ein Gefällt-Mir-Klick kann ausreichen sich ein Verfahren an die Backe zu nageln mit dem SEK und der Medienmafia. Also Holzauge sei wachsam heißt die Devise. Hilfreiche Literatur zu diesem Thema ist der Rechtsratgeber für Dissidenten und Aktivisten. Beim Sturmzeichenverlag, PC-Records oder Druck18-Versand ist diese Bibel des Widerstandes erhältlich. GEBT DER BRD IN ENDZEIT KEINE CHANCE!!! JETZT ERST RECHT!!!
Ich hatte KI verwendet, um für mein Buch „Kämpfe“ Informationen über Sportler zu erhalten. Das habe ich auch. Da Sport aber immer mehr von der Politik missbraucht wird, habe ich auch diesbezüglich Informationen eingeholt und dabei festgestellt, dass die Antworten nicht neutrag waren, sondern politisch gefärbt. Darauf angesprochen, antwortete mir die KI: Sie kann nur das widergeben, was ihr ihre „Trainer“ beigebracht haben. Also, ein klares Eingeständnis, dass auch KI politisch indoktriniert ist.
Beispiele in meinem Buch „Kämpfe“ zu Hauf.