Fröhlich in den Bankrott: Das Saarland lebt weiter auf großem Fuß – dank Länderfinanzausgleich

Fröhlich in den Bankrott: Das Saarland lebt weiter auf großem Fuß – dank Länderfinanzausgleich

Feiern kann sie – die Zeche zahlen andere: SPD-Ministerpräsidentin und Partynudel Anke Rehlinger (Foto:Imago)

Es ist quasi ein Naturgesetz: Wenn ein Bundesland nur lange genug von der SPD regiert wurde, dann geht es konsequenterweise mit Pauken und Trompeten unter. Zu sehen aktuell an Deutschlands kleinstem Flächenland im Südwesten: Das Saarland geht pleite – und lässt sich ganz frech zum Abschied auch noch die Musik von anderen bezahlen. Das in vielerlei Hinsicht nahe an Frankreich liegende Land hat sich über Jahrzehnte eine Sonderstellung erarbeitet, um die es heute allerdings niemand mehr beneidet: Mit rund 13.700 Euro Schulden pro Einwohner steht es an der Spitze aller Flächenländer, weit vor Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen, und um ein Vielfaches schlechter als Bayern oder Sachsen, die mit gut 1.300 bis 1.500 Euro Pro-Kopf-Verschuldung fast schon aus einer anderen Welt wirken.

Das ist kein Ausrutscher, kein Corona-Unfall und kein einmaliger Strukturbruch – sondern das Ergebnis der SPD-Dauerverwaltung. Denn kein anderes Flächenbundesland war über so lange Zeit so eng, so zuverlässig und so alternativlos von der SPD geprägt wie das Saarland.
30 der vergangenen 40 Jahre saßen dort Sozialdemokraten in der Regierung, seit über 14 Jahren ununterbrochen und seit April 2022 unter Anke Rehlinger als  Ministerpräsidentin, flankiert von einer Verwaltung, die ihren haushaltspolitisch verantwortungslosen Regierungssstil nicht nur umsetzt, sondern verinnerlicht hat. Mehr Verantwortung geht kaum noch. Und mehr Ausreden eigentlich auch nicht.

Fiskalisch am Tropf

Das Ergebnis dieser SPD_Dauerherrschaft ist ein Land, das wirtschaftlich Schlusslicht ist, fiskalisch am Tropf hängt und politisch so tut, als sei all das ein schicksalhaftes höheres Naturereignis, gegen das man sich nur mit noch mehr Staat, mit noch mehr Geld Dritter hehren Absichten wehren könne. Rund sechs Milliarden Euro umfasst der Landeshaushalt; davon stammen etwa 630 Millionen aus dem Länderfinanzausgleich, also aus dem Geld anderer Bundesländer, die ihre Haushalte selbst erwirtschaften müssen. Mehr als jeder zehnte Euro kommt nicht aus eigener Kraft, sondern aus fremder Tasche. Und genau diese Abhängigkeit ist an der Saar längst kein Makel mehr, sondern Routine. Wer lange genug fremdes Geld verwaltet, hat irgendwann kein schlechtes Gewissen mehr, sondern eine dreiste Anspruchshaltung verinnerlicht.

Und so leistet sich das Saarland Neujahrsempfänge mit 1.700 Gästen, pflegt seinen Beamtenapparat, verteilt Programme, Projekte und Posten – und erklärt gleichzeitig mit ernster Miene, man sei leider Schlusslicht bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Das Bekenntnis kommt stets vor der nächsten Geldverschwendung oder Mammutausgabe. Der jüngste Höhepunkt dieser Saarbrücker Staatskunst ist dabei von beinahe poetischer Symbolik: Die Landesregierung, die faktisch pleite ist, übernimmt künftig für bestimmte Organisationen die GEMA-Gebühren und stellt dafür jährlich rund 500.000 Euro in den Haushalt ein.

GEMA bei Festen und Veranstaltungen gratis – wir haben’s ja!

Dazu wurde eigens ein entsprechender Rahmenvertrag abgeschlossen. Musik auf Vereinsfesten, Veranstaltungen und Feiern – bezahlt vom Staat. Doch weil der Staat im Saarland bekanntlich selbst kaum Geld hat, zahlen am Ende wieder andere. Bayern und Hessen mögen ähnliche Verträge aus eigener Steuerkraft finanzieren können; doch das Saarland greift auch hier auf Umwegen über den Länderfinanzausgleich zurück. Man geht also nicht nur unter, man tut es buchstäblich mit Sang und Klang – und lässt sich die Abschiedsmelodie großzügig von den Steuerzahlern anderer Bundesländer finanzieren. Dreister lässt sich politische Verantwortung kaum entsorgen.

Das alles ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines Regierungsstils, der seit Jahrzehnten auf Umverteilung statt Wertschöpfung, auf Verwaltung statt Erneuerung und auf Solidarität statt Eigenverantwortung setzt. “Die SPD regiert!” bedeutet im Saarland nicht sozialer Ausgleich, sondern systematische Entwöhnung von wirtschaftlicher Realität. Am Ende bleibt ein Bundesland, das sich längst an den Tropf, an dem es hängt, gewöhnt hat, diesen Tropf verteidigt und jeden attackiert, der fragt, wie lange das eigentlich noch gutgehen soll. Und während die Kassen leer sind, die Wirtschaft schwächelt und die Zukunft vertagt wird, läuft im Hintergrund die Musik. Bezahlt von den Anderen.

11 Antworten

  1. Nur wenn es die Nomenklatur höchstpersönlich trifft, ändert sich etwas in der Politik. Solange Diäten und Bezüge weiterhin fließen, wie Milch und Honig ändert sich nix

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    1. Und das sie dicke Eoinkommen beziehen, zeigt sich immer wieder in oihren Figuren. Dick und rund gefuttert und dann gibt es blutleere im Hirn und so schaut dann die Politik aus. Würde man ihnen ihr leistungsloses Gehalt entziehen, verhungern sie!

  2. Wir müssen die Menschen dort mehr wertschätzen, dann relativieren sich ihre Schulden automatisch.
    😜

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  3. Aber das ist doch in Berlin nicht anders! Wie war das noch damals mit der Musik auf der unsinkbaren TITANIC?

    Alles nicht so schlimm – und über ganz Deutschland wacht oder lacht der Lars.
    Wird schon nicht so wild werden. Und falls doch; dann zaubert man flugs neue Sondervermögen herbei.
    Dafür haben wir schließlich Fachkräfte… also zumindest unseren sensiblen Lars.
    Und wenn es der nicht richtet, dann kommen die Ukrainer und bedanken sich hier artig für unsere bisherige Hilfe.
    Seit 2022 sieht es dort in einigen Städten doch schon ganz anders aus. Die Bürger in Kiev sind uns weit voraus. Die sparen jetzt sogar schon Heizung und Strom. Einige Süd+West – Berliner haben das vor wenigen Tagen auch schon mal kurz ausprobiert. Für mich wäre solch Habecksche Idylle eher nicht so angesagt.
    Wir faffen daff.

  4. Das große Schwester-Bruder in Berlin macht
    es doch vor, wie mal ohne eigene Kohle, die
    schönsten Partys schmeißen kann.

  5. Wenigstens legt man im Saarland noch Wert auf geselliges Beisammensein mit Musik ,während in anderen Bundesländern noch nicht mal mehr Musik auf Weihnachtsmärkten läuft wegen der Gebühren.
    Außerdem haben die es geschafft die Grünen , nach den letzten Wahlen aus der Landesregierung zu werfen. Sollen sie also noch so lange feiern wie es geht denn die Prognosen verheissen nichts Gutes. Nach der Schließung von Ford in Saarlouis , wird massiver Stellenabbau bei ZF, Saarstahl, Bosch und Schaeffler erwartet. Mir ist es jedenfalls wesentlich lieber wenn das Steuergeld über den Länderfinanzausgleich ins Saarland geht als nach Berlin! Also haut rein , Karlsberg und Lyoner!

  6. Habe nach meiner Militärzeit einige Jahre in Berlin meine Ausbildung gemacht! Damals wurde die Stadt mit tausenden von Wehrdienst Verweigerern geflutet. Also alle von ihnen wollten absolut keinen Dienst am Staat ableisten. Aber was die Masse davon gemacht hat, war in den Behörden unter zu kommen. Denn schon damals war das eine laue Nummer. Und heute haben wir die Nachfahren dieser Faulen und Irren wieder in den Behörden sitzen. Nur dieses Mal sitzen sie an Schaltstellen. Und genau da harpert es, denn diese Einstellung kann nur zum Untergang führen, weil diesen Menschen nur die leistungslose große Kohle wichtig ist. Sie haben nichts für Deutschland über. Woher auch, kennen sie aus ihren Famlien nicht!